Informationen Deutschland  12/2007

Diese Seite befasst sich mit spezifisch deutschen Themen.
Diese Seite enthält Beiträge ab 1.12.2007 bis 31.12.2007,
ältere Beiträge aus 7-9/2007 wurden hierher ausgelagert, solche aus 10-11/2007 hierher.


Neu 2007-12-31:

Auch in der Commerzbank brodelt es:

FAZ: Commerzbank entlässt mehrere Manager

Die Commerzbank zieht personelle Konsequenzen aus ihrem verlustträchtigen Engagement mit zweitklassigen, sogenannten Subprime-Hypotheken in Amerika. Die zweitgrößte deutsche Bank entlässt in New York einen der beiden Leiter des Amerika-Geschäfts, Hans Joachim Döpp. Die Bank teilte die Ablösung des in der New Yorker Finanzszene hochangesehenen Managers am Freitagabend in einer knappen Pressenotiz ohne Angabe von Gründen mit.

Einige "Sündenböcke" wurden gefunden. Sonst NOCH nicht viel.
 

Leserzuschrift zur ING DiBa:

Nur bzgl. des Kommentars zur Diba täuschen Sie und der Leser sich glücklicherweise!
Zufällig kenne ich diese Bank sehr gut.

Ich habe dort auch ein Konto und kann problemlos jederzeit bei jedem Automaten 1000 Euro abheben- am 29.12. gerade erst gemacht.

Die Bank ist in sehr gutem finanziellem Zustand! Führt gute Gewinne an die Mutter ab, es wurden gerade freiwillige!!! Sonderzahlungen an alle Mitarbeiter für das erfolgreiche vergangene Geschäftsjahr geleistet. Bei dem Leser scheint es wohl eindeutig eher ein Problem mit dem Konto oder der Karte zu geben.

Evtl. muss der neue Kunde erstmal Geld einzahlen, bevor er versucht, mehr abzuheben als auf dem Konto ist? Das Konto bei der Diba kommt meines Wissens erst rechtswirksam zustande, wenn eine (eigene) Haben-Transaktion gelaufen ist. Bitte die Klauseln lesen.

Ich finde es daher nicht in Ordnung, wenn eine gute Bank, die gut dasteht, gleich aufgrund der vorliegenden Beschreibung der Vorfälle sehr eindeutig auf ein Konto- oder Karten-Problem hindeutet, gleich eine Bank als Pleite-Bank hingestellt wird.

Bevor solche Aussagen getroffen werden, sollten m.E. doch mehrere eindeutigere Indizien und Beweise und Fakten vorliegen als diese. Mir kommt es so langsam hier als eine Banken-Verschwörungs-Theorie vor, in der gleich jeder und alles nieder gemacht wird.

Der Ordnung halber publiziere ich das. Soll sich jeder Leser selbst eine Meinung bilden. Auch IKB und Northern Rock waren jeweils 2 Tage bevor sie einen Bailout brauchten noch genauso solide. Aber möglicherweise gibt es privilegierte ING DiBa Kunden, die mehr Geld bekommen.
 

[13:00] Lohnmässigung - jetzt?

Spiegel: Bundesbank-Präsident mahnt zu Lohnmäßigung

Sieben Prozent, acht Prozent – die ersten Lohnforderungen von Ver.di und Co für das Jahr 2008 lassen heftige Auseinandersetzungen erwarten. Grund genug für Bundesbank-Präsident Axel Weber, einen Aufruf zu formulieren.

Sein eigenes Gehalt hat er sicher angehoben. Der hat sicher Angst vor der Flucht aus seinem System und seinem Papier.
 

[13:30] Bundesländer saniert?

FAZ: Die meisten Bundesländer sind saniert

Erstmals seit langem wird die Mehrzahl der Bundesländer im neuen Jahr keine neuen Schulden aufnehmen müssen - falls nicht die Konjunktur stärker als erwartet nachlässt und eingeplante Einnahmen ausfallen. Nach der jüngsten Steuerschätzung rechnen Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 2008 mit einem ausgeglichenen Haushalt oder sogar mit Überschüssen. Niedersachsen will vom Jahr 2010 an keine neuen Schulden mehr aufnehmen, Hessen von 2011 an.

Leserzuschrift dazu:

Alle Bundesländer weisen ihre Schulden nur noch zu max. 55%, aus Brandenburg z.B. nur zu 30%. Alles ist in Beteiligungsgesellschaften versteckt und aus dem öff. Haushalt rausretouschiert....

Klingt irgendwie stark nach SIV - diese Zweckgesellschaften der Banken ausserhalb der Bilanz. Was mit den SIVs passiert ist, wissen wir ja, dieses Versteckspiel wird ähnlich ausgehen.
 

[14:30] Schäuble in Aktion:

Spiegel: Razzia im rechtsfreien Raum

Ein angeblicher 22,90 Euro-Betrug, ein Drogengerücht aus dritter Hand - immer wieder filzen Ermittler Wohnungen und Büros auf Basis vager Verdachtsmomente. Chronisch überlastete Ermittlungrichter genehmigen die Durchsuchungen häufig ohne ausreichende Prüfung.

Stasi 2.0 passt hier am Besten.


Neu 2007-12-30:

Unmut über Managereinkommen erreicht die Populisten in der Politik:

Welt: Steinmeier fordert deutliche Lohnerhöhungen
Spiegel: Steinmeier attackiert gierige Manager

Über Jahre hätten Arbeitnehmer Zurückhaltung geübt. Jetzt sei es Zeit, dass sie ihren fairen Anteil am Aufschwung erhalten. Das sagte Frank-Walter Steinmeier und forderte im nächsten Jahr deutliche Lohnerhöhungen. Zugleich ermahnte der Vizekanzler deutsche Manager zu verantwortungsvollerem Verhalten.

Harsche Managerschelte von Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): "Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben erlebt, wie ihre Vorstände vor allem den kurzfristigen Gewinn im Blick haben, während sie die Beschäftigten wie Kostenstellen mit zwei Ohren behandeln", sagte er der "Bild am Sonntag".

"Kostenstellen mit Ohren" - die Sichtweise vieler Manager aus ihren Scheuklappen.

Leserkommentar dazu:

Steinmeier schreit nach Lohnerhöhungen, weil er hofft bald Kanzler einer Rot-Rot-Grünen –Regierung zu sein, also der übliche verlogenen Populismus. Die Erhöhung wird dann sowieso gleich weginflationiert.

Ah, die Politker-Karriere. Geht die Karriere-Geilheit über alles?
 

[16:30] Das Ende von "Suburbia" ist auch in Deutschland da:

Spiegel: Pendler zahlen drauf

Teurer Sprit und gieriger Staat: Wegen der steigenden Benzinpreise, dem Wegfall der Pendlerpauschale und der höheren Mehrwertsteuer müssen die Pendler nach Angaben des ADAC derzeit richtig bluten.

Die Kreditindustrie und die Immobilienbranche haben ihnen eingeredet, dass ein "Häuschen im Grünen" ein Muss ist. Inzwischen wird es unbezahlbar.
Was wir bisher gesehen haben ist noch gar nichts. Hat jemand daran gedacht, dass beim Zerfall des Euro kaum mehr Importe von Öl möglich sein werden?

Diese Häuser sind dann das, was man "Stranded Investments" bezeichnet.
 

Leserzuschrift zu Immobilienmarkt in München:

Vielen dank für ihren wunderbaren artikel.
Nun noch eine kleine bemerkung. Hatte mich schon in münchen auf dem aktuellen wohnungsmarkt umgesehen. Angeblich gibt es dort seit jahren eine „wohnungs-not“. (Das gilt wohl nur für preiswerten miet-wohnraum.)

Im eigentums-bereich gibt es aktuell eine fülle von angeboten (habe mir schon ca. 500 objekte im internet angesehen), die offensichtlich alle leer stehen, auch im unteren preis-segment bis 150.000,-- E. die meisten dieser angebotenen wohnungen sind mehr als 20 jahre alt, teilweise abgewohnt, renovierungsbedürftig.

Offenbar haben die leute kein geld mehr, sich eigentum zu kaufen oder keine lust, geld in renovierungen zu stecken.
Nach lektüre ihres artikels werde ich mir den umzug gründlich überlegen.

Die Situation für Wohnungskäufer ist schon besser geworden. Aber sie wird noch viel, viel, viel besser. Und die Verkäufer glauben immer noch an zu erzielende Mondpreise.


Neu 2007-12-29:

WestLB - Vernebelungstaktik?

Spiegel: Verdacht der Manipulation im WestLB-Eigenhandel erhärtet

Auf 600 Millionen Euro beliefen sich im vergangenen Jahr die Verluste im Eigenhandel der WestLB. Der Verdacht, dass im Vorfeld kräftig Kurse manipuliert wurden, hat sich nach SPIEGEL-Informationen erhärtet.

Offenbar will man der Öffentlichkeit hier einige harmlose Aktienverluste plus einige saftige Manipulationen zeigen, um vom Conduit-Desaster abzulenken.
 

ACHTUNG: die Immo-Betrüger der 90er Jahre kehren zurück:

FTD: Immobilienbetrüger kehren zurück

Der Betrug mit Kapitalanlagen floriert wieder. Jetzt nutzen dubiose Anbieter von Schrottimmobilien die Furcht der Anleger vor der Abgeltungsteuer.

Das Jahr 2007 hat Anlegern Rekordverluste am grauen Kapitalmarkt beschert. Mehr als 1,5 Mrd. Euro wurden durch die Zusammenbrüche von Firmen wie der Göttinger Gruppe, der First Real Estate, der Global Swiss Capital und der Madrixx AG vernichtet, hat das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) errechnet. "Der entstandene Schaden ist damit doppelt so hoch wie im Jahr 2006, als Anleger rund 750 Mio. Euro durch kriminelle Anbieter verloren", sagt DIAS-Vorstand Volker Pietsch.

Wieder mit der selben Masche: Steuerersparnis.

Nur diesesmal wird das Debakel (für die Anleger) noch viel grösser.

[21:30] Immobilienfonds - nicht das Kleingedruckte gelesen:

Welt: Teures Nachspiel für Fondsanleger

Zehntausende Zeichner von Immobilienfonds der früheren Bankgesellschaft Berlin haben zum Jahresende schockierende Post bekommen. Darin werden Nachzahlungen angedroht, sollte sich die wirtschaftliche Situation ihrer Fondsgesellschaften verschlechtern.

Von möglichen Nachzahlungen betroffen sind etwa 20 offene Immobilienfonds und schätzungsweise an die 30.000 Anleger. Sie wurden mit großzügigen Garantien zur Zeichnung der Immobilienfonds angelockt. Zudem gab es umfangreiche steuerliche Gutschriften für die Anleger. Weil diese Fonds in der Form von Kommanditgesellschaften aufgelegt wurden, haften die Anleger laut Handelsgesetzbuch (HGB § 172 Abs. 4) in Höhe ihrer gesamten Einlage.

Denen muss es aber schlecht gehen, sodass sie sogar ausgezahlte "Gewinne" zurückfordern müssen. Das Wort "Steuersenkung" hat das Hirn bei diesen Anlegern ausgeschaltet. Alles genau lesen und beraten lassen - bei einem Firmenanteil wie einer KG auch von einem Juristen.
 

Broker lassen Betrugsopfer im Stich:

FTD: Broker lassen Phoenix-Opfer im Stich

Im 600 Mio. Euro schweren Anlagebetrugsfall Phoenix schwindet die Hoffnung der 30.000 Investoren auf einen finanziellen Ausgleich. Grund ist, dass die ohnehin finanzschwache Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) voraussichtlich ihre zahlungsfähigsten Mitglieder verlieren wird.

Die 30.000 Betroffenen müssen per Gesetz von der Einlagensicherung EdW in Höhe von rund 180 Mio. Euro entschädigt werden. Die EdW sitzt aber derzeit nur auf 12 Mio. Euro. Den Rest muss sich die Einlagensicherung von ihren rund 750 Mitgliedern, vor allem Wertpapierhandelshäusern und Vermögensverwaltern, über Sonderbeiträge einholen.

Die reale Wirksamkeit von "Einlagensicherungen" im Ernstfall!
 

