Informationen Deutschland 10-11/2007

Diese Seite befasst sich mit spezifisch deutschen Themen.
Diese Seite enthält Beiträge ab 1.10.2007 und bis zum 30.11.2007,
ältere Beiträge wurden hierher ausgelagert.


Neu 2007-11-30:

IKB - Rettung von "Oben"?

CNN: Merkel reportedly seeks new IKB bailout as bank again delays H1 report

Chancellor Angela Merkel is pressuring Germany's major banks to provide fresh funding to IKB Deutsche Industriebank AG, to prevent the troubled lender from falling below its minimum equity ratio threshold, Handelsblatt reported.

Die Politiker wollen nur keine Probleme sehen, egal wie viel Geld es kostet, Typisches Beispiel.

Jim Sinclair’s Commentary:
The problem is everywhere. The solution is nowhere. The spin is everywhere.

Leserkommentar zum Artikel:
Es ist einfach wirklich unglaublich, wie gelogen wird. Ich habe den CNN-Artikel über das IKB-bailout gelesen. Der Artikel spricht Bände und die Bank ist sicher tot. Aber dann behauptet - lt. Artikel - so ein IKB-Würschtel-Vorstand, dass die Aussichten der Bank ansonsten rosig sind ... Es ist wirklich unglaublich.

[19:00] Eine Primadonna über andere Primadonnen:

FTD: Steinbrück attackiert Bankmanager

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat Bankmanager angesichts der Finanzkrise scharf angegriffen. "Es gibt Bankvorstände, die der Komplexität dessen, was sie tun, nicht gewachsen sind", sagte Steinbrück in einem Interview mit der FT und der FTD

Weiter sagte Steinbrück: "Die Hochnäsigkeit der Manager, die wir mitunter gesehen haben - nach dem Motto: Wir sind cleverer als die anderen -, endete in einem Desaster."

Ob der Herr Minister mehr von der Sache versteht als die gescholtenen Bank-Manager? Wahrscheinlich nicht, denn sonst hätte "seine" BaFin die Conduit-Unfug gar nicht entstehen lassen. Es ist sicher nur ein Schuld-Wegweisung.
 

Teurer Saft:

Spiegel: 326 Stromversorger heben die Preise an

Preisschock statt Adventsstimmung: Zum Jahreswechsel will rund ein Drittel der deutschen Stromversorger die Preise anheben - zum Teil um mehr als 30 Prozent.

Ist auch eine Auswirkung der "modernen" Gaskraftwerke - Gas steigt mit dem Ölpreis. Und natürlich die Öko-Subventionsenergie.
Wird deshalb jemand mit dem Stromsparen beginnen?

 

Wenn Politiker sonst nichts zu tun haben:

Presse: Reeperbahn wird ausgenüchtert: Hamburg greift durch

Im Kampf gegen Alkoholexzesse und Müll auf dem "Kiez" will Hamburg den Straßenverkauf von Alkohol unterbinden. Videoüberwachung und Polizeikontrollen haben bisher nichts gebracht.

Von der alten Reeperbahn ist ohnehin kaum mehr etwas vorhanden. Offenbar will man den Rest jetzt für die Immobilienspekulanten "sauber" machen. Das hebt die Preise.
 

Noch eine Bank vor dem Untergang in Deutschland (Leserzuchrift):

Zeitungsbericht aus dem Göttinger Tageblatt vom 30.11.2007

Sparkasse Münden vor dem Absturz

Stützungsfall: Institut in schwerer Not / Finanzspritze notwendig
Die Sparkasse Münden ist in höchsten Nöten: Der niedersächsische Sparkassen- und Giroverband hat festgestellt, dass das Institut ohne eine mächtige Finanzspritze aus seinem Stützungsfonds nicht überleben kann.
Hann. Münden (hein). Noch im August hatte der Sparkassenverband das Mündener Institut nicht als Stützungsfall angesehen, aber erhebliche Probleme für den künftigen Geschäftsbetrieb festgestellt. Nach der Durchleuchtung durch interne Prüfer wurden allerdings auch externe Prüfungen vorgenommen. Das Ergebnis nun: Münden ist ein so genannter Stützungsfall – auch in der Erinnerung von Insidern ein in Niedersachsen unerhörter Vorgang. Der Stützungsfonds der Sparkassen muss nun die Finanzlöcher schließen. Zurzeit soll die Sparkasse noch nicht einmal in der Lage sein, Kredite zu gewähren. Sparkassenverbands-Sprecher Michael Schier bestätigte gestern Abend indirekt die gestrige Stützungsentscheidung durch den Verbandsvorstand: „Die Sparkasse genießt die volle Solidarität und die Schutzwirkungen der niedersächsischen Sparkassen-Finanzgruppe im Rahmen des bekannten Haftungsverbundes.“

Irgendwann werden sie dann reihenweise purzeln.
 

Leserzuschrift zum Artikel "Durchschnittsverdiener":

Die Rechnung, die Sie da aufgemacht haben, ist leider noch nicht ganz vollständig: Neben den indirekten Steuern zahlt man ja für Waren und Dienstleistungen auch die vom Verkäufer mit in die Preise hineinkalkulierten Lohnnebenkosten mit. Hinzu kommen Beiträge zu Berufsgenossenschaften etc. Ich denke, es ist realistisch, von den 1.700 Euro nicht nur 20% für indirekte Steuern anzusetzen, sondern zusätzlich ca. 30% für Lohnnebenkosten. Von den 3.800 Euro brutto bzw. 1.700 Euro bleiben also nur ca. 850 Euro, die der Angestellte in Waren und Dienstleistungen umsetzen kann - das ist weniger als ein Viertel! (Eine Bemerkung zu meiner Berechnung finden Sie unten unter Punkt 2.)

Für mich selbst habe ich das noch zu DM-Zeiten mal durchkalkuliert: Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass von 100 DM weniger als 25 DM übrig bleiben. Und das war noch nicht mal die Krönung: Als ich damals eine Gehaltserhöhung durchgesetzt hattee, sind mir davon nur 28% netto geblieben, und das obwohl für die Gehaltserhöhung keine Krankenversicherungs-Beiträge (da privat versichert) fällig wurden. Da der Arbeitgeber ca. 12% an Lohnnebenkosten auf die Gehaltserhöhung zu tragen hatte, sind also letztlich nur 28 von 112 = 25% von der Gehaltserhöhung bei mir angekommen. Dann habe ich mal nachgerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich dann beim Einkauf von der Gehaltserhöhung nur ca. ein Sechstel bis ein Siebtel (ca. 15%!!) in Waren und Dienstleistungen umsetzen konnte - den Rest meiner Schaffenskraft griff der Staat ab. Soviel dazu.

Erlauben Sie mir noch ein paar Bemerkungen:
1. Manchen Leuten ist anscheinend nicht klar, dass die vom Arbeitgeber zu tragenden Lohnnebenkosten auch vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden müssen. Der AG würde den AN nicht beschäftigen, wenn dessen Schaffenskraft nicht auch den Lohnnebenkosten-Anteil des AG mit erwirtschaften würde. Also ist der AG-Anteil der Lohnnebenkosten natürlich Bestandteil des "echten Brtto-Einkommens" bzw. dessen, was der AN erwirtschaftet bzw. mit seiner Schaffenskraft erreicht.
2. Zur obigen Rechnung (30% der Preise sind Lohnnebenkosten): Die Lohnnebenkosten machen formal ca. 40% des Brutto-Einkommens aus. 40 von 140 sind knapp 30%. Addiert man Beiträge zu Berufsgenossenschaften etc. hinzu, so kann man wohl von 30% ausgehen. Die Logik dahinter: Letztlich werden sämtliche Kosten - Personal und Verwaltung, Einkauf der Waren, Energie, Räumlichkeiten, Rohstoffe etc.- über ein paar Umwege irgendwann wieder zu Einkommen von Berufstätigen, so dass diese Rechnung korrekt sein dürfte. Auch wenn in Waren z.B. aus China sicherlich weniger Nebenkosten enthalten sind als in deutschen Waren, so muss man jedoch beachten, dass der größte Teil der Kosten in Europa anfallen. Die deutschen Händler bezahlen in China nur einen Bruchteil der im Laden verlangten Preise.
3. Bei der gesamten Rechnung muss man natürlich fairerweise beachten, dass die Lohnnebenkosten dem Arbeitnehmer - z.B. mit der Krankenversicherung - auch etwas bringen. Jedoch sind die staatlichen Systeme sehr ineffizient. Außerdem ändert das nichts daran, dass der Staat an dieser Stelle über die Verwendung des Einkommens entscheidet.

Übrigens: Großes Lob für Ihre Web-Seite! Machen Sie bitte weiter so. Die vielen von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen könnte ich selbst niemals zusammentragen.

Es ist also noch schlimmer - Rette sich wer kann!

[18:30] Noch eine Zuschrift dazu:

Dieses Thema interessiert mich, nicht weil ich evtl. selbst betroffen bin, allenfalls tangential, sondern weil mir seit einiger Zeit unsere sog. Rentenproblematik durch den Kopf geht. Verbunden damit kam mir ein etwas erschreckender Gedanke, der aber m.E. sehr real ist, über den jedoch noch nie irgendwo eine Diskussion geführt wurde.
Ich stellte mir folgendes Szenario vor:

Die Menschen in unserer modernen Welt werden vielfach mit 45 Jahren (Tendenz sinkend) arbeitslos und haben keine Chance zu einer Neueinstellung, entgegen aller Behauptungen der Politik. Dadurch fallen sie sehr schnell in die Kategorie der Hartz-4-Gruppe. Ihre Rentenansprüche, für die sie jahrelang eingezahlt haben, werden jedoch erst mit 65 bzw. 67, in Zukunft wahrscheinlich erst mit 70 Jahren (oder noch später?) fällig.

Wie gehen diese Leute mit dieser Situation um?

Hartz-4 ist ein sehr massiver Abstieg. Mit den daraus resultierenden Zahlungen kann kein "normales" menschenwürdiges Leben geführt werden.
Die Leute werden immobil (können sich kein Auto leisten; öffentliche Verkehrsmittel sind unzulänglich), können sich nicht am "normalen" Informationsgeschehen beteiligen (Internet fast nicht bezahlbar) und sind auch kulturell ausgegrenzt. Sie müssen ihr bisheriges Leben radikal zurückdrehen. D.h. aber nicht, daß sie vorher über Gebühr ihre Bedürfnisse ausgelebt haben, sondern vielfach ein ganz normales bürgerliches Dasein pflegten.

Dieses Szenario im Hinterkopf, habe ich mir schon seit geraumer Zeit die Todesanzeigen in der Esslinger Zeitung angesehen. Und siehe da, es zeigte sich für mich ein erwartetes Bild:

Immermehr Leute im mittleren Alter (40-65) sterben plötzlich und vollkommen unerwartet. Manchmal gibt es dabei Schwankungen. Aber im Großen und Ganzen erscheint mir die Tendenz eindeutig zu sein.

Interessante Beobachtung. Offiziell tut man alles, um jedes Leben unendlich zu erhalten, egal, wieviel es kostet. Offenbar sinkt die Lebenserwartung schon.



Neu 2007-11-29:

Unten nichts, oben viel - oder Arbeit rentiert sich nicht mehr:

Spiegel: Arbeitnehmern droht Lohn-Minus, Köhler geißelt Maßlosigkeit der Manager

Teure Lebensmittel, höhere Mehrwertsteuer, geringere Lohnerhöhung: Trotz der eigentlich starken Konjunktur müssen deutsche Arbeitnehmer in diesem Jahr mit einem Reallohnverlust rechnen - vom Geld bleibt weniger übrig.

Dramatischer Appell des Bundespräsidenten an Deutschlands Führungskräfte: Horst Köhler erklärt, die immensen Einkommensunterschiede zwischen Managern und Normalverdienern gefährdeten den sozialen Frieden im Land.

Anders ausgedrückt: wer über das Geld entscheidet, leitet es zuerst in die eigene Tasche. Das sind die CEOs.
Dann kommt der gefrässige Räuber Staat mit seinen Extrem-Steuern und der Inflation.

Man darf sich nicht wundern, dass bei dieser hohen Arbeitslosigkeit die Leute auch mit wenig zufrieden sind - noch. 88% aller Deutschen ziehen einen sicheren Arbeitsplatz einem hohem Einkommen vor - der Schulden sei Dank.
 

Neues zur IKB - 10 Mrd. Schaden:

FAZ: IKB vor Wertpapier-Zwangsverkäufen
Handelsblatt: "Es brennt lichterloh" , IKB wird zum Fass ohne Boden

Die Schreckensmeldungen über die Mittelstandsbank IKB sind womöglich noch nicht zu Ende. „Wir haben ein großes Problem bei Rhineland Funding. Dies führt zu zusätzlichen möglichen Verlusten für die KfW“, sagte deren Vorstandssprecherin, Ingrid Matthäus-Maier, auf einer Veranstaltung der staatseigenen Förderbank am Dienstagabend.

