Informationen Schweiz 1-3/2008

Diese Seite befasst sich mit spezifisch schweizer Themen.
Diese Seite enthält alle Einträge vom 1.7.2007 bis 31.3.2008


Neu 2008-03-31:

Was macht der grösste Vermögensverwalter der Welt da?

Tagesanzeiger: Die UBS schiebt Risiken an ihre Kunden ab

Die Grossbank hat wegen der Finanzkrise Wertschriften in Kundendepots in den USA abgewertet. Die Justiz ermittelt.

Die schlechte Nachricht erhalten die Kunden morgen, zum Abschluss des ersten Geschäftsquartals. Betroffen sind vorwiegend reiche Depotinhaber in den USA, wie UBS-Sprecherin Karina Byrne auf Anfrage erklärt. Sie müssen Verluste von teils über 20 Prozent in Kauf nehmen, je nachdem, in welche Instrumente sie investiert haben. Im Durchschnitt liegt die Abwertung bei 3 bis 5 Prozent. Die Schweizer Grossbank verwaltet in den USA Kundenvermögen von 743 Milliarden Dollar. Wieviel in die fraglichen Papiere investiert worden ist, wollte Byrne nicht sagen.

Von wegen Sicherheit des Geldes bei einer Schweizer Grossbank...


Neu 3008-03-30:

[10:30] UBS - Verluste gehen jetzt in das UBS-Fleisch:

NZZ: UBS-Personal um zehn Milliarden ärmer

Die UBS hat ihre Angestellten stets ermutigt, in UBS-Aktien zu investieren. Die Hälfte der Mitarbeiter hält insgesamt 7% an der Bank und musste durch den Kurssturz über 10 Mrd. Fr. Verluste einstecken.

UBS-Kundenberater haben derzeit keinen leichten Job. Täglich müssen sie ihren Klienten gut zureden. Die aber wollen angesichts ihrer schrumpfenden Aktienportefeuilles ihre schlechte Laune pflegen. Die UBS-Frontleute kennen das Weh der Kunden nur zu gut, und zwar aus eigener Erfahrung. Denn nicht nur das Topmanagement der Bank wurde mit Wertpapieren entschädigt. Über die Hälfte der 83 560 UBS-Mitarbeiter hält Aktien des eigenen Unternehmens, 40% besitzen Optionen. Insgesamt bildet das Bankpersonal einen Eigentümer-Block, der laut Geschäftsbericht 7% des Aktienkapitals hält. Ihr Investment hat sich seit Juni 2007, als die UBS-Aktie den Höchstkurs von Fr. 80.40 erreichte, von damals 11,2 Mrd. Fr. auf derzeit gerade noch 4,2 Mrd. Fr. reduziert. 7 Mrd. Fr. haben sich in Luft aufgelöst.

Eines wundert mich: welchen Beruf haben die eigentlich? Wenn sie richtige Banker wären, dann hätten sie diese Aktien sofort abgestossen. Wahrscheinlich sind sie Lemminge.

In einem anderen NZZ-Bericht steht, dass die UBS bald Merrill Lynch, die bisherige Nr.1 bei Abschreibungen überholen wird.

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Wie Sie lesen können, geht's jetzt auch dem normalen UBS-Mitarbeiter massiv an den Kragen...man spricht auch bei denen von "Schleichender Enteignung". Interessant ist nur, dass auch der normale Anleger von massivster schleichender Enteignung betroffen ist - dies aber offenbar niemanden interessiert...

Nein, es interessiert niemand, aber das UBS-Murmeltier grüsst zuverlässig jeden Sonntag mit neuen Verlusten. Heute sogar noch einmal:

sonntagszeitung 30/03/2008, Seite 63
Neuer Schock, Die UBS stuft Kundenpapiere in Milliardenhöhe herunter – die Behörden ermitteln

VON BEAT SCHMID
ZÜRICH Neues Ungemach für die UBS. Wie am Freitag in den USA bekannt wurde, hat die Grossbank so genannte Auction Rate Securities, die sich im Besitz ihrer Kunden befinden, heruntergestuft. Für die Anleger kommt dieser Schritt völlig überraschend, da sie diese Papiere als Cash betrachtet haben und offenbar auch so angeboten erhielten. Die Papiere sind vergleichbar mit Kassenobligationen in der Schweiz. Viele Anleger flüchteten sich in den letzten Monaten in diese Werte, weil sie sicherer sind als Aktien, aber mehr Zinsen abwerfen als etwa Sparkonten.
Diese Wertpapiere, denen oft Kommunalanleihen zu Grunde liegen, werden alle paar Wochen an Auktionen gehandelt. Wegen der Kreditkrise sind die Auktionen zuletzt ausgefallen. Die Anleger konnten ihre Papiere nicht mehr weiterverkaufen. Wegen der schlechten Verfassung der Banken haben die Institute die Papiere auch nicht zurückgekauft.
Gemäss Informationen des «Wall Street Journal» hat die UBS als erste Bank die Papiere nun um bis zu 20 Prozent abgewertet. Viele Kunden verstehen die Welt nicht mehr, weil es die Banken sind – UBS, aber auch die Bank of America, Merrill Lynch und Deutsche Bank – die als Market Maker auftreten.

Und wieder haben sie sich in den USA "vergriffen".

Weiterer Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz! Neuer Schock! Dies titelt die hochrenommierte SonntagsZeitung aus Zürich in riesigen Lettern. Dieser Schock - sie haben es erraten - betrifft natürlich wieder einmal die Todeskandidatin UBS. Es kommt immer dicker: Man schätzt in diesem Artikel, dass die UBS alleine im 1. Quartal 08 einen ERNEUTEN ABSCHREIBER VON 11,1 MILLIARDEN USD !!!!!! BEKANNTGEBEN MUSS... Zitat auch aus der heutigen SonntagsZeitung: "Krass zeigt sich die sorglose Führungsverwantwortung von gewissen Verwaltungsräten am Beispiel UBS. Die Wut der UBS-Kundschaft über das angerichtete Debakel entlädt sich an den Kundenberatern, die sich Schimpftiraden anhören müssen. Niemand wünscht sich Ospels Abgang sehnlicher herbei als die UBS-Mitarbeitenden an der Front."
 

[15:00] Leserzuschrift-AT zur UBS:

Es könnte auch sein, dass diverse Mitarbeiteraktien zeitlich gesperrt sind. In Österreich ist dies z.B. üblich. Hier gibt es eine unternehmensseitige und eine steuerliche Sperrfrist. Diese Sperrfristen können bis zu 5 Jahre betragen.

Nachsatz: Viele Mitarbeiter der UBS sind aber sicher intellektuell überfordert gewesen, ihre nicht gesperrten Bestände spätestens im August07 bestens zu verkaufen.

Es mag sein, dass ein Teil der Aktien gesperrt ist. Jedoch hat die Aktie einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Asset-Klassen: man bringt sie einfach und schnell los, wenn man will und es rechtzeitig macht.
 

[15:30] VORSICHT - Bankenkrise wird von Trojaner ausgenutzt: Computerkrise statt «Bankenkrise»


Neu 2008-03-29:

[20:30] Leserfrage-DE zur Krisensicherheit des CHF:

Sie schreiben immer mal wieder, dass es im Rahmen einer zu erwartenden beschleunigten Euro-Abwertung (in Folge der bereits geschehenden $-Abwertung) sinnvoll sei, wenn man seine Bargeldreserve in Schweizer Franken hielte, da diese Währung in einer kommenden Krise die Rolle einer sicheren "Flucht"währung einnehmen würde.

Aber besteht da nicht ebenfalls ein großes Risiko einer massiven Entwertung des Schweizer Franken, gerade in Anbetracht der in der Schweiz ansässigen und tief in der Krise verwickelten Großbanken CS und vor allem UBS?
Sollten diese Banken tatsächlich abschmieren (was ja immer wahrscheinlicher zu werden scheint), hätte dieses nicht massive Auswirkungen auf die Schweizer Realwirtschaft und somit auch auf den Schweizer Franken?
Entstehen bei einem "UBS/CS-grounding" nicht unmittelbare Konsequenzen auf die gesamte Schweizer Finanzkonstellation und -tradition??
Und ergeben dann Bargeldreserven in CHF (hab selber fünfstellige) in diesem Zusammenhang noch wirklich Sinn?

Ansonsten viel Erfolg noch bei der weiteren Beobachtung und Beschreibung dieser wahrlich apokalyptischen Finanzkrise. Mich wundert immer wieder, dass es im gesamten deutschsprachigen Raum tatsächlich nur eine Handvoll unabhängiger online-Medien gibt, die das Geschehen ganz unverblümt wiedergeben. Ihre website gehört definitiv dazu.

Die Frage ist vollkommen berechtigt und sollte daher auch allgemein lesbar beantwortet werden.

Meiner Meinung nach ist Gold/Silber wesentlich besser als der CHF. Aber der Euro ist noch viel schlimmer. Wenn es de Euro zerreisst (kommt sicher), dann wird sich ein massive Geldstrom in den CHF ergiessen. Gold/Silber werden dann nicht mehr zu bekommen sein.

Man sollte daher auch die CHF-Reserven nicht zu gross halten, die EUR-Reserven aber noch kleiner.
 

UBS-Debakel ohne Ende:

Süddeutsche: Anleger zittern vor UBS-Zahlen

Die Schweizer Großbank UBS hat bereits mehr als 20 Milliarden Franken abgeschrieben. Jetzt könnten es noch viel mehr werden.

Sie werden abschreiben müssen, bis sie tot sind.

PS: bin gespannt, was morgen das UBS-Murmeltier wieder bringt.


Neu 2008-03-27:

Der 1. "Experte" - die UBS könnte untergehen:

Cash.ch: Es ist vorstellbar, dass die UBS zugrunde gehen könnte

Ohne die Interventionen der Notenbanken würde das globale Finanzsystem kollabieren. «Und dann hätten wir garantiert eine neue weltwirtschaftliche Depression», sagt Finanzwissenschafter Walter Wittmann.

Er "fordert" weitere Interventionen.


Neu 2008-03-26:

"Software-Updates" auch bei Schweizer Banken - Leserzuschrift:

Ich habe viele Reaktionnen von Lesern Ihrer Webseite ueber Probleme mit deutschen Banken. (Zahlung mit Karten der Sparkassen, Probleme bei Geldautomaten, etc...)

Es sieht so aus, es gibt das gleiche in der Schweiz. Der CFO unserer Firma hat uns allen heute ein Mail geschrieben. Die Credit Suisse hat ihn informiert, sie haette ein technisches Problem. Die Loehne sind deshalb noch nicht bezahlt worden...
Wir werden normalerweise morgen unsere Loehne bekommen...

Immer die gleiche Frage kommt... Fuehrt auch die CS ein Update der Software oder gibt's ein Problem mit der Liquiditaet ??

Obwohl ich von der Krise schon laengst weiss, jetzt macht es mir Angst...

CS - das ist doch diese 2. Grossbank die auch Milliardenverlust hat. Vermutlich kein Zufall. Oder zuviele Software-Zufälle!


Neu 2008-03-24:

Von schweizer Banken wird Geld abgezogen:

Tagesanzeiger: Schweizer Banken verwalten weniger

Die Finanzkrise hinterlässt Spuren in den Bankendepots. Seit dem Allzeithoch im Mai 2007 sanken die verwalteten Vermögen um 463 Milliarden Franken.

Ist hier die UBS Krise am Werk?

Nicht von Polikern belügen lassen: Finanzminister hält Banken-Zusammenbruch für ausgeschlossen

Wenn die UBS zusammenbricht, wird er wohl zurücktreten müssen. Ist die Rücktrittserklärung schon aufgesetzt?

Leserzuschrift dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Unglaublich, was da selbst zu Ostern in Sachen UBS-Untergang
abgeht. Selbst am Osterfeiertag kehrt keine Ruhe mehr ein.
Sogar die Schweizer Regierung - die von Geldangelegenheiten
sowieso keine Ahnung hat - wird in Panik aufgeboten, um die
höchst misstrauisch gewordene UBS-Kundschaft vielleicht
nochmals einige Tage zu beruhigen und um etwas Sand in die
Augen zu streuen. Just am heutigen Ostertag ist auch bekannt
geworden, dass die UBS in den nächsten Tagen gigantische neue
Milliardenverluste bekanntgeben muss.
Es besteht kaum mehr ein Zweifel hier in der Schweiz:
WIR STEHEN UNMITTELBAR VOR DEM UBS-GROUNDING!
Ich war auch heute an drei hochkarätigen Stammtischen: Es gibt
nur noch ein Thema hier in der Schweiz - der nahende Untergang
der UBS.
Die Stimmung hier erinnert an die Panik kurz vor dem legendären
SWISSAIR-Grounding.