Wohnungspreise in Ost-Deutschland (Leserzuschrift mit realen Werten):

Heute war ich „hautnah“ dran. An unserer (von mir gemieteten) Wohnung in Zwickau. Wurde mir 1999 zum Kauf angeboten für 300.000 DM. Habe damals dankend abgelehnt. 2004 vom gleichen Verkäufer für fast 200.000 Euro an einen Münchner "besserverdienenden" Angestellten verkauft.

Anm.: Ich kenne meinen Vermieter persönlich, 2 Kinder, selbst Mieter in München mit jetzt wackeligem Arbeitsplatz.

Heute habe ich erfahren, dass sie wieder zum Verkauf steht, Verhandlungsbasis: 55.000 Euro.

Fazit: Die "paar Tage" kann ich auch noch warten und kauf dann das ganze Haus!

Das scheint ein "Short-Sale" zu werden, wo die Immobilie weniger bringt als der Kredit darauf - aus purer Geldnot vermutlich.
Der Schreiber hat das Zeug zum echten Investor, da er kühl und konsequent seine Entscheidungen trifft.

PS: der "reale Wertverlust" (nach Inflation) dürfte hier über 85% betragen !!! Tolles "Investment"!


Neu 2007-12-28:

Politiker-Idioten fallen nur höhere Steuern ein:

Spiegel: SPD prüft höhere Steuern für Manager

Die von SPD-Chef Beck eingesetzte Arbeitsgruppe zur Managervergütung macht ernst: Bis zum Frühjahr will sie Pläne zur gesetzlichen Regelung von Vorstandsgehältern vorlegen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen Wirtschaftsbosse künftig stärker besteuert werden.

Nachdem immer Bruttogehälter verglichen/angegeben werden, dann führen höhere Steuern für Vorstände nur dazu, dass diese Gehälter und Boni noch höher werden - denn diese Leute können sich ihre "Kompensation" selbst bestimmen.

Viel besser wäre es, die Steuern zu senken, die Politikergehälter auch und zu sagen: da schaut her, wir machen es euch vor.


Neu 2007-12-27:

XXL-Shopping in Oldenburg (Leserzuschrift):

mit Interesse lese ich Ihre Internetseite hartgeld.com. Im Anhang ein paar Fotos aus Oldenburg. "Famila", ein gerade aufwändig erweitertes Einkaufszentrum bietet einen zinslosen Kredit schon ab 100,- Euro an. Mit einem Handzettel werden die Kassiererinnen schnell in das Kreditgeschäft eingewiesen. Die Handzettel habe ich an der Kasse vorgefunden, wahrscheinlich wurden sie versehentlich dort als Werbung für die Kunden abgelegt. Ein weiteres großes Einkaufszentrum soll demnächst in der Innenstadt entstehen, "Ikea" hat seit ein paar Tagen auch eine Filiale in Oldenburg.

"Wenig Schulden, geringe Einkommen", heißt es im Städteranking der "Wirtschaftswoche" über Oldenburg. Ich habe Zweifel darüber, ob die lokale Kaufkraft soviel hergibt wie es die Einkaufszentren erfordern würden. Im Gewerbegebiet in dem ich die Fotos gemacht habe, gibt es drei große Schuhgeschäfte in denen ich nur wenig Kunden sehe, dazu kommt noch eines bei "Famila" selbst und die anderen in der Stadt. "Reno" wirbt schon mit 20% Rabatt. Andererseits wird doch kein Unternehmer ohne Standortanalyse und Kaufkrafteinschätzung große Einkaufszentren bauen oder? Selbst als Laie würde ich mir darüber doch Gedanken machen. Es fällt mir schwer zu glauben, daß professionelle Investoren (und die hinter ihnen stehenden Banken) das nicht berücksichtigen.

Sprechen die Rabatte nicht für eine Deflation? Können nicht Deflation und Inflation nebeneinander stehen? Wenn Lebensmittel und Benzin bei konstanten Löhnen immer teurer werden, bleibt weniger Kaufkraft für andere Produkte und diese werden billiger.

Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Prof. für Wirtschaftswissenschaften, den ich privat kenne, Keynesianer (vor paar Wochen sagte mir das noch nichts), über ihre Internetseite gesprochen. Auch er sieht eine Krise, aber längst nicht in der Schärfe wie Sie. Seiner Meinung nach, wenn ich ihn richtig verstanden habe, braucht Geld keine Deckung durch Gold oder Sachwerte. In der Tat hat eine goldgedeckte Währung schwere Nachteile wie bei G. Hannich (überzeugend) zu lesen ist. Allein das Vertrauen in eine Währung sei wichtig. Wenn dieses schwände, hätten wir tatsächlich ein großes Problem. Die derzeitige Krise sei eine Vertrauenskrise. Obwohl ansonsten eher amerika-kritisch, hält er die derzeitigen Maßnahmen der FED und auch der EZB für genau richtig.

Eine Inflationsgefahr hat für ihn eine geringe Wertigkeit. Wenn ich Geldmenge und Warenmenge abzüglich des Wirtschaftswachstums einfach gegenüber stellen würde um eine Inflation zu berechnen, sei das eine "monetaristische" Argumentation, welche die Geldhortung nicht berücksichtigen würde. Gelder, die auf irgendwelchen Konten herumliegen wären quasi dem Wirtschaftskreislauf entzogen und wirkten nicht inflationär.
So gesehen wäre die Warenkorb-Inflationsberechnung, die ich ihm gegenüber kritisiert habe, realistischer als der Geld- und Warenmengenvergleich ( http://www.realinflation.de/ ).

Die FED hätte aus der Vergangenheit gelernt. 1929 sei es zur Depression gekommen, weil die US-Notenbank damals im Gegensatz zu heute eine Politik des knappen Geldes gemacht hätte, was die Krise erst richtig zum Ausbruch gebracht hätte.

So ganz wollte er eine Inflationsgefahr durch billiges Notenbankgeld nicht ausschließen, aber das sei bei weitem die geringere Gefahr als eine Rezession durch hohe Zinsen oder ein Einbruch des Interbankenhandels.

So gesehen, das hat er aber nicht gesagt, müßte auch ihre Seite kontraproduktiv sein, denn Sie schaffen ja nicht gerade Vertrauen in die derzeitigen Systeme, sondern erschüttern es massiv.

Obwohl ich auch die Argumente des befreundeten Fachmanns als durchaus nachvollziehbar empfinde, habe ich aber dennoch ein paar Krügerrandmünzen gekauft, ganz problemlos über meine Filiale der "OLB", Lieferzeit nur zwei Tage. So recht weiß ich aber noch nicht was ich damit machen soll. Selbst die kleinsten sind doch für alltägliche Einkäufe schon viel zu groß, erst Recht wenn der Wert noch steigen sollte. Vielleicht kann selbst ich damit mal ein kleines Haus kaufen, aber keine Hose. Für einen echten Geldersatz hätte ich auch einfach viel zu wenige Münzen und andere doch auch, selbst wenn sie heute für mehr Geld Münzen kaufen. Es gibt keine Münzen mit der heutigen Kaufkraft von sagen wir 1 - 50 Euro.

Die Profs sind so von ihrer Keynesianischen Irrlehre gefesselt, dass sie die Welt rundherum nicht mehr erkennen.

Zu den Shopping-Malls: Business-Pläne werden in einer Expansionsphase für die Bank gemacht, mit nur guten Zahlen drinnen (aus den Fingern gesogen). Das Einzige was wirklich zählt, ist grösser als die Konkurrenz zu sein.

PS: die Zuschrift war betitelt: XXL in den Untergang?
 

Die Gas-Hyperinflation:

Spiegel: Gaspreise sollen um 20 Prozent steigen

Zum 1. Januar steigen die Preise schon, doch damit nicht genug: Nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern wird es im Frühjahr eine weitere Preiserhöhung beim Gas geben. Die Energie, so die Vorhersage, wird um durchschnittlich 20 Prozent teurer.

Hyperinflation - anders kann man das nicht mehr nennen.


Neu 2007-12-26:

Nur mehr die Immo-Fonds kaufen?

Handelsblatt: Schöne neue Immobilienwelt?

Die Mieten steigen – für Wohnungen wie für Büros. Immobilienverkäufer erzielen auch jetzt, während der Kreditkrise, noch Preise, von denen sie vor drei Jahren nur geträumt haben. Und die vielen Käufer aus dem Ausland freuen sich, in einem der größten Immobilienmärkte der Welt investiert zu haben. Immobilien-Deutschland gibt ein prächtiges Bild ab. Doch das Bild wird blasser.

Finanzinvestoren rechtfertigten in den vergangenen Jahren die Preise für Wohnungen gegenüber ihren Geldgebern mit Geschäftsmodellen, die sinkende Kosten, abnehmende Leerstände, deutlich steigende Mieten und vielfach auch Wohnungsverkäufe vorsahen. Der Abbau von Kosten und Leerstand ist gelungen, die Wohnungsprivatisierung dagegen nahezu ausnahmslos gescheitert. Und zu den Mieten sagt ein Marktbeobachter: Kaum eine Gesellschaft habe die Mieterhöhungen erreicht, die sie sich vorgenommen habe. Vielleicht spielt die Zeit den Investoren in die Hände.

Im Gewerbesegment soll der Aufschwung in Deutschland die Mieten hochtreiben. Darauf haben Käufer gesetzt und saftige Preise gezahlt. „Im Vergleich zum Mietwachstum ist Deutschland sehr teuer“, warnt Stefan Wundrack

Diese "Investoren" (Fonds, etc.) investieren natürlich fremdes Kapital. Offenbar hat sich hier auch eine Bubble gebildet.
 

Leserzuschrift zur aktuellen Kinderpornografie-Hysterie:

Hallo, dass man sich strafbar macht wenn man ein Zufallsfund von Kinderpornografie nicht meldet, ist interessant. Zuerst weiß ich von jemanden der genau das gemacht hat. dass er dafür selber einen Besuch von der Polizei bekam. In irgendeiner Fernsehsendung wurde explizit davor gewarnt weil man dann fast automatisch ein Ermittlungsverfahren bekommt.

Zur Strafbarkeit fürs Nichtmelden: Ich mache darauf aufmerksam, dass der Besitz von Kipo mit max. 2 Jahren Haft bestraft werden kann. Privates urheberrechtsverletzen aber kann (vom Gesetz her) mit bis zu 3 Jahren Haft geahndet werden. So, es ist ja irgendwie nicht einzusehen , dass Sie die von den max. Haftzeiten offensichtlich leichtere Straftat meldepflichtig ist die schwerere aber nicht.
Ich kenne aus meiner Jugendzeit niemanden der nen Computer hatte und nicht massenhaft "Raubkopien" hatte. Ja ich kannte sogar nur einen der sich mal eine Anwesdungs-SW gekauft hat ( kein Spiel) Nach heutigen Umfragen sind es immer noch über 50 & der Privatnutzer die "Raubkopien" haben und nutzen. In einer PC-Zeitschrift habe ich sogar mal gelesen, dass diese Meldpflicht sogar geplant war.
So, nochmal zu Kipo. Im Spiegelartikel stand dass die über Kreditkarten bezahlen. Sorry, hier sollte es vergleichlich einfach sein für die Staatsorgane die Täter damit dingfest zu machen, da brauch es keine "VDS" und keinen "Bundestrojaner".

