Systemkrise 11/2007

Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

Enthält alle Einträge zwischen dem 1.11.2007 und dem 30.11.2007.
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Neu 2007-11-30:

Sie wollen es nicht glauben (Leserzuschrift DE):

Laut Wirtschaftminister Klose heute
2% Wirtschaftswachstum in Deuitschland für 2008 Reduzierung der Inflationsrate und viel niedrigere Verschuldung der Regierung von 64 Mill.

Es sind scheinbar wirklich nur noch die Akademiker die das glauben. So unsere Erfahrung mit den Kollegen meines Ehemannes und unserem Bekanntenkreis.
Wir wurden in USA als schizoid und hätten nur eine negative Einstellung abgestempelt. Hier bekam ich gerade von meiner heiß geliebten Schwester (Grundschulleiterin-Ehemannn Dr.Wirtschaftsprüfer) das Buch "Anleitung zum Unglücklich sein" zum Geburtstag geschenkt.

Sprechen wir uns alle wieder in 12 Monaten!!!-- oder bereits Sommer 2008 und "compare notes".

Ja, in spätestens 12 Monaten werden sie die Krise glauben und Rettung suchen - die es dann nicht mehr gibt. "Dumber Money" = Akademiker.

Passt dazu -"auch dieses Mal wird die Welt nicht untergehen": Neues zur Kreditkrise

[19:30] Das "Rezessionswort" ist da: Subprime-Krise stürzt USA in die Rezession

[19:00] Auch die BoE pumpt wieder Geld in den Markt:

NZZ: Auch die Bank of England will am Geldmarkt eingreifen

Ein weiteres Zeichen, dass sich die Kreditkrise wieder verschärft.

 


Neu 2007-11-29:

Neues Krisen-Szenario von Michael Winkler:

Phasenzähler

Eine Abwandlung/Update des Szenarios, das er im März publiziert hat.

Zum Glück jetzt mit weniger polemischer Politik, aber leider noch zu viel Krieg.
 

Niemand ist vor diesem ABCP sicher:

Bloomberg: Florida School Fund Rocked by $8 Billion Pullout

Florida local governments and school districts pulled $8 billion out of a state-run investment pool, or 30 percent of its assets, after learning that the money- market fund contained more than $700 million of defaulted debt.

Asset Backed Commercial Paper - das waren "sichere" kurzzfristige Anlagen. Diesesmal hat es Gemeinden in Florida erwischt, die jetzt in Panik aus ihren eigenen Investment-Pools flüchten.
 

Banken - die noch gehenden Toten:

Eric Sprott: Surreality Check. Dead Men Walking must read

Make no mistake. The credit markets are clearly and unambiguously saying that the game is
over. The music has stopped playing and anybody who is still dancing will undoubtedly slip on
the trash and fall flat on their face. There is nary a safe place to hide in the credit markets as all
paper that symbolizes debt and leverage is getting trashed. Save for ‘risk-free’ government
debt, almost all bonds are taking it on the chin as the perceived risk of default has exploded at
all levels – not least of all for the reason that supposed credit insurance and default swaps and
guarantees aren’t likely to be worth the paper they’re written on.

So what’s keeping stock markets up? Although the credit markets are saying that leverage is
now anathema, everybody is still stuck knee deep in it. In a world where the value of debt is
being put into question, what does that say about the value of equities, which are at the very
bottom of the financial pecking order? The stock markets need a surreality check. Connect the
dots and the evidence is overwhelming that the equity of many companies is at risk of being
wiped out. They are dead men walking. Like all dead men walking, their only hope is to wait for
a government reprieve… a stay of execution… or in this case, a Fed bailout.

Die Banken: wie zum Tode Verurteilte. Das Winzige was sie noch retten kann ist ein Aufschub ihrer Hinrichtung durch die Regierung - in diesem Fall ein Bailout durchd ie Zentralbanken. Wandelnde Tote.
 

[17:30] Mehr zu den Banken: eine Billion hier, eine Billion da, das sind dann richtige Verluste:

BÜSO: Die Hölle bricht los

Bänker kreischen: Es sind nicht Milliarden-, sondern Billionen-Verlusten

Meine Einschätzung, ist daß alle 3 Schichten jetzt zerbrechen: die Währungs-Ebene, das Finanzsystem und die Realwirtschaft", sagte der Finanzexperte.

"Das Kreditsystem zwischen den Banken ist seit August eingefroren. Ab und zu versucht jemand etwas zu verkaufen und das treibt die Raten unter den Banken sofort in die Höhe. Das System ist aber nie wieder aufgetaut, sondern, im Gegenteil, die Lähmung breitet sich aus."

Willkommen in der Banker-Hölle, sie wird immer heisser.

Schreckliches Banken-Gejammer um ZB-Geld - BÜSO: "Dreht den Geldhahn zu!" - "... geht nicht!"
 

[17:00] Wieder (wird?) man der Meute einen Bissen zugeworfen - Zinssenkung:

ManagerMagazin: Droge Zinssenkung

Erst Katzenjammer, jetzt Kaufpanik. Vor wenigen Tagen war eine drohende Wirtschaftskrise das beherrschende Thema, und nun kaufen Anleger wieder um die Wette. Auslöser waren ein paar Worte des Fed-Vizechefs: Deren berauschende Wirkung könnte kurz sein.

Selbst die Erwartung darauf produziert schon Speichelfluss. Die Meute ist hervorragend abgerichtet.
 

[17:00] Realzinsen steigen aber - Euribor 4.7%:

FTD: Geldspritze der EZB hilft nicht

Die der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Geldmarkt nicht für Entspannung gesorgt. Die Banken in der Euro-Zone liehen sich bei der Notenbank Geld zu so hohen Sätzen wie seit April 2001 nicht mehr.

Im August und September konnte man damit die Zinsen noch auf 4% senken, jetzt nicht mehr.
Hier braut sich die "richtige Bankenkrise" zusammen.


Neu 2007-11-28:

SIV/Conduit-Troubles ohne Ende:

Handelsblatt: Zweckgesellschaften am Abgrund

Die Finanzkrise zieht weiter ihre Kreise: Noch immer schlummern in dreistelliger Milliardenhöhe Anlagen in außerbilanziellen Zweckgesellschaften. Experten zufolge steht diesen so genannten Structured Investment Vehicles, die die Finanzkrise wesentlich mit verursacht haben, das Schlimmste erst noch bevor.

In der Hoffnung auf eine Markterholung mag kaum einer die Verluste realisieren und als erster Vermögenswerte auf den zusammengebrochenen Markt werfen. Damit aber bleibt das reinigende Gewitter aus – während sich das Misstrauen verstärkt. "Es sind Milliarden von Assets irgendwo im Raum und keiner verkauft sie“, meint ein Brancheninsider, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen will. "Es wird kein Boden gefunden und damit gibt es weiter keinen Markt.“

Das heisst, sie wollen ihren CDO-Giftmüll in den Conduits immer noch nicht verkaufen um ihn nicht in den Bilanzen ab schreiben zu müssen.
So warten sie also wie der Kleinanleger bis zum Boden - und das sind Grossbanken.
 

Weitere Bankenprobleme in den USA:

Handelsblatt: Milliardenbelastung für Wells Fargo

Die Kreditkrise in den USA kommt auch die zweitgrößte einheimische Hypothekenbank Wells Fargo teuer zu stehen. Das Institut kündigte für das vierte Quartal eine Sonderbelastung in den Büchern an, die Investoren schockierte.

Da scheint keine Bank "ungeschoren" zu sein.

Und Freddie: US-Hypothekenaufkäufer benötigt frisches Kapital

Weil man Fannie Mae nichts hört: werden Probleme vom kleineren Freddie Mac zu Ablenkung vorgeschoben?
Falls Freddie zuerst "hochgeht" ist das die "kleine Wasserstoffbombe".

Zur Citigroup "Rettung" aus dem Midas vom 27. Nov:

Can you believe this one! Citi had to raise $7.5 BILLION of quick cash so they borrowed it from the MIDDLE EAST! This is the biggest bank in the united states that :

1) Needed $7.5 BILLION of emergency cash
2) Couldn't get it from any other bank in the states or the Federal Reserve
3) Diluted their common stock shares without identifying WHY they were doing this

The house of cards is falling fast!

Based on the implied cost of capital to Citicorp of the $7.5 billion dollar investment by Abu Dhabi, the implication is that Citicorp may be on the verge of insolvency. The deal is structured as a passive, subordinated convertible security with an 11% dividend and is convertible into 4.9% of the Company, based on a price conversion scale that ranges from $31.83 to $37.24 and the conversion expires in Sept 2011. Without further details on the conversion feature, and keeping the analysis "plain vanilla" for these purposes (i.e. we don't have all the terms of the deal and there's some theoretical "nuances" to consider) I'm assuming the average conversion price would be $34.53. And assume Citicorp stock performs such that it is worthwhile for Abu Dhabi to convert into common (i.e. the stock rises above the conversion range by 2011 and I doubt Abu Dhabi would do this if they didn't believe in that event). Based on yesterday's closing price of $30.70, th e implied cost of capital to Citicorp on the conversion feature is 12.5%, plus they've paid out an 11% dividend. That's an all-in cost of capital of 23.5%.

This is a clear example of a country using its Sovereign Wealth Fund to acquire assets on favorable terms. We are going to see more and more of these types of investments by foreign countries as they use their hoards of dollars to buy up U.S. assets. Through our profligacy as a nation, we are giving away much of our future wealth. The "mortgages" created by our debts to foreigners are being foreclosed on in creative ways.

This rumor is as good as any to explain how The Gold Cartel did their dirty today. From a well informed fellow Café member:

"A reliable source has it that Abu Dhabi sold gold to 'pay for' the Citi deal. Of course that didn't sell anywhere near the full price - but partly it appears that 'they just wanted to calm things down a little bit as they went in.'"

Kein schlechter Deal für die Araber, falls Citi überlebt. Dass die Araber dafür Gold hergegeben haben, ist weniger zu glauben. Das war eher ein vom Goldkartell gestreutes Gerücht.

Auf jeden Fall kommt jetzt "Foreclosure USA", d.h.die Auslandsschulden werden auf kreative Weise in Beteiligungen umgewandelt.

Eine E-Mail aus dem Inneren des Finanzsystems zu Citi:

The $US7.5 billion bail out of Citigroup, America's biggest bank by assets, by the Abu Dhabi Investment Authority is a fascinating deal. It’s been portrayed as something of a win-win: Abu Dhabi gets a good deal and Citigroup gets a much needed capital injection.