Die KfW hatte am Dienstag mitgeteilt, sie müsse die Risikovorsorge für ihre Beteiligung an der IKB um 2,3 Milliarden auf 4,8 Milliarden Euro erhöhen. Das Verlustrisiko wird nun auf insgesamt 6,1 Milliarden Euro geschätzt. Entgegen bisheriger Beteuerungen sind jetzt offenbar Zwangsverkäufe von Rhineland-Wertpapieren notwendig geworden. „Die ersten Trigger-Brüche sind da“, heißt es. Damit ist das Erreichen von Auslöseschwellen gemeint, an denen automatisch Wertpapiere mit Kursverlust verkauft werden müssen.

Wie tief das Loch noch werden kann – Vermutungen aus Finanzkreisen reichen bis zu 9,5 Milliarden Euro – und welche weiteren Schritte einzuleiten sind, darüber finden derzeit fast täglich Gespräche mit Banken und Politik statt....

Die wegen ihres Engagements am US-Hypothekenmarkt in Schieflage geratene Industriebank IKB verschiebt die für Freitag geplante Veröffentlichung ihrer Halbjahreszahlen. Es müssten noch bilanzielle Änderungen vorgenommen werden, hieß es. Händler zeigten sich wenig überrascht: Der Zustand des Instituts sei ein Desaster – die Frage sei nicht mehr, ob die Bank am Ende ist, sondern nur noch, wie sie zu Grabe getragen werde.

Jetzt müssen sie offenbar verkaufen, und niemand kennt sich bei diesen Sachen wirklich aus.
Diese Bank macht es nicht mehr lange. Wann holt man endlich den Totengräber, diese Leiche stinkt richtig.

IKB war die 1. Bank die mit Conduits gestolpert ist. So wir dort sieht wahrscheinlich überall aus.
 

Die nächste Banken-Beichte - LBBW:

MSN: LBBW droht wegen Finanzkrise Belastung von 800 Millionen Euro
Spiegel: LBBW droht Verlust von 800 Millionen Euro

Die Folgen der US-Hypothekenkrise drohen mit der Landesbank Baden-Württemberg eine weitere große deutsche Bank erheblich zu treffen. Auf die größte Landesbank Deutschlands könnten durch die Finanzkrise Belastungen von mindestens 800 Millionen Euro zukommen, berichtet die «Financial Times Deutschland». Rund die Hälfte davon sei durch Engagements der LBBW-Tochter Landesbank Rheinland-Pfalz entstanden. Die Kreditkrise hatte neben der Sachsen LB auch die Mittelstandsbank IKB in eine tiefe Krise gerissen.

Wenn man als "halbmarode" Bank einige "ganzmarode" Banken sich anhängt, was kommt da raus?
Die 800 Mill. sind sicher noch nicht die ganze Wahrheit oder die ganze "Beichte".
 

[16:30] Die soziale Realität:

Spiegel: Arme Kinder, reiches Land
Handelsblatt: Kinderarmut - ein sehr deutsches Phänomen

Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. SPIEGEL ONLINE hat sechs getroffen: Wie meistern sie die Nöte ihres Alltags - und was erwarten sie vom Leben?

Hinzu kommt für arme Kinder oft, dass familiäre Strukturen oft fehlen: Die Frau hat viele Kinder von vielen Männern - und die verabschieden sich häufig schnell von der Familie. Unterhalt zahle kaum ein Mann, sagt Wolfgang Büscher vom Berliner Kinder- und Jugendhilfswerk "Arche".

Der 2. Absatz ist interessant: eine Sozialhilfe-Kultur wie in den USA ist entstanden. Wie hat doch eine Leserin heute geschrieben:
Wenn man der Menschheit das Handy und den Fernseher wegnehmen würde, stünden garantiert 80 % mit der Keule auf der Straße.

Kein Wunder, wenn man sich ansieht, was als Realeinkommen übrigbleibt: Durchschnittsverdiener

Dafür doktern die Politiker an Details von ihrem kaputten System herum: Koalition stoppt Zwangsrente für Langzeitarbeitslose

Erst der Staatsbankrott wird das System "reformieren" können.


Neu 2007-11-28:

Hallo "Experten", das habt ihr Euch nicht gedacht:

Spiegel: Inflation verdirbt Deutschen die Kauflaune

Ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft! Die zuletzt stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel lassen die Deutschen knausern. Das von der GfK ermittelte Konsumklima hat sich überraschend deutlich eingetrübt.

Da reden und schreiben "Experten", die jeweils über €100'000 im Jahr verdienen vom Auschwung. Und dann kommt eine "gefühlte Inflation" daher, die alle Prognosen umwirft. Warum: weil diese "gefühlte Inflation" reale Preissteigerungen sind und das Einkommen der "Normalbürger" auffressen.

Ein Studium diverser Wirtschaftskrisen und Hyperinflationen durch diese "Experten" wäre angebracht. Noch besser eine Einkommens-Absenkung auf den Durchschnitt.
 

Neuer Hartz-IV Irrsinn am Wohnungsmarkt:

Welt: Hartz IV verwirrt den Wohnungsmarkt

Durch die Hartz-IV-Regelung drohen Verwerfungen am Wohnungsmarkt. Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Danach erwarten die Gesellschaften in den nächsten Jahren einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen - die jedoch oft nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind.

Die Arbeitsmarktreform "setzt Fehlanreize", schreibt der GdW in seinem "Wohnungsbarometer". Weil Beschäftigte in finanzielle Mithaftung für erwerbslose Lebenspartner genommen werden, wenn beide zusammenwohnen, würden die arbeitslosen Partner meist eigene Wohnungen anmieten. Durch die geltenden Regelungen "mag von manchem Paar das Leben in getrennten Haushalten leichter zu meistern sein", so der GdW. Auch unverheiratete Paare, bei denen beide erwerbslos sind, stehen finanziell meist besser da, wenn sie getrennt leben.

Was hier passiert ist völlig widernatürlich. natürlich ist eine etwas grössere Wohnung mit mehreren Personen drinnen real von den Kosten günstiger, als mehrere Single-Kleinwohnungen. Aber diese "Mithaftung" erzwingt das Widernatürliche.

Wer hier jetzt gross investiert und solche Kleinwohnungen anbietet, kann in den nächsten Jahren, wenn die "Realität durchkommt", eine böse überraschung erleben.

Zukünftige Hartz-IV Klientel:

Kann eine Plichtversicherung überleben?

Handelsblatt: Selbstständigen droht Armut im Alter

Anders als Arbeiter oder Angestellte müssen die meisten Freiberufler selbst für den Ruhestand vorsorgen. Doch immer weniger nehmen diese Aufgabe ernst. Vielen Selbstständigen droht im Alter der finanzielle Absturz auf das Sozialhilfeniveau, besonders Kleinst-Unternehmern ohne Angestellte. Ist eine Ausweitung der Versicherungspflicht die Lösung?

Kein derzeitiges Altersversorungssystem wird den "Kondratieff-Winter" ungschoren überstehen. Weder die privaten auf Riester-Renten oder Immobilien aufbauenden Systeme noch die staatlichen Umverteilungssysteme. Dort bleibt vielleicht eine "Volksrente" von etwa €80/mo wie in Bulgarien übrig.

Die einzige reale Chance etwas zu retten ist "Sophisticated Investor" zu werden und die Sache wie das Kapital selbst in die Hand zu nehmen. Hartgeld.com hilft dabei.

Eine Ausdehnung solcher heutigen Systeme auf die Selbständigen ist daher Unsinn und verlorenes Geld.
 

Preise bei Krankenversicherung bereits wie in den USA (Leserzuchrift):

Gestern erhielt ich ein Schreiben von meiner (privaten) Krankenversicherung, das die Beiträge "angepasst" werden.
Das war mir bekannt und ich rechnete mit 10%, max 15% was schon eine absolute Frechheit bedeuten würde.

Als ich dann die Steigerung sah wurde ich richtig sauer: 23,6 % mehr ab 01.Januar 2008 !!!
Das ist also die wahre Inflationsrate dieses Jahr.

Da ich die Krankenversicherung nicht in Anspruch nehme, sondern nur für Notfälle im Rückhalt haben möchte suche ich nun eine günstigere aber wahrscheinlich sind alle solche Abzocker.

Vielleicht haben Sie eine Lösung, Austreten aus dem System geht ja ab 2009 auch nicht mehr.

Ganz schöne Inflation! wie bereits in den USA seit einigen Jahren.

Ich bin kein Experte für deutsche Krankenversicherungen, kann daher leider nichts dazusagen.

[17:30] Leserzuschrift dazu:

Auf Ihrer Seite beklagte jemand die dramatische Steigerung von 23 % bei seiner KV und suchte nach Alternative. Es gibt sie. Die Artabana (siehe www.artanbana.ch). Das ist eine Unterstützungsvereinigung, die bald den Status einer Unterstützungskasse in Deutschland erhält. Dort zahlt man nach Selbsteinschätzung und mit 150 Euro bist du dabei! Diese Zwangsabgabe an das Pharmakartell ist mit allen Mitteln zu bekämpfen. Es gibt Wege, dank Artabana.
 

[17:30] Derivateninvestments in Deutschland:

IHT: Small-scale investors in Germany seek security in derivatives

FRANKFURT: At a recent meeting of his local investment club in the southern German city of Augsburg, Otto Stauner was surprised to discover that about a third of the members present had bought into something most barely understood: derivatives.

....Bankers were trying to figure out how to hold on to leery customers who, in Bellet's phrasing, did not want to hear the words "stock" or "mutual fund."

Eventually, they hit on derivatives......This fact more than any other, according to people on both sides of the issue, accounts for why Germany is such a hotbed of retail derivative investment.

"The Germans want to get into profitable things, but they don't want risks," said Jürgen Kurz, spokesman for DSW, a shareholder rights group.
"So they are attracted to things like certificates."....

Wenn man diese Papiere Derivate nennen würde anstatt Zertifikate (das sind aber Derivate), dann würden sie sicher nicht so eifrig gekauft.
Wichtig: wenn die ausstellende Bank untergeht, wird dieses Zerififikat/Derivat wertlos.


Neu 2007-11-27:

Neue Verzögerungs-Tricks der Banken (Leserzuschrift):

Da sich die Zuschriften zu Verzögerungen bei der Wertstellung der Schecks usw. häufen habe ich vielleicht einen interessanten Beitrag zur Veröffentlichung.

Ich bin seit Jahren im Automobilverkauf selbständig. Finanzierungen u. Leasing mache ich zwar noch selten, da bei uns auf dem Land noch viel bürgerlich bar erledigt
wird, nach dem Motto ich kaufe nur was ich mir leisten kann, aber hin und wieder muß ich auch Fahrzeuge finanzieren. Die Kunden werden dann an die Readybank in Berlin (vormals ABC Privatkundenbank) vermittelt. Zur Info: Die Readybank wurde an die West LB verkauft. Deren Vorstand ist nun gegangen worden mit einer Abfindung in hoher zweistelliger Millionenhöhe, nachdem er letztes Jahr 200 und vor kurzem 800 Millionen abzuschreiben hatte.

Nun aber zu den Fakten. Nachdem alle Unterlagen wie Kreditvertrag, KFZ-Brief, Selbstauskunft usw. an die Bank geschickt werden, dauerte es max. 2 Tage bis der Finanzierungsbetrag auf meinem Konto gutgeschrieben wurde. Seit Juni/Juli diesen Jahres aber verzögern sich immer öfter die Auszahlungen um 1-2 Wochen !!!! Bei Nachfragen wird mitgeteilt, daß noch die Personalausweiskopie fehlt, die ich aber zu 100% immer mitschicke. Dann fehlt die Selbstauskunft usw. Also immer neue Ausreden. Ich denke daß hier auch das Pulver (Geld) knapp wird.

Das wird wirklich das Geld knapp, kein Wunder bei den WestLB-Verlusten. Und wieder die üblichen Tricks, die weltweit angewendet werden.
Früher sind sie offenbar sofort gesprungen, wenn ein zinsenzahlender Kreditkunde nahte, jetzt dominiert der Sebstschutz.
Sie sind also nicht mehr "Ready".
 

[18:30] Wann geht die KfW hoch?

Spiegel: KfW erhöht Risikovorsorge um 2,3 Milliarden Euro

Die Krise der Mittelstandsbank IKB kommt die KfW teuer zu stehen: Die staatliche Förderbank hat ihre Risikovorsorge um 2,3 Milliarden auf 4,8 Milliarden Euro erhöht. Die Krise scheint für den größten IKB-Anteilseigner damit aber immer noch nicht ausgestanden zu sein.

Die KfW ist die "Bailout-Bank" Deutschlands. Dort sind vermutlich alle Risiken und Verluste im Land konzentriert.
Irgendwann gehen sie sicher hoch.


Neu 2007-11-26:

Weihnachtseinkäufe auf Kredit:

Sozialbetrug: Weihnachtseinkäufe in Dortmund

Ich war Gestern in der Stadt, diese war rappevoll und die Leute hatten alle volle Einkaufstüten. Ich wunderte mich und ging der Sache auf den Grund. Block raus, Montagsdemo Dortmund Binde an den Arm und fing eine Befragung an.

150 Leute habe ich befragt:

Sie haben viel gekauft, wie können Sie sich das leisten ?