So, wo Sie schon ein Liberaler ( also gegen der starken Staat sind ): Ich sehe das genau umkekehrt, wie haben einen viel zu schwachen Staat auch in der Justiz. Was nämlich ( vordergründig ) total in Widerspruch steht zu dem werdende Orwell-Polizeistaat ist dass z.B. Gewinnspielbetrüger wie z.B. Fridrich Müller seit 10 Jahren ungestraft ihr Unwesen treiben können. Meine Mutter bekommt ständig von diesem (und anderen die aber meist aus Übersee agieren, wodurch Sie wirklich nicht so leicht zu bekommen sein könnten ) Briefe in der Sie mal 20.000€ gewonnen hat, mal 15.000 mal 7.500 oder auch mal satte 25.000 € Sie soll um diese zu bekommen eine 0900er Nummer für 1.99 anrufen wo aber nur ein Computer Sie vollquatsch. derartigen Telefonspam bekommt Sie auch, z.B. heute.
Für die Polizei sollte es sehr leicht sein diese Leute dingfest zu machen. Friedrich Müller ( mit einen ang. RA "Hubert Einfalt der nach einer Recherche von einen RA gar nicht existiert) agiert über ein ös. Postfach. Da die 0900erNummern von jemanden registriert werden müssen und da auch jemand das Geld bekommt müsste diese Spur leicht zu verfolgen sein. Friedrich Müller macht das schon seit vielen Jahren so, also keiner der sich durch Gründung von immer neuen Scheinfirmen vor Verfolgung schützt.
Dafür bräuchte man keine Orwell-Gesetzte sonder die rechststaatlicher Ermittlung reicht voll aus.
So , in London ist die Straßenkriminalität auch höher als in Berlin ob wohl dort jeder Winkel Videoüberwacht ist. Fazit, die Kameras sind gar nicht für die Bekämpfung von Straßenkriminalität gedacht und die Straßenräuber wissen das.
Ich mache Sie darauf aufmerksam dass gerade GB eine liberale und kapitalistisch Tradition hat, und trotzdem ist das der Vorreiter bei Orwellmassnahmen in Europa. Tja, ich denke sogar WEIL GB diese Tradition hat.
Bei einen starken Staat ( der ehrlich Null-Toleranz und Law und Order ausübt )dürftes es die Nepper-Schlepper-Bauernfängerei nicht in dem Maaße möglich sein.
Ich denke mal die Leute die meinen der Orwellstaat wäre eine Folge des stakren Staates, verwechseln den Staat mit den Korumpierenden Eliten die im Hintergrund die Fäden ziehen und die Infrastruktur des Staates benützen um sich ihre Macht durch den Orwellstaat zu sichern.
Beispiel ist, dass selbst viele Abgeordnete die Anfangs gegen die VDS waren dafür gestimmt haben weil die EU das so verlangt. Sie haben damit gegen das deute GG verstoßen und Landesverrat begangen, nicht gerade wie man einen starken Staat definiert.

So ist es also:
a) Wenn man soetwas meldet, kommt man selbst in die Ermittlungs-Mühle
b) Gegen echte Kriminelle wie Betrüger tun sie nichts

Gegen echte Kinderschänder tun sie auch kaum etwas: Ticket nach Phnom Penh

Selbst wenn diese x-fach einschlägig vorbestraft und HIV-positiv sind. Aber alle Internet-Benutzer unsicher machen!


Neu 2007-12-25:

Auch das gibt es:

Spiegel: Hartz IV für den Hund

Fressen, Flohkuren, Streicheleinheiten: Die Hamburger Tiertafel hilft denen, die selbst nicht viel übrig haben - und noch weniger für ihre Haustiere. Der Andrang ist riesig.

Ich würde lieber selbst verhungern, bevor meinem kleinen Simba der Magen knurrt", behauptet Gabriele Dieckmann und streichelt ihrem fünfjährigen Labrador traurig über den Kopf. Wie jeden Mittwochnachmittag stellen sich Simba und Frauchen in die langen Schlange vor der Hamburger Tiertafel. Die 48-Jährige ist arbeitslos und eine von mehr als 142.000 Hartz-IV-Empfängern (mehr...) in der Hansestadt.

"Meine Katzen essen doch gar kein Hühnchen", klagt eine ältere Frau, als ihr Bettina Elze drei Dosen Futter über die Ausgabetheke reichen will. "Nun gut, dann gibt es eben Thunfisch", entgegnet Elze - und tauscht die Packungen aus.

Heikel sind die auch noch. Jedenfalls hier können alle jene "Tierfreunde", die mich vor kurzem massiv angegriffen haben, helfen, damit nicht auch die Hunde und Katzen der Hartz-IV-ler unter die Luxusgrenze fallen.

In der echten Depression, die 2008 kommt, wird die Sache etwas anders aussehen. Sie wissen schon vermutlich wie.


Neu 2007-12-24:

Ein wichtiger Konjunktur-Indikator zeigt nach Unten - Bierverbrauch:

Spiegel: Bierkonsum so niedrig wie noch nie

Weniger Durst: Die Deutschen haben dieses Jahr deutlich weniger Bier getrunken als 2006. Ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird, warnt der Chef des Deutschen Brauerei-Bundes in einem Interview. Die Brauereienvielfalt sei in Gefahr.

Zwischen 1920 und 1923 (Hyperinflation) ist der Bierverbrauch um mehr als 50% gefallen.

Die "Experten" merken nichts:

GfK-Chef Wübbenhorst: Deutsche geben 2008 rund 20 Milliarden Euro mehr aus

Der Chef der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Klaus Wübbenhorst, rechnet für 2008 mit einem merklichen Anstieg der Konsumlust. 'Wir sind bullish eingestellt, wir sehen ein Wachstumspotenzial für den Konsum von bis zu 1,5 Prozent', sagte Wübbenhorst der 'WELT' (Montagausgabe). 'Real werden das 20 Milliarden Euro sein', sagte der Konsumforscher. Profitieren dürften vor allem Einzelhändler und Reiseanbieter. Für das ablaufende Jahr 2007 rechnen die Forscher dagegen nur mit einem Plus von 0,5 Prozent oder weniger.

Mit den Mehrausgaben kann er durchaus recht haben. In der Inflation und besonders Hyperinflation geben alle mehr aus - nur wird es immer weniger wert.

Leserzuschrift dazu:

Meine Prognose sieht leicht anders aus:
Weiterer Rückgang des Konsums durch sinkende Reallöhne.
z.B. um 8% bei gleichzeitiger realer Inflationszunahme von 9,5% macht ein schöngerechnetes "Konsumplus" von 1,5% ;-)

Braucht man dazu einen Doktor- oder gar Professorentitel in Ökonomie? NEIN!!!
 

[17:00] Da bricht der Automarkt richtig zusammen:

Spiegel: Autobauer lassen massenhaft Neuwagen auf sich selbst zu

Deutsche Autohersteller peppen ihre Statistik auf: Wegen eines drohenden Absatzeinbruchs sollen sie binnen eines Monats bis zu zwei Drittel der Neuwagen auf sich oder ihre Händler zugelassen haben. Diese Fahrzeuge kommen bald auf Umwegen billig auf den Markt.

Gerade die Massenhersteller hätten derzeit massive Probleme, ihre Autos zu regulären Preisen zu verkaufen. So seien vom VW-Cabrio Eos zwei Drittel der Wagen auf Handel und Hersteller zugelassen worden. Der Bestseller VW Golf sei zu 38 Prozent nicht an den Endkunden gegangen. "Der VW-Konzern will das Absatzvolumen um jeden Preis steigern", sagt Dudenhöffer. "Die kämpfen um jedes Auto."

Die müssen wohl bei ihren Banker-Kollegen abgeschaut haben: den schönen Schein möglichst lange bewahren. Denn es gilt die Jahresbilanz zu retten.

Das ist ein massiver Markt-Zusammenbruch wie er noch kaum eingetreten ist.
 

[13:00] Leserzuschrift zu Immo-Preisen in Deutschland:

Durch den Artikel im Stern zu den günstigen Preisen für Häuser in Amerika ist mir wieder bewust geworden, daß es bei uns teilweise auch nicht anders aussieht.

Auf der einen Seite gibt es Boomregionen wie Berlin oder Frankfurt (Wo schon wieder das nächste Hochhaus entstehen soll, ganz zu schweigen von dem neuen Europaviertel) auf der anderen Seite sind Teile des Ostens. Hier gibt es Häuser, die teilweise nicht oder nur minimal renoviert werden müssen, für einen Bruchteil des Preises, wie man ihn wo anders bezahlen müßte.

Seit einiger Zeit verfolge ich unregelmäßig die Ergebnisse der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG und bin immer wieder erstaunt über die Erlöse. Immer wieder gibt es (dann jedoch stark renovierungsbedürftig) Häuser mit Grundstück für unter 1000€.

Oder ein ehemaliger Stall mit > 5000m² Grundstück ging für 6.500€ weg. Das sind schlappe 1,30€ pro m². Woanders sind die Preise 100 x höher...

Wenn es weiter so geht, dann wird es nicht nur im Osten so aussehen, sondern bald bundesweit.

Der Preis einer Immobilie hängt rein von der Kreditverfügbarkeit und den Arbeitsplätzen ab. Wieder ein Beweis dafür. Auch schon 2oz Gold pro Haus (aber noch selten).
 

[13:00] Jetzt schlägt "Joe" wirklich Dreizehn:

Welt: Ackermann kritisiert Sucht nach Rendite

Was hat er noch vor einem halben Jahr getan? ja, immer mehr Rendite gefordert. Weil das die Politiker plötzlich kritisieren, dreht auch er um.
 


Neu 2007-12-23:

Was will Hessen eigentlich mit der WestLB?

Handelsblatt: Last Exit Hessen

Drama, Krimi, Schmierenkomödie: Fast schon hilflos suchen Kommentatoren in diesem Jahr nach immer neuen Formulierungen für die Krise der WestLB. Seit Monaten geht die einst stolze Bank unsicheren Zeiten entgegen. Nun ist es sicher, dass sie ihre Selbstständigkeit verspielt hat.

Die WestLB war weltweit die Bank mit dem 3.grössten SIV-Volumen. Will das Land Hessen mit der WestLB gemeinsam untergehen?
 

Grossartige Abhandlung über deutsche Wirtschaftsgeschichte 1919-1945:

Uni-Münster: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/SW-G/ws04;05/burhopskript2.pdf

Leserzuschrift (AU) dazu:

Nachdem es heute mit Gewissheit keinen Deutsche Buerger mehr geben duerfte der 1929 mit vollem Bewusstsein - also das notwendige Alter hatte - dieses Drama der Hyperinflation und deren Folgen bewusst zu erleben, dachte ich mir es kann nicht schaden die Bevoelkerung heute schon auf das aufmerksam zu machen was auf uns zukommt. Die Geschichte wiederholt sich nur.

M.E. ist mein Hinweis, wie man nach der Waehrungsreform in Deutschland 1948 mittels der Besteuerung von nicht benutzen, eingetragenen Grundschulden nochmals zur Kasse bat, von nicht zu unterschaetzender Bedeutung.
Dieser Vorgang war in der Tat "genial". Hatten die meisten Deutschen bereits durch den WWII Krieg fast alles verloren, so fand man eine Moeglichkeit sie nochmals zu rupfen. An diesen Vorgang kann sich heute kaum noch ein Mensch erinnern, was aber nicht heisst dass die Wirtschaftsfachleute der Regierung diese Sache nicht in ihren Schubladen haben. Was 1948 in Deutschland "erfunden" wurde, wird mit Sicherheit nach dem Crash weltweit angewendet werden. Das war zumindest die Meinung des Schweizer Info Briefes aus dem Jahre 1987?

Dieses Spielchen muss verhindert werden. Hartgeld.com hat das Zeug dazu. Wie gesagt ich habe diesbezueglich keine Info am www gefunden. Der Bund der Steuerzahler muesste die beste Quelle sein.

Must read!


Neu 2007-12-21:

Ist gerade hereingeflattert:

Die sind wirklich abgehoben, oder?
 

Die ARD ortet bereits einen Megatrend:

ARD: Megatrend Inflation?

Die Preissteigerungen der vergangenen Monate waren für Verbraucher an der Zapfsäule oder am Kühlregal deutlich spürbar. Für Anleger stellt sich immer dringender die Frage, wie sie ihr Depot inflationssicher machen können.

Richtig gerochen. Was wir bisher gesehen haben, war nur ein Vorgeschmack. 2008 kommt die Hyperinflation. Wahrlich ein Megatrend.
 

Kein Geld mehr für BMWs?

BMW streicht Tausende Arbeitsplätze

Schock vor dem Weihnachtsfest: Der Münchner Autobauer BMW will massiv Stellen streichen. Geplant sei der Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen, sagte ein Konzern-Sprecher. Betroffen sein sollen vor allem Zeitarbeiter und Stammbelegschaft eines deutschen Werks.

Kommt also auch auch die "Erfolgsgeneration" schon unter Druck?
 

[18:00] Werden IKB und KfW 2017 noch leben?

Spiegel: Hypothekenkrise belastet KfW bis 2017

Die werden vermutlich nicht einmal das nächste Jahr überleben.


Neu 2007-12-19:

Citibank scheint massiv Geld zu benötigen (Leserzuschrift):

Gestern abend konnte ich auf einem großen deutschen Privatsender die Werbung der Citibank sehen.

Diese bietet 5% Zinsen für Tagesgeld und betont extra noch, daß dies für Summen von €2.500 bis €1.000.000 gilt.
Hier wird wohl ziemlich laut um Hilfe gerufen...