But the reality is more simple: the deal reveals that Citigroup is the first world major bank to be valued at junk bond status. It is paying Abu Dhabi an interest rate -- 11 per cent -- that only companies with doubtful futures would be charged.

That 11% rate is almost double the rate Citigroup has paid investors in recent bond issues. The troubled Countrywide Financial Corp, America's biggest mortgage issuer in 2006, agreed to a rate of 7.25% when Bank of America injected $US2 billion two months ago.

Also: Deep Junk. Die Araber werden wohl noch massiv nachschiessen müssen, um ihr Investment am Leben zu erhalten.

Und Countrywide: The Next Big Bankruptcy by Martin D. Weiss

Wie lange schaffen sie es noch?

Da mögen des Imperators Lakaien noch so viel beruhigen: Angst vor US-Rezession

Faktum ist: Die USA und das Imperium sind kurz vor einem auch finanziellen Zusammenbruch.
 

Leserzuschrift (AT) zur dummen Investment-Herde:

Dass Ihre Website "intelligenter" ist als so manche Konkurrenten (zB. "Goldseiten") kann man schon daran ablesen, dass Sie keine Charts vorstellen, um aus ihnen irgendwelche Markt-"Gesetze" ablesen zu können.

Ganz was Anderes ist es, wenn mit ihrer Hilfe Trends verdeutlicht werden sollen. Und wenn man die Trends der wichtigsten Indikatoren verfolgt (Öl, Gold, Aktien), so kommt man zu dem Schluss, dass sie alle von Regierungen bzw. ihren Söldlingen, den Zentralbanken, in Zusammenarbeit mit den großen Banken manipuliert werden. Die Zentralbanken etc. brauchen nur die Initialzündung für einen gewissen Trend zu geben - und schon folgt ihnen die grenzenlos dumme Investitionsmasse. Sie sind in den letzten Jahrzehnten darauf trainiert worden, ihren Trendleadern (Goldman Sachs etc.) bedingungslos zu folgen. Heute, wenn man liest, dass in Amerika die Häuserpreise weiter einbrechen, ist doch genau der richtige Zeitpunkt, um Dollar zu kaufen - oder? Oder wenn man erfährt, dass der Umsatz einer großen englischen Einzelhandelskette bei Haushaltsgeräten dramatisch sinkt - das ist doch genau der richtig Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen - oder? Die Naivität dieses Fondsmanagerpacks ist doch wirklich grenzenlos!

Sehr gut ausgedrückt: Noch gelingt es den "Schafhirten" (a.k.a. PPTs) die Herde zu lenken, wie sie wollen. Aber für wie lange?
 

[17:30] Leserzuschrift (DE) zum PPT:

Zum Thema "PPT im Dauereinsatz" kann ich leider wieder nur sagen: und alles klappt bestens, Gold/Silber DOWN und Dax und Co UP UP UP.

Das Imperium hat n/d-och alles im Griff, und so wird es auch bleiben.

Noch scheint es so, dass sie alles im Griff haben. Dadurch wird dann der Zusammenbruch brutaler.

Immer wenn der Goldpreis sinkt, kommen solche Mails. Die meisten Leute halten das nicht aus.

[18:00] Die nächste Zweifler-Mail:

Ich möchte nur mal wissen, woher Sie diese Sicherheit nehmen, daß es so kommen wird. Wir leben doch nur noch in einer von Manipulationen und gefälschten Bilanzen dominierten Finanzwelt. Und wen störts. Das Leben geht auch mit den Manipulationen weiter. Ganze 5% der Deutschen haben Aktien, wahrscheinlich 0,5% vielleicht schon mal was von Gold/Silber gehört. Kaufen, nein Danke.... Wem stören denn die ganzen Mrd.-Abschreibungen....und und und....

Ich bin seit 2004/2005 in Gold, physisch (2/3), und Minenaktien -Fonds (1/3) investiert, und so langsam verliere ich den Glauben an den (nur gerechten und gerechtfertigten) Zusammenbruch....

Woher ich das weiss? weil in jedem Kondratieff-Zyklus die Schulden abgebaut werden. Ian Gordon hat dazu interessantes Material auf seiner Website.

Es empfiehlt sich auch das Studium von Jesse Livermore, der sein Vermögen mit Sitzen auf den Positionen gemacht hat. Warum verliert die Masse meistens? weil sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle halten können. Sorry, kein Investor-Material. Wer die nötigen Nerven nicht aufbringt, soll sich lieber auf seinen Job konzentrieren und das Investieren bleiben lassen.
 

[17:30] Wenn das keine Krise ist:

Marketwatch: Supply of homes on market at 22-year high

In den USA ist offenbar kein Haus mehr verkaufbar. Die Auswirkungen auf die Banken sieht man ja bereits - weltweit.
 

[18:00] Die EZB verteilt schon wieder grosszügig Geld:

Standard: 30 Milliarden Euro zusätzliches Geld für Banken

Umverteilung der Liquidität unter den Banken weiter schwierig - "Von Normalisierung immer noch weit entfernt"

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Dienstag bei ihrem wöchentlichen Tendergeschäft den Geschäftsbanken wie angekündigt großzügig Geld angeboten. Die Notenbank stellte den Finanzinstituten am Vormittag 30 Mrd. Euro mehr in Aussicht, als nach ihren Berechnungen aufgrund von Ab- und Zuflüssen nötig gewesen wäre.

Die Krise ist doch nicht vorbei. Aber es hat einige Zeit keine Sonder-Tenders gegeben. Es verschärft sich wieder.


Neu 2007-11-27:

Kann man jetzt die Aktienmärkte nicht mehr halten?

Spiegel: US-Börsen stürzen ins Minus

Deutliche Verluste an der Wall Street: Die Kurse von Banken und Handelsriesen sind am Montag zum Börsenschluss eingebrochen. Neue Meldungen zur Kreditkrise verunsichern die Anleger - und die Angst vor einem schlechten US-Weihnachtsgeschäft.

Deutliche Verluste verbuchten vor allem Finanzdienstleister: Größter Verlierer im Dow Jones und im S&P-500 war die Citigroup. Die Anleger sind zunehmend besorgt wegen Ausfällen bei Hypothekenkrediten und möglicher Jobverluste. Einem Bericht des US-Fernsehsenders CNBC zufolge könnte die größte Bank der USA bis zu 45.000 Stellen streichen.

Bisher konnte Hank Paulsons Plunge Protection Team (PPT) einen Fall in den letzten Stunden immer durch Interventionen aufhalten. Diesesmal offenbar nicht mehr:

Analysten schreiben, dass unterhalb von 12500 die "Dow-Hölle" losbricht, da dann Trading-Programme massenhaft automatische Verkäufe durchführen. Warten wir ab. Irgendwann muss auch das PPT versagen, bzw. mi seinem Latein am Ende sein.

Aber der Retter zumindest für Citigroup ist schon da: Ölmilliarden für die Citigroup

Wollen sie damit bisherige Anlagen bei dieser Bank "retten" oder machen sie es im Auftrag des Imperiums?

Kaufen sie vor oder nach der Entlassungswelle? Citigroup says planning process focused on costs

Financial-services giant could lay off up to 45,000 employees, CNBC reports

Leserkommentar zu Citi:
Die Milliardenschweren arabischen Gelder werden die Citigroup genausowenig retten wie die Bayerische Vereinsbank vor einigen Jahren die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank retten konnte. Wie Sie wissen, wird da "gesundem Geld" dem "kranken Geld " hinterhergeworfen, das geht i m m e r in die Hosen!

[19:00] Citi bezahlt 11% für das "Notgeld": Citigroup to sell $7.5 billion stake to Abu Dhabi

Die stellen offenbar ein enormes Kreditrisiko dar (tief im Junk).

Und noch ein Retter: Virgin-Konsortium bevorzugter Bieter für Northern Rock

Was will Brason mit dieser Pleitebank. Offenbar will er nach Ballonrekorden jetzt als Bankenretter gut dastehen. Eitelkeit.
 

ABX/CDOs fallen weiter (Leserzuschrift):

mein Kommentar, es geht weiter bergab ...

ABX Heute:

ABX-HE-AAA 07-2 7 2 76 0A08AHAD4 67.00 99.33 66.41
ABX-HE-AA 07-2 7 2 192 0A08AGAD6 34.67 97.00 34.67
ABX-HE-A 07-2 7 2 369 0A08AFAD8 24.89 81.94 23.97
ABX-HE-BBB 07-2 7 2 500 0A08AIAD2 19.90 56.61 19.88
ABX-HE-BBB- 07-2 7 2 500 0A08AOAD9 18.90 50.33 18.90

AAA - 66.41
AA - 34.67
A - 23.97

Link: http://www.markit.com/information/products/abx.html

Die diversen Condutis und Hedge-Fonds stossen also kräftig ab. AAA nur mehr bei 66% - das trifft sie ins Mark.
 



Neu 2007-11-26:

Sie können nicht von den Derivaten lassen:

Bloomberg: Global Derivatives Market Expands to $516 Trillion

The market for derivatives grew at the fastest pace in at least nine years to $516 trillion in the first half of 2007, the Bank for International Settlements said.

Credit-default swaps, contracts designed to protect investors against default and used to speculate on credit quality, led the increase, expanding 49 percent to cover a notional $43 trillion of debt in the six months ended June 30, the BIS said in a report published late yesterday.

Gerade die CDS. Wer stellt in einem zusammenbrechenden Kreditmarkt immer noch mehr dieser Kreditversicherungen aus? Wahnsinnige!

Hier als Chart: http://www.jsmineset.com/cwsimages/Miscfiles/5503_derivativesgraph.pdf

Leserkommentar:
Alle Vorstellung versagt mir beim solchen Zahlen. Es entsteht aber ein Bild: Das ganze Finanzsystem an eine fliegende Atombombe gekettet.

Falsch: eine 1000 MT Wasserstoff-Bombe.
 

Andere schreiben vom Tsunami:

Engdahl: THE FINANCIAL TSUNAMI

Here comes the hair in the soup. The Judge asked DB to show documents proving legal title to the 14 homes. DB could not. All DB attorneys could show was a document showing only an “intent to convey the rights in the mortgages.” They could not produce the actual mortgage, the heart of Western property rights since the Magna Charta of not longer.