80 % haben die Sachen auf Kredit gekauft,
11 % haben Ihr Konto überzogen, auch wenn nur leicht,
4 % haben das ganze Jahr gespart
2 % sagten ganz deutlich, das Sie in der glücklichen Lage seien das es Ihnen gut gehe und keine Probleme haben
3 % machten keine Angaben.

Falls das so stimmt, ist die Situation nicht mehr sehr verschieden zu Spanien oder anderen Hochschuld-Ländern.

Weiterer Kommentar daraus: Immer schön mithalten, koste es was es wolle. Schließlich will man auch dem Nachbarn zeigen wer man ist.
 

Leserzuschrift zu "Aufschwung Deutschland":

http://www.globus-baumarkt.de/werbefaltblatt/faltblattuebersicht.php?markt=BP

Verkaufsoffener Sonntag vor Weihnachten! 20% Rabatt auf alles!

Baummärkte scheinen auch eher diskretionäre Ausgaben zu befriedigen, die man nicht unbedingt braucht.
 

[21:30] Böse Bank - Leserzuschrift:

in einer Ihrer Leserzuschriften wurde über verzögerte Auszahlung von Schecks berichtet.

Dazu passt auch meine jüngste Erfahrung mit einer Sparkasse.

Wegen schlechtem Kundenservice kündigte ich mein Konto zum 01.12.07. Restguthaben sollte spätestens 3 Bankarbeitstage danach auf meinem Konto bei einer Konkurrenzbank eingehen.

Ihren Ratschlägen folgend, nicht nur auf Giralgeld zu setzen, sondern einen gewissen Barbestand aufrecht zu erhalten, wollte ich vorab Teile meines Guthabens über den Bankautomaten abheben. Folge: Vorzeitiger (widerrechtlicher) Einzug der Karte.

Auf meine Beschwerde hin gab es das allgemeine Blabla von wegen "Fehler einer Mitarbeiterin - kümmern uns drum". Erst auf hartnäckiges nerven der Mitarbeiter hin wurde die einziehende Bank angewiesen, die Karte wieder auszuhändigen. Mein erster Gang galt dem Geldautomaten. Und siehe da, der Verfügungsrahmen war auf einmal halbiert worden.

Nun gut, immerhin kriege ich noch Geld von der Bank aus dem Automaten, aber verwundert bin ich schon. Das Konto ist um ein Vielfaches des Verfügungsrahmens gedeckt, es gibt also keinen Grund den Rahmen zu halbieren.

Nebenbei bemerkt: Die Karte verfügt über eine GeldKarte-Funktion (Bargeld on Chip). Das ziehen die mir dabei gleich mit aus der Tasche. Das muss man sich mal geben: Die ziehen mir widerrechtlich meine Bankkarte nebst meinem Bargeld ein. Mein Eigentum. Ich nenne das Unterschlagung und finde das kriminell.

In diesem Sinne: Bargeld runter von der Geldkarte! Man weiss nie, ob's nicht eingezogen wird. (10 EUR für den Parkautomaten sind wohl noch OK, mehr sollte man aber nicht darauf abspeichern - tue ich auch nicht, aber mir geht's um's Prinzip!)

Jetzt habe ich erstmal Schadenersatz nebst Zinsen für die drei Tage ohne Verfügungsgewalt über mein Konto gefordert. Fair ist fair. Wenn die mir 17% für einen ungenehmigten Dispo berechnen (mir natürlich nie passiert da grundsätzlich schuldenfrei), kann ich das auch für ungenehmigtes Sperren meines Kontozugriffs. Mal sehen ob's klappt.

Ansonsten danke für die informative Webseite. Ich muss auch den Erfahrungen Ihrer Leser beipflichten, dass der Prophet im eignen Lande nichts gilt. Man ist nur ein pessimistischer Spinner für die Systemanbeter. Also halte ich es jetzt mehr getreu Weck: Schnauze halten.

Rat: nach Spanien wechseln. Dort verbiegen sich die Banken vor den Kunden - weil sie Geld brauchen. Die Bank-Unsicherheit dürfte ähnlich sein. Deshalb:

[22:00] Eigene Kreditkrisen der deutschen Banken:

Spiegel: Finanzaufsicht warnt vor Kreditkrise in Deutschland

Banker reden die Kreditrisiken in Europa bisher klein - doch jetzt warnt die Finanzaufsicht: Auch deutschen Instituten drohen große Ausfälle bei Verbraucherkrediten. Wirtschaftsminister Glos erklärt düster: Keiner wisse, welche Folgen die Krise noch haben werde.

Man muss gar nicht nach Spanien oder in die USA gehen, die Krise gibt es auch vor der Haustüre:

PS: neue Meldungen besagen, dass die IBK jetzt endgültig kippen soll.


Neu 2007-11-25:

Leserzuschrift zur Hartz-IV Diskussion von Gestern - jemand der "Einblick" hat:

Ich habe lange überlegt, ob Ich mich zu Ihrem Artikel äußern soll, aber ich finde, das man Ihre Behauptungen so nicht stehen lassen kann. Sicher haben Sie recht, das Handwerklich geschickte Hartz 4 Empfänger in die Schwarzarbeit gehen und natürlich kann man so gutes Geld verdienen. Wenn ich von mir ausgehe, habe ich als Fernsehtechniker jetzt schon die Möglichkeit dazu zu verdienen und sollte mich irgendwann mal das Hartz 4 Los treffen, sehe ich kein Problem für mich über die Runden zu kommen.
Ihr Artikel ist allerdings viel zu allgemein gehalten. Sie können nicht einfach Alle über einen Kamm scheren. Viele Leute haben einfach nicht die Möglichkeit "sich vom System abzukoppeln" und "schwarz" klar zu kommen, sei es aus Ungeschicklichkeit oder einfach persönlichem Unvermögen. Als Kundendiensmensch sehe ich jeden Tag in die Haushalte und spreche mit den Leuten und viele müssen wirklich mit dem auskommen, was die Stütze hergibt und bekomen NICHTS dazu.Man kann also unmöglich behaupten, das alle ALG2-Hartz4 Empfänger im Luxus auf kosten des Staates leben. Der Mensch mit der 200 Euro Tierarztrechnung und dem 5ér BMW auf Hartz4 Basis ist die absolute Ausname.

Hartgeld.com ist eine Investor-Website, keine Sozial-Website. Daher sind solche Beiträge auch deshalb interessant, weil sie Einblick in die Realität bieten.

[14:00] Zuschrift zu Hartz-IV - 2 Seiten:

Ich wollte Ihnen lediglich aufzeigen, dass der BRD-Sozialismus auf allen Seiten nur Nachteile schafft und deshalb einseitige Kritik nicht mehr funktioniert, vielmehr muss das ganze System, nein nicht "reformiert", sondern weg und völlig neu errichtet werden.

Ich habe folgende Theorie zu "Hartz4" und den Folgen:
Unser System der Sozialleistungen und die ganze Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik überhaupt bringt vor allem zwei Typen von Menschen hervor:
Die einen sind grundsätzlich schlau und wissen, wie man am besten zu Geld kommt. Die kommen als "Hartzer" sehr gut über die Runden, weil sie alle staatlichen Quellen genau kennen und wissen wie man sich was dazuverdient, wo man spart usw.. Gäbe es keine Stütze würden sich diese Menschen auch im freien Markt gut durchschlagen, aber da sie mit ALG2 ohne Arbeit teilweise besser auskommen als jemand der Arbeit hat haben sie beschlossen eben nicht mehr zu arbeiten.
Diese Menschen und ihr Verhalten ziehen natürlich den Zorn vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmer und "fleißiger" Arbeiter auf sich, welche in ihnen Faulenzer und Schmarotzer sehen. Grundsätzlich berechtigte Kritik, aber nicht ganz richtig. Diese Menschen sind nämlich meistens nicht faul, sie passen sich nur rücksichtslos dem System an um für sich selbst den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Die zweite Gruppe ist dagegen für das Phänomen "Armut" verantwortlich. Sie sind eben nicht so gewieft und nutzen daher nicht alle staatlichen und sonstigen Möglichkeiten aus, um Geld zu bekommen. Gleichzeitig sind sie auch eher weniger arbeitsam und lassen sich nur durch Zwang dazu bewegen sich selbst zu versorgen. Wohlgemerkt nicht durch staatlichen Zwang, vielmehr durch den des freien Marktes - mal ganz unabhängig davon, dass es aus systemimmanenten Gründen tatsächlich nicht genügend Arbeit für sie gibt.
Ohne den Druck begnügen sie sich jedoch mit dem staatlichen Almosen und werden in ihrer Tendenz, sich um nichts zu kümmern noch bestätigt. Das sind die Menschen, denen man 1.000 € geben könnte und die trotzdem noch "arm" wären, weil sie mit Geld nicht umgehen können. Das sind auch diejenigen die im Extremfall zwei Köter oder die neueste Unterhaltungselektronik haben, aber ihre Kinder verwahrlosen oder gar verhungern lassen. Leider geben sie ihre Lebensunfähigkeit in Freiheit auch noch an ihre Kinder weiter, denen man dann gar keinen Vorwurf mehr machen kann.
Diese müssen dann für die Kritik von links herhalten, es sei zuwenig Geld für sie da, während sie in Wirklichkeit als Menschen durch dieses System am meisten geschädigt werden.

Natürlich gibt es noch viel "dazwischen", aber das sind die zwei prägenden Entwicklungstendenzen, die sich immer mehr verstärken und die Ursache für die auf den ersten Blick so unvereinbare Kritik von zwei Seiten bilden.

So ist es, das System ist nicht mehr reformierbar, man kann es nur zusammenbrechen lassen und etwas neues aufbauen.

[16:30] Zuschrift eines Unternehmer und Investors zu Hartz-IV:

Hallo Herr Eichelburg, wer heute als Kleinunternehmer kein Hartz 4 bezieht, um damit seine Vorräte aufzustocken, dem ist nicht zu helfen ! Des System ist so fertig, das eine Selbstbedienung nur gerecht ist! Jeder Politiker und Manager tut das auch.

Das „Hartz Gesetz“ sagt sinngemäß: Wer bedürftig ist, bekommt geholfen. Wie wird man bedürftig? Ganz einfach: Buchhalterische Armut = Bedürftigkeit! Rückstellungen verursachen Verlust.

Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit Reserven buchhalterisch zurückzustellen. (Bis 40.000 €. ) Das „Steuergesetz“ sagt aber nicht, in welcher Form. Kauft man z.B. Edelmetalle in physischer Form ohne die Vorsteuer zu ziehen, kann man selbige in den nächsten Jahren zum Einstandspreis wieder herausholen. Das kann man dann tun, wenn die Ertragslage mal schlecht ist. Danach gehört es nicht mehr der Firma, sondern der Privatperson. Das es dann „nicht mehr da ist“, geht niemand was an, weil privat. Sollte uns zu denken geben.

Wer weiß schon was in 4 Jahren ist? Vielleicht interessiert es dann gar niemand mehr.

Haben Sie es gemerkt? Ein Zubrot! Über Buchhaltungstricks herstellbar. Die sehen sich sicher nur den Steuerbescheid an. Man muss die Gesetze kennen!

[16:30] Alleinstehende Mütter in Hartz-IV (radikal gekürzte Zuschrift):

In der Tat kenne ich aus meinem Bekanntenkreis (wie viele Hartz-IV-Empfänger kennen Sie persönlich oder ist das Bild, das Sie von ihnen haben nur durch Medienpropaganda beeinflusst?) mindestens 4 Fälle, die, wenn sie die Zeitung veröffentlichen würde, das genaue Gegenteil dessen aufzeigen würde, was die "Welt" behauptet. Allerdings würde die "Welt" diese Fälle nie berichten, weil das nicht im Sinne des Hauses Springer wäre. Durch die Auswahl der Beispiele, kann man ja sehr viel verzerren. Ein Fall betrifft einen Mann, der 30 Jahre lang gearbeitet hat (in der Zeit auch Steuern und Abgaben bezahlt hat), dann arbeitslos wurde, aufgrund seines Alters nichts findet (unzählige erfolglose Bewerbungen, die meisten Firmen halten es nicht einmal für nötig, die Unterlagen zurückzuschicken) und jetzt mit 347 Euro auskommen muss. Sie sagen, da käme noch was dabei: Ja, die Wohnung, sonst nichts! Dass man von 347 Euro nicht eine Miete von 400 Euro bezahlen kann, dürfte klar sein - oder? Ein anderer Fall betrifft eine alleinerziehende Mutter, die vorher mit Zeitverträgen gearbeitet hat. Dadurch fiel sie nicht unter den Mutterschutz und der Zeitvertrag wurde nicht verlängert. Das Geld langt hinten und vorne nicht. Also nichts mit "Luxus". Es gäbe ja einen einfachen Weg, herauszufinden, wer evtl. nicht arbeiten will - genügend Arbeitsplätze für alle. Aber die gibt es nicht! Ist das die Schuld dieser Leute? Ich will nicht ausschließen, dass es Missbrauch gibt (kein von Menschen geschaffenes System ist fehlerfrei, weil die Menschen nicht fehlerfrei sind), aber nach meiner Erfahrung überwiegen Fälle, wie ich Sie geschildert habe.

