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Wirtschaft

Enthält primär globale Wirtschaftsinformationen. Länderspezifische Informationen, die nur ein Land betreffen, sind auf den jeweiligen Landes-Infoseiten zu finden.

Neu: 2014-12-18:

[9:00] Presse: Mayer-Heinisch: "Handel nähert sich Multiorganversagen"

Der Konsum galt bislang als eine der letzten Festungen in diesen turbulenten wirtschaftlichen Tagen. Der Einzelhandel bilanzierte mit ausgeglichenen Ergebnissen. Nun hat sich das Blatt gewendet. Die Stimmung unter den österreichischen Händlern sei „ganz schlecht", bringt es Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Österreichischen Handelsverbandes, auf den Punkt. Umso überraschander als er für Pessimismus dieser Art nicht gerade bekannt ist. „Die Leute haben kein Geld und werden durch die politischen Diskussion im Zusammenhang mit der Steuerreform noch weiter verunsichert", sagt Mayer-Heinisch im Gespräch mit der „Presse".

Man kann es auch so sagen: fast die gesamte Welt ist total "overstored". Die wahnsinnigen Manager expandieren auf Kredit um jeden Preis.WE.
 

[9:00] der DAX-Insider war gestern leider verhindert, und schiebt deshalb heute das Adventskalendertürchen für Tag 17 und 18

der "intimsten Momente eines DAX-Konzerns" hiermit nach:

Das Kollegium besteht erwartungsgemäß auf Staatstrotteln. Spreche ich z.B. über kreative, legale Möglichkeiten um Steuern zu sparen oder Wege um die GEZ/AZD-Zwangsrundfunk"gebühr" zu umgehen, raunt es "Ja, aber des darf man doch ned machen. Man muss doch zahlen. Damit wirst Du ned durchkommen." Die Kollegen sind in der Lage hoch-technische Vorgänge bis zur letzten Kommastelle präzise zu berechnen, aber unfähig das Ausmaß des Betrugs zu erkennen, der ihnen seitens des Staates, der Banken und der Medien tagtäglich widerfährt. Hier glauben sie noch an den Weihnachtsmann. "Der Staat baue doch auch Straßen und Kindergärten für uns" heißt es. Es wird also nicht nachgerechnet und recherchiert, sondern gemeint und geglaubt. Dass die meisten Steuern skrupellos systematisch veruntreut und verschwendet werden, und nicht (wie allgemein angenommen) der Bevölkerung zu Gute kommen, ist für die allermeisten Angestellten zu hoch. Das Schlimmste ist, dass jeder beschissen und verarscht wird, und statt (simplen passiven und friedlichen, aber gezielten und wirkungsvollen!) Widerstand dagegen zu leisten, es durch Fluchtgedanken an schönere Dinge weg-ignoriert. So hat die Obrigkeit leichtes Spiel. Rund 15 Mio. (von denen schätzungsweise über 2/3 sinn- und nutzlose Arbeit verrichtet) stehen früh auf, mit einem Gesichtsausdruck der Bände spricht, quälen sich durch den Stau und ackern sich wund und müde, um 66 Mio. Netto-Leistungsempfänger durchzufüttern. Die Leistungsträger sind aber so blöde, die würden sogar noch bei 99% Steuerlast schuften gehen (= Kubanisches Modell! Ein Bauer auf Kuba darf unterm Strich legal 1% seiner Ernte für sich behalten).

Konzernlinge haben ihre ganz eigene Indoktrinierungs-Denke. Zitat eines Vorgesetzten im heutigen Meeting: "Es gehört einfach dazu und steht außer Frage, dass jeder hier von uns sein Denken an den "Corporate Spirit" anpassen muss." Das offene Bekenntnis lautet also: Eigenbrötler haben hier nichts verloren und sind fehl am Platz. Und überall schwingt die Angst mit. "Wenn wir dies oder jene nicht ... dann ist die Kacke am dampfen ... kriegen wir riesengroße Probleme." Auch sehr lustig sind immer Gehirnwäsche- und Eichveranstaltungen, deren Ziel es ist, den Mitarbeiter wie einen Roboter auf neue Programme, Prozesse und Vorschriften zu programmieren. Am Ende gibt es oft eine Fragerunde. Da werden dann Fragen aus der Belegschaft gestellt wie "Darf ich das tun?"
"Ist es verboten...?" "Was soll ich tun, wenn ich dieses oder jenes Problem habe?". Irgendwie löse ich (fast) alle meine Probleme für mich selbst und bin ein Stück weit ein Fremdkörper in diesem Konzernsystem.
Die meisten die hier arbeiten, wollen keine eigenen Gedanken haben - entweder sie trauen sich nicht, sie haben keine oder sie verheimlichen sie. Man sieht: Es herrscht Sozialismus in Reinstform - klar erkennbar an, den gelebten Werten. Zentralismus und Kollektivismus sind allgegenwärtig und dominant! Die Aktie - somit echtes "Value-Invest"?!
Das Chartbild sagt ja, es muß also stimmen...

Das mit dem brav Steuern zahlen, ohne daran zu denken kenne ich zur Genüge. Das scheint besonders bei Ingenieuren verbreitet zu sein.WE.
 

[8:30] DWN: Russland-Chaos trifft Unternehmen in Europa hart

[8:45] Silberfan:
Der Hass aller Unternehmer ist den westlichen Politikern gewiss, verstehen es jetzt alle warum das zum Abbruchdrehbuch gehört?

Wir verstehen es, die Politiker sicher nicht.

[19:32] Der Mexikaner zum Silberfan:

Vermutlich ist auch die gestrige Entscheidung hinsichtlich der Abschaffung des Erbschaftssteuer-„Privilegs" zu Ungunsten der Übergabe von Unternehmen innerhalb von Familien Teil des Drehbuches.Es erübrigt sich mit Sicherheit zu erwähnen, wer die Hauptsteuerlast der Bundesrepublik trägt und das die seitens der linksgrünen Presse als negatives Beispiel verwandten grossen Familienunternehmen wie BMW etc. alle international als holding organisiert sind.


