Informationen Deutschland 5/2008

Diese Seite befasst sich mit spezifisch deutschen Themen.
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Neu 2008-05-31:

[18:30] Der Ölpreis schlägt auf den Mittelstand durch:

Welt: Wie der Rekord-Ölpreis den Mittelstand killt

Der Mittelstand leidet besonders stark unter dem ständig steigenden Ölpreis. Die Unternehmen können ihren Verbrauch nicht kurzfristig einschränken und die Kosten auch nicht an die Kunden weitergeben. Für viele kleine Firmen wird es langsam eng.

Die Firmen kommen von 2 Seiten unter Druck: von den steigenden Kosten und vom sinkenden Absatz.

In der Weimarer Hyperinflation haben viele Firmen zugesperrt und sich aufs Spekulieren verlegt - war ertragreicher.


Neu 2008-05-30:

[20:30] Toll - die Berater der IKB:

Kopp: Skandal-Bank IKB gönnt sich 59 Aufsichtsräte und »Berater«

Die Deutsche Industriebank (IKB) ging als Skandalbank in die jüngere deutsche Geschichte ein. Innerhalb kürzester Zeit riskierte sie Milliarden im dubiosen Markt der US-Subprime-Kredite und löste die schwerste Bankenkrise seit 1931 aus – so der Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio. Der Bund, die KfW und andere Banken mussten bis Ende März 2008 rund 8,5 Milliarden Euro zuschießen. Worüber niemand redet: Eigentlich hätte das gar nicht passieren dürfen. Denn dem IKB-Vorstand standen gleich mehrere Gremien hochkarätigster und prominenter Experten zur Seite.

• Dr. h.c. Ulrich Hartmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der E.ON AG

• Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG

• Randolf Rodenstock; Geschäftsführender Gesellschafter der Optische Werke G. Rodenstock GmbH & Co. KG

• Dr. Michael Rogowski, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Voith AG

• Dr. Martin Viessmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Viessmann Werke GmbH & Co. KG

• Dr. Jürgen Behrend, Geschäftsführender persönlich haftender Gesellschafter der Hella KGaA Hueck & Co.

Junge, Junge – wo war dieser »Aufsichtsrat«? Keine Ahnung von Finanzierungen, Risiken und Krediten? Andererseits: Dass ein Aufsichtsrat im Grunde nur eine Versorgungs- und Abnickveranstaltung für karg entlohnte Spitzenmanager anderer Unternehmen ist, weiß doch jeder – mit dem laufenden Geschäft hat er doch nun wirklich nichts zu tun.

Da wimmelt es nur so von Doktoren und CEOs. Nur Nobelpreisträger waren keine dabei. Die haben 1998 LTCM versenkt - schon vergeben.
 

[19:10] BayernLB-CEO muss Persilschein für Politiker ausstellen:

Süddeutsche: Ein Persilschein und neue Fragen

Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesbank, Michael Kemmer, hat Finanzminister Erwin Huber am Donnerstag im Landesbank-Untersuchungsausschuss gegen Lügenvorwürfe verteidigt. Er habe keine Anhaltspunkte dafür, dass Huber den Landtag "nicht entsprechend seinem Kenntnis- und Wissensstand" informiert habe, sagte Kemmer.

Wenn er es nicht tut, dann war er die längste Zeit CEO.

Leserkommentar: Schauen Sie sich die Visagen an !! Blasierter Dreck auf zwei Haxen und dumm wie Scheiße ....

Dieser Kommentar ist nicht von mir, sondern einem bayrischen Wähler (ich weiss nicht, was er bei der Landtagswahl auf den Stimmzettel schreiben wird).
 

[13:00] Igelstellung der Banken bei Mittelständlern:

WIWO: Wie Mittelständler unter der Finanzkrise leiden

Die Sucht der Banken nach immer mehr Sicherheit ist nicht auf Ostdeutschland beschränkt. Auch Michael Keller, Partner der Unternehmensberatung Klein & Coll im hessischen Griesheim, die Mittelständler bei der Finanzierung und Firmenübernahmen berät, klagt über rigide Kreditinstitute. „Die Banken wollen auf einmal an interne Informationen, an die sie früher nie gedacht hätten, und das nicht nur monatlich“, sagt er. „Und wenn dann die Zahlen nicht in das Branchenraster der Bank passen, werden die Zinsen erhöht.“ Der Berater stellt fest, dass sich die Covenants für mittelständische Unternehmen in den vergangenen Monaten deutlich verschärft haben. Darunter verstehen Finanzexperten die Zusicherungen, die ein Kreditnehmer für die Laufzeit eines Kreditvertrages der Bank abgeben muss, zum Beispiel ein bestimmtes Maß an Eigenkapital im Betrieb zu belassen, den Verschuldungsgrad konstant zu halten, einen bestimmten Cash-Flow oder eine Mindestrentabilität zu erreichen. Parallel dazu drohten die Banken immer häufiger, die Kreditlinien zu kürzen, wenn Unternehmen diese nicht nutzen.

