Informationen Österreich  2H/2007

Neu 2007-07-01: Diese Seite befasst sich mit spezifisch österreichischen Themen.
Solche wurden bisher meist auf der Seite "Good Bye, Europe", jetzt "Infos-EU" platziert.
Diese Seite enthält Beiträge ab 1.7.2007 bis 31.12.2007


Neu 2007-12-28:

Die dauernd überzogenen Konten (Leserzuschrift):

Gestern Abend, hatte ich ein Gespräch mit einem Bankangestellten, einer grossen in Österreich ansässigen Bank.
Wir plaudern gelegentlich über Finanzen, Gold und Silber, Börsenkurse und Weltgeschehen.

Um nicht alles wiedergebenzumüssen, das wesentliche, ich wollte einfach mal aus Interesse wissen, wieviele seiner Kunden im Monat das Giro-Konto überziehen (müssen), im Schnitt 2 von 3 Personen sind vor erhalten des neuen Gehaltes NEGATIV am Konto...

Daraufhin, fragte ich weiter; ob vor Weihnachten mehr Kundschaften Kredite haben wollten, sehr sehr viele waren wieder da, aber nicht nur NEU-Kredite sondern meist auch Kredit-Erweiterungen/Aufstockungen....

Ich fragte abermals, wieviel Geld, sich die Leute vor Weihnachten so borgen (ich dachte naja, so 500€ etc.), aber nein z.Teil 5000€ und mehr!

Was soll da einer noch sagen? Die Leute sind Pleite.

Urlaub / Handy / Geschenke / E-Geräte auf Raten und Kredit.... Auto auf Leasing... Wohnungseinrichtung heute kaufen, Sommer 2008 bezahlen...

Wennst kracht, dann aber richtig.

Ein Tipp: Orientiert euch an den Geschehnissen, wie "Katrina" in New Orleons... oder das letzte Hochwasser in England... oder den aktuellen Eisstürmen in den USA... wie schnell in zivilisierten Städten.... ANDERE Zustände/Unruhen herrschen können...

jetzt nimm ihnen GELD/STROM/HANDY/TV/BIER und anderes weg...

Sie leben BEREITS JETZT von der Hand in den Mund.
2/3 aller Konten negativ. Wenn die Banken diese Überzieher nicht hätten, denn an diese Zinsen wird richtig gutes Geld verdient. Aber die Überzieher merken es gar nicht
.

Zusatzinfo dazu (Leserzuschrift):

Zum Thema "überzogene Konten" möchte ich anmerken, dass es sich hierbei nicht unbedingt um echte Schuldner handelt, sondern um eine ganz fiese Masche der Banken, die die meisten Kontoinhaber nicht durchschauen: Oft wird schon drei Tage vor dem Fälligwerden der Gehalts- (öffentl. Hand!) oder Pensionszahlungen das Gehalt oder die Pension gutgeschrieben. Die guten Leute (= Kontoinhaber) beachten nicht, dass unter "Wert" ein ganz anderes Datum steht, nämlich das richtige Fälligkeitsdatum, zu dem wirklich gutgeschrieben wird, sodass es, ohne dass dies dem Kontoinhaber bewusst ist, zu einem negativen Verrechnungssaldo kommt (auf dem Kontoauszug gar nicht ersichtlich!).

Fieser Trick, aber keine hinreichende Erklärung. Was das Valutadatum ist, kennen sie offenbar nicht. Dass plötzlich Sollzinsen auftauchen, sollten sie aber doch merken? Aber wahrscheinlich ist es ihnen egal, da sie bei Geld ohnehin nur an Konsum denken.


Neu 2007-12-26:

Winterdepression bei Skiherstellern:

Welt: Ski-Hersteller bleiben auf den Brettern sitzen

Die milden Winter der vergangenen Jahre haben der Ski-Industrie stark zugesetzt. Die Produzenten werden ihre Bretter kaum noch los, der Absatz ging zum Teil bis zu 50 Prozent zurück. Erfolg haben kleine Edelwerkstätten. Die großen Firmen hoffen nun auf neue Kunden in Indien und China.

Für die Branche ist die Lage dramatisch. Wohin man schaut, finden sich rote Zahlen, ungenutzte Kapazitäten, Kurzarbeit. Oder es werden Leute entlassen. Der warme Winter 2006/2007 wirkt noch nach. Und fast alle Erzeuger haben den Bedarf der Kunden nach neuen Brettern überschätzt. Immer größere Fabriken wurden gebaut, erst zu Hause, dann an billigeren Produktionsstandorten wie in der Ukraine, in Rumänien, Tschechien und Bulgarien. Aber dieses Geschäftsmodell ist äußerst anfällig - vor allem in Zeiten des Klimawandels

Die haben noch gar nichts gesehen. Wenn die wirtschaftliche Depression einmal richtig zuschlägt, dann bleibt von der gesamten Sport- & Tourismusbranche nur ein mehr ein Bruchteil übrig. Wer kauft dann noch Ski oder bucht Ferienhotels? Vielleicht noch 25% von Heute. Das Einzige, das dann noch verkauft werden kann, werden vermutlich Fahrräder sein, aber als Auto-Ersatz, nicht als Sportgerät.


Neu 2007-12-21:

Hypo-Steiermark mit Riesenverlusten:

ORF: Hypo-Verluste explodieren aufs Fünffache

Die Verluste der Hypo Bank Steiermark durch Leasinggeschäfte vor allem in Kroatien sollen über 170 Mio. Euro betragen, geht aus einem neuen Gutachten hervor, das dem ORF vorliegt. Der Schaden ist somit fünfmal so hoch wie ursprünglich angenommen.

Nicht existente Maschinen und Firmen?
Denn laut dem Gerichtsgutachten, das dem Ö1-Journal exklusiv vorliegt, hat die Leasinggesellschaft der Hypo Kräne, Baumaschinen, Lkws, aber auch Zimmereinrichtungen finanziert, die vermutlich gar nicht existierten.

Zweitens soll die Hypo Leasingverträge mit Scheinfirmen abgeschlossen haben.

Und drittens hätten Firmenadressen nach wenigen Ratenzahlungen nicht mehr existiert, so dass Mahnschreiben der Hypo immer öfter als unzustellbar zurückgekommen seien.

Denn nicht nur von fehlender Kontrolle der Geschäfte, sondern auch von möglichen Vertuschungsversuchen ist im Gutachten die Rede.

Die wollten ohne Erfahrung aus Gier auch im Osten mitmachen und sind auf Betrüger hereingefallen. Und dann wurde wie üblich versucht, alles zu vertuschen,.

Die gleichen Dinge werden mit dem Platzen der Ost-Bubble massenhaft in Erscheinung treten.
 

Die Inflation verarmt:

ORF: Inflation frisst Lohnerhöhungen

Auch Weihnachtgeschäft betroffen
Auch der bisherige Verlauf des Weihnachtsgeschäfts - der wichtigsten Saison des Handels - entspricht dem allgemeinen Bild. Im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr hinkt der Umsatz um satte drei Prozent hinterher.

Diese ganzen Statistiken sind alle Betrug, denn sie gehen nicht von der realen Inflation aus. Kein Wunder, dass der Weihnachts-Umsatz sogar nominell einbricht.


Neu 2007-12-20:

[16:30] Banken-Abschreibungen auch in Österreich:

Ronin: Banken sitzen auf 935 Millionen € Risiko-Investments

Nach monatelangem Schweigen hat nun die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) das Subprime-Volumen der heimischen Banken veröffentlicht. Demnach sind die Banken mit insgesamt 935 Millionen € im krisengeschüttelten US-Immobilienmarkt investiert. Das Ausmass fällt höher aus als von Analysten erwartet. Noch im Sommer hatten Experten das Subprime-Engagement auf 300 bis 400 Millionen € geschätzt. Warum OeNB-Chef Klaus Liebscher aber keinen Anlass zur Sorge sieht ist aber ein Rätsel und das Statement eher verbales Valium, denn im innersten muss er besorgt sein, er meint offiziell: "Im internationalen Vergleich ist das Ausmass niedrig." Nein! Wie man doch ein Problem verniedlichen kann!

Allerdings bestätigt Liebscher, dass sich zuletzt auch österreichische Grossbanken bei den Sonderzuteilungen der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld besorgt haben. Namen und Volumina nannte Liebscher nicht.

Die idiotischen Conduit-Sachen scheinen sie zumindest nicht (oder nur schwach) mitgemacht zu haben. Dafür wartet in Osteuropa eine Kredit-Bombe.
 

Heizkosten - der Fluch der grossen Häuser:

ORF: Enormer Anstieg in kurzer Zeit

In Österreich heizt rund eine Million Haushalte mit Heizöl. Und alle, die bei der Wärme vom Öl abhängen, können ein Lied von den Preissteigerungen der letzten Zeit singen.

Laut Berechnungen der Arbeiterkammer hat sich der Heizölpreis in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Zahlte man vor fünf Jahren knapp 40 Cent, so sind es im Winter 2007 80 Cent pro Liter. Allein heuer stieg der Heizölpreis durchschnittlich von 0,606 Euro pro Liter auf 0,778 Euro pro Liter, rechnete die AK am Dienstag vor.

"Allein für das Heizen geht mehr als ein Drittel eines durchschnittlichen Nettoeinkommens drauf", sagte AK-Chef Herbert Tumpel. "Dazu kommen noch die Kosten fürs Wohnen und für die Lebensmittel, das ist für einen Durchschnittsverdiener nicht mehr leistbar."

Ich kenne Leute, die isolieren das Obergeschoss ihrer Riesenhäuser umsie nicht heizen zu müssen. Warum mussten sie so gross bauen?

Zukunft für die "Durchschnittsverdiener": enger zusammenziehen. Ende der Single-Gesellschaft.
 

[14:30] Will man alle zu Angestellten und Beamten machen?

Standard: Die Angst vor dem finanziellen Loch ist weg

Mit mehr fixen Anstellungen rechnet Riesenfelder deshalb nicht: "Es wird eher in Richtung Flexibilisierung und mehr selbständigen Erwerbsverhältnissen gehen." Sein Resümee: "Gut gemeint, ist nicht immer gut."

Und wieder will man uns 6% wegnehmen. Zum Glück gibt es für echte Selbständige mit Gewerbeschein ein Opt-In Modell, sodass man diesen Unsinn nicht zahlen muss. Für "freie Dienstnehmer" macht es keinen Sinn mehr. Im Grunde geht es darum, irgendwelche Kassen zu füllen.

In der Quartals-Auswertung von meinem Steuerberater gibt es ein Seite: "was Sie dieses Monat entnehmen können". Nach seiner Angabe ist es die von seinen Kunden am meisten gelesene Seite der Auswertung. Offenbar treffen solche Idiotien (oben) auf Resonanz.


Neu 2007-12-19:

Ost-Fallen für österr. Banken:

Reuters: Bankers calm over E.Europe loans

Nearly half of Raiffeisen International's 42 billion euro ($60 billion) loan book is foreign denominated, mostly in Poland and Hungary, and often in Swiss francs. The region's biggest bank, Italy's UniCredit, has around 20 to 25 percent of its central and eastern European loan book in forex loans.
Austria's Erste Bank, the No. 2, has lent about 20 percent, or 20 billion euros, of its outstanding loans in forex credit, mostly in Romania, Hungary and Croatia. At OTP of Hungary, just over a third of its loan portfolio is in foreign currencies, predominantly in euros and Swiss francs.

Leserkommentar:
Die Raiffeisenzentralbank, die Erste Bank und die UniCredito (= Bank Austria) stecken also hinter den Fremdwährungsdarlehen in Osteuropa - vermutlich werden diese drei in 2008 richtig Federn lassen.

Sind diese Banker wirklich noch so ruhig (calm)? Nicht mehr lange.
Österreicher, hier wurden eure Spareinlagen versenkt.
 

[19:30] Massive Zunahme an Privatkonkursen:

ORF: Zahl der Privatkonkurse steigt dramatisch

Während die Firmeninsolvenzen weiter zurückgehen, ist die Zahl der Privatpleiten auch heuer wieder dramatisch gestiegen. In den kommenden fünf bis sieben Jahren ist mit einer Verdoppelung der Privatkonkurse zu rechnen.

100.000 verschuldete Haushalte
Hintergrund der Entwicklung sind rund 100.000 verschuldete Haushalte mit mehreren Zahlungsproblemen. Das bedeutet, dass rund 250.000 Personen zahlungsunfähig sind. Diese Zahl werde tendenziell steigen, so Kantner.

Rund 2,9 Mio. Österreicher haben rund vier Mio. Kredit- oder Leasingverpflichtungen, die in der Konsumkreditevidenz (KKE) des KSV eingetragen sind. Nach Schätzungen des KSV bekommen rund 0,5 Prozent der Kreditnehmer Probleme.