Neu: 2014-12-17:

[09:03] Standard: Exporte nach Russland gehen drastisch zurück

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um 20 Prozent. Deutsche Unternehmen litten unter der "dramatisch sinkenden Kaufkraft" der Russen, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu trübten sich die Geschäftsaussichten in Russland im nächsten Jahr weiter ein. Investitionen gingen zurück.

Es stellt sich die Frage, wen die USA mit den Santkionen eigentlich treffen wollen. Russland oder doch Europa? TB
 

[08:06] Leser-Beobachtung-DE zur Buchungslage von Werbeflächen:

seit geraumer Zeit stelle ich fest, dass in den Münchener U-Bahnen sowohl in den Zügen als auch den Bahnhöfen viele Werbetafeln ohne Werbung sind, was früher so nicht der Fall war. M.E. ein Zeichen, dass viele Firmen kein Geld mehr für Werbung ausgeben können oder wollen angesichts einbrechender Umsatzzahlen.

Jemanden Ähnliches aufgefallen?

[09:20] Leser-Antworten-DE zu den freien Werbeflächen:

(1) Auch im Wuppertaler Raum sind mir seit mehreren Monaten die freien Werbeflächen aufgefallen. Dort steht dann sinngemäß: "Diese Werbefläche können Sie für nur x,xx EUR / Tag buchen". Speziell wenn es vom Zentrum weg geht nimmt die Werbung deutlichst ab.

(2) Das kann ich aus Thüringen auch bestätigen. Auf dem Weg zur Arbeit fahre ich durch einige Ortschaften. Mir ist aufgefallen, dass gerade die großen Werbeträge leer sind bzw. die Anzeige - Hier könnte ihre Werbung sein (sinngemäß), steht. Auch an den Bundesstraßen herrscht auf den Anzeigetafeln gähnende Leere bzw. die letzten Anzeigen hängen in Fetzen herunter.

(3) So was unlogisches! Welche vernünftige Firma würde an Werbung sparen? Dann macht sie ja noch weniger Umsatz/Gewinn wenn sie ihre Produkte nicht potentiellen Kunden anpreist.
Zuerst fliegen die Mitarbeiter in der Verwaltung und schlechten Vertriebsleute raus in Krisen. Die Top20% Vertriebsleute bekommen in Krisen sogar Gehaltserhöhungen.

(4) es muss nicht mal eine Fläche, die Werbung anzeigt, echt sein. Wir hatten in unserer Stadt mehrere Werbeuhren genutzt an Kreuzungen, nach Vertragsende blieb die Werbung stehen - damit es nicht so leer und peinlich wirkt? Man möchte nicht an allen vier Seiten der Uhr "Hier könnte Ihre Werbung stehe" rein schreiben? Jedenfalls wurde die Fläche erst erneuert als wir den Betrieb schon 4 Jahre !!! nicht mehr hatten. Eine neue Baumarktkette nutzt die Fläche jetzt, wer weiß, wie lange das sonst noch da drin geblieben wäre.

(5) Ich höre aus verschiedenen Quellen, dass es momentan viel zu tun gibt. Ein Informatiker sagte, er habe in seinem Betrieb derzeit mehr Arbeit als er eigentlich will. Das Gleiche erzählte mir ein Tischler - vor Weihnachten will man ja eher mehr Ruhe finden. Bei mir (Anwaltskanzlei) hat es auch im Dezember angezogen.
In der örtlichen Presse berichtet aber der Einzelhandel, es gebe im "Weihnachts"geschäft noch Luft nach oben, man ist also nicht zufrieden.
Leere Werbetafeln gibt es hier in Karlsruhe nach meiner Kenntnis nicht - Karlsruhe gilt momentan als Boomstadt, die Stadtverwaltung gibt das Geld der Bürger derzeit auch großzügig aus, überall Baustellen, ganze Stadtviertel entstehen neu, auch die Bevölkerung wächst - wer in der Fußgängerzone flaniert, könnte allerdings den Eindruck gewinnen, dass das Bevölkerungswachstum eher auf Migranten und Asylanten zurückzuführen ist.


[09:34] Leser-Kommentar-DE zum Wirtschaft in Deutschland-Beitrag von gestern:

Zuschrift zu Leser-Anfrage-DE zur Wirtschaft in Deutschland von gestern:
Ich arbeite im deutschen Lebensmittelhandel in Thüringen. Wir haben ein leichtes Umsatzminus (2%). Der Anteil der gekauften Werbung ist dabei stark gestiegen, d.h.wir verkaufen mehr Ware ohne Gewinn. Ab nächstem Jahr steigen unsere Lohnkosten, dafür sinken die Strompreise leicht. Da wir uns in einem dauerhaft harten Markt bewegen, ist das also alles normal bei uns – Dauerkrisen-Modus eben. Wo kann ein Durchschnittsdeutscher heute noch sparen? Richtig: beim Essen und Trinken. Die Industrie unterstützt dieses Bestreben durch entsprechend billige und giftige Zutaten, gesponsort von Big Pharma... somit haben auch andere Bereiche viel Arbeit und Beschäftigung...
Eine interessante andere Beobachtung vielleicht noch: Wir verkaufen auch Zeitschriften. In diesem Segment ist zu beobachten, das wir regelrecht zugemüllt werden mit unverkäuflichen Ergüssen des Mainstreams. Somit steigen beim Grossisten die Großhandelsumsätze, bei uns biegen sich die Regalböden unter der Last der Lügen. Ich habe deshalb kräftigste Sofortremissionen angeordnet. Somit schindet das System nochmals Zeit.