Bin mal gespannt, wie es nach dem Weihnachtsurlaub der Bänker weitergeht.
Im Moment wird ja alles daran gesetzt, das System noch bis Jahresende über die Runden zu bringen (siehe €350 MRD 14 Tages Tender der EZB).

Ich denke, ich spare mir im nächsten Jahr den Besuch eines Freizeitparks, denn ich bin mir sicher, daß wir nächstes Jahr genug Achterbahn fahren werden (bzw. mit uns gefahren wird).

5% ist ja schon etwas, aber noch nicht so viel wie in Spanien. Wenn man bedenkt, dass sie gerade ihre Conduits fressen mussten und in den USA schon Abhebelimits von $2000 haben. Daher würde ich dort keinen Cent anlegen.
 

[20:30] Achtung - Nachschusspflicht bei Genossenschaftsbanken:

Telepolis: Eigentümerkontrolle oder verselbständigtes Management?

Die Skandale um die IKB Deutsche Industriebank und die Landesbanken in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben ans Licht gebracht, was in der Bevölkerung bisher wenig bekannt war: dass auch Banken außerhalb des Privatsektors sich über Auslandstöchter in erheblichem Ausmaß an hochriskanten Spekulationsgeschäften beteiligten und beteiligen. Aus diesem Anlass fragt sich derzeit so mancher Bankkunde, wie er herausfinden kann, was seine Bank mit seinem Geld eigentlich so treibt. Bei Privatbanken und Sparkassen gibt es hier kaum Möglichkeiten – aber bei Genossenschaftsbanken sind die Verbraucher gleichzeitig auch Eigentümer der Bank. Doch wie können sie ihre Informations- und Kontrollrechte in der Praxis geltend machen?

Im Falle der Insolvenz einer Genossenschaftsbank haftet der Verbraucher nicht nur mit der von ihm eingezahlten Einlage, sondern durch die so genannte "Nachschusspflicht" auch darüber hinaus.

Wer Genossenschafter einer solchen Bank ist, muss bei Insolvenz nachschiessen!
 

Die Beamten-Gewerkschaften langen zu:

Spiegel: Ver.di fordert acht Prozent mehr Lohn

Dem öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen steht eine harte Tarifrunde bevor: Ver.di verlangt für die Beschäftigten acht Prozent mehr Einkommen. Als Grund für die hohe Forderung nennt die Gewerkschaft die Steuermehreinnahmen in Folge der guten Konjunktur.

Interessant, dass die Inflation nicht genannt wird. Aber die Gewerkschaften riechen sie sicher.
 

[19:30] Reale Wirtschafts-Schrumpfung (Leserzuschrift):

Ich habe gerade auf Phoenix einen Bericht über die Jahresbilanz-Pressekonferenz der FDP gesehen. Lt. Parteichef Westerwelle gab es 2007 folgende bemerkenswerten Dinge:

minus 40% bei der Bautätigkeit für Ein- und Zweifamilienhäusern
minus 8% bei den KFZ-Zulassungen
minus 20% erwartet das Handwerk in 2007
und zum ersten Mal wurde die Schallmauer von 100.000 Privatinsolvenzen durchbrochen.

Wenn man bedenkt, dass es erst losgeht ... dann kann man nur sagen: Gute Nacht Deutschland, Gute Nacht die Welt!

Das sind alles nominelle Zahlen in Euro. Wenn man die reale Inflation noch abzieht, ist die Schrumpfung noch viel dramatischer.


Neu 2007-12-18:

Die Banken-Solidarität bröckelt:

Handelsblatt: Sparkassen wollen keine WestLB-Risiken übernehmen

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen sind offen für Gespräche über ein Zusammengehen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit der WestLB. Sie wollen bei einem Zusammengehen aber keine zusätzlichen Risiken übernehmen.

Die Phase des "ohne mich" und "jeder für sich selbst" beginnt also.
 

Sparkasse Meissen mit Problemen (Leserzuschrift):

Ich war gerade auf meiner kontoführenden Sparkasse in Radebeul (Kreissparkasse Meißen) in Sachsen. Das Terminal zum Überweisen war kaputt, also musste ich an den Schalter der Bank (Anm.: Online-Banking funktioniert auf Grund des Dilletantismus der Sparkasse auch nicht mehr - unglaublich!).

Also füllte ich meine fünf Überweisungen per Hand aus - man hat ja sonst nichts besseres vor! Interessant war das Gespräch was ich mitbekam. Eine Dame vor mir unterhielt sich mit der Sparkassenangestellten. Die Überweisungen der Dame vor zwei Tagen an ein Modehaus wurden nicht ausgeführt, weil die Sparkasse "Probleme"
hatte mit dem Ausführen von Überweisungen. Ein Schelm wer dabei an Probleme des Freistaates Sachsen, der Sachsen LB, Ihre Info zur SPK Leipzig oder an die allgmeine Lage (Mega-Kreditkrise) denkt.

ICH VERMUTE HIER MASSIVE LIQUIDITÄSPROBLEME !!!

Stellen Sie die Mail ruhig auf Ihre Seite - diese Info sollte niemandem, v.a. in Sachsen vorenthalten werden !

Kein Wunder, dass die Sparkassen bei der "Solidarität" nicht mehr mittun wollen, sie haben selbst schon genügend eigene (Liquiditäts-) Probleme.
 

Noch eine "Problembank" - Commerzbank:

Heute hat die Hausbank (Commerzbank) eines Rechtsschutzversicherers bereits den Jahresbeitrag 2008, zwei Wochen vor Fälligkeit 01.01.2008, von meinem Konto abgebucht. Nach sofortiger telefonischer Rücksprache mit dem Versicherer, weiß dieser nicht, was bei seiner Hausbank passiert ist.

Auf jeden Fall wurden alle Beitragslastschriften des Versicherers, die erst am 01.01.2008 fällig sind, bereits jetzt von der Hausbank abgebucht. Mir wurde vom Rechtsschutzversicherer bestätigt, dass ich heute nicht der erste Kunde wäre, der diesbezüglich angerufen hat. Die Kunden des Versicherers sind mehr als "stinkig"! Bei ca. 96 TEUR Beitragseinnahmen in 2007 und ca. 25 % Prämienfälligkeit zum 01.01.2008 kann man schon mal ca. 24 TEUR als Bank "vereinnahmen".

Schafft sich die Bank auf diesem Weg zum Jahresende Liquidität, um nicht die EBZ "anpumpen" zu müssen?

Kein fauler Trick ist denen zu schade um an Liqudität zu kommen.

[17:30] und noch eine mit Abhebelimit (Leserzuschrift):

Gestern abend mit schrecken bemerkt: abhebelimit am automaten bei Kreisssparkasse Düsseldorf nur noch 500 Teuro anstatt vorher 1000. wäre nett gewesen, wenn das vorher angekündigt worden wäre. aber was will man heutzutage von einer bank schon erwarten...

Es werden immer mehr. Vielleicht hilft die Geldschwemme der EZB?
 

Schweigegelder an Pleite-Banker:

Zeit: Vorstände mit Vollkasko

Sie haben mit Fehlspekulationen eine komplette Bank verspielt. Aber die früheren Chefs der IKB fallen weich.

Warum fallen sie weich: weil sie sonst reden könnten.

Leserkommentar dazu: ein weiterer schlag ins gesicht für otto normalverbraucher!
 

[16:30] SachsenLB/LBBW - und sie pfuschen weiter:

BÜSO: Sachsen LB: Wer hält die Pistole an Oettingers Schläfe?

Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte gegenüber den Stuttgarter Nachrichten, die LB Baden-Württemberg (LBBW) habe sich bei der Übernahme der SachsenLB als sehr gut erwiesen, denn 17,5 von den 28 Milliarden € Anleihen der SLB würden in ein neues Finanzinstrument investiert, das nicht in den Büchern der LBBW erscheinen werde. Daran sieht man, daß das Land anscheinend nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Denn es waren gerade diese außerhalb der Bücher laufenden SIVs (structured investment vehicles) und verschiedene andere Finanzinstrumente, die das Finanzsystem zum kollabieren gebracht haben! Oettinger bestätigte, daß das Land Sachsen 2,75 von der geforderten 4,3 Milliarden € - Garantie übernehmen will, was für den Freistaat an der Grenze des Machbaren läge. Der Rest der Garantie wird von der LBBW und anderen Deutschen Landesbanken übernommen.

Wie EIR erfuhr, habe man Mitgliedern des baden-württembergischen Landtages mitgeteilt, wenn die Garantien nicht zur Verfügung gestellt würden, würden die Kontoinhaber aller Sparkassen im Bundesstaat Sachsen (die wiederum von der SLB kontrolliert werden) ihr gesamtes Vermögen verlieren!

Die Pistole kommt vermutlich aus der eigenen Landesbank und der Bundesregierung. Vor einem totalen Bankencrash der da kommt, haben alle Politiker totale Angst.

Die Spareinlagen der meisten Sparkassen und Landesbanken sind ohnehin bereits verloren, nur sieht man es noch nicht.
 


Neu 2007-12-17:

Bald wieder (Leserfindling)?


 
Wenn sie alle Risiken ihrer SachsenLB übernehmen...

Praktische Leserfrage dazu:

Was wäre wenn man die SachsenLB nicht bis Sonntag unterbekommt und sie wirklich insolvent wird ?
Könnte dies schon in Bälde richtige Probleme für die Sparkassen in Sachsen ergeben ?
Z.B. für Sparguthaben bzw.Kontenverkehr

Irgendwann werden sie trotzdem kollabieren, dann kommt der Run auf diese Bank - leider kein Geld mehr da. Rette sich wer kann!
   

Sparkasse Leipzig - der nächste Sanierungsfall:

AdHocNews: Sparkasse Leipzig droht dramatischer Gewinneinbruch für 2007

Der Sparkasse Leipzig droht ein beträchtlicher Gewinneinbruch für das Geschäftsjahr 2007. Nach einem Jahresüberschuss von 21 Millionen Euro im vergangenen Jahr werde die Bank voraussichtlich Verluste in zweistelliger Millionenhöhe ausweisen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur ddp.

Ein Großteil der Wertberichtigungen betrifft fragwürdige Geschäfte unter dem früheren Vorstandsvorsitzenden Peter Krakow. Der gesamte Vorstand der Sparkasse Leipzig, die zweitgrößte Sparkasse in den ostdeutschen Bundesländern, war in diesem Jahr frühzeitig zurückgetreten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte sich schon im Jahr 2006 bei den internen Geschäftsvorgängen des Geldinstituts eingeschaltet, nachdem ein Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche zum Ergebnis gekommen war, dass bei fragwürdigen Kreditengagements der Sparkasse es «wiederholt zu Auffälligkeiten gekommen ist».

Die Sparkasse ist zudem angeblich mit rund fünf Millionen Euro an dem Investmentvehikel «Sachsen Funding I» der Landesbank Sachsen beteiligt. Sachsen Funding I ist mit US-Hypothekenkrediten besichert, deren Marktwert im Zuge der weltweiten Hypothekenkrise erheblich gefallen ist.

Die waren also auch bei diesem Conduit dabei, plus diverse Kredite an Freunde des Vorstandes.
 

IKB wird immer teurer:

Handelsblatt: IKB-Rettung könnte noch teurer werden

Die Krise um die angeschlagene Industriebank IKB führt beim Großaktionär zu immer neuen Lasten. Die Rettung der Bank könnte die staatliche KfW über fünf Milliarden Euro kosten. KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier richtete nun auch eine klare Botschaft an den Steuerzahler.

Wann will man die leere Hülle endlich fallen lassen. Und den Steuerzahler soll das alles nichts kosten. In England arbeitet man bereits an einer Staatsübernahme von Northern Rock - mit allen Verlusten. Will der deutsche Staat diese Kröte endgültig schlucken?
 

[21:30] Sehr gut recherchierte Leserzuschrift zu APO-Bank:

Nach den aktuellen Problemen der SachsenLB habe ich mal weiter recherchiert. Ein schon etwas älterer Bericht "Sächsisches Roulette" in der Capital vom 12.11.2007
siehe http://www.capital.de/unternehmen/100008325.html zeigt schön die Hintergründe - und wie Claus Wilsing in die eigene Tasche gearbeitet hat, unter Duldung der SachsenLB.