Wird der Finanzminister dann auch "gegroundet"?


Neu 2008-03-23:

[10:00] Das UBS-Murmeltier ist auch diesen Sonntag wieder da:

sonntagszeitung 23/03/2008, Seite 70

Das CS-Debakel im März lässt Schlimmes erwarten für die UBS
Ein Analyst geht davon aus, dass die grösste Schweizer Bank weitere 15 Milliarden Franken abschreiben muss
ZÜRICH Die Credit Suisse hat letzte Woche die Märkte geschockt. Sie präzisierte den Milliardenabschreiber, der auf das «absichtliche Fehlverhalten» einer Hand voll Händler zurückzuführen war (siehe Kasten). Und die Bank gab an, dass sie im ersten Quartal nicht von einem Gewinn ausgehe. Der Grund für die vermutlich roten Zahlen sei der schlechte Monat März, gab CEO Brady Dougan bekannt. Noch im Januar und Februar habe die CS profitabel gearbeitet.
Im März sind eine Reihe grosser Hedge Funds zusammengebrochen. Bekannte Namen waren Carlyle Capital, Peloton und Focus Capital Zur Seite 73

Sie hätten die Credit Suisse in Schwierigkeiten gebracht, heisst es bei der Bank. Dabei schmerzen die Bank weniger die weggefallenen Brokerage-Gebühren; die waren offenbar vernachlässigbar. Das Problem war vielmehr, dass Hedge Funds Notverkäufe tätigen mussten, um Kredite zurückzubezahlen – notabene den Banken. Diese Notverkäufe verursachten einen Preissturz. Als Folge davon musste die CS ihre Positionen neu bewerten. Dazu gehören so genannte Level-2-Positionen, die schlecht handelbar sind und für deren Preisberechnung Modelle angewendet werden. Dazu zählen strukturierte Kreditpakete wie CDO, RMBS, CMBS.

Diesesmal auch mit schlechten Nachrichten über den 2. schweizer Primary Dealer - CS.

Leserkommentar:

Grüezi Herr Eichelburg vom Sonntags-Murmeltier aus der Schweiz! Ja, kein Sonntagmorgen ohne immer stärkere Untergangsmeldungen betr. der jetzigen Noch-UBS. Keine Sorge, der Mainstream und die Systempresse bemühen sich immer noch nach Kräften, massenhaft Beruhigungspillen zu verteilen. Schliesslich haben wir ja bei der UBS seit Wochen bereits einen sich dezent ausbreitenden Banken-Run gesehen, der sich jetzt offenbar stark beschleunigt!!! Generell gesagt ist es unglaublich, wie jetzt sogar Regierungsstellen und anverwandte Kreise selbst über die Festtage eingespannt werden, um die Leute "einzuschläfern".

Es dürfen Wettan auf die Überlebensdauer von UBS und CS abgegeben werden!
 

[8:00] Schweizer Banker können Gold gar nicht schnell genug weghaben:

Beobachter: Ein goldener Fauxpas

Die Raiffeisenbank Bern verkauft Goldbarren weiter, die ihr gar nicht gehören. Den Schaden will sie auf die Besitzerin abwälzen und stellt ihr fast 6000 Franken in Rechnung.

Von einer Bank würde man sich ein anderes Verhalten erwarten.


Neu 2008-03-20:

[18:00] Insolvenzgefahr bei UBS:

LaRouche: Will UBS Be Next Insolvent Bank To Crash?

The European headquarters of EIR News Service says that a well-placed source admits that Union Bank of Switzerland (UBS) is on the verge of insolvency, with a hole of 150 billion euros in its accounts. UBS is the biggest European bank by assets--at least as of today. UBS has called on a well-known Swiss investment house to come in and bail them out, but this investment house is dragging its feet; a board meeting has been going on since March 18 in an attempt to make a decision.

Irgendwann schlägt auch der UBS die Stunde. Wieder ein Primary Dealer Ex und eine Katastrophe für die Schweiz.

Und der andere Schweizer Primary Dealer: CS schreibt weniger ab als befürchtet
 

UBS-Verkauf?

Handelsblatt: Krise könnte UBS die Selbstständigkeit kosten

Was vor einem Jahr noch undenkbar war, ist nach dem starken Kurssturz der UBS-Aktien auf den tiefsten Stand seit fast zehn Jahren nicht länger tabu: Spekulationen über eine Übernahme des weltgrößten Vermögensverwalters. Einen empfindlichen Rückschlag muss die wichtigste Schweizer Bank schon jetzt verkraften.

Mit 18 Mrd. Dollar Abschreibungen ist UBS unter den europäischen Banken von der Subprime-Krise bisher am stärksten in Mitleidenschaft gezogen worden. Und das Eingeständnis, weitere 80 Mrd. an risikobehafteten Anlagen in den Büchern zu haben, hat Anleger nicht gerade beruhigt. Nach Schätzungen von Analysten dürften dieses Jahr nochmals zehn Mrd. bis 20 Mrd. Dollar Abschreibungen nötig sein.

Wer will diese Bank noch haben? Ausser vielleicht Heli-Ben über JP Morgan um den Zusammenbruch eines weiteren Primary Dealers zu verhindern.


Neu 2008-03-19:

Das Bankomatenproblem scheint überall zu sein - Leserzuschrift:

Auch in der Schweiz sind bei der Züricher Kantonalbank sämtliche Bancomaten zwischen Gründonnerstag Abend und Ostermontag Abend geschlossen, angeblich wegen Installation einer neuen Software.
Eigenartigerweise habe ich plötzlich eine tiefere Limite für Barbezüge, ohne dass ich davon von der Bank informiert worden wäre. Die Schalterbeamtin kann es sich auch nicht erklären. Ganz eigenartig... ich weiss nicht recht, was los ist.

Da ist etwas Grösseres unterwegs - ein geplanter Systemkollaps über Ostern?


Neu 2008-03-16:

Und wieder grüsst das sonntägliche UBS-Murmeltier:

Sonntagszeitung: UBS: Rütlirapport in Berlin
20Minuten: UBS will radikal Stellen streichen

Im nüchternen Kongresskomplex im Osten Berlins sprach Marcel Rohner letzten Donnerstag wieder Klartext.

In seiner Rede tönte er an, dass auch eine mögliche Aufspaltung der UBS geprüft werde. Das war das erste Mal, dass ein Vertreter des UBS-Topmanagements dieses Tabuthema anschnitt. Bisher hatten Rohner und Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel mehrfach betont, wie wichtig ein Zusammenbleiben der beiden Abteilungen Investment Banking und Vermögensverwaltung sei und dass man daran festhalten wolle. Dies bekräftigte Rohner in Berlin erneut. Er sagte aber auch, dass es klar sei, dass man entsprechende Alternativszenarien in der Schublade haben müsse. Wegen der Investmentbank musste die UBS bisher 20 Milliarden Franken abschreiben.

Denen fällt nichts mehr ein ausser Aufspaltung und Stellenabbau. Aber um 300 Banker nach Berlin zu fliegen, dazu haben sie immer noch Geld.

Leserzuschrift dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Nun also doch: Step by step wird zugegeben, dass die heutige UBS definitiv am Ende ist. Plötzlich spricht man von gigantischem Stellenabbau, Zerschlagung und unglaublichem neuen Kapitalbedarf - genau so hat es auch während Monaten vor dem legendären SWISSAIR-Grounding getönt.
Das ist für die Schweiz eine unglaubliche Katastrophe. Denn bis dahin war UBS ein Synonym für Schweiz, wie es auch die SWISSAIR einst war.


Neu 2008-03-09:

Das UBS-Murmeltier grüsst auch diesen Sonntag wieder mit Verlusten - und einem Bank-Run:

Sonntagszeitung: Schweizer UBS-Geschäft leidet massiv

Kunden und Banker suchen Alternativen

Zürich - Die Grossbank UBS leidet in der Schweiz unter den widrigen Umständen. Wegen der Kreditkrise und des immensen Imageschadens ziehen viele Kunden ihre Gelder von der Bank ab und saldieren ihre Konten. Laut einer verlässlichen internen Quelle wird die Grossbank im ersten Quartal 2008 deswegen mehr Geldabflüsse als -zuflüsse verzeichnen. Insider sagen, dass manche UBS-Niederlassung Abflüsse von mehreren Hundert Millionen Franken zu verkraften hat.

Die Stimmung ist entsprechend schlecht. Für viele UBS-Angestellte ist die Zeit gekommen, sich nach einem anderen Job umzusehen. «Anfragen von UBS-Angestellten haben signifikant zugenommen», sagt Headhunter Guido Schilling. Ähnlich tönt es bei Patrick Mack, Leiter Bereich Banking bei der Personalberatung Wilhelm. Im Unterschied zu frü- heren Jahren schauen sich jetzt auch ältere, in der Hierarchie höher eingestufte UBS-Banker nach einem neuen Arbeitgeber um. Sie haben gute Chancen, schnell fündig zu werden. Der Arbeitsmarkt im Private Banking ist nach wie vor ausgetrocknet. Credit Suisse und Julius Bär haben angekün-digt, ihre Belegschaft mit fähigen Leuten weiter aufzustocken.

So ist das also: nicht nur die Kunden hauen ab, auch schon die Angestellten der UBS. Es sollte jetzt nicht mehr lange bis zum Untergang dauern.

Und der Leserkommentar dazu ist auch hier:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
So, jetzt haben wir es schwarz auf weiss. Es hat bei der UBS ein massiver UBS-Banken-Run eingesetzt. Genau das bestätigten mir diverse Banker mehrfach und vertraulich im persönlichen Gespräch.
Die Frage ist nur noch, wie lange die UBS eine dermassen negative Presse noch aushalten kann. Informierte Kreise in der Schweiz befassen sich schon seit Wochen mit dem kaum noch zu vermeidenden UBS-Grounding!

Die endgültige Pleite der UBS dürfte jetzt nur mehr eine Sache von Tagen oder maximal Wochen sein - holt das Geld von dort!
 

Aus den NZZ: UBS und CS verlieren viel Geld bei Carlyle:

Es sind schwindelerregende Dimensionen. Der Hedge-Fund Carlyle Capital verfügt über ein bescheidenes Eigenkapital von 670 Mio. $. Dass Carlyle dennoch Anlagen in der Höhe von 21,7 Mrd. $ kaufen konnte, verdankt er den Banken. Sie haben den Hedge-Fund in der Vergangenheit grosszügig mit Krediten versorgt. Carlyle Capital ist eine Tochtergesellschaft der Carlyle Group, einer der grössten Private-Equity-Firmen der Welt. Deren Mitgründer, David Rubenstein, ist in den USA eine bekannte Persönlichkeit.

Auch die UBS und die Credit Suisse befinden sich unter den Kreditgebern oder waren es zumindest vor einem Jahr. In einem Bericht von Carlyle per 31. März 2007 beziffert die Firma ihre ausstehenden Kredite gegenüber der UBS auf fast 3 Mrd. $. Bei der Credit Suisse steht der Hedge-Fund mit 250 Mio. $ in der Kreide. Die Kredithöhe könnte sich innert Jahresfrist stark verändert haben.

Gibt es denn keinen Verlustbringer, wo UBS und CS nicht die Finger drinnen haben?

Noch etwas dazu: UBS hilft Bush und Bin Laden

Leserkommentar: Kaum ein krummes Geschäft, wo nicht der Name UBS prominent auftaucht...

PS: Ich werde seit Jahren oft nach Verbindungen zu Schweizer Banken gefragt. UBS und CS habe ich immer als unsicher abgelehnt. Es gibt bessere Banken in der Schweiz.
 