Die Hauptursachen
Hauptursachen für eine Privatpleite sind ehemalige Unternehmerschaft, Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes und Scheidung. Aber auch allzu leichtfertige Kreditaufnahmen können in die Pleite führen.

Der Pleitegeier bekommt bald noch viel mehr Futter, wenn die Krise richtig losgeht.


Neu 2007-12-18:

Kredite von der Bank Austria zum Inkassodienst:

Presse: Bank Austria stößt faule Kredite in Höhe von 850 Mio. Euro ab
Standard: Bank Austria verkauft faule Kredite

Für 16 Prozent des Nominales geht das 850-Millionen-Portfolio an Investoren aus Frankreich, Schweden und Deutschland

Durch die Abgabe der Forderungen "verbessern (wir) unsere Risikoposition und bekommen nach Basel II haftendes Eigenkapital frei", erklärt Thomas Gross, Chief Risk Officer der BA-CA. Gross betonte außerdem, dass der Verkauf der ausgefallenen Kreditforderungen "kein Notverkauf" war.

Der Preis ist mit 16% sehr niedrig. Offenbar mussten sie dringend für die Bilanz etwas tun.

Einer der Käufer ist ein deutscher Inkasso-Dienst. Kommt jetzt ein "Hauch von Lone Star" nach Österreich?

Leserkommentar dazu:

Sieh an sieh an, auch die BA braucht offensichtlich jeden Cent und verhökert "faule Kredite". Sie hatten wieder mal recht. Wer glaubt, wir in Österreich sind eine Insel der Seligen, hat sich wieder mal getäuscht: Auch hier ist das was in Deutschland bereits vollzogen wurde (Zwangsdelogierungen etc.) ante portas!? Wie sehen Sie das? Kann dieses Konsortium diese Kredite sofort fällig stellen od. ändert sich für die Schuldsklaven wirklich nichts wie in diesem Artikel behauptet wird? Man fragt sich halt nur warum die diese sog. "faulen Kredite" überhaupt kaufen? Wenn diese Kredite faul sind stellt sich die Frage, ob der Zinsgewinn im Verhältnis zum Totalausfallrisiko steht. Ich möchte bei dieser Bank keinen Kredit haben!

Wer einen Kredit nimmt, muss mit solchen Sachen rechnen.
 

Zwei-Klassen-Medizin und Korruption:

Standard: Es ist etwas faul im System , Fixierungen aus Personalmangel

Die Gesundheitsdebatte in Österreich, im Zeitraffer der letzten vier Wochen: Erst wird der Oberanästhesist des Wiener AKHs gefeuert, weil er angeblich zu viel Zeit in der Privatklinik und zu wenig im öffentlichen Spital verbrachte. Im Zuge der Auseinandersetzung wird klar, dass andere Ordinarii ihre Privatpatienten bevorzugt am AKH behandeln.

Ein paar Tage später erzählt eine Angestellte eines Wiener Ordensspitals anonym, dass sie Patienten, die dem Herrn Primar extra Bares aufs Handerl gaben, auf den OP-Wartelisten (die es offiziell gar nicht gibt) vorreihen musste.

Eine weitere anonyme Beschwerde trifft die psychiatrische Abteilung des Otto-Wagner-Spitals: Patienten würden unter unwürdigen Bedingungen "gehalten" statt gepflegt - der Grund: Personalmangel.

Da sind viele Würmer in diesem Gesundheitssystem. Und selbstverständlich mauern alle "Verantwortlichen", wenn man sie damit konfrontiert.

Dieses System muss erst einmal untergehen, bevor eine Sanierung möglich ist. Ein Staatsbankrott ist notwendig.
 

Gefangen in der Stiftung:

Standard: Stiftungen: Mausefalle

Österreich hat sich in den letzten 14 Jahren zum Land der Stifter gemausert. 3200 derartige Einrichtungen verwalten ein beachtliches Vermögen von 60 Milliarden Euro. Nun - so hat man den Eindruck - fühlen sich die steuerlich Privilegierten nicht mehr ganz wohl in ihrem organisatorischen Korsett. Die Rede von der "Mausefalle", wonach das Vermögen wegen rigider steuerlicher Bestimmungen kaum mehr aus der Stiftung herauszuholen ist, macht die Runde.

Ob sich eine Stiftung rentiert? sie ist teuer bei Errichtung und Unterhalt. Ausserdem kommt man nicht mehr so leicht heraus.
Man sollte eine Stiftung keinesfalls aus Prestige-Resichtspunkten machen.


Neu 2007-12-11:

Immer zuerst untersuchen, worin man anlegt - sonst AMIS:

Presse: „System Amis war eine Betrugs-Maschinerie“

„Das System Amis war eine komplexe Betrugs-Maschinerie“, sagte der Staatsanwalt. Und er verglich den pleite gegangenen Wertpapier-Dienstleister (Leitspruch: Capital for Vision – Anlegen ohne Risiko!) mit einem Pyramidenspiel. Dem widersprach Loidls Verteidiger Ernst Schillhammer heftig: „Es gab bei Amis keine Exit-Strategie, falls der Unterbau zusammenbricht, somit war es auch kein Pyramidenspiel. Amis war eine Lokomotive, die mit hoher Geschwindigkeit in eine kriminelle Richtung abbog.“

Zur Frage, wer die Amis-Anleger waren, erklärte der Staatsanwalt: „Die Opfer waren Menschen, die für ihren Lebensabend oder für das Studium ihrer Kinder vorsorgen wollten. Oder Häuslbauer. Und Kunden, die mit ihren Anlagen Risiko nahmen. Aber auch diese konnten nicht damit rechnen, von ihren Auftragnehmern bestohlen zu werden.“ Zu Letzteren hieß es zuletzt hinter vorgehaltener Hand höhnisch, Amis sei ein Unternehmen gewesen, an das etwa reiche Zahnärzte ihre Schwarzgelder überwiesen hätten.

Ein Merkmal dieses Systems waren die hohen Vertriebsprovisionen, die aus den Anlegergeldern kommen mussten. Das ist bei vielen anderen "Anlageprodukten" ähnlich, siehe auch MEL. Man muss daher immer vorher genau prüfen, in was man invesitiert, auch genannt "Due Dilligence".
 

Endzeit - Weihnachtsgeschenke auf Pump:

ORF: Kreditwünsche explodieren

Viele Geschenke werden allerdings auf Pump gekauft und müssen dann im Laufe des kommenden Jahres abgezahlt werden, warnt Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte des KSV.

Hat man schon Schulden vom vergangen Urlaub und hohe Leasing-Raten, könnte das in der Folge zu ernsthaften Problemen bis zum Privatkonkurs führen.

300.000 betroffen: "In der Vorweihnachtszeit gehen die Kreditwünsche der Österreicher um 40 Prozent in die Höhe", so Kantner. Das heißt, die Kreditansuchen liegen um 40 Prozent über dem Jahresschnitt.

Laut KSV haben rund 300.000 Österreicher Probleme mit Schulden, die Zahl der Privatkonkurse explodiert.

Das ist typisch für das Ende des Kondratieff-Zyklus. Am Anfang des nächsten Zyklus wird es dafür keinen Kredit mehr geben.


Neu 2007-12-10:

ÖBB-Spekulationen - Nachfolger von Cross-Border-Leasing:

Standard: ÖBB fährt auf Hochrisikokurs

Wie diese in der Bilanz als "derivative Finanzinstrumente" zusammengefassten Wertpapierdepots, Payment-Undertaking-Agreements, Cross-Currency- und Interest-Rate- Swaps im Detail aussehen, bleibt trotz Briefes im Nebel. Sie wurden laut Söllinger "im Zusammenhang mit Cross-Border-lease-Transaktionen abgeschlossen, um Leasingraten während und den Kaufpreis am Ende der Laufzeit zu bezahlen". Die Absicherung der daraus resultierenden Risken erfolgte mittels vier "Portfolio Credit Default Swaps" (PCDS), die 2005 mit der Deutschen Bank abgeschlossen wurden. Letztere trage bei der hochkomplizierten Transaktion die Risken aus dem Sale-and-lease-back, die ÖBB übernehme im Gegenzug die Risken aus den PCDS (über eine Collateralized Debt Obligation). Zur Erinnerung: Sale-and-lease-back war bis 2004 ein beliebtes Steuersparinstrument für Infrastrukturinvestitionen und wurde bei Bahn- wie Telefonnetz eingesetzt.

Jetzt wird es etwas klarer, was da gelaufen ist. Nachdem der US-Steuerzahler ab 2005 die Cross-Border-Leasing-Kredite nicht mehr tilgen wollte, hat man diese enorm komplexen Systeme erfunden. Nachdem die Deutsche Bank dahintersteht, kann man annehmen, dass sie dieses System allen ihren früheren CBL-Kunden verkauft hat.

Ich habe mich immer gewundert, warum CBL so sang und klanglos ohne Auswirkungen verschwunden ist. Jetzt geht diese Bombe offenbar hoch.


Neu 2007-12-06:

Unglaublich wo diese CDO-Krise zuschlägt - jetzt ÖBB:

Networld: ÖBB macht wegen Kreditkrise Millionenverluste

Die ÖBB hat heuer mit innovativen Finanzgeschäften 50-60 Millionen Euro verloren. Das bestätigt Finanzvorstand Erich Söllinger im Gespräch mit FORMAT. Sie muss ein Portfolio von 200 Asset Backed Securities (ABS) und Collateralized Debt Obligations (CDOs) abwerten, weil die Kreditkrise alle solchen Wertpapiere massiv unter Druck gebracht hat.

Die ÖBB hatte die Papiere vor knapp zwei Jahren im Rahmen eines Portfolio Credit Default Swap im Volumen von 612,9 Millionen Euro gekauft und dafür andere Finanzanlagen aus früheren Cross-Border-Leasinggeschäften verkauft. Die Motivation dahinter: "Reduktion des Klumpenrisikos und Ertragsoptimierung", erklärt Söllinger.

Hoppla! Da gibt es einen Zusammenhang mit den früheren Cross-Border-Leasings. Vermutlich hat man auch anderen "Kunden" dieser Banken solcher CBL-Geschäfte aus dem öffentlichen Bereich diesen Mist angedreht - also den meisten österr. und deutschen Städten!

"Innovative Finanzgeschäfte" - hahaha!

Leserkommentar: Sieh an sieh an, sogar die fahrende "Leiche" auf Schienen hatte ihre Finger in den Mistpapieren.


Neu 2007-12-03:

Kaum sichere Banken in Österreich:

Standard: Aufsicht belastet Banken-Rating

Die österreichischen Banken zahlen die Zeche für diverse Affären (Bawag, Hypo) und deren fragwürdige Aufklärung durch die Behörden. Die Ratingagentur Moody's hat die Finanzstärke des Bankensystems, in das die Regulierung einfließt, in einem internationalen Vergleich an die 35. Stelle gereiht.

Der Kreditapparat ist damit Schlusslicht unter den 15 alten EU-Ländern und liegt mit der Note C hinter Ländern wie Mexiko, Brasilien, Estland, Jordanien, Griechenland oder Südafrika. Angeführt wird das Ranking von der Schweiz und den USA, deren Bankensystem mit B+ bewertet wird. Die Bestnote A erhält kein Land.

Bei den Problem-Krediten im Verhältnis zu den gesamten Ausleihungen schneiden Bank Austria Creditanstalt, Erste Bank und Hypo Tirol am schlechtesten ab.

Dazu kommen noch die künftigen Problemkredite in Osteuropa.
 

Das hat sich der Meinl nicht erwartet:

Presse: Justiz ermittelt gegen Meinl: "Habe korrekt gehandelt"

Dass die Justiz gegen den Banker ermittelt, bestätigte Staatsanwaltschaft-Sprecher Gerhard Jarolim auch dem aktuellen „profil“. Es geht um den Verdacht des Betrugs, der Untreue und der Täuschung.

Kein Wunder, wenn man diese MEL-Zertifikate als "mündelsichere Anlage" bewirbt. Wenn es heiss wird, wird er wohl auf die britische Kanalinsel entfliehen, wo seile MEL ihren Sitz hat und er Staatsbürger ist.
 

[16:00] Krankenkassen gehen lieber "pleite", als "Todesurteile" zu unterscheiben:

ORF: Krankenkasse Salzburg erstmals im Minus

Von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen bleibt nun auch die Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) nicht mehr verschont: Erstmals muss auch die SGKK heuer ein deutliches Defizit hinnehmen.

"Vor allem in den vergangenen Monaten sind neue, sehr wirkungsvolle Präparate zur Krebsbehandlung auf den Markt gekommen, die aber auch entsprechend teuer sind. Wir haben zwei Fälle, wo diese Kosten jeweils 30.000 Euro pro Monat ausmachen, die wir zahlen müssen.