Jetzt ist der Grund für die widersprüchlichen Informationen über einen Credit-Crunch für Firmen also heraussen: wer ein gutes Rating hat und sonst den Banken "gefällt", bekommt jede Menge Kredit, alle anderen nicht mehr. Das hat wohl damit zu tun, dass Basel II von den Banken jetzt wieder ernst genommen wird. Kredite mit einem schlechten Rating brauchen eine hohe Eigenkapital-Hinterlegung.
 

[13:00] Die Stasi-Kom:

Spiegel: Telekom-Schnüffler arbeiteten früher für die Stasi

In der Telekom-Affäre kommt es immer dicker: Nach SPIEGEL-TV-Informationen hat der Konzern bei seinen Spionageaktionen die Hilfe ehemaliger Stasi-Kader in Anspruch genommen. Dabei handelt es sich um hauptamtliche Mitarbeiter der Hauptabteilung II des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit.

Was ist denn in die gefahren, solches Personal zu nehmen. Die haben wirklich nicht daran gedacht, dass es auffliegt. Da kommt noch mehr.

Für alle Telekom Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden: rette sich, wer noch kann, haut ab.
Für die Konkurrenz: wer hier nicht einen "Nichtabhör-Telefondienst" anbietet, ist blöd.
Für den Bundestrojaner Schäuble: die Zeiten werden härter. Wie viel Ex-Stasi-Personal hat er?


Neu 2008-05-29:

[14:30] Selbstzerfleischung der Magenta-Behörde:

Spiegel: Pannen, Panik, Paranoia read!

Verfolgungswahn in Bonn: 2005 und 2006 drangen ständig Telekom-Interna an die Presse, der Konzern fahndete mit Geheimdienstmethoden nach Verrätern. Tatsächlich waren nicht Einzelne Schuld an den Indiskretionen - sondern verheerende Managementfehler, analysiert Thomas Hillenbrand.

Selbst die Pressestellen des Konzerns bekämpften einander. Ganz richtig, Plural: Die Ricke-Telekom hatte nicht eine Anlaufstelle für Journalisten, sonder vier. Eine für jeden der Spartenfürsten, eine für Ricke. "Rufen Sie dazu bitte deren Pressestelle an", war ein Standardsatz. Ich habe selbst erlebt, wie der Kommunikationschef der Sparte X eine Medienveranstaltung hinter dem Rücken der Sparte Y organisierte. Irgendwann rief mich dann eine der anderen Pressestellen an und riet mir, die Rede des betreffenden Vorstands von Sparte X nicht so ernst zu nehmen.

Anstatt intern zu koordinieren hat man die Lecks bekämpft. Da drinnen müssen total abenteuerliche Zustände herrschen. Kein Wunder, dass die Kunden flüchten.
 

[14:00] Hartz-IV und die Systemgläubigkeit:

Spiegel: Hartz IV, ein Drama in vier Akten

Jahrelang hat die Familie auf ihr Studium gespart - jetzt ist der Vater arbeitslos und beantragt Hartz IV. Während Mitschüler Autos geschenkt bekommen, schlägt Christina Schmitt, 19, sich mit den Formularen ihrer Eltern herum und verzweifelt an der Behördenwelt. Protokoll eines Dramas.

Das dürfte eine ähnlich kuriose Veranstaltung sein, wie die Dt. Telekom. Keiner kennt sich wirklich aus.

PS: Warum entfernt man das Spar-Geld nicht (stückweise) vor dem Hartz-IV Antrag? Warum glaubt/hofft man, dass es einem erhalten bleibt?

[22:00] Leserkommentar dazu:

>PS: Warum entfernt man das Spar-Geld nicht (stückweise) vor dem Hartz-IV Antrag?