 

In eigener Sache - Seminare in der Schweiz:

Ich überlege, in nächster Zeit ein 3-Stunden Crash-Seminar in der Schweiz abzuhalten. Das bevorstehende UBS-Grounding ist der Anlass dafür. Damit die Leute sehen, was auf sie zukommt und damit sie sich "retten" können. Termin abends, in der Woche ab 24.3. Max. 50 Personen.

Seminare dieser Art werden immer von einem lokalen Veranstalter (kann auch eigene Teilnehmer bringen) organisiert. Dieser wird dafür an den Einnahmen beteiligt.
Der Seminarort sollte verkehrsgünstig sein und für solche Veranstaltungen geeignet sein. Leinwand und Audioanlage müssen vorhanden sein. Vermarktung über hartgeld.com.
Wer Interesse hat, soetwas zu organisieren, sollte sich bitte bei mir melden.
Nächste Woche halte ich übrigens dieses Seminar für eine geschlossene Gruppe (Firma) in Deutschland ab. Auch soetwas ist möglich.

Mitte April (vermutlich) 17.-19. 4. wird es auch erstmals ein 3-Tage-Seminar in Zürich geben. Für Alle, die mehr über Investment allgemein, Gold/Silber und die kommende Krise wissen wollen. Beschreibung und Anmeldung erscheinen, sobald das Seminar-Hotel festgelegt ist.


Neu 2008-03-07:

Die neue UBS-Verlust-Messlatte - CHF 1 Mrd. pro Tag:

Cash.ch: Gurus Gerüchte-Corner, UBS: Weitere Abschreibungen drohen

UBS - jeden Tag eine Milliarde Kursverlust!

Das dürften Franken sein. Beachtlich, aber der Misere angemessen. Wie lange sie es noch durchhalten?


Neu 2008-03-06:

Bis jetzt hat der Schweizer Franken nichts gebracht:

Handelsblatt: Fondsmanager scheitern mit Wette auf den Franken

Als vor neun Jahren der Euro eingeführt wurde, galt der Schweizer Franken als Fluchtwährung für alle, die nicht an eine Stärke des neuen Zahlungsmittels glaubten. Ausgezahlt hat sich diese Taktik jedoch nicht, wie der von Rekord zu Rekord eilende Euro-Kurs zeigt.

Genau gesagt: die Schweizer Politik hat seit der Immobilienkrise 1992, wo einige Banken verstorben sind genug von einem starken Fränkli. Daher inflrationieren sie auch wie der Teufel. Die Stunde des Franken wird erst kommen, wenn es den Euro zerreist. Aber Gold ist viel besser.
 

UBS-Notverkauf von US Alt-A Papieren:

Bloomberg: UBS Probably Sold $24 Billion of Alt-A, JPMorgan Says

UBS AG probably sold 25 billion Swiss francs ($24 billion) of holdings backed by Alt-A mortgages in a ``fire sale,'' JPMorgan Chase & Co. said, raising its estimate of credit writedowns to 18.5 billion francs.

Offenbar brauchen sie das Geld - und sie treibendie Kurse dieser MBS damit hinunter.

[16:30] Mehr Details zu diesem Verkauf:

FT: Those UBS Asset Sale Rumors

Specifically, $20bn of Alt-A mortgage securities to be sold to bond giant PIMCO.

Such is the talk going around London dealing rooms anyway. Shares in UBS are up 1.6 per cent on the speculation. Both PIMCO and UBS have declined to comment.

The Alt-A MBS have reportedly been sold at 70c on the dollar, which would be a massive loss, since UBS valued what looks to be the same instruments at 96c on the $1 just three weeks ago in their 2007 results.

Man hat sie nur zu 70% verkauft - jetzt geht also auch diese Asset-Klasse in den Keller.

Der "glückliche Besitzer" ist jetzt die deutsche Allianz, zu der Pimco gehört. Allianz versichert?


Neu 2008-03-03:

Was in der UBS und sonstwo falsch war:

DasMagazin: Was Senn dazu sagt

Marcel Ospels Vorgänger Nikolaus Senn erklärt, was in der grössten Schweizer Bank falsch lief und kritisiert seine Branche.

Bei den großen anonymen Kapitalgesellschaften geht es zu wie im Kommunismus. Da keiner persönlich haftet und länger im Betrieb ist, wirtschaftet jeder mangels inner Bindung nur in die eigene Tasche (Boni) und keienr denkt an morgen.

Ah, Konzern-Kommunismus. Alles nur Funktionäre.


Neu 2008-03-02:

Heute grüsst das UBS-Verlust-Murmeltier wieder am Sonntag:

Sonntagszeitung: Der UBS drohen weitere Milliardenabschreiber

Die UBS sei bereit für «weitere Schocks», sagte Ospel
UBS-Präsident Marcel Ospel erwartet die Überweisung der 13 Milliarden Franken nächsten Mittwoch. Ein Nachverhandeln der Konditionen des Zwangswandlers, wie es der Citigroup geschah, sei nicht möglich, sagt die UBS. Mit dem dicken Finanzpolster verkraftet die UBS weitere Milliardenabschreiber. Die Bank sei bereit für «weitere Schocks», sagte Ospel am Mittwoch.

Letzte Woche ist nach CDOs, CDS, Reference-Linked Notes ein weiteres Schreckensgespenst aufgetaucht: so genannte Variable Interest Entity (VIE), das sind ausserhalb der Bilanz geführte Anlagen. Die US-Grossbank Merrill Lynch, die sich auf ähnliche Weise im US-Hypothekenmarkt verspekuliert hat wie die UBS, legte für 2007 eine Verdreifachung der VIE-Nettobestände im Vergleich zum Vorjahr offen, was verunsichere. Die UBS wies im Geschäftsbericht 2006 nicht in der Bilanz konsolidierte VIE-Positionen von 32 Milliarden Franken aus. Creditsights schätzt den Abschreibungsbedarf durch VIEs auf 88 Milliarden Dollar.

In den VIEs war die UBS also auch drinnen. Jeder Ospel-Finger in einem Risiko.

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Nachdem die deutschen Salon-Sozialisten aus der Toscana-Fraktion in ihrer Verzweiflung versuchen, uns Schweizern die letzte Luft abzuschnüren (Angriff auf unser Bankgeheimnis), ziehen immer dunklere Wolken über dem Schweizer Finanzmarkt auf...es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis wir uns mit dem endgültigen Untergang unseres ehemaligen Flaggschiffs UBS (UBS-Grounding) abfinden müssen...
...bis dahin scheint es nur noch ein ganz kurzer Weg zu sein!

Schweizer: durchhalten beim Bankgeheimnis!

[17:00] Morgen geht es weiter abwärts mit der UBS: UBS-Aktie: Am Montag droht neuer Kurssturz

Der Kollaps von Ambac wird auch der UBS das Genick brechen - der Paulson-Rettungs-Plan scheitert gerade.


Neu 2008-03-01:

Von Raubrittern und Duckmäusern:

Tagesanzeiger: Kritik an «Raubrittertum von Deutschland»

Der abgewählte Bundesrat Christoph Blocher wirft der Schweizer Landesregierung «duckmäuserisches Verhalten» beim «kriminellen Vorgehen von Deutschland gegenüber Liechtenstein» vor.

Die Schweiz könne es nie zulassen, dass man jetzt auch noch ausserhalb der bilateralen Verträge in ihre Hoheit eingreife, so Blocher laut seinem vorab publizierten Redetext an der Delegierteversammlung in Frauenfeld. Die Schweiz sei kein Kolonialgebiet, weder der EU noch des deutschen Fiskus. Die allfälligen wirtschaftlichen Folgen wären gravierend, warnte Blocher und fragte: «Ist die neue Art von Raubrittertum von Deutschland gegenüber Liechtenstein die neue Art, wie man mit seinen Nachbarn umgeht?»

Wo bleibt die bekannte Schweizer Wehrhaftigkeit? Zumindest bei den Eliten scheint sie nicht da zu sein, die wollen fast alle in die EU - ausser einem.

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Sie können sich kaum vorstellen, wie sich die deutschen Salon-Sozialisten von der Toscana-Fraktion in der Schweiz in den letzten Wochen noch mehr unbeliebt machten. Der normale Schweizer empfindet es als ungeheure Arroganz, wie der Pleite-Staat Deutschland in die Souveränität der Schweiz (die mit der EU sowieso gar nichts am Hut hat) eingreifen will. Das gibt natürlich "Blocher" mächtig Auftrieb!

Die linke Toscana-Fraktion scheint es auch in der Schweizer Politik zu geben.


Neu 2008-02-29:

Wird das Geld knapp? Brillen-Leasing:

20Minuten: Brillen-Leasing: Schwyzer Optiker gehört zu Pionieren

«Der Leasingvertrag läuft dann über uns», so Geschäftsinhaber Oliver Pfiel. Er hat festgestellt, dass Leute, die nicht liquid sind, auf Billigbrillen umsteigen mussten. «Wenn sie über uns leasen, müssen sie nicht viel Geld auf einmal ausgeben», sagt Pfiel. «Sie können sich mit Ratenzahlungen über zwei Jahre trotzdem eine Qualitätsbrille leisten.»

Die Brillen kosten monatlich zwischen zehn und siebzig Franken. Rund 50 Schweizer Optiker nutzen bisher die Möglichkeit, Abzahlungsverträge mit ihren Kunden abzuschliessen.

Sieht fast schon so wie in Spanien aus.


Neu 2008-02-28:

[17:30] Leserzuchrift-CH - neuer UBS-Lexikon-Eintrag:

[18:00] Dafür wirft Ospel die Kritiker aus dem Saal: Tumult-Szenen an der UBS-GV
 

Ja, warum verkauft die SNB wirklich soviel Gold?

Zeitfragen: Grosspapa, warum verkauft die Nationalbank so viel Gold

Zu den aggressiven Goldverkäufen der Schweizerischen Nationalbank, zur Finanzkrise – und zur direkten Demokratie

Ganz einfach: weil sie von den USA erpresst werden und die Politker mehr Geld ausgeben können.


Neu 2008-02-27:

UBS-Sesselkleber Ospel:

Handelsblatt: UBS-Chef Ospel versucht es mit Churchill

Kein Zweifel: Die Schweiz erlebt heute einen der bestbesuchten Wirtschaftsgipfel ihrer Geschichte. Auf der außerordentlichen Generalversammlung der Großbank UBS steht Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel im Mittelpunkt. Wegen der hohen Abschreibungen infolge der Subprime-Krise zieht er heftige Kritik von Anlegern auf sich. Es geht turbulent zu.

Dieser Typ kennt die Realität nicht mehr - er will überhaupt nicht weg. Andere Bank-Bosse sind da cleverer.


Neu 2008-02-25:

Heute grüsst die UBS am Montag:

NZZ: Weiteres Ungemach für die UBS

Die deutsche HSH Nordbank hat angekündigt, dass sie gegen die Schweizer Grossbank UBS eine Klage einreichen will. Die Nordbank geht davon aus, dass die UBS mit einem Finanzvehikel Misswirtschaft betrieben habe, woraus der deutschen Bank Verluste in ungenannter Höher entstanden. Versuche mit der UBS-Führung ins Gespräch zu kommen, seien gescheitert.

Dieses Portfolio forderungsbesicherter Wertpapiere auf amerikanischen Hypotheken, sogenannter Collateralised Debt Obligations (CDO) habe man im Jahre 2002 von der UBS gekauft. Bei der Verwaltung des Portfolios habe man mit der UBS konservative und umsichtige Anlageziele vereinbart.

Typisch Bank-Funktionäre: nachdem man sich diesen CDO-Mist hat andrehen lassen (hier von der UBS) wird der Verkäufer jetzt geklagt. Noch dazu in den USA - der Speichelfluss bei den Anwälten setzt ein.


Neu 2008-02-19:

Heute aber grüssen die CS-Verluste:

NZZ: Credit Suisse muss über die Bücher

Eben noch gab sich die Credit Suisse als Musterknabe in der Hypothekenkrise und sparte nicht mit Eigenlob. Doch nun holt die Krise auch die CS ein: Sie muss im Investment Banking Handelspositionen neu bewerten und 2,85 Milliarden Dollar abschreiben. Die Grossbank rechnet aber immer noch mit einem Gewinn für das erste Quartal.

Warum haben sie sich nicht "American-Swiss Credit" genannt? Auch die werden an den USA-Abenteuern verbluten, wie die UBS (schon besser passender Name).
 