Die Deutsche Bank konnte dem Gericht in Ohio nicht beweisen, dass sie die Hypotheken der Häuser wirklich hält, die sie versteigern lassen wollte. Niemand weiss in der Realität wer wirklich diese Rechte an den Krediten hält.

Damit werden US-Hypotheken die "securitized" worden sind, noch wertloser und die nachfolgenden Derivate wie MBS und CDOs ebenfalls. Gibt neuen Abschreibungsbedarf.
 

Manche US-Aktien nicht mehr beleihbar (Leserzuschrift-DE):

Über Cortalconsors möchte ich ergänzen, das der Broker (Tochter von BNP Paribas) alle amerikanischen Aktien, die am OTC Bulletin Board in New York gehandelt werden, nicht mehr als Kreditsicherheit berücksichtigt, d.h. man hat dadurch einen verringerten Depotbeleihungsrahmen.
In meinem Fall hat sich die Beleihbarkeit des Depots über Nacht um einige tausend Euro erniedrigt. Größere, besonders Margin nutzende Trader haben dadurch eine gewaltige Kapital-Nachschusspflicht.

Ich denke, den Verantwortlichen dämmerts es langsam, was die Stunde in Bezug auf amerikanische Aktien geschlagen hat....

Da fliegen jetzt die Margin-Calls nur so herum. Dabei sind diese Kredite eine wichtige Einnahmequelle dieser Broker.
 

Schnecken-Banken (Leserzuschrift AT):

Auch ich habe gerade die leidvolle Erfahrung machen müssen , wie lange Banken heute die Auszahlung eines Schecks verzögern.
Ich habe einen Scheck von einer britischen Lebensversicherung (die Mitte August fällig wurde!!) über GBP 14.000,- am 26.09. bei der ERSTE Bank in Wien eingereicht , wobei es hieß, daß die Einlösung ca. 1 bis max 2 Wochen dauern würde.
Das Geld habe ich bis heute nicht, erst mithilfe eines Rechtsanwalts habe ich vorgestern die Mitteilung erhalten, daß das Geld nun endlich meinem Konto gutgeschrieben wird. Die Einlösung hat also 8 Wochen gedauert!!
Ich bin froh, daß es die Seite hartgeld .com gibt!

Das ist nicht "normal", da wird bewusst Geld zurückgehalten. Die Frage ist nur, wer hält das Geld hier zurück? Aus Liquditäts-Gründen?
 

Die reale Industrie-Konjunktur (Leserzuschrift DE):

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, mit einem Salesmanager eines international tätigen Chemieunternehmens zu sprechen. Auf die globale wirtschaftliche Situation angesprochen, wurde mir anhand der Umsatzzahlen in den verschiedenen Regionen bestätigt:
Die USA steckt bereits seit geraumer Zeit in einer Rezession. Diese Region wird bereits abgeschrieben, von dort erwartet man sich nichts mehr… In Europa sind vor allem Spanien, Portugal und auch England katastrophal schwach. Frankreich lässt langsam aber deutlich nach. Italien schlägt sich wacker, insbesondere sind dort viele Mittelständler noch gut im Geschäft. Sehr gut läuft das Geschäft in den D-A-CH Staaten, gut auch in den Benelux- und skandinavischen Staaten.
In den europäischen Oststaaten stellt man immer noch Wachstum fest, auch die Türkei scheint gute Zuwächse zu verzeichnen.

So sieht es also wirklich aus.
 


Neu 2007-11-25:

Der "Himmel fällt" - jetzt überall:

Mike Whitney: A Generalized Meltdown of Financial Institutions must read!

The credit storm that began in the United States with subprime mortgages has spread to markets across the globe. In fact, the train has already crashed. What we're seeing now is the boxcars piling up on top of each other.

Note (Covered Bonds): This isn't mortgage-backed junk that's being sold, but highly liquid bonds that are usually easy to cash in. The ECBC's action is a sign of pure desperation and indicates that credit paralysis has infected the entire euro banking system.

No one has predicted the downward-spiral in the market more accurately than Nouriel Roubini. Roubini is a Professor at the Stern School of Business at New York University. His analysis appears regularly on his blogsite, Global EconoMonitor. Last week's prediction was particularly dire and is worth reprinting here:

"It is increasingly clear by now that a severe U.S. recession is inevitable in next few months...I now see the risk of a severe and worsening liquidity and credit crunch leading to a generalized meltdown of the financial system of a severity and magnitude like we have never observed before. In this extreme scenario whose likelihood is increasing we could see a generalized run on some banks; and runs on a couple of weaker (non-bank) broker dealers that may go bankrupt with severe and systemic ripple effects on a mass of highly leveraged derivative instruments that will lead to a seizure of the derivatives markets...

Looks like Chicken Little might have gotten it right this time; "The sky IS falling."

So, jetzt ist es überall: USA, Europa, Asien. Das Finanzsystem ist mitten im Zusammenbruch - in einer Stärke, die es noch nie gegeben hat.

Ich hoffe, es haben sich alle schon "gerettet". Denn bald wird der allgemeine Ruf ertönen - Rette sich wer kann.
 

Auch die SNB warnt:

20minuten: Finanzkrise: Die Lage ist «sehr ernst»
Tagesanzeiger: Weitere Milliardenverluste sind wahrscheinlich

Der Vizepräsident der Nationalbank, Philipp Hildebrand, zeichnet ein düsteres Bild der Finanzkrise.

Nach den Durchhalteparolen der letzten Monate kommt jetzt die Phase der Absicherung des eigenen Hinterns - wir haben ja gewarnt.

[16:30] Siehe auch Economist - am Tor zur Hölle: At the gates of hell
 

Wieder "Emergency" im Euroland, EZB pumpt:

FT: ECB set to pump cash into money markets

Fresh emergency action to pump funds into the money markets was announced on Friday night by the European Central Bank amid renewed fears that liquidity in the credit markets is again starting to dry up.

On Friday night, the bank said it would inject an unspecified amount of extra liquidity next week, noting “re-emerging tensions” – and would do so until at least the end of the year.

[20:30] Auch Trichet hat genügend Geld-Helikopter (aber keine B-52 Bomber):

GATA: Trichet has plenty of helicopters too

Phase II der Bankenkrise wird also richtig scharf!

[20:30] Mike Shedlock: European Credit Markets Deteriorate Dramatically

Jetzt geht es auch in Europa bald richtig rund.

[20:30] Gesamtkosten der Bubbles & Krise - $10 Trill. nur in den USA:

Mike Shedlock: How Much Will The Credit Crunch Cost?

Now that we have the proper question we can see that calling on the Fed to do more to ease the credit crunch cannot be the solution. The Fed caused the credit crunch by slashing interest rates to 1% to bail out its banking buddies in the wake of a dotcom bubble collapse. All the Fed did was create a bigger bubble.

This bubble is so big in fact that it cannot even be bailed out. It's the end of the line for a serially bubble blowing Fed.

Are we done with question and answer? No, not quite even though we now have the right question and possibly the right answer. The next logical question is "Who is paying the price?"

So not only was this the biggest credit bubble in history, this was also the biggest transfer of wealth from the poor and middle class to the already enormously wealthy. That is the real travesty of justice regardless of whether or not the price tag is $1 trillion, $2 trillion, or $10 trillion .

And if you factor in rising property taxes, insurance, gasoline prices, etc, while real wages were sinking, even $10 trillion could be conservative by the time all is said and done. Whatever the figure is, Fed and Congress will be hellbent on reckless solutions that will do nothing but make matters worse.

Weltweit sicher das 3..4fache. Die selben Mechanismen sind überall gelaufen. Alles, um die Banken herauszuhauen
 

[21:00] Wenn die Bank untergeht - schon in Forbes:

Forbes: Is Your Bank At Risk Of Failure?

If your bank is failing, you probably won't know about it. Regulators deliberately keep a pending closure secret to avoid a mad rush to remove deposits--a run on the bank, if you will. For one thing, a sale of the institution is often possible at the last minute, eliminating the need for federal intervention. But a buyer isn't going to take on the deal if all the deposits rush out the door. For many customers, the first time they know their bank has been shut down is when their credit card gets declined or they walk to their branch and notice it's closed.

Dieser Absatz ist ganz wichtig: Wenn eine Bank untergeht, wird das bewusst geheim gehalten, um einen Run zu verhindern. Plötzlich ist sie zu.

Interessant, dass das "Reichen-Magazin" Forbes soetwas berichtet, will man die eigenen Leser warnen?

Man muss soetwas vorausahnen und vorbereitet sein, denn wenn die Banken zu sind, ist es zu spät!


Neu 2007-11-24:

Die Ökonomen wachen auf:

Spiegel: US-Ökonom warnt vor tiefer Weltwirtschaftskrise

Zahlungssausfälle, Pleiten, Zwangsvollstreckungen: In der US-Kreditkrise steht Bank-Prognosen zufolge das Schlimmste noch bevor. Der US-Ökonom Burda fürchtet gar eine "tiefgreifende Rezession", wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht erlitten hat.

Es hat eine Zeitlang gedauert, aber immerhin. Die Wiederholung der Depression der 1930er Jahre ist somit "fast offiziell". Ganz offiziell ist es erst, wenn es auch staatliche Stellen aussprechen - aber dann ist die Depression längst da.

PS: Der Spiegel bringt am Montag als Cover einen abstürzenden und brennenden Dollar-Papier-Flieger: Dollar-Absturz.
 

Goldman Sachs stellt sich noch blendend dar:

Berliner Zeitung: Goldman Sachs ist Gewinner der Krise

Genau so wie deren früherer CEO Hank Paulson die US-Lage als blendend darstellt. Muss er bei GS gelernt haben.
Auf der anderen Seite hat GS Level 3 Assets (praktisch wertlos) vom doppelten Eigenkapital in den Büchern - doch nicht so gesund.


Neu 2007-11-23:

Das beginnende Covered Bond Desaster:

Handelsblatt: Banken steuern auf Liquiditätsengpass zu

Nach den Verwerfungen auf den Märkten für die sogenannten Covered Bonds haben zahlreiche Kreditinstitute in den vergangenen Tagen große Emissionen abgeblasen. Dem Bankensektor droht nun ein neuer Liquiditätsengpass.

Immobilienkrise II - diesesmal in Europa. Haben diese Covered Bond eine ähnliche "Qualität" wie die amerikanischen MBS und CDO? Vermutlich schon, denn viele kommen aus den Bubble-Ländern Spanien und UK.

Festhalten: abgesehen von den damit enstehenden Bankenproblemen, wird das die Immobilienmärkte wie in den USA einstürzen lassen.
 