Wenn man das machen würde dürfte man sehr schnell in schwere Erklärungsnot kommen und der Beamte dürfte dann noch grantiger werden als in dem Spiegel-Artikel. Es werden standardmässig nach Antragstellung die Kontoauszüge der letzten 3 Monate verlangt werden, ebenso werden die erhaltenen Zinszahlungen des Vorjahres im Antrag abgefragt und überprüft! Per Datenabgleich ist es den Behörden in Deutschland mittlerweile standardisiert möglich die Ausnutzung der gestellten Freistellungsaufträge (=Zins- und Kapitalerträge) von den einzelnen Banken (stellt keine Verletzung des Bankgeheimnisses
dar!) abzurufen! Im Zweifelsfall - hohe Zinserträge lassen hohes Vermögen vermuten - muss man dann Rechenschaft ablegen (Belege einreichen) wohin das Geld geflossen ist und für was es ausgegeben wurde. Bei falschen Angaben im Antrag kommt es zusätzlich zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen falschen Angaben und bei unberechtigten Leistungsbezug kann es sogar zu einem Strafverfahren wegen Sozialleistungsbetrug kommen.

Unzählige Stundetenkollegen von mir hat es damals 2003/2004 bei Datenabgleich bei BAföG (ist auch eine Sozialleistung) erwischt, die bei den Vermögensangaben und/oder den erhaltenen Zinsen des Vorjahres falsche Angaben im Antrag gemacht hatten und deshalb das Vermögen Jahre später! zurückgehend bis zur ersten Antragstellung nachgeprüft wurde. Ergebnis bei falschen Angaben beim Vermögen und dadurch unberechtigten
Leistungsbezug: Rückzahlung der Leistung von oft mehreren tausend Euro in Ratenzahlung oder in einer Summe (wenn Kontoguthaben noch da war) plus Strafverfahren, das aber in allen Fällen glimpflich mit Geldstrafe keiner als 90 Tagessätze d.h. ohne Vorstrafe ausgegangen ist. Die beratenden Anwälte haben auch gut dabei verdient, schließlich ging es für viele Studenten um die Zukunft. Jemanden mit Vorstrafe stellt niemand ein.

Unwissenheit und/oder Naivität und Glauben an ein Bankgeheimnis gegenüber dem Staat.
Besonders ausgeprägt wie gesagt auch bei den deutschen Studenten.

Ich möchte gerne wissen, wie viele Hartz-IV Bezieher mehr als €100'000 Realvermögen haben - versteckt.

Wer freilich erst beim Hartz-IV Antrag sein Vermögen wegräumen möchte, für den ist es zu spät. Wer alles Vermögen in Deutschland für die Behörden einsehbar hält, ist ganz einfach selbst schuld. Es könnten ja noch andere Sachen kommen, wie eine Vermögenssteuer. Schon an eine rot-rot-grüne Regierung gedacht?
 

[11:00] Zerreissender Kommentar zu Joe und seiner Bank:

Capital: Leistung, die Leiden schafft

Die hässliche Wahrheit lautet: Ackermann und seine Top-Banker sind denselben Moden der entfesselten Geldindustrie erlegen wie andere auch. Den Derivatemarkt sah der Chef wenig kritisch: "Quasi aus dem Nichts hat er innerhalb von 15 Jahren das Volumen – gemessen am Nominalwert – weltweit auf über 350 Billionen US-Dollar ausgeweitet", pries Ackermann noch im Juli 2007 die Entwicklung, und verkannte die Probleme. Dabei waren der US-Hypothekarfinanzierer New Century schon Monate vorher ins Straucheln geraten und die ersten Hedgefonds mit ihren Wetten auf den Häuserboom kollabiert.

Im vergangenen Jahr belegte die Deutsche Bank als Händler für US-Hypothekarverbriefungen gemessen am Volumen global den dritten Platz nach Lehman Brothers und Bear Stearns; die Investmentbanker der Frankfurter betreuten Deals im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro. Ackermanns Mannen saßen also am denkbar besten Platz, um zu erkennen, dass die Geschäfte aus dem Ruder liefen. Seine Risikomanager erkannten zwar schon im Sommer 2004, dass die Investmentbanker der Deutschen Bank wie auch ihre Kollegen von Goldman Sachs auf einem äußerst riskanten Marktsektor aktiv waren, nur noch übertroffen von der UBS und der Citigroup.