Neu: 2014-12-16:

[17:01] Leser-Anfrage-DE zur Wirtschaft in Deutschland:

Hallo, ich versuche mir gerade ein Bild über den Umsatz des Einzelhandels und des Handwerks zu schaffen.
Um mal ein ehrliches Bild der Situation seit August zu bekommen.
Ich habe das Gefühl, seit August beginnt ganz böser Einbruch in der Geschäftswelt.
In meinem Umfeld ( Nord Saarland) sieht es meiner Meinung nach zwischen bescheiden und katastrophal aus, bezogen auf den kleinen Einzelhandel.
Im Handwerk dagegen, zwischen voll & überlastet und der Laden trägt sich gerade so.
Gibt es Leser die dazu etwas Konkretes sagen können?

[17:22] Leser-Beantwortungen-DE der Frage darüber:

(1) Meine Branche ist Textileinzelhandel klassische Marken Jeans. Gegenüber letztem Jahr gibt es ca. 7-8 % Rückgang bei mir. Noch verkraftbar und noch befriedigend, aber hinzu kommen die steigenden Personalkosten ab 1.1.2015 (Mindestlohn plus staatliche Lohnnebenkosten von ca. 30 %), steigende Gewerbesteuerhebesätze und die drückenden Steuerzahlungen aus den besseren Jahren. Da tut sich eine Schere auf, die mit Personalabbau und mehr Eigeneinsatz kompensiert werden muß.
Laut der Außendienstmitarbeiter bin ich mit dem Rückgang in unserem Geschäft damit noch gut bedient. Es gibt Rückgänge bis 30 %. Normale Rückgänge sind zweistellig.Besonders betroffen wohl jene Geschäfte mit viel Jackenanteil; der Winter in diesem Jahr und der letzte Winter waren zu mild.

(2) Bei uns (Landkreis Karlsruhe) boomt die Bauwirtschaft.
Ich selbst kann auch keinen Rückgang an Aufträgen feststellen, außer dem saisonalen Rückgang im Winter.


[12:15] Der DAX-Insider berichtet zum 16.12:

Die "Weihnachtsfeier" musste nun Jahresabschlussveranstaltung heißen.
Das "Sommerfest nun "Familientag". Freude haben und Kultur bekennen ist strengstens verboten. Man droht sonst als zu faul und zu wenig angepasst, angesehen zu werden. Prämien oder Sonderzahlungen heißen jetzt "Incentive". Und wenn man einfach mal cool dastehen will, kreiert man ein denglisches Kunstwort, wie z.B. "Footprint"- in welchem Zusammenhang und Bedeutung es benutzt wird, ist völlig irrelevant. Es wurde vorgeschlagen den "Jahresabschlussbaum" auch mit sichelförmigen Glitzer-Halbmonden zu schmücken. Man merkt deutlich: In Deutschland versuchen die Eliten krampfhaft den Keim für das Weltbürgertum zu legen.

Auch in den Medien wird das Thema Tag für Tag wiedergekäut. Die Firma ist vollständig multi-kulti religiös. Es wird Anpassung erwartet an ausländische Kollegen. Als Deutscher darf man nicht mal deutsch in Deutschland sein. Deutsch, bitte nur an dafür vorgesehenen Plätzen wie z.B. Hofbräuhaus oder Oktoberfest, und zur dafür vorgesehenen Zeit, sonst ist man Nazi, "neu-rechts" und unkollegial. Da wundert es kaum, dass auch die CO²-Klimareligion Fuß gefasst hat. Auf den Werbeschildern steht "Zero Emission". Dass die Umwelt unter der Elektronik, mit all den Schwermetallen und der Batteriesäure viel mehr zu leiden hat, als unter etwas Russ und Kohlendioxid darf nicht mal ansatzweise gedacht werden.

Der dritte Trend ist "Always On", also die orwellsche Totalüberwachungs-Religion. Man möchte, dass der Endverbraucher ständig überall ortbar mit dem Internet verbunden ist. Schmackhaft soll das den Kunden (ähnlich wie beim Thema Bargeldabschaffung) mit allerlei seichten Pseudo-Vorteilen gemacht werden, wie z.B. Hören Sie Ihr Lieblings-MP3 direkt von der heimischen Cloud in ihrem Auto; Sparen Sie Versicherungsbeiträge indem sie freiwillig dem Versicherungsunternehmen ihr Routen- und Bewegungsprofil elektronisch übermitteln; Falls Sie verunfallen, kann Ihnen schneller geholfen werden (es wird bei Airbag-Auslösung eine Notruf an die Rettungsleitstelle abgesetzt); prüfen Sie Reifendruck und Tankfüllung bequem vom Sofa aus auf Ihrem Handy; lassen sie sich direkt zur nächsten freien Parklücke navigieren; lassen sie sich nie wieder Blitzen! ihr Fahrzeug denkt für Sie mit und drosselt automatisch das Tempo indem es über intelligente Verkehrsschildern die erlaubte Höchstgeschwindigkeit abruft; nie mehr an der Mautstelle in langen Warteschlangen - einfach durchfahren und es wird automatisch abgebucht; via Freisprecheinrichtung Rat und Tat per Knopfdruck durch Live-Telefon-Support jederzeit und allerorts, bei Fragen wie z.B. wo finde ich das nächste Klo? Ich muss mal dringend...

Es gibt kaum jemanden, der all dies kritisch hinterfragt oder an Risiken und Nebenwirkungen bedenkt. Ich will mich über all das nicht beklagen, es bietet hohen Unterhaltungswert, anderswo muss man Eintritt dafür bezahlen und schließlich spült er mir Monat für Monat unter Schwerstarbeit der Erde hart abgerungene, glänzende Kostbarkeiten in meine Schatztruhe. ;-)

Der Footprint dieser politisch korrekten Konzernaffen ist einfach zu gross. Ab mit ihnen auf den Acker zu echter Arbeit.WE.