Die Pharmafirmen wissen das genau. Kein Bürokrat unterschreibt ein "Todesurteil" = Ablehnung, ausser sein eigener Job ist wirklich in Gefahr.

Jetzt sind wir fast schon bei den US-Verhältnissen, wo machmal die Medikamentenkosten $1 Mill. im Jahr betragen können. Wird nicht so bleiben können.


Neu 2007-12-01:

Mitglieder-Haftung bei Genossenchaftsbanken (Leserzuschrift):

Wie sehen Sie das Risiko bei den einzelnen Genossenschaftsbanken in Österreich (Raiffeisen und Volksbanken).
Die Mitglieder der Genossenschaftsbanken haben ja meist eine einfache oder mehrfache Haftung gegenüber dem Nominale in den Satzungen dieser Banken.
Meines Wissens werden und wurden Kunden dieser Banken nicht ausreichend darüber aufgeklärt was das bedeutet.
Meist wurden diese Beteiligungen nur als risikolose Papiere mit guter Verzinsung angeboten.
Wie beurteilen Sie das Risiko, daß diese Haftung schlagend werden könnte bzw. wie werden die Verwerter der Bank versuchen an die vertraglich fixierte zusätzliche Haftungssumme zu gelangen.

Ich möchte in diesen Zeiten nicht Genossenschafter einer solchen Bank sein. Besonders die Raiffeisenbanken in Westösterreich sind total in Kredite an den Tourismus drinnen - das meiste davon wird untergehen. Dann heisst es Nachschiessen!
 

Noch eine Krankenkasse ist pleite:

Standard: Auch niederösterreichische Gebietskrankenkasse vor Pleite

Nach der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) steht auch die Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse vor der Pleite. NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter bestätigte heute im Ö1-Journal einen entsprechenen Artikel der Tageszeitung "Kurier" (Samstagsausgabe).

Eine nach der anderen fällt. Irgendwann kommen Leistungseinschränkungen.


Neu 2007-11-30:

Brüll und Lach - zu Politikern dürfen "Terroristen" schon vor:

Presse: Terrorverdächtiger als Gast: Händeschütteln mit dem Bundespräsidenten

Sicherheitspanne bei Staatsempfängen. Ein Palästinenser war Gast von Kanzler Gusenbauer und Bundespräsident Fischer. Der Mann steht auf der Liste Terrorverdächtiger der USA.

Eine Hand weiss da nicht, was die andere tut. Und dann wollen sie immer "schärfere" Gesetze. Ein unfähiger Haufen.
 

Dafür gibt es jetzt nur mehr ein Thema - PISA:

Standard: Land der Mittelmäßigkeit

Aufatmen bei Bildungspolitikern: Österreichs Schüler sind in Naturwissenschaften nicht so schlecht wie befürchtet

Nichts ist schockierender für Bildungsbürger und Politiker als schlechte PISA-Ergebnisse?
Warum? müsste sich sonst der Apparat für das viele verschwendete Bildungs-Geld rechtfertigen?
 

[18:00] Der Cerberus braucht Geld:

Standard: Immobilien-Verkauf zum Diskontpreis

Die Bawag PSK hat ihre Immobilienperlen im Gegenwert von mehr als 400 Mio. Euro unter Zeitdruck und folglich zum Diskontpreis verkauft. Der Tiroler Geschäftsmann Rene Benko hat sich gegen den Mitbieter Immofinanz durchgesetzt und dem Vernehmen nach lediglich etwas über 200 Mio. Euro für das Paket bezahlt. Da die erworbenen Objekte eine Nutzfläche von etwa 140.000 Quadratmetern umfassen, hat die Bawag für ihre Bestlagen einen durchschnittlichen Verkaufspreis von nur rund 1.500 Euro je Quadratmeter erzielt.

Sie verschleudern alles, was sie besitzen, auch die Immobilien in denen sie arbeiten. Cerberus hat offenbar so viele Probleme in den USA, dass sie jeden Cent brauchen.

Guter Verhandler, dieser Rene Benko. Er hat die Situation richtig eigneschätzt. Eine Profit macht man immer nur durch den niedrigen Einstieg.


Neu 2007-11-27:

WGKK: Der Pleitegeier ist gelandet:

Standard: Bittner: "Wir sind pleite"

Der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) kann nach Angaben von Obmann Franz Bittner demnächst nicht mehr allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. "Wir sind pleite", so Bittner in den "Salzburger Nachrichten". Er will daher bei Bedarf die Zahlungen an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger kürzen - und zwar jene Mittel, die für die Spitäler zu leisten sind.

Jetzt ist es also soweit, dass selbst der Chef sagt: wir sind pleite. Jetzt werden wohl Leistungseinschränkungen kommen - wovor alle Politiker einen Horror haben.
Dass eine Krankenkasse pleite geht, hat es seit 1945 noch nicht gegeben.
 

"Ganz unten", wo es kalt ist:

Presse: "Mit Wintermantel in der Wohnung, weil kein Geld zum Heizen"

Für immer mehr Österreicher wird Heizen nahezu unerschwinglich. Aus Scham suchen viele Betroffene nicht um Zuschüsse an, warnt Martin Schenk von der Armutskonferenz.

Bereits jetzt müssen Haushalte, die an der Armutsgrenze leben, 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen und Energie ausgeben. Bei Haushalten, die weniger als 900 Euro im Monat zur Verfügung haben, sind es sogar bis zu 60 Prozent. Für Bedürfnisse wie Essen, Kleidung, Bildung und Freizeit bleibt kaum Geld übrig.

Ok, die "Armutskonferenz" ist eine Lobby-Organisation, die sich selbst ins Rampenlicht stellen will.
Aber für Alkohol, Zigaretten, Fernseher und Handy ist immer noch genug Geld da - auch "ganz unten". Für die Heizung möglicherweise nicht mehr.


Neu 2007-11-26:

[21:30] haben auch die Bausparkassen spekuliert?

ORF: Bausparkassen warnen vor Finanzierungsengpass

Vor einem möglichen Finanzierungsengpass warnen die vier heimischen Bausparkassen - die Einlagen halten mit dem Ausleihungswachstum nicht Schritt. Gefordert wird eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage für das Bausparen, wovon man sich mehr Einlagen erhofft.

Derzeit werden maximal 1.000 Euro pro Jahr mittels Prämie gefördert, heuer beträgt die Prämie 3,5 Prozent, im kommenden Jahr 4,0 Prozent. Die Bemessungsgrundlage sei seit 1999 nicht mehr erhöht worden, eine Anhebung auf zunächst 1.200 Euro und in weiterer Folge eine jährliche Anpassung wird gefordert.

Das war eine berechtige Leserfrage, ob die auch spekuliert haben. Die Wahrheit liegt sicher in der Mitte. Auf der einen Seite, gibt es sicher wie gemeldet Umschichtungen von Krediten auf Euro. Auf der anderen Seite sind viele Bausparkassen heute Allfinanz-Konzerne (wie Wüstenrot mit 10% CDOs) die ihre Finger überall drinnen haben. Als generell sicher kann man Bausparverträge nicht sehen.
 

Leserzuschrift zu Wohnbauföderung in Wien:

Auch ich stecke in einem "Wohnbauförderungskredit" der Stadt Wien, habe versucht vorzeitig zu bezahlen und habe keine Chance (im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung meines Kredites droht mir ein Zivilgerichtsprozeß von 18 weiteren Miteigentümern dieses Wohnhauses, weil durch meine evt. Rückzahlung das gesamte Haus die gesamte Wohnbauförderung verlieren würde)?!?

Hätte ich das vor 10 Jahren gewußt, ich wäre nie darauf eingestiegen!
Ist den die Erste-Bank (die ja im Grundbuch ist) voll in meiner Wohnung drinnen (also mit dem gesamten Wert der WG)?
Nun bin ich gerade dabei (diese Woche) in diese meine Eigentumswohnung zurück zu ziehen mit klopfendem Herzen! Aber was soll ich tun?

Unglaublich, welche rechtlichen Konstruktionen da gemacht wurden. Was ist, wenn der Lone Star Fond alle diese Kredite aufkauft und dann wie in Deutschland die Zwangsversteigerung einleitet.

Die genauen rechtlichen Möglichkeiten zum Ausstieg kann nur ein Jurist ausleuchten - ich bin keiner.
Möglicherweise ist die einzige (und beste) Lösung, die Wohnung mitsamt dem rechtlichen Ballast zu verkaufen
 

Brrr, der Inflations-Winter:

ORF: Frieren wegen unbezahlter Rechnungen

In der kalten Jahreszeit können sich zahlreiche Menschen in Wien nicht leisten, die Heizung einzuschalten. Aufgrund unbezahlter Rechnungen wurde heuer 2.000 Menschen Strom und Gas abgedreht.

Oft Alleinerziehende betroffen
Dicke Pullover und Decken statt einer Heizung, Kerzen statt elektrischem Licht. Wegen unbezahlter Rechnungen sind derzeit in bis zu 2.000 Haushalten Strom und Gas abgedreht, hieß es von Wien-Energie. Laut Caritas ist die Zahl der Hilfesuchenden groß, oft sind alleinerziehende Frauen betroffen.

Hier ist es wieder: alleinerzeihende Frauen sind besonders stark betroffen. Die Krise beginnt sich in den Lebensstandard zu fressen.

Das Gute an Stromabschaltungen für die EVUs: Fernseher und Handy funktionieren auch nicht. Das hebt die Zahlungsmoral.


Neu 2007-11-25:

Leserzuschrift zu Wohnbauförderung in NÖ:

Sie haben hier auf Hartgeld von unseren tollen niederösterreichischen Politikern berichtet.
Diese haben ja unser liebes Steuergeld so toll vermehrt.
Mich sprechen immer wieder Leute an, die Ihre "Wohnbauförderung" beim Land NÖ noch nicht abbzahlt haben.
Gilt bei diesen Wohnbauförderungen von LAND NÖ und der HYPO Niederösterreich das selbe wie bei "normalen" Krediten?
Soll heissen, kann eines Tages LoneStar daherkommen, Landesdarlehen aufkaufen und fällig stellen?

Ich habe leider noch keinem eine befriedigende Antwort geben können ausser: "Schau das Du alle Kredite loswirst."

Durchaus möglich, dass das Ganze einmal Lone Star frisst. Dann ist Hudson Advisers mit der Abwicklung auch nicht weit - siehe Deutschland.
Diese Darlehen wurden bereits verkauft - für einen Kredit zum Spekulieren! Was der Käufer jetzt damit macht, ist seine Sache.

Jeder Kredit ist in dieser Situation ein Risiko - auch von der staatlichen Wohnbauförderung.
 

[19:00] Vom Telekom-Sklaven zum Gold-Millionär:

Presse: Telekom "vergoldet" Personalabbau
Standard: Telekom Austria will 1.000 Mitarbeiter kündigen, mit "Golden Handshake"

Rund 1000 Mitarbeitern wird der freiwillige Abgang mit bis zu 200.000 Euro schmackhaft gemacht.

Ein gutes Geschäft“
Kolek, der als Personalvertreter Jobverluste „prinzipiell nicht“ goutiert, kann mit diesem Programm leben. „Das ist für beide Seiten ein gutes Geschäft: Für die Mitarbeiter ist das sehr viel Geld, und das Unternehmen kann Rückstellungen auflösen und reduziert Kosten“, sagt Kolek zur „Presse“.

Ein gutes Geschäft ist ist es für jene, die dieses schöne Geld richtig anlegen, etwa in Gold. Mit €200000 die heute in Gold/Silber angelegt werden, kann man am Höhepunkt der Krise Finanzassets kaufen, die heute vermutlich € 20 Mill. wert sind, mit entsprechendem Cash Flow, aus dem man königlich leben kann.

Gratulation schon vorab den neuen Millionären. Leider werden nur Wenige dieses Geld richtig investieren. Die anderen sollten ihrem Noch-Arbeitgeber für diese Gelegenheit danken.
PS: Ich habe selbst schon solche Leute beraten.


Neu 2007-11-23:

Eigenbeobachtung zum Einzelhandel in Österreich:

Heute besuchte ich zur besten Einkaufszeit (ca. 17:00) das Designer Outlet in Parndorf im Burgenland, nahe der Ostgrenze. Dort wird in ca. 100 Geschäften primär Mode verkauft. Der Parkplatz war nicht schlecht gefüllt, sehr viele Autos aus den Nachbarländern waren zu sehen.