Die selbe Primary Dealer Kategorie also wie Bear Stearns und Lehman. Was mit Bear passiert ist, wissen wir ja, und Lehman hängt in den Seilen. Nur weiter so, Joe!

[14:30] Was verspricht denn Joe da? Ackermann: Ende der Krise ist greifbar

Lügen kann er wirklich gut.
 

[11:00] Milchboykott - die Bauern liefern nachts:

Presse: Milchkampf: Erste Hamsterkäufe in Supermärkten

Am dritten Tag des Lieferboykotts der deutschen Milchbauern vermelden Supermärkte in Deutschland die ersten Hamsterkäufe. Einige Bauern liefern heimlich in der Nacht weiter.

Es ist eine Sache, einen Boykott oder Streik zu beginnen, aber eine andere Sache, wenn man hoch verschuldet ist. Denn dann braucht man jeden Cent an Einnahmen.


Neu 2008-05-28:

[16:00] Lesererfahrung mit Joe's Bank Card:

Ich war vor einigen Tagen in London und wollte dort mit meiner EC Maestro Karte zahlen. Die Zahlung im Supermarkt als auch das Abheben eines relativ geringen Geldbetrages vom Konto war nicht möglich.
Im Supermarkt wurde der Supervisor geholt, um zu klären, warum die Zahlung mit der EC Karte nicht möglich ist. Die Antwort lautete: "In general we do not accept cards from this bank. It has nothing to do with your account."

By the way, der Name des "global players" lautet: DEUTSCHE BANK.

Schmunzel, schmunzel, brüll und lach!
 

[15:00] Siemens - Rückenschaden wegen schwerem Schmiergeld:

Spiegel: Zeuge belastet früheren Siemens-Vorstand schwer

Heftige Kritik an der früheren Siemens-Chefetage: Im Münchner Schmiergeld-Prozess sagte ein früherer Mitarbeiter aus, dass sowohl Konzernspitze als auch Korruptionsbekämpfer von Bestechungszahlungen wussten. Bis zu 30 Prozent der Auftragssumme seien geflossen.

Zuvor habe er große Mengen von Bargeld und Überweisungsträgern in schweren Pilotenkoffern nach Österreich gebracht. "Ich hätte mir fast einmal einen Rückenschaden zugezogen."

30% Schmiergeld von der Autragssumme. Das ist aber gewaltig. Kein Wunder, dass jetzt die Siemens-Aufträge in der Zeit des Kreuzritters in den Korruptions-Regionen richtig zusammenbrechen (aus mehreren Quellen bestätigt).
 

[11:00] Die rot-rot-grüne Gefahr für das Vermögen:

FTD: Wolfgang Münchau: Der Albtraum wird wahr

Der aktuelle Kurs der Sozialdemokraten zeigt deutlich: Die SPD hat langfristig keine Alternative zur Linkspartei. Die rot-rot-grüne Koalition wird kommen.

Die kommen dann, wenn die Wirtschaftslage sich deutlich verschlechtet und der Neid noch grösser wird.

Daher sollte man schon jetzt die Schotten dicht machen, für deren neue Reichen- und Vermögenssteuern.
 

[11:00] IKB - das Fass ohne Boden will schon wieder Geld:

FTD: IKB verlangt nach der nächsten Spritze

Die IKB macht ihr Überleben maßgeblich von einer raschen Kapitalspritze über 1,25 Mrd. Euro abhängig. Die Zukunft der Mittelstandsbank hängt aber auch von der EU-Billigung ab - und dem Verkauf riskanter Papiere.

Die Summen erreichen schon Northern Rock Ausmasse.
 

[9:30] Das Ende des "Wirtschaftswunders":

FrankfurterRundschau: Da braut sich was zusammen

Die Wachstumsaussichten für Deutschland sind alles andere als rosig. Wer daran nach den guten Zahlen des ersten Quartals leise Zweifel hegte, wurde gestern eines Besseren belehrt. Das Ausland fällt als Konjunkturstütze aus. Das ist so gut wie sicher, nachdem nun auch die Unternehmen in Frankreich Trübsal blasen. Frankreich ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Deutschen. "Da braut sich was zusammen" sagt Andreas Scheuerle, Konjunkturchef der DekaBank. Und ganz bedauerlich: "Das Inland hat dem nichts entgegenzusetzen." Denn gestern überraschte zum einen die schlechte Verbraucherstimmung hierzulande. Zum anderen machten die detaillierten Wachstumszahlen des ersten Quartals deutlich, dass die inländische Nachfrage fast ausschließlich von Sondereinflüssen stimuliert worden ist.