[17:00] Stop: kein Tag ohne UBS-Verluste:

BAZ: UBS zieht Schweizer Börsenidizes in Tiefe

Die Analystin Claudia Meier von der Zürcher Bank Vontobel schrieb in einem Kommentar unter anderem, der Markt sei schockiert, dass die UBS hochriskante Positionen von 82,3 Milliarden Dollar in ihren Büchern habe, welche mit der US-Kreditkrise zusammenhingen. Leider bleibe weiterhin unklar, ob die UBS weitere Abschreibungen vornehmen müsse.

Damit sind sie geliefert. Holt den Bank-Totengräber. Noch wichtiger: holt das restliche Geld von der UBS!

Falls jemand glaubt, dass in diesen Positionen eine wesentliche Verbesserung eintritt, träumt. Der letzte "Zusammenbruch-Artikel" von Martin Weiss erläutert es.


Neu 2008-02-17:

Und jeden Sonntag grüsst das UBS-Murmeltier:

Sonntagszeitung: Massiver Geldabfluss marktwert
Sonntag.ch: Casino bei der UBS

Die UBS muss seit Dezember überaus grosse Geldabflüsse in der Vermögensverwaltung hinnehmen. Wie Recherchen zeigen, sind die Schweiz und Deutschland besonders stark betroffen. Ins Stocken geraten sind aber auch die Zuflüsse aus den USA. Unter dem Strich sei der Nettoneugeldzufluss nur noch «knapp positiv», ist aus dem Innern der Bank zu hören.

Noch vor einem Jahr hatte die UBS im ersten Quartal Nettoneugelder in der Höhe von 29,4 Milliarden Franken verwaltet. Diese Zahl ist in weite Ferne gerückt. Insider sagen, dass die Vermögensverwaltung aktuell 33 Prozent unter Budget liegt. Einzig aus dem Osten, besonders aus Russland, sprudeln die Gelder weiterhin munter weiter.

Intern spricht man vom «Valentines Day Massacre»

Ganz schöner Bank-Run, lange halten die das nicht mehr durch.

Leserzuschrift-CH:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Das heutige "Wort zum Sonntag"; aus der Schweiz präsentiert sich vor einem besonders düsteren Hintergrund. Die Lage hier präsentiert sich rabenschwarz. Jetzt ist es schon offiziell: Die Kunden räumen ihre Konten bei der UBS massiv.

Darum NOCHMALS DER AUFRUF: H O L T   D A S   G E L D   V O N   D E R   B A N K !!!

Es steht hier nur noch die Frage im Raum: Geschieht der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des UBS einigermassen kontrolliert oder kommt es gar zu einem UBS-GROUNDING in Anlehnung an das legendäre SWISSAIR-GROUNDING...

Kontrolliert ist das nicht mehr, eher freier Fall. Dem Aufruf sollten Noch-UBS-Kunden unbedingt Folge leisten (bei anderen Krisenbanken auch).


Neu 2008-02-16:

Immer wieder grüsst/schneidet das fallende Messer UBS:

NZZ: Die UBS sieht rot

Die Grossbank verliert in einer Woche rund 10 Milliarden Franken ihres Börsenwerts

Vor wenigen Wochen unterschritt der Aktienkurs der UBS erstmals seit Mitte 2005 wieder die Schwelle von 50 Fr. Wer damals dachte, dass dies ein günstiger Einstiegskurs sei, muss inzwischen als Optimist bezeichnet werden. Wieder einmal erwies sich die Börsenweisheit, man solle nie in ein fallendes Messer greifen, als gute Handlungsanweisung. Am Freitag war eine Aktie der UBS für Fr. 36.02 zu haben, zwischendurch kostete sie sogar nur 35 Fr. Die Krise der Bank hat sich in dieser Woche nochmals verschärft. Die Papiere des Instituts waren mit einem Abschlag von 12,1% der grösste Wochenverlierer im Swiss-Market-Index (SMI), und auch von Jahresbeginn an gerechnet trägt die UBS mit einem Kursverlust von 31,3% die rote Laterne.

Irgendwann (noch 2008) wird dieses Messer am Boden aufschlagen.

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Es ist schier unglaublich, was hier in der Schweiz auch heute abgeht! Man reibt sich wie anlässlich des traumatischen SWISSAIR-Niederganges in der Schweiz wieder einmal die Augen. - Selbst das Hausblatt der UBS, die altehrwürdige NZZ bereitet die Nation dezent auf das unvermeidliche UBS-Grounding vor. Stellen Sie sich vor, die Schweiz verliert nun nach SWISSAIR offenbar auch noch die UBS...das riecht nach dramatischem Niedergang einer einst äusserst stolzen Finanz-Nation!!!

Braucht die Schweiz die UBS wirklich? dort gibt es noch viele andere Banken - die nicht ihre Finger in US-Geschäften hatten (sorry, weniger Prestige).

[19:30] Banken machen Sonderschichten für UBS-Flüchtlinge:

ZO: UBS verliert im Oberland zahlreiche Kunden

Die UBS verliert im Zürcher Oberland durch die Hypothekenkrise in Amerika und den Milliardenverlust Kunden. Die Regionalbanken profitieren und legen deutlich an Vermögen zu.

Sonderschichten für neue Konten
Am stärksten, führt Goetschi aus, wirkte sich die Krise bei der UBS auf die Ange-botspalette im Spar-/Privat- und im Salärkundensektor aus. Wegen oder «dank der starken Kundennachfrage in diesem Bereich» hätten die Mitarbeiter der Clientis Bezirkssparkasse Uster Sonderschichten einlegen müssen, «um alle Konteneröf-fnungen zeitgerecht verarbeiten zu können».

Da ist ein ganz schöner Bank-Run auf die UBS unterwegs. Allerdings noch ohne Fernsehbildern von Warteschlangen vor UBS-Filialen - kommt noch.

PS: In Argentinien hat 2001 der Run auf die Banken auch langsam begonnen, bis sie kein Geld mehr hatten und schlossen!


Neu 2008-02-15:

Will niemand mehr UBS-Chairman werden?

Tagesanzeiger: Nationalbank-Vize Hildebrand entzieht sich der UBS-Gerüchteküche, Das unerhörte Stossgebet der UBS

Plötzlich keine Karriere-Lust mehr?

Leserkommentar:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Sehr interessanter Artikel. Keiner will mehr das sinkende Schiff besteigen - erinnert sehr an die Zeit vor dem SWISSAIR-Grounding!


Neu 2008-02-14:

Kein Tag ohne UBS-Verluste:

Presse: Schweizer Großbank UBS: 2,7 Mrd. Euro Verlust
Handelsblatt: UBS macht Milliardenverlust

Das immer noch gut laufende Vermögensverwaltungsgeschäft hat die Schweizer Großbank UBS trotz der Milliardenverluste aus den Geschäften mit US-Ramschhypotheken vor einem Desaster bewahrt. Dennoch hat das größte Schweizer Institut erstmals einen Jahresverlust verbucht. Und die Probleme sind noch lange nicht gelöst.

Die Subprime-Positionen in den Büchern der Bank sanken zum Jahresende auf netto 27,59 Mrd. Dollar von 38,77 Mrd. Ende September 2007. Dann hat die Bank noch Verbriefungen von sogenannten Alt-A-Hypotheken in den Büchern. Diese Position beläuft sich auf 26,6 Milliarden Dollar, davon basieren 21,2 Milliarden auf erstrangigen Hypotheken.

Institutionelle Kunden wanderten ab und die Bank verlor verwaltete Vermögen im Umfang 16,2 Mrd. Franken. Der Bereich kam aber auf einen Vorsteuergewinn von 1,32 (Vorjahr 1,39) Mrd. Franken im Bereich Asset Management.

Diese Subprime und Alt-A Papiere können sie wahrscheinlich komplett abschreiben. Dann werden garantiert noch mehr als die 16.2 Mrd Fr. an Vermögen abwandern.

Leserzuschrift dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Auch heute UBS-Negativmeldungen nonstop! Gemäss diversen Pressemitteilungen laufen Privatkunden in regelrechten Heerscharen davon. Wie lange kann der Zusammenbruch der UBS noch verhindert werden?

Sie wollen nur verhindern, dass die UBS vor deutschen oder US-Banken zusammenbricht. Niemand will der 1. sein.


Neu 2008-02-12:

Auch Credit Suisse schreibt ab:

Bloomberg: Credit Suisse Net Falls on SF1.3 Billion Writedowns

Credit Suisse Group, Switzerland's second-biggest bank, said fourth-quarter profit fell 72 percent on lower earnings at the securities unit after writedowns of 1.3 billion Swiss francs ($1.2 billion) on debt and leveraged loans.

Auch hier hat es jetzt begonnen und die Abschreibungen werden weiter gehen. Die UBS ist nur etwas weiter.

[18:00] Dafür hat ja der Staat Geld zum Helfen:

Bluwin: 4,1 Milliarden Franken Überschuss im vergangenen Jahr

Leserkommentar dazu:

Grüezi, Herr Eichelburg
Ich finde den Artikel interessant als Gegenüberstellung zu den vergangenen UBS- und CS-Artikeln. Allerdings kann ich nicht beurteilen, was der Inhalt ev. verschweigt. Zumindest schaut's besser aus, als beim Grossen Nachbarn. Ich hatte schon beim Artikel zur Bauwirtschaft hingewiesen, dass ich gespannt wäre, ob der CH-Bundesrat Wort hält, die UBS nicht zu retten, wenn's wirklich ernst wird. Es wäre ja jetzt als Rechtfertigung ein gewisser Finanzüberschuss vorhanden.

Ob es der schweizer Staat aushalten wird, eine untergehende UBS oder CS nicht zu retten? vermutlich nicht. Alle Politiker sind so.


Neu 2008-02-11:

Ende der Immobilien-Party:

Bluewin: Immobilienparty ist vorbei - zweites Halbjahr als Nagelprobe

Anders als in den USA gibt es in der Schweiz keine generelle Immobilienblase und kein allgemeines Hypothekenproblem. Die 10-jährige Immobilienhausse neigt sich allerdings dem Ende zu. Der Hypothekenmarkt wächst vorerst weiter moderat.

Auch in der Schweiz sind die Immo-Preise hochgefahren, besonders für Einfamilienhäuser.

Man hat aus dem letzten Kollaps Anfang der 1990er Jahre relativ wenig gelernt.


Neu 2008-02-10:

Kontenräumung bei der UBS:

Sonntagszeitung: Die Zeitbombe tickt weiter

Die Konkurrenz profitiert von der schlechten Form der UBS
Das Schlimmste für die UBS wäre ein Übergreifen des Subprime-Debakels auf die Abteilung Wealth Management und Business Banking. Diese Abteilung mit rund 50 000 Beschäftigten ist Fels in der Brandung, Ertragsperle und Geldmaschine zugleich. Sie wird 2007 ein Rekordergebnis einfahren. Doch erste Kratzer am Lack der Prestigeabteilung sind sichtbar.

Verunsicherte Kunden haben begonnen, ihre Konti bei der UBS zu räumen. Freimütig sagt etwa der neue Private-Banking-Chef der ZKB, Daniel Previdoli: «Wir gewinnen Kunden aus allen Segmenten.» Beunruhigend ist, dass es nicht nur kleine Fische sind, die aus Protest ihre Spargelder abziehen, sondern auch reiche Kunden mit 20 Millionen Franken Vermögen. Gleiches hört man von Raiffeisen, Bank Vontobel und Julius Bär.

Die Sorge der Kunden treibt bisweilen die seltsamsten Blüten: So gibt es Kunden, die ihre Goldbarren aus dem Tresor der UBS herausholen und zu einer anderen Bank tragen. Dies obwohl die Depots beim Bankrott einer Bank nicht in die Konkursmasse fallen würden.

So, der Run auf die UBS hat begonnen. Natürlich ist neben dem Smart-Money auch das Big-Money dabei. Sogar die Goldbarren werden schon davongetragen.

Die nächste Stufe ist natürlich der allgemeine Run auf die UBS mit Warteschlangen im Fernsehen - bald!