Northern Rock II:

Cash.ch: PRESSE/Northern Rock-Rückzahlung der Notkredite in Gefahr

Bei der angeschlagenen britischen Hypothekenbank Northern Rock ist einem Pressebericht zufolge die Rückzahlung der Milliardenkredite an die Bank von England gefährdet. Wie die Tageszeitung, «The Guardian», am Freitag unter Berufung auf die Bankenbücher berichtet, ist Northern Rock über einen Übersee-Gesellschaft mit 53 Milliarden Pfund in Hypotheken engagiert. Diese Hypotheken hätten als Sicherheit für eine Anleihe der Bank gedient.

Kein Wunder: Britische Banken jetzt unter Generalverdacht: Britische Banken am Pranger
Und noch einer: Baufinanzierer Paragon schockt britische Investoren

Wie immer kommt die Wahrheit stückweise heraus. Liebe BoE, diese Notkredite könnt ihr abschreiben oder dem Staat weiterreichen. Ein Grossteil der früheren Spareinlagen wurden durch diese Notkredite ersetzt. Der britische "Untergang" kommt jetzt in Fahrt.
 

Die CDS-Krise in Europa:

FT: Banks bail out bond insurer CIFG

Caisse d'Epargne and Banque Populaire, two French mutual banks, have pledged to inject $1.5bn into CIFG, a bond insurer, to enable it to weather the collapse of the subprime mortgage debt market.

It is the most striking subprime-related episode so far seen in France, which had previously been spared the dramas taking place on the other side of the Rhine in Germany, where IKB and Sachsen LB had to be rescued after they failed to handle exposure to volatile credit markets.

Credit ratings agencies had warned that CIFG was at risk of losing its vital AAA ratings if it did not increase its capital cushion because of the worsening outlook for subprime debt losses.

Wie viele solche Rettungen können sie sich leisten? Ist das die Aufgabe von Sparkassen und Volksbanken (übersetzt)? oder machen die das zur eigenen "Rettung"?

Besonders unter diesem "Bomben-Hintergrund: Global Derivatives Market Expands to $516 Trillion
 

Banken-Panik überall:

LaRouche: Next Year's Basel II: "Without Comparison in Modern History"

A senior European financial source described the current situation to EIR today, as "without comparison in modern history." The financial system froze in August and since then, "no solution has been found to the problem."

We are now in a new phase, the source said, where "prime" loans are going under, starting with the AAA-rated ones. "In every single board room in the world there is complete panic, as there is nobody who is able to foresee the consequences of their actions." He forecasts that sometimes around the turn of the year, the second leg of the system, the stock market, will go under.

Sie finden keine Lösungen, ausser neue Pflaster aufkleben. Haben sie sich selbst eingebrockt. Jetzt erstickt das System an der eigenen Komplexität.
Es war leicht vorauszusehen, aber die frühen Kritiker hat man ja nicht gefragt.

 

[19:00] Es gibt doch Eisberge:

Spiegel: Kapitän gibt Passagierschiff auf

Ein guter Kapitän, er evakuiert die Passagiere sofort, nachdem sein Schiff einen Eisberg gerammt hat.
Im Gegensatz zu unseren Finanzkapitänen, die so reagieren wie der auf der Titanic - alles bis zur letzten Minute verschweigen.


Neu 2007-11-22:

Die Pfandbriefe fallen in den Keller - Handel eingestellt:

FAZ: Große Nervosität an den Börsen
Zeitenwende: Vorübergehend geschlossen
Bloomberg: Europe Suspends Mortgage Bond Trading Between Banks
Mike Shedlock: European Interbank Covered Bond Trading Halted

Auch an den Anleihemärkten nahmen die Krisensymptome am Mittwoch zu. Aufgrund der wachsenden Risikoscheu kaufen die Anleger Bankanleihen nur noch zu deutlich niedrigeren Kursen - wenn überhaupt. Selbst für gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds), zu denen auch die besonders sicheren deutschen Pfandbriefe gehören, sind die Risikoprämien am Mittwoch stark gestiegen. Daraufhin musste unter anderem die britische Bank Allied Irish eine schon im Verkauf befindliche Anleiheemission absagen.

Banks including Barclays Capital, HSBC Holdings Plc and UniCredit SpA took the step as investors shun bank debt on concern lenders face more mortgage-related losses than the $50 billion disclosed. Abbey National Plc, the U.K. lender owned by Banco Santander SA, became the third financial company to cancel a sale of covered bonds in a week as investors demanded banks pay the highest interest premiums on covered bonds in five years.

``There's a crisis of confidence for everything but AAA government bonds,'' Arnd Stricker, a management board member at Corealcredit AG, the German commercial property lender owned by Lone Star Funds, said at a conference in Frankfurt. ``Covered bonds are being thrown in the same basket'' as mortgage securities, even though they are safer, he said.

Nichts ist jetzt offenbar mehr sicher, auch nicht die Pfandbriefe. Hier ist wahrscheinlich wie bisher der übliche Trick in Aktion, lieber den Handel einzustellen, als einen Zusammenbruch der Kurse öffentlich zu machen. Das hat in den USA bei den CDOs auch nicht richtig funktioniert.

Interessant, wer keine solchen Bonds mehr verkaufen konnte: britische und spanische Banken, die "Securitization" von deren Krediten ist damit tot, sie bringen sie jetzt nicht mehr weg.

Hier ist in Europa gerade das selbe Desaster unterwegs, wie früher in den USA mit den MBS und CDOs.

Die Aussage einer Vertrauenskrise in alles, was nicht eine AAA Staatsanleihe ist, ist signifikant.
 

Jetzt geht es auch in Asien los:

Business: Credit "heart attack" engulfs China and Korea

The global credit crisis has hit Asia with a vengeance for the first time, triggering a massive flight to safety as investors across the region pull out of risky assets.

Yields on three-month deposits in China and Korea have plummeted to near 1pc in a spectacular fall over recent days, caused by panic withdrawls from money market funds and credit derivatives.

"This is a severe warning sign," said Hans Redeker, currency chief at BNP Paribas. "Asia ignored the credit crunch in August but now we're seeing the poison beginning to paralyse the whole global economy," he said.

We're seeing a liquidation of the carry trade. For years it created liquidity for global equities in an upward spiral, but this has now turned into a downward spiral. Base metal prices are falling, which that tells us that Asia may not be as strong as we thought," he said.

Jetzt bekommen die Banken in Asien also auch den "Kredit-Herzinfarkt". Zeit ist es geworden. Diese Krise ist weltweit.

Und das grosse Yen-Carry-Trade-Unwinding ist unterwegs - wird den Hedge-Fonds nicht guttun.


Die Banken-Haftungen für ihre CDOs werden schlagend:

FT: The $25bn Citi CDO liquidity put - and who else has one

Several CDOs were created by Citi in 2005 that borrowed from technology used in designing SIVs- another market in which Citi was a leader. The rationale was that a CDO which could issue short-term commercial debt (alongside its traditional issuance) would have access to a broader funding market and would be able to more dynamically manage its funding portfolio. To mitigate any CP rollover risk, Citi entered into a series of “agreements” which forced it to buy the CDO CP if no one else would. As Mr Rubin calls them, “liquidity puts”.

Unglaublich: sie haben die SIVs gleich mit Leverage in manche CDOs eingebaut. Und jetzt müssen sie dafür haften. Citi war wieder einmal der Erfinder davon. Wie viele Banken haben das nachgemacht?

Das könnte das gleiche Ausmass wie die Conduit/SIV-Krise seit August erreichen.

CDO-Zusammenbruch: ABX: Alles fällt in sich zusammen

Schön in Charts sichtbar gemacht.
 

Die Banken gehen in den "Panik-Mode":

Bloomberg: Bank Default Swaps at Highest on Record Amid Writedown Concern

``Everything is signaling that the market may switch to panic mode,'' Philip Gisdakis, a credit analyst at UniCredit SpA in Munich, said in an interview today. ``The news flow is so bad and there is no relief in sight.''

Credit-default swaps on banks and insurers are as expensive as for debt from European companies with investment-grade ratings. Contracts on the Markit iTraxx Europe Index of 125 companies rose 7.25 basis points to 64.25 basis points, and the CDX North America Investment Grade Index increased 5 basis points to a record 86.25 basis points today, according to Deutsche Bank. The indexes increase when perceptions of credit quality worsen.

Barclays Plc and Zurich-based UBS AG have the biggest risk outside of Iceland. Contracts on London-based Barclays, which last week reported writedowns of about $2.7 billion, have risen to 70 basis points, a tenfold increase since June.

Dieser "Panik-Mode" ist voll gerechtfertigt. Interessant, dass Barclays und UBS besonders stark betroffen sind. Wer dort noch Geld hat...
 

Sind GMAC und Countrywide jetzt am Ende?

Mike Shedlock: Bankruptcy Rumors at Countrywide , Desperation at GMAC

Und GM bitte auch gleich mitnehmen!
 

Neues zu Fannie & Freddie:

Economist: The cracks are spreading

WHEN it comes to nasty surprises, this is the credit crisis that keeps on giving. Until recently it had been assumed that Fannie Mae and Freddie Mac, the government-sponsored enterprises (GSEs) that tower over America’s mortgage market, could survive the storm with merely a few bruises. They may own or guarantee almost half of the $11 trillion in outstanding loans but, the thinking went, they would avoid severe pain because they had generally stuck to good-quality credits. Indeed, they even stood to benefit as rival sources of funding dried up.

That script is now being dramatically rewritten. Earlier this month, Fannie posted a $1.4 billion quarterly loss. An even bigger blow came on Tuesday November 20th, when Freddie joined its ugly sister in the red, to the tune of $2 billion, and said that it would seek (read: have) to raise new capital to shore up its balance sheet. Fannie has already tapped markets for more than $500m in fresh equity. Freddie’s share price dropped by 29% on the day of its results, wiping out several years of gains.

Hier wird gerade eine 1000 Megatonnen-Bombe gezündet. Wenn diese beiden untergehen, gibt es die totale Systemvernichtung.
 

Etwas Krisen-Geschichte:

Einst - HSBC Trinkhaus: Finanzmarktkrisen und Pfandbriefe: 1874 vs. 2007
Heute - ReportOnBusiness: The ABCP black box explodes

Immer ähnliche Ursachen - Bubbles. Schöne Darstellung der ABCP-Krise im August.
 