Merke: in jeder Krise trifft es alleinstehende Mütter am Schlimmsten. Kaum Einkommen und Zeit, hohe Ausgaben.

Auch wenn es derzeit niemand hören will: die Leute werden wieder zusammenziehen müssen - aus finanziellen Gründen!
PS: ich könnte noch etwas Böseres schreiben, aber das wage ich derzeit noch nicht. Sonst gibt es einen neuen Aufstand.

PPS: schon gemerkt aus allen diesen Zuschriften? "offizielle" Arbeit rentiert sich nicht mehr!

Noch einmal Hartz-IV auf Tier-Abwegen:

Bild: Aber die Hunde sind wohlgenährt!

Unbegreiflich: Während Lea-Sophie eines langsamen Hungertodes starb – völlig von der Außenwelt abgeschottet – verhätschelten die Hartz-IV-Eltern in ihrer Vierzimmerwohnung einen halben Haustier-Zoo! Nicole G. und Vater Stefan T. hielten mehrere Katzen, ein Aquarium mit Molchen, zwei
Mischlingshunde.

Alle Tiere kamen mittlerweile ins Tierheim. Ein Pfleger: „Mangelerscheinungen? Nein!“ Ganz im Gegenteil. Das Paar soll die Hunde sogar die Treppen hochgetragen haben, da sie zu träge waren, selbst zu laufen.

Leserkommentar dazu:

welch unmenschliche Formen die derzeitige, total verbloedete und gehirngewaschene "Gesellschaft" (vor allem im sogenannten "Westen") annehmen kann, sieht man an dem voellig sinnlosen Tod der kleinen Lea-Sophia.

Aber deren Eltern sind doch sooo gute Menschen, die sich um die "schwaechsten Glieder in unserer Gesellschaft" ruehrend kuemmern - und sogar bis zum Uebergewicht gemaestet haben (siehe Artikel). Das kleine fuenfjaehrige Maedchen ist wohl - bereits auf sieben Kilo abgemagert - verhungert und verdurstet, waehrend die Eltern (wahrscheinlich Ehrenmitglieder im Tierschutzbund) in diversen Internet-Tierschutzforen rege ihre Tierliebe diskutiert haben. Deren Haustiere waren ja wohlauf und wurden sogar die Treppe hinaufgetragen, waehrend die unterernaehrte kleine Lea-Sophia hinaufgeschleift wurde. Sorry, aber militante Tierschuetzer, die das Leben eines Haustieres ueber das Leben eines Menschen stellen, sind fuer mich als geistig krank und gefaehrlich einzustufen.

Ist offenbar alles nur eine Frage der Prioritäten. Um einen ganzen Hundezoo bis zur Unbeweglichkeit zu mästen, reichte offenbar Hartz-IV, für das eigene Kind nicht mehr.

Jetzt gibt es bei mir jedenfalls ein Steak zum Essen, auch wenn mich die Tierschützer und Veganer dafür gerne kreuzigen würden.

[14:00], das Steak hat geschmeckt, jetzt weitere Zuschriften dieser Art:

Leserzuschrift (AT) - Hunde zahlen auch Pensionen ?

Bravo. Ihre Kommentare sind köstlich.
Das aktuelle Thema Hartz-IV / Hundehaltung zeigt die Dekadenz unserer Gesellschaft.
Dazu möchte ich Folgendes sagen:

Ich wünsche allen Hunde- und Haustierfreunden, welche es ablehnen, sich mit Kindererziehung zu "belasten", dass einst, wenn die Tierfreunde mal alt sind, diese treuen Haustiere auch die Pension der Tierhalter zahlen können, dass der Hund dann täglich arbeitet, um das Überleben der "Gemeinschaft" zu sichern.

Wer heute aus Dekadenz, Selbstsucht und Aufwandsverweigerung keine Kinder in die Welt setzt,
(Ich spreche nicht von Jenen, die den Familienstand aus anderen Gründen nicht erreichen) wird im Armenhaus landen und nicht jeden Tag so reichlich speisen können, wie heute die Hunde, die, wie man liest, auch auf Kosten der "Öffentlichen Hand"
durchgefüttert werden.

Eine Gesellschaft mit viel zu wenigen Kindern wird die Aufgaben der Altenversorgung nicht mehr wahrnehmen können.
Das Leben ist ein Kreislauf, ohne Kinder funktioniert er nicht.
Ein fremdes, eingewandertes Volk wird "unbrauchbare" dekadente Alte auch nicht ernähren wollen. Schreckgespenst Euthanasie in Sicht ?

Der militante Tierfreund, der Ihnen droht, wird im Alter eventuell Hundefleisch fressen müssen, Hunger wird er in unserer Wohlstands-Versorgungsgesellschaft noch nicht kennen gelernt haben. Hundeesser gibt es heutzutage nur in "Entwicklungsländern".

Wer die Wahrheit sagt, schafft sich Feinde unter den Feiglingen und den Mächtigen.
Nur weiter so, Ihre Seiten haben echten Informationswert !

Noch eine Zuschrift (DE) mit ähnlicher Argumentation:

Nachdem Sie aufgrund ihrer Äußerungen zum Tierschutz bei einigen Lesern in die Kritik geraten sind, möchte auch ich mich kurz dazu äußern.

Ich mag Tiere aber ich bin schon seit längerem entsetzt, welchen geringen Stellenwert Kinder und Ungeborene in unserem Land haben. Meiner Meinung nach liegt der Ursprung für die Werteveränderung in den 68-ern.

Wenn ich mir unsere Entwicklung ansehe, wie mit den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft umgegangen wird, kann ich nur sagen, daß unser Land in den Eimer fährt.

Die "Entmenschlichung" unserer schwächsten Mitglieder ist meiner Meinung nach nur ein weiterer Baustein in einem großen Plan, an dessen Ende die hemmungslose Vergötterung von Wissenschaft und Technik, eine religionsähnliche Doktrin und eine neue Weltordnung mit vorgegebenen Werten - die zuerst in den Köpfen beginnt - steht.

Unsere künftige Generation, die unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit eingehend im wirtschaftlichen Sinne auch unsere Altersrente sichert, sollte stets vor Tieren / Tierschutz Priorität haben. Ansonsten können diejenigen, die Tierschutz vor Menschenschutz stellen, gerne von der Rente leben, die einmal "Fifi" und "Waldi" für sie erwirtschaften.

Selbstsucht - das ist das richtige Wort.
Apropos Hundefleisch: gibt es in China im Restaurant, ist als Delikatesse für dortige Verhältnisse recht teuer - 80 Yuan = €8.

 

Warten..... bei der Bank (Leserzuschrift):

Lieber Herr Eichelburg, ein Freund von mir wollte letzte Woche einen Scheck über 12.000 Euro bei seiner Bank in Frankfurt einreichen: Wird prompt erledigt, die Gutschrift kann allerdings neuerdings bis zu 6 ! Wochen dauern. Na Prost Mahlzeit ! 

Da wird das gleiche Spiel wie in den USA getrieben. Man verzögert Auszahlungen/Gutschriften.
 

[18:30] Noch mehr Merkwürdigkeiten bei Consors (Leserzuschrift):

Sehr merkwürdig:
Der Aktienbroker Consors hat meinen verfügbaren Effektenkredit mächtig auf ca. 20 % des Depotvolumen zurückgeschraubt. Mir macht das nichts aus, da ich den Kredit nicht genutzt habe. Aber wie sieht es für die Tausend anderen aus.
Nix mehr mit Aktien auf Pump.Wohlgemerkt das Depot hat sich seit 2 Jahren nicht verändert.

Margin wird abgedreht - weil sie selbst Geld brauchen?

Ich würde mir darüber keine Gedanken machen, sondern nachfragen, ob es Abhebelimits bei Cash-Rserven gibt.


Neu 2007-11-24:

Gourmet-Essen, Riesen-Hund, 5er BMW - alles mit Hartz-IV möglich:

Welt: Wie Hartz-IV-Empfänger in Deutschland überleben

Millionen Menschen müssen mit Hartz IV – 347 Euro im Monat plus Transferleistungen – klarkommen. WELT ONLINE hat zwei Hartz-IV-Empfänger begleitet. Der eine isst nur einmal die Woche warm. Der andere pflegt trotz Geldmangels einen alternativen Lebensstil. Und beide arbeiten schwarz.

Außerdem kauft er sein Fleisch lieber beim Metzger ein als im Discounter und das Gemüse auf dem Markt. Und morgens will er Fair-trade-Kaffee trinken. „Das ist mir wichtig“, sagt er. „Und das geht ins Geld.“

Thomas Damm hat zwar kein Kind, für das er Geld ausgeben könnte, aber einen Hund, einen dreijährigen Labrador. 50 Euro zahlt Damm jeden Monat für Hundefutter. „Wenn der Hund mal krank wird, kostet der uns auch mal 200 Euro monatlich.“ Etwa 130 Euro im Monat für Sprit und Versicherung schluckt außerdem der 5er BMW, den Damm vor der Haustür stehen hat. „Wir brauchen ein Auto, um vermittelbar zu bleiben“, sagt er.

Die "niedrigen" 347 Euro im Monat sind natürlich nur zur "Beruhigung der Bevölkerung". Dazu kommen noch Extras und die Schwarzarbeit. Wenn allein für den Tierarzt des Hundes locker €200 gezahlt werden können - ist das Not? Wohl eher Luxus auf Staatskosten. Wer in diesen Staat noch einzahlt, ist selbst schuld, diese Leute haben es kapiert.

PS: Ich bekomme jetzt sicher wieder Mails wegen "sozialer Kälte". Aber so schlecht kann es diesen Leuten nicht gehen, sonst könnten sie sich nicht solche Luxus-Dinge leisten.

Leserzuschrift dazu:

Wenn allein für den Tierarzt des Hundes locker €200 gezahlt werden können - ist das Not?
Sehr geehrter Herr Eichelburg,

Wir bitten Sie, angesichts des Haustierelends zukünftig die Hetze gegen Haustiere zu unterlassen. Die Kreaturen leiden mitlerweile schon sehr stark unter der angespannten Situation, vielerorts werden diese einfach wie Abfall weggeworfen um Tierarztkosten zu sparen.
Ein krankes Haustier kann für die allgemeinen Zustände nichts, einen Tierarztbesuch als Luxus zu bezeichnen, finden wir schon etwas dreist.........

Wenn die Wirtschaft zusammenkracht, wird diese Wohlstands-Dekadenz (Hundehaltung & Tierschutz) ohnehin verschwinden. Dann werden sich Leute ganz unten keinen Hund mehr leisten können (sie werden sich selbst füttern müssen). Die heutigen "Tierschützer" werden wohl von ihren schönen Staatsjobs vertrieben werden und werden sich auch primär um ihre eigene Ernährung kümmern müssen - keine Zeit mehr für Lobbyarbeit.

PS: vor 40 Jahren waren Tierärzte primär für Nutztiere wie Rinder da, nicht für Hunde und Katzen wie heute (ein Zeichen der Dekadenz der Gesellschaft).

Eine Leserzuschrift direkt dazu:

Ich möchte Ihnen ausdrücklich gratulieren zu Ihrer klaren Aussage hinsichtlich der Haustierverblödung.
Insbesondere angesichts der perversen Abtreibungszahlen und Kindsmisshandlungen in den dekadenten sozialistischen Demokratien Europas haben Sie mehr als Recht !!!

[19:30] Nachschlag: da haben Sie ja heute Einiges auszuhalten. Aber das wird sich bald von selbst bereinigen.

Noch Worte notwendig? nein!

[18:30] Noch eine Zuschrift dazu:

Im Tierschutzbund sind wesentlich mehr Mitglieder als im Kinderschutzbund. Allein daran kann man ablesen, wie die Bevölkerung hier zum Teil tickt.
Wenn eine Arbeitsaufnahme abgelehnt wird, weil man ja sonst den Hund oder die Katze alleine zu Hause lässt, sieht man, dass unsere Gesellschaft schon ziemlich am Ende ist.

Tierliebe als Grund für Hartz-IV? Die Dekadenz kennt keine Grenzen mehr.

[18:30] Und noch eine Zuschrift (Ausschnitt):

Und Ihre Bemerkung zu den 'staatlich dotierten Tierschützern' ist sowas von verlogen! Sie wissen genau, dass sich der Tierschutz vor Ort fast zu 100% als ehrenamtliche Leistung darstellt!

Ich meinte natürlich die Lobbygruppen für den "Pet"-Schutz (Tierschutz wäre zu allgemein). Hier in Österreich sind es etwa die Grünen - alles staatlich bezahlte Politiker, Beamte und Lehrer.

[18:30] Jetzt werden die Zuschriften gehässig und drohend:

Gegen wehrlose Kreaturen zu hetzen entbehrt nicht nur jeder Grundlage, sondern ist ein Verbrechen.
Soso, lieber Walter, jetzt zeigst du also dein wahres Gesicht!
Wir jedenfalls, werden genau dieses Thema in diversen Tierschutzforen zur Diskussion einbringen. Selbstverständlich mit deinem Namen, deiner kompletten Adresse, sowie deinen Telefonnummern und deiner emailadresse!
Wir sind uns sicher, dass es da den einen oder anderen Zeitgenossen gibt, der dich gerne mal kontakten oder auch besuchen möchte, um persönlich seine Meinung zur Sache kundzutun!