Neu: 2014-12-15:

[18:30] Leserzuschrift: Marketing versus Kundenwünsche bei BMW:

In der BMW Marketing Abteilung scheinen sich Verwirrte zu tummeln, erschreckend was für Idioten da am Werk sind.
Die stellen den neuen i8 auf Flughäfen aus, und Kernthema sind CO2 Ausstoss pro 100 KM und Hybrid Gedöns bei einem Startpreis von 126000 Euro, dazu noch ein Datenblatt zum Energieverbrauch, wie man es von Küchengeräten kennt.
Wer so was sieht, dem vergeht alle Lust am Auto.

Einen gesunden Mann interessiert Form, Drehmoment, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit und ein bissl Verbrauch, da
muss man bei denen lange suchen.

Man sieht, die Auto-Bosse und deren Marketing-Leute haben den Klimaschwindel voll gefressen. Weg mit ihnen.

[18:45] Der Mexikaner:
BMW hat nach WK II Kochtöpfe produziert und in den 50ern ein Modellprogramm bestehend aus einem Roadster für die oberen 10.000 und einer Repräsentationslimousine für die neuen reichen der jungen Bundesrepublik und einem italienischen Kleinstwagen-Lizenzprodukt namens Isetta für den Rest.
Mal sehen, was die diesmal produzieren wollen, wenn alles knallt, ausser Ersatzteile für den bestehenden Kram.

Zurück zu den Kochtöpfen?
 

[15:30] Der DAX-Insider wünscht gute Unterhalt mit Bericht Nr. 15:

Wie in jeder sozialistischen Firma gibt es hier im Konzern eine klar erkennbare Mehrklassengesellschaft: Die außertariflichen Mitarbeiter z.B. haben zwar vertraglich eine Wochenarbeitszeit vereinbart, sind aber "zeitsouverän". D.h. sie können kommen und gehen, wann sie wollen oder auch einfach mal zuhause bleiben. Es überprüft und interessiert niemand.

Den tariflichen Mitarbeiter hingegen wird mißtraut, man will ihnen nicht erlauben von zu hause aus zu arbeiten, da man ihnen unterstellt, sie würden ohne Aufsicht der Kollegen nichts tun. Die externen Mitarbeiter haben Verträge weit über 40 Std. pro Woche, zum Mini-Gehalt und sitzen noch auf einsamen Posten da, wenn alle anderen schon nach hause gegangen sind. Während also die Oberen über die Unteren ständig urteilen und richten dürfen, und diese wegen ihrer Arbeitsweise kritisieren und maßregeln, leben sie selbst wie die Made im Speck und genießen die Narrenfreiheit. Die Krönung des ganzen ist das System der "Leistungspunkte" und "Zielvereinbarungen". Während der Tarifmitarbeiter schwitzen darf, um seine Zulagen nicht zu verlieren und mal einen Bewertungspunkt mehr zu erhalten (welcher je nach Gehaltsstufe 20-40 Euro mehr Netto pro Monat ausmacht), hat es der außertarifliche Mitarbeiter schöner. Seine Ziele sind zum einen meist wachsweich variabel formuliert und zum anderen werden sie überwiegend von Dritten erarbeitet. Ziele können nicht nur zu 100% erreicht, sondern sogar bis 200% (??!!!) übertroffen werden (was die Regel ist!).

Deswegen wollen alle den "AT"-Status erreichen. Teilweise ist das natürlich auch eine Prestigesache. Wer nicht mehr Zeitstempeln muss gilt als "höher". Der DAX-Insider sollte sich einmal die ganzen Prestige- und Statussymbole vornehmen.WE.

[17:00] Der Bondaffe:
Was die Zahlungsform an die Arbeitssklaven angeht kann man unterscheiden. Der tarifliche Lohnsklave erhält ein Gehalt, d.h. damit wird er am Arbeitsplatz gehalten. Die externen Lohnsklaven verursachen keine Personalkosten, sondern Sachkosten. Das wären sozusagen Kosten für die Sache "humane Resource". Die Vorstände hingegen haben Vorstandsbezüge, will heißen, sie ziehen Geld (so viel sie wollen und gar nicht brauchen) aus dem System, das über die Sach- und Personalkostenebene erwirtschaftet wird. Und natürlich sind alle Arbeitsverträge wachsweich variabel formuliert wie es der DAX-Insider schreibt, im Prinzip juristisch wachsweich. Damit kennen die Lohnsklaven ihre vielen Rechte nicht, weil diese bewußt im Arbeitsvertrag ausgelassen werden. Und die Kosten für die wenigen, die diese Rechte kennen und für sich beanspruchen sind geringer als die Kosten, die von Unwisseneden (oder Wissenden mangels Trägheit) gar nicht erst verursacht werden. Das sagte schon vor Jahren ein gestandener Personaler zu mir.
 

[12:08] T-Online: Verlagerung nach Nordamerika - Daimler baut 650 Stellen im Sprinter-Werk ab

Daimler baut im Zuge der Verlagerung eines Teils der Transporter-Produktion nach Nordamerika in Düsseldorf zehn Prozent der Stellen ab. In den nächsten Jahren sollten 650 der insgesamt 6500 Mitarbeiter dort durch Abfindungen dazu bewegt werden, das Unternehmen zu verlassen, teilte Daimler mit.

Freiwillig in die USA? TB

[12:33] Leser-Kommentar-DE zum blauen TB-Kommentar:

Lt. Hans-Werner Sinn glasklar eine Folge des Exportüberschusses! In Übersee eingenommenes Geld kommt nicht an den Ort der Leistungserbringung zurück, sondern bleibt in Form von Investitionen in der Export-Ziel-Region.