Die Geschäfte selbst waren grossteils leer. Überall waren Rabatte angeschrieben, oft 50% wie im Ausverkauf. Gespräche mit dem Verkaufspotential brachten unterschiedliche Ergebnise. Einige gaben zu, dass in den letzten Monaten die Verkäufe stark gesunken sind, man konnte es sich aber nicht erklären, warum.

Hier sind die durch die Inflation gesunkenen Realeinkommen deutlich zu sehen. Diese Dinge kauft man nur, wenn genügend freies Geld vorhanden ist. Ohne die Kunden aus dem Osten, wo die Kredit-Bubble noch voll in Aktion ist, würde es düster aussehen.


Neu 2007-11-22:

Yield-Carry-Trade in Niederösterreich:

Kurier: Sobotka: "Haben unser Silber vergoldet"

Landesfinanzen - Seit 2002 hat NÖ insgesamt 4,4 Milliarden Euro am Kapitalmarkt veranlagt. Der Finanzlandesrat ist zufrieden.

„Das Land hat seit 2002 rund 4,38 Milliarden Euro am Kapitalmarkt veranlagt.“ Mit Stand Ende Oktober liegt der Gesamtwert der Veranlagung bei mehr als 4,6 Milliarden Euro. „Zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren 711 Millionen Euro als Gewinn ins Landesbudget überführt.“ Heuer erwartet Sobotka „ein Rekordergebnis. 2007 werden 170 Millionen Euro ausgeschüttet – so viel wie noch nie“.

Begonnen wurde die Veranlagung im Jahr 2002, als NÖ die erwarteten Einkünfte aus mehr als 160.000 Wohnbaudarlehen verkaufte und den Erlös (2,4 Milliarden Euro) in Aktien und Anleihen investierte. Im Laufe der Jahre folgten drei weitere Tranchen mit knapp zwei Milliarden Euro Volumen. Gemanagt wird die Veranlagung seit Beginn von der Fibeg (Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH).

Gemessen am erzielten Gewinn liegt das jährlich erwirtschaftete Plus bei rund 5,6 Prozent, heißt es aus der Finanzabteilung des Landes.

Die haben den Yield-Carry-Trade gemacht, indem sie auf die Rückflüsse der öffentlichen Wohnbaudarlehen einen Kredit aufnahmen und damit am Kapitalmarkt spekulierten. Dieses Geschäft ist wie kleine Münzen vor einer Dampfwalze aufheben, denn es wird die kleine Zinsdifferenz ausgenützt. Sie müssen extrem riskant hineingegangen sein.

Vermutlich sind diese Carry-Trades jetzt schon im Minus - falls nicht ausgestiegen wurde. Denn alle Hochzinsanlagen sind inzwischen abgestürzt.

Dass sich die Grünen darum sorgen, ist verständlich, denn als Lehrergewerkschaft fürchten sie offenbar jetzt um ihre Gehälter.

Leserkommentar dazu:
Daher möchte ich aufzeigen, welcher WAHNSINN unser Land regiert. Die Ignoranz der amtierenden Politiker kennt keine Grenzen.

[22:30] Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse spekuliert auch:

ORF: VGKK-Deal: Weitere Details bekannt

Im März 2007 wurde bekannt, dass die VGKK im Jahr 2001 rund 60 Mio. Euro Versicherten-Gelder in Fonds angelegt und bis 2006 22,7 Millionen Euro Rendite gemacht hat.

Nachdem zunächst offenbar alles wunschgemäß verlief, drohte der Swap dann eine negative Entwicklung zu nehmen. Man wolle die Veranlagungspolitik prüfen und einen Ausstieg aus dem bis 2010 geltenden Vertrag überlegen, hieß es damals seitens der VGKK.

Im November 2007 wurde bekannt, dass die Bank Austria Creditanstalt offenbar von der VGKK 2,7 Millionen Euro für Verluste und entgangene Gewinne aus den Zins-Swap-Geschäften zurückfordern will.

"Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht". Sie konnten ihre Finger nicht von Dingen lassen, die sie nicht verstehen. Ist ohnehin nur Geld der Zwangs-Versicherten.


Neu 2007-11-21:

Und sie entlassen doch wieder:

ORF: Im Autocluster fallen 2.000 Leiharbeitsplätze

Im steirischen Autocluster werden bis Jahresende 2.000 Leiharbeitsjobs gestrichen - und zwar bei Magna Steyr und bei Zulieferbetrieben. Stammpersonal ist nicht betroffen, berichtet die "Kleine Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). Bei Magna geht die Produktion des Voyager zu Ende, und beim bisherigen Volumensmodell, dem BMW X3, schwächle der Absatz.

Vor einigen Monaten haben sie noch "händeringend" Arbeitskräfte gesucht. Sogar der Arbeitsminister hat nach Leuten aus Osteuropa geschrien.

Und jetzt? Jetzt wird wieder entlassen. Das habe ich im Sommer bereits vorausgesagt.
 

Und wieder der Immobilien-Mohr MEL:

Presse: FMA gegen MEL: 100.000 Euro Strafe wegen Marktmanipulation

Die Vorstandsdirektoren von Meinl European Land wollen gegen die Strafe sämtliche Rechtsmittel ergreifen und werfen der Finanzmarktaufsicht schwere Verfahrensfehler vor. Die Börse will nun den Verbleib von MEL im Prime Market prüfen.

Das war jene "Aktie" (sorry, nur ein Zertifikat), die als "so sicher wie ein Sparbuch" verkauft wurde:

Dabei ist die Ost-Immo-Bubble, wo die tätig sind, noch gar nicht geplatzt. Bis €0 ist es jetzt nicht mehr weit.
 

Die planen für das Single-Zeitalter, wo dieses gerade zu Ende geht:

Standard: Ungewohnte Wohnbedürfnisse in Wien

400 Wohnbauprojekte sind derzeit in Planung - In den kommenden Jahren wird über die Hälfte der Haushalte von Singles bewohnt sein

Sorry, liebe Planer: Singles werden sich in Zukunft eigene Wohnungen nicht mehr leisten können, es heisst wieder zusammenziehen.
 

Der nächste öffentliche Pleitegeier - ÖBB:

Presse: "Dramatisch": Rechnungshof zerpflückt ÖBB-Reform
Standard: ÖBB-Kurs "dramatisch"

Massive Gefahr einer Entgleisung sieht der Rechnungshof bei den ÖBB. Bei steigender Verschuldung werde das Eigenkapital aufgezehrt. Ohne staatliche Zuschüsse werde die Staatsbahn mittelfristig insolvent. ÖBB und Verkehrsministerium wiegeln ab.

Frühpensionierungen explodieren. Weiterhin können viele ÖBB-Mitarbeiter nicht gekündigt werden. 2006 wurden daher 2.000 Bedienstete in Frühpension geschickt.

Wenn der Staat pleite geht, gehen die ÖBB auch pleite. Das gilt für alle Staatsbahnen Europas. Derzeit ist es noch ein Beamtenparadies.

Dieser Pleitegeier fliegt nicht, sondern fährt auf Schienen. Es gibt in Österreich aber auch einen, der auf Reifen rollt. Und einen, der wirklich (noch) fliegt.


Neu 2007-11-20:

WGKK - der Pleitegeier fliegt noch tiefer:

OE24: Wiener Gebietskrankenkasse vor Pleite

Düstere Zeiten in der Gesundheitspolitik. Der neue Rechnungshofbericht bescheinigt der Wiener
Gebietskrankenkasse Schulden in der Höhe von 563 Millionen Euro für das Jahr 2007. Laut internen
Berechnungen der Kasse ist die Situation noch schlimmer als angenommen.
Weitere 63 Millionen fehlen

Immerhin kommen zu den 107 Millionen Euro Kassendefizit durch Bundesgesetze, die der
Rechnungshof attestierte, weitere 63 Millionen an fehlenden Einnahmen. Der Grund: Die Wiener Kasse
wird bei Beiträgen der Pensionisten deutlich schlechter gestellt als die Kassen der Bauern und
Gewerbetreibenden.

Jetzt soll der Bundeskanzler Hilfe bringen. Aber Leistungen einschränken und Assets verkaufen wollen sie noch nicht.

Zum Glück bin ich nicht mehr in diesem System.


Neu 2007-11-14:

Pensionen - Politiker denken nur an den Stimmenkauf jetzt:

Presse: Experten zu Pensionseinigung: "Anschlag auf junge Generation"

Das Pensions-Modell erschüttere die zukünftige Finanzierungsbasis, befürchtet Experte Tomandl. Auch sein Kollege Mazal warnt vor einer "nachhaltigen Belastung des Systems".

Der Sozialexperte Bernd Marin meinte gegenüber der Tageszeitung "Österreich", eine - wie ursprünglich vorgesehene - Erhöhung um 1,7 Prozent wäre zu finanzieren. Alles darüber hinaus seien aber "Extrawürste, wenngleich bei den Ärmsten lebensnotwendige". Die Dauerzusagen sieht er "ohne dauerhafte Bedeckung." Es sei eine "kühne Erwartung, dass die Berufstätigen und Jungen auf Dauer hohe Beitragslücken schließen"

Die Jungen sitzen real am längeren Ast. Sie können bestimmen, ob sie in dieses System weiter einzahlen wollen oder nicht. Wenn sie sehen, dass sich das System in Richtung "Volkspension" bewegt, dann..

Aber die Politiker stört das nicht. Sie sehen den Druck von unten wegen der real hohen Inflation. In einer späteren Phase der Inflation werden solche Ausgaben nur mehr über die Notenpresse finanziert. Hier sieht man, sehr gut, dass Inflation späte Folgewirkungen hat.


Neu 2007-11-13:

An die Idioten, die in dieses System noch einzahlen:

Presse: Pensionen: Zufriedenheit bei allen Beteiligten

Kanzler, Finanzminister und Seniorenvertreter sind mit ihrer Arbeit zufrieden: Die Mindestpensionen werden um 2,9 Prozent auf 747 Euro angehoben, in Zukunft wird jährlich verhandelt.

Demnach werden die Mindestpensionen um 2,9 Prozent auf 747 Euro angehoben. Mit zunehmender Pensionshöhe sinkt der Prozentsatz, bei einer monatlichen Pension von 2161 Euro beträgt die Pensionserhöhung nur mehr 1,7 Prozent. Pensionisten mit darüber liegenden Bezügen erhalten nur noch einen zusätzlichen Fixbetrag von 36,75 Euro pro Monat.

Sind wirklich alle zufrieden? Die Beitragszahler und (zukünftigen) Pensionisten in "höheren Etagen" sicher nicht. Denn real werden nur die niedrigsten Pensionen (für das Stimmvieh) angehoben. Das System ist am Weg in die Einheits-Mindestpension. Wer hier noch viel einzahlt, der ist der Dumme.

Schon bemerkt? Trotz dieser Erhöhung bleibt nach Abzug der realen Inflationsrate immer noch ein dickes Minus: so zwischen 7..9% Pensionsverlust in einem Jahr.

Noch etwas: der Angestellte zahlt 40% in das Sozial-System, der Unternehmer 24%, der Investor 0 (NULL).


Neu 2007-11-09:

Credit-Crunch in Österreich - Eigenbericht:

Ich war heute bei meiner Hausbank (internat. Grossbank, war immer schon recht streng) und habe erfahren, dass man seit Sommer 2007 die Kreditschraube um einige Umdrehungen fester (restriktiver) angedreht hat.

So ist man jetzt bei Hypotheken wesentlich strenger und achtet darauf, dass sich die Leute die Rückzahlungen wirklich leisten können.

Ebenso wurden Überziehungslimits von Konten generell gekürzt.

Das wird sicher die Leute schmerzen, die bisher am Limit gelebt haben.


Neu 2007-11-07:

Überlebensfähigkeit der Banken in Österreich (Leserzuschrift):

Wie stark oder weniger stark ist ihrer Meinung nach der österreische Bankensektor ( denke dabei speziell an Raiffeisen ) in die Bankenkrise involviert bzw. davon sogar betroffen. Könnte wirklich auch hier Ungemach drohen? ) Pleiten etc. eher schwer vorstellbar von meiner Seite!

Die Banken in Österreich dürften mit den US-Problemen weniger (aber nicht 0) Kontakt haben als anderswo. Jedoch sind sie tief in der Ostbubble, die wird viele von ihnen umreissen. Dann gibt es noch die hausgemachten Probleme mit den Fehlinvestitionen auf Kredit im Tourismus. Die werden sie abschreiben müssen.

Kein besonders guter Zustand.


Neu 2007-11-06:

Viele Ratten verlassen die Cerberus-Bank:

Wirtschaftsblatt: Bawag: Die vielen Gründe für Nowotnys Abgang

Neben Bankchef Ewald Nowotny verlassen nun immer mehr hochrangige Mitarbeiter die Bawag. Grund dafür ist der radikale Umbau durch den US-Finanzinvestor Cerberus.