Der Sonntag-Leserkommentar:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Ja, wie gewohnt das "Wort zum Sonntag" aus der Schweiz. Kein Sonntag ohne eine massive Negativpresse gegen die UBS...kaum noch ein Wunder, dass immer mehr Kunden bei der UBS - zu Recht übrigens - abspringen.


Neu 2008-02-08:

Keine Staatshilfe für UBS?

Standard: Schweizer Regierung schließt Hilfe für UBS aus

Die Schweizer Regierung (Bundesrat) will dem Bankenkonzern UBS auch bei einer weiteren Zuspitzung der Finanzkrise nicht unter die Arme greifen. "Dass der UBS aus der Not heraus je eine Staatsgarantie eingeräumt wird, schließe ich aus", sagte Finanzminister Hans-Rudolf Merz in einem Interview der Zeitung "Tages-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe). Die Regierung hätte gar nicht die Mittel, um das Finanzhaus zu retten, sagte der Minister weiter.

Werden wir sehen, was passiert, wenn der Run auf die UBS beginnt.
 

[20:30] Wer in der Schweiz so (fast) Kredit bekommt:

Spiegel: Schweizer Bank wollte mutmaßlichem Hochstapler 3,5 Milliarden Dollar geben

Der Fall des Skandalbankers Kerviel ist erst drei Wochen alt, da fliegt die nächste Finanzaffäre auf: Ein tschechisches Ehepaar soll von einer renommierten Schweizer Bank fast einen Milliardenkredit erhalten haben. Erst in letzter Sekunde platzte der Deal. Die Polizei ermittelt.

Man muss ihnen nur zum richtigen Zeitpunkt eine tolle Story erzählen, dieses mal der Credit Suisse.


Neu 2008-02-06:

Fast kein Tag ohne UBS-Abschreiber:

HandelsZeitung: UBS: Es kommt noch mehr ans Licht

Mit einer Ausweitung der Kreditkrise drohen der Bank neue Abschreiber von bis zu 11 Milliarden Franken. Die Grossbank sitzt auf weiteren Problempositionen.

Diese Bank braucht eine neue Zertifizierung: "True Subprime".


Neu 2008-02-04:

Leserkommentar zur UBS:

So und nicht anders würde ich es betiteln:
"goldene fallschirme bevor es kracht...".
Kein noch so gieriger, aber verantwortlicher banker würde sich so verhalten, Wenn er nicht schon intern wüsste, das die bombe des absturzes tickt Und definitiv nicht mehr aufzuhalten ist ... Also greift man vorher nochmal in die kasse ....

Vermutlich eine äusserst realistische Sicht der Dinge. Man holt noch Geld heraus, solange die Bank noch existiert.


Neu 2008-02-03:

Wie jeden Sonntag, das UBS-Debakel mit Kommentar:

Sonntagszeitung.ch: UBS: Trotz Verlust 8 Milliarden Boni

Trotz Milliardenabschreibern hat die UBS-Spitze diese Woche Boni an die Mitarbeiter ausgeschüttet, als ob es keine Kreditkrise geben würde. Während die Aktionäre seit Mitte letzten Jahres einen Wertverlust von fast 50 Prozent hinnehmen mussten, erhalten Manager und Mitarbeiter über 8 Milliarden Franken an Boni. Dies geht aus Befragungen unter Bankern hervor sowie aus Berechnungen der SonntagsZeitung.

Damit liegen die Zahlungen nur unwesentlich unter dem Niveau des Vorjahres. Im Rekordjahr 2006 kamen die Banker in den Genuss von rund 10 Milliarden an Boni. Gegen die milliardenschweren Zahlungen opponiert der Aktionärsvertreter Dominique Biedermann von der Ethos-Stiftung. Biedermann fordert eine Anpassung der Boni an das Geschäftsresultat.

Wer regt sich da auf, das haben die immer so gemacht: "zuerst die Provisionen für uns".

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg! Wie zu erwarten war: Es gibt nur noch ein Thema in der Sonntagspresse - UBS-Debakel! Das es jedoch jetzt immer noch gigantische Boni hagelt, das haut auch dem gutmütigsten und versöhnlichsten Schweizer den Deckel raus!

Ich hätte mir einen schärferen Kommentar erwartet, etwa wie den Biss einen Kampfhundes.

UBS muss bei der Ambac-Rettung mitzahlen: UBS im Würgegriff der Amerikaner

Mutgefangen, mitgehangen!

[15:30] Der ultimative UBS-Verlust-Hammer CHF 40Mrd.:

DasGelbeForum: Insider sprechen bei UBS von 40 Milliarden - Verlust

In Bern (Bundeshauptstadt der Schweiz) wird kolportiert, dass die UBS
vermutlich nicht 24 sondern 40 Milliarden Franken an subprime-Verlusten
abschreiben muss. Die Verlautbarungen werden allerdings nur scheibchen-
weise alle vier - sechs Wochen der Oeffentlichkeit publik gemacht.

Die UBS habe Positionen im US-Subprime-Markt in der Höhe von gegen 40 Milliarden Dollar, die sie nicht verkaufen könne: «Die Bank muss jetzt einfach beten», sagte der Zürcher Professor Hans Geiger vom Swiss Banking Institute gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Da nützt Beten auch nicht mehr, nur das: Zieht das Geld ab, Rette sich wer kann!


Neu 2008-02-01:

UBS-Bonusse - ob es stimmt (Leserzuschrift)?

Liebe Mitarbeiter, Pensionierte und Aktionäre
Im 2008 gibt es anstatt Bonus und Dividende, Gratisferien in den USA

in einer unserer neu erworbenen Immobilien (Bankeinzug) - Ihre UBS.

Beste Grüsse
Geschäftsleitung

 


Neu 2008-01-30:

UBS-Krise ohne Ende:

Bloomberg: UBS Reports Record Loss After $14 Billion Writedown
Handelsblatt: UBS stürzt tief in die roten Zahlen

Die Schweizer Großbank UBS hat im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 4,4 Mrd. Franken (rund 2,7 Mrd. Euro) erlitten. Für das vierte Quartal 2007 rechne die größte Schweizer Bank mit einem Verlust von 12,5 Mrd. Franken (7,4 Mrd. Euro), hieß es. 2006 hatte das Institut noch einen Reingewinn von 12,2 Mrd. Franken ausgewiesen.

Ich bin neugierig, wie viele solcher Meldungen noch kommen müssen, bis der richtig grosse Run auf diese Bank losgeht.

Da hilft nur mehr ein Prinz auf einem weissen Pferd: Prinz gesucht!


Neu 2008-01-28:

Aufstand der Aktionäre gegen hohe Manager-Gehälter:

Spiegel: Wie ein Schweizer Unternehmer Top-Managern auf den Leib rückt

Ein Schweizer Kleinunternehmer hat die Nase voll von Top-Managern und schafft Fakten: Mit einer Volksinitiative will er erreichen, dass Aktionäre künftig über die Gehälter von Aufsichtsrat und Vorstand bestimmen. Seine Chancen stehen gut.

Zeit wird es. Siehe auch: http://www.abzockerei.ch


Neu 2008-01-27:

Leserzuschrift zum Davos-Tourismus:

Grüezi Herr Eichelburg!
Soeben habe ich ein tolles Bild betr. der WEF- und Gelddrehscheibe Altenrhein (ACH) erhalten. Alleine auf diesem Ausschnitt zähle ich 15 Bizjets. Alle sehr geeignet, um den Jahrmarkt der Eitelkeiten noch etwas aufzupushen. Altenrhein ist der Regionalairport mit dem grössten Bizjet-Verkehr in ganz Europa. Nicht nur während des WEF, sondern ganzjährig. Offenbar findet eben auch eine gigantische Kapitalflucht statt...

Wer etwas auf sich hält, ist dabei und kommt standesgemäss mit dem eigenen Jet. ACH ist der nächste Airport.
Das Bild wurde offenbar aus einer Linienmaschine für "Normalsterbliche" aufgenommen.

Dazu noch einige Absurditäten davon: Ich habe viel Absurdes erlebt

Das ist inzwischen der reine "Eliten"-Rummelplatz. Es geht nur mehr um das Gesehenwerden.
 

Job-Kahlschag bei Schweizer Grossbanken:

sonntagszeitung 27/01/2008, Seite 54

Das Beben kostet Tausende den Job
Schwarzmaler sehen bei UBS und Credit Suisse 10 000 Stellen in Gefahr

VON BEAT SCHMID
DAVOS/ZÜRICH Den Banken steht eine weitere Entlassungswelle bevor. Nachdem bereits letzten Herbst zahlreiche Institute im Zug der Kreditkrise Tausende Angestellte auf die Strasse stellten, droht jetzt erneut ein massiver Stellenabbau. Ein Schweizer Spitzenbanker sagte am Rande des World Economic Forum (WEF) in Davos, dass allein die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse 10 000 Stellen wegen der Kreditkrise streichen müssten. «Die Banker drehen Däumchen», sagte er.

Schau, intern weiss man natürlich schon mehr. Da brennen die Banken. Leider kein Link vorhanden.
 

[16:00] Die SNB feiert ihre Idiotie:

NZZ: Teures Gold schwemmt Milliarden in die Nationalbank-Rechnung

Die Nationalbank hat den Turbulenzen auf den Finanzmärkten zum Trotz erneut ein goldiges Jahr hinter sich. Der Gewinn wuchs um drei auf acht Milliarden Franken. Im Topf für die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone liegen nun fast 23 Milliarden Franken.

Dabei hat die Nationalbank letztes Jahr weitere 145 Tonnen Gold verkauft und die Erlöse in Devisenanlagen umgeschichtet. Es handelt sich um die im Sommer angekündigten Verkäufe, mit denen die Notenbank die Zusammensetzung ihrer Währungsreserven anpassen will und bei denen bis September 2009 insgesamt 250 Tonnen Gold auf den Markt geworfen werden sollen. Ende 2007 machte der Goldbestand noch 1145 Tonnen aus.

Was heisst das: sie haben ihr Gold verkauft und dafür teilweise wertlose Dollar-Papiere gekauft, zum Teil haben sie den Ertrag an die Politiker weitergegeben, die dieses Geld sofort aus dem Fenster werfen.

"Bevor die Götter jemand vernichten, machen sie ihn verrückt". Passt hier genau.


Neu 2008-01-26:

Die Schweizer kennen kein Gold mehr - Eigenbericht:

Gestern Abend hatte ich am Flughafen Zürich (Terminal E) ein Erlebnis der besonderen Art. Wie bei Vortragsreisen üblich, hatte ich eine Gold- und eine Silbermünze (das einzige Metall das man bei mir findet) in der PC-Tasche. Am Security-Check suchte eine Frau vom Personal diese Münzen, wusste nicht, was das ist und zeigte diese ihrem Boss. Sie hat dieses Edelmetall offenbar für etwas "Gefährliches" gehalten. Selbstverständlich musste ich ihr sagen, dass sie es dann kennen wird, wenn sie in Zukunft für eine solche Goldmünze ein ganzes Jahr wird arbeiten müssen.

Soetwas ist mir noch nie passiert, ausgerechnet in der Schweiz, das Volk dort hat keine Ahnung von Gold & Silber und hält es für etwas "Gefährliches". Ja, gefährlich ist dieses Metall, aber nicht für ein Flugzeug sondern für das "System".

PS: auch die Schweiz führt diese idiotischen "Flüssigkeitskontrollen" des verrückten EU-Kommisars Frattini durch. Haben die kein Rückgrat mehr (sie sind dorch gar nicht in der EU)?


Neu 2008-01-24:

Noch etwas zur UBS unter neuer Kontrolle:

Tagesanzeiger: GIC gegen UBS-Aufspaltung

Der Singapurer Staatsfonds GIC, der gross bei der in Schieflage geratenen UBS einsteigen will, lehnt eine Aufspaltung der Bank ab.

Leserzuschrift dazu:

Grüezi Herr Eichelburg!
Jetzt sind wir schon so tief gefallen in der einst echt stolzen Schweiz, dass die neuen HERREN DER UBS, die netten Investoren aus Singapore, sagen wo's in der Schweiz lang geht...na prosit!

Liebe UBS-Aktionäre: warum habt ihr Eure Kontrollbefugnisse nicht ernst genommen, so dass diese Bank ihre Finger in die abenteuerlichsten Geschäfte stecken konnte. Wundert Euch jetzt nicht über den Kontrollverlust.