Dabei ist das "Wunder" bei den meisten Leuten ja gar nicht angekommen. Jetzt ist es schon wieder vorbei.
 

[9:30] Der Staat als Sparbuch:

Focus: Bund mischt Tagesgeldmarkt auf

Der Staat gibt ab 1. Juli eine neue Tagesgeldanleihe heraus. Der Zins liegt deutlich über dem Durchschnitt der meisten Bankangebote.

Das ist keine Finanzknappheit sondern nur ein Marktkampf.


Neu 2008-05-27:

[20:30] Verkehrte Reaktion:

Handelsblatt: Deutsche sparen für schlechtere Zeiten

Die Deutschen legen immer mehr auf die hohe Kante. Die Sparquote ist so hoch wie wie seit 15 Jahren nicht mehr. Experten zufolge steckt dahinter vor allem eine Sorge.

Von Januar bis März legten sie durchschnittlich 14,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist die höchste Sparquote der privaten Haushalte seit Anfang 1993.

Wenn die wüssten, dass sie diese Spareinlagen verlieren werden: durch Bankencrashes und Hyperinflation.

Leserkommentar: die Idioten kapieren die Inflation nicht! Wenn die das erst einmal kapieren....

Wenn sie es kapieren ist es zu spät. Pech gehabt, Dumb Money gewesen. Die Sparer verlieren doch immer, oder?
 

[20:00] Leserzuschrift - verzögernde Sparkasse:

seit 4 Wochen werden unsere Auslandszahlungen über die Sparkasse Münsterland-Ost die höher als 2000EURO liegen um fast 2 Tage hinausgezögert, obwohl per SWIFT überwiesen. Das ist uns neu, denn letzes Jahr war das Prozedere, morgens überwiesen, mittag dem Konto belastet, doch jetzt muss man fast zwei Tage warten, auch nach mehrmaligen Telefonanten mit der Sparkasse wurde ich vertröstet, ich habe gedacht Buchgeld ist "unendlich" verfügbar?

Da dürfte es eine Liquditätsknappheit geben. Daher wird verzögert.
 

[9:30] Kein "Konsumwunder" wegen Inflation.

Handelsblatt: GfK: Inflation wird zur Konsumbremse

Rekordpreise an den Tankstellen und die Furcht vor weiteren Teuerungsschüben trüben die Kauflaune der Verbraucher. Das von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Konsumklima hat sich unerwartet stark eingetrübt. Das Thema Inflation stellt selbst eine positive Einkommensentwicklung in den Schatten.

Das haben diese "Ökonomen" nicht vorausgesehen. Die glauben immer noch, massiver Konsum auf Kredit (wie in den USA) löst alle Probleme. Kein Wunder, wenn jemand in dieser Branche etwas werden will, dann braucht er den Abschluss einer US-Business-School.

[9:30] Wie lange will man die IKB noch erhalten?

Managermagazin: Milliardenverlust trotz Rettung

Steuerzahler und Banken stehen für Milliardenrisiken der IKB gerade - und dennoch bleibt unterm Strich für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs ein zehnstelliger Verlust. Die Suche nach einem Käufer der Mittelstandsbank geht in die nächste Runde.

Zeit für den Konkursverwalter, die Reste der IKB zu verwalten. Aus der wird nichts mehr.


Neu 2008-05-26:

[16:00] Schnüffel-Kom:

FTD: Telekom, Schnüffel-Kom

Die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen reagieren empört auf die Telekom-Spitzelaffäre. Sie finden es skandalös, dass ein Kommunikationsunternehmen, dem Kunden ihre persönlichsten Informationen anvertrauen, Daten missbraucht hat.

Das Gesetz über die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung, wie es seit Januar in Kraft ist, kann einem so richtig Bange machen. Bleibt nur die vage Hoffnung, dass die Schnüffler an ihrer eigenen Sammelwut ersticken. Die DDR-Staatssicherheit hatte in ihrer Endphase ein Stadium erreicht, wo sie alles wusste, aber nichts mehr einordnen konnte. Auch die Telekom zahlt für die Spitzelattacke einen unverhältnismäßig hohen Preis: Sie hat ihr nichts gebracht, aber viel Vertrauen gekostet."