400 Mitarbeiter müssen bis Ende 2008 die Bawag verlassen. Viele - wie Bankchef Ewald Nowotny - gehen aber freiwillig. „Die Bewerbungen von der Bawag reissen nicht ab", schmunzelt die Konkurrenz. Die Erste Bank warb Hanspeter Nimmerrichter, der in der Bawag für das Geschäft mit Betriebsräten zuständig war, ab.

Inklusive der "CEO-Ratte", alle angefressen von den Amerikanern. Clevere Tiere! Dort hat man offenbar nur mehr etwas zu sagen, wenn man Amerikaner oder Brite ist. Machen sie es im Irak nicht genauso - kein Verständnis für andere Kulturen.
Dieses Investment wird der Heuschrecke wahrscheinlich bald genauso viele Sorgen machen wie derzeit schon GMAC.
 

Wollen wir solche ethnischen Kriege wirklich bei uns?

Presse: Türken - Kurden: Stellvertreter-Krieg auch in Österreich
Standard: Brandgefahr im Streit um die Kurden

Die Spannungen zwischen Kurden und Türken greifen auf Europa über – mit Demonstrationen und auch Gewalt.

Ein Stellvertreterkrieg. Oder zumindest eine Schlacht mit Messern und Fäusten. Mitten in Wien. Der in der Türkei aufgeflammte Konflikt zwischen Kurden und Türken könnte nun auch einen Schauplatz in Österreich gefunden haben. Zwei Schwer- und drei Leichtverletzte forderte eine Schlägerei mit 40 Beteiligten am Sonntag in Wien Favoriten. Laut „Kurier“ und „ORF“ soll es auch zu einem Brandanschlag auf das Vereinslokal des türkischen Atatürk-Kulturzentrums am Antonsplatz (Favoriten) gekommen sein. Der Brandsatz konnte von der Feuerwehr rasch gelöscht werden, der Sachschaden blieb gering.

Gerade hat ein Experte für diese Fragen im ORF-Radio erklärt, dass die Loyalität dieser Leute meist bei ihrer ethnischen Herkunft bleibt, selbst wenn sie die österr. Staatsbürgerschaft haben. Gerade deshalb gibt es solche Kriege auf fremdem Boden - bei uns. Wollen wir das wirklich? Mit absteigender Wirtschaft werden solche Auseinandersetzungen noch massiv zunehmen.

Liebe Staatspolizisten (oder wie ihr Euch immer nennt): hier gibt es viel Arbeit für Euch. Schützt uns vor solchen Elementen, entfernt sie dorthin wo sie wirklich kämpfen sollen - in das Kurdengebiet, etc.


Neu 2007-11-05:

Abschwächung der IT-Konjunktur:

RFMC: IT-Jobs: Die Talfahrt hat begonnen

Minus 14 Prozent vom II. zum III. Quartal +++ Ein Viertel weniger Jobangebote seit Jahresbeginn +++ Überhitzter Markt fängt an, sich zu entspannen +++ Kündigt sich Rückgang im IT-Geschäft an?

Also auch hier schon Abschwächungen. Trotzdem schreien die Funktionäre immer noch nach "Fachkräften". Hätten sie vor 2 Jahren schreien sollen.


Neu 2007-11-02:

Hier sind die wahren "Bundestrojaner" am Werk:

Spiegel: Die feinen Freunde der Polizei

Die Affären bei der Wiener Polizei reißen nicht ab. Erst wurde der suspendierte Polizeichef Roland Horngacher wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Jetzt kommt heraus: Ein ominöser Verein päppelte die Exekutive mit Geschenken. Was bekam er dafür?

Kein Einzelfall, namhafte Persönlichkeiten hätten sich immer wieder wegen Strafzetteln an "Hofrat Magister Horngacher persönlich" gewandt, enthüllte jetzt das Wiener Stadtmagazin "Falter". Selbst der Chef der Staatsanwaltschaft suchte danach bei einem privaten Verkehrsdelikt offenbar zunächst den kleinen Dienstweg. Damit dürfte es zunächst einmal vorbei sein. Jüngst wurde der einst so mächtige Polizeigeneral, der in der Öffentlichkeit gerne in schmucken Paradeuniformen daherstolzierte, vorläufig in erster Instanz zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, wegen Amtsmissbrauchs und Weitergabe von Dienstgeheimnissen. Eine derartige Strafe, betonte der Richter, sei "gerade bei den derzeitigen Zuständen in der Wiener Polizei" erforderlich.

Kasinobetreiber und ähnliche "Persönlichkeiten" unterwühlen also die Wiener Polizei.

Jedenfalls sind auf meinem Notebook-PC die wichtigsten Artikel und Fernsehberichte dazu abspielbereit gespeicht - um sie bei Bedarf einem Polizisten vorspielen zu können.


Neu 2007-10-31:

Leserbeobachtung zum Weltspartag:

Ich hatte heute etwas auf der Bank zu erledigen und mußte bedauerlicherweise das von Ihnen skizzierte Sittenbild der Eliten und Ihrer Arroganz, auf wesentlich niedrigerem Niveau beobachten:

Riesen Trubel in der Filiale, jeder Mitarbeiter ist mit Kunden beschäftigt als der hochwohlgeborene Bezirksvorsteher, ähnlich einem Monarchen oder zumindest Präsidenten einer Weltmacht, eintrifft. Sofort haben die meisten Bankangestellten alles liegen und stehen lassen (nämlich Kunden, und sind während der Kundenberatung aufgesprungen und "habt Acht" gestanden) um Ihre Honeurs seiner Durchlaucht erbringen zu können.

Sämtliche Kunden mußten warten bis die Visite mit der Überreichung eines riesigen Sackes Geschenke beendet war. Unnötig zu erwähnen, daß besagter Herr nichts eingezahlt hat und sich nicht zu gut war, mit diesem prallgefüllten auffälligen Sack die Filiale zu verlassen.

Ich schätze, daß dieser Volksvertreter heute den ganzen Tag damit beschäftigt sein wird, sämtliche Bankfilialen des Bezirkes abzuklappern, um möglichst viele Geschenke zusammenzuraffen, um sein karges Einkommen von ca. € 15.000,00 aufzubessern.

Anmerkung am Rande: als einer der grösseren Kunden dieser Filiale, wurde mir lediglich ein kleines Sackerl überreicht, welches mir auch peinlich war herumzutragen.

Zu soetwas gehören zwei: der Potentat (in einer deutschen Stadt als Bezirksbürgermeister bekannt) und die Untertanen. Danke für den Bericht!

Das sagt noch etwas anderes über die Banker aus: absolute Rang- & Prestige-Sucht - daher erweisen sie auch "höheren" so ihre Referenz.
 

Einige Ebenen höher - zu den Ministern:

APA: Unsere Minister stehen auf Bausparen und Sparbüchl

Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Mittwoch-Ausgabe
berichtet, sind die Mitglieder der Bundesregierung privat durchwegs
traditionelle Sparer. Ein Rundruf zum Weltspartag beweist: Gusenbauer
& Co. tragen ihr Geld am liebsten auf die Bank - und legen es dort
aufs Sparbuch.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigt das vor: Er zahlt von seinem
Geld auf ein Sparbuch und einen Bausparvertrag ein und deckt diverse
Versicherungen ab. Ebenso wie Vizekanzler und Finanz­minister Wilhelm
Molterer und sein Parteikollegen Innenminister Günther Platter:
Sparbuch und Bausparvertrag sind eindeutig Fixgrössen einer
ministeriellen Vermögensverwaltung.

Genauso denkt Finanz-Staatssekretär Christoph Matznetter. Seit er die
Funktion ausübt, wählt er traditionelle Anlageformen:
Bausparver­träge für die Kinder, Leben­sver­sicherungen und ein
Hauskauf. Auch Umweltminister Josef Pröll investiert in
Wohnungseigentum.

Die glauben offenbar selbst ihre eigenen Inflations-Lügen. Selbst der Finanzminister und sein Staatsekretär.

Übrigens sind Politiker trotz hoher Gehälter meist nicht sehr wohlhabend, denn sie geben alles aus - wenn sie Zeit dafür finden.


Neu 2007-10-30:

Erste Bank mit nur leichten Kratzern?

Presse: Erste Bank: Mit leichten Kratzern aus der Kreditkrise

20 Mio. Euro muss die börsenotierte Bank abschreiben.

Für alle ausserhalb Österreichs: diese unglaublich aggressive Bank ist die typische Ost-Bubble-Bank.
Wenn sie jetzt schon "Kratzer" hat...

Leserkommentar: Schau, schau - ich glaube, das ist das erste Mal, dass man von einer österr. Bank so was liest.


Neu 2007-10-25:

Zentralbank warnt "Lebende Hedge Fonds":

OeNB: Endfälligkeit von Fremdwährungskrediten - ein Risikofaktor

Das Volumen der FW-Kredite, die vor allem für Zwecke des privaten Wohnbaus aufgenommen wurden, ist in Österreich im europäischen Vergleich sehr hoch. Direktor Zöllner wies darauf hin, dass in den letzten Jahren – bedingt durch Zinssatzunterschiede und Wechselkursentwicklungen – dabei durchaus im Vergleich zu einer Finanzierung in Euro geringere Finanzierungskosten für die Kreditnehmer entstanden sind. Er wies jedoch darauf hin, dass derzeit aufgrund verschiedener Entwicklungen auf den Finanzmärkten die Vorteile weitest gehend ausgereizt sind. Nachdem sich der Zinsabstand, insbesondere zwischen dem Schweizer Franken – jener Währung in der der Großteil der FW-Kredite aufgenommen wurde – und dem Euro, kontinuierlich reduziert und auch die Volatilität der Kurse auf den Devisenmärkten deutlich zugenommen hat, verliert das Instrument eines FW-Kredites zunehmend an Attraktivität, was auch aus den von der Oesterreichischen Nationalbank erhobenen aktuellen Daten ersichtlich ist.

Seit Beginn dieses Jahres erhebt die Notenbank auch Daten im Zusammenhang mit Endfälligkeiten von Krediten. Daraus ist laut Dir. Zöllner erkennbar, dass 84 % der FW-Kredite an Private Haushalte endfällig sind. 72 % davon sind mit einem Tilgungsträgermodell versehen.

Warum warnen sie jetzt? Weil es ein richtiges Gemetzel unter diesen "Hausbesitzern" geben wird, wenn die Bubble platzt und die Zinsen explodieren?

Interessant: Ein "lebender Hedge Fond" zu sein, d.h. den Yield Carry Trade in Fremdwährung selbst zu machen, darf in Österreich beworben werden, nicht aber die viel ungefährlicheren Anteile an echten Hedge Fonds.
 

Die Folgen den Hochsteuer-Staats:

ORF: Steuerhinterziehung - na und?

Fast eine halbe Million Österreicher haben nach eigenen Angaben im letzten Jahr schwarzgearbeitet. Besonders weit verbreitet ist dieses Phänomen in der EU unter Studenten, Arbeitslosen und Selbstständigen. Im Durchschnitt verdient ein Schwarzarbeiter in Europa 16,6 Euro pro Stunde.

Und in fast keinem anderen EU-Land stößt Steuerhinterziehung auf so viel Verständnis wie in Österreich. Das geht aus einer am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor.

Wer heute noch legal arbeitet ist selbst schuld und wird von vorne bis hinten vom Staat ausgenommen.

Steuerberater haben mir erzählt, dass in der Gastronomie oft 50% aller Umsätze schwarz gemacht werden. Mit diesen "Gewinnen" werden die Kredite bezahlt, offizieller Gewinn 0. Die Finanzämter bekommen das nicht in den Griff.


Neu 2007-10-24:

Der Pleitegeier über Österreich:

Kurier: Täglich gehen 35 Privatleute pleite

Die Österreicher sparen zwar wie die Weltmeister, die Zahl der Insolvenzen steigt aber unvermindert an. In den ersten drei Quartalen 2007 gab es ein Plus von 15,3 Prozent auf 6481 Fälle. Pro Werktag werden in Österreich 35 Privatpersonen insolvent.

Alexander Maly von der Wiener Schuldnerberatung beziffert gegenüber dem KURIER die durchschnittliche Verschuldung. Diese liegt bei 50.000 Euro. Betroffen sind häufig Kleinverdiener, Arbeitslose und in letzter Zeit auch immer mehr Jugendliche. Häufiger Grund für Überschuldung sind Ratenzahlungen und Kredite.

Die Sparer sind natürlich andere Leute als die Schuldner. Warum sollte es in Österreich wesentlich besser sein?