Das erinnert mich an diesen holländischen Extrem-Tierschützer und Veganer, der einen Politiker auf offener Strasse erschossen hat.
Vermutlich werden diese Besucher mit gezogener Pistole kommen. Nur Tierliebe, aber tödlicher Menschenhass!

[19:30] Der selbe Autor noch einmal:

Also Walter, jetzt wirst du aber komplett unglaubwürdig, ich bin echt baff!
Ich dachte du hast Rückgrat, du wärst der Fels in der Brandung....
Diesmal alerdings bist du etwas zu weit gegangen. Du machst nicht mal Halt vor dem schwächsten Glied in unserer Gesellschaft. Was für ein Pisser bist du überhaupt?
Macht dich das geil zu hetzen....

Spricht wohl für sich selbst, oder?

[21:00] PS: wer solche Hass-Mails schreibt, muss damit rechnen, dass sie ganz oder teilweise publiziert werden - und damit sich das Publikum daran delektieren kann (Ab und Zu muss man den Löwen etwas zum Fressen vorwerfen).
Solche Hass-Schreiber tun ihrer Sache nichts Gutes. Trotzdem publiziere ich deren Adressen nicht.

PPS: Inzwischen sind weitere Rechthaber-Mails eingetroffen, die alle meine "Fehler" bis zum Anfang der Website auflisten.
 

Noch eine Leserzuschrift (zum Original-Artikel):

Natürlich wird wie überall missbrauch mit staatlichen Leistungen,oder Steuern getrieben. Man sollte es aber doch ein wenig differenzierter sehen,ein Hartz-IV empfänger wird ohne schwarz Arbeit nie über die Runden kommen wenn er Kinder hat (eigene erfahrung) .

Wer es nicht glaubt solls einfach mal ausbrobieren ob er mit dem“ Geld“ auskommt! Man könnte naturlich ein halbes Buch darüber schreiben,aber wenn einer nachdenkt genügen die paar Zeilen um eine sachgerechte Meinung darüber zu bekommen.

Die Löhne nach Abzügen sind "da unten" so gering, dass sich offizielle Arbeit gar nicht rentiert - wenn man sie überhaupt bekommt. Was ich mit meinem Kommentar ausdrücken wollte, ist, dass viele Hartz-IV-Bezieher das System kapiert haben und sich auf die andere Seite schlagen - clever!

Und noch eine Zuschrift dazu:

Wie können Sie unabhängig bleiben und "in den Staat nichts mehr einzahlen"..?
Das geht ja wohl nur dadurch, daß Sie sich bereits finanziell unabhängig machen haben können.
Zahlen Sie dann eigentlich eigene Beiträge in die Krankenversicherung, oder gehen Sie bei medizin. Belangen zu einem Privat-Arzt? Etwaige Operationen auf Privat dürften doch privat ziemlich ins Geld gehen..?

Da gibt es verschiedene Methoden. Eine ist in Deutschland sicher Hartz-IV plus Schwarzarbeit. Ich selbst habe eine Firma, wo ich die Einnahmen und Ausgaben steuern kann. Etwas bleibt also übrig für den Staat, aber nicht wahnsinnig viel. In beiden Fällen ist man krankenversichert. Investment-Einkommen kann man so steuern, dass darauf legal keine Steuer bezahlt werden muss - wie und warum erkläre ich im Investment-Seminar.

Nicht vergessen: der Angestellte bezahlt die höchsten Steuern, der Unternehmer kann es steuern, der Investor bezahlt wenn er es richtig macht gar nichts.

Man muss das Angestellten-Denken abschalten und das Investoren-Denken einschalten. Viele Hartz-IVler sind hier schon weiter. Es empfiehlt sich auch die "Rich Dad, Poor Dad"-Bücher von Robert Kiyosaki zu lesen! Der Unternehmer und der Investor kennen die Steuergesetze und haben einen Steuerberater!

Noch eine Zuschrift dazu:

Der Artikel auf Welt-online greift leider ziemlich an den Lebenswirklichkeiten hier vorbei.

Ich habe schon im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn die Bank den Dispo kündigt und die Forderung weiterverkauft.
Malnutrition ist die direkte Folge und es bleiben dauerhafte Schäden.

Die kreative 'Nachbarschaftshilfe' fällt mittlerweile aus, weil die Inflation dieses Potential vollkommen auffrisst. Ich beobachte eine riesige Wut hier, weniger darüber, daß die Hartz IV-Empfänger ja ach so üppig ausgestattet würden, sondern darüber, dass auch ein Job mit vermeintlich gutem Verdienst nicht mehr vor Prekarisierung schützt.

Das wirklich Schlimme an der Situation ist nicht das wenige Geld: mit - zugegeben großer - Disziplin kann man schon bis fast ans Monatsende essen.
Aber eine Teilhabe an der Gesellschaft ist nur sehr begrenzt möglich und das Vernichtende ist die Tatsache, dass man auch mit besten Zeugnissen und Zertifikaten nicht mehr aus dem Programm rauskommt.

=>Das Ergebnis der Interviews ist: "Bei uns nicht, aber wir können uns sehr gut vorstellen, dass Sie woanders ... bla bla".

Wer immer noch an das System glaubt, hat mit Hartz-IV ein Problem - dieser Status scheint inzwischen bei Arbeitgebern einen dicken Malus zu haben.
Worauf ich bei verschiedenen Kommentaren hinweisen wollte, ist dass viele Hartz-IVler offenbar das System aufgegeben haben und als eine Art Basisversorgung betrachten. Was sie extra brauchen, verdienen sie schwarz dazu.
 

[20:30] Hier sind die "schwarzen" Arbeitsplätze:

WIWO: Handwerks-Umsatz bricht ein, Schwarzarbeit nimmt zu

Wegen Mehrwertsteuererhöhung. Im deutschen Handwerk kühlt sich die Konjunktur bedrohlich ab. „Da braut sich Unheil zusammen“, erklärte Handwerkspräsident Otto Kentzler

In einigen Gewerken bricht der Umsatz regelrecht ein – bei Sanitär, Heizung und Klima sogar um 20 Prozent. Beim privaten Wohnungsbau sieht es ähnlich aus, und das Kfz-Handwerk kommt nicht auf die Beine.“

Wer soll noch mehr Mehrwertsteuer als bisher bezahlen, wenn er die gleiche Leistung schwarz um ein Vielfaches billiger haben kann.
Was wir hier sehen, ist nicht nur eine beginnende Wirtschaftskrise, sondern auch eine Steuerkrise!

 

Kauft die Ausrüstung im Supermarkt - die ist billiger und besser:

Spiegel: Teure Bundeswehr-Ausrüstung versagt in der Praxis

Schutzbrillen beschlagen, Navi-Geräte melden Unsinn, Funkgeräte funken nicht weit genug: Die Bundeswehr investiert hohe Summen in die Neuausstattung ihrer Infanteristen - die Truppe ist trotzdem frustriert. Nach SPIEGEL-Informationen hat die teure Technik gravierende Mängel.

Empfehlung eines genervten Kommandeurs: Die Heeresleitung solle "Schlüsselkomponenten" wie etwa das Navigationsgerät durch "benutzerfreundlichere, handelsübliche Produkte" ersetzen. Dann ließen sich "Kampfkraft und Durchhaltefähigkeit bei gleichzeitiger Einsparung von Kosten deutlich verbessern".

Ein weiterer Fall von staatlichem Scheuklappen-Denken. Sie sehen nicht, was es noch so auf der Welt gibt - auch Besseres. Geld spielt natürlich keine Rolle.


Neu 2007-11-23:

Leserzuschrift zu neuen Werbemethoden:

Bei meinen Kindern im Kindergarten werden jetzt regelmäßig Werbeflyer in den Rucksäcken der Kinder verteilt ( Werbung von Reiseunternehmen und Einzelhandelsketten für Textilien) , so etwas gab es noch nie ! es muß woll ziehmlich düster mit den Umsätzen aussehen.

Jetzt müssen also schon die Kinder als Werbetransporter herhalten. Man versuch wirklich alles, um Kunden anzulocken.


Neu 2007-11-22:

Daimler wird Chrysler offenbar doch nicht richtig los:

ManagerMagazin: Daimler in der Pflicht?

Cerberus ist offenbar zum zweiten Mal mit einer dringend benötigten Finanzierung für den US-Autobauer Chrysler gescheitert. Der Finanzinvestor könnte schon bald einen von Vorbesitzer Daimler zugesagten Kredit ziehen.

Pech: sie waren einige Monate zu spät dran.
 

Der Staat kann garantiert nicht sparen:

Spiegel: Rechnungshof prangert Milliarden-Verschwendung an

Fast zwei Milliarden Euro - vergeudet. Der Bundesrechnungshof wirft Bund, Ländern und öffentlichen Einrichtungen Luxus-Sucht und Missmanagement im großen Stil vor. Ein Kritikpunkt: Bei vielen Staatsprojekten wird die Wirtschaftlichkeit nicht mal im Ansatz überprüft.

Das ist so, als würde man einem Hund 2 Knochen hinwerfen und sagen, einer ist für Morgen.

In den Konzernen ist es übrigens ähnlich. Für Prestige ist immer jede Menge Geld da (das anderswo eingespart wird). Und immer auch noch für Mergers.


Neu 2007-11-21:

Leserzuschrift - Statistiktricks zur Arbeitsbeschaffung:

Zum Artikel aus dem Handelsblatt „Jedes sechste deutsche Kind ist arm“ stelle ich folgendes zur Diskussion:
Ist diese Aussage nicht davon abhängig wie der Begriff Armut definiert wird? Ich denke schon.
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) definiert Armut zum Beispiel folgender maßen.
Grundlage ist jedoch die finanzielle Situation des Haushaltes. Von Armut wird dann gesprochen, wenn das Einkommen der Familie des Kindes bei maximal 50% des deutschen Durchschnittseinkommen liegt.

Insofern ist der Wert ja eigentlich nicht verwunderlich und sagt überhaupt nichts über die tatsächlichen Vermögensverhältnisse aus. Er besagt eigentlich per Definition dass 50% Arm sind. Und das Generell unabhängig vom Einkommen!
Diese statistischen „Tricks“ begegnen uns immer öfter. Vor kurzem wollte man meinen Sohn wegen zu hohen Blutdruck mit der chemischen Keule medikamentös einstellen. Auf die Frage wann der Blutdruck denn zu hoch sei erklärte man mir, dass er dann zu hoch sei wenn er oberhalb von 95% der durchschnittlichen Werte liege. – D.h. per Definition sind mindestens 5% der deutschen Bevölkerung wegen zu hohen Blutdrucks behandlungsbedürftig. Sollten jetzt ALLE ihren Blutdruck um die Hälfte reduzieren können, wären laut Definition aber immer noch die obersten 5% der Bevölkerung behandlungsbedürftig. Insofern sind solche Aussagen für mich absolut zweifelhaft und eigentlich aussagefrei. Beim Blutdruck steht eindeutig die Pharmaindustrie dahinter, die sich so mindestens 5% der Bevölkerung als Kundschaft erhält. Mit diesen „Armutsberichten“ haben die Linken in der Gesellschaft ebenfalls ihre eigene Legitimation geschaffen und können sie immer per Definition aufrecht erhalten.

Denn die Analogie wäre, wenn alle Millionäre wären, wären die welche nur eine halbe Million Einnahmen haben dennoch per Definition Arm !! Da wäre ich auch gern ein armer (Halbmillionär).

Sorry, bei Millionären wird das nicht angewendet, denn das bringt ja keine Jobs in der Charity-Branche. Aber sonst stimmt diese Analyse sehr gut, danke!
 

Wenn das die Grünen/Linken erfahren:

Welt: Konzern vermietet Wohnblocks ethnisch getrennt

Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen könnten in einem Mietshaus nicht konfliktfrei zusammenleben, glaubt der Immobilienkonzern Nassauische Heimstätte Wohnstadt (64.000 Wohnungen) – und vermietet seine Wohnblocks künftig ethnisch getrennt.

Praktische Erfahrungen werden sie wohl dazu gezwungen haben. Man sieht, die Political Correctness stösst an ihre Grenzen.
 

Jetzt prägt man schon die "Neu-Mark":

Ob da auch Silber drinnen ist? wahrscheinlich nicht.
So wird das, was nach dem Euro kommt, sicher nicht aussehen. Deutsche Reiche habe wir schon genügend gehabt und Reichsmärker auch (vgl. 1923).


Neu 2007-11-20:

Dieser Winter wird beissen:

Merkur: Heizkosten bis zu 77 Prozent höher?

Experten erwarten gegenüber vergangenem Winter explodierende Mehrausgaben für Energie.

Der Winter wird teuer. Fallen die Temperaturen, steigen die Energiekosten – das ist normal. Ungewöhnlich sind aber diesmal die extrem hohen Preise. Bis zu 77 Prozent Mehrausgaben drohen den Verbrauchern bei einem Kälteeinbruch, rechnet „Spiegel-Online“ vor.

Willkommen im Kondratieff-Winter, wo die Einkommen stagnieren, aber die Preise essentieller Güter explodieren!