Er zeigt aber auch, wo die Schuldigen der SachsenLB jetzt weiter ihr Unwesen treiben - wo also die nächsten Bomben hochgehen werden.

1. Die Apo-Bank hat 2005 51% von der AC Capital Partners gekauft. Sie wurde von Claus Wilsing und ein paar Kollegen 2003 gegründet. Claus Wilsing ist der Mann, der für die SachsenLB das heutige Chaos angerichtet hat. Seit Ende 2005 ist er Vorstand bei der Apo-Bank und gleichzeitig noch an der AC Capital Partners beteiligt.

Bei der Apo-Bank hat er aber nicht das Geld der Bank bzw. des Bundeslandes, sondern das Geld der Anleger (1,3 Mrd. Euro) mit einem 25fachen Hebel = ca. 30 Mrd. Euro über AC Capital Partners in ABS usw. angelegt. Die Anleger sind Ärzte und Apotheker, sowie deren Kammern, Standesverbände und deren Pensionskassen.

2. Die Apo-Bank ist die weitaus größte Bank im BVR. http://www.bvr.de/ . Sie hatte 2006 eine Bilanzsumme von 33 Mrd. Euro, die nächstkleinere Bank hat eine Bilanzsumme von 10 Mrd. Euro. Die gesamten Genossenschaftsbanken haben eine Bilanzsumme von ca. 600 Mrd. Euro, die Apo-Bank hat also ca. 5 % davon.

Mitgliederliste mit Bilanzsumme, siehe http://www.bvr.de/public.nsf/public.nsf/EED3EEC9F7C7273AC1256F87003532A6/$FILE/AlleBanken2007.pdf

Der BVR betreibt die Sicherheitseinrichtung für die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Er garantiert damit für die Einlagen und Inhaberschuldverschreibungen aller Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland.
"Die Sicherungseinrichtung des BVR ist vom deutschen Gesetzgeber als so genannte institutssichernde Einrichtung gemäß § 12 Abs. 1 Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAG) anerkannt worden: Ihr angeschlossene Banken sind keiner gesetzlichen Entschädigungseinrichtung gemäß §§ 6 f. EAG zugeordnet (Der Schutzumfang je Kunde betrüge dann nur 90 Prozent der Einlagen, maximal 20.000 Euro), solange die Sicherungseinrichtung des BVR auf Grund ihres Statuts die angeschlossenen Banken selbst schützt, insbesondere deren Liquidität und Solvenz gewährleistet, und über die dazu erforderlichen Mittel verfügt."

3. Die DZ Bank ist die Zentralbank des Verbandes.
"Die DZ BANK Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank AG ist das Spitzeninstitut und Zentralbank für 1.254 Volksbanken und Raiffeisenbanken mit den Schwerpunkten Verbund und Mittelstand. Als Geschäftsbank ist die DZ BANK hauptsächlich in den Bereichen Corporate Finance, Fixed Income und Sales & Brokerage aktiv."

4. Die Statuten der Sicherungseinrichtung des Verbandes, zeigen, dass alle zur Verschwiegenheit verpflichtet sind und welche Rolle die DZ Bank im Verband spielt.
siehe http://www.bvr.de/public.nsf/D12E0EC06274EAABC1256F7A00358C38/$FILE/statut_sicherungseinrichtung.pdf , insbesondere §29.


Daraus folgt nun meine Hypothese:

Die Sicherungseinrichtung der Genossenschaftsbanken hat eingegriffen und Bürgschaften bzw. Garantien für die AC Capital Partners übernommen - auf dem Wege über die DZ Bank. Nach außen wird es so dargestellt, als ob die DZ Bank die Refinanzierung übernommen hätte - man ist ja zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Begründung: In der momentanen Situation würde das eine Bank freiwillig nie tun. Eigentlich hätte weder die Apo-Bank noch die Sicherungseinrichtung für das Fondsvermögen der Kunden haften müssen - aber dann wäre das angelegte Vermögen von 1,3 Mrd. Dollar der Ärzte, Apotheker und ihrer Pensionskassen verloren gewesen und anschließend wäre die größte Genossenschaftsbank, die Apo-Bank, zusammengebrochen - mit weiteren Folgen, die man absehen kann.

Dies darf aber unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen - ist in den Statuten so festgelegt. Daher hat die Apo-Bank den Pressemeldungen heftig widersprochen, siehe http://www.apobank.de/70partner/30presse/071105/index.html

Daher versteht man, warum nach der ersten Spiegel-Meldung am 3. November (fast) nichts mehr in der Presse gekommen ist. siehe http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,515190,00.html

Würde das bekannt, dann käme in Deutschland sofort der Run auf alle Genossenschaftsbanken - wie bei Northern Rock. Da mit 25-fachem Hebel gearbeitet wurde, kann die Haftung der DZBank und damit der Volks- und Raiffeisenbanken bis zu ca. 30 Millarden Dollar betragen.

Die Ärzte und Apotheker sind sowieso nicht sehr gut auf die Apo-Bank zu sprechen - wegen Ihrer Machtpolitik.
siehe http://www.dfg-online.de/friends/parser.php?urid=58&PHPSESSID=063c405561decfaf4cc6... (etwa in der Mitte der Seite oder Suche nach apobank: 1. Irland: Sorgen in Deutschland um Apobank-Tochter 2. Kommentar - Aufsichtsfrage: Wohin driftet die Genossenschaft namens ”apobank"? 3. Wirtschaftskrimi vom Rhein: apobank-Rambo Herion und die Marktbeherrschung)

So wird es vermutlich noch ein paar Wochen oder Monate dauern, bis alles bekannt wird und die Apo-Bank zusammenbrechen wird - nicht weil sie selbst dort das Geld verliert (sie hat dort nur einige Millionen angelegt), sondern weil sie das Vermögen und Vertrauen der Ärzte und Apotheker verspielt hat...spätestens, wenn die ABS auslaufen und deren wahrer Wert dann im folgenden Finanzbericht nicht mehr versteckt werden kann.

Claus Wilsing wird ohne Verluste daraus hervorgehen - schließlich ist es ja nicht sein Geld - sondern das der Anleger (für das jetzt alle Genossenschaftsmitglieder der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken eintreten müssen), das er verzockt hat.

Ob die DZ-Bank und die mit haftenden Genossenschaftsbanken das überstehen, bleibt fraglich. Wenn man noch gedacht hat, dass man bei der kleinen "Volksbank" vor Ort sicher ist, so kann man jetzt davon ausgehen, dass dies nicht der Fall ist. Selbst wenn diese kleinen Banken sich nicht an dem Geschäft mit amerikanischen Anleihen beteiligt haben, so haften sie mit für die Verluste der "schwarzen Schafe" in ihren Verbänden.

Die haben wirklich allen Grund, verschwiegen zu sein. Da kann jede Bank eines Sicherungssystem Opfer eines Spekulanten mit fremdem Geld werden und untergehen.

Leserzuschrift zum Weihnachtsgeschäft:

Soeben ruft mich ein Freund an, der in Passau, Straubing und Regensburg Markenbekleidungsgeschäfte führt.

WEIHNACHTSGESCHÄFT IM RAHMEN DES AUFSCHWUNGS – 50 % !!!!!

Toller Aufschwung.
 

Bei den Frächtern wird bald auch der totale Kampf toben:

FTD: Dieselpreis treibt Frachtkosten in die Höhe

Neue Gesetze und steigende Kraftstoffkosten: Die Preise im Straßengüterverkehr klettern auf einen neuen Rekordwert, doch den wenigsten Logistikunternehmen gelingt es, die Kosten an ihre Kunden weiterzureichen. Ein Ende der Kostenlawine scheint nicht in Sicht.

Das sind Kosten, die die Transportunternehmen bisher nicht an ihre Kunden weitergeben haben. „Die zeigen ihnen die kalte Schulter“, sagt Cordes. 38 Prozent der Verlader gaben in der Erhebung an, dass sie generell keine höheren Preise akzeptieren würden. Gut ein Viertel der Befragten würde sich, mit einem Kostenschub konfrontiert, gleich nach einem anderen Logistikunternehmen umsehen.

Nicht vergessen: alle diese Trucks sind auf Kredit finanziert und die Raten müssen bezahlt werden, egal ob gefahren wird, oder nicht. Die Kunden wissen das offenbar.
 

KfW und andere deutsche Bankenprobleme:

NZZ: EU-Kommission vertreibt die Landesbanken aus dem Paradies

Die KfW muss ihre gesamten Reserven für allgemeine Bankrisiken über 5 Mrd. € für die Rettung der IKB einsetzen. Trotzdem gibt Steinbrück zu Protokoll, der Steuerzahler werde für die IKB-Krise nicht bezahlen müssen. Wenn jedoch der Staat Vermögen der KfW aufs Spiel setzt, passiert genau dies.

Die KfW als Bank für alle Fälle
Wenig Beachtung findet in Deutschland, dass das Staatsinstitut, das mit dem Bund im Rücken am Kapitalmarkt billig Geld aufnehmen kann, mit immer grösseren Volumina in den deutschen Bankenmarkt drängt: zum einen mit der KfW Ipex-Bank, die direkt im Wettbewerb mit anderen Banken um die Export- und Projektfinanzierung steht. Sie musste auf Geheiss der EU verselbständigt werden, firmiert aber nach wie vor unter dem Dach der KfW-Gruppe. Zum anderen über das stetig wachsende «Fördergeschäft». So vergibt die KfW verbilligte Kredite und Mezzanine-Finanzierungen an mittelständische Firmen, subventioniert Darlehen an Studierende oder für Neubauten, die wenig Energie brauchen. Stets begründet die Bank ihre Engagements dabei mit «Marktversagen». Damit mischt sie sich aber immer mehr in Bereiche ein, die eigentlich «normalen» Banken vorbehalten sein sollten.

Hinter der KfW verbergen sich noch einige Albträume, die bald real werden. Dort sind unzählige Risiken vergraben.

Und die KfW braucht schon Geld (Leserzuschrift):

Gerne lese ich auf Ihrer Seite immer die neuesten Informationen bezüglich des Finanz- und Geldmarkts. Was mich neulich jedoch recht stutzig gemacht hat, war die Anfrage bei meiner Hausbank auf Rückzahlung des Existenzgründerdarlehens an die KFW. Ich hatte dort Anfang des Jahres 15000€ Darlehen zu einem Zinssatz von knapp 9% erhalten mit einer Zinsfestschreibung von 6 Jahren. Da die Geschäfte besser als gewohnt liefen wollte ich den Kredit zurückzahlen und ließ die Vorfälligkeitsentschädigung anfragen. Hierbei teilte mir meine Hausbank mit, dass keine Vorfälligkeitszinsen anfallen. Das könnte natürlich auch darauf hindeuten, dass die liquiden Mittel bei der KFW inzwischen knapp werden.

Natürlich ist es so, dass sie Kredite jetzt gerne zurückgezahlt haben möchte, nur zurückfordern tut sie diese noch nicht - kommt auch noch.
 

Noch in Lebensversicherungen?

FTD: Allianz Leben verlagert Risiko auf Kunden

Die Allianz Leben verlagert bei der Gewinnbeteiligung in der klassischen Lebensversicherung das Kapitalmarktrisiko stärker auf den Kunden. Zudem gibt es schlechte Nachrichten zur Verzinsung.

Das Kapitalmarkt-Risiko trägt jetzt allein der Kunde.
 

Arm durch Arbeit:

Tagesspiegel: Wenn der Lohn nicht zum Leben reicht

Immer mehr Erwerbstätige sind auf Leistungen vom Staat angewiesen. Ein Ende des Trends ist nicht absehbar.

Nicht nur viele Mitarbeiter der Pin Group, die wegen der Einführung eines Post-Mindestlohns zum Jahreswechsel jetzt mit der Insolvenz droht (siehe unten), sind auf Hartz IV angewiesen. Auch aus anderen Branchen müssen immer mehr Menschen zusätzlich Geld vom Staat beziehen, weil ihnen der Lohn zum Leben nicht mehr reicht. Die neuesten verfügbaren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Im Mai 2007 waren einschließlich der Mini-Jobber insgesamt rund 1,2 Millionen Hartz-IV-Bezieher erwerbstätig.

Arbeit rentiert sich nicht mehr. Aber Handies haben sie sicher alle.