Die Journalisten wachen jetzt also auf, nachdem man sie ausspioniert hat. Auch das Vertrauen in den Staat wird schwinden - der Überwachungsstaat wird zurückgedreht.
 

[15:30] Macht Joe jetzt Kasse?

Handelsblatt: Insider machen Kasse

Trendwechsel bei den Deals der Firmeninsider: Erstmals in diesem Jahr trennen sich Top-Manager in größerem Stil von Anteilen ihrer Unternehmen. Vor allem die Top-Manager von Adidas und Deutscher Bank verkaufen im großen Stil Aktien. Nach den jüngsten Kursgewinnen an den Börsen sehen sie die Zeit gekommen, um Kasse zu machen. Das Insider-Barometer.

Verdenken kann man es ihnen nicht. Banken und Sportartikel werden in den nächsten Jahren keine guten Branchen sein.
 

[15:30] Immer noch genügend Geld für den Urlaub?

Spiegel: Deutsche lassen sich Urlaubslaune nicht verderben

Die Deutschen zeigen trotz steigender Treibstoffkosten ungebrochene Reiselust: Kurz vor der Sommersaison freuen sich Veranstalter über gute Buchungszahlen. Allerdings sehen Experten im Reisetrend der Bundesbürger immer krassere Gegensätze zwischen Luxusreisen und Billigtrips.

Stimmen diese Berichte wirklich, oder lügt die Branche schon wie der Staat?
 

[10:30] Leserzuschrift-DE zur Renten-Diskussion von Gestern:

„[20:30] Leserzuschrift dazu:
… Rentner nutzen nicht das System aus-sie haben ein Leben lang dafür gearbeitet und Deutschland aufgebaut.“

Diese Einstellung ist zwar leider sehr weit verbreitet, und ich kann sie emotional sogar verstehen und nachvollziehen. So tragisch es auch ist, dennoch muss diesen Leuten immer wieder gesagt werden, das sie irren! Die Rentner von heute haben zwar ihr Leben lang gearbeitet, und dennoch nicht einen einzigen Pfennig für Ihre jetzige Rente eingezahlt. Sie leben heute direkt und alleinig vom Staat. (genauso wie der Harz IV Empfänger) Denn ihre Beiträge wurden noch im selben Monat also bereits vor 10, 20, 30, 40, 50 Jahren an die damaligen Rentner ausbezahlt. Die große Tragik dieser Generation ist es, das sie keine Alternativen hatte und vom System in ein ineffizientes Schneballsystem gezwungen wurde. Kurt Biedenkopf hat dies bereits recht frühzeitig erkannt und bemängelt, als Dank dafür wurde er von Kohl abgesägt. Und damit bin ich schon beim zweiten Zitat!

[21:00] Noch eine Zuschrift dazu:
Das macht die Demokratie vollends absurd und glauben Sie doch nicht, das eine Technokratie, oder eine Erbfolge-Regierung auf Dauer bessere Ergebnisse bringen wird, grade Deutschland hat ja durch Kaiserreich und Hitlerdiktatur die größten Katastrophen erlitten.

Die „Demokratie“ IST zur Zeit absurd und muss es nicht mehr gemacht werden. Es wird taktiert, gelogen, betrogen überwacht, spioniert, intrigiert, das Stimmvolk ausgezehrt – nur um selbst ein paar Tage länger an den Futtertöpfen der Macht zu bleiben. Ich stelle mal die Behauptung auf, kein Monarch würde so mit seinen Untertanen umgehen, da er nicht aller 4 Jahre befürchten müsste legal in die Wüste geschickt werden zu können. Er würde sich viel intensiver und langfristige um sein Imperium kümmern und Schaden von diesem abwenden. Dieser Schwur, den ja auch unsere Politiker zu Beginn ihrer Amtszeit abgeben, ist aber schon lange zur hohlen Phrase, zum reinem Lippenbekenntnis mutiert. Es geht einzig uns allein um Macht, Diäten, Dienstwägen und vor allem um Pensionen.

Was ist der Unterschied zwischen dem Mittelalter und der heutigen Zeit?
Im Mittelalter nahm der zuständige Fürst den Zehnten(Teil) – Heute dürfen wir (nur genau) diesen behalten!!