Neu 2007-11-21:

Die Top-Meldung - Fannie & Freddie geht es an den Kragen:

FAZ: Kreditkrise: Massive Kursverluste bei Fannie und Freddie
FTD: US-Immobilienkrise - Retter in der Not

Was für ein Unterschied. Während sich die Börsen am Dienstag allgemein zumindest kurzfristig mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen von den Kursverlusten der vergangenen Tage und Wochen erholen, gerät die Aktie des amerikanischen Hypothekenfinanzierers Freddie Mac massiv unter die Räder.

Die musste von Montag auf Dienstag Kursverluste von bis zu 33 Prozent hinnehmen. Im Verlauf des Handels an der amerikanischen Börse liegt sie mit einem Minus von 24,2 Prozent zum Vortag bei 28,45 Dollar. Noch vor sechs Wochen war die Aktie knapp 64 Dollar Wert gewesen....

Die beiden Immobilienfinanzierer arbeiten im öffentlichen Förderauftrag, sie gehören allerdings privaten Aktionären. Es ist kein Wunder, dass beide nun ins Zentrum der amerikanischen Immobilien- und Kreditkrise rücken: Als Krisenopfer, die mit milliardenschweren Verlusten rechnen müssen - aber auch als mögliche Retter, die einen zusammenbrechenden Markt stabilisieren könnten. Wobei Letzteres nur denkbar sein wird, wenn sie finanzielle Unterstützung vom Fiskus erhalten.

Für solche Hilfen fehlt bisher noch die Grundlage, es gibt keine Staatsgarantien für die oft als "halbstaatlich" bezeichneten Hausfinanzierer. Doch es dürfte nicht mehr lange dauern, bis es in dieser Frage zum heiklen Schwur kommt.

Jetzt hat der "finanzielle Weltuntergang" wirklich begonnen.

Bis jetzt hat diese beiden Hypotheken-Institute mit allen Mittel hoch gehalten. Das Problem ist aber nicht deren Aktienabsturz, sondern die vielen MBS-Bonds die sie am weltweiten Markt haben. Wenn die auch abverkauft werden (wird bald kommen), dann war alles, was wir bisher gesehen haben "Peanuts".

Haben Fannie & Freddie jetzt eine Staatsgarantie oder nicht? vermutlich schon. Dann geht der USD endgültig in den Keller, wenn diese wirksam wird.

Dazu - US-Homebuilders sind jetzt "Junk" (baldiger Konkurs kommt): Not A Moment Too Soon: Nation's Largest Homebuilders Now Rated as "Junk"

CNN added that, last month, credit-rating agency Moody's downgraded the debt of three of the top four home builders: No. 1 Lennar, No. 2 Centex, and No. 4 Pulte Homes, to junk bond status.

Wie bekannt ist, können Junk-Bonds derzeit nicht mehr verkauft werden, also können sich diese Firmen nicht mehr refinanzieren.

Mit dem Absturz von Fannie & Freddie sowie dem Downgrading der Baulöwen ist die Katastrophe am US-Immo-Markt jetzt fast perfekt.
 

Die US-Rezession wird jetzt endlich diskutiert:

Telepolis: Wie schlimm wird es werden?

In der US-amerikanischen Öffentlichkeit werden längst Umfang und Dauer der kommenden Rezession diskutiert
Eigentlich sei die Rezession in den USA schon da, so die Einschätzung des Wirtschaftsreporters Leonhard Zehr in einem kürzlich publizierten Artikel. Der berühmte amerikanische Verbraucher, der mit seinem privaten Konsum einen Großteil der Nachfrage der US-Wirtschaft generiert, habe dies noch vor der Wall Street gemerkt, erklärte der seit den 70ern das Wirtschaftsgeschehen kommentierende Zehr. Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie der Universität von Michigan zum Konsumentenvertrauen zitierend, musste dieser Veteran des Wirtschaftsjournalismus sein Gedächtnis doch arg strapazieren, um sich an ähnlich miese Werte erinnern zu können. So seien die Kaufabsichten für "größere Haushaltsgeräte" der amerikanischen Verbraucher im Jahresvergleich dramatisch zurückgegangen. Es gebe in der dreißigjährigen Geschichte dieser Statistik nur zwei Perioden, die einen ähnlichen Einbruch im Konsumverhalten aufweisen. Das sei im Oktober 2001 und im Oktober 1990 der Fall gewesen, als die amerikanische Ökonomie in eine Rezession schlitterte.

Jetzt ist es offenbar soweit, dass man die offiziellen Wachstumslügen nicht mehr glauben will. In der Realität sind die USA längst in der Rezession und im Übergang in die Depression. Europa folgt!

Auch Joe's Bank warnt schon: "Weltweite Rezession droht"

Die Deutsche Bank warnt vor einer weltweiten Rezession im kommenden Jahr. Laut eines Berichts der Bank ist es zu 50 Prozent wahrscheinlich, dass es zumindest zu einer "Mini-Rezession" kommt. So negativ sieht bislang keine andere große Bank die Weltwirtschaft 2008.

Vielleicht erkennen sie aus ihrer eigenen, internen Situation jetzt die wirkliche Lage?

Kein Wunder, dass Bomber Ben und Kollegen sorgen haben: Zukunftssorgen dominieren die Fed

Dann sollten sie einmal den "Sage of Wexford" lesen.
 

Auch die "Ober-Heuschrecke" Cerberus bekommt massive Probleme:

ORF: Finanzinvestor Cerberus streicht Milliardenprojekte

Der US-Finanzinvestor Cerberus, BAWAG-Eigentümer in Österreich, bläst wegen Finanzierungsproblemen infolge der Kreditkrise gleich mehrere Milliardenprojekte ab oder will sie zurückschrauben.

Schwierigkeiten durch Finanzmarktkrise
Die Finanzmarktkrise hat das vor einem halben Jahr noch boomende Geschäft mit Übernahmen in Milliardenhöhe deutlich erschwert. Auch eine Reihe anderer prominenter Finanzinvestoren will sich aus bereits vereinbarten Käufen zurückziehen oder den Preis neu verhandeln.

Im Juni waren sie noch alle gierig wie nie. Jetzt ist die LBO-Bubble wohl endgültig vorbei. Reine Herdentiere, die jetzt flüchten.

Die Geier warten noch immer auf niedrigere Preise:

WIWO: Große Not der Banken

Geierfonds. Die Banken finden weiterhin kaum Käufer für ihre Kreditpapiere. Selbst Geierfonds warten, dass die Kurse weiter fallen.

Wenn überhaupt. Denn von einer Normalisierung sind diese Märkte weit entfernt. Auch drei Monate nach Beginn der Subprime-Krise in den USA sind viele Papiere, die auf Krediten basieren, weiterhin nahezu unverkäuflich. Selbst Hedgefonds, wie die auf faule Kredite spezialisierten Vulturefonds, zu Deutsch Geierfonds, lassen bislang die Finger davon. Die meisten warten in Ruhe ab, dass die Preise noch weiter fallen.

Die Geier wollen vom Boden auflesen“, sagt der Banker.

Der ist offensichtlich immer noch nicht erreicht. „Wenn ein Papier nach meinen Modellen einen inneren Wert von 97 Prozent hat und ich es vielleicht für 93 abgeben würde, bieten die mir 42. Selbst wenn ich auf 70 runtergehe, ist das nicht genug“, sagt der Anleihe-Experte. Vereinzelt gebe es bereits Not-Deals, aber gemessen am Volumen des Marktes seien sie vernachlässigbar.

Wird noch vieeel billiger. Und die Not der Banken wird noch vieeel grösser!
 

Österreichische Banken empfehlen schon den Abverkauf von US-Treasuries:

Raiffeisen RESEARCH: "Empfehlungsänderung: Verkauf US-Anleihen"

Nachdem wir in den letzten Wochen angesichts der absehbar schlechten Konjunkturdaten und der neuerlich verschärften Flucht in den sicheren Hafen Staatsanleihenmarkt von einem Anleihen-Verkauf/Short abgeraten hatten, ändern wir jetzt unsere Empfehlung von Neutral auf Verkauf.

Lange haben sie dazu gebraucht.
 

Verliehene Depotinhalte bei Banken und Brokern:

EWF: Securisation von Wertpapieren: noch ein Knaller mehr , Wahrscheinlich sind einige Depotinhalte bei Banken schon verliehen!

Man kann sich in der Papierwelt auf nichts mehr verlassen, nicht einmal, dass man legaler Besitzer der Papiere ist.
Übrigens, Online-Broker machen soetwas noch häufiger als Banken.
 

Der nächste Schlag in den USA - Kreditkarten:

MarketWatch: Mortgage meltdown seen spreading to credit cards

"We're starting to see signs within the industry that credit quality is dropping," said Justin McHenry, research director at market tracker IndexCreditCards.com. "That's causing major credit card companies to at least consider taking out larger reserves to protect themselves against more people defaulting in the future."

Hat dabei je irgendjemand "Kreditqualität" vermutet, wo die meisten nur die Minimum-Zahlungen machen?
Und wieder ist Citigroup vorne dabei. In wie vielen Fettnäpfen werden die noch gefunden?

Zeitenwende dazu: Monolines - der nächste Sturm?

Während die Subprime-Krise eine Schneise in die Bankbilanzen schlägt, wartet schon der nächste Tornado darauf, sein Unwesen zu treiben. Das ganze Kreditkarten- und Leasingsystem ist genau gleich aufgebaut.

Der gesamte Konsumentenkredit-Komplex kommt also gerade herunter.
 

[19:30] Wird jetzt der erste Bond-Versicherer den Wölfen vorgeworfen?

Bloomberg: ACA Capital May Get `Thrown to Wolves,' JPMorgan Says

ACA Capital Holdings Inc., the bond insurer under scrutiny by Standard & Poor's, may have its credit rating cut, forcing banks to take on $60 billion of collateralized debt obligations, JPMorgan Chase & Co. analyst Andrew Wessel said.

Jetzt wird es mit der CDS-Krise ernst. Man gibt ACA auf. Und wieder ist Bear Stearns daran beteiligt.
 

[20:00] Auswirkungen der Krise auf staatliche Einheiten:

USA: SIV Debts A Disaster For Public School Funds
Norwegen: Norway probes big investment losses by four towns

Die amerikanischen Städte und Counties haben ihre Reserven verloren, die in ABCP aus SIVs/Conduits geparkt waren - haben noch im August dort Geld hineingesteckt. Die norwegischen Städte haben es noch toller getrieben und auf Kredit spekuliert.