Neu 2008-01-20:

Die Job-Axt bei UBS:

Handelsblatt: UBS streicht Stellen

Die Schweizer Großbank UBS streicht einem Zeitungsbericht zufolge die Hälfte der Stellen im Eigenhandel und Immobiliengeschäft ihrer Investmentbank. Und das ist noch nicht alles, wie aus einem internen Rundschreiben von Bankchef Marcel Rohner hervorgeht.

Das ist natürlich erst der Anfang.

Da können die UBS-Aktionäre noch so viel Sturm laufen: Sturmlauf der UBS-Aktionäre

Ohne frisches Kapital und angesichts mutmasslicher weiterer Abschreiber von 5 bis 8 Milliarden Franken könnte die Kernkapitalquote der UBS unter die Minimalforderung der EBK von 8 Prozent fallen.

Die UBS-Banker haben 2006 Bonusleistungen von rund 10 Milliarden Franken zugesprochen erhalten. Würde das Geld nicht ausbezahlt, hätte die Bank genügend Kapital. Sie könnte sogar einen weiteren Abschreiber verkraften.

Ja, die Bonusse der Angestellten gehen vor, die Aktionäre hatten und haben immer eine Möglichkeit: zu verkaufen.

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz! Sie können sich kaum vorstellen, wie hier in der Schweiz das bevorstehende UBS-Grounding das Land paralisiert! Selbstverständlich versucht man das Dumb-Money noch zu beschwichtigen - Vater-Staat würde es schon richten etc.etc.. The same procedure as every time. Es ist kaum auszuhalten, dass unsere einst wahrlich sehr stolze Schweiz nach der SWISSAIR nun auch noch die UBS den Bach hinab gehen zusehen muss. Viele robust denkende Schweizer sind zutiefst traurig, dass es um die Schweiz derart mies steht.

Gibt es schon Abheber-Schlangen vor den UBS-Filialen? Das kann ich mir nächste Woche persönlich ansehen.

Wo war die UBS nicht drinnen? UBS streicht sich bald weitere Milliarde ans Bein

Bald geht die Hypo-Krise in den USA in eine weitere Runde, denn jetzt drohen etliche Versicherer von Krediten zu kollabieren. Die UBS wird nach Expertenschätzungen weitere Abschreibungen machen müssen, weil sie auch dort dick im Geschäft ist.

Die in Schwierigkeiten steckende Versicherungsgesellschaft ACA etwa dürfte laut Expertenschätzung 10 bis 12 Milliarden Dollar verlieren. Und mit ihr die UBS, denn die Schweizer Bank ist der grösste Eigner von verbrieften Anleihen von ACA. Mit 1,4 Milliarden Dollar (1,54 Mrd. Franken) Verlust müsse die UBS rechnen, so Whitney.

Die haben wohl das gesamte Spektrum von möglichen Verlusten abgedeckt.

Andere Auswirkungen der UBS-Krise - Leserzuschrift:

Marcel Ospel : Kurssturz auch bei seinem Buch

Das Buch : "Herr der UBS " Der unaufhaltsame Aufstieg des Marcel Ospel im Frühjahr 2007 als die Welt noch in Ordnung schien bei Orell Füssli Verlag erschienen
zum stolzen Preis von CHF 39.80

Nun will es keiner kaufen. Ich sah das Buch gestern auf 8 Franken heruntergesetzt. im Ausverkauf. Liegt trotzdem wie Blei im Buchladenregal.

Man sieht, die Krise ist universal und die frühere Gott erscheint jetzt als "Kaiser ohne Kleider".
 

Etwas zum Schweizer Gold:

DasGelbeForum: In der Schweiz traut man sich, noch unbequeme Fragen zu stellen

Ob sie es je zurückbekommen...

Leserzuschrift-CH dazu:

Wenn man sich auf der Nationalbank einen Bankauszug bezüglich "unseres" Goldes zeigen lässt, sieht man bei genauerem Betrachten, dass sich kein Kilogramm "unseres" Goldes mehr physisch im eigenen Land befindet. Ob es in Boston, New York, London oder überall ein wenig gelagert ist weiss ich nicht. Auf jeden Fall liegt es nicht mehr im Keller unserer Nationalbank. Ich halte das für ein interessantes Detail und weiss nicht genau, was ich davon halten soll...

Was das bedeutet? Die "Eliten" am Werk.

[17:00] Noch etwas zum Schweizer Gold: Die Goldverschwörung


Neu 2008-01-17:

Schweizer Pensionskassen verfehlen sogar Mindestrendite:

NZZ: Pensionskassen verfehlen Mindestrendite von 2,5 Prozent

Wie hoch ist die reale Inflation in der Schweiz? Vermutlich auch 10%.


Neu 2008-01-16:

Baldiges UBS-Grounding? - Leserzuschrift:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Sie können sich kaum vorstellen, wie das Thema "UBS in Schieflage" die öffentliche Diskussion in der Schweiz beherrscht. Man hat hier unglaubliche Angst, dass es bei der UBS zu einem weiteren Grounding nach dem legendären SWISSAIR-Grounding kommt.

LAST CALL: HOLT DAS GELD VON DER BANK!

Irgendwann helfen auch die Pflaster nicht mehr. Dann hilft auch Geldabheben nicht mehr.
 

[18:30] Sie glauben bis zuletzt - Leserzuschrift zur UBS:

Noch ein paar Infos zur UBS: Jemand aus meinem Bekanntenkreis hat das Geld seiner Kinder dort in Verwahrung. Zweimal schon habe ich ihn gewarnt, doch er meinte, er hätte mit Freunden in der Schweiz gesprochen, die im Banken- bzw. Finanzsektor tätig seien, und alle hätten abgewinkt. Das sei Panikmache. Typisch Presse eben. Die UBS stehe fest wie ein Berg. Die Verluste - das seien doch alles nur Peanuts. Ein-zwei Anrufe im Ausland, und alles ist wieder in Butter.

Ich wies darauf hin, daß mittlerweile die Leute ihr hart erarbeitetes Geld abheben würden, um es in Sicherheit zu bringen. Ja, das seien nur die kleinen Leute, die fast nichts hätten. Die Großen aber, die sich nicht verrückt machen ließen, die würden ihr Geld auf den Konten lassen, und nur die zählten wirklich. Er habe sogar mit dem UBS-Chef persönlich telefoniert und der habe auch gelacht. Kein Grund zur Sorge. Alles bestens. Und überhaupt, das könne ja gar nicht sein - wenn die UBS kaputtginge, dann sei alles andere auch kaputt ...

Da habe ich es dann aufgegeben.

Das muss ein Akademiker oder "seiner Meinung nach Grosser" sein - der Hinweis mit den "Grossen". Soll er weiterglauben, bis das Geld weg ist.
 

[20:00] Wie lange lassen sich die Schweizer solche EU-Idiotie noch gefallen?

Spiegel: Nationalwurst in Gefahr

Die Cervelat-Wurst ist ein Schweizer Symbol. Nun droht ihr das Aus - womöglich gar noch vor der Fußball-EM. Schuld trägt die EU: Sie hat die Einfuhr der benötigten brasilianischen Rinderdärme verboten. Das Land ist in Aufruhr.

Steht auf und importiert weiter!


Neu 2008-01-15:

Wohnkosten in der Schweiz - Leserzuschrift:

Darf ich Ihnen noch etwas mitteilen. Im Schweizer Fernsehen, Sendung 10vor10, wird berichtet:
Die Schweizer zieht es in die Städte. Die Preise für Wohnraum sind seit 2000 wie folgt anestiegen:
Genf: +50%, Lausanne: +45%, Zürich: +32%.
In Zürich sind 2'000 Wohnungen im Bau. Eine mittlere Wohnung mit Aussicht am (sehr begehrten) "Züriberg" kostet CHF 6'700.- (ca. EUR 4'300.-) Miete/Monat. In der Stadt Zürich kostet eine grosszügige neue Wohnung (250m2) im Wohnblock CHF 1,4 Mio (ca. EUR 900'000.-).

Was denken Sie zu diesen Preisen? Kommt das auch in der Schweiz runter?

Im Schweizer Fernsehen wird in letzter Zeit eine Art "Wir-sind-etwas-Besseres-Mentalität" zelebriert, die mir, einem tendenziell verinnerlichten, eher spartanischen Menschen gottlausig auf die Nerven geht.

Real werden die Preise sicher runter kommen. Aber sie sind nicht so übertrieben wie in London, Paris oder Osteuropa.


Neu 2008-01-14:

"Unease" bei UBS:

Times: UBS admits that it still cannot quantify its exposure to sub-prime crisis

The cloud of uncertainty hanging over the credit markets was thrown into sharp relief yesterday as UBS told investors that it still could not be sure about the full financial impact of the credit crunch.

UBS is preparing for writedowns of $13.4 billion (£6.8 billion) against its exposure to the downturn in American sub-prime mortgages.

UBS acknowledged that it had concerns about the possibility of “unease” among clients and stakeholders because of the extent of its suffering at the hands of the market turbulence.

Dieses "Unwohlsein" der UBS Aktionäre und Kunden wird sich wohl noch verstärken - bis zum total Bank-Run. Die haben wohl zu viele illiquide "Level 3 Assets".


Neu 2008-01-08:

Wo die UBS überall Verluste aufgabelt - jetzt in Australien:

SMH: Centro supporter cuts exposure to property group

INVESTORS are continuing their flight from the Centro Properties Group, with one of its last supporters, UBS, revealing yesterday it has sold shares in the troubled shopping centre owner.

The bank has reduced its stake in Centro to 5.26 per cent, from 8.63 per cent at Christmas.

Most of the shares were offloaded by its asset management unit, signalling it may have lost confidence in the company's recovery prospects.

Centro's shares slid more than 80 per cent last month, wiping out billions of shareholder dollars, after the chief executive, Andrew Scott, revealed on December 17 the company was struggling to refinance $3.9 billion in debt following its massive US expansion.

The meltdown hurt returns at the $1.8 billion UBS Property Securities Fund, which had placed large bets on Centro and its offshoot, Centro Retail Trust.

Unglaublich, wo diese Verluste überall herkommen, dank der Globalisierung. Aber diesesmal betrifft es ja "nur" die Anleger in einem Investment-Fond der UBS.

Warum steigen sie erst jetzt aus, wo der Kurs schon um 80% eingebrochen ist - typisch Bank.


Neu 2008-01-06:

Wo sind die schweizer Pensionen geblieben?

Kreditkrise bei schweiz. Pensionskassen

NZZ am Sonntag aus Zürich schreibt:
'Kreditkrise kostet Pensionskassen 20 Milliarden CHF:
Die Schweizer Pensionksassen haben wegen der vom US-Immobilienmarkt ausgelösten Kreditkrise in den letzten zwei Monaten 20 Milliarden Franken verloren.

Dank "supercleverer" Fond-Manager mit MBA-Degrees. Versenkt in US-Subprime-Bonds.
 

Und jetzt die Credit Suisse:

SF-Tagesschau: Neue Milliarden-Verluste bei CS

Die Credit Suisse (CS) scheint von der Kreditkrise zwar weniger stark betroffen als die UBS – doch jetzt zeigt sich, dass auch die CS Milliarden abschreiben muss. CS-intern erwartet man für das vergangene vierte Quartal einen weiteren Abschreiber von rund 2,5 Milliarden Franken.

Dies zusätzlich zu den bereits bekannt gegebenen Abschreibungen in ähnlicher Höhe. Insgesamt seien es rund 5 Milliarden, berichtet die Zeitung «Sonntag»; das sei ein Viertel der Abschreibungen bei der UBS.

Der Grund für den zusätzlichen Abschreibungsbedarf: Die CS ging Risiken bei der Finanzierung von amerikanischen Shoppingzentren ein und gab Finanzzusagen bei fremdfinanzierten Firmenübernahmen, berichtet der «Sonntag» weiter.

Die haben also auch noch mit US-Shopping-Malls verloren. Dabei beginnt diese Branche erst zu implodieren.

Dumme Frage: warum haben sie sich nicht wie die UBS-Kollegen gleich einen englischen Namen gegeben, nachdem sie so stark in den USA unterwegs waren: etwa gleich "Subprime Credit" - SC.
 