Leserkommentar (AT) dazu:

Das ist also das Endstadium der Schuldenwirtschaft ... ich denke, hier können nicht einmal Sie mehr helfen ...
Stagnierende Einkommen oder gar Arbeitslosigkeit vs. laufende Erhöhung der Lebenserhaltungskosten (Miete, Energie, Abgaben, Steuern).

Ich kenne immerhin einige Leute, bei denen eine Schuldentilgung allein durch Verkauf (von irgendetwas) nicht mehr vollständig möglich ist. Großteils weil der Verkaufswert z.B. eines Hauses in Nicht Bubble Zeiten und Regionen eben oft NICHT mehr den Baukosten entspricht. Wie die Hotels, die eigentlich schon unter Wasser sind, aber immerhin noch (Teile der) Raten begleichen können ...

Wahrscheinlich kommen aus dieser Ecke die "Gold auf Kredit" Anfragen. In dieser Situation würde mir auch nicht mehr einfallen, als alles auf eine Karte setzen und hoffen, daß die Staatsgewalt schnell genug zusammenbricht, bevor der Schuldturm wieder eingeführt wird ...

PS: Ich freue mich auch schon auf mein Haus, auch wenn es noch ein paar Jahre dauern soll. Ein Kookaburra allein hierfür wurde bereits reserviert ...
Mal sehen, ob Sie recht haben mit Ihrer Prognose ...

Wie hoch schätzen Sie die Chance ein, daß die PPTs das System halbwegs unbeschadet noch ins nächste Jahr retten, bevor die Konsumrückgänge und folgenden (Massen-) Entlassungen einsetzen? (Siehe Kfz-Verkauf und Einbruch in der ganzen Baubranche.)

Ich rechne jeder Zeit mit einer 2. Welle von Bankenkrisen. Vermutlich werden wir wieder überrascht werden. Nachdem in Europa jetzt überall die Immobilien- und Kreditbubbles zusammenbrechen, erwarte ich dass bei dieser 2. Krisenwelle auch hier bei den privaten Schuldnern der Kredithahn zugedreht wird (bisher haben es nur Firmen, die Bonds oder CP ausgeben gemerkt). In einem halben Jahr sieht die Situatiuon sicher auch in AT und DE wesentlich düsterer aus als heute.

PS: das mit dem 1kg Kookaburra für ein Haus dürfte durchaus realistisch werden.


Neu 2007-10-23:

Österreichers Liebling:

Presse: Österreich: Sparbuch schlägt Aktien

Die Österreicher haben 140 Milliarden Euro auf dem Sparbuch, Investitionen in Aktien sind deutlich zurückgegangen.

Knapp ein Drittel des gesamten Geldvermögens der Österreicher, also 140 Mrd. Euro, liegt auf Sparbüchern. "Zunehmend überdenken neben Banken und institutionellen Anlegern auch Privatinvestoren ihre Risikoposition" erklärte Zöllner. So sei in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres eine starke Präferenz für besonders liquide Finanzanlagen, die dem höheren Bedürfnis nach Sicherheit entsprechen, zu beobachten gewesen.

Ganz so schlecht ist das Sparbuch derzeit nicht, obwohl die Zinsen real negativ sind. Man kommt leichter raus, als aus Lebensversicherungen, Fonds, Aktien.

Jedoch sollte man nicht vergessen, wo die Banken diese 140 Milliarden versenkt haben: etwa in der Ost-Bubble oder in unsinnigen Tourismus-Projekten wie den Schneekanonen und Protz-Hotels.

Es kommt darauf an, dass man im Fall einer Bankenkrise schnell abhebt.


Neu 2007-10-22:

Der Pleitegeier senkt sich auf Österreichs Krankenkassen:

Kurier: Der Pleitegeier kreist

Mit Jahresende sitzen die Krankenkassen auf einem Berg von fast zwei Milliarden Euro Schulden. Es droht die Zahlungsunfähigkeit.

Die Gebietskrankenkassen schlittern in die Zahlungsunfähigkeit. Das geht aus einer internen Gebarungsvorschau der Sozialversicherung hervor, die dem KURIER vorliegt. Dass die Krankenkassen defizitär bilanzieren, ist nicht neu: Seit 1999 übersteigen die Ausgaben die Einnahmen. Dramatisch ist die Situation nun allerdings insofern, als diese Defizite nie beglichen, sondern in Form von Kredit-Schulden angehäuft wurden. Mit Jahresende 2007 wächst der Schuldenberg auf fast zwei Milliarden Euro und hat damit einen Plafond erreicht.

Beim kleinsten Wirtschaftseinbruch landet der Pleitegeier, und frisst sie auf. Besonders die Wiener Gebietskrankenkasse (für die Angestellten).
Zuerst wird er wohl die Goldbeschichtung von deren Fenstern abkratzen (ich bin am Freitag wieder vorbeigefahren).

Die überleben seit langem nur mehr mit Tricks und Verschuldung.


Neu 2007-10-21:

Der Sportartikel-Handel schleudert bereits massiv:

Mit der Branche befasste Leute haben mir erzählt, dass der Winter-Abverkauf bereits vor dem Einsetzen des Winters begonnen hat.
Nicht nur bei Ski, sondern auch bei Bekleidung sind Nachlässe von 50% drinnen. Die Händler ringen finanziell "um Luft".

Derweilen geht das Aufrüsten der Skigebiete weiter. Man experimentiert schon mit Technologien für Schneekanonen, die auch bei Plusgraden funktionieren. Es wurde bereits enorm viel Geld in diese Infrastruktur versenkt, mit dem Resulat von enormen Fixkosten für Energie, Wartung, Zinsen. Einen Einbruch im Geschäft kann man sich daher nicht leisten. Die Skigebiete führen seit Jahren ein Wettrüsten gegeneinander, die Hoteliers ebenso mit immer teureren Prunkpalästen.

Der nächste Winter dürfte ebenfalls entäuschen, möglicherweise nicht wegen Schneemangels, sondern aus finanziellen Gründen.

Tip: Get out of Dodge (dort wo die "Insolvenz-Kugeln" fliegen), ebenso Vorsicht bei Banken, die diesen Apparat finanzieren.


Neu 2007-10-20:

Denn sie wissen nicht, was sie tun:

ORF: Wissen Österreicher nicht, was sie tun?

Wissen Österreicher nicht, was sie tun?
Den Hang zum Risiko bei Krediten erklärt der WIFO-Experte mit mangelndem Know-how.Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) attestiert den Österreichern in finanziellen Dingen ein "gespaltenes Bewusstsein": Beim Sparen sind sie vorsichtig, bei den Schulden kühn. WIFO-Experte Thomas Url sprach am Freitag von einer "erstaunlichen Diskrepanz".

Die Risikofreudigkeit beim Schuldenmachen zeigt sich am hohen Anteil der Fremdwährungskredite am Kreditbestand, geht aus der aktuellen Analyse des WIFO hervor: 32 Prozent aller privaten Kreditnehmer lassen sich auf das unsichere Schuldenverhältnis ein.

Wagemutiger als alle anderen
Damit sind die heimischen Haushalte nicht nur wagemutiger als die Unternehmer - die Fremdwährungsrate bei Privaten und Unternehmern insgesamt liegt bei 20 Prozent -, sondern auch im Europavergleich in einer absoluten Spitzenposition.

Zum Vergleich: In der Euro-Zone wagten sich 2005 bei Privaten und Unternehmen durchschnittlich nur vier Prozent über Fremdwährungskredite. Das WIFO erklärt den Wagemut der Österreicher beim Schuldenmachen schlicht mit Inkompetenz in Geldfragen.

Nur 18 Prozent riskieren beim Sparen
Umso vorsichtiger sind die Österreicher beim Sparen: 82 Prozent des gesamten Geldvermögens sind "sicher" veranlagt, also in Bargeld und Einlagen, festverzinslichen Wertpapieren, risikoarmen Fonds, Lebensversicherungen und Ansprüchen aus Pensionskassen.

Österreich ist also nicht mehr die "Insel der Seligen", sondern das Zentrum der "Lebenden Hedge-Fonds".

Und die ach so sicheren Spareinlagen werden vernichtet, wenn nach dem Absturz der Ost-Bubble die österr. Banken untergehen. Diese sind die grössten Kreditschleuderer dort.
 

Buchungen im Tourismus brechen massiv ein:

ORF: Das große Zittern
Presse: Tourismus: Winter kommt, Buchungen bleiben aus

Aber das große Zittern ist angesichts katastrophaler Buchungslagen noch längst nicht vorbei. "In Salzburg gibt es 20 Prozent weniger Buchungen als im Vorjahr", sagte Thomas Kerschbaum, Sprecher von Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer, gegenüber der "Presse".

Bis zu vierzig Prozent Rückgang
Der für den Tourismus zuständige Landespolitiker hat bereits reagiert und eine zusätzliche Million Euro in die Tourismuswerbung gesteckt.

Denn einige Hoteliers werden bereits unruhig. Manche Häuser haben um bis zu 40 Prozent weniger Buchungen als vor einem Jahr.

Nur der letzte schneearme Winter als Ursache ??? ha, ha. Hier ist auch die Inflation am Werk (siehe Automarkt Deutschland). Die meisten Wintergäste in Österreich kommen aus Deutschland und dort brechen alle diskretionären Ausgaben zusammen. Und die Touristen aus Osteuropa werden auch wegbleiben, wenn dort die Bubble platzt.
Aber das ist erst der Anfang: als nächstes kommen Credit-Crunch und Depression. Da wird der Tourismus auf vermutlich 25% absinken.

Investment-Tip für Hoteliers und Tourismus-Industrie: Get out of Dodge


Neu 2007-10-16:

Preiskampf im Skihandel:

ORF: Ski so billig wie schon lange nicht

Die vergangene schneearme Wintersaison hat dem Sportfachhandel deutliche Absatzverluste beschert. Vor allem bei den Skiern blieben die Lager voll und müssen jetzt geleert werden. Dementsprechend sind auch die Preise im Keller.

Laut Kirchmair ist die Preisklasse rund um 300 Euro die am meisten umkämpfte. "Um 299.- € bekommt man heuer ein Topmodell vom letzten Jahr, das einen Normalpreis von 700 bis 800 € hätte."

Auch Topmodelle schon jetzt verbilligt
Der enorme Konkurrenzdruck im Sportartikelhandel führe sogar dazu, dass auch neue Skimodelle nicht zum Normalpreis verkauft werden sondern bereits jetzt reduziert sind wie im Winterschlussverkauf.

Ist das nur die letzte schlechte Saison oder eher "die späte Inflation". Dafür spricht die Tatsache, dass auch neue Modelle schon zum Kampfpreis abgegeben werden.

PS: mir war dieser Sport immer zu teuer und zu kalt.

Dazu sinken auch die Neuwagen-Verkäufe (sprich Verleasungen): Neuwagenverkäufe in Österreich leicht gesunken


Neu 2007-10-12:

Zur Autobranche in Österreich - Leserzuschrift:

Zu einer Leserzuschrift, die den Autohandel betrifft, kann ich nur sagen, daß auch ich alle Investitionen betreffend KFZ auf ein Minimum gesenkt habe. Ich führe alle Wartungsarbeiten selbst durch, das spart sehr viel Geld. Ein Freund, der in der KFZ-Branche tätig ist, hat mir bestätigt, daß die Verkaufszahlen in Österreich stark rückläufig sind. In meinem persönlichen Bekanntenkreis kann ich einen Trend vom Zweitauto zurück zum Moped bemerken. Ich habe auch mein Motorrad verkauft (zu wenig Zeit, zu hohe Betriebskosten) und bin auf einen Motorroller umgestiegen (sehr niedrige Betriebs- und Wartungskosten). Mein Beispiel hat auch einige Arbeitskollegen zum Umstieg vom Zweitauto auf einen Motorroller oder ein Moped bewogen. So kann man mindestens sechs Monate im Jahr Betriebskosten sparen und ist trotzdem mobil. Den Autowahn "Schneller, Schöner, Stärker" wird es in Zukunft auch nicht mehr geben.

Das Engerschnallen des Mobilitäts-Gürtels hat begonnen, aber vorerst nur leicht. Interessant wird es dann, wenn auch das Erstauto aufgegeben werden muss.
 

Leserzuschrift zum Immobilien-Markt in Österreich:

Ich bin seit etwa eineinhalb Jahren auf der Suche nach einer passenden Immobile (Haus im Gebiet Steiermark) und durchstöbere seither regelmäßig alle online Immobilienseiten. Dabei ist dehr auffällig, dass sich bei praktisch allen Seiten wie "willhaben.at" oder "immodirekt.at" etc. in den letzten fünf Monaten die Zahl der angebotenen Immobilien verdoppelt hat! Häuser, die ich bereits Anfang 2006 beobachtet habe sind immer noch zu haben (halten meist hartnäckig den Preis). Die Immobilienhändler müssten eigentlich langsam nervös werden. Bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

Die wollen wohl mit dem Preis nicht herunter. Dafür wird der Räumungsverkauf interessanter.