Man kann nie wissen, wo als nächstes Verluste auftauchen.

PS: Was ist mit den deutschen Städten, die bereits im September Verluste mit Spekulationen gemacht haben?


Neu 2007-11-20:

Realer UBS-Abschreibungsbedarf:

Immobilienblasen: UBS Write Down Estimates "Best Case $ 6 Billion, Worst Case....

They should have floated rumors/estimates of $ 20 billion and then surprise with a lower number like Barclays, Bear Stearns etc...... Sarcasm off...... UBS has just denied that they expect a big write down . I assume it depends on what is "big" .

Also um die $20 Mrd. Haben die überhaupt so viel Eigenkapital?
 

Der CDO-Absturz geht weiter:

EWF: ABX Update

nach einer mehr oder weniger Seitwärtsbewegung gestern ging es heute wieder abwärts. Wir haben schon wieder die Hälfte der kurzen Erholung dieser Woche aufgegeben.

Diese CDO-Papiere sind Mist und das kommt immer weiter heraus. Auch die "AAA"-Tranchen, jetzt auf ca. 75% herunten.
Auch wegen rechtlicher Unsicherheiten:

Ja, wer ist der wirkliche Hypotheken-Geber?

LaRouche: Federal Judge to Deutsche Bank: You Can't Foreclose Properties You Don't Own

Cleveland Federal judge Christopher A. Boyko on October 31 dismissed 14 home-foreclosure cases brought by Deutsche Bank National Trust Co. on behalf of mortgage investors for whom the bank is the trustee for mortgage-securitization pools. The judge ruled that the investors had failed to prove that they owned the properties they were trying to seize, the New York Times reported.

Thousands of foreclosures may be implicated in this important case. Deutsche Bank is one of the nation's top real estate subprime lenders and foreclosers. A survey released by New York State Sen. Jeffrey D. Klein on Aug. 27 showed Deutsche Bank to be one of the top three banks which hold the subprime mortgage notes on foreclosed properties in New York City, and during the 13 months of July 2006 through July 2007, it filed 2999 foreclosure actions there.

The lack of physical possession of the mortgage notes, as several attorneys point out in the Times article, raises the issue of who really owns the note which lies behind the securities, and whether the note has really been transferred and assigned to the securitization trust. Another possible issue, with its own staggering implications, is raised by a mortgage securities specialist at a New York research firm: "I have heard of instances where the same loan is in two or three pools."

Hallo Joe, was hat Du da mit Deinen Herden-Kollegen angerichtet? Du bist (warst) auch noch einer der Top-US-Subprime-Lenders. Wie viele davon sind schon untergegangen? Und jetzt lassen sie Dich nicht einmal mehr zwangsversteigern, weil Du den Eigentumstitel nicht besitzt!

Hier tut sich eine ungeahnte rechtliche Grauzone auf, die alle MBS und CDOs noch weiter abstürzen lassen wird.

Siehe auch hier: Deutsche Bank Foreclosures Tossed Out of Ohio Federal Court - "They Own Nothing!"

Weiteres zu Joe's Bank: Kein Markt, kein Preis

Ca. 2 % Abschreibungen auf das Gesamtvermögen reichen aus, um das gesamte Eigenkapital der Deutschen Bank auszulöschen.

Wirklich ein dünner seidener Faden, an dem die hängen!
 

Noch etwas zu "Level 3":

NZZ: Zunehmend problematische Anlagen der Banken

Die Kreditkrise ist noch keineswegs ausgestanden. Der Abschreibungsbedarf bei den grossen Finanzinstituten dürfte noch erheblich sein. Die Bestände an problematischen, weil schwierig zu bewertenden Vermögenswerten haben allgemein stark zugenommen. Trotz der Publizitätspflicht herrscht kein Durchblick, was die Bewertungskriterien angeht.

Leserkommentar: Der Fisch stinkt und das bereits über alle Ozeane hinweg.

Diesem Leserkommentar kann ich nur voll zustimmen.

Ein neuer Münchau-Kommentar: Wie sich die Krise ausweitet
 

Die Bond-Versicherungs-Bombe:

Bloomberg: MBIA, Ambac Downgrades May Cost Market $200 Billion

The crisis of confidence in bond insurers that bestow top credit ratings on debt sold by borrowers from the New York Yankees to Citigroup Inc. may cost investors as much as $200 billion.

The AAA ratings of MBIA Inc., Ambac Financial Group Inc. and their five smaller competitors are being reviewed by Moody's Investors Service and Fitch Ratings. Without guarantees, $2.4 trillion of bonds may fall in value and some issuers would get shut out of the capital markets.

``We shudder to think of the ramifications,'' said Greg Peters, head of credit strategy at New York-based Morgan Stanley, the second-biggest U.S. securities firm by market value. ``You have politicians, taxpayers, municipalities, states. It just opens up a Pandora's box. That is a huge destabilizing force.''

Diese Büchse der Pandora wird gerade geöffnet. Warum mussten MBIA & co diesen CDO Mist auch noch versichern?
 

Und die FED pumpt wieder Unmengen Geld in das System:

Yahoo: Fed makes biggest temporary injection since '01

The Federal Reserve on Thursday pumped its biggest temporary daily infusion into the U.S. banking system since just after the September 11, 2001 attacks as short-term lending rates rose on both sides of the Atlantic.

Even though some news about bank write-downs from riskier investments was not as dismal as some investors had feared, underlying strains pushed overnight lending rates up in both the United States and Europe.

The Fed injected $47.25 billion in temporary reserves, its biggest combined daily infusion since September 19, 2001, to calm a rise in overnight interbank lending rates.

Mehr als zu jeder Zeit als nach 9/11, mehr als im August/September 2007. Das System ist wirklich an der Kippe.


Neu 2007-11-19:

Die CDS-Krise auch in der Schweiz:

BlueWin: Rückversicherer Swiss Re rechnet mit Milliarden-Abschreiber

Die Kreditkrise in den USA erfasst nach den beiden Schweizer Grossbanken auch den Rückversicherungskonzern Swiss Re. Der weltweite Branchenführer verbucht bei zwei Absicherungskrediten einen Verlust von 1,2 Mrd. Franken.

Nach Steuern belaufe sich der Verlust aus dem Engagement in den beiden Credit Default Swaps auf 981 Mio. Franken, teilte der Konzern mit. Konkret entstanden seien die Verluste in der Geschäftseinheit Credit Solutions, die für einen Kunden Wertverluste auf dessen Portfolio abgesichert habe.

Swiss Re hat nach weiteren Angaben die Wertschriften in den durch die Swaps geschützten Portfolios abgeschrieben, die ABS und CDOs auf Null und die Subprime-Securities auf 62 Prozent des Originalwerts. Der Wert des Portfolios beträgt noch 3,6 Mrd. Franken, wie es weiter hiess.

Frage: was macht ein Schweizer Rückversicherer in CDS? Weil sie mit der Herde mitspielen wollten!

"Credit Solutions" - welch ein Wort für idiotische Geschäfte, CDOs zu versichern! Das ist sicher nur ein kleiner Teil der Wahrheit, der hier herausgekommen ist.

Festhalten: die CDS Krise bekommt Fahrt!
 

[17:00] Nur der Bonus zählt an der Wall Street:

Handelsblatt: Boni-Regen für Investmentbanker

Krise? Welche Krise? Die führenden Investmentbanken schütten ungeachtet der Milliardenabschreibungen an der Wall Street an ihre Mitarbeiter in diesem Jahr Rekordboni aus. Nur: Wer in der falschen Abteilung arbeitet, muss sich auf drastische Einbußen bei den Prämien einstellen.

Die Krise wird schon besungen: Die armen, reichen Opfer der Kreditkrise

Er kennt die Wall Street bestens, ist mäßig musisch begabt - und ein neuer YouTube-Star. Investmentberater Jon Shayne versüßt gebeutelten Kollegen die Kreditkrise: In bester Country-Manier besingt er die Probleme der Millionäre - die ihre Paläste und Privatjets aufgeben müssen.

Good Bye, Hamptons.
 

[17:30] GEAB#19 Übersicht:

GEAB N°19 ist angekommen! Die großen internationalen Banken im Malstrom der Finanzkrise

Nunmehr geht LEAP/E2020 davon aus, dass zumindest eines der großen US-Finanzinstitute (Bank, Versicherung, Investitionsfond) bis Februar 2008 Bankrott machen wird; dies wird in einer Kettenreaktion den Konkurs von anderen Finanzinstituten und Banken in Europa (insbs. Großbritannien), Asien und in den Schwellenländern verursachen.

Zitat daraus:

*Die Faktoren, die ein solches Ereignis (Bankrott einer Großbank etc.) auslösen können, sind nunmehr so übermächtig und die Vorzeichen so zahlreich, dass nach der Auffassung unserer Wissenschaftler die mittelfristige Wahrscheinlichkeit (drei Monate) für ein solches Ereignis bei beinahe 100% liegt.

Stimmt!
 

[18:00] Jetzt hacken sie über die Analysten aufeinander ein:

Marketwatch: Goldman says sell Citi amid credit woes

Goldman Sachs analyst William Tanona on Monday recommended that clients sell Citigroup shares, because the bank's financial problems are likely to grow, and spread beyond current write downs for subprime mortgage losses and into its consumer business like credit cards and retail banking.

Citigroup muss es schon sehr schlecht gehen, sodass Goldman eine Verkaufsempfehlung (sprich Rettung des eigenen Hinterns in naher Zukunft) ausspricht.

[20:00] Citigroup verhängt trickreiche Transfer-Limits:

Jim Sinclair: Transfer Limits Have Potential To Block Run On Bank

Without relying on the above account agreement, or the above institution, my read on this is to put in place a tool to prevent an electronic run on an institution such as the one which recently occurred in Great Britain. If you have $1,000,000 in such an account and such an agreement governs it, it would take you 100 months to withdraw the funds.

Such an agreement would, in my opinion but not referring to the above bank, never be put in place unless there was a suspicion that such a run in the bank could occur.

100 Monate um $ 1 Mill. abzuheben! Die fürchten einen Bank-Run.

Die machen es nicht mehr lange. Wer noch Geld bei Citi hat - sofort weg damit!
 