[08:32] Leser-Kommentar-DE zur DAX-Insider-Serie:

ein großes Dankeschön für die wirklich gut gemachte Serie. Für jemanden, der in einer kleinen Firma arbeitet mag dies ja alles unvorstellbar sein - aber was sie beschreiben scheint sich in etlichen Firmen so eingestellt zu haben. Insbesondere, wenn dort nur noch angestellte Manager "die Geschäfte führen".
Solche Zustände sind auch bei mir in der Firma gang und gäbe. Da werden Geräte und Teile "entwickelt" - wo das gesamte Serviceteam - die direkt an der Front beim Kunden arbeiten und sich auskennen - direkt sagt, so kann es nicht funktionieren, Materialien (billig-Plastik) wird dort nicht halten, Elektronik in sensiblen Bereichen, etc.

Problem des ganzen - die Serviceleute haben zwar Erfahrungen aber keinen Dr. Titel! Daher von der Entwicklungsabteilung und Unternehmensleitung als Untermenschen angesehen, die ja keine Ahnung haben.
Folglich wurde die bemängelte Lösung umgesetzt mit dem Resultat, dass alle bemängelten Teile getauscht werden müssen nach einem Jahr "Erfahrungssammeln". Hat bestimmt ca. 1 Million Euro gekostet mit Tausch, Einsätzen, Garantien, Nachbesserungen und Schadensersatzzahlungen, aber man hat es ja.

[14:30] Das mit den "Untermenschen" und "Obermenschen" stimmt, hat aber eher weniger mit akademischen Titeln zu tun, sondern mit de´m Zugang zu den verantwortlichen Leuten. wer keine Macht hat, bekommt wenig durch - von einem früheren Marketing- und Produktgruppen-Manager.WE.


Neu: 2014-12-14:

[20:15] Der DAX-Insider liefert Bericht-Türchen Nr. 14 heute etwas verspätet ab:

Produkte werden immer umfassender und müssen in kürzerer Zeit fertiggestellt werden, immer mehr Prozesse und Vorschriften befolgt und deren Einhaltung belegt werden, das kostet Personal. Der Kredit sprudelt aus allen Quellen, so ist es kaum verwunderlich, dass es derzeit viele offene Stellenausschreibungen gibt. Junge, deutsche Absolventen will man übrigens nicht einstellen. Begründung: zu wenig Erfahrung. So gibt es fast ausschließlich Asiaten, die sich mit Best-Notenzeugnissen (direkt aus dem Copy-Shop in Bangalore?) bewerben. Man erklärt sich dies, mit dem "Fachkräftemangel". Geschaut wird v.a. auf Bescheinigungen und Formalismen. Hier sieht man wieder wunderschön: Im Sozialismus zählen nicht die inneren Werte, sondern überwiegend das äußere Erscheinungsbild. Also nicht das Sein, sondern der Schein. Auf einige Stellen bewirbt sich gar niemand, weil die Stellenausschreibungen nichtssagend formuliert sind und die Stelle selbst mit einem englischen Kunstwort betituliert wird. Internen Mitarbeitern werden Prämien versprochen, wenn sie geeignete Bewerber in die Firma bringen. Einige haben dies getan, von einer Prämie wollte die Geschäftsleitung dann aber nichts mehr gewusst haben und hat nachträglich Bedingungen hinzugefügt.
Die Personalabteilung kriegt nichts auf die Reihe. Nun hat sie endlich mal wieder in Tageszeitungen ausgeschrieben und deutschen Internet-Jobportalen. Und siehe da, man glaubt es kaum: Es gibt bergeweise qualifizierte Bewerber sogar mit klassischen, deutschem Nachnamen und europäischer Physiognomie! Nun sind alle darüber erstaunt.
Der eigentliche Fachkräftemangel sitzt definitiv in den Führungsebenen der Konzerne...

Konzern-Affen.


Neu: 2014-12-13:

[9:40] Der DAX-Insider Adventsbeitrag, Tag 13, heute kurz und bündig:

Die Zeitkonten der Produktiven laufen über, das liegt v.a. daran, dass Abläufe immer umständlicher gemacht werden und das Management utopische Kundenzusagen gibt und -vorstellungen pflegt. Die Kunden sind oft zu 99% Betriebswirtschaftstrottel, die keine Ahnung von Technik haben. Die spielen sich dann auf, so wie sie es in ihren Management-Seminaren gelernt haben und halten gegen, egal wie technisch unsinnig, teuer oder risikobehaftet ihre Forderung oder Position auch sein mag. Das führt regelmäßig zu Verzweiflung, Frust und Ärger. Also wenn am Endprodukt mal etwas nicht funktioniert liebe Leute, denkt daran. Schimpft nicht auf die Techniker und Ingenieure. Es sind mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit die Schlipsträger, die das verbockt haben.

Kritik am Irrsinn darf (vor in der Rangordnung Höhergestellten) maximal in ganz sanfter, weichgespülter, vorsichtiger Form geäußert werden. Am besten so, dass sie bei niemandem Unbehagen hervorruft und schön verpackt. Es wird viel über Probleme geredet, aber viel zu wenig nach konstruktiven, praxis-tauglichen (!) Lösungen und alternativen Handlungsmöglichkeiten Ausschau gehalten. Für einen echten Lacher sorgte letzte Woche der Geschäftsführer, als er allen Ernstes behauptete, die Kassen seien voll, die Expansion (Firmenzukäufe) würden mit Ersparnissen und Einnamen getätigt, nicht auf Pump. Und das bei einem Netto-Gesamtdefizit von mehreren Milliarden! Das "Credo" der modernen Ökonomie, kurz: "Schulden sind egal, eine Rolle spielen nur die Einnahmen (="Cashflow").

Man darf also annehmen, dass es mindestens drei Arten von Bilanzen gibt: 1.) eine Öffentliche publikumswirksame (rosa-rot) (*Randbemerkung: Schäublino-Gollums sog. "Schuldenbremse" fällt hierunter) 2.) eine hingetrickste fürs Finanzamt zum Jammern und Steuern sparen und 3.) eine Schwarze, in der man all das häßliche Zeug versteckt und von der besser niemand außer dem inneren Kreis erfahren sollte, da es sonst den Laden zerlegt...

Auch lustig (habe ich so erlebt): Treffen sich 3 Chefs mit Geschäftszahlen im Gepäck zu einem Meeting und stellen fest, dass jeder zum gleichen Thema vom Controlling ganz andere, unterschiedliche Zahlen hat vorgelegt und mitgeteilt bekommen! Da wird dann schon mal daraum "gefeilscht", welche Zahlen man denn nun nimmt und dann nach oben oder außen "kommuniziert" werden dürfen... Ich könnte wetten, es sind die, welche am besten zur "Shareholder-Value"-Erwartungshaltung der Aktionäre passen.

Das mit den Bilanztricksereien kenne ich auch: all die Jahre, die ich zuletzt als Angestellter einen Bonus bekam, war dieser nur einmal unter 100%. Die anderen Chefs hatten ihn schon ausgegeben. Ende der 1990er begann der damalige CEO des Konzerns auf Kredit Firmen zuzukaufen. Auf einer Management-Veranstaltung fragte er rhetorisch: wozu sind Banker da? zum Kredite vergeben natürlich. Einige Jahre später war die Rache der Banker fürchterlich, der Konzern wurde verramscht.WE.


Neu: 2014-12-12:

[10:08] Der DAX-Insider bietet weitere diskrete Infos aus dem DAX-Konzern, heute Advendtskalendertürchen Nr. 12:

Natürlich muss irgendjemand die eigentliche Arbeit machen, die den Laden existenziell erhält. Den wenig verbliebenen Leistungsträger in den Tretmühlen, welche die faule "Bagage" (zu deutsch: Gepäck, Last) mittragen dürfen, wird ständig das Gas auf höhere Drehzahl eingestellt. Hat man erst einmal unter Beweis gestellt, dass man etwas kann, dann trifft es einen immer wieder. Die sich aufopfernden "Human-Resourcen", die den "Shareholder Value" erwirtschaften, werden Überstunden und Mehrarbeit angewiesen, Wochenend- und Feiertagsarbeit befohlen, Urlaub gesperrt oder verschoben, persönliche Belange mit Drohgebärden niedergedrückt und Schuldgefühle vermittelt. Wer "Dienst nach Vorschrift" macht wird zum "Minderleister" gestempelt. Immer wieder ist die Arbeit von tiefgreifenden Ängsten getrieben, den Termin nicht einhalten zu können, sich dann voller Schamesröte und Erniedrigung rechtfertigen zu müssen. Das treibt viele zu geisteskrankem, ja wahnhaften, asozialem Verhalten. Da fallen dann Sprüche wie "Wenn wir das nicht schaffen, dann ist die Kacke am dampfen. Das kann ich Dir sagen." "Wir müssen funktionieren, ohne wenn und aber." So ein System entzieht der Freizeit jegliche Lebensqualität, weil man außerhalb der Arbeit nur noch damit zu tun hat, sich von der Arbeit auszuruhen, die innere Leere wieder zu füllen (mit Fernsehen?!) und sich aus der Enge zu befreien. Der deutsche Michel ist der dümmste Knecht der Welt. Ich erlebe es regelmäßig, dass Kollegen in anderen Ländern unverrichteter Dinge pünktlich Feierabend machen.

Dazu passend (auf ausdrücklichen Leserwunsch hin) noch ein paar ergänzende Beobachtungen zum Thema IT-Outsourcing: Es ist Firmenpolitik, dass ein Teil jedes Projektes in "Best Cost"-Länder outgesourct werden MUSS (!). Das wird dann als "Cost Savings" gefeiert und sogar den Kunden so verkauft, was es nur in wenigen Fällen tatsächlich ist. In der Praxis gibt es zahlreiche Schwierigkeiten und es ist für Manager schwer zu verstehen, dass es noch andere Meßgrößen von Wichtigkeit gibt als finanzielle. Man hat entweder kein Personal "vorrätig", sehr viel unerfahrenes Personal, von dem nur geringe Arbeitsqualität und -tempo zu erwarten ist und das Personal ist sehr "fluktuations"-freudig, es hält sich teilweise sogar nicht einmal an Vereinbarungen in Arbeitsverträge. Von unterschiedlichen Arbeitszeiten, Verständigungsproblemen, der Bitte um entsprechende Nachwürzung von Speisen auf asiatische Art oder der Frage "Wie benutzt und verlässt man eine deutsche Toilette so, dass sie hinterher noch jemand benutzen möchte" ganz abgesehen. Bei globaler Forschung, Entwicklung und Produktion gibt es noch andere Fallstricke mit ausländischen Kollegen. Andere Länder andere Sitten. Die Deutschen gelten als besonders indoktrinierbar, spießig und penibel. Beim deutschen Arbeitskult kommt die Arbeit an erster Stelle, dann lange nichts und schließlich Gesundheit, Familie, Freunde, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, Freizeitvergnügen und Lebensgenuß. Das merkt man auch schon in Gesprächen: Der Deutsche schiesst geich aufs Thema, und redet nicht lange herum. In vielen Ländern gilt dies als Beleidigung und ist genau umgekehrt! Aber in Excel-Tabellen lässt sich so etwas nicht darstellen. Es werden teure "interkulturelle Trainings" organisiert, auf denen der Deutsche lernen soll, wie er sich anpassen muss. Besucht ein Manager Standorte in Asien oder Süd- und Mittelamerika, wird alles auf Hochglanz poliert, so als ob Honecker persönlich im Schau- und Jubelwagen gleich um die Ecke biegen und die Straße entlang fahren wird. Manager sind Visionäre, sie ignorieren, was nicht in ihr Wunschdenken passt und glauben einfach an dessen wundersames Verschwinden im Laufe der Zeit. Ich frage mich oft, ob die Manager überhaupt noch merken, dass ihnen alle etwas vormachen. Wer würde einem Manager offen ins Gesicht sagen, was er wirklich über die sich abspielende Scheisse denkt, wenn doch noch der Hauskredit im Rücken drückt? Kreditler sind eben leidensfähig und mucken nicht auf...