[21:00] Aber die Wirtschaftsforscher meinen, das wird sich ändern:

Spiegel: Kaufkraft-Boom 2008 - Deutsche werden wieder reicher

2008 ist Schluss mit sinkenden Reallöhnen: Die Kaufkraft der Deutschen wächst viel stärker als die Inflation. Im Schnitt hat jeder 700 Euro mehr in der Tasche, ergibt die neue GfK-Prognose - die auch Deutschlands aktuelle Wohlstands- und Problemregionen enthüllt.

Die haben offenbar noch nie etwas von realer Inflation gehört. Oder deren Gehälter sind so hoch, oder sie müssen soetwas für ihre Auftraggeber publizieren.
 

Andere sind auch arm - offenbar die Rentenversicherungen (Leserzuschrift):

Hier eine Information, die Sie vielleicht interessieren wird: Nach mehreren Monaten traf endlich die Rentennachzahlung für meine Frau ein - per Scheck. Sie werden es kaum glauben, aber der Scheck ist vom Bankenkonsortium "Citi-Group" in Buffalo, N.Y., USA, ausgestellt! Dort heißt es u.a.: "Aufgrund der uns von Ihrem Leistungsträger übermittelten Daten...."

Man kann hier eigentlich nur zu 2 Schlußfolgerungen gelangen:
1) Die Daten aller deutschen Rentner werden in den USA gespeichert. Damit haben die US-Regierung und andere interessierte US-Behörden Zugriff auf die Daten.
2) Die deutsche Rentenversicherung scheint bereits so pleite zu sein, daß sie sich die Gelder für die Rentenzahlungen bei einem Bankenkonsortium leihen muß, von dem wir wissen, wer dahinter steht.

Die haben bei der Citigroup offenbar geborgt und diese macht auch die Abwicklung.


Neu 2007-12-14:

WestLB-Verkauf - Verluste bleiben zurück:

Handelsblatt: Hessen übernimmt keine Altlasten

Fusion von WestLB und Landesbank Hessen-Thüringen. Im Handelsblatt-Interview macht er aber auch deutlich: Die Helaba wird nicht für finanzielle Probleme der WestLB aus vergangenen Tagen einstehen.

Das Muster kennen wir schon: die Verluste bleiben beim früheren Besitzer: in diesem Fall beim Land NRW.
Es werden noch mehr Schuldgaleeren gebraucht.
 

SachsenLB - Gutes, neues Geld dem alten, schlechten Geld nachwerfen:

BÜSO: Sächsische Landesbank vor dem Kollaps?

Am Montag fand ein Notstandstreffen von Vertretern der Sachsen LB, den Sparkassen und Jochen Sanio von der Bankenaufsichtsbehörde BaFin statt, das zum Wochenende weitergeführt werden wird, um den Kollaps der Landesbank Sachsen (Sachsen LB) zu verhindern. „Das ist der finanzpolitische Super-Gau, wie es ihn in der deutschen Geschichte noch nicht gegeben hat", so der sächsische SPD-Abgeordnete Karl Nolle.

Gerüchte zirkulieren über ein zusätzliches Notbudget, das dem Landtag vorgelegt werden würde, um die Bank in letzter Minute zu retten. Das wäre allerdings keineswegs eine Lösung für die 43 Mrd. € umfassende Blase durch „subprime"-Außenstände der Bank. Die sächsische Presse sagt bereits ein „politisches Erdbeben" voraus, das die sächsische Landesregierung aus Christ- und Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Milbradt (CDU) zu Fall bringen könnte.

Also will man über ein staatliches "Notbudget" die Bank noch eine Zeitlang retten, um politisches Erdbeben aufzuschieben.

[20:00] Das Risiko schön gleichmässig verteilt: Milliardenbürgschaft belastet Sachsen

Nach Angaben Milbradts übernimmt Sachsen die Garantie in zwei Tranchen. Diese bedürfen der Zustimmung des Haushalts- und Finanzauschusses und sollen die tatsächlichen Ausfälle - nicht die Marktausfälle - decken. Damit sei die Zweckgesellschaft finanziert und solle bis zur Endfälligkeit gehalten werden.

Für den Fall, dass die Verluste höher ausfallen, haftet nach Angaben des Sparkassenverbandes die LBBW für weitere 6 Milliarden Euro. Sollten die Ausfälle wider Erwarten über den dann rund 8,75 Milliarden Euro liegen, sollen die übrigen Landesbanken mit einer nachrangigen Haftung einspringen. Dies gelte als unwahrscheinlich.

Diese Irren: Zuerst verteilen sie das Risiko auf verschiedene Banken und Länder. Und dann wollen sie die Papiere in den Conduits noch immer nicht verkaufen - bis zum gemeinsamen Untergang.


Neu 2007-12-13:

Glauben die Gewerkschaften die Inflationslüge nicht mehr?

Handelsblatt: Das Ende der Bescheidenheit

Die kommende Tarifrunde verspricht einiges an Brisanz: Die Gewerkschaften schrauben angesichts der gut laufenden Konjunktur ihre Forderungen in die Höhe. Die Arbeitgeber warnen jedoch vor einer Abschwächung und halten die Forderungen für überzogen. Doch nicht nur um Lohnerhöhungen wird gestritten.

Dann sind sie besser als alle Wirtschaftsforscher und Bond-Händler.


Neu 2007-12-12:

Braucht jemand einen günstigen und sicheren Tresor - jetzt billig zu haben:

Spiegel: Bundesbank verzockt sich mit Ost-Immobilien

Der Bundesbank droht nach ARD-Recherchen ein Verlust von 100 Millionen Euro. Nach der Wende baute das Institut in den neuen Bundesländern zahlreiche Verwaltungsgebäude - jetzt müssen sie zu Billigpreisen verkauft werden.

Ost-Immobilien zum Schleuderpreis: Die Bundesbank bietet in den neuen Bundesländern Gebäude weit unter den Baukosten zum Kauf an, wie das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" berichtet. So seien etwa ein Verwaltungsgebäude und zwei Wohnhäuser in Halle 1997/98 für 32 Millionen Euro erbaut worden - heute verlange die Bundesbank dafür nur noch 2,8 Millionen Euro, nicht mal ein Zehntel der ursprünglichen Kosten. Ein ähnlich hohes Verlustgeschäft mache die Bundesbank in Halberstadt, wo die im Jahr 2000 für 17 Millionen Euro gebauten Häuser für 1,89 Millionen Euro angeboten werden.

Diese Filialen erfüllen höchste Sicherheitsstandards und werden jetzt verschleudert. Typisch Zentralbank.
 

Schliessung der SachsenLB?

FAZ: Der Landesbank droht die Schließung

Die krisengeschüttelte Sachsen LB steht offenbar vor dem Ende, falls die Verkaufsverhandlungen mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) am Wochenende scheitern. Aus Sachsen hieß es am Dienstag, der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Jochen Sanio, drohe mit der Schließung der einzigen ostdeutschen Landesbank, wenn sich die Beteiligten nicht bis Sonntag über die Risiken in den gefährdeten außerbilanziellen Engagements einigen. „Sanio hat gesagt, dann zieht er den Schlüssel“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer. Die Bafin mit Sitz in Bonn wollte die Fristsetzung nicht bestätigen. Sachsens Finanzminister Tillich (CDU) sagte: „In Bonn ist uns gesagt worden, dass wir uns bis Sonntag zu einigen haben. Alles andere wird dann zu entscheiden sein durch die Bankenaufsicht.“

Ist es also soweit - Schliessung der 1. Landsbank?

[20:30] BÜSO: Sächsische Landesbank vor dem Kollaps?

Viel Wahl bleibt nicht mehr. Entweder man schickt die SachsenLB mit den Spareinlagen in den Bankrott oder das Land Sachsen. Viel Spielraum zum Verstecken bleibt jetzt nicht mehr.
 

[20:30] Keine Sanktionen für Versagen? - IKB:

Spiegel: Ex-Vorstände erhalten Prämie trotz Krise

Sie haben gewaltige Summen durch Fehlspekulationen verspielt, noch immer kämpft die IKB um ihre Existenz. Trotzdem müssen die Ex-Vorstände des Düsseldorfer Bankhauses nicht für die Verluste haften - sie kassieren sogar noch eine Prämie.

Eine Bank-Krähe hackt eben einer anderen kein Auge aus. Wirkt aber ziemlich korrupt.
 

Saturn und Citibank werfen mit "0%" Krediten herum:

Eigenbeobachtung: Ich war heute im Saturn-Elektromarkt im Europacenter in Berlin. Beherrschende Werbung war 0% Finanzierung für Alles. Auf die Frage an den Verkäufer, wer das finanziert, kam die Antwort: Citibank.

Angesprochen auf die 0%-Finanzierung und den Einwand, dass dann ein Rabatt bei Barzahlung drinnen sein müsste (sonst ist es nicht 0%) sagte er, Rabatt gibt es keinen. Er konnte das System auch nicht erklären. Es war auf den Waren aber auch kein höhere Kreditpreis angeschrieben.

Also eine klassiche Bauernfängerei. Man macht den Kunden etwas vor, versteckt aber irgendwie die Finanzierungskosten. Citibank macht das sicher nicht umsonst. Es ist aber ein Zeichen, dass man zu solchen Aktionen greifen muss, um die Waren zu verkaufen. Der Besuch war trotzdem für die Tageszeit (18h) mässig. Es waren grossteils mehr Verkäufer als Kunden im Laden.


Neu 2007-12-11:

Leserkommentar zum SachsenLB-Hammer von Gestern:

Es ist für Nicht-Banker besser zu verstehen, wenn die 43 Milliarden einfach mal "umgerechnet" werden:
Die Steuerbürger Sachsens haben demnach beschlossen, 43000! ihrer Mitbürger zu Schulden-Millionären zu machen. Aber wen interessieren schon Schulden?

Guthaben-Millionäre würden echt Schlagzeilen machen: Das Land Sachsen sucht 43000 Millionäre...

Diese Art von "Millionären" gibt es dort sicher auch schon.

Noch ein solcher Kommentar:

Ich glaube, da gibt es noch eine viel bessere Rechnung, mit der sich mehr Leute identifizieren können (da die Meisten bei dem Wort Millionär immer noch abschalten, bzw. denken, sie seien nicht betroffen):

Laut Wikipedia hat der Freistaat Sachsen 4.249.774 Einwohner (Stand 31.12.2006).

Also hat bei einem – wenn es so schlimm kommt – Verlust von 43 Mrd. EUR bei der SachsenLB im Prinzip JEDER Sachse rund 10000EUR zu zahlen! Und da nicht mal die Hälfte der Einwohner Erwerbstätig sind, muss der Rest umso mehr zahlen. Also ist davon auszugehen, dass jeder Erwerbstätige Sachse demnächst umgerechnet rund ein Jahresnettogehalt aufgrund von Missmanagement bei deren LB zu zahlen hat.

Ich bin gespannt, wie die Bundesregierung dem Land Sachsen dann unter die Arme greifen wird. Denn das muss sie sicherlich, sonst gibt es einen Aufstand!
 

Deutsches Weihnachtsgeschäft und Realität:

BerlinerMorgenpost: Weihnachtsgeschäft kommt in Fahrt

Leserkommentar dazu:

Überall in der Presse wurde diese Woche berichtet, daß sich die Leute am 1.Advent angeblich vor lauter Kaufgeilheit die Köpfe eingeschlagen hätten,z.B in München.

In Wirklichkeit ist tote Hose angesagt. Die Einkäuferin einer südostbayrischen Bekleidungskette sagte mir heute nachmittag, daß ein Weihnachtsgeschäft nicht stattfindet. Siehe obiger Artikel "das Geschäft läuft" angeblich, aber der Umsatz ist 5% unter dem des Vorjahres.
Aus Münchner Medienkreisen erfahre ich: "Wir sind angehalten nur Positives zu berichten"! Die Lüge hat System.

Wer nur in den KaDeWe schaut, bekommt von der Reailtät freilich nichts mit.
Möglicherweise "gebe" ich mir morgen selbst den KaDeWe, aber nur zum schauen, zum Kaufen ist er zu teuer.