Dieser Leser hat es richtig erfasst:
a) die Einzahlungen der Rentner von gestern wurden schon lange konsumiert, sie leben heute real von Steuern
b) die Situation der Auspressung durch die Obrigkeit ist wirklich schlimmer als im Mittelalter

[21:30] Leserzuschrift zu einem neuen Wahlrecht:

die Demokratie ist verloren, wenn die Leute erkennen, dass man sich selbst Geld in die Tasche wählen kann.

Wenn man die Demokratie retten möchte, dann muss man, wie der ex-Bundespräsident Herzog, der RCDS-Vorsitzende und Andere richtig bemerken, an dem System der Machtverteilung grundlegend etwas ändern. Es kann nicht sein, dass ein immer größer werdendes Heer der Staats-Abhängigen die verbleibenden Leistungsträger durch Steuern, Sozialabgaben etc immer stärker ausraubt, um sich selbst zu Lasten anderer zu versorgen.

Ich möchte deshalb einen konkreten Vorschlag machen:

Jeder Bürger wählt entsprechend seinem steuerlichen Beitrag zum Staatswesen einen Vertreter seiner Leistungs-Gruppe. Es gibt dabei drei Gruppen von Vertretern (oder Abgeordneten):

1. Die Gruppe der Bürger, die das obere Drittel der Steuerlast tragen, wählen die erste Gruppe ihrer Vertreter. Zur Zeit befinden sich ca. 3,1 % der Bürger innerhalb dieser Gruppe. Man muss, um in dieser Gruppe mitwählen zu können, (steuerpflichtige) Einkünfte von mindestens 100.000 Euro pro Jahr erzielen.

2. Die Gruppe der Bürger, die das mittlere Drittel der Steuerlast tragen, wählen die zweite Gruppe ihrer Vertreter. Zur Zeit befinden sich 15,5 % der Bürger innerhalb dieser Gruppe. Man muss, um in dieser Gruppe mitwählen zu können, (steuerpflichtige) Einkünfte von mindestens 50.000 Euro pro Jahr erzielen.

3. Die Gruppe der Bürger, die das untere Drittel der Steuerlast tragen, wählen die dritte Gruppe ihrer Vertreter. Erzielt man (steuerpflichtige) Einkünfte von unter 50.000 Euro pro Jahr, so wählt man in dieser Gruppe mit.

Die Macht im Staat wird daher durch drei gleichgroße Machtblöcke repräsentiert. Höhere Leistungsfähigkeit für den Staat wird durch eine Aufwertung von einer unteren Gruppe in eine höhere Gruppe dadurch belohnt, dass der Bürger ein entsprechend höheres Gewicht seiner Stimme erhält. Würde eine Stimme in der Gruppe 3 mit "1" gewichtet werden, so wäre in der Gruppe 2 sein Gewicht bereits "5" und in der Gruppe 3 sogar "26". Das System ist auch gerecht, da die Menschen nicht nur entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit besteuert werden, sondern auch das entsprechende Gewicht bei Entscheidungen erlangten. Jedem Bürger ist es im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit und Lebensplanung möglich, aufzusteigen (Auszubildender/Student=>Mitarbeiter=>Manager etc) aber auch wieder abzusteigen (Arbeitsloser, Rentner).

Jede politische Partei muss in einem solchen System bestrebt sein, Mehrheiten unter Berücksichtigung dieser drei Gruppen zu etablieren. Es wird dann z.B. nicht mehr möglich, zusätzliche Sozialleistungen und Steuern gegen den Willen der Gruppe der Wähler jenseits von 50.000 Euro durchzusetzen. Auf der anderen Seite kann die Gruppe der Besserverdiener nicht selbständig Sozialkürzungen oder Steuersenkungen durchsetzen, da die Bürger der Gruppe 3 und Gruppe 2 davon betroffen wären.

Volkstribunen wie Oskar Lafontaine, die mit ihren Populismus selbst die SPD und die CDU vor sich hertreiben, würden mit diesem Leistungs-System wesentlich an Einfluss verlieren, weil sie nur die Ansprüche des untersten Leistungs-Drittels der Gesellschaft vertreten könnten.

Dieser Vorschlag ist sehr gut. Er entspricht dem 3-Klassen-Wahlrecht aus dem deutschen Kaiserreich.

PS: Hartgeld.com denkt voraus - für eine Zeit, wo es das heutige System einmal nicht mehr gibt.
 