Ich würde derzeit kein Haus kaufen, sondern auf den absoluten Tiefpunkt warten.


Neu 2007-10-09:

Die (Subprime) Versicherungen kommen an die Reihe:

FondsOnline: Uniqa-Fonds von der Subprime-Krise besonders getroffen

Ein Opfer der Krise scheint wohl der „Structured Credit Fund“ der Uniqa zu sein. Dieser Fonds, der auch in US-amerikanische Morgage-Backed-Securites investiert ist und ausschließlich für den institutionellen Markt aufgelegt wurde, verzeichnete eine negative Monatsperformance von 5,51 Prozent (Stand 2. Oktober 2007) und eine YTD-Entwicklung von fast minus zehn Prozent. Zudem wurde beim 846-Millionen-schweren Fonds zwischen dem 12. und 27. September 2007 kein Kurs gebildet.

Gerüchte in Finanzkreisen zufolge wurden übe eine Änderung der Bewertungsmodelle zumindest nachgedacht. Statt dem üblichen „mark to market-Ansatz“ – bei der die Kurse über den Markt gebildet werden – überlegte man einen sogenannten „mark to model-Ansatz“, bei welchem die Kursbildung auf Annahmen von Finanzdaten beruht. Trotz mehrmaliger Kontaktaufnahme war der Managing Director der Uniqa Alternative Investments, Johannes Wundsam, für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Also doch Probleme mit diesem US MBS/CDO-Giftmüll. Natürlich keine Stellungsnahme vom Management.

Ich selbst habe von Wüstenrot auf meine Kündigung auch noch keine Zahlung bekommen. Also scheinen die auch solche Probleme zu haben und der Spitzname aus der Finanzbranche (Wüstentot) stimmt. Oder ist sind die Spesen der CEO Susanne Riess-Passer so hoch (wie zu ihrer Zeit als FPÖ-Chefin) - oder noch höher.

Wer Informationen zur Lage von Wüstenrot hat, diese sind herzlich willkommen.


Neu 2007-10-08:

Zu viele Autos zu verkaufen (Leserzuschrift):

Autos, Absatz und Kfz-Industrie (subjektiver Eindruck):
Ich wohne in Wiener Neustadt, und was hier für eine Unmenge an neuen, fast neuwertigen oder auch gebrauchten Automobilen an gut frequentierten Ecken herumsteht und auf Käufer wartet, ist einfach phänomenal.
Die ganze Bundestraße 17 von Wien südwärts scheint eine einzige Gebraucht- und Neuwagenmeile zu sein. Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck, und der kann auch täuschen, aber noch vor fünf Jahren waren die Händler noch wesentlich weniger penetrant, und haben ihre Modelle hauptsächlich in den Schauhäusern gehabt. Heute sind schon ganze Grundstücke und Parkplätze an den Hauptstraßen wahrlich "zugepflastert", allerdings mit Autos und nicht mit Pflastersteinen, wie man meinen möchte ....
und noch immer arbeiten die Fließbänder auf Hochtouren .... Wie lange noch?

Das Geld für solchen blechernen Luxus wird offenbar knapp. Zeichen der Verarmung durch Inflation.

Reaktion darauf (Leserzuschrift):

Ich lese immer wieder auf Ihren Seiten Kommentare von Menschen, die beobachten, wie alles schlechter wird (das Beispiel gerade mit den Autos die entlang der B17 angeboten werden).
Auch meine Bekannten aus Österreich erzählen, dass sie sich nicht vorstellen können, wie das eine Durchschnittsfamilie heute so managt. Aber das Interessante an der Sache, diese Bekannten verdienen meines Erachtens alle so viel Geld wie nie, haben Haus, 2 Autos, Urlaub wie immer. Wo sind da wirklich die "Armen"? Vom Gerede her, kann ich auch darauf schließen, dass es schlecht aussieht, aber von dem was meine Augen sehen, habe ich einen ganz anderen Eindruck. Irgendwie passt mir nix mehr zusammen.

Das hängt natürlich auch von der sozialen Schicht ab. Unter den Lesern von Hartgeld.com sind vermutlich kaum Arme.
Warum überbieten sich die österr. Regierungen mit Sozialleistungen und Steuererleichterungen für die Unterschichten und Familien? Weil das Stimmvieh sonst unruhig wird- weil es mit dem Geld nicht mehr auskommt.

Ausserdem darf nicht vergessen werden, dass besonders in höheren Schichten weiterkonsumiert wird wie bisher, um den Schein/Status zu wahren, auch wenn alles auf Pump ist. Banker sagen, dass rund um Wien, dort wo die Häuser mit den Hypotheken stehen, sind 80% aller Konten überzogen.

PS: Wie oft kommen Mails mit dem Inhalt: ich kann nicht in Edelmetalle investieren, da ich kein Geld habe - dafür eine Hypothek. Diese schrecklichen Kredite saugen den Leuten offenbar das (finanzielle) Blut ab.


Neu 2007-10-06:

Der "Bundestrojaner" (Innenminister) wird gerade "abgeschossen":

Standard: Dann bring ich mich lieber um , Platter: Rechtsstaat lasse sich nicht "in die Knie zwingen" , Schüssel kritisiert Asylanwälte als "Wurzel des Übels"

Innenminister Günther Platter (V) bleibt im aktuellen Fall Arigona und in Sachen Abschiebungen weiterhin unnachgiebig. In der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" erklärte der Minister, es sei der falsche Weg, zu versuchen, den Rechtsstaat durch Drohungsmaßnahmen "in die Knie" zu zwingen. Dies sei ein Erpressungsversuch, dem wolle er, Platter "nicht nachgeben". Er räumte jedoch ein, dass ihm die Situation nicht kalt lasse.

Außerdem würden bei der gesamten Diskussion ständig das Recht auf Asyl und Zuwanderung vermischt, kritisiert nun der Altkanzler: "Die Asylanwälte und NGOs, die diese Leute beraten, müssten ihnen doch von Anfang an reinen Wein einschenken, dass sie nicht bleiben können. Die meisten sind juristische Profis. - Und das ist mit die Wurzel des ganzen Übels."

Um es kurz zu sagen, der Innenminister ist der Asylindustrie in die Quere gekommen und bedroht deren Futtertröge - weil er das macht, was viele seiner Vorgänger nicht getan haben - liegengebliebende Asylfälle aufarbeiten. Daher wird eine ungemein professionell inzenierte Medienkampagne gegen ihn gefahren.
Anstatt in den Angriff überzugehen und die Hintergründe aufzuzeigen, verkriecht er sich defensiv hinter dem Gesetz - falsch.

Ich bedauere diesen Minister allerdings nicht - wegen seinem Ruf nach dem Bundestrojaner. Wer die Bürgerrechte in der Verfassung für eigene Machtgelüste aushebeln will, gehört nicht in ein Ministeramt.

PS: nach Meldungen der letzten Wochen ist auch der deutsche Bundestrojaner unter Druck geraten.


Neu 2007-10-04:

Die Mietkosten laufen davon:

ORF: Wohnungsmieten seit 2001 um ein Fünftel gestiegen

Die Preise für Wohnungsmieten in Österreich sind zwischen 2001 und 2006 um 20,2 Prozent gestiegen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" unter Berufung auf aktuelle AK-Zahlen. Die Einkommen sind laut AK damit deutlich hinter den Mieten zurückgeblieben.

Dem AK-Mietrechtsexperten Franz Köppl zufolge fließen zwischen 30 und 40 Prozent des Nettoeinkommens direkt in die Mieten. Am stärksten belastet seien vor allem jene Mieter, die in neu angemieteten Wohnungen leben.

Die Frage ist: steigen die Nettomieten (das was der Vermieter bekommt) oder primär die Betriebskosten?


Neu 2007-10-01:

Wenn man zu lange Funktionär ist:

Standard: Abfertigung neu ab 2008 für alle

Das Paket zur sozialen Absicherung für Selbstständige und freie Dienstnehmer kommt in Einzelstücken, zunächst die Neuregelung der Abertigung neu

Rechtsanwälte, Ärzte, Architekten und andere Freiberufler sowie die agrarischen Unternehmer dürfen sich wie gesagt entscheiden, für sie besteht ein so genanntes Opt-in-Modell. Sie haben für die Entscheidung sechs Monate Zeit, hat man sich einmal entschieden, gibt es kein zurück, erläuterte der Wirtschafts- und Arbeitsminister auf einer Pressekonferenz. Für freie Dienstnehmer und Selbstständige ist die Teilnahme verpflichtend.

Jetzt will man auch die Unternehmer in dieses System der Abfertigungsvorsorge zwingen, die schlimmste Form von Investment, die es überhaupt gibt - weil man kaum mehr herauskommt. Da sollte einmal eine "Pension" ausgezahlt werden, das kann man abschreiben. Offenbar haben sich verschiedene Finanzlobbies durchgesetzt, die mehr Zahler haben wollen.

Interessant, dass sich die Freiberufler und die Bauern "herauswinden" können, normale Selbständige aber nicht.
Der nächste Schritt ist eine "Arbeitslosenversicherung" für Unternehmer - wozu soll das gut sein?

Sowohl Wirtschaftskammerpräsident Leitl als auch Arbeitsminister Bartenstein waren einmal Unternehmer. Jetzt sind sie offenbar zu lange Funktionäre.
Ich empfehle entsprechende Protestschreiben an beide Funktionäre.

Hinweis:
Als Unternehmer kann man natürlich die Beitragszahlungen in gewisser Weise steuern, sofern man nicht zu viel aus dem Betrieb herausnehmen muss.
Als Investor bezahlt man diese Steuern (nichts anderes ist es) natürlich gar nicht.
 

Wenn der Blutsauger Staat zu viel saugt:

Standard: Kaufkraft geringer als 1991

Die heimische Wirtschaft wächst, die Kaufkraft zieht kaum mit: Das monatliche Netto­einkommen als Messgröße lag 2006 etwas unter dem Niveau von vor 15 Jahren

Das ist nicht die ganze Wahrheit, denn man hat die "offizielle" Inflationsrate herangezogen. Tatsächlich ist das reale Einkommen natürlich noch wesentlich geringer.
Sowohl die Inflation als auch die Sozialbeiträge sind auch Steuern und die fressen am meisten Einkommen.


Neu 2007-09-17:

Meinl European Land - da kommt noch mehr:

Standard: MEL zauberte 3,9 Milliarden Euro aus dem Hut , Geschäfte unter Freunden , Anlegern droht "Strafsteuer"

Österreichische Banker rätseln. Wie konnte Meinl European Land (MEL) im Frühjahr 3,9 Milliarden Euro an Commercial Papers begeben, ohne dass es jemand bemerkte? Und warum werden diese nicht ganz billigen, kurzfristigen Schuldverschreibungen auf den Markt geworfen, wenn die Kriegskasse dank der Ausgabe neuer Aktien und Anleihen prall gefüllt ist?

Wie zu hören ist, legt die Finanzmarktprüfung (FMA) in ihrer Prüfung den Finger auf diese Transaktion. Die Vermutung dahinter, die MEL zurückweist: Die Immobiliengesellschaft habe die Papiere nur der Meinl Bank zuliebe begeben. Bei der noch dazu die aus der Platzierung fließenden Milliarden zu weniger guten Konditionen veranlagt wurden.

Auf die Anleger der Meinl-Konstrukte könnten neue Probleme zukommen, denn die Börseprospekte weisen auf die Gefahr einer Strafsteuer für "schwarze Fonds" hin.

Immer mehr Merkwürdigkeiten "eitern" heraus. Dabei hat man diese Aktien noch "so sicher wie ein Sparbuch" beworben und verkauft. Fragt sich nur, wann auch die "Riesenverluste" auftauchen, die bei solchen Sachen immer irgendwann zum Vorschein kommen.
Viele Finanzberater haben diese "Aktie" sogar auf Kredit verkauft. Jetzt stellt sich heraus, war gar keine Aktie, sondern ein Zertifikat, mit entsprechender Strafsteuer.

Noch ein nicht so lieber Bekannter - Kovats:

Standard: Auffälligkeiten um Kovats

Heute beginnt der Prozess gegen Mirko Kovats. Der Staatsanwalt hält ihm Krida bei einer früheren Firma vor, und wurde auf ein Muster aufmerksam gemacht

Allen gemeinsam: Kovats, seine Geschäftspartner Franz Mock und Wolfgang Gröger waren persönlich, über Treuhänder, Stiftungen oder Firmen zumindest temporär involviert. Die Palette reicht von der Leobendorfer Großdisko Dorian Gray über die Wiener Hebetechnik & Brückenbau bis zur KPS Beteiligungs-GmbH, die am 9. 8. 2007 vermögenslos gelöscht wurde. Für alle gilt die Unschuldsvermutung. Ob es sich um kaufmännisches Pech handelte, muss die Staatsanwaltschaft nun beurteilen.