Neu 2007-12-10:

Jetzt kommt der SachsenLB-Hammer - €43 Mrd:

AdHocNews: Experten beziffern Sachsen-LB-Risiken auf 43 Milliarden Euro

Die «Süddeutsche Zeitung» (Montagausgabe) hatte berichtet, dass bei der Sachsen LB Finanzrisiken in Höhe von 43 Milliarden Euro bestünden. Für die Deckung dieser größtenteils aus Verpflichtungen im amerikanischen Immobilienmarkt herrührenden Unwägbarkeiten verlange die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) von Sachsen eine Bürgschaft in Höhe von «über vier Milliarden Euro»

Hat jemand auf die Preise dieser CDOs beim E-Trade-Zwangsverkauf geschaut: 11...27%.
Es wird Zeit, genügend Schuldgaleeren zu bauen, um alle Sachsen aufnehmen können.

[19:00] Der Spiegel dazu: LBBW verlangt Milliardenbürgschaft für SachsenLB

Natürlich bleiben die Schulden bei Sachsen. S&P hat die Conduits inzwischen für tot erklärt.
 

Zeit für Sozialpläne, etc.:

Spiegel: Auto-Branche muss bis zu 35.000 Stellen streichen

Dem Kfz-Gewerbe droht ein immenser Abbau von Arbeitsplätzen: Nach Schätzungen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe fallen bis Ende 2008 bis zu 35.000 Stellen weg. Das Gewerbe rechnet mit gut 1000 Insolvenzen.

Das ist nur die Inflation, die die Realeinkommen auffrisst. Noch ohne Auswirkungen der Kreditkrise.


Neu 2007-12-09:

Die Hundesteuer-Eintreiber (Leserzuschrift):

Gestern, (Samstag) klingelt es an der Tür und ein Mensch von "der Stadt" steht davor. Er stellt sich vor, hat zur Legitimation ein Postkarten ähnlichen Ausweiss vorne am Jackenkragen baumeln und einen PDA in der Hand. Was er möchte?

Hundebestandsaufnahme!

DAS hat es in den 20 Jahren, die wir hier wohnen noch nie gegeben. Ich sage spontan zu ihm, "aha, Steuereintreibung"!? Es entgegnet, "...ich nehme das nur auf...", und weg war er. Ich war baff.

Die brauchen Geld (der Staat hat nie genug davon, da er sofort alles wieder hinauswirft).

[16:30] Die Park-Sheriffs werden auch besonders motiviert (Leserzuschrift):

Etwas ähnliches wie oben kann ich auch aus München bestätigen.
Vor kurzem war ich abends in Schwabing beim Sport und habe mein Auto mit Parkticket abgestellt. Auf dem Rückweg vom Sport zum Auto mußte ich mich etwas beeilen, damit ich noch vor Ablauf des Parktickets das Auto erreichen konnte. Ich hatte so ca. noch 5 min Zeit gehabt.
Auf einmal bemerkte ich, das in der Nähe meines Autos eine Politesse stand, die sich verstohlen davonschlich, als ich mein Auto aufschloß.
Diese hat in dieser kalten Jahreszeit, abends, bei häßlichem Nieselwetter tatsächlich darauf gewartet, ob sie mir ein Knöllchen wegen Überschreitung der Parkzeit verpassen kann.

Es, scheint, der Dienst in manchen Teilen des öffentlichen Dienstes wird härter.
 


Neu 2007-12-08:

Allmachts-Phantasien der Polizei:

Spiegel: Polizeichefs wollen "Großen Spähangriff"

Fahnder fordern die Total-Überwachung: Auf der Jagd nach Terrorverdächtigen wollen die Ermittler in Zukunft Wohnungen mit versteckten Kameras ausspähen, W-Lan-Kommunikation abfangen und Telefonate schon dann abhören, wenn die Teilnehmer noch gar keine Beschuldigten sind.

Wenn man ihnen den kleinen Finger gibt, wollen sie als nächstes gleich die ganze Hand. Deren Wünsche kennen sicher kein Ende, bis sie den totalen Überwachungsstaat haben. Dann fühlen sie sich "wichtiger".

Das führen sie in der Realität auf: Autobahn wegen Keksdose gesperrt

Sie haben sich wieder einmal "wichtiger" gefühlt.
 

Dafür wird das Fleisch wieder teurer (Leserzuschrift):

Habe gestern, wie gewohnt, meinen wöchentlichen Großeinkauf gemacht. Bei der Wurst- und Fleischtheke habe ich vor mich hingemeckert, und mich über die steigenden Preise bei den Lebensmittel geäußert. Da sagte mir die Fleischfachverkäuferin: Jammern Sie nicht, das sind noch humane Preise. Ab nächste Woche wird alles drastisch teurer. Das hat die Geschäftsleitung ihr gesagt! Ab nächste Woche gibt's eine satte Erhöhung bei den Fleischpreisen!

Sorry, die "guten und fetten" Jahren scheinen vorbei zu sein. Jetzt muss für das Essen wieder "reales" Geld bezahlt werden.


Neu 2007-12-07:

Sparkasse Münden "gerettet":

Einstimmiger Beschluss für Fusion mit Göttingen
Mit einem einstimmigen Beschluss hat sich der Kreistag vorgestern Abend für eine Fusion der Sparkasse Münden mit der Göttinger Sparkasse ausgesprochen. Vorausgegangen war eine Anfrage der SPD zur aktuellen Schieflage des Mündener Kreditinstituts und zur möglichen Fusion an Landrat Reinhard Schermann (CDU). Diskussion und Beschlussfassung fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unter anderem hatte die SPD gefragt, ob der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband für die Mündener Sparkasse den sogenannten Stützungsfall festgestellt habe, wie bereits im Tageblatt berichtet. Dies bestätigte Schermann. Der Sparkassenverband habe eine Patronatserklärung für das Institut abgegeben – eine Art Garantieerklärung, um Verbindlichkeiten abzudecken.
In anderen Medien hingegen hatte der Mündener Sparkassen-Chef Thomas Scheffler für sein Institut eine aktuelle Schieflage abgestritten. Diese ist jedoch Voraussetzung für das Vorliegen eines Stützungsfalls. Paragraf 3 der Satzung des Sparkassenstützungsfonds: „Ein Stützungsfall liegt bei drohenden oder bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten einer Mitgliedssparkasse vor, insbesondere, wenn diese aus eigener Kraft nicht in der Lage ist, einen den eigenen Bestand gefährdenden Verlustausweis oder eine Zahlungseinstellung zu vermeiden.“ (entnommen Göttinger Tageblatt 07.12.2007)

Wieder wurde eine real bankrotte Bank durch Fusion "gerettet". Diese Methode ist üblich, bringt aber auch das übernehmende Institut in Gefahr.


Neu 2007-12-06:

Bei der "heiligen Kuh" Auto lassen sich die Leute leicht schröpfen:

Spiegel: So teuer wird Autofahren 2008

Hohe Benzinpreise, teure TÜV-Untersuchungen, horrende Bußgelder: Das Jahr 2008 wird für Pkw-Halter deutlich mehr Kosten bringen.

Wie viele werden deswegen das Autofahren aufgeben? Wenige vermutlich. Ich selbst fliege, wenn es geht.

Geht es schon los? Opel steht vor Absatzdelle

[15:30] schlechtester DE-Automarkt seit 1990: Deutscher Automarkt bricht ein
 

Es wirft die WestLB wirklich nicht um?

N-TV: WestLB schmiert ab

"Die aktuelle Situation ist schwierig, wirft die WestLB aber nicht um", erklärte Bankchef Alexander Stuhlmann.

Das klingt aber ziemlich desperat. Das Conduit-Problem ist bei der WestLB genausowenig gelöst wie bei allen anderen betroffenen Banken. Was hier betrieben wird, ist Schönfärberei kurz vor dem Ende.

Siehe auch BayernLB: Milliardenabschreibung bei BayernLB
 

Wenn die KfW immer so agiert:

Handelsblatt: KfW verheizt Millionen in Brasilien

Ein handfester Skandal: Ausstehende Kredite in Höhe von 82 Millionen Euro belasten die KfW Ipex Bank. In Südbrasilien sollten insgesamt acht Biokraftwerke durch Kredite der KfW Ipex Bank entstehen, zur Beseitigung des Strommangels. Wie die KfW Biomassekraftwerke in Brasilien fördert und Millionenkredite verheizt – ein Wirtschaftskrimi mit Verwicklungen.

Die sind auf Betrüger hereingefallen. Und was tun sie? vertuschen!


Neu 2007-12-05:

Die "Ketten" für die Sachsen - SachsenLB Landeshaftung:

Handelsblatt: Milliardenschwere Bürgschaft für die SachsenLB

Für die öffentlich-rechtlichen Landesbanken, die besonders stark unter der Finanzkrise leiden, zeichnet sich Entspannung ab. Das Land Sachsen übernimmt die Garantie für mögliche Zahlungsausfälle der geplanten Super-Zweckgesellschaft (Super-SIV) der SachsenLB. Potentielle Investoren hatten zuvor auf eine rasche Lösung gedrängt.

Das müssen sie wohl bei Hank Paulson abgeschaut haben. Aber im Gegensatz zum US-Super-SIV haftet hier das Land Sachsen, also der Steuerzahler. Die Schuld-Galeeren für alle Sachsen stehen schon bereit, denn die wollen ihre Giftmüll-Papiere immer noch nicht abverkaufen.

[17:00] Bald auch für die Bayern: Milliardenabschreibung bei BayernLB

Die hatten natürlich auch ihre Finger in Conduits. Wird es hier auch eine Landeshaftung geben? vermutlich schon.
 

Umsatz-Einbrüche bei Baumärkten (aus der Bild-Zeitung):

Umsatzeinbruch in der Baumarktbranche
Die Baumarktbranche hat im dritten Quartal 2007 einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Die Gesamterlöse der Baumärkte ab 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche gingen um 5,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück. Das teilte der Branchenverband BHB in Köln mit. „Seit Mai gehen die Umsätze kontinuierlich zurück. Aber so deutliche Einbrüche beim Umsatz wie im August und September hatten wir seit Jahren nicht“, sagte der Geschäftsführer. Die Baumärkte seien Leidtragende der Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Sprit.

Essen ist halt wichtiger als Bauen und Einrichten. Ausserdem haben die Baumärkte ihre Preissteigerungen in der letzten Zeit massiv übertrieben. Der reale Einbruch muss daher noch viel massiver sein.

[17:00] Noch eine Banken-Beobachtung (Leserzuschrift):

An unserem DIBA - Geldautomaten gibt es seit heute nur noch 300 Euro abzuheben. Der 500 Euro Button ist verschwunden.
Wird doch hoffentlich kein schlechtes Zeichen sein - gibt es solche Meldungen auch aus anderen Gebieten?

Könnte ein Liquiditätsproblem dieser Bank sein.
 

[16:30] Der Überwachungsstaat treibt seltsame Blüten:

Handelsblatt: Anwälte im Visier der Datensammler

Rufnummern, Datum und Dauer der Verbindungen, verwendete E-Mail-Adressen: Sechs Monate lang lässt sich auf staatliche Anordnung so ziemlich alles speichern, was bei der modernen Telekommunikation anfällt. Absoluten Schutz genießen nur noch Seelsorger, Strafverteidiger und Abgeordnete. Andere Kanzleitelefone dürfen abgehört werden. Eine Belastung für das Vertrauensverhältnis zum Mandanten.

Das geht nur solange die Inflation läuft: bei einem Crash wird alles in Frage gestellt, auch das.
 

[17:00] Nur wenige spüren den "Aufschwung":

Spiegel: Aufschwung geht an 83 Prozent der Bürger vorbei

Hohes Wachstum, weniger Arbeitslose - eigentlich müsste es den Deutschen gut gehen wie lange nicht mehr. Doch die Statistik sagt wenig über das tatsächliche Befinden der Deutschen aus: In einer Umfrage geben 83 Prozent an, sie merkten von der wirtschaftlichen Erholung rein gar nichts.

Deutschland ist real seit 2002 in der Rezession, nur durch Statistik-Lügen verschleiert. Kein Wunder, dass die Masse davon nicht merkt, etwa hier:

ARD: SPD beharrt auf Post-Mindestlohn

Wer soll von €5.17 pro Stunde leben können? Es würde mich interessieren, welche Qualität von Personal sie für diesen Hungerlohn bekommen.
Inzwischen sperren diese neuen Postdienste wieder reihenweise zu, es dürfte wohl zu grosse Probleme, auch mit dem Personal geben.

Leserkommentar dazu:

Wie soll der Aufschwung auch die "Leute erreichen", wenn die Mehrzahl der
Statistiken gefälscht sind?
- Arbeitslosen-
- Inflations-
- usw.