Die wahre Inflation - sichtbar bei den Politiker-Gehältern?

Spiegel: Abgeordneten-Diäten steigen um 9,4 Prozent

Deutlich mehr Geld für Parlamentarier: Der Bundestag hat die Anhebung der Abgeordnetendiäten beschlossen. Künftig erhalten die Volksvertreter 7668 Euro im Monat - eine Steigerung um 9,4 Prozent.

Selbst setzen sich ihren Inflations-Lügen offenbar nicht aus. Genausowenig wie die "Executives".

Dafür lässt man sie aber unten zubeissen:

Handelsblatt: Jedes sechste deutsche Kind ist arm

Die Kinderarmut in Deutschland steigt dramatisch an: Zu diesem Ergebnis kommt der „Kinderreport Deutschland 2007“. Oft müssen die Kinder gar in eine Therapie. Das Kinderhilfswerk macht dafür die Politik verantwortlich.

Natürlich ist grossteils die Politik verantwortlich, aber nicht nur. Kabelfernsehen, Unmengen Bier und Handies müssen sie alle haben.
Der Bericht schreibt auch von kultureller Verwahrlosung.
 

IKB - immer höhere Verluste:

Reuters: IKB droht höhere Belastung aus Hypothekenkrise

Möglicherweise reiche das im Sommer vereinbarte 3,5 Milliarden Euro schwere Rettungspaket nicht aus, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag Reuters. Bei einer Sitzung der Bankenverbände aus dem Rettungspool sei das Thema zur Sprache gekommen. "Es handelt sich um Risiken, die noch nicht realisiert sind, aber auftreten können", hieß es. Noch sei nicht klar, wer die mögliche Belastung trage. Eventuell könne sie auf die staatliche Förderbank KfW zurückfallen, die 38 Prozent an der IKB hält. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete am Freitag, es gehe um zusätzlich 300 Millionen Euro.

Diese Conduits: ein Fass ohne Boden. Und oben wird immer noch mehr "gutes Geld" nachgeschüttet, anstatt diese Bank endlich sterben zu lassen.


Neu 2007-11-18:

Krieg nach Vorschrift:

Spiegel: Massive Vorwürfe gegen Bundeswehr

Der Vorwurf klingt ungeheuerlich: Weil deutsche Sanitätshubschrauber angeblich nicht im Dunkeln fliegen dürfen, hätten norwegische Nato-Soldaten ihre afghanischen Kameraden mitten in der Schlacht zurücklassen müssen, berichtet die "Sunday Times". Die Bundeswehr widerspricht.

Besonders beliebt dürfte diese Krieg auch bei der deutschen Militär-Bürokratie nicht sein. Also macht man alles streng nach Vorschrift, damit niemandem ein "Vorwirf" passieren kann. Das kommt davon, wenn die Amerikaner die eigenen Vasallen dort hineindrängen.

Ausserhalb der deutschen Grenzen kann man ruhiger schlafen. Man trennt sogar im Krieg den Müll!

Umsatzeinbrüche rundum (aus Sicheres Geld):  

Umsätze brechen weg:
Bestes Beispiel sind die jüngsten Zahlen des statistischen Bundesamtes zu den Umsätzen im Gastgewerbe. In wirtschaftlichen Aufschwungzeiten sollte es ja auch in dieser Branche „aufwärts“ gehen. Tut es aber ganz und gar nicht. Bei den Gaststätten brach im September der Umsatz real gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,3 Prozent ein. Von Januar bis September war ein reales Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu beklagen.

Prost!


Neu 2007-11-16:

Versicherungskrieg in Deutschland (Leserzuschrift):

Es herrscht Krieg um Deutschlands Autos:
Neben den allbekannten "Billigversicherern" die ja, glaubt man der Fernsehwerbung alle die allerbilligsten sind, fällt es auf, dass alle großen etablierten Versicherungen derzeit mit unglaublichen Angeboten winken.
Neben den Angeboten von Allianz direkt und Axa direkt, bieten jetzt auch die Gothaer über Tochtergesellschaft Janitos und andere alteingesessene Gesellschaften, kürzlich noch weinend , dass kaum mehr was verdient wird, zur Freude der Kunden pfündige Rabatte an.
Als Versicherungsagent hatte ich noch nie so viel Nachfrage nach Wechsel zu günstigeren KFZ-Versicherungen.
Ehemals sehr günstige Gesellschaften wie die Europa werden mal locker um 200 Euro unterboten.
Der Gipfel ist die WWK mit Rabatten bis zu 30%. Die VHV bringt neue günstige Tarife auf die aber trotzdem nochmals 10% Rabatt gewährt werden können. Wer etwas vergleicht kann jetzt viel sparen und dafür ein paar Gld- und Silberlinge kaufen.

Die Ursache dafür liegt in:
a) die Leute müssen überall sparen, auch hier
b) das Herdenverhalten der Finanzbranche (Versicherungen gehören dazu)

 


Neu 2007-11-15:

Die Lage der deutschen Städte - hier Leipzig:

Lizzy: Leipzigs Haushaltsplan 2008: Die Spirale der Erpressung oder Eine Stadt zahlt sich kaputt

Es sind zu viele Posten, die mittlerweile "ausgeglichen" werden müssen. An einem ist der Freistaat nicht unschuldig: 5,3 Millionen bekommt Leipzig auch weniger vom Sparkassenfinanzverbund ausgeschüttet, der gerade dafür blutet, dass der damalige Finanzminister seine Aufsicht über die Sachsen LB sträflichst vernachlässigt hat. Es sind zu viele Posten, die sich da summieren. Ohne dass Leipzig im Pflichtenpaket auch nur Entlastung ahnen kann: Die Kosten für das "Hartz IV"-Paket hat Bettina Kudla, die Finanzbürgermeisterin, im Verwaltungshalt mit 178 Millionen Euro angesetzt, 3 Millionen mehr als 2007. Man geht von 46.000 Bedarfsgemeinschaften aus. Der Abbau der Arbeitslosigkeit tangiert die Langzeitarbeitslosen in Leipzig kaum. Das kostet. Und: Es schlägt durch.

Leserkommentar dazu:

Der Pleitegeier über deutschen Städten - Beispiel Leipzig:
Wer hier 1 und 1 zusammenzählt, sieht genau wohin die Reise geht. Die Lage dürfte in Berlin sicher noch dramatischer sein. Ohne neue Verschuldung, geht da gar nichts.

Alles marode: "lasst sie endlich sterben"!
 

Seltsame Bank-Bescheidenheit (Leserzuschrift):

heute bekam ich einen Anruf mit, bei einem engeren Verwandten,der wirtschaftlich gescheitert ist, worin eine Dame von einer Bank anbot, doch etwa 10.000 Euro offene Forderungen mit Zahlung 2.500 Euro sogleich abzugelten.
Da jener Verwandte ausschließlich eine Altersrente von ca. 650 Euro bekommt ist dies natürlich unmöglich und man fragte an, doch wenigstens 10 Euro monatlich zu Zahlen.

Normalerweise sind sie mit so wenig nicht zufrieden. Bei €10/mo rentieren sich die Verwaltungskosten nicht.

Das muss mit der Bank-Bilanz zu tun haben. So müssen sie den Kredit offenbar nicht abschreiben. Hier dürfte es ein Problem geben. Nicht vergessen, Kredit-Abschreibungen gehen in das Eigenkapital.


Neu 2007-11-13:

Verlust-Verniedlichung bei WestLB:

Handelsblatt: Finanzkrise drückt WestLB in Verlustzone

Die WestLB im Studel der Kapitalmarktkrise: Die Bank wird ihre Gewinnprognose wegen der erheblichen Kursverluste bei strukturierten Wertpapieren in den letzten Wochen nicht erfüllen. Für 2007 erwartet sie nun einen Millionen-Verlust statt dem vorhergesagten positiven Ergebnis. Die NRW-Landesregierung zeigt sich über die Entwicklung besorgt – und will schon bald über die Zukunft der Bank entscheiden.

"Nur" ein Millionenverlust? Wenn sie allein €25 Mrd. an CDOs in ihren Conduits haben. Siehe weiter unten.
Wenn die Wahrheit herauskommt, wird das die besamte BRD in die Luft sprengen.
 

Leserzuschrift (Inflation, Bürokratie & Just-in-Time) - Raum DUS:

Hier eine kleine Info zu der aktuellen INFLATION.

Heute wirklich erlebt:
Mein 5-Jahre alter Klein-LKW hat Elektrikprobleme.
Scheibenwischer vorn und elektrischer Scheibenheber rechts defekt.
Kostenvoranschlag Euro 412,94, aber der Scheibenwischermotor muß bestellt werden; früherster Montagetermin am 16.11.07 möglich. (Bis dahin regnet es doch nicht in unseren Breiten oder????) Warum sollte der größte Renaulthändler in Düsseldorf auch einen Scheibenwischermotor für einen Renault Kangoo (nicht unbedingt ein Exot) auf Lager haben? Der Kunde kann ja warten und weiß dann zu schätzen, wenn ihm in Tagen oder Wochen geholfen wird.

Für solch einen Defekt habe ich im Jahr 2000 noch rund 400 DM bezahlt und konnte auf die unangemeldete Reparatur bei Daimler Benz warten weil solche Teile selbstverständlich auf Lager waren. Im Jahr 2000 traten solche Defekte aber erst nach 10 Jahren auf.

>>>>>>>Papiergeldwert und Warenqualität hat sich wohl seit 2000 ungefähr >>>>>>>halbiert.<<<<<<<
Demnach Inflation 400 % in 7 Jahren!!!!!!

Als kleine Hausverwaltung sollte ich ernsthaft darüber nachdenken, unsere Stundensätze von unter Euro 50,00 incl. MWST, zu verdoppeln, da wir:
1. OHNE VORANMELDUNG
2. INNERHALB VON 24 STUNDEN
3. RUND 80 % ALLER TECHNISCHEN PROBLEME BEHEBEN bzw. BEHEBEN LASSEN
4. EINE EIGENE LAGERHALTUNG FÜR WESENTLICHE TEILE BETREIBEN
5. VERTRÄGE MIT HANDWERKERN UNTERHALTEN, DIE ZU O. G. PREISEN TAGSÜBER NOTDIENSTE VERRICHTEN.

Autowerkstätten ohne angemessene Lagerhaltung berechnen in Düsseldorf ab 100 Euro (für einfache Arbeiten) bzw. Euro 125,00 (für Lack- , komplizierte
Technik- oder Klempnerarbeiten)aufwärts je Stunde plus MWSt.
Die heutige Diagnose (30 Min bei insgesamt 2 Stunden Wartezeit) hat 52,30 Euro gekostet.

Hier ist nicht nur die Inflation am Werk, es sind auch die Finanz-MBAs mit ihren "Kostenoptimierungen", sprich Reduktion der Lagerhaltung.
Trotz ihrer aufwändigen Marketing-Präsentationen ist ihnen der Kunde in der Realität egal.
 

[18:00] Hier lässt ein Leser Dampf ab - "Dumme Politiker":

Heute konnte ich mich mal wieder über unsere Politiker nur noch wundern.

In Deutschland sollen ab 2008 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 4,2% auf 3,3% gesenkt werden. Unionsfraktionschef Volker Kauder meinte dazu im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF: „Das bedeutet für einen Durchschnittsverdiener über 400 Euro Entlastung“.

Da wollen wir doch mal nachrechnen. Also: Senkung von 4,2% auf 3,3% = 0,9% Ersparnis. Der Arbeitnehmeranteil beträgt die Hälfte, also 0,45%. Wenn 0,45% 400 Euro entsprechen, dann sind 100% 88.888 Euro. Hm. Ist das der Durchschnittsverdienst in Deutschland. Vermutlich hat er da wohl den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zusammengerechnet. Aber selbst dann läge das Durchschnittsgehalt bei rechnerisch 44.444 Euro.

Dann wollten unsere Politiker zusammen mit ihren französischen Kollegen etwas zum Thema Integration von Migranten unternehmen. Zu diesem Zweck besuchten Merkel und Sarkozy Schüler in Berlin mit Migrationshintergrund. Aber nicht etwa eine Hauptschule in Kreuzberg oder Neukölln, sondern das Romain-Rolland-Gymnasium in Reinickendorf. Reinickendorf ist in Berlin vom sozialen Umfeld her eher im oberen Drittel angesiedelt. Dort wurde dann mit Schülern diskutiert. Lächerlich. Warum besuchen die nicht gleich eine Eliteuniversität mit ausländischen Studenten.

Frau Merkel meinte in der Diskussion, dass Deutschland ohne seine Einwanderer nicht das wäre, was es heute ist. Wie recht sie doch hat, ohne es zu merken.

Und unser Außenminister singt mit seinem französischem Kollegen ein Liedchen zusammen mit einem deutsch-türkischen Musiker: „Deutschland warum verschließt du dich, Deutschland, leg deine Karten auf den Tisch“, Frankreich warum verschließt du dich, Frankreich, leg deine Karten auf den Tisch“.

Wenn man das Migrationsproblem derart peinlich angeht und verharmlost, dann kann man in Deutschland bald ein anderes Lied singen, und zwar von „Rosenstolz“ „Ich geh in Flammen auf“.