Eine auffällige Reihung von "Zufällen". Nicht immer findet sich ein Grosskonzern wie Siemens, wo man Spekulationsobjekte abladen kann.


Neu 2007-09-14:

Zum Totlachen - "Alpen-Dschihadisten":

Spiegel: Starthilfe aus Kanada für den Medien-Dschihad

Es war eine konzertierte Aktion über den Atlantik hinweg: Während die Polizei in Österreich drei Qaida-Propagandisten festnahm, verhafteten die Kanadier einen Unterstützer der Wiener Bande. Er soll den Alpen-Dschihadisten Starthilfe beim Aufbau einer Internetpräsenz gegeben haben.

Monatelang observierten die österreichischen Behörden die drei, sie lasen E-Mails mit und belauschten die Wohnungen mittels Wanzen. Details sind bisher kaum an die Öffentlichkeit gedrungen. Aber zumindest heißt es gleich aus mehreren Quellen, Mohamed M. sei ein "Großmaul" und ein "Wichtigtuer". Der 21-Jährige habe sich im Internet geradezu "angedient", heißt es in deutschen Sicherheitskreisen - also von sich aus Kontakt aufgenommen mit Personen, die er für gestandene Dschihadisten hielt, um sich interessant zu machen.

Das wirkliche Verbrechen, das man diesen Spinnern und Grossmäulern vorwerfen kann, ist Belästigung der Polizei und der Öffenlichkeit.
Und die diversen Rechtsparteien haben sich gleich mit Bundestrojanern und ähnlichem überboten. Damit sind sie selbst auf diese Wichtigtuer hereingefallen.

Lieber Innenminister: verschonen Sie uns in Zukunft vor noch grösseren Bühnen für solche Idioten. Einfach abschieben, das ist es.
Die Polizei hat Wichtigeres zu tun. Jeder der diese Idioten anrührt, macht sich selbst lächerlich.


Neu 2007-09-13:

Platters Idioten-Beute:

Kurier: Platter: Zahl der El-Kaida-Anhänger wächst
Spiegel: Österreich stellt Bin Ladens Lautsprecher ab

Auch in Österreich ist eine zunehmende Rekrutierung durch das Terrornetzwerk El-Kaida feststellbar. Dies erklärte Innenminister Günther Platter (ÖVP) am Mittwochabend nach der Festnahme von drei mutmaßlichen Islamisten. Diese stehen im Verdacht, für ein Video verantwortlich zu sein, in dem von Österreich unter Terrordrohungen ein Truppenabzug aus Afghanistan gefordert worden war. Bei den Verdächtigen habe eine Vernetzung zur El-Kaida bestanden, so Platter gegenüber der "ZiB 2" des ORF.

Sie übersetzten und verbreiteten Terrorvideos, Bekennerschreiben und Qaida-Propaganda im Internet. Doch jetzt legten Österreichs Behörden der "Globalen Islamischen Medienfront" das Handwerk - unter den Festgenommenen ist angeblich auch der Kopf des Netzwerks.

Diese "Islamischen" Idioten nennen sich "Globale Islamische Medienfront", bombastischer geht es nicht. Dabei sollten sie wissen, dass Al-Kaida in Wirklichkeit eine CIA/MI6/Mossad/ISI-Frontorganisation ist. Aber dazu sind sie offenbar zu dumm. Und hier wollen sie die "Islamische Revolution", etc. predigen.

Lieber Herr Minister Platter, stellen Sie alle diese "Bin Laden Lautsprecher" ab und senden Sie diese Idioten dorthin, wo es "echten Islam" gibt, etwa nach Saudiarabien - für immer. Aber bitte ohne öffentliches Aufplustern, sondern still, heimlich, aber effizient. Dafür werden Sie bezahlt.


Neu 2007-09-12:

Jetzt hat Platter auch seine Terroristen:

Standard: Drei Festnahmen in Österreich nach Videodrohung gegen Wien und Berlin

Wien - Die drei mutmaßlichen Islamisten, die im Verdacht stehen, für ein Video verantwortlich zu sein, in dem Österreich mit Anschlägen bedroht worden war, dürften laut Innenminister Günther Platter (VP) einen Al-Kaida-Hintergrund gehabt haben. Festgenommen wurden zwei Männer und eine Frau am Mittwoch in einer Gemeinschaftsaktion von Wiener Polizei, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) sowie der Antiterror-Einheit "Cobra". Am Nachmittag liefen Einvernahmen der Verdächtigen.

Von der Gruppe - ein 22-Jähriger und dessen 20-jährige Frau sowie ein weiterer 26-jähriger Mann, die allesamt österreichische Staatsbürger und Muslime sind - ist "keine direkte Gefahr für Österreich ausgegangen", so Platter bei einer Pressekonferenz.

Das ist etwas Neues: "Franchise Terrorismus" - kurz gesagt, Idioten der 2. Einwanderer-Generation, sogar mit österr. Staatsbürgerschaft.

Unser Innenminister darf sich jetzt freuen. Endlich in die grosse Liga aufgestiegen. Scheint irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Man "musste" einen Erfolg gewinnen.

Mir persönlich ist es egal, was er mit den Islam-Spinnern macht, es laufen zu viele davon hier in Österreich herum.
Statt einer bombastischen Pressekonferenz nach diesem "Erfolg" könnte er tun, wofür er bezahlt wird und abschieben - inklusive Ausbürgerung!
Ob dieser "tapfere Minister" dazu den Mumm hat, das durchzusetzen?


Neu 2007-09-10:

Total-Absturz des Mohren?

Presse: Meinl European Land-Zertifikate stürzen ab

Der Kurs der Meinl European Land-Zertifikate stürzte am Montag um 7,5 Prozent ab und und liegt jetzt bei 9,11.

Der Wertverfall der "Aktie" der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) hat sich am Montag beschleunigt. Nachdem die Ratingagentur Fitch den Anleihen der MEL vorige Woche das Prädikat "Junk" verliehen hat, setzte nun die Bestätigung vom gestrigen Sonntag, dass die österreichische Aufsichtsbehörde ihre Ermittlungen in der gesamten Causa Meinl ausdehnt, die Zertifikate der in Wien börsenotierten Immo-Gesellschaft MEL am Montag abermals schwer unter Druck.

Wer noch an dieser Aktie festhält, wird möglicherweise bald einen Totalverlust verbuchen müssen.
Die Firma hat schon ein Junk-Rating, wer weiss, was noch alles herauskommt.

Hier braut sich ein riesiger Finanzskandal zusammen.


Neu 2007-09-03:

Sonderbare Praktiken der Baubranche (Leserzuschrift):

Zu ihren letzten Meinungen über unsere lieben Manager:

In der Baubranche wird es immer mehr zur allgemeinen Praxis, dass sowohl Schalung-, Bewehrungs-, Betonier,- und Maurerarbeiten (also quasi das Kerngeschäft!!) an Subfirmen vergeben werden, und gleichzeitig die eigenen Arbeitskräfte (im Sommer!!!) stempeln, in Urlaub oder ZA geschickt werden.

Es regieren nur noch die Zahlen des Quartals.

Irgendwie abgehoben, diese Manager. Dürften MBAs sein.


Neu 2007-08-30:

Spar verkauft Commercial Paper direkt (Leserzuschrift):

www.sparanlage.at

Die Website ist komplett neu und dort werden CPs an Privatanleger verkauft.
Ist das ein zeitlicher Zufall mit dem Zusammenbruch des CP-Marktes?

Sie verkaufen auch längerlaufende Anleihen über diesen Weg.
Die Frage ist: ob das die Leute vestehen (was ist CP?) und bereit sind, ihnen ihr Geld zu geben.
Die Zinsen sind ja ziemlich mickrig. Aber wenigstens ist eine rudimentäre Bilanz zu finden (im Anleiheprospekt).

Um Meinl European Land braut sich ein Skandal zusammen:

Standard: "Geheimaktien" aufgetaucht

Wien – In der Affäre um den Einkaufszentrenfinanzierer Meinl European Land (MEL) wurde am Donnerstag bekannt, dass 150 Millionen "Billigaktien" existieren, die angeblich von europäischen institutionellen Investoren gehalten, aber nicht an der Börse gehandelt werden. Für diese Aktien – so genannte "Partly Paid Shares" – wurde bisher nicht der Nennwert in Höhe von fünf Euro, sondern lediglich ein Cent pro Stück einbezahlt. Dies geht aus dem auf der MEL-Homepage veröffentlichten Geschäftsbericht vor. Dass die Meinl Bank diese halte, wurde dementiert.

Diese Aktien wurden offenbar verschenkt. An wen und wozu? An die Insider? Zum Abkassieren von Dividenden?

An Alle, die an der Wiener Börse, speziell in Immobilienaktien sind: plötzliche Kursstürze sind einzuplanen.
Hat nicht bereits Metternich gesagt: der Balkan beginnt am Rennweg (fast im Zentrum von Wien) - wenn die Wiener Börse soetwas zulässt.


Neu 2007-08-23:

Subprime überall:

Wirtschaftsblatt: Fast alle Banken sind im Subprime-Markt investiert

Nach dem WirtschaftsBlatt-Artikel über das Subprime-Engagement der Uniqa zeigt sich, dass fast alle österreichischen Banken im US-Immo-Markt engagiert sind.

Allerdings versichern alle Bankchefs, dass es sich um "homöopathische Dosen" handelt. Bei der Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) macht das Subprime-Engagement 50 Millionen Euro aus. In Kreditforderungspapiere - im Fachjargon "Asset Backed Securities" (ABS) - ist die ÖVAG mit zwei Milliarden Euro investiert.

Die Erste Bank beziffert ihr Subprime-Volumen mit zwei Millionen Euro. Nicht ganz so deutlich ist die Auskunft der BA-CA: "Wir sind über ABS-Fonds im Subprime-Bereich investiert, aber das Ausmass ist gering", beruhigt ein BA-CA-Sprecher.

Die Wiener Städtische, die Allianz und die Generali geben Entwarnung. "Wir haben keine Subprimes. Was wir nicht kennen, kaufen wir nicht", sagte ein Generali-Sprecher.

Gibt es irgendeine Finanz-Institution, wo dieser Mist nicht auftaucht? Zuerst natürlich nur in "homöopathischen Dosen", dann in Milliardenhöhe. Wann muss eine dieser Banken "gerettet" werden? Die lügen alle bis zur letzten Sekunde. Nicht besonders vertrauenserweckend.

Die "anderen" Methoden der Banken:

ORF: Zocken Banken mit dem Geld der Anleger?

Den Banken droht ein neuer Skandal, der offenbar bereits die Staatsanwaltschaft beschäftigt. Gefälschte Kundenprofile sollen aus einfachen Sparern risikofreudige Börsenspekulanten gemacht haben, berichtet die Wochenzeitung "Börsen-Kurier", die am Donnerstag erscheint.

Solche Fälle würden in jüngster Zeit vermehrt bekannt, heißt es. Auch die Sektion Konsumentenschutz im Sozialministerium wisse davon.

"Banken geben Probleme zu"
"Heimische Banken geben zu, dass es immer wieder zu Problemen mit der Dokumentation von Anlegerprofilen kommt", heißt es in dem Bericht laut "Presse".

Bei der Veranlagung privater Ersparnisse entstünden Hunderttausende Euro Schaden, wenn sie aufgrund frei erfundener Kundenprofile vorgenommen werden.

Pensionist fühlte sich geprellt
Ein Einzelfall brachte offenbar den Stein ins Rollen: Ein Pensionist soll demnach von seiner Bank fälschlicherweise als erfahrener Anleger mit hoher Risikobereitschaft eingestuft worden sein und 10.000 Euro in riskanten Spekulationsgeschäften verloren haben.
Nun sei die Staatsanwaltschaft mit dem Fall beschäftigt. Dem "Börsen-Kurier" liegt laut eigenen Angaben die Kopie einer Sachverhaltsdarstellung vor.

Delikt der Urkundenfälschung
Treffen die Anschuldigungen des Klägers zu, gilt das nach geltendem Recht als Urkundenfälschung.

Jetzt, wo die Verluste herauskommen, kommt auch heraus, dass diese ganze Doku reiner Unsinn war.
Ich habe immer auf diese Formulare geschrieben: "I am a sophisticated investor", sonst nichts.

Ja, Sophistication braucht man in diesem Dschungel, sonst bleibt man übrig.

Verkauft Cerberus Teile der Bawag (Meldung in &Oum