Dafür besingt die NZZ auch noch das Gold:

NZZ am Sonntag 06. Januar 2008

Schweizer Goldschatz
Das Goldvreneli, die legendäre Schweizer Münze, wird uns wieder lieb und teuer. Jetzt, wo Banken wanken und Atomstaaten in Aufruhr sind. Von Jost Auf der Maur

So keusch wie du, so huldvoll und tugendreich - und von allen so begehrt zugleich - war in diesem Leben keine. Nur du, Vreneli, warst immerdar mein. In die Wiege gelegt bist mir worden. Von Gotte Margrith. Und dann für lange Jahre verschwunden in der Finsternis eines hölzernen Trucklis. Immer aber, wenn es darum ging und geht, umzuziehen, vom Kinderzimmer in ein Zimmer für «Grosse», in die erste eigene Wohnung, in die andere Stadt, dann ist unser Augenblick gekommen. Ich hole dich hervor und staune, dass du noch da bist, staune über deinen unverbrauchten Glanz. Du bist aus 5,805 Gramm reinem Gold. Und damit dir nichts geschieht in der groben Welt, haben sie dir einen zehnten Teil härteres Metall mitgegeben, damals zwischen 1897 und 1949, als du geprägt worden bist. Eines von 60 Millionen Vreneli. Jedes einzelne echt und einzigartig, besonders das meine.....

Um gleich darauf die "moderne", papierene Version davon anzubieten:

Als günstige Alternative zum Barren im Banksafe bieten sich handelbare Zertifikate an, die mit echtem Gold hinterlegt sind. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat vor bald zwei Jahren einen Exchange Traded Fund (ETF) mit einem 12,5 kg schweren Standard-Goldbarren als Basiswert aufgelegt (sowie analoge Produkte für Silber, Platin und Palladium).

Das vermutlich im Auftrag der Banken.

Leserkommentar dazu:

Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Wie Sie lesen können, funktioniert das Goldverbot tatsächlich bestens. Aufgeschreckt durch den möglichen raketenartigen Anstieg der Goldpreises in den nächsten Wochen, bemüht man sich jetzt in der ferngesteuerten,von Grossbanken abhängigen Finanzpresse, mögliche Investoren auf irgendwelche Zertifikate umzulenken...
Diese Eliten müssen aber bereits mächtig nervös sein!

Ja, sie sind nervös.


Neu 2008-01-05:

Was ist besser - CHF oder Gold - Leserzuschrift-CH:

Zuerst herzlichen Dank für die wertvollen Infos, die Sie auf Ihrer Homepage gratis publizieren.

Eine Frage, die vielleicht von öffentlichem Interesse insbesondere für Schweizer interessant sein könnte; Sie betonen immer wieder, dass bei einem inflationsbedingten Dollar- und Euro-Abverkauf ein Run auf den CHF stattfinden wird (und Gold natürlich). Das würde den CHF massiv aufwerten und so das Gold in CHF „billig“ machen. Ergo könnte man zum Schluss kommen, dass man, wenn man viel CHF besitzt, erst dann Gold kaufen sollte, nachdem dieser Run auf den CHF eingesetzt hat, und nicht schon jetzt. Dann könnte man mit wenigen, sehr starken CHF viel mehr Gold kaufen als jetzt, wo der CHF relativ zu billig ist und Gold in CHF relativ zu teuer.

Vorausgesetzt natürlich, dass es dann immer noch Gold zu kaufen gibt, was aber möglicherweise in der Schweiz traditionsgemäss noch länger der Fall sein wird als in anderen Ländern.

Der CHF ist geringfügig besser als der Euro, aber alle Währungen sind "Toilettenpapier":
- der Dollar ist nur einlagig
- der Euro ist zweilagig
- der Franken ist dreilagig

Wenn man sich ansieht, wie auch die Schweiz inflationiert, dann kann man erwarten, dass Gold auch gegenüber dem CHF massiv aufwertet. Ich würde mit dem Gold-Kauf daher nicht zuwarten. Den Euro wird es aber zerreissen, daher wird dort die Gold-Aufwertung noch viel höher sein.

[17:30] Leserzuschrift (AT) mit Chart dazu:

hier der chart gold in chf bezüglich der anfrage was ist besser chf oder gold?
ich weiß nicht, ob sie auch charts verlinken, ich sende ihnen aber mal den betreffenden kursverlauf für gold in chf im anhang- ein bild sagt mehr als tausend worte!
und noch wichtiger: gold outperformt mittlerweile alle papierwährungen, somit hat es seine ursprüngliche und wichtigste rolle wiedererlangt-gold ist geld.

Bislang war der CHF nicht besser als alle anderen Währungen. Vor allem gegenüber Gold - siehe Chart. Wird wohl weiter so bleiben. Wenn es aber den Euro zerreisst, dann wird Gold den grossen Schub bekommen, der CHF den "kleinen".


Neu 2007-12-31:

UBS - Verluste ohne Ende:

Sonntag.ch: UBS droht erneut Riesenverlust

Eigentlich geht es nur um Schuhe und Hüte, nicht um Finanzakrobatik. Doch die Hüte könnten die UBS 1,7 Milliarden Franken kosten – und damit ein weiteres Loch in die Kasse des von Marcel Rohner geleiteten Konzerns reissen.

Der Reihe nach: Der Deal begann letztes Frühjahr. Damals beschloss der US-Schuhverkäufer Finish Line, den Konkurrenten Genesco zu übernehmen. Kostenpunkt: 1,7 Milliarden Franken. Stolz vermeldete die UBS, sie sei der so genannte Underwriter, also jene Bank, die den Deal finanziert.

Ach, sie waren so stolz "Underwriter" bei diesem Deal zu sein. Das war zu einem Zeitpunkt, wo der Niedergang des US-Konsums schon absehbar war. Die lernen nie - bis ins Grab.


Neu 2007-12-30:

Leserzuschrift zu meinem Artikel über Immobilien - Situation in der Schweiz:

Bitte gestatten Sie mir folgende Fragen:
a) Denken Sie, dass der Artikel so auch für die Schweiz zutrifft, oder wird die Schweiz mit ihrem Schweizer Franken mal wieder ein Sonderzüglein fahren?
b) Macht der Kauf einer Investitions-Immobilie in der Schweiz (Finanzierung 50% bis 100%) einen Sinn, wenn man bedenkt, dass die Menschen auch in der Schweiz ihre Arbeit verlieren werden und den Wohnzins nicht mehr bezahlen können?

Ist es nicht riskant, dereinst Investitions-Immobilien zu erben oder anzuschaffen, wenn man bedenkt, dass so viele Mieter den Job verlieren werden? Es könnte doch durchaus so kommen, dass Mieter ihren Zins nicht bezahlen können, andererseits der Vermieter vom Staat verpflichtet wird, Heizung und Strom gefälligst selber zu berappen, da er ja "reich" ist!

Auch die Schweiz hat eine Immo-Bubble, die platzen wird. Die Zinsen im CHF bleiben nicht so niedrig.
Daher gilt der Artikel auch für die Schweiz, vielleicht etwas abgemildert.

Das mit den Mietern, die ihren Job verlieren, da haben Sie recht - ich würde derzeit die Finger davon lassen. Die "Immobilien-Selingen" von heute werden noch ihr Lehrgeld bezahlen müssen. Sie sehen, Risiken ohne Ende.


Neu 2007-12-28:

Die UBS-Altaktionäre im Aufstand:

Tagblatt: Der Tanz der UBS-Aktionäre

Die geplante Kapitalerhöhung der UBS erregt bei einigen Alt-aktionären Kritik – weil sie bei der Erhöhung nicht mitmachen können und sie ihre Anteile «verwässert» sehen.

Total kurios: warum sind sie nicht dankbar, dass Araber und Asiaten den Wert ihrer Aktien noch etwas gerettet haben. Sie sollten lieber sofort aus diesen Aktien verschwinden, denn die Krise hat erst begonnen.

Leserkommentar dazu:

Grüezi nochmals Herr Eichelburg! Beinahe unglaublich, wie das Thema UBS-Debakel auch nach den Weihnachtstagen die öffentliche Diskussion in der Schweiz beherrscht. Insbesondere ist man sich eigentlich sehr einig, dass die Tage von UBS-Ospel ausserordentlich gezählt sind!

Sie können sich kaum vorstellen, wie das Thema UBS-Debakel die Schweiz beherrscht. Kaum eine Runde, wo nicht über die Festtage mit Stirnrunzeln über ein mögliches baldiges Ende der UBS orakelt wird. Insbesondere betrachtet es der durchschnittliche Schweizer als "himmeltraurig", dass ausgerechnet das fernöstliche Singapur dem ehemaligen Schweizer-Flaggschiff in höchster Not unter die Arme greifen musste.


Neu 2007-12-21:

Leserzuschrift zu UBS Machenschaften:

Anbei eine kleine Anekdote aus dem Tollhaus UBS Schweiz. Meine Familie hält ein kleines 6-stelliges Vermögen in Euro bei der UBS Schweiz.

Nachdem man den Zins für Sichteinlagen (täglich verfügbar) ohne Rücksprache per 01.09.07 von 1,0 % auf 0,75 % gesenkt hatte, haben wir uns bemüht, das Geld auf einem Geldmarktkonto mit täglicher Verfügbarkeit zu veranlagen.

Ergebnis:
Wir erhielten in den letzten Tagen eine Einbuchung eines strukturierten Accrual Bonds der UBS Jersey. Wir werden jetzt wegen vertragswidrigem Verhalten den Vorgang rückabwickeln und die Bank wechseln.

Es muss schon sehr viel Feuer unter dem Dach sein, wenn dort so agiert wird.

Vermutlich sind die diesen Fond ABCPs drinnen, die dringed gestützt werden müssen.

[17:30] Rebellion der UBS-Altaktionäre gegen die "Neuen":

Spiegel: UBS-Aktionäre protestieren gegen arabische Geldspritze

Zehn Milliarden Dollar Abschreibung wegen der Kreditkrise - da kamen der Schweizer Bank UBS Geldgeber aus Asien und Arabien gerade recht. Doch Alt-Aktionäre protestieren. Sie fürchten den Einfluss der Ausländer - und wollen wissen, wer die ominösen Investoren eigentlich sind.

Die sind ihnen wohl nicht "Schweizerisch" genug. Sorry Leute, hättet ihr besser aufgepasst.


Neu 2007-12-19:

Schweizer Inflationslügen:

SF: Bund patzt bei Inflationsberechnung

Neue Methode zeigt: Preissteigerung doppelt so hoch
Die Inflation der Schweiz liegt bei rund einem Prozent. Professor Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Fribourg bezweifelt jedoch, dass dieser Wert der Realität entspricht. Brachinger hat exklusiv für «ECO» ausgerechnet, wie stark die Teuerung Schweizer Konsumenten wirklich belastet. Resultat: mehr als doppelt so stark wie amtlich ausgewiesen.

Für den Zeitraum von Mitte 2006 bis heute erhält Hans Wolfgang Brachinger eine Teuerung von 1,73 Prozent – die offizielle Teuerung liegt für diesen Zeitraum bei 0,7 Prozent.

Lach und Brüll: bei diesen Energiepreisen und einem fallenden CHF soll es nur 0.7% Preissteigerungen im Jahr geben? Selbst die Alternativzahl von 1.73% ist noch viel zu niedrig.

Irgendwo zwischen 7..10% dürfte schon realistischer sein.


Neu 2007-12-17:

UBS-Abschreibungen werden fortgesetzt:

Sonntag: Marcel Ospels letzte Mission

Auch nach dem grössten Abschreiber in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte ist die UBS noch nicht über den Berg. Bereits im ersten Quartal 2008 drohen weitere Abschreibungen von gegen 4,5 Milliarden Franken.

Das ist immer erst die Spitze des Verlust-Eisberges. Die Abschreibungen werden fortgesetzt werden, bis nichts mehr von der Bank übrig ist.

[21:30] Sonntagszeitung: Ospel, Buhmann der UBS UBS-Aktie

Leserkommentar aus der Schweiz dazu:

Hier noch ein Muster betr. Berichterstattung zum UBS-Debakel.
Die Stimmung hier in der Schweiz ist bezüglich der UBS extrem düster. Man hat echt Angst, dass die UBS hochgeht.