[11:00] Das mit dem Outsourcing von Entwicklungs-Dienstleistungen kenne ich selbst. Mein letzter Arbeitgeber hat in den 1990ern versucht, die Entwicklung von Standard-Software aus Kostengründen in die Slowakei auszulagern. Das Projekt ist aber fehlgeschlagen, es gab nicht nur Widerstand bei den Abteilungen in Wien und Verständigungsprobleme. Das Hauptproblem war aber, dass sich die Entwickler in der Slowakei auf Firmenkosten ausbilden liessen und dann zu anderen Firmen abgewandert sind. Am Ende gab es keine Kostenersparnis.WE.


Neu: 2014-12-11:

[11:00] DAX-Insider: Selbstdarsteller und Antreiber:

Der DAX-Insider liefert wie angekündigt, Adventskalender-Türchen 11:

Zunächst möchte ich an den Kommentar von WE gestern anknüpfen. Personalabbau im DAX-Konzern wird nicht funktionieren. Denn WENN Personal abgebaut wird, DANN sind es entweder a) Lippenbekenntnisse b) einzelne Standorte, die komplett geschlossen werden (und später weil doch unverzichtbar für teures Geld wieder hochgezogen werden müssen) oder am häufigsten c) die günstigen Produktiven, die rausgeschmissen werden. Die teuren Unproduktiven bleiben an Ort und Stelle. Das haben wir in der Vergangenheit mehrmals beobachten dürfen. Ein Grund dafür ist vermutlich auch, dass im Management niemand genau weiß, wer genau was tut und wie wichtig für das Arbeitsergebnis ist. Nicht einmal der Standortleiter kennt die Leute mit Namen und Funktion. Statt Abbau wird immer weiter expandiert und vergrößert... die Kohlen aus der Druckerpresse sind einfach in Hülle und Fülle dafür vorhanden. Und in der neuen globalen "Kreditkultur" wird ein Unternehmer als umso schlechter bewertet, je weniger Schulden es hat. Betriebswirtschaftliche Begründung: Eigenkapital ist teurer und unproduktiver als Kredit!!! "Substanzwerte" sind immer weniger vorhanden, es wird immer mehr nur gemietet und geleast. Darum behaupte ich auch die Aktienkurse sind extrem überbewertet. Man bezahlt viel Geld für eine Aktie, um netto Schulden zu erwerben und fühlt sich hinterher reich. Leute gönnt Euch was für unter den Weihnachtsbaum - kauft Euch hübsch verpackte Schulden! Wie pervers ist das denn?

Der scheinbar unumkehrbare Trend im DAX-Konzern ist dieser: Es gibt immer mehr Überwacher, Kontrolleure, Prüfer, Entscheidersdiskutierer, Anweiser, Befehlshaber, Antreiber, Verwalter, Dokumentare ... und immer weniger Macher. Eigentlich ein Spiegelbild der gesamten post-kapitalistischen und prä-apokalyptischen Wirtschaft. So wie die Staatsquote unaufhörlich steigt, so steigt in den Konzernen die Zahl der Unproduktiven. Das Verhältnis der Antreiber zu Angetriebenen ist in exorbinanter Schieflage. So war es kürzlich sehr unterhaltsam mitanzuhören, wie 5 Leute, die nur Theorie und Verwaltung betreiben, sich über ein "Feature" unterhielten, die bis zu einem bestimmten Termin fertiggestellt sein muss. Man ist sich jetzt kompromitiert weitgehend einig, wie das Endergebnis aussehen soll und bis wann es da sein muss. Aber man findet gerade keine "Resource", die das ganze umsetzen kann! Daraufhin entbrannte ein Streit unter den 5en, jeder warf dem anderen vor, er müsse das tun, woraufhin jeder den Kopf schüttelte und auf seine passive Rolle verwies. Keine allzu große Überraschung dürfte es auch sein, dass die (Selbst-)Darsteller, Schwätzer und Lügner, ganz oben auf den Gehaltslisten stehen. Die Leistungsträger sind auf dem Radar der Geschäftsleitung, während die Wenig- bis Gar-nichts-Leister meist darunter fliegen. Passiert also dem Produktiven ein schwerwiegender Fehler, kann es passieren, dass er zum 4-Augen-Gespräch zum Chef gebeten wird. Wohingegen Fehler eines Unproduktiven kaum bis gar nicht auffallen. Vielen ist aus dem Blickfeld geraten, dass Kunden ihre Kohle mit funktionsfähigen Endprodukten verdienen, und nicht mit Theorie- und Sprechblasen. Ab einer gewissen Größe können sich Unternehmen selbst verwalten, und benötigen keine Kunden mehr. Alles finanzierbar, solange die nächste Kreditranche pünktlich eintrudelt...

Die Bürokratie expandiert ungebremst auf Kredit.

[18:40] Leserkommentar-DE:

Absolut so ist es! Sogar bei grossen Mittelstaendlern (knapp 5.000 MA)... Ich denke, sobald eine Gesellschaft so gross ist, dass der Grossteil der Anteile NICHT mehr in einer Hand (auch Familiendynastie) ist, dann geht der Laden nach und nach den Bach runter...


Neu: 2014-12-10:

[14:20] DAX-Insider: "Qualitätsaktien":

Beim DAX-Insider hat sich einiges aufgestaut. Er meldet sich nach längerer Pause zurück, mit einem besonderen Hartgeld-Schmankerl: Einem ADVENTSKALENDER!
Ich liefere nun in der Vorweihnachtszeit täglich neuste Beobachtungen aus der DAX-Konzernwelt bis Heilig Abend!

Und hier ist das Türchen für Tag 10 ...

1.) Liebe Aktionäre, wollt ihr wissen wie es wirklich in den internationalen Grosskonzernen zugeht, welche ihr so als "Value"- und "Qualitäts"aktien verehrt und schätzt? Bittesehr! Heute und die nächsten Tage erfahrt ihr es genau!
Wie ist so ein Konzern aufgebaut? Die Chefs haben die Höschen voll und brauchen ständig frische Windeln. Einer steht im Loch und schaufelt, während außen um ihn 15 Leute schwitzen, antreiben und ihm ihre Angstbekundungen in die Ohren heulen. Wiederum um diese steht ein zweiter Kreis, der den Tritte und Hiebe verpasst. Die selbst unproduktiven Anheizer, Antreiber und Drängler schubsen und stupfen die Produktiven, weil sie im Falle ihres Scheiterns um ihre eigenen Zulagen bangen müssen. Es gibt lockere Jobs und es gibt harte Jobs. Je lockerer, desto besser bezahlt. Und es gibt sehr viel mehr lockere Jobs, als harte. Die Arbeit landet immer bei den gleichen Leuten, während sie um andere immer einen weiten Bogen zu machen scheint. Die Nichts-Tuer denken sich immer wieder neue Ratschläge für die Macher aus. Etwa 80% der Jobs bestehen aus Sesselpupsen, Schlipstragen und Schlauschwätzen, sind also zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung der Produkte nicht notwendig. Wenn mehr sog. "Mitarbeiter" tatsächlich produktiv mitanpacken würden, könnten alle auf Teilzeit reduzieren. Außerhalb der Schaufelgrube herrscht das Motto "Einsacken, abtauchen und immer schön die anderen machen lassen". Jeder nutzt das System auf seine Art aus und heuchelt nach außen Aufrichtigkeit. Niemand möchte sich festlegen, keiner etwas entscheiden, jeder flüchtet vor Verantwortung. Laut Prozess hat jeder eine oder mehrere "Rollen" (= Schauspieler!). Bei jedem Vorhaben dominiert die Angst. Mitarbeiter müssen bald in Watte gepackt, gefesselt, gepampert und eingemauert werden, damit sie ihren Arbeitsunfallschutz durch die Berufsgenossenschaft nicht verlieren. Ausladende Diskussionen laufen, was denn nun versichert sei und was nicht im Falle von, wenn und falls. Der Gang zum Kaffeeautomat, in die Kantine oder ein Mittagsspaziergang auf dem Firmengelände seien z.B. nicht versichert. Beim Pipi- oder Aa-Gang ist man sich noch uneins, müßte ein Richter entscheiden. So ist das bei den Angestellten, Sicherheit um jeden Preis für jeden Scheiss.

Der Personal-Abbau-Bedarf in diesen Konzern-Bürokratien ist gewaltig.WE.


Neu: 2014-12-09:

[18:30] Bei deren Frass ist das kein Wunder: McDonald's schockt Anleger mit Gewinnwarnung


Neu: 2014-12-08:

[10:50] politropolis: Freihandelsabkommen und Schiedsgerichte – EU-Länder zahlen heute schon Milliarden!

Schiedsgerichte jenseits nationalstaatlicher Gerichtsbarkeiten, die mit den Freihandelsabkommen in Kraft treten, sind für den SPD-Vorsitzenden und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel kein Problem und eine akzeptable Sache, er beruft sich auf Gutachten mit positiver Bewertung.


Neu: 2014-12-07:

[12:12] FAZ: Schwund in den Alpen Die Russen fahren jetzt lieber zu Hause Ski

Der Wintersport ist eine touristische Erfolgsgeschichte. Doch der Rubelverfall und die russische Propaganda führen dazu, dass die Russen zu Hause Ski fahren gehen. Das trifft besonders die österreichischen und schweizerischen Skiorte.

Wenn die Russen die Skier abschnallen, müssen sich die Hoteliers in den Alpen und vor allem die diese finanzierenden Banken ordentlich "anschnallen"! TB


Neu: 2014-12-04:

[16:10] blog.campact: Die Schattenjustiz der Konzerne – in 180 Sekunden erklärt

dazu passend: Haunebu7: Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA erreicht eine Million Unterschriften in Rekordzeit


[12:30] Markus Gärtner: Doppel-Crash?: USA und Russland im Abwärtsstrudel

[14:00] Leserkommentar: Asiatisches Sprichwort:

„Wenn zwei Tiger kämpfen, dann ist einer tot und der andere schwer verletzt."

Ich wette, daß der „russische Tiger" der überlebende ist – er hat schon viele Angriffe überlebt.

Das ist sicher so und zwar geplant.WE.
 

[9:30] Zur "Wirtschaftslage": Münchner MAN-Werk 3500 Mitarbeiter gehen in Kurzarbeit


Neu: 2014-12-01:

[08:36] DWN: Deutschland: Trotz Krise steigt die Zustimmung für freie Marktwirtschaft

Trotz der aktuellen Finanzkrise sieht die deutsche Bevölkerung in der freien Marktwirtschaft die ideale Wirtschaftsform. Die Zustimmung derer, die in einer freien Marktwirtschaft bessere Chancen für den einzelnen sehen, ist in Deutschland in den vergangenen Jahren gestiegen, während sie in allen anderen untersuchten Staaten mit Ausnahme Frankreichs deutlich abgenommen hat.

 

 

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