Zeit für einen "Elitenwechsel" - sowohl für die Politiker als auch deren Medienberater.


Neu 2007-11-12:

Läuft da ein heimlicher Banken-Bailout?

Handelsblatt: NordLB will Deutsche Hypo übernehmen

Die Norddeutsche Landesbank will die Deutsche Hypothekenbank übernehmen. Der Vorstand zeigt sich dem Angebot schon einmal zugeneigt.

Leserzuschrift: Will man hier vielleicht schon im Vorfeld ein Aufsehen und schlechte Nachrichten wie bei IKB und SachsenLB verhindern?
Das Engagement der DH in Immobilienkrediten und die relativ straffe Terminplanung bis zum Januar lassen aufhorchen ...

Wird wohl so sein, dass eine (tod)kranke Bank gerettet werden muss -diesesmal ohne öffentliches Aufsehen. Aber auch alle Landesbanken sind schwer krank.
 

Mercedes-Verkaufsförderung (Leserzuschrift-DE):

Schon mehrfach in diesem Jahr versuchte Mercedes-Benz mich zu einem Neuwagenkauf zu überreden.
(Mein letztes Fahrzeug habe ich vor 3 Jahren gekauft und bar bezahlt).
EUR 3.500,- über DAT-Schätzwert für Ihren Gebrauchtwagen.
Da ich ja zum exklusiven Kundenkreis gehöre, unterbreitet man mir dieses attraktive Angebot.
Wie wir alle wissen, krankt die Autobranche stark.
Beigefügt wurde ein "MB-Geldschein".

Den MB-Geldschein kann ich hier nicht wiedergeben (Copyright). Aber die versuchen alles, um ihre Kisten loszuwerden.

Für mich persönlich würde ein Benz niemals in Frage kommen, denn ich habe keine Lust, für die strategischen Irrtümer der Daimler-Manager der letzten 20 Jahre zu bezahlen.

[17:30] Leserkommentar dazu:

Manche Leute müssen halt den Stern haben, sonst steigt man wie wir im sozialen Ansehen ab!! Es ist amüsant, wer einen jetzt wieder grüßt oder nicht mehr, als popeliger Peugeot Fahrer. Wie werden aber die MB Fahrer angesehen + behandelt, wenn die Zeiten schlecht werden und die Menschen frustriert!!

So ist es. Sollen sich für ihr Prestige dumm und dämlich zahlen.


Neu 2007-11-11:

Leserzuschrift zu Citibank Abhebungen:

Wir sind Citibank-Kunden, und ich kann bestätigen, daß die Abhebemöglichkeiten an Citibank- Geldautomaten auch in Berlin seit ca. einer Woche auf 400 Euro begrenzt sind. Man kann aber mehrmals hintereinander abheben, bis das persönliche Tageslimit von 1000 Euro erschöpft ist.

Wir haben unsere Konten dort letzte Woche weitgehend geräumt und uns für den monatlichen Zahlungsverkehr vorerst einer anderen Bank anvertraut.

Gute Idee die Konten zu räumen, wenn man sich die CDS-Kurse der Citigroup Schulden ansieht (siehe Systemkrise-Seite). und deren CDO-Verluste: $64 Mrd.

Unten brechen die Umsätze weg:

Web.de: Kaufhauskette Woolworth will 1650 Stellen streichen

Die Kaufhauskette Woolworth will einem Zeitungsbericht zufolge rund ein Drittel der Stellen in Deutschland streichen.

Woolworth ist im "unteren Segment" positioniert. Da gibt es nichts mehr zu verdienen.


Neu 2007-11-10:

Die deutschen "Conduit-Banken" hoffen noch immer:

Handelsblatt: Warnsignale für die Landesbanken

Moody’s hat zwei Zweckgesellschaften der WestLB teilweise niedriger eingestuft. Die Düsseldorfer Bank gibt sich gelassen. Doch angesichts der Finanzkrise rückt das Engagement der öffentlich-rechtlichen Landesbanken im Markt für strukturierte Finanzprodukte zunehmend in den Fokus der Ratingagenturen.

Warum haben sie nicht bei den ersten Problemen im Juli und August verkauft. Jetzt fallen die Kurse wieder massiv, weil viele Conduits abstossen müssen.
Die in diesem Artikel genannten Summen (€ 25 Mrd. für WestLB) kann als maximaler Verlust gesehen werden, sicher werden es 50% werden. Siehe auch Abschreibungen bei US-Banken. Das wären dann etwa € 12 Mrd. Verlust für die WestLB allein aus den Conduits.

 

Sehr vielen geht es noch sehr gut:

Spiegel: Gaukelei mit Illusionen

Wellness ist eine gigantische Industrie, rund 70 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr fürs Wohlfühlen aus. Doch die meisten Anbieter betreiben reine Geldschneiderei - die Behandlungen sind teurer Schnickschnack ohne gesundheitlichen Nutzen.

Wenn diese Brache massiv einbricht - dann sieht man, dass es auch "oben" wirklich abwärts geht. Wie gesagt, es ist teurer Schnickschnack.
Bisher gab es Einbrüche nur "unten".
 

Aber anderen nicht:

KSTA: Immer mehr Deutsche sind völlig bankrott

Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück, die Wirtschaft expandiert - doch immer mehr Verbrauchern in Deutschland steht das Wasser bis zum Hals: 7,3 Millionen Deutsche sind nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform überschuldet. Das heißt, dass umgerechnet bei jedem zehnten deutschen Erwachsenen die monatlichen Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 2,1 Prozent. Überschuldung sei zunehmend nicht nur ein Problem der Unterschicht, sondern auch der Mittelschicht.

Helmut Rödl, Vorstand der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, sieht mehrere Gründe für die zunehmende Verschuldung: Die Verbraucherpreise seien zuletzt deutlich gestiegen, die Nettolöhne hielten damit jedoch nicht Schritt, sagte Rödl bei der Vorstellung des „Schuldner-Atlas 2007“ in Düsseldorf.

Besorgniserregend sei der deutliche Anstieg der Schuldnerquote bei jungen Erwachsenen - ausgehend freilich von einem niedrigen Niveau. Rödl führt dies insbesondere auf das Handy als Schuldenfalle zurück, aber auch auf negative Vorbilder im Elternhaus. Viele Eltern könnten nicht gut mit Geld umgehen und geben falsche Konsummuster weiter.

Ja, sie geben mehr aus als sie einnehmen, und es frisst sich in die Mittelschicht höher.

PS: Wer Pleitegeier-Cartoons hat, bitte zusenden, diese werden in Zukunft öfter gebraucht.
 

[19:00] Noch eine Leserzuschrift zu Abhebungen am Geldautomaten:

Fakt ist, aus eigener Erfahrung, das seit Jahren in Deutschland z.B. bei der Postbank, der Raiffeisenbank, der Hypobank ein Abhebelimit pro Tag von 1000,--€ besteht, nicht wie in der Leserzuschrift von 500,-- €.

Wenn also die Citibank von 1000 auf 400,-- € runtergeht ist das wohl alles nur nicht zum Wohl des Kunden.

Stellen Sie sich vor, sie gehen in den X-Markt mit der Karte von der Citi und kaufen einen Flat-Fernseher im Wert von 699,--€ dort wird es wahrscheinlich so sein, das es durch geht...warum - weil es noch im Moment normal ist...da es die mehrzahl aller anderen Banken es zulässt...oder möchte die Citi das die Kassenkraft sagt ich habe keine Freigabe...:-)

Und es gibt noch einen Unterschied per Lastschrift über Karte ist es Buchgeld! bei Abhebung ist es reales Papiergeld! Wenn man sich etwas mit der Materie beschäftigt hat, weiss man worum es geht...

Wenn das wirklich stimmt mit den 400,--€ muss die Citi wohl wirklich recht klamm sein und ich kann nur jeden empfehlen der bei dieser Bank ist "die Flucht zu ergreifen" so lange es noch geht.


Neu 2007-11-09:

[16:30] Abhebelimits bei Citibank in Deutschland (Leserzuschrift):

Ich habe Heute und Vorgestern Bargeld am Geldautomaten einer CITIBANK Filiale in Köln abgehoben und dabei festgestellt, dass es offenbar seit Heute(?), ein Abhebelimit gibt. Am Mittwoch konnte man noch Beträge von 50-1000 Euro, sowie das Feld "anderer Betrag" auswählen. Heute ging das schon nicht mehr - lediglich Beträge von 50-400 Euro waren gelistet und auch das Feld "anderer Betrag" tauchte im Eingabefeld nicht mehr auf.
Eine Bekannte sagte mir dazu, dass es angeblich auch bei anderen Banken, Limits von EUR 500,- am Automaten gäbe.

Ist das nun eine temporäre Sache, weil um die Zeit wo ich abgehoben habe, nicht mehr Geld im Automaten war oder ist die CITIBANK in Deutschland mittlerweile auch schon so klamm, dass sie nicht mehr rausrücken kann?

Wenn letzteres zutrifft, sollte man in den nächsten Tagen wohl sein Girokonto (und erst Recht andere Guthaben), deutlich reduzieren, damit man nicht irgendwann leer ausgeht. Ich bin ehrlich gesagt, ein wenig verunsichert, dass es schon so weit gekommen ist.

Können Sie was dazu sagen - vor allem ob temporär oder nicht?

Wenn man deren Situation in den USA kennt, ist es kein Wunder, wenn sie auch hier die Abhebelimis reduzieren. Oder sie fürchten einen Run auf die Automaten.
€ 400 ist aber nicht extrem wenig, sieht daher nicht nach Notfall aus. Aber man sollte dort auch nich zu viel Geld haben.

[20:30] Andere Erklärung (Leserzuschrift):

Die Leserzuschrift über das Abhebelimit beim Geldautomaten der CITI-Bank hat einen ganz einfachen Hintergrund:

Die meisten Banken haben für Geldautomatenverfügungen ein bestimmtes Abhebelimit pro Woche. Dies dient zur Sicherheit des Kunden, da man unbegrenzte Verfügungen - z.B. falls die EC-Karte einmal gestohlen werden sollte - verhindern möchte. Insoweit liegt die Leserzuschrift, daß am Folgetag bei der CITI-Bank am Geldautomaten nur noch ein begrenzter Betrag verfügbar war, im Rahmen des üblichen Geschäfts.

Danke! Hier sieht man deutlich: in einer Krisensituation wird soetwas total anders interpretiert.
 

Was sich die Banken alles erlauben (Leserzuschrift):

Lieber Herr Eichelburg, folgender Fall wurde mir gestern bekannt : ein erstrangiger Hypothekenkredit über 100.000 Euro wird seitens einer bekannten süddeutschen Immobilienbank ohne Angabe von Gründen und guter Bonität des Schuldners nicht verlängert. Statt dessen wird ohne Vorankündigung ein Guthaben auf dem Girokonto zur Schuldenglattstellung eingebucht. Der Mann ( 71 Jahre ) ist völlig fertig. Jetzt verstehe ich als Ihr treuer Leser und Schüler auch Ihre Warnung vor der Zinsgaleere !

Offenbar war ihnen der Schuldner zu alt oder die Bank hat selbst Geld gebraucht. Einen Vorwand findet die Bank immer - wenn sie will.

Wer Kreditschuldner ist, rudert auf der Schuld-Galeere - er ist in der Hand der Bank.
 

Sie laufen in die Falle mit der Riesterrente (Leserzuschrift):

ich habe mir heute einmal wieder eine regionale Tageszeitung gekauft. Gleich auf der ersten Seite steht unter „Die gute Nachricht“: „Riester-Rekord“

„Die staatlich geförderte Riester-Rente zur Altersvorsorge ist auf Rekordkurs: Bis Ende September gab es 9,7 Millionen Verträge, allein im dritten Quartal nahm ihre Zahl um 635 000 zu, wie das Bundesarbeitsministerium mitteilte. Damit sei bis Jahresende die 10-Millionen-Grenze in Reichweite….“

Die Schlagzeile lautet „ Experten warnen vor Ölpreisschock“.

Offensichtlich traut der Chefredakteur seinen Lesern nicht zu, dass sie beide Nachrichtigen in Verbindung bringen könnten oder er kann es selber nicht. Denn wie kann man auf die Riester-Rente vertrauen, wenn gleichzeitig die Preise explodieren?

Ich fürchte, für viele, viele Menschen wird es leider ein böses Erwachen geben.

Warum das auf der gleichen Seite steht? Weil die Journalisten keine Ahnung vom monetären System und dessen Wechselwirkungen haben. Ausserdem müssen sie die Zeitung füllen. Sowohl Journalisten wie Leser laufen in die Falle, wenn sie den Zusammenhang zwischen den Meldungen nicht verstehen. Aber das war nie anders.


Neu 2007-11-08:

[18:30] Weitere SachsenLB Verluste:

FAZ: "Sachsen Funding I" bittet um Zahlungsaufschub

An den Kreditmärkten spitzt sich die Lage immer weiter zu. Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten nehmen die Sorgen zu, dass Zweckgesellschaften in nächster Zeit zu Notverkäufen ihrer Wertpapier-Portefeuilles gezwungen sein könnten. Davon wären besonders Anleihen betroffen, in denen amerikanische Hypotheken minderer Bonität („Subprime“) gebündelt sind. Solche Zwangsverkäufe dürften die Kurse dieser Hypothekenpapiere drücken.