Neu 2007-12-11:

Wieder UBS:

Tageblatt: 16 Milliarden verloren

Die bösesten Analysten lagen für einmal fast richtig. Die Grossbank UBS muss im US-Hypothekengeschäft weitere 10 Milliarden Dollar abschreiben, wie die Bank gestern mitteilte. Man habe damit die Bewertung der Wertpapiere per Ende November den «extrem schlechten Bedingungen» im Markt angepasst, sagte UBS- Präsident Marcel Ospel an einer Telefonkonferenz.

Der Trend beunruhigt: Der Schlamassel bei der UBS (und bei einigen anderen Banken) scheint sich alle paar Wochen um Milliarden zu verschlimmern. Die gestrige Hiobsbotschaft ist bei der UBS bereits die dritte seit Anfang Oktober. Insgesamt hat die Bank im US-Hypothekengeschäft nun schon über 16 Milliarden Franken abgeschrieben bzw. verloren.

Leserkommentar dazu:

Sie sehen, in der Schweiz haben es plötzlich immer alle schon gewusst...war auch bei der SWISSAIR so!

Ja, aber erst nachher. Dabei haben wir erst 5..10% der Krise gesehen.

Der CEO will sich nicht davonschleichen? Ich schleiche mich nicht durch die Hintertür davon

Das sollte er aber, solange es noch goldene Fallschirme gibt.

Die Schweizer Presse sieht Vertrauensverlust: Schweizer Presse sieht Vertrauen in die UBS in Gefahr

Aus so etwas werden Bank-Runs gemacht. Und die UBS ist angeblich der grösste Vermögensverwalter der Welt. Also jederzeit.


Neu 2007-12-10:

UBS braucht offenbar dringend Kapital:

Spiegel: UBS muss zehn Milliarden Dollar abschreiben

Die Krise am US-Markt für schlecht abgesicherte Hypothekendarlehen macht der Schweizer Bank UBS immer mehr zu schaffen. Das Geldinstitut muss weitere zehn Milliarden Dollar abschreiben. Das Geschäftsjahr könnte mit dem ersten Verlust in der Geschichte der Bank enden.

Bei der Bewältigung der Finanzkrise soll nun die Erhöhung des Eigenkapitals helfen. Zwei Investoren aus Asien und dem Nahen Osten würden zusammen 13 Milliarden Franken einbringen, heißt es in der Mitteilung der UBS . Davon kämen elf Milliarden vom Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation Pte Ltd. (GIC) und weitere zwei Milliarden Franken von einem nicht genannten Investor aus dem Nahen Osten. Zunächst würden beide Investoren eine Zwangswandelanleihe zeichnen, die später in Aktien umgewandelt werde.

Man wollte unbedingt in der "Weltliga" mitspielen. Das war nicht die letzte Abschreibung. Und ob diese "Investoren" eine richtige Entscheidung getroffen haben???

Bissiger Leserkommentar aus der Schweiz dazu:

Grüezi Herr Eichelburg!
Wird die UBS zu einem zweiten Fall "SWISSAIR"? Es scheint, dass man bei der UBS bald auch nur noch über Skelette kriechen kann...

[15:30] Scheichs als neue UBS-Eigentümer? Scheichs sollen Schweizer Großbank stützen

Wer hätte das gedacht?

[15:30] Hier noch einige Artikel dazu:

Zeitenwende bei der UBS , Multiple Fire Sales At UBS After $ 10 Billion Write Down

Muß sehr schmerzen die teuer zurückgekauften Aktien jetzt zu Schleuderpreisen zu verscherbeln. Ironischerweise sollten die Rückkäufe seinerzeit ja die effektivere Nutzung des Kapitals ermöglichen. Im 2. Quartal lage der Preis zwischen 70 und 80 schweizer Franken, heute nahe 50...... Und insgesamt werden knapp über 36 Mio zuvor erworbene Aktien nahe Tiefstkursen vertickert...... Gut gemacht!

Diese Banker machen immer das Verkehrte.


Neu 2007-12-09:

Sorgenkind UBS:

UBS vor schwarzem Montag?
Bringen die faulen US-Hypotheken die grösste Schweizer Bank um ihren Jahresgewinn? Experten rechnen mit einem Abschreiber von acht bis zehn Milliarden Franken, der den Jahresgewinn auffressen würde.

Am Dienstag muss die UBS angelsächsischen Investoren Red und Antwort stehen. Das könnte für die Bank in Anbetracht ihrer riesigen Investitionen in marode US-Immobilien zum Fiasko werden, mutmasst die «SonntagsZeitung». Unklarheit herrscht über die insgesamt 39 Milliarden Dollar, welche die Bank in unsichere Hypotheken gesteckt hat, da sich die Immobilienpreise weiter im Sturzflug befinden. Die Zeitung rechnet mit einem Abschreiber von acht bis zehn Milliarden Franken und erwartet für morgen Montag eine Gewinnwarnung der UBS. Auch radikale Sparmassnahmen liegen laut den Experten drin, um dem Markt ein klares Signal zu senden.

Warum mussten sie auch in den Olymp der US-Geldhäuser aufsteigen, um jetzt wie die anderen an der selben Krankheit zu leiden?

[21:00] SF: Krisensitzung bei der UBS

Da ist mehr in Gefahr als nur der Gewinn - die ganze Bank.


Neu 2007-12-06:

Die Schweiz bekommt neue Banknoten (Leserzuschrift)?

Ich möchte gerne ein paar tausend Euro (unter 10000 Euro) in Schweizer Franken anlegen. Die Schweiz bekommt neue Banknoten.

Wie kann ich investieren, ohne von dieser Umstellung auf neue Banknoten betroffen zu sein. Mit den Schweizer Franken im Safe geht es ja nicht. Da müsste ich zum Umtausch auf neue Banknoten in die Schweiz fahren.

Warum soll es nicht gehen, auch die Bank in AT oder DE sollte die CHF für eine gewisse Zeit umtauschen können.

PS: Weiss noch jemand etwas von diesem Banknoten-Tausch?

[16:00] Antworten aus der Schweiz dazu:

Die 8.Banknotenserie soll ab 2010 durch die 9.Banknotenserie ersetzt werden, wobei die 8. dann außer Kurs gesetzt wird, aber noch 20 Jahre ab Rückrufdatum bei der Schweizer Bank umgetauscht werden kann.....

es ist noch kein Termin für die neuen Banknoten bekannt,
nur was wird realisiert, der 2. Platz ist schon fast eine Tradition.
http://www.banca-centrala.ch/de/mmr/reference/pre_20070226/source/pre_20070226.de.pdf

Die alte Serie war 15 Jahre parallel zu der neuen gültig.
Danach wurde sie im Jahre 2000 zurückgerufen,
und bleibt bis 2020 umtaschbar bei SNB.

http://www.snb.ch/de/mmr/reference/instr_recalled_notes/source/instr_recalled_notes.de.pdf

Noch etwas spezielles:
fast alle Münzen ab 1875 tauscht SNB, auch die Silbermünzen.
Z.B. 5 SFR ist immer 5 SFR Wert auch bei einem Wert des Silbers nur 3 SFR.
Zurück umtauschen geht leider nicht. Wäre schön !

http://www.snb.ch/de/iabout/cash/id/cash_coins/4

Danke. 15 weitere Jahre reichen sicher.
 

[20:30] Leserzuschrift - Szenarien für die Schweiz:

Ihre auf Szenarien und Wahrscheinlichkeiten beruhenden Analysen erachte ich als sehr einleuchtend. Ich selber bin Bürger aus der Schweiz und mache mir ebenfalls schon seit einiger Zeit Sorgen über die Zukunft.

Ich verfüge über Erfahrung am Aktienmarkt und beschäftige mich auch sonst immer mit Vermögensangelegenheiten. Meine Aktienpositionen habe ich grösstenteils vor einigen Monaten schon verkauft. Mein Vermögen besteht fast auschliesslich aus Schweizer Franken, der grösste Teil ist Bargeld. In Erwartung stürmischer Zeiten lasse ich jetzt meine Finger vom Aktienmarkt und hoffe auf (oder besser: erwarte) eine Zeit, da man an der Börse den Franken für 20 Rappen oder weniger kaufen kann. Mit Rohstoffen und Edelmetallen habe ich mich bis dato noch nicht regelmässig beschäftigt.

Wie beurteilen Sie die kommende Krise (Hyperinflation/Deflation) in Bezug auf die Schweiz und den Schweizer Franken? Bei uns hat die Nationalbank ja auch schon sogenannte "überschüssige" Goldreserven verkauft. Als Privatperson ohne jegliche Schulden, aber mit Geduld als Anleger, frage ich mich natürlich, was ich mit meinen Franken in der Krise am besten anfangen soll.

Die Krise hat ja auch in der Schweiz schon begonnen: UBS, CS, SwissRe. Nicht zu vergessen ist die massive Immobilien- und Staatsverschuldung. Jedoch hat der CHF nicht die grossen Schwachstellen von USD oder EUR - ist allerdings auch nicht mehr das, was er vor 30 Jahren war.

Die Schweiz wird auch einiges von der Krise (in ähnlicher Weise) abbekommen wie der Rest der Welt, aber weniger. Auch der CHF wird gegenüber Gold entwerten, aber nicht zerfallen - ausser der Rösti-Graben (Sprachgrenze) bricht, was nicht auszuschliessen ist.

Auf jeden Fall ist es gut aus Wertpapieren heraussen zu sein, keine Schulden zu haben ebenfalls, aber ein ordentlicher Gold/Silberschatz ist auch für Schweizer nicht schlecht.


Neu 2007-12-03:

Auch Schweizer Hypotheken landen in MBS:

NZZ: Damit rechnen die Kunden nicht

Das Schweizer Bankgeheimnis schützt hiesige Hausbesitzer nicht davor, dass ihre Hypotheken an Dritte abgetreten werden.

UBS, CS und ZKB haben seit 1998 vier grosse Verbriefungen mit Hypotheken von Schweizer Privatkunden durchgeführt (Mortgage Backed Securities, MBS).

Interessant, dass sie diese Bonds MBS nennen und nicht Covered Bonds oder Pfandbriefe. In einem MBS kann jeder Mist sein.


Neu 2007-11-25:

Medien - kauft Aktien, die Bank-Manager flüchten daraus:

Weltwoche: Manager wissen es besser

Seit einem Jahr verkaufen einige hochrangige UBS- und CS-Kader Aktien ihrer Banken. Sie haben die Immobilienkrise offenbar kommen sehen.

Von allen europäischen Grossbanken ist die UBS am stärksten von der globalen Finanzkrise betroffen. Kaum kursieren neue Hiobsbotschaften über Verluste bei anderen Geldhäusern, geraten ihre Aktien unter Druck. Anfang dieser Woche büssten die Papiere erneut fünf Prozent ein. Der Befund ist klar: Die Investoren trauen der Schweizer Bank kaum mehr, seit sie im Oktober einen unerwartet hohen Abschreiber von 4,2 Milliarden Franken ausweisen musste und weitere Ausfälle drohen. Die UBS hat ein Reputationsproblem.

Das nennt man "Distributionsphase". Von den Insidern zu den Schafen.

Interessant auch der Ausdruck "Kader" für die Manager - im Kommunismus hat man sie auch so genannt.
 

[18:30] noch mehr UBS-Fettnäpfchen:

Sonntag: UBS: Verluste auch in England

Nachdem Englands Regierung Garantien auf die Anlagen der kriselnden Northern Rock gewährt hatte, witterte die UBS ein Schnäppchen.

Die UBS ist nicht nur im amerikanischen Hypothekengeschäft engagiert, wo sie bereits Milliarden verloren hat, sondern auch im englischen Hypothekenmarkt. Namentlich hält sie eine Beteiligung von 6,4 Prozent an der Northern Rock. Jener Bank die seit Monaten in den Schlagzeilen ist, weil sie vom englischen Staat insgesamt 55 Milliarden Franken an Beihilfen bezog.

Reinste Idiotie, aber das sind hochbezahlte Bankmanager. Ein Run auf die UBS ist jetzt fällig.
Wie lange lassen sich die UBS-Anleger das noch gefallen, bevor sie von dort ihr Geld abziehen?

[20:30] Noch mehr UBS-Verluste:

Marketwatch: