Informationen Europa & EU 2H/2007

Neu 2007-07-01: Österreich, Deutschland und Schweiz-spezifische Teile wurden in eigene Seiten ausgelagert.
Alte Informationen bis 30.6.2007 finden Sie in "Good Bye, Europe".
Diese Seite befasst sich mit anderen Ländern in Europa und der EU.
Euro-spezifische Informationen finden Sie in Good Bye, Euro.


Neu 2007-12-30:

Credit-Crunch in UK:

Times: Fresh credit squeeze as rates go sky high

Fresh evidence of a squeeze on consumer credit emerged yesterday as one of Britain’s top sub-prime credit card issuers pushed through a huge rise in its lending rates.

Marbles, the private equity-owned card provider aimed at borrowers with patchy credit histories, is preparing to hit some of its 338,000 account holders with annual interest charges of as much as 33.9 per cent for cash advances. Marbles will also charge an annual 26.9 per cent rate of interest for purchases.

The BBA said that banks lent home-buyers only £4.3 billion last month, £500 million less than in October and more than £1 billion below the average for the previous six months.

Welche Idioten holen sich Bargeld von ihrer Kreditkarte zu 34% Zinsen? offenbar viele, die nicht wissen, was Zinsen sind, oder aus Not.

Interessant auch der starke Rückgang bei Hyoptheken. Jetzt bezahlen sie für ihren Konsumwahn.


Neu 2007-12-29:

Ost-Korruption - hier wird schöngefärbt:

Presse: Ungarn: "Die Unterwelt macht Jagd auf EU-Quellen

Förderungen aus Brüssel sind die neueste Front im Anti-Mafia-Kampf in Ungarn. EU-Projekt dienen der Geldwäsche oder der Image-Korrektur der Kriminellen, sagt ein ehemals ranghoher Polizist.

Kriminelle Gruppen verfolgen mit EU-geförderten Projekten zwei Ziele, sagte Ferenczi. Die einen benutzten diese, um Geld zu waschen. Andere versuchten, sich von ihrer kriminellen Vergangenheit zu lösen – schließlich herrsche in Ungarn die Überzeugung vor, dass jemand, der EU-Gelder bekomme, glaubwürdig und integer sei. Ferenczi: „Wer bei einer Unions-Ausschreibung gewinnt, kann nicht irgendjemand sein.“

Massive Schönfärberei. Die Kriminellen wollen natürlich an das EU-Geld.

Leserkommentar: Da gehen unsere EU Schutzgeldzahlungen hin
 

[19:00] Spanien - Se Vende Schilder werden zum Wald:

Das GelbeForum: 2008 aus ganz anderer Sicht

Habe heute mit jemandem in der Nähe von Valencia telefoniert; in der Presse dort stand was über ungesicherte (weil viel zu hoch geschätzte Immos) Schulden der Bauwirtschaft bei den Banken von über 280 Milliarden Euros.
Angeblich wackeln dort 3 Banken, bekommt man in der deutsch. Presse nicht mit?
Der Bekannte hat mit Börse und realer Wirtschaft wenig zu tuen, meinte aber, dass es einen Crash im Immo - Bereich gäbe, die 4 Makler in der Umgebung hätten dicht gemacht und die Se Vende Schilder würden zum Wald werden.

Die kommen auch noch runter - mit Krach. Und interessante Informationen zu den Airlines als Krisenindikator.


Neu 2007-12-28:

Das britische Pfund auf Talfahrt:

FAZ: Das britische Pfund ist zum Euro so günstig wie noch nie

Eindeutig auf dem absteigenden Ast gegenüber dem Euro befindet sich das britische Pfund. Alleine in den vergangenen fünf Monaten hat die britische Landeswährung gegenüber der europäischen Einheitswährung fast neun Prozent an Wert verloren. Und verglichen mit dem Stand vom 03. Mai 2000 als für einen Euro nur 0,5731 Pfund gezahlt werden mussten, summiert sich das Minus sogar auf rund 27 Prozent. Als Folge diese Abwärtsbewegung hat das Pfund am Donnerstag mit 0,72885 Pfund für einen Euro sogar ein neues Rekordtief markiert.

Die haben eindeutig die selben Krankheiten wie die Amerikaner.

PS: Anfang 2007 haben viele Zentralbanken ihre Währungsreserven in das Pfund gesteckt - wie die Kleinanleger.
 

Die Fliehkräfte in der EU:

Handelsblatt: Fliehkräfte belasten das Euro-Reich

Die Europäische Währungsunion dehnt sich am 1. Januar auf Malta und Zypern aus. Doch die Erfolgsgeschichte der Einheitswährung hat auch Schattenseiten: Experten warnen vor einem zunehmenden Gefälle zwischen den einzelnen Volkswirtschaften.

12 Mitglieder war das Maximum, das die EU noch verkraftet hat, ohne Entscheidungsunfähig zu werden. Jetzt holen diese Idioten auch noch alle EU-Länder in das (bereits) Toilettenpapier Euro herein.

Leserkommentar: Was werden uns die demokrötischen Schreier verzapfen, wenn der € in die Hölle fährt ???
 

Krise in Spanien "überstanden"?

Handelsblatt: Schärferer Wind in Spanien

Die spanischen Banken haben die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten in diesem Jahr zwar fast unbeschadet überstanden. Ab August beschleunigte jedoch das US-Hypothekendesaster die ohnehin schwelende Krise im Sektor der Bauentwickler mehr als erwartet. Die Folgen dürften 2008 verstärkt zu spüren sein.

Wenn die Zitzen der EZB den spanischen Banken nicht jede Menge Geld geben würden, dann... Entwöhnung kommt noch.
 

[15:30] Als die Slowakei den Fusstritt bekam - Modell einer Scheidung:

Presse: Tschechien-Slowakei: Die Scheidung, die zum Vorbild wurde

Vor 15 Jahren kam das Aus für die CSFR - Tschechen und Slowaken gingen getrennte Wege. Die Trennung war einvernehmlich und verlief friedlich.

Zuerst Unabhängigkeit fordern und sich dann doch subventionieren zu lassen (Slowakei unter Meciar) - da haben sie von den Tschechen einfach den Fusstritt bekommen.

Spielt derzeit in Belgien, bald überall in Europa. Kleiner Geschichtsunterricht für Alle, die wissen wollen, wie soetwas aussieht.


Neu 2007-12-27:

Sarkozy in der "High Society":

Presse: Kritik an Sarkozy: "Er verhält sich wie ein protzender Milliardär"
Standard: "Risikodiplomatie:" Sarkozy ohne Maske
Spiegel: Sarkozys Turtel-Tour empört Franzosen

"Ich bedauere, mich fragen zu müssen, welche Gegenleistungen Herr Bolloré, der ein schlauer Geschäftsmann ist, erwarten darf", fragte der sozialistische Abgeordnete Arnaud Montebourg. "Wenn sich der Präsident von den Gefälligkeiten von Milliardären abhängig macht, gibt es zwangsweise eine Gegenleistung."

Er gibt sich nicht einmal den Anschein, Korruption vermeiden zu wollen. Offenbar glaubt er, mit diesem endgültig in der High Society der Milliardäre und Erben gelandet zu sein. Vielleicht lässt er sich wie der "echte" Napoleon auch zum Kaiser krönen.

Leserkommentar (DE) dazu:

Diese Arroganz des französischen Präsidenten trifft meiner Ansicht für die gesamte politische Klasse dieses Landes zu.

Die französischen Bauern-bezahlt vom wem?
EU-Subventionen für die Fischer - damit sie die Gründe vor Senegal leerfischen.
Die ehemaligen französischen Kolonien, bei der Stange gehalten und vor dem Zusammenbruch bewahrt dank EU-Geldern…
Subventionen für die Luftfahrtindustrie - woher kommen die?
"Zusammenarbeit" bei der Rüstung-wer liefert das meiste Geld und Wissen?
Strukturentwicklung für die unzähligen schwachen Regionen( nicht zu vergessen die "Überseedepartements") des Zentralstaates…

Aber ja, die "Franzosen" kriegen mehr Kinder als die Deutschen. Was diese "französischen" Kinder leisten, haben wir in den letzten Jahren oft genug gesehen.

Die anderen Kinder demonstrieren für ihre Rente(!) und einen Platz im Staatsdienst…

Diese Arroganz wird aber schwinden, wenn dieses EU-Gebilde zusammenfällt, welches eigentlich durch Deutschland ( natürlich auch Österreich…)finanziert wird.

Dann sind wir nicht mehr die Freunde, sondern ganz schnell die "bouches" und man wird deutsche Dumpfbackenpolitiker daran erinnern, dass man eine "Force Frappe" hat. Aber hier schweife ich schon ab.

Die EU-Bürokratie ist eigentlich ein Resort für "verdiente" Politiker und Gewerkschaftsbürokraten.( - wie die Uno es eigentlich für die "Elite" der unzähligen Entwicklungsländer ist.)

Der Zusammenbruch des spanischen Immobilienmarktes dürfte vielen das wahre Gesicht der EU zeigen: das Durchfüttern vieler durch wenige.

Aber das ist ja egal - hauptsache auf der Landkarte ist man groß.
350 Milliarden Euro von der EZB für wertlose spanischeTitel!! ( Aber vorher noch durch hohe Zinsen deutsche Gelder ins Land geholt!)

Und in meiner Sparkassenfiliale liegt der Sachbearbeiter lachend unter dem Schreibtisch, wenn ich mit einem befristeten Arbeitsvertrag einen vierstelligen Kredit haben möchte.

Kommentar unnötig.


Neu 2007-12-19:

Die EU-Kommission wird verrückt:

Spiegel: Eklat um EU-Autopläne - Verheugen boykottiert Pressekonferenz

Brüssel provoziert Berlin: Die Pläne, klimaschädliche Neuwagen zu verteuern, trifft deutsche Autobauer am härtesten. Die Bundesregierung kündigt Widerstand an, die Hersteller protestieren - und auch EU-Kommissar Verheugen hat offensichtlich Probleme mit der Öko-Aktion.

Brüssel - In der EU-Kommission ist es wegen der CO2-Pläne für Europas Autoindustrie zum Eklat gekommen. Wie aus der Behörde in Brüssel verlautete, fanden die 27 Mitglieder der Kommission keine gemeinsame Position. Der deutsche Industriekommissar Günter Verheugen, der italienische Justizkommissar Franco Frattini und der französische Verkehrskommissar Jacques Barrot hätten die Vorschläge abgelehnt.

Was raucht Barroso? Illuminati-Hasch? Sein Umweltkommissar aus Griechenland (ohne eigene Autoindustrie) ebenfalls.

In der Zwischenzeit werden die immer verrückter. Wer wird zuerst aussteigen?


Neu 2007-12-17:

An Spaniens Geldautomaten (Leserzuschrift):

Ich war vom 09.12. bis 12.12.2007 in Spanien. In der Zeit vom 10.12. bis 12.12.07 war ich in Barcelona und wollte am 11.12.07 Bargeld vom Geldautomaten ziehen.

1. Bank 500 EUR angeklickt, Meldung nicht autorisiert kein Geld
2. Bank Deutsche Bank Barcelona 500 EUR angeklickt , kein Geld keiner spricht Deutsch und nur noch 20 EUR im Geldbeutel, Angst, dass die Krise den Geldhahn schon gekappt hat.
3. Bank Santander max. 220 EUR moeglich, Geld erhalten, 2.Versuch 220 EUR erhalten.
4. Bank max. 120 EUR moeglich und viele defekte Geldautomaten in Barzelona

Also an alle die nach Spanien fahren, fliegen, nehmt genug Bargeld mit, dass Gefuehl ohne Geldnachschub zu sein ist beschissen, zumal man durch diese Seite eigentlich genug gewarnt wurde.
Herr Eichelburg vielen Dank fuer Ihre Infos, Sie Treffen leider immer oefter und fastzu schnell ins schwarze.

Warum gibt es da noch keinen Run auf alle Banken?

[21:00] "Frontbericht" aus Spanien - Leserzuschrift:

Folgender Artikel stellt die Brisanz der finanziellen Situation in Spanien sehr gut dar:

http://www.negocios.com/negocios/29-11-2007+ordonez_quiere_frenar_abuso_emisiones_que_piden_liquidez_al_bce,noticia_1img,31,31,5406

Zusammenfassung: Seit dem Beginn der Kreditkrise im August haben spanische Banken verbriefte Hypothekenkredite lediglich im Wert von 2500 Millionen Euros bei Investoren platzieren können. Trotzdem verbriefen die Kreditinstitute weiterhin im grossen Stil Kredite und nehmen sie in die eigene Bilanz auf. Seit August haben spanische Banken Kredite im Wert von 44000 Millionen Euros verbrieft, ohne sie an den Finanzmärkten zu platzieren. Und eine grosse Zahl an weiteren Verbriefungen ist geplant. Die spanischen Finanzinstitute verwenden diese verbrieften Kredite als Sicherheit um sich bei den Liquiditätsspritzen der EZB zu bedienen.

Spanien hat eines der grössten Handelsbilanzdefizite weltweit. Vor der Kreditkrise konnten sich spanische Banken über den Interbankenhandel und über Kreditverbriefungen die notwendige Finanzierung für das Handelsbilanzdefizit besorgen. Seit August sind diese Finanzierungsquellen versiegt und augenblicklich finanziert die EZB mit ihren Liquiditätsspritzen das spanische Handelsbilanzdefizit.

Spanische Banken versuchen weiterhin mit allen Mitteln durch sehr hohe Zinslockangebote an Liquidität zu kommen. Bankberater sollen auch schon ihren Kunden empfehlen, Aktien und Investmentfonds zu verkaufen, um die hohen Zinsangebote bei Spareinlagen zu nutzen.

Immobilien werden fast keine mehr verkauft. Das Angebot wird immer grösser. Viele Maklerbüros, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, müssen jetzt wegen Umsatzeinbruch schliessen. Einige Bauträger sind schon im Zahlungsverzug. Die offizielle Arbeitslosenstatistik beginnt zu steigen. Der Konsum, bisher auch eine wichtige Stütze der spanischen Wirtschaft, beginnt wegen Inflation und höheren Hypothekenraten einzubrechen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Spanien in eine schwere Rezession fällt.

In Spanien sind im März Parlamentswahlen. Kein Politiker traut sich die zukünftigen Probleme anzusprechen. Es scheint, dass die Politiker, die Banken und die Medien einen Pakt geschlossen haben, die Probleme Spaniens möglichst bis März nicht an die breite Öffentlichkeit kommen zu lassen. Ob sie so lange durchhalten können?

Zu Spaniens Geldautomaten:
Ich habe in den letzten Wochen mehrfach bei verschiedenen spanischen Geldautomaten grössere Mengen Bargeld abgehoben, bisher ohne Probleme. Gelegentlich werden in spanischen Internetforen aber auch von Problemen beim Bargeldbezug vor allem bei den Sparkassen berichtet.

Unglaublich, aber wahr, die spanische Banken "verkaufen"/verpfänden die nicht mehr wegzubringenden Kredite an die EZB!

So wird auch das Handlesbilanz-Defizit gedeckt. Wie lange das noch geht?


Neu 2007-12-12:

Das "Undenkbare" passiert gerade in Spanien:

Blommberg: Spain's Sinking Property Market May Roil Europe

Julia Gavin sold more than a house a week as the Spanish real-estate boom peaked last year. Now that business is drying up, she's sharing leads with competitors, reckoning a partial commission is better than none at all.

``We're up to our ears with work, but no sales,'' says Gavin, 52, who works near Madrid. ``It's horrible.''

Spain is suffering collateral damage from the collapse of the U.S. market for mortgages to the riskiest borrowers and the swoon in U.S. real estate. Spanish banks have exceeded their European peers in tightening lending standards, prompting a plea from Prime Minister Jose Luis Rodriguez Zapatero not to strangle growth.

A residential real estate slump is ``unthinkable,'' Zapatero's top economic adviser, David Taguas, said in a Sept. 17 interview.

Und jetzt ist es doch da. Ein Totalkollaps wird bald folgen. Dann sollten alle Leser ihr Gold, Silber und CHF haben. Der Euro stürzt dann ab.


Neu 2007-12-10:

Wie will "Napoleon" das machen - EU-Reform?

Spiegel: Sarkozys Chefstratege will EU generalüberholen

Unflexibel, störrisch, dogmatisch: Die Struktur der Europäischen Union muss nach Auffassung des politischen Chefstrategen von Nicolas Sarkozy komplett erneuert werden. Kurz vor dem EU-Gipfel lässt Frankreichs Präsident keinen Zweifel daran, was er von der Gemeinschaft hält.

Man wünsche ihm viel Glück dabei, die EU hätte eine Generalreform nötig. Aber inzwischen hat Sarko sogar schon seinen eigenen Aussenminsiter gegen sich.


Neu 2007-12-03:

Die Zukunft der EU spielt gerade in Belgien:

Presse: Vor Spaltung: Belgien gleitet in Unregierbarkeit ab

Belgien rutscht immer tiefer in eine existenzielle Krise. Am Wochenende gab der flämische Christdemokrat Yves Leterme auf. Er retournierte seinen Regierungsbildungsauftrag an König Albert II. Zum zweiten Mal schon. Denn in Belgien wird nun bereits seit den Wahlen vom 10. Juni versucht, eine neues Kabinett zu zimmern. Vergeblich.

Festgefahren ist die Regierungsbildung in Belgien deshalb, weil sich Flamen und Wallonen nicht auf eine neue Staatsreform einigen können. Die Flamen wollen noch mehr Autonomie. Die Wallonen lehnen das ab, weil sie fürchten, dass die permanenten Finanzzuschüsse aus dem reichen Flandern dann versiegen könnten. Doch je länger die belgische Krise andauert, desto stärker werden die Kräfte in Flandern, die den niederländisch-sprachigen nordbelgischen Landesteil unabhängig machen wollen. Aktuellen Umfragen zufolge sind bereits 48 Prozent der Flamen dafür, sich von Belgien loszusagen und eine eigenständige Republik zu gründen. Rund 60 Prozent der Flamen halten es sogar für „wahrscheinlich, dass dies in den nächsten Jahren geschehen wird“.

Diese Zukunft heisst Spaltung. Die EU-Bürokraten können es gerade Life erleben.


Neu 2007-11-30:

Wie wird Napoleons "Härte" aussehen?

Spiegel: Sarkozy will hart durchgreifen

Frankreichs Präsident Sarkozy zeigt sich entschlossen: Die Republik werde vor den Gewalttätern bei den Straßenschlachten in den Vorstädten "keinen Zoll" zurückweichen. Das Land sei haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschlittert.

Vermutlich macht er nur einige kosmetische Korrekturen an den Gesetzen, wird dafür wie ein klassischer Politiker versuchen, das Problem mit Geld zu bewerfen.


Neu 2007-11-29:

Adios Espana:

WIWO: Die Furcht der Spanier vor dem Abschwung

Düstere Perspektive. Der lange Aufschwung in Spanien neigt sich dem Ende zu – die großen Unternehmen des Landes gehen ins Ausland. Jetzt soll der Staat helfen.

Die bekommen mit grosser Sicherheit die brutalste Wirtschaftskrise in ganz Europa.


Neu 2007-11-28:

Der tägliche Napoleon - statt dem Kärcher den Filter:

ORF: "Netzsperre in Österreich nicht vorstellbar"

Frankreich will Internet-Nutzern, die wiederholt Urheberrechtsverstöße begehen, künftig die Leitungen kappen. In Österreich stößt die vergangene Woche getroffene Vereinbarung der französischen Regierung mit der Musik- und Filmwirtschaft und den Internet-Anbietern weitgehend auf Unverständnis.

Offenbar hat die Musikindustrie Sarko ausreichend gesponsert (mit Luxusreisen, etc.) damit er solche Idiotien vorschlägt. Nicht durchdacht.

Leserkommentar dazu:

Napoleon, wie er leibt und lebt ... ich male mir gerade aus, wie er nur so ein paar Dutzend (Hundert?) Millionen PCs "filtern" will ... hoho ...
Ein paar einzelne User, die auffällige Seiten surfen, vielleicht. Arbeitsplatzbeschaffung? Oder nur Großmäuligkeit?


Neu 2007-11-27:

Brennt Frankreich wieder?

Spiegel: Brennende Barrikaden und Schrotschüsse - Dutzende Polizisten verletzt
Presse: Wieder schwere Krawalle in Pariser Vorstadt

Die zweite Nacht in Folge brennen in Pariser Vororten Autos und Gebäude: Aufgebrachte Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, Dutzende Beamte wurden verletzt. Auch von Schüssen aus Schrotgewehren ist die Rede.

Man nenne es doch beim Namen: Araber-Unruhen. Wenn Sarko schon keinen "Kärcher" hat, so kommandiert er doch als Oberbefehlshaber Landungsschiffe. Die eigenen sich vorzüglich zur Deportation der Unruhestifter über das Mittelmeer.
 

Wo kostet der km Autobahn mehr - in West oder Ost?

Presse: Slowakei staunt über die Österreicher

In der Slowakei kostet der Bau von Straßen deutlich mehr als in Österreich.

Die Tageszeitung Sme rechnete Lesern am Beispiel der Spange Kittsee vor: „Einen Kilometer der neuen Autobahn haben die Österreicher für durchschnittlich 220 Mio. Kronen gebaut (7,3 Mio. Euro), bei uns kostet er mindestens um die Hälfte mehr.“ Einige Monate zuvor hatten slowakische Medien und Politiker mit ähnlicher Bewunderung registriert, wie flott und kostengünstig in ihrem bevorzugten Urlaubsland Kroatien Autobahnen gebaut werden.

Betriebswirtschaftler, vergesst die Lohnkosten. Der wahre Unterschied liegt in der Korruption.


Neu 2007-11-26:

Wo bleibt Sarkozy's Kärcher:

Spiegel: Randale in Pariser Vorort - Polizisten und Feuerwehrleute verletzt
Handelsblatt: Neue Vorstadt-Unruhen bei Paris

Zwei Jahre nach den Unruhen in Pariser Vororten sind dutzende Jugendliche erneut auf Polizisten losgegangen. Junge Männer setzten in Gemeinden nördlich der französischen Hauptstadt mehrere Gebäude in Brand, darunter eine Polizeistation. Rund 20 Polizisten und Feuerwehrleute wurden verletzt.

Geht es wieder los? Vor 2 Jahren hat Sarko noch grossmundig versprochen, Das "Gesindel" mit dem Kärcher (Hochdruckreiniger) "wegzuspritzen":
Und jetzt ist er auf Weltreise in China - fern den heimischen Problemen. Klingt irgendwie bekannt.


Neu 2007-11-24:

Der Kampf um Kunden bei spanischen Banken:

Comdirekt: Bescherung auf spanisch

Für viele Spanier hat die internationale Finanzkrise erfreuliche Konsequenzen. Denn für die Banken ist die Refinanzierung über Anleihen oder den Interbankenmarkt teuer geworden. Sie suchen sich daher andere Wege, um liquide zu bleiben - und entdecken die Privatkunden neu. Diese profitieren von kostenlosen Konten und Begrüßungsgeschenken.

Interessant, was Banken alles machen, wenn sie Geld brauchen.


Neu 2007-11-23:

Galileo - ausser Bürokratie bringen sie nichts zusammen:

Handelsblatt: Und Galileo bewegt sich doch

Der Streit über das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo steht vor einer Lösung. Die EU-Kommission will nach Informationen des Handelsblatts die Neuausschreibung des größten europäischen Industrieprojekts so verändern, dass auch deutsche Unternehmen zum Zuge kommen. Wenn dies gesichert sei, lasse sich auch die Blockade bei der Finanzierung lösen, hieß es in EU-Kreisen.

Wie gross waren die Pläne und Ankündigungen. Jetzt gibt es mindestens 5 Jahre Verzögerung, nationales Hick-Hack und lähmende Bürokratie.


Neu 2007-11-22:

Airbus spürt den Dollar-Verfall massiv:

Spiegel: Airbus-Chef Enders kündigt radikalen Sparplan an

Alarm bei Airbus: Wegen des Euro-Rekordhochs hat Unternehmenschef Enders nach Informationen von SPIEGEL ONLINE vor Betriebsräten weitere radikale Sparmaßnahmen angekündigt. Der Kurs-Verfall des Dollars sei "lebensbedrohlich" für den Konzern, jetzt gelte das Motto: "keine Tabus".

Gibt es dabei wirklich keine Tabus? auch nicht die komplexen, politisch und national bedingten Strukturen?
Sarko wird sicher bald wieder gegen den starken Euro toben - haben alle schon genügend Gold gebunkert?

PS: Warum versucht Airbus nicht seine Flugzeuge gegen Euro zu verkaufen?


Neu 2007-11-21:

EU/EZB werden wegen Dollar-Verfall nervös:

ORF: Wenig Handlungsspielraum

Der Euro setzt angesichts der weiterhin schlechten Signale aus den USA seinen Höhenflug ungebremst fort. Am Dienstag erreichte die Einheitswährung einen neuen Rekordwert und kam erstmals über 1,48 Dollar. Mittwochfrüh notierte die europäische Gemeinschaftswährung schon bei 1,4856 Dollar.

Immer mehr Experten rechnen nun damit, dass binnen Wochen die Schallmauer von 1,50 Dollar durchbrochen werden könnte. Das bringt Europas Politiker, die Zentralbanker und vor allem die Wirtschaft in eine immer prekärere Situation.

Nicht nur der Dollar, auch der japanische Yen und der chinesische Yuan sind schwach gegenüber dem Euro, was die Exportchancen der europäischen Unternehmen schmälert. Juncker will deshalb mit EU-Währungskommissar Joaquin Almunia und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Montag nach China reisen.

Die Hüter des Euro würden der chinesischen Regierung, die den Wechselkurs künstlich niedrig hält, erklären, warum sie ihre Politik ändern sollten. "Wir werden dafür sorgen, dass wir dieses Mal sehr deutlich sind", versprach er den Parlamentariern.

Sie wollen auf China einreden, die eigene Währung steigen zu lassen. Und inzwischen beginnen sie aufeinander zu hacken.


Neu 2007-11-20:

Neue EU-Austrittsklausel:

Presse: Raus aus der EU: Kein leichter Fall

EU-Vertrag. Erstmals ist eine Ausstiegsklausel vorgesehen. Doch der Schritt hinaus hätte dramatische Folgen, warnen Experten.

Was, wenn man nicht mehr zur EU gehören will? Rechtlich ist das kein Problem: Für diesen Fall wird der neue EU-Vertrag erstmals eine eigene Ausstiegsklausel anbieten. Innerhalb von zwei Jahren kann ein EU-Staat künftig den geordneten Rückzug antreten. In dieser Zeit soll ein Austrittsabkommen formuliert werden, das die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der EU-Staaten mit dem Abtrünnigen regelt.

Interessant, dass sie eine Ausstiegs-Klausel eingebaut haben. Davon wird in einer Depression sicher reichlich Gebrauch gemacht werden.
Die Frage ist: wer steigt zuerst aus. Meist sind es die wirtschaftlich starken Länder, die für den Rest nicht mehr zahlen wollen.
 

UK - Brown dreht vor Angst durch:

ORF: Jederzeit und überall"

"Der Terrorismus kann uns jederzeit und überall treffen", warnte Premierminister Gordon Brown in seiner jüngsten Rede vor dem britischen Unterhaus. "Das ist ein Kampf, den wir Straße um Straße, Gemeinde um Gemeinde, tagaus, tagein führen müssen."

Dafür will Brown einen umfangreichen wie umstrittenen Katalog von Anti-Terror-Maßnahmen durchsetzen, der einem Plan zum Umbau des Königreichs gleichkommt. "Großbritannien wird zur Festung", hieß es am Donnerstag in Londoner Zeitungen.

Wie auf dem Flughafen
Briten und Besucher müssen sich darauf gefasst machen, dass ihnen an öffentlichen Orten Personenkontrollen zugemutet werden, wie sie bisher nur Flugpassagiere über sich ergehen lassen müssen.

Nach den Vorstellungen des Premierministers sollen zur Abwehr von Terroranschlägen Hunderte Bahnhöfe sowie alle Flug- und Seehäfen und öffentlichen Gebäude im Königreich erheblich stärker geschützt werden.

Privatautos sollen sich großen Einkaufszentren nicht mehr nähern dürfen, Betonbarrieren vor gefährdeten Gebäuden errichtet werden.

Warum jetzt: er und seine Politiker-Kollegen haben totale Angst vor einem Volksaufstand wenn die Wirtschaft crasht. Das ist es.
Und er genört wie sein Vorgänger Tony Blair (hat 7/7 zum Joberhalt gemacht) der "Global Terror Fraktion" der Illuminati an.


Neu 2007-11-10:

Neue Kraftproben für Napoleon:

Spiegel: Protestwelle legt Frankreichs Unis lahm

In ganz Frankreich formieren sich Studenten zum Protest gegen Hochschulreformen der Sarkozy-Regierung. Ihre Parole: "Wer die Fakultäten privatisieren will, dem antworten wir mit Widerstand." Die Demonstranten befürchten einen Ausverkauf der Unis an die Wirtschaft.

Werden wir sehen, was er macht. Wird er einknicken und sich rauskaufen?


Neu 2007-11-09:

Der 1. Staat in der EU zerfällt - Belgien:

Spiegel: Die Unregierten

Zwei Volksgruppen, ein Land, keine Regierung - seit 151 Tagen ist Belgien politisch blockiert. Der Grund: Der reiche flämische Norden will den darbenden wallonischen Süden nicht länger alimentieren. Dabei haben die Flamen gar keine andere Wahl.

Natürlich haben die Flamen die Wahl, keine Steuergelder mehr in den Süden abzuliefern. Das wird auch passieren, wenn sie selbst unter Druck kommen.
Man wirft die "Blutsauger" hinaus - siehe Tschechoslowakei. Mahr dazu im Krisen-Seminar.


Neu 2007-11-07:

Es gibt einen neuen Pudel des Imperators in Europa:

Spiegel: Amerikaner unken über Bushs neuen Pudel

Für die Bush-Regierung galten Franzosen lange Zeit als zynische Feiglinge. Seit dem Amtsantritt von Präsident Sarkozy, einem erklärten Amerika-Fan, hat sich das geändert. Er wird mit allen Ehren in Washington empfangen - ein Signal auch für Angela Merkels USA-Besuch Ende der Woche.

Ausgerechnet "Napoleon", wer hätte das gedacht?
Sogar die Amerikaner lästern schon darüber.

Leserzuschrift zu Geldpraktiken in Spanien:

Bezüglich der Hypotheken auf dem Schwarzgeldanteil: In Spanien werden die Hypotheken nach einem von der Bank beauftragten Wertgutachten vergeben. Dabei ist es unerheblich zu welchem Wert die Immobilie im Grundbuch verbrieft ist. Also es kann auch der Schwarzgeldanteil finanziert werden.

Spanische Notare bieten ihren Kunden einen seperaten Raum an, in den sich Käufer und Verkäufer zurückziehen können, um unmittelbar vor der notariellen Beurkundung in Ruhe das Schwarzgeld zu übergeben.

Alles vorbereitet.


Neu 2007-11-06:

Wo die 500-Euro Scheine sind:

Presse: Geldwäsche blüht auf Spaniens Baustellen
Kurier: Spanien im Würgegriff der Geldwäscher

Spanien scheint mit der Einführung des Euro zu einer der größten Geldwaschanlagen Europas geworden zu sein. Vor allem im stark wachsenden Bau- und Immobiliensektor werden unzählige 500-Euro-Scheine als Schwarzgeld und zum Waschen von Schwarzgeld investiert. Es ist ein offenes Geheimnis, dass in Spanien beim Kauf von Immobilien große Geldsummen am Fiskus vorbei bezahlt werden. Das erspart nicht nur hohe Steuern, die beim Transfer anfallen, sondern der Käufer kann auch sein angesammeltes Schwarzgeld anlegen. Die 500er eignen sich dabei besonders gut, um möglichst viel Geld außerhalb des Bankverkehrs einigermaßen unauffällig zu verschieben.

Jeder dritte 500er in Spanien
Da die Bauwut auf der Iberischen Halbinsel seit Jahren ungehindert anhält - in den vergangenen Jahren wurden in Spanien mehr Wohnungen gebaut als in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen - hat sich auch der Anteil der 500-Euro-Scheine am Geldvolumen so drastisch erhöht, dass nun das spanische Finanzministerium seine Ermittlungen gegen die Geldwäscher erhöht. Mittlerweile liege die Quote der 500-Euro-Scheine bei 67 Prozent des gesamten spanischen Geldvolumens und habe sich damit seit der Einführung des Euro mit damals 13 Millionen 500-Euro-Scheinen mehr als verneunfacht. In keinem EU-Land kursieren so viele 500-Euro-Scheine wie Spanien. Nach neusten Angaben der spanischen Zentralbank befinden sich knapp 30 Prozent aller 500-Euro-Scheine der Eurozone in Spanien.

Hierzulande führt man einen finanziellen Überwachungsstaat ein und die Spanier machen alles mit den violetten Scheinen.

Eine Frage drängt sich auf: ob sich in Spanien die Hypotheken auch auf den Schwarzgeld-Anteil bei Immobilien erstrecken - vermutlich ja.


Neu 2007-11-01:

Da zerbricht gerade etwas - Airbus:

Handelsblatt: Von Kabelsalat und Kurzschlüssen

Airbus steht am Scheideweg: Die Auftragslage ist gut, doch Fertigung und Auslieferung der Maschinen geraten zunehmend ins Stocken. Der Flugzeugbauer kämpft mit der Verkabelung seines Riesenvogels A380 – und dem gegenseitigen Misstrauen von Deutschen und Franzosen.

Die Vorboten einer Krise (auf nationaler Ebene). Noch sind die Auftragsbücher voll, aber sie können nicht richtig produzieren - weil die nationale Politik (die sich jeweils auf den "Stamm" zurückzieht) hier hineinfunkt. Was wird erst in einer wirklichen Wirtschaftskrise passieren? Airbus wird es endgültig zerreissen.

Was man hier deutlich sieht, sind die Anzeichen für das Ende der Globalisierung. Sorry, Bilderberger & co.


Neu 2007-10-30:

Subprime-Krise auch in Frankreich:

LaRouche: 150,000 French Households Could Be Caught in Subprime Crisis

For the second time in a week, a major French daily has rung the alarm over the exploding subprime mortgage crisis hitting France. After Le Figaro covered the "bad surprise" hitting moderate-income households last week, then the October 27 issue of Liberation ran a three-page expose on the French subprime mortgage crisis, beginning on the front page. The article was headlined "In the Adjustable-Rate Trap," and was accompanied by a photo of subprime borrowers from Indiana, captioned: "Borrowers, beware these loans. 150,000 French households are at risk of being trapped by the adjustable rate system. Thus the fear of a crisis like that which rocked the American financial system this summer."

Merke: eine so grosse Immobilien-Bubble geht nicht ohne Subprime-Kredite. Offenbar beginnt der Zerfall der französischen Bubble auch schon.


Neu 2007-10-29:

Napoleon ist sehr empfindlich:

Welt: Warum Sarkozy zornig ein US-TV-Studio verließ

Offenbar aus Protest gegen die Frage einer Journalistin hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy ein Interview für die Sendung "60 Minutes" des US-Senders CBS abgebrochen. Der Moderatorin zeigte er die kalte Schulter. Seinen Pressensprecher beschimpfte er danach als Dummkopf.

Was wird er wohl unter echtem Stress machen? einen Krieg?


Neu 2007-10-25:

Die britische Fata Morgana:

Telegraph: German team damn UK economic 'miracle' as a sham , Personal debt could sink the good ship Great Britain

Britain's economic resurgence over the last fifteen years has been driven by record levels of household debt and a public spending spree that cannot continue, according a German-led team of economists.

"Just as private households have been living beyond their means, so has the state. The expansion of the public sector artificially inflates GDP growth data: it cannot continue much longer.

"Judging by the fiscal deficit trend, the UK is now in worse fiscal shape than almost any other major Western country. In the event of an economic downturn, the UK now has little leeway for stimulus," it said.

The truth is the good ship Great Britain is highly unstable. To the port side is a vast public sector only just countered by a private sector on starboard over-reliant on financial markets that look ready to go overboard any moment.

Looking nervously at the lifeboats are millions of consumers who have been on a spending binge on the back of a housing market now cooling. By the way, that shape looming in the darkness is an iceberg. It's called debt.

SOS, HMS Debt is sinking! Also war alles nur eine Fata Morgana (mirage), getrieben von Konsum, Verschuldung und Staatsausgaben. Jetzt geht es abwärts in die >tiefe des Ozeans.


Neu 2007-10-22:

Schon Immobilien-Crash in Ungarn (Leserzuschrift-AT)?

Habe mich vorige Woche mal in Ungarn umgesehen und festgestellt, daß am Lande die Preise für Arkadenhäuser total zusammengebrochen sind. Man bekommt 4,000 m2 Eigengrund plus Haus aus Ziegel für 20,000 Euro, wenn man handeln kann. In Sopron ist es noch anders, aber eine renovierte 112 m2-Wohnung im Stadtzentrum direkt vom Makler für 71,000 Euro ist zu bekommen. Mal sehen, was sie kostet, wenn der Markt im Westen zusammenbricht.

Auch dort wird es Zeit. Ungarn "pfeift" finanziell aus dem letzten Loch.


Neu 2007-10-20:

Da stimmt etwas nicht auf der Insel - die Polen kehren heim:

Spiegel: Heimkehr der Generation Europa

Die größte Ausreisewelle der polnischen Geschichte schwappt zurück: Immer mehr Polen kommen aus Großbritannien zurück nach Hause. Auf die Stimmen dieser Heimkehrer und der jungen Auslands-Polen setzt die liberale Opposition bei der Wahl.

Offenbar brechen Konjunktur und Immo-Bubble in UK schneller zusammen, als erwartet.


Neu 2007-10-18:

Das kommt in die nationalen Medien zum EU-Gipfel:

Telegraph: Gordon Brown rules out EU Treaty vote

Speaking in Lisbon ahead of a summit of Europe's leaders during which he will sign up to the Treaty, he said protections for the British people had been secured and no vote was needed.

His comments come as the Telegraph delivered a petition of more than 108,000 signatures to Downing Street demanding a national referendum on the EU Reform Treaty.

Also putting the British Prime Minister and other leaders under pressure as they prepare to initial an agreement on the Treaty, is a separate Financial Times/Harris poll of voters in the UK, France, Germany, Italy and Spain referendum finding that 70 per cent demand a vote.

Die Leute wollen eine Volksabstimmung zum EU-Vertrag (früher EU-Verfassung). Nicht nur in UK. Offenbar hat der Gruppendruck die Politiker zur Zustimmung gepresst.
Die EU in dieser Form ist tot. Entweder kommt eine massive Abspeckung bei der Zahl der Mitglieder und der EU-Kompetenzen, oder das Gebilde implodiert.

 

Wird Napoleon sein erstes Scharmützel gewinnen?

Handelsblatt: In Frankreich stehen fast alle Züge still , "Speedy Sarko" in der Klemme

Beim ersten Streik der französischen Gewerkschaften gegen die Reformpolitik von Präsident Nicolas Sarkozy zeichnet sich eine sehr starke Beteiligung ab. Beschäftigte bei der Bahn, der Post und den Stromversorgern sind zum Ausstand aufgerufen. Pendlern droht dadurch ein Verkehrschaos. Die ersten Auswirkungen sind bereits am frühen Morgen deutlich spürbar.

Werden wir sehen, ob er das Durchhaltevermögen seines grossen Vorgängers hat. Wahrscheinlich nicht. Und doch ist es noch keine richtige Schlacht.

PS: dagegen ist der deutsche Lokführer-Streik harmlos.


Neu 2007-10-17:

EU, zu gross geworden - aus der Eliten-Traum:

Handelsblatt: Geplatzter Traum

Der europäische Traum ist ausgeträumt. Auf absehbare Zeit wird es weder die Vereinigten Staaten von Europa geben, noch ein europäisches Gegenmodell zu den USA. Die Hoffnungen auf eine von Eliten und Bürgern getragene starke EU mit weltpolitischem Gewicht erscheinen derzeit nicht realisierbar. Das ist kein pessimistischer Abgesang, sondern eine nüchterne Zustandsbeschreibung.

12 westliche Mitgliedsländer waren das Maximum. Seitdem ist die EU nur mehr gewachsen und stillgestanden.

Wohlgemerkt, diese Probleme gibt es bereits in guten Zeiten. Wenn die zu erwartende Depression kommt, wird es dieses Gebilde endgültig zerreissen.
Good Bye, EU - dann heisst es "zurück zu den Stämmen/Nationen" - haben wir 1990 im Osten gesehen.
 

Dafür hat Hapoleon neue Probleme:

Spiegel: Sarkozys sollen ihre Scheidung vorbereiten

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und seine Ehefrau Cécilia sollen ihre offizielle Trennung intensiv planen und bereits beim Scheidungsrichter gewesen sein, berichtet "Le Nouvel Observateur". Sarkozys Sprecher kommentieren dies bislang nicht.

Man kann offenbar niemals genügend Probleme haben. Oder anders ausgedrückt, der Job muss ihm enorm zu Kopf gestiegen sein, wenn sogar schon seine Frau davonläuft.


Neu 2007-10-16:

Spanien - Kredite an Einwanderer, letzte Stufe:

Handelsblatt: Wir haben einen Kredit für Dich

Kein europäisches Land hat in so kurzer Zeit so viele Immigranten aufgenommen wie Spanien. Der Großteil von ihnen kommt aus Lateinamerika, in den letzten Jahren ist aber vor allem die Zahl der Osteuropäer und Nordafrikaner stark gestiegen. Ein Zukunftsgeschäft für Finanzinstitute. Wie die spanische Großbank BBVA um Einwanderer buhlt.

In den USA war es genauso. Dort hat man auch den illegalen Einwanderern noch Hypotheken angedreht - zur Marktausweitung.
Das war unmittelbar vor dem grossen Fall.


Neu 2007-10-15:

Minikredit-Welle in Spanien (Leserzuschrift-DE):

Dieses Phänomen von den Ratenzahlungen für geringe Beträge, von dem Ihre Lese so berichten, ist mir von Spanien schon länger bekannt. Dort ist es üblich, selbst Klamotten, Schuhen und auch unnütze Gegenstände in Raten zu zahlen. Diesen Sommer war ich zum Beispiel in einem Kaufhaus (Carrefour, eine grosse französische Kette) und habe mich die ganze Zeit über die billigen Preise gewundert: Küchen- und Gartengeräte, Einrichtungsgegenstände, Tisch und Stuhle für 30 Euro und Ähnliches, bis ich mir die Preisschilder näher angeschaut habe: alle Preise für Waren über 100 euro waren PRO MONAT angegeben! Sehr amüsant auch die Werbung, die gerade ganzseitig in jeder Zeitung zu lesen war, die ich aufschlug.
So sinngemäss: "du kannst es dir leisten": Urlaub auf Raten.

Bei mir flattern übrigens öffters per Post Kreditangebote rein, daran bin ich ja gewohnt, aber letzte Woche war ich sehr darüber überrascht, dass in einer wichtigen Strasse in meiner Nähe (Berlin) ein Laden (ja, ein Laden, keine Bank) aufgenacht hat, die nichts anderes verkauft als... Kredite!

Spanien ist offenbar soweit, wie es der Leser über Argentinien kurz vor dem Fall beschrieben hat (Seite Infos-DE). Die haben reihenweise nicht einmal mehr €100 frei verfügbar. Aber Deutschland ist auch nicht mehr weit entfernt. Danke für die Zuschrift!

Spanien - denen geht das Geld sichtbar aus (Leserzuschrift-DE):

Seit 1983 fahren wir einmal im Jahr nach Spanien, immer an den gleichen Ort. Das deshalb, weil meine Eltern dort ein Haus gekauft hatten. Die ersten 10 Jahre, war Spanien billig. Dann begann in 1995 ein zweiter Bauboom, die Preise zogen moderat an. 2003, der 3. Bauboom begann. Die Preise explodierten, es wurde auf einmal alles um 100 % teurer, Essen, Ferienvermietung, Marktpreise.

Ab 2005 fiel uns auf, das viele Häuser nicht fertiggestellt wurden, wir kannten den Baubeginn aus dem Jahr zuvor. Das ist auch diesem Sommer so gewesen.
Wir haben immer, sämtliche Mahlzeiten in der örtlichen Gastromie zu uns genommen, langjährige Einheimische Gesichter, sahen wir Jahr für Jahr mit uns beim Frühstück. Dieses Jahr sahen wir diese Gesichter, aber keiner nahm mehr Platz um Kaffee und ölgetränktes Brot zu sich zu nehmen.

Beim Nachmittagskaffee an anderer Stelle, fiel mir die Werbung der Deutschen Bank vor Ort auf. "Bezahlen sie ihre täglichen Einkäufe bequem mit Kreditkarte". Ehrlich, diese Aussage habe ich 14 Tage jeden Tag gesehen und innerlich nur den Kopf schütteln können.
Ich glaube, dass man Veränderungen in einem Land, besser in einem zeitlichem Abstand sieht
Das Haus meiner Eltern, wurde 2006 verkauft.

Im Gegensatz zur Ackermann-Bank, die da noch drinnen ist, sieht man hier richtige Investoren, Hut ab. Das Haus am Höhepunkt der Bubble verkauft.
Die Spanier sind offenbar finanziell komplett am Ende, wenn sie sich massenweise solche kleinen Dinge nicht mehr leisten können.
 

Etwas (nicht ganz so) lustiges aus UK:

Presse: Auf den Zahn gefühlt: Briten helfen sich selbst

Immer mehr Briten wirken dem Zahnärztemangel entgegen und behandeln sich mit Schraubenziehern, Zangen und Fensterkitt selbst.

Wird auch bei uns wieder kommen, aber nicht aus Ärztemangel, sondern aus Geldmangel.


Neu 2007-10-09:

Napoleon "erobert" den Osten:

Handelsblatt: Sarkozy startet Charmeoffensive zulasten Deutschlands

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy strebt nach mehr Einfluss in den neuen EU-Staaten. Mit seiner Charmeoffensive in Mittel- und Osteuropa wagt Sarkozy einen Neuanfang und setzt sich bewusst von seinen Vorgängern ab. Dabei profitiert er vor allem von deutsch-polnischen Spannungen.

Ob er damit ausser bei den beiden Kaczinskis viel Erfolg haben wird? seine eigene aggressive Art steht dem entgegen.

Er verfolgt die alte französische Europa-Politik, nur viel addressiver:
a) Frankreich in Europa an der Führung zu halten
b) Amerika draussen zu halten
c) Deutschland unten zu halten


Neu 2007-10-02:

Spanien - Viele fühlten sich wie Millionäre:

FTD: Spanischer Bauboom am Ende

Wohnungen stehen leer, Bauaktien stürzen ab, Makler schließen Büros. Die Euphorie am spanischen Immobilienmarkt ist dahin. Jetzt bangen viele Bürger um ihr Wirtschaftswunder.

"Die Summe der Rechnungen war um einiges höher als mein Kontostand", erzählt der 45-jährige Verwaltungsangestellte zerknirscht. Da er bei seiner Bank bereits einen Kredit für das 2001 gekaufte Haus, einen weiteren für das neue Auto und dazu ein Verbraucherdarlehen über 10.000 Euro laufen hat, hofft der zweifache Vater nun auf Credit Services.

Fernando García etwa bezahlt zurzeit monatlich 600 Euro für seine Hypothek, dazu 280 Euro für das Auto und 150 Euro für den Verbraucherkredit. Sein Nettoverdienst von 1700 Euro reicht da kaum noch zum Leben. "Wenn ich nicht zusätzlich noch eine Kreditkarte hätte, würde es gar nicht funktionieren", sagt García. Wie ihm geht es vielen seiner Landsleute: Nach Umfragen von Verbraucherinstituten sind drei von fünf Haushalten am Ende des Monats in den roten Zahlen.

So sieht es in Spanien offenbar überhaupt aus. Eine Kopie der Verhältnisse in den USA. Auf Wiedersehen, spanischer Stier!
 

Hier ein Leserbericht direkt aus dem Inneren der spanischen Krise:

Hier einige Ausschnitte aus der aktuellen spanischen Presse:
http://www.cincodias.com/articulo/opinion/Llanera/primera/victima/cdscdi/20071002cdscdiopi_2/Tes/

Llanera, primera víctima - Llanera, das erste Opfer.

Der Baulöwe Llanera hat am 1.10 Konkurs angemeldet. Die Hauptgläubigerbanken sind: Bancaja, Caja del Mediterráneo, Banco de Valencia (siehe oben) und Lehman Brothers.

Zur aktuellen Situation am Immobilienmarkt:
http://www.eleconomista.es/vivienda/noticias/282336/01/70/Adios-a-la-especulacion-expres-Si-quiere-vender-su-piso-en-15-dias-rebaje-su-precio-un-10.html

Según este experto, "hablar de rebajar un 10 por ciento su piso es sinónimo de no venderlo. Tendría que reducirlo entre un 30 y un 50 por ciento y además tener la suerte de encontrar un comprador sin problemas a la hora de encontrar financiación".

Die Aussage eines Immobilienmaklers: “Den Hauspreis ledgilich um 10 % herunter zu setzen, bedeutet, dass man das Haus nicht verkaufen wird. Um zu verkaufen muss man den Preis um 30-50% reduzieren und dann noch Glück haben, einen Käufer zu finden, der keine Probleme bei der Finanzierung hat.”

Erhebliche Liquiditätsprobleme bei spanischen Banken:
http://www.bolsacinco.com/071002071649B5_confia_banca_pero_ve_algunos_cajas.htm

… las que registran los ratings más bajos en fuerza financiera son las cajas de Ahorros de Ávila, de La Rioja, de Santander y Cantabria, Caja de Ahorros y Monte de Piedad de Segovia y Caja Rural de Granada, cuya calificación se sitúa en C-. En el caso de los bancos, los que llaman la atención por la baja nota que recibe su fuerza financiera son Banca March, Banco de Valencia y Banco Guipuzcoano. En estos casos, la calificación es de C.

5 Sparkassen (Caja de Ahorros de Avíla, Caja de Ahorros de La Rioja, Caja de Ahorros de Santander y Cantabria, Caja de Ahorros y Monte de Piedad de Segovia und Caja Rural de Granada) und 3 Banken (Banca March, Banco de Valencia und Banco Guipuzcoano) wurden von Moody’s im Rating auf C heruntergestuft.

In spanischen Internetforen wird seit Tagen wild spekuliert, welche Banken als erstes fallen werden. Jetzt werden zum ersten Mal offiziell Namen genannt. Rating C, wenn sich das herumspricht, dann sehen wir in Spanien noch einige Northern Rocks.

Die spanischen Banken machen wieder verstärkt Werbung, um an neue Spareinlagen heran zu kommen. Ich habe auch schon einige Telefonanrufe und Emails von Banken erhalten. Angeboten werden Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 1, 3, 6 oder 12 Monaten. Hier einige Beispiele:

Openbank (www.openbank.es) 11% 1 Monat fest Maximum 100.000 €
Openbank (www.openbank.es) 7% 3 Monate fest Maximum 1.000.000 €
Openbank (www.openbank.es) 4,5% 12 Monat fest Maximum 1.000.000 €
Activobank (www.activobank.es) 10% 1 Monat fest Maximum 25.000 €
Activobank (www.activobank.es) 7% 3 Monate fest Maximum 25.000 €
Activobank (www.activobank.es) 5% 12 Monate fest Maximum 100.000 €
Uno-e (www.uno-e.es) 15% im ersten Monat, dann Euribor 1 Woche, 6 Monate fest, Maximum 100.000 €

Diese Banken machen es nicht mehr lange, wenn schon die Baulöwen sterben. Telefonanrufe für Spareinlagen !!!
Maximal noch 3 Monate bis auch die Banken sterben. Das ist keinesfalls mehr reparierbar.

Die Aussage des Maklers ist gut: 30..50% Preisreduktion und dann noch viel Glück um ein Haus zu verkaufen! Das ist kurz vor dem Ende!

Vielen Dank für diese Zuschrift an J.V.


Neu 2007-09-25:

Napoleons Macht oder Wille reicht nicht überall hin:

Bloomberg: Sarkozy's Whirlwind Beginning Fails to Reach Immigrant Suburbs

Die Polizei will nach wie vor nicht in die Immigranten-Slums.
Aber die Weltbühne ist eben interessanter für Sarko.


Neu 2007-09-24:

Bankrotterklärung Frankreichs:

Yahoo: Frankreichs Premier Fillon sieht Staat als "bankrott"

Paris (AFP) - Frankreichs Premierminister François Fillon hat vor Subventionen fordernden Bauern eine Art Offenbarungseid zur Lage der Staatsfinanzen abgelegt. "Ich stehe an der Spitze eines Staates, der bankrott ist", sagte Fillon am Freitag auf der Mittelmeerinsel Korsika vor Bauernvertretern. "Ich stehe an der Spitze eines Staates, der seit 15 Jahren ein chronisches Defizit aufweist, ich stehe an der Spitze eines Staates, der seit 25 Jahren niemals einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hat." Da sei kein Raum für Forderungen nach mehr Hilfen.

Ich hoffe, die Bond-Händler glauben es ihm auch, denn ist die Wahrheit.


Neu 2007-09-17:

Die selbe Verteilungspolitik in Ost und West:

Handelsblatt: Kaczynskis Wahlgeschenke gefährden Standort Polen

Im Vorfeld der Parlamentswahl am 21. Oktober verteilt Polens nationalkonservatives Kabinett von Premier Jaroslaw Kaczynski Wahlgeschenke an sozial Schwache, anstatt den Haushalt zu sanieren und die sozialen Sicherungssysteme fit für die Zukunft zu machen. Unternehmer fürchten inzwischen um den Standort.

Stattdessen verteilt die Regierung großzügige Wahlgeschenke, die den Konvergenzplan gefährden. So beschloss das Kabinett eine Anhebung der Gehälter im öffentlichen Dienst um 9,3 Prozent, sieben Prozentpunkte mehr als die aktuelle Inflationsrate. Wegen der ebenfalls beschlossenen Erhöhung des landesweiten Mindestlohns um 18 Prozent fürchten jetzt viele kleine Unternehmer gerade im ländlichen Raum, dass sie nicht mehr genug Arbeitskräfte mit niedriger Qualifikation finden. „So mancher von ihnen wird bankrott gehen“, heißt es beim Arbeitgeberverband.

Mit dieser Politik sind die Kaczynskis nicht allein. Warum etwa hat gestern die Regierung in Griechenland die Wiederwahl gewonnen? "Wegen guter Wirtschaftspolitik" = Verteilungspolitik. Die Kaczynskis sind nur aus anderen Gründen ein Anziehungspunkt für Kritik.


Neu 2007-09-16:

Napoleon stellt dilletantische Forderungen:

Handelsblatt: Sarkozys EZB-Kritik stößt auf Protest

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat das Krisemanagement der Europäischen Zentralbank während der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten scharf kritisiert. Die EZB habe „merkwürdig“ gehandelt und nur Kreditlinien für Spekulanten geschaffen. In der EU stieß diese neue harsche Kritik des Franzosen auf scharfen Protest.

Dieser Typ hat natürlich keine Ahnung von dem was vor sich geht. Jedoch hat er sich in eine Zinsenkung verbissen. Schlussfolgerung:
- Er glaubt natürlich, der Euro und Europa gehören ihm allein
- Nur seine Rezepte helfen (ihm natürlich)

Ein echter Hyperinflationist - also ein klassicher Politiker, wenn auch wesentlich aggressiver als der Rest.


Neu 2007-09-11:

"Napoleon" ist sehr empfindlich:

Spiegel: Sarkozy soll sauer auf Steinbrück sein

Frankreichs Präsident Sarkozy ist laut der "Rheinischen Post" hochgradig verärgert über Finanzminister Steinbrück. Er habe bei einem Treffen den Mund zu voll genommen. Auch Kanzlerin Merkel gehe ihm "zunehmend auf die Nerven", wird ein anonymer Vertrauter zitiert.

Der Deutsche habe Sarkozy vorgeworfen, lieber milliardenschwere Steuergeschenke an die Wähler zu verteilen, als sich an den auf Europa-Ebene vereinbarten Sparplan zu halten. Daraufhin habe der Präsident den Finanzminister angefahren: "Was fällt Ihnen ein, in diesem Ton mit mir zu reden!"

Dem geht offenbar jeder Politiker auf die Nerven, der nicht 100% gehorsam gegenüber ihm ist. Sarko ist offenbar noch schlimmer als die Amerikaner.
Was seine Vorgänger mühsam an Beziehungen aufgebaut haben, zerstört er jetzt offenbar mit seiner Arroganz.

Warten wir ab, bis seine internen Bubbles zusammenbrechen. Dann wird er erst richtig herumschlagen. Auch mit Militär und Atomwaffen?


Neu 2007-09-04:

Kommen bald die Radklammern für Alitalia-Flugzeuge?

Handelsblatt: Alitalia verhandelt Notfallplan

Die italienische Traditions-Airline Alitalia kämpft zurzeit um ihre Existenz: Nach Millionenverlusten und gescheiterten Übernahmen stehen unter dem neuen Chef Maurizio Prato nun Einschnitte beim Personal an. Während die Belegschaft mit Streiks reagiert, verliert der Flughafen Mailand derweil stetig an Bedeutung.

Die machen es nicht mehr lange. Entweder sie gehen einfach pleite wie die Swissair oder sie werden zu Tode gestreikt wie die Sabena.
Bei der Swissair-Pleite hat man auf manchen Flughäfen den Swissair-Flugzeugen Radklammern angelegt, damit sie nicht ohne Bezahlung der Schulden wegfliegen können.


Neu 2007-08-31:

Kein Subprime? - die Spanier lügen, dass sich die Balken biegen:

Handelsblatt: Spanien droht herber Dämpfer

Die internationale Finanzkrise hat bisher kaum direkte Auswirkungen in Spanien gezeigt, doch zum Aufatmen gibt es wenig Grund. Denn die indirekte Wirkung der steigenden Zinsen dürften die hoch verschuldeten Spanier sehr viel stärker spüren als andere.

Doch mittelfristig könnte der wegen knapper Liquidität stetig steigende Euribor, der als Referenzzins für die Hypothekenkredite dient, das spanische Finanzsystem und die gesamte Wirtschaft in arge Bedrängnis bringen. Denn von dem gesamten Hypothekenkreditvolumen in Spanien in Höhe von rund einer Billion Euro sind 90 Prozent variabel verzinst.

Derzeit stecken die Iberer durchschnittlich knapp die Hälfte ihres Einkommens in die Bedienung der Hypothek. Für einen Hypothekenkredit über 200 000 Euro müssen die Spanier allein aufgrund des gestiegenen Euribors seit Anfang des Jahres rund 140 Euro pro Monat mehr zahlen. Das macht bei einem Durchschnittseinkommen von etwa 1 600 Euro im Monat eine deutliche Mehrbelastung aus.

Durchschnittlich 50% des Einkommens gehen in die Hypothek? Das ist pures Subprime, haben wir in den USA auch gehabt. Und noch fast alles variabel verzinst.
Die Subprime-Situation in Spanien ist viel schlimmer als in den USA, dort waren es 15% - hier aber ist das ganze Land subprime.

Wo ist der Unterschied: die USA haben ihre Subprime-Kredite über MBS/CDOs weltweit verkauft, die haben (manchmal) Kursen, in Spanien halten die Banken den Mist, und den (noch) Mund.


Neu 2007-08-28:

"Napoleon" eckt an:

FTD: Sarkozys außenpolitischer Irrweg

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, glaubt Nicolas Sarkozy. In der kurzen Zeit, in der er französischer Präsident ist, hat Sarkozy dank eines unzähmbaren Willens innenpolitisch viel in Gang gesetzt. Außenpolitisch drohen ihm Niederlagen.

Hier ist ein wahrer Selbstdarsteller am Werk. Am französischen Wesen soll die Welt genesen.
Sein Plan, die G-8 in eine G-13 zu verwandeln, wird bei den "Partnern" wohl auf massive Ablehnung stossen, können sie doch Russland kaum verdauen.
Ich bin nur gespannt, was er aufführen wird, wenn die Banken kollabieren. Kommt die neue Gefahr dann aus dem Westen?


Neu 2007-08-24:

Warum kollabieren Spaniens Banken noch nicht?

BÜSO: Spaniens Banken vollgepumpt mit Drogengeldern und schlechten Wertpapieren

Neues Deutschland vom 23. August berichtet, die spanische Börsenaufsicht untersuche das Engagement von 13 spanischen Großbanken, inkl BBVA (Bilbao und Vizcaya) und Banco Popular in US-Hypotheken, was jedenfalls den Äußerungen des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero widerspricht, der behauptete, „Die Krise wird Spanien nicht treffen.“

Zapateros Aussagen wurden in einem Bericht der sozialistischen Zeitung El Pais lächerlich gemacht, die hinzufügte, Spaniens Banken fungierten als Kanäle für Geldwäscheoperationen, Operationen der Drogenimperien der spanisch sprechenden Welt, die von Familien und Trusts geführt werden. Spanien dient als Hauptumschlagplatz für Drogen aus Südamerika, die für den europäischen Schwarzmarkt bestimmt sind.

Eine jüngste Studie des US-Schatzamtes berichtet, 70% aller 500 €-Noten seien in Spanien, was ein klares Indiz für das Drogenproblem sei, so El Pais. Die Drogenkartelle, heißt es, hätten der spanischen Regierung eine klare Botschaft übermittelt, nichts gegen die Geldwäsche zu unternehmen, da dies eine Kapitalflucht aus spanischen Banken bedeuten würde, die schon hart von der US-Hypothekenkrise getroffen seien.

Eigentlich hätten sie schon wegen der eigenen Immobilien-Bubble untergehen müssen -sie finanzieren über die Bauträger die leerstehenden Wohnungen.
Wenn sich auch noch US-Subprime Papiere haben, umso schlechter. Stützt das Drogenkartell Spaniens Banken? Wie lange?

Ein Augenzeuge (Leserzuschrift):

Mich wundert es auch, dass man in Spanien von keinerlei Problemen bei den Banken hört. Auch bei den Bauträgern sind bisher kaum Schwierigkeiten an die Öffentlichkeit gelangt.
Die Medienberichterstattung in Spanien unterscheidet sich jedoch gewaltig von der Berichterstattung in Deutschland. Die Wörter "Bankenkrise", "Finanzkrise" oder "Credit Crunch" werden in den spanischen Medien überhaupt nicht erwähnt. Die Hypothekenkrise in den USA wird so dargestellt, als ob es überhaupt keine Auswirkungen und keine Entsprechungen in Spanien gäbe.

Im August ist ganz Spanien im Urlaub; ich denke, im September wird die Krise auch dort angekommen sein.

Aha, die Medienkontrolle funktioniert besser.


Neu 2007-08-06:

Die Spanier verkaufen weiter ihr Gold:

Gemäss der Veröffentlichung der "Banco de Espana" von heute, hat Spanien im Juli wieder 24,8 Tonnen Gold verkauft. Seit Jahrebeginn wurden insgesamt 133 Tonnen verkauft.

www.bde.es/infoest/e0708.pdf

Die Spalte ganz rechts gibt die Reserven in Millionen Unzen an.

Danke J.V. (Leserzuschrift aus Spanien).


Neu 2007-07-23:

Die neueste Sarkozy-Kapriole - Siemens wird bei Areva ausgebootet:

Telegraph: Sarkozy's merger plan risks new tensions

French President Nicolas Sarkozy is planning to expel Siemens from a joint venture with France's nuclear group, Areva, as part of a bid to tighten his grip over energy supply, risking fresh tensions with Germany and a major battle with the EU's competition police.

The move is a first step to clear the way for a merger of Areva, the world's top builder of nuclear power plants, with the energy group Alstom and the infrastructure company Bouygues. The purpose is to create a Gallic energy combine able to champion the national interest.

Die Frage ist nur, wo eigentlich Sarkos nationale "Kronjuwelen" enden. Vermutlich inkludieren sie jede Firma, die in Frankreich existiert.

Dieser Typ zertrümmert die EU, das ist ganz klar. Wann wird er den Titel "Napoleon IV" annehmen und nach Osten marschieren?
Vermutlich dann, wenn sich seine "nationalen Champions" als Fässer ohne Boden erweisen und er wegen der resultierenden Hyperinflation im Inland unter Druck gerät. Sarko ist ist nicht viel weniger gefährlich als George II, aber leider viel näher.


Neu 2007-07-16:

"Président à la grande vitesse":

Spiegel: Pariser Provokationen

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sucht die Konfrontation mit der Kanzlerin, um die Nummer eins in Europa zu werden. Angela Merkel will ihre Position verteidigen, den hyperaktiven Neuling aus Paris ausbremsen - das offene Duell aber vermeiden.

An diesem Montag wird im französischen Toulouse zu beobachten sein, welche Methode sich durchsetzt. Merkels Gastgeber Nicolas Sarkozy, der neue französische Staatspräsident, will den Showdown. Kaum acht Wochen im Amt, möchte er der Kanzlerin die Rolle als Nummer eins in Europa entreißen. Sarkozy ist ein Mann, der das Duell sucht. Seine politische Karriere verdankt er gewonnenen Zweikämpfen. So hat sich der Sohn eines ungarischen Einwanderers ganz nach oben geboxt.

Momentan ist das Verhältnis gestört. Gezielt versucht die Pariser Regierung, Berlin zu provozieren. Die Berufung des früheren französischen Finanzministers Dominique Strauss-Kahn zum Chef des Internationalen Währungsfonds wurde mit allen wichtigen Partnern abgesprochen, nur mit den Deutschen nicht. Seit Tagen schon wartet ein empörter Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf den Anruf seines französischen Kollegen Bernard Kouchner, der kurzerhand mit einer eigenen Nahost-Initiative die EU-Politik in der Region aufkündigen wollte.

Sarkozy sucht den Streit, wo er kann. Bei der Airbus-Muttergesellschaft EADS drängt er auf mehr Einfluss des französischen Staates, er stellt die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank in Frage, er blockiert die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, und er untergräbt die europäische Position in der Kosovo-Frage.

Der Showdown scheint unvermeidlich zu sein. In Berlin haben sich die Frankreich-Spezialisten der Regierung mental längst in den Schützengraben begeben, um die Attacken der Franzosen abzuwehren. "Es knallt", sagt ein Merkel-Berater im Kanzleramt. "Es knallt", raunen auch die Diplomaten im Auswärtigen Amt. Für Sarkozy scheint alles nach Plan zu laufen.

Das nennt man Hyperaktivismus. Offenbar hat sein Tag 96 Stunden und nicht 24.
Wo will er sich noch einmischen? Jetzt provoziert er sogar die Deutschen offen.
Was macht er, wenn er wirtschaftlich bald wirklich unter Druck kommt? Good Bye, Europe.

Siehe auch den Bezug zum Euro - hier.


Neu 2007-07-02:

Europäische Alarmstufen - Humor:

Jsmineset.com: An Update on Security Alerts

Hmm.

 

 
     
 
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