Erst jetzt wollen sie die SIV-Inhalte verkaufen? Jetzt wo sie fast nichts mehr dafür bekommen. Wer soll für die Verluste aufkommen? der Steuerzahler wahrscheinlich. Die LBBW will es jedenfalls nicht.
 

Mehr Obdachlose in Deutschland (Leserzuschrift):

Experten: Bis 235 000 Menschen von Wohnungsverlust bedroht
Potsdam (dpa/bb) - In Deutschland sind nach Schätzungen der Bundesarbeitgemeinschaft Wohnungslosenhilfe bis zu 235 000 Menschen unmittelbar vom Verlust ihrer Wohnung bedroht. Zum Schutz müssten die Kommunen mehr vorbeugende Maßnahmen ergreifen, forderte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Thomas Specht, am Mittwoch in Potsdam vor Beginn der Jahrestagung. Es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass durch präventive Maßnahmen in bis zu 80 Prozent der Fälle ein Verlust der Wohnung vermieden worden sei. Zudem würden Kommunen durch eine verbesserte Organisation viel Geld sparen. «Es ist sieben Mal billiger, verbeugend zu helfen», sagte Specht. www.newsticker.welt.de

In Deutschland gibt es derzeit, nach Schätzungen von Wohlfahrtsverbänden, ca. 850.000 Obdachlose. Tendenz steigend.

Das ist natürlich erst der Anfang.
 

Totales Versagen der Eliten - Migrationsskandal:

Cicero: Der deutsche Migrations-Skandal

Immer mehr gut qualifizierte Deutsche wandern aus, schlecht qualifizierte Ausländer wandern ein und provozieren soziale Spannungen. Die deutsche Migrationspolitik steht vor einem Scherbenhaufen. Doch die offene Rede darüber ist verstellt mit Gutmenschentabus, meint der Mann, der für die rot-grüne Bundesregierung in der Zuwanderungskommission tätig war – und heute eine frustrierte Bilanz zieht

Dieser Artikel ist natürlich etwas einseitig. Es sind nicht nur die staatlichen "Gutmenschen", die die eigenen Akademiker vertreiben und die Unqualifizierten hereinholen.

Es sind auch die Firmen, die diesen Hochqualifizierten keine Jobs geben und dafür nach "Indern" rufen. Also allgemeines Eliten-Versagen. Und dieser Autor war CEO und Industriefunktionär.
 

Politiker und Zentralbanker passt auf - der Bierpreis explodiert:

Welt: Bier wird in Deutschland 40 Prozent teurer

Bier brauen ist deutlich teurer geworden – darum wird Bier trinken auch kostspieliger: Weil die sich die Preise für Braugerste und Hopfen verdoppelt haben, wird der Bierpreis deutlich anziehen. Der Brauer-Verband rechnet mit einem Aufschlag von 40 Prozent.

Der Kostendruck trifft die deutschen Brauer zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn schon seit Jahren geht der Bierkonsum in Deutschland zurück. Aktuell liegt der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande bei 116 Litern, 16 Liter weniger als noch vor zehn Jahren. Für 2007 rechnet der Brauer-Bund mit einem neuerlichen Rückgang von etwa zwei Litern.

Das ist in Deutschland ein "politischer Preis", das kann zu einem Aufstand führen!


Neu 2007-11-07:

[18:00] Deutsche Sparkassen marode?

Handelsblatt: Sparkassen kommen unter Druck

Die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute stecken angesichts des verschärften Wettbewerbs in einer schwierigen Ertragslage. Die Rückbesinnung der privaten Großbanken auf das Privatkundengeschäft, kostenlose Girokonten und die Direktbanken zwingen die Sparkassen zum Handeln. Regionalpräsident Peter Schneider nimmt den Kampf mit der Konkurrenz auf.

Ein klassicher Ablenkungs-Artikel. Sie kommen primär wegen ihrer Spekulationen und Kredite unter Druck.
 

Leserzuschrift zum deutschen Immobilienmarkt:

Verbrennen sich jetzt die "Heuschrecken" in Deutschland die Finger?

Habe soeben von Bekannten aus Hennef erfahren, dass ihre geplatzte 2.-rangige Hypothek von der Volksbank an einen englischen Investor verkauft wurde.

Das historische Fachwerkhaus (Denkmal) ist mit 90 k und 220 k belastet. Aktuell geschätzter Verkehrswert 160 k.
Leider in einem unveräusserlichen Zustand (substantieller Bedachungsschaden und unfertige Bedachung wegen baurechtlicher Probleme). Die werden wohl kaum 100 k bei der anstehenden Zwangsversteigerung erzielen.

Dies ist kein Einzelfall.

In Wuppertal Immo überschuldet wegen Kauf des Nachbargrundstücks und Erstellung von Keller und EG auf dem Nachbargrundstück in bunkerähnlichem Stahlbeton.
Kredit 120 k und 80 k geschätzter Verkehrswert 120 k.
Wegen schlechter Lage und geringem Arbeitsplatz Angebot sind dort allenfalls 80 k bei der anstehenden Zwangsversteigerung zu erzielen.

Und gleichzeitig werden noch Eigentumswohnungen NEU in Düsseldorf Oberkassel in 1. Lage für 6,5 k je qm Wohnfläche verkauft.
Mal sehen wie lange diese Käufer die Schulden bedienen können.
Objekte die 8 Jahre alt sind, in ähnlicher Lage, lassen sich kaum über 3 k je qm Wohnfläche verkaufen.

Wenn die Schere so weiter auseinander geht, dann kann ich, in spätestens 5 Jahren, das heute bebaute Grundstück für den gleichen Preis zurückkaufen wie ich (anteilig mit Erbengemeinschaft) es unbebaut [500 Euro/qm] vor 9 Jahren verkauft habe.

Es reicht eine Verdoppelung der aktuellen Silberpreise und Halbierung der aktuellen Immo-preise.
Der Markt entwickelt seltsame Blüten.

Da gibt es offenbar noch jede Menge Illusionen über zu erzielende Verkaufspreise. Und das bei Multi-Hypotheken, war da auch "Mortgage Equity Withdrawal" am Werk?
 

Versicherungen finanzieren Banken (Leserzuschrift-DE)?

Ich habe Heute mit einem Bekannten aus Dortmund telefoniert, der bei einer kleinen Versicherungsgesellschaft arbeitet. Da einige meiner Mandanten eine LV bei dieser Gesellschaft haben, habe ich für meinen Mandanten einen Brief verfasst. In diesem Schreiben wird gefragt, wie die Gesellschaft das Geld anlegt und ob den seine einzige private Altersversorgung wie in den zwanziger Jahren mit einem Wert von 0 untergehen könnte. Daraufhin erhielten wir die Antwort, dass besagte Gesellschaft die Sorgen voll und ganz versteht und dass besagte Gesellschaft schon selbst Geldanlagen in Edelmetall- und Rohstofffonds anlegt, mit steigender Tendenz. Lediglich unsere Befürchtung wegen einer kurzfristigen Hyperinflation fand man übertrieben und nicht realistisch. Es gab eine Anmerkung, dass man vermutet, dass die größeren Gesellschaften, wie Allianz, AXA etc. tief in den Schrottanlagen stecken.

Abschließend erwähnte mein Bekannter, dass sie Anfragen von Raiffeisenbanken bekämen, die sich über die Lebensversicherungsgesellschaft refinanzieren möchten und akzeptieren als Bank einen Zins von etwas über 5 %, da das Interbankengeschäft immer noch nicht wieder funktioniert.

Wo diese Versicherungen überall ihr Geld hineinstecken. In Gold & Silbermetall ganz sicher nicht.
 

Müssen Immobilienfonds dringend aufgefüllt werden (Leserzuschrift)?

Schwester von mir bei Commerzbank Konto eröffnet , 5000 € sollten auf 6% Fest angelegt werden , und 5000€ in ImmoblilienFonds (war strikt dagegen) Die restlichen 5000€ sollten auf das Tageskonto rauf .

Commerzbank aber 10.000€ in Immo-Fonds gelegt ohne Genehmigung total dreist , was die Banken zurzeit machen.

Sieht so aus, als würden Sie jeden Cent in ihrem Fond brauchen - Finger weg davon. Alle Aufträre schriftlich und nachvollziehbar machen. Gegebenfalls rückabwickeln lassen.
 

[13:30] Und die Krankenkassen auch (Leserzuschrift):

Früher wurde am 3. oder 4. des Monats abgebucht, manchmal erst am 5. und jetzt Wertstellung ! 1.11.07

Da im 2000er Börsencrash einige Krankenversicherungen Teile der Deckungsrück stellungen fürs Alter an der Börse investiert hatten und dadurch Probleme bekamen- siehe die Fitch-Ratings von damals, könnte es ja durchaus sein, dass jetzt wieder Geld verzockt wird.
2000 machte die DKV (größte deutsche private Krankenversicherung) von sich reden, dass sie mit den Altersrückstellungen, das ist der Anteil der Versicherungsprämie, der zurückgestellt wird, damit im Alter die Prämien nicht so stark ansteigen, dass diese Altersrückstellungen mit einer Rendite von ca. 20% angelegt sind.
Nach dem Böresencrash damals, wurde insbesondere bei den Gesellschaften die die Prämien sehr stark angehoben hatten, gemunkelt, man habe sich an der Börse verzockt.

Schaumermal was bei der Versicherungsbranche noch so alles ans Tageslicht kommt, ich befürchte genauso viel Unrat wie bei den Banken.

Nicht von ungefähr nennt man die gesamte Branche FIRE (Financial, Insurance, Real Estate). Und überall die gleichen Praktiken.
Wenn die diese Rückstellungen mit 20% angelegt haben, dann müssen sie die Equity-Tranche von CDOs gekauft haben - die ist jetzt wertlos.

 

Freut Euch über die Vermögen, solange sie noch existieren:

Spiegel: Jeder zweite Deutsche hat kaum Vermögen

Detailliert wie selten zeigt eine neue Studie, wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist. Die reichsten zehn Prozent verfügen über zwei Drittel der Rücklagen, die Hälfte der Bürger hat so gut wie gar keine - besonders betroffen: Frauen, Ostdeutsche, Zuwanderer.

Das gilt für die oberen 10% natürlich - denn diese Vermögen sind aus Papier und werden verschwinden.

[18:30] Interessante Details dazu: Wie reich die Deutschen wirklich sind
 

[18:30] Vor der Industrie hat Mehdorn wirklich Angst:

Spiegel: Großstreik im Güterverkehr - Bahn will spontan verhandeln

Keine zwei Stunden ist es her, dass die GDL einen 42-Stunden-Streik im Güterverkehr angekündigt hat - da geht die Bahn schon auf die Lokführer zu. "Wir sind bereit, morgen früh sofort mit ihnen zu verhandeln", sagt Transportvorstand Norbert Bensel. Die GDL zeigt sich positiv überrascht.

Die Pendler sind ihm offenbar herzlich egal, aber wenn ihm die Manager-Kollegen voll Wut die Tür einrennen...


Neu 2007-11-06:

Leserzuschrift zu Bautätigkeit in Bayern:

In den Nachrichten des Bayrischen Fernsehens wurde gerade berichtet, das heuer der Neubau von Mehrfamilienhäusern um 1/3 und von Einfamilienhäusern um 40% zurückging. Die Angaben waren leider nicht detaillierter.

Was mich immer wundert, dass solche Nachrichten, einfach als Nachrichten unter vielen gebracht werden. Es wird überhaupt nicht die Wichtigkeit dargestellt.

Die Medien sind immer noch im Börsen-Taumel.


Neu 2007-11-05:

Der neue Besen am Kehren bei Siemens:

BayernHeute: Unruhe bei Siemens wächst

Am Mittwoch will Siemens-Vorstandschef Peter Löscher die künftige Strategie des Konzerns und seine aktuelle Bilanz dem Aufsichtsrat vorlegen. Dabei steht nicht nur ein radikaler Konzernumbau im Fokus. Laut "Financial Times Deutschland" droht womöglich auch der Abbau Tausender Stellen. Löscher wolle damit die Rentabilität des Münchener Konzerns erhöhen, so der Bericht.

Die Frage ist aber, ob er es schafft, die Bürokratie und den Karrierismus bei Siemens auszukehren. Meine früheren Kollegen (die von Siemens geschluckt wurden), erzählen mir, dass die Siemens-Manager schon kräftig "rotieren" - zum Job/Karriere-Erhalt bei "geänderten Verhältnissen".

Sie werden aber mit Lichtgeschwindigkeit rotieren, wenn die Kreditkrise richtig zuschlägt und die Investitionen einbrechen lässt.
 

Deutscher Automarkt - 10 Jahre lang im Minus:

Handelsblatt: Deutscher Automarkt schwächelt gewaltig

Im Oktober sind in Deutschland zum zehnten Mal in Folge weniger neue Autos zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahr. Damit steuert der seit Monaten kriselnde heimis