[20:00] US-Investment-Banken und ihre Level 3 Lügen:

FinancialWeek: Banks in the frying pan

Based on the latest financial reports of the five biggest Wall Street firms, the value of their level three asset holdings relative to firm equity is the following:
-Morgan Stanley $88.2 billion, 250% of equity
-Lehman Brothers $34.7 billion, 160% of equity
-Bear Stearns $20.2 billion, 155% of equity
-Goldman Sachs $51 billion, 130% of equity
-Merrill Lynch $27.2 billion, 70% of equity.

Was sind diese "Assets" wert? 0%, 25%, 50% oder 75% des "fantasierten" und angegebenen Werts? Jedenfalls ist es meist mehr als das Eigenkapital. Und Verluste/Abschreibungen gehen bei Banken bekanntlich direkt in das Eigenkapital.
 

[20:30] Jetzt schon die "Two Trillion Dollar Bomb":

Yahoo: U.S. could face $2 trillion lending shock: Goldman

The impact of the U.S. mortgage market crisis on the underlying economy could be "dramatic" as leveraged investors may need to scale back lending by up to $2 trillion, according to investment bank Goldman Sachs

And leveraged investors react to losses by actively cutting back lending to keep capital ratios from falling -- A bank targeting a constant capital ratio of 10 percent, for example, would need to shrink its balance by $10 for every $1 in losses.

"The macroeconomic consequences could be quite dramatic," Hatzius said in the note to clients. "If leveraged investors see $200 billion of the $400 billion aggregate credit loss, they might need to scale back their lending by $2 trillion."

Es wird immer schlimmer. Jetzt erkennt man, dass Abschreibungen in das Eigenkapital der Banken gehen und sie damit weniger verleihen können. Das Kreditexpansions-Rad dreht sich damit rückwärts.

Siehe auch in der FAZ: Der lange Arm der Verbriefungen

Jetzt sind es schon 4 Trillions: Klare Worte von Wells Fargo und GS

"We have not seen a nationwide decline in housing like this since the Great Depression," Stumpf told those attending a Merrill Lynch & Co. (NYSE: MER) investment conference.

The Times reports that the credit crunch is so serious that it may force the US banking system to cut lending by as much as $4,000 billion, prompting a “substantial recession” in the US.

“The potential for an economic implosion and subsequent world recession is huge and could surpass the biggest financial crash in history of that of the Great Depression”.

2008 is set to be the darkest ever year in financial history according to Goldman Sachs

Zweifelt noch jemand daran, dass es eine Krise gibt?
Sogar der Primus, Goldman Sach sagt, dass 2008 das dunkelste Jahr in der finanziellen Geschichte sein wird.


Neu 2007-11-17:

Der "Primus" warnt auch schon:

Handelsblatt: Goldman-Sachs schürt Rezessionsangst
Spiegel: Das Ende des Go-Go-Wachstums

An den Märkten wächst die Sorge, dass Banken die Folgen der Finanzkrise noch lange nicht verdaut haben. Spekulationen über weitere Milliardenabschreibungen ließen Bankaktien zuletzt in Europa und in den USA in die Tiefe stürzen. Nun schürt eine Studie der Investmentbank Goldman-Sachs zusätzlich die Rezessionsangst. Von „dramatischen makroökonomischen Auswirkungen“ ist darin die Rede.

Also eine "substanzielle Verschlechterung". Erlaubt der frühere GS-Boss Hank Paulson überhaupt solche Aussagen?
Ist nicht gut für dessen PPT.


Neu 2007-11-15:

Chef der BoE warnt vor Aktien-Crash:

EWF: Mr. King als Mr. Super-Doom

The Bank of England Governor has issued an extremely unusual warning on world stock markets, indicating that shares may be heading for a major fall. [a bisserl was scheint schon zu laufen].

Mervyn King said the full impact of the credit crunch had not yet been felt on equity markets in the West and in developing countries, saying that the possibility of share price falls were one of the biggest risks facing the world economy.

Wieso jetzt? Schaffen die PPTs es nicht mehr einen Fall aufzuhalten?
 

Sind jetzt die britischen Banken dran - "Royally Über-leveraged":

Marketwatch: Barclays to write down $2.7 billion on subprime hit

LaRouche: Royal Bank of Scotland: Royally Impaired

The Royal Bank of Scotland (RBS), the second largest bank in Britain, and the seventh largest bank in the world, is experiencing deepening problems, which includes a sizable exposure to the highly volatile credit derivatives market. RBS merely typifies the problem of the entire British banking system, that while it maintains a stiff upper lip, the rest of the body is decomposing.

Citigroup financial analyst Simon Samuels warned that RBS is dangerously "ueber-leveraged." It does not have sufficient bank capital to cover all the future losses that are just over the horizon. As representative, the Royal Bank of Scotland indicates that the collapsing British banking system will soon be royally flushed.

Das britische Bankensystem wird "königlich die Toilette hinuntergespült"? Wahrscheinlich bald.


Neu 2007-11-14:

[21:00] Ausweitung der Krise:

Handelsblatt: HSBC-Chef warnt vor Ausweitung der Krise

Erstmals hat eine internationale Großbank offen eingeräumt, dass sich das Problem mit faulen Krediten vom US-Häusermarkt auf andere Geschäfte ausbreitet. Der Chef der britischen Bank HSBC, Stephen Green, sagte, inzwischen hätten sich auch das Kreditkartengeschäft, Autofinanzierungen und andere Konsumentendarlehen angesteckt.

Also doch Ansteckung auch weiterer Kategorien. Ganz langsam kommt die Wahrheit heraus.

Chris Laird: MONSTER WESTERN CREDIT CRISIS

The West (US,EU, Canada) is in the midst of a gigantic and spreading credit crisis that may well to lead it into a depression, if it is not fixed soon. So far, Central bank infusions (Over $1trillion worth in a few months since July!) have been the only thing that has stopped a massive bank liquidity crisis from shutting down commerce. But the damage to credit markets thus far is so huge, and worsening rapidly, that a very bad outcome seems assured.

Main source of credit now totally dead
What’s more, the source of most of the credit in the last 5 years, securitized credit, is literally disappearing. As that entire sector becomes discredited, the source of most of the money coming into the world’s bubble economies, securitized debt, is drying up.

As banks are forced to raise capital and stop lending, consumers find new credit hard to get or not available at all. The same goes for businesses. You then get system wide credit collapse, and the resultant collapse in economic growth. And if no recovery is made quickly, you get a depression. Not a recession, a depression, due to collapsing economic demand.

Dieser Autor sieht die Sache richtig: ein gigantischer Kreditkollaps in der gesamten westlichen Welt ist im Entstehen.
 

Der Rating/Bond-Versicherungs-Inzest:

Martin Weiss: Next Phase of the Crisis: The Great Ratings Debacle

The Collapse of the Great Ratings Scam
Right now, tens of thousands of ratings are issued for virtually every major bond, loan and debt in America. They're the brains and nervous system of our nation's entire credit markets. And the credit markets, in turn, are larger than all of our stock markets combined.

So this time the default insurance is not working. It's an unbridled disaster. And the triple-A ratings of bond insurers are about to collapse.

This is no trivial matter. It directly impacts $2.3 trillion worth of municipal bonds, mortgage-backed bonds, plus asset-backed bonds packed with credit card and auto loans — the same kind of securities that are now collapsing.

Hier wartet die nächste Bombe - eine Atombombe. Die Kreditversicherer (in den USA) waren zusammen mit den Rating-Agenturen und den Bond-Ausgebern "in einem Bett". Und jetzt wanken die Bond-Versicherer.

Hier noch etwas dazu: Municipal Bond Insurers: More Dangerous Than You Realize
 

Die nächste Banken-Beichte - BoA:

Handelsblatt: Bank of America schreibt Milliarden ab

Das wirkliche Ausmaß der US-Immobilienkrise kommt Stück für Stück ans Licht. Nun nimmt auch der zweitgrößte US-Finanzkonzern Bank of America Milliardenabschreibungen vor. Sollten sich die Marktbedingungen weiter verschlechtern, könnten sogar noch zusätzliche Wertverluste hinzukommen.

Was hier "Abgeschrieben" wird, sind natürlich nur "Peanuts" zum Herzeigen. Die wirklich grossen Verluste werden noch versteckt.

PS: Noch vor einem Monat haben die Banken behauptet, gar nichts abschreiben zu müssen - und jetzt?

[19:30] HSBC muss auch abschreiben: HSBC to take $3.4 billion charge over U.S. losses
 

Kann ein Zeitgewinn wertvoll sein?

ManagerMagazin: Super Idee Superfonds?

Selbst wenn der Stützungsfonds, den führende US-Banken planen, im nennenswerten Umfang marode Wertpapiere kauft, bedeutet das nicht das Ende der Finanzkrise. Die Probleme werden dadurch bestenfalls in die Zukunft verlagert. In der aktuellen Situation kann allerdings auch ein solcher Zeitgewinn sehr wertvoll sein.

Dabei sind die Probleme der Banken hausgemacht. Denn die Institute sind bei der Refinanzierung der Papiere von ihren eigenen eisernen Grundsätzen abgewichen: Sie stellten langfristigen Verbindlichkeiten kurzfristige Forderungen gegenüber, die laufend erneuert werden mussten. Jetzt gelingt die Erneuerung nicht mehr - und die Banken müssen einspringen.

Jetzt hat man die Katze aus dem Sack gelassen: es geht um Zeitgewinn! Das ist bei diesen "Krisenbekämpfungen" immer so. Es geht nie um etwas anderes.

Dazu aus dem Midas vom 13. Nov:

The Gold Cartel and PPT are just following former Treasury Secretary Robert Rubin’s dictum, which was push everything off for 6 months and hope it all works out for the better. One day it won’t.

Wie immer. Weitere 6 Monate sind genug.
 

[18:30] Keine Bankenpleiten (Leserzuschrift)?

Ich bin zwar positiv gestimmt zum Goldpreis, aber dennoch kann ich mir einen Bankenpleite von großen Ausmass nicht vorstellen, weil unser Wirtschaftssystem darauf aufgebaut ist und den wird man nicht so einfach zusammenbrechen lassen.

Wie sagt man so schön, Bankenverluste sind verstaatlicht, aber Bankengewinne sind privatisiert. Deshalb wird es Krisen geben und eventuell hohe zinsen, viele private Insolvenzen und stark fallende Aktienkurse,aber die großen Bankenpleiten wird es nicht geben,da man sie mit hilfe von Staat und Zentralbanken am leben hält.

Real ist ein Grossteil der Banken schon seit August 2007 insolvent = pleite, jedoch wurde diese durch Zentralbankgeld und Staatsgarantien verdeckt. Bei Northern Rock wurden ca. 60% der Einlagen durch Zentralbankgeld ersetzt.