Wie soll der Aufschwung auch ankommen, wenn Leute mit ca. 5 Euro Lohn abgespeist werden?

Diese Leute können weder über die staatliche Rente (ich weis, ist so oder so sinnlos) etwas vorsorgen, von einer privaten Vorsorge können solche Leute nur träumen. Im Alter sind sie dann Sozialhilfeempfänger - sorry, sind sie neben dem Job ja auch zur Zeit schon.

Und wie sollen Leute die "so viel verdienen" zur Rente der jetztigen Rentenempfänger mit beitragen?

 


Neu 2007-12-04:

WestLB HSH Nordbank - sie wollen von ihren SIVs immer noch nicht lassen:

Bloomberg: WestLB, HSH Nordbank Bail Out $15 Billion of SIVs

WestLB AG, Germany's third-largest state-owned bank, and Hamburg-based HSH Nordbank AG provided financing to more than $15 billion of troubled investment funds to prevent a fire sale of their assets.

WestLB provided a credit line for its $11 billion structured investment vehicle called Harrier Finance to repay commercial paper, the Dusseldorf-based bank said in an e-mailed statement today. HSH Nordbank said it will provide backup funding to cover all commercial paper issued by its 3.3 billion- euro ($4.8 billion) Carrera Capital SIV, spokesman Reinhard Schmid said in an interview.

Sie werfen neues Geld dem verlorenen nach - umd die Verluste noch nicht eingestehen zu müssen. Das werden sie weiter so machen, bis sie "ganz unten" im Schreck alles verkaufen und dann pleite sind. Hat dort jemand noch ein Guthaben?

Der Credit-Crunch in Deutschland beginnt erst:

Handelsblatt: Kreditmarkt brummt trotz Finanzkrise

Von Kreditklemme keine Spur: Trotz der Finanzmarktkrise und der dadurch entstandenen Refinanzierungsprobleme von Banken hat das Kreditgeschäft mit Unternehmen im vergangenen Quartal deutlich zugelegt. Auch in Zukunft soll die Zahl der Kredite weiter steigen. Warum trotzdem keine Entwarnung gegeben werden kann.

Das heißt aber nicht, dass einzelne Unternehmen, die Kredite wünschen, nicht auf zurückhaltendere Banken stoßen können. "Es dominiert zurzeit unter den Banken absolute Vorsicht, vor allem bei Unternehmen mit schwächerer Bonität"

Der Crunch ist erst am Anfang, da die Banken erst in letzter Zeit mit der Kreditausweitung begonnen haben. Das unterscheidet Deutschland von anderen Ländern. Der Artikel ist aber sicher zu optimistisch formuliert.

[13:00] Hier die Spiegel-Sicht: Warum der Mittelstand trotz Kreditkrise investiert

Hohe Zinsen, verunsicherte Banken: Wegen der weltweiten Kreditkrise finden Unternehmen kaum noch Geldgeber. Dem deutschen Mittelstand scheint das nichts auszumachen - er expandiert trotzdem in großem Stil.

Sie brauchen offenbar einige Zeit, um die Chancen zu sehen und Investitionen zu planen. Dann ist es schon wieder zu spät.
2008 wird garantiert das grosse Jammern wegen kippender Märkte und Über-Investitionen einsetzen.

Typisch pro-zyklisches Verhalten - man muss es genau andersherum machen!
 

Angestellten-Träume:

Spiegel: INVESTITIONSPLAN FÜR LOTTO-MILLIONÄRE

Nobelschlitten? Fußballclub? Glitzer-BH mit Riesenklunkern? Wer den Rekord-Jackpot knackt, hat Geld für das schönste Vergnügen. Wofür die 43 Millionen Euro reichen würden: SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Lotto-Fee im Angebot hat.

Investitionen kommt in diesem Artikel, was man mit dem Lotto-Jackpot machen könnte, gar nicht vor. Man ist nur an Luxus- und Prestige-Konsum orientiert. Typische Angestellte, diese Journalisten. Und dann schreiben sie auch noch über Finanzmärkte - da kann nur ein Hoffen auf den Anstieg des DAX herauskommen.
 

[19:30] Angestellte kaufen am Ende der Bubble, Unternehmer verkaufen:

Handelsblatt: Genialer Verkäufer sendet Rückzugssignale

Dass Carsten Maschmeyer zu Recht als genialer Verkäufer gilt, hat er einmal mehr bewiesen. Swiss Life zahlt eine kräftige Prämie, um sich Maschmeyers Lebenswerk – den Finanzdienstleister AWD – einzuverleiben. Der 48-Jährige und seine Familie halten damit nur noch zehn Prozent der Aktien. Und manch einer spekuliert, dass der er dem Unternehmen ganz den Rücken kehren könnte.

Offenbar sieht der Verkäufer die Zeichen an der Wand für die Finanzvertriebe. Die Käufer (Angestellte Manager) aus der Schweiz aber nicht. Die treibt Prestige und Gier.


Neu 2007-12-03:

Da sind manche Banken (DKB) kanz schön klamm (Leserzuschrift):

DKB Deutsche Kreditbank AG Tochter der Bayern LB hat kein Geld mehr ?

1. Ende August habe ich mein Haus verkauft wegen Umzuges ins Ausland. ( 20 Jahre dafuer gearbeitet).
2. Termin beim Notar war auch Ende August.
3. Laut notarielle Urkunde sollte das Geld am 01.November auf meinem Konto sein.
4. Die "Hausbank" des Kauefers war obige Bank (Kreditzusicherung vorhanden).
5. Am 07 Nov. Geld war noch nicht da ( Der Kaufer habe versaeumt eine "wichtige Urkunde" an die Bank zu schicken.
6. Der Makler ( hat laengst von mir 3,5 % der Kaufsumme ueberwiesen bekommen) schickt die "wichtige" Urkunde an die Bank per mail.
7. 14 Nov. Geld weiter nicht da. Makler sagt, bei der Bank ist angeblich seine mail nicht angekommen.
8. Makler schickt die fehlende Unterlage per Fax.
9. Am 21. Nov. Geld weiter nicht da.
10. Makler und der Kauefer schicken die Dokumente per Einschreiben.
11. Heute 30.Nov. Makler sagt, sowas ist ihm in 30 Jahren nicht pasiert.
Der Kaufer ist also machtlos (hat mehrmals bei der DKB angerufen). Interne Probleme sollen verantwortlich sein).
12. Angeblich soll die Bank das Geld Anfang Dezember ueberweisen.

Ich habe geplant das ganze Geld der Postbank (Quartal-Sparen 5.00 % p.a.) anvertrauen.

Jetzt werde ich mir fuer die ganze Summe Gold holen.
Sie haben Recht gehabt, Herr Eichelburg.

Klassische Verzögerungstaktik, in diesen Tagen üblich. Übrigens, die Bank kann aus einer Kreditvergabe jederzeit abspringen - solange das Geld nicht überwiesen ist. Ein Vorwand findet sich immer. Wird in den USA derzeit massenhaft gemacht.

Gold ist goldrichtig. Und: when panic, panic first!
 

Die haben zuviele neue Golfs:

MSN: Totgesagte leben länger

Wer jetzt einen Golf kauft und ihn zu Schrott fährt, bekommt von VW einen neuen.

Denn wer jetzt einen VW Golf least und einen Unfall mit einer größeren Schadenssumme als 5.000 Euro hat, bekommt aus Wolfsburg ein neues Exemplar als Ersatz. Unabhängig von der Schuldfrage. Sie haben richtig gelesen. Sollte Ihnen die Farbe ihres Golfs nicht mehr gefallen, reicht es, mit der Seite quer an einer Hauswand entlang zu schrammen. Oder das Fahrzeug an einem Hochwasser-gefährdeten Ufer zu parken.

Wichtig ist nur, dass die Produktion nicht gedrosselt werden muss. Ohne Rücksicht auf Verluste.


Neu 2007-12-02:

Jetzt auch in Deutschland - Reverse Mortgage:

Rente aus dem Eigenheim

Mit Rückwärtshypotheken lässt sich die eigene Immobilie ohne Verkauf in eine Privatrente verwandeln. Was dabei zu beachten ist.

Es geht viel einfacher, sicherer und profitabler: das Haus verkaufen (solange es noch geht), den Erlös in Gold anlegen, mieten. Aber das ist wohl emotional zuviel verlangt.
 

Frisst Lone Star die IKB?

ARD: Bloß weg mit der IKB!

Die staatliche KfW will einen Schlussstrich unter die IKB-Affäre ziehen: Die Mittelstandsbank, die sich mit faulen US-Hypotheken bis an den Rand der Pleite verspekuliert hatte, soll verkauft werden. Interessenten gibt es schon.

Am Freitag meldete der US-Finanzinvestor Lone Star sein Interesse an der gewerblichen Immobilienfinanzierung der IKB an. "Wir können uns vorstellen, im Zuge von Umstrukturierungen in der Bankenbranche zum Beispiel einen Geschäftsbereich gewerbliche Immobilienfinanzierung - etwa von der IKB - zu erwerben", sagte der Deutschlandchef von Lone Star, Karsten von Köller, in einem Interview mit "Reuters". Die gewerbliche Immobilienfinanzierung der IKB hat nach Angaben des Instituts ein Volumen von knapp fünf Milliarden Euro.

Wenn Lone Star diese Bank bekommt - es sollte allen klar sein, was dann passiert: Zwangsversteigerungen über die Höhe der Grundschuld im Grundbuch - egal, wie viel schon zurückgezahlt ist. Wer einen Kredit von dieser Bank hat: rette sich wer kann!

Wer wirklich für den Schaden aufkommt: Der Steuerzahler zahlt die IKB-Zeche
 

Der Pleitegeier treibt sich herum:

Welt: Millionen Deutsche stehen vor der Pleite

Trotz der guten Konjunktur sind rund zehn Prozent der Bürger überschuldet. Die häufigsten Ursachen sind Arbeitslosigkeit und Scheidung, aber auch mangelndes Finanzwissen. Und Banken verschärfen die Lage oft noch. Die Privatinsolvenz ist für immer mehr Menschen ein Ausweg.

Auch die Schuldnerberater erkennen im Gegensatz zur Schufa keine Trendwende. „Zu uns kommen in letzter Zeit eher mehr Leute“, sagt Marion Schmidt, Schuldnerberaterin bei der Verbraucherzentrale Hessen. Vor allem jüngere Menschen, Akademiker und andere Angehörige der Mittelschicht seien immer häufiger überschuldet. Und die aggressive Werbung einiger Banken sowie das mangelnde Finanzwissen der Deutschen tragen dazu bei, dass dies auch so bleibt.

„Ein Problem ist dabei auch das fehlende Finanzwissen“, sagt Wolfram Backert. „In den Schulen wird alles Mögliche gelehrt, aber so simple Dinge wie Zinseszins sind meist kein Thema.“

Ah, die Akademiker "erwischt" es jetzt auch. Hat die Universität nicht den richtigen Umgang mit Geld gelehrt? Nein natürlich, nicht.

Der Pleitegeier kann nach dieser Mahlzeit sicher nicht mehr fliegen - so üppig war sie. Er muss auf dem Boden bleiben und weiterfressen - dazu gibt es immer mehr.


Neu 2007-12-01:

Seitenauslagerung.

Reisst die IBK auf die KfW mit?

BÜSO: Krise bei IKB droht Kreditanstalt für Wiederaufbau mitzureißen

Zusätzlich zu den erwarteten € 4,8 Mrd. an Verlusten der Tochter, welche bereits die Hälfte des Kapitalstocks der KfW auszuradieren drohen, meldete die IKB weitere € 1,3 Mrd. Verluste, die nicht mit Rheinland Funding in Verbindung stehen.

Ah, da kommen noch andere Verluste bei dieser Bailout-Bank heraus.
 

[18:00] Jetzt kommt der wirklich dicke Verlust-Brummer LBBW:

WIWO: LBBW hält Kreditverbriefungen von 30 Milliarden Euro

Hohes Risiko. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hält Kreditverbriefungen in einem Umfang von 30 Milliarden Euro. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus LBBW-Kreisen.

Was das genau ist und in welcher Form diese Papiere gehalten werden, steht leider nicht drinnen. Aber Abschreibungsbedarf im zig-Milliardenbereich ist möglich.
Eine deutsche Landesbank nach der anderen...


 
     
 
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