Das geht solange bis eine Massenflucht aus dem System einsetzt, bei einem Goldpreis von $5000/oz sieht die Sache ganz anders aus. Dann muss die Währung plötzlich verteidigt werden. Oder auch nicht:

Dann kommt die echte Hyperinflation: Das Orakel von Chiang Mai
 

[19:30] Zurück zum Tauschhandel:

Paul Craig Roberts: Dollarkollaps wird europäische Wirtschaft zerstören

Der Vater von Präsident Reagans Wirtschaftspolitik und ehemalige Editor des Wall Street Journals Paul Craig Roberts warnte davor dass der kollabierende Dollar letztendlich die europäische Wirtschaft zerstören wird und dazu führen könnte, dass die Weltwirtschaft auf Grund des Finanzchaos zu einem Tauschhandelssystem zurückkehrt.

Ist realistisch.


Neu 2007-11-13:

USA: Online-Broker gehen unter:

Jim Sinclair: In The News Today , Peace Of Mind Is Not In Internet Financial Entities , The Day Of Reckoning Is Approaching Quickly

Jim Sinclair’s Commentary:
My God, if this came to me I would immediately request a bank wire transfer of all my cash, close all my positions, take the money on settlement day by bank wire and run away - not walk. That is if I could. That writing sounds to me as if it was an announcement that they were broke.

I am not sure it is possible to add a clause after the fact once the contract is signed as it is. I imagine the account papers you have does not allow additional rules without your agreement and signature.

Dear Jim,
Here is a quote from my online broker's Changes to Operation of Account Agreement that recently arrived in the mail:

Execution of Instructions
“xxx wishes to clarify its obligations to execute instructions in respect of your account.
The xxx Operation of Account Agreement will be revised to following:

We may refuse to execute any instructions with respect to your account, including without limitation, any order for the purchase or sale of a security or for the deposit or withdrawal of security or money from your account, whenever we deem it necessary for our protection or for any other purpose and without any obligation to provide you with notice of any such refusal.”

Sincerely, GoldInvestor

Da kündigt ein solcher Broker seinen Kunden an, dass er nicht mehr rückzahlen will - ist offenbar bankrott. Ist es E-Trade? siehe auch hier.

November 15th is approaching quickly. It is this date where supposed real valuations, according to accounting standards, have to be made on value-less class 3 assets. Can you imagine they now call that crap class 3 assets rather than over the counter valueless specific performance credit and credit default garbage paper? That simply cannot be done without casing a disaster in major financial entities with major systemic destabilization.

This date of November 15th is a day when a nuclear accounting bomb will be dropped on Establishment Financial entities. This accounting requirement demands truth on the value of their structured products, also known as derivatives. One wonders if the accounting standards have any clue how terrible this situation is.

Ab 15. November müssen die US-Finanzhäuser reale Werte verwenden, nicht mehr diese selbstbewerteten Lever 3 Assets. Jim Sinclair vergleicht das mit dem Abwurf einer Atombombe über der Wall Street. Siehe auch Ambrose Evans-Prichard
 

Ende der Emerging Markets Bubble?

Telegraph: Goldman alert over emerging markets

The bank said Brazil's real is now 28pc overvalued against the US dollar after rocketing over the past five years. Currencies are overvalued in India (22pc), Korea (32pc), Hungary (42pc), Poland (60pc) and Turkey (74pc).

"A particularly worrying feature is that net FDI [direct investment in plant] represents only about 25pc of net private flows into Emerging Europe, compared to 50pc in Latin America," it said.

"Many loans have been underwritten by hedge funds looking for higher yields. Clearly, another credit squeeze like the one we saw this summer could trigger a large reduction in these types of capital flows," it said.

Eine Menge Zerstörungspotential in Osteuropa und anderswo. Und viel davon wurde über den Yen-Carry-Trade finanziert, der jetzt zusammenbricht.


Neu 2007-11-12:

USA: Man kommt heute schon nicht mehr aus Broker-Konten heraus:

Aus Chris Lairds PrudentSqurrel Newsletter von Gestern:

Your MMFs and brokerage accounts in this credit crisis
So it is again time to remind subscribers of all the shenanigans that happened to people with Money Market Funds and brokerage accounts during the August period of the credit panic. I read about, or was told by subscribers, about unbelievable actions taken by brokerages and banks to stop people from pulling out of their MMFs or brokerage accounts in August and September.

Example:
Persons called their financial institutions and requested to cash out of a MMF or brokerage account. They were told they had to fill out a form. They asked the institution to mail said form. The people waited a week (a critical amount of time) to find out said form never arrived, or was the wrong form. If they got the form, they filled it out, signed it and mailed it back, only to call back two weeks later and be told the form was incorrectly filled out. Three weeks later, they still had not been permitted either to
cash out, or even to move the money in that account to a safer place like a CD.

Example:
A subscriber of mine said he called *Major Name institution* to have them move his substantial sum into a different asset such as a Treasury bond fund. The institution said they would do it on the phone. Days later, the person called fund again noting they had not done it, and institution said they had no record of that conversation. He requests the change again, again is told that it will be done. He checks days later and finds his money not moved, calls back and again gets a run around, all the time losing precious time and losing sleep on top of that.

Example:
Person calls institution and requests money in the account be moved into a Treasury bond fund. Institution says he cannot make that change due to various rules, paperwork and so on. They mail him a form. In the meantime, his money is moved to another MMF in that institution without his permission. Evidently, MMFs have clauses that the brokerage can move money between their MMFs if needed….He is horrified.

Now, these stories surfaced in the August - Sept episode of the evolving credit crisis, and I expect all of these shenanigans to reappear, and even be worse. There were many stories of similar shenanigans in internet forums. I also noted this Friday when I tried to access my major name bank's online brokerage account that they said they could not let me in that day….to the account. So, if I wanted to do anything that day - forget it. I don't know if that was for the whole day or not.

Diese "Tricks" (eigentlich "Betrug" liefen primär im August und September. Die machten mit dem Geld der Kunden was sie wollten und verhinderten Auszahlungen mit allen möglichen bürokratischen Tricks. Damit haben sie ihre eigenen Geldmarkt-Fonds (MMF) aufgefüllt.

Wenn die Börsen wirklich einbrechen, ist das Geld bei solchen Institutionen praktisch verloren.
 

Die EZB ist schon wieder bereit einzugreifen:

FTD: EZB hält neue Geldspritzen bereit

Sie werden sie wohl bald verabreichen müssen, denn die Bankenkrise macht einen neuen Anlauf - die Insolvenzkrise.
Es sind zu viele Banken "SIV-Infiziert", auch in Europa.

[17:30] Übrigens, die US-M3 Geldmenge steigt derzeit um 18%/Jahr. Ben ist also voll mit der Bankenrettung beschäftigt.
 

[17:30] Achtung: Carry-Trade Unwinding:

MarketWatch: Dollar weakens against yen as carry trades unwound

The dollar rose against the euro but slipped against its Japanese counterpart Monday, as investors continued to sell yen to unwind carry trades, in which they borrowed lower-yielding currencies to buy higher-yielding assets. The yen is "at the epicenter of the adjustment in the foreign exchange market," wrote analysts at Action Economics, as the dollar slipped below the 110-yen level for the first time since mid-May 2006, down from around 116 yen at the start of the month.

Ein massive Hedge-Fond Sterben ist zu erwarten, da diese jetzt aus ihren Yen-Krediten heraus müssen.

Hat das auch damit zu tun: Gold futures tumble over 3% as traders rush to sell

Möglicherweise, aber das Goldkartell muss massiv nachgeholfen haben. Ein Wunder, dass die Aktien nicht auch signifikant heruntergehen? Das hilft wohl das PPT. '
 

[19:00] Ist jetzt die City of London dran?

Generalverdacht in der City

Erdrutschartige Verluste bei Bankwerten und Börsenkursen: Die Kreditkrise an den internationalen Kapitalmärkten hat die britische Bankenbranche fest im Griff. Zwar gehen auch Horrorszenarien nicht davon aus, dass die Krise existenzbedrohende Ausmaße annehmen könnte – doch die Wettbewerbsfähigkeit der City steht auf dem Spiel.

Zeit wird es, es herrschen dort die gleichen Zustände wie in den USA
 

[19:00] Einige Propheten:

NYSun: Talk of Worst Recession Since the 1930s

Asked how he could conceivably give credibility to such an ominous forecast, Mr. Melcher observes: "I've never seen a market with more risk and what's significant is that risk is not yet priced in."

Given his grim expectations, he says there is no equity market in the world he would play right now. "When the American market goes down, other equity markets around the world should follow," he says.

His basic advice to the country's roughly 80 million stock players: Run for the hills — the worst is far from over.

Und er shortet wie wild.

Mike Whitney: The Last Dead Bull on Wall Street

The subprime contagion has now spread beyond the US and Europe to markets in the Far East. No one is fooled by Bernanke’s sunny predictions that the economy will bounce back next year with a strong showing in the first quarter. That’s baloney and everyone knows it. The economy has stumbled down the elevator shaft and is just waiting to hit bottom. Consumer confidence is flagging, housing is falling, foreign capital is fleeing, and the greenback is one flush away from the sewage-treatment plant. Bernanke’s soothing bromides are meaningless.

Recession is a normal part of the business cycle. It can’t be avoided. The economy needs to unwind so debts can get written off and businesses can retool for the future. The upcoming recession is shaping up to be worse than its predecessors---a real doozey. The damage caused by the Fed’s excessive credit has been considerable. It’ll take years to mop up the red ink and set the house aright. The markets are in a shambles, investors have been battered and confidence is gone.

The system is broken. Maybe Greenspan did us all a favor by blowing it up with his “low interest” dynamite. Good riddance.

Hier steht es. Rezession ist ein normaler Teil des Wirtschafts-Zyklus und die Schulden müssen abgebaut werden. Ja, die Asiaten (die sich bis jetzt verstecken konnten) kommen auch dran.


Neu 2007-11-11:

Absturz ohne Fallschirm:

Mike Whitney: A Market Without Parachutes

America is finished, washed up, kaput. Foreign investors and central banks around the world have lost confidence in US markets and are headed for the exits. The dollar is sinking, the country is insolvent, and its leaders are barking mad. That’s bad for business. Investors are voting with their feet. They’ve had enough. Capital is flowing to China and the Far East in a torrent. It