[21:30] Leserzuschrift zum Rentensystem:

Das bisherige Rentensystem ist besser als sein Ruf, denn es ist im Gegensatz zu Geldanlagen und physischem Gold crash- inflations- und diebstahlssicher. Schaden droht nur durch Betrug und Unfähigkeit auf Regierungsebene.

Kranke, Behinderte und Kinderbetreuende, die gar nicht selbst genug ansparen können, werden durch das Solidaritätsprinzip getragen.

Während einer Inflation kann die Rente entsprechend der Lohnsteigerung angeglichen werden.
Nach einer Währungsreform wird nicht auf weg inflationierte Sparguthaben zurückgegriffen, sondern die Zahlungen werden durch laufende Einnahmen in der neuen Währung aufgebracht.

Da sich allerdings die Lebenserwartung drastisch verbessert und eine gewisse Überalterung eingetreten ist, muss natürlich das Renteneintrittsalter entsprechend angehoben werden. Das ist natürlich sehr unpopulär, aber warum sollten die Leute heute im Verhältnis zur Einzahlungsdauer länger Rente bekommen als früher?

Wer früher in Rente gehen möchte, muss halt privat vorsorgen.
Gegen eine geringe Frührente wegen Berufsunfähigkeit kann man sich durch eine entsprechende Versicherung beizeiten absichern.

Außerdem sollten generell alle, die ein Einkommen haben, auch einen Beitrag leisten, so wie in der Schweiz. Gerade von Besserverdienenden könnte man mehr Solidarität erwarten. Und warum sollten Beamte und Abgeordnete heutzutage keinen Beitrag leisten?

Zusätzlich könnten Arbeitgeber verpflichtet werden Geschäftsanteile oder Gewinn-Anteile in einen Fond zu geben. Die Dividenden und Einzahlungen dienen dann zur Unterstützung der Rentenkasse.
Die Firmen, die die Inflation überleben und neue Firmen zahlen dann in neuem Geld.

Da gibt es sicherlich einige Probleme im Detail, die aber gelöst werden können, wenn man nur will.

Ich will beide Seiten zu Wort kommen lassen. Jedoch möchte ich bemerken, dass dieses System einen richtigen Stresstest noch nicht gehabt hat.

[21:30] Noch eine Zuschrift:

dass auf Ihren Seiten sehr kontrovers diskutiert wird und auch Sie teilweise sehr extreme Meinungen vertreten, finde ich ausgezeichnet und auch sind die Kommentare teilweise sehr amüsant bzw. treffen genau den Kern und ich habe es bisher einfach nur zur Kenntnis genommen bzw. meine Meinung zurückgehalten.

Nun will ich mich jedoch auch äußern: Ich finde es empörend, wie über die Rentner gesprochen wird und dass sie sogar mit Hartz-IV- Empfängern gleichgesetzt werden. Während viele Hartz-IV-Empfänger sich wirklich nur auf dem Staat bzw. den einzahlenden Bürgern ausruhen, haben die Rentner lange Jahrzehnte brav ihre Rente abgeführt - bzw. sie wurde von staatswegen sofort vom Gehalt eingezogen. Dass diese Rente sofort wieder ausgegeben wurde, ist keinesfalls ihnen anzulasten, denn durch den "Generationenvertrag" hatte das ja in gewisser Weise seine Berechtigung und ist von jeder Generation bisher so getragen worden. Zusätzlich zur Rente wurden Abgaben zur Arbeitslosenversicherung geleistet, also trugen und tragen diese Menschen gleichzeitig auch noch diese Last.

Dass jetzt diese beiden Teile der Gesellschaft - also Rentner und Hartz-IV-Menschen - quasi gleichgestellt werden als "Staatsschädlinge" und sogar Vorschläge gemacht werden, dass beiden das Wahlrecht abgesprochen werden soll, ist schlicht und einfach menschenverachtend, eine Missachtung der Leistung, die die jetzigen Rentner erbracht haben (natürlich im Vertrauen auf den Staat - aber welche andere Möglichkeit hatten sie?) und schlicht und einfach völlig daneben.

Sicherlich sollte man sehen, dass die Arbeitslosen härter geprüft (ich kenne einige Fälle, in denen der Staat wirklich nur ausgenutzt oder betrogen wird) und zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen werden - aber ich kenne keinen Rentner, der den Staat hintergeht, denn seine Bezüge sind ihm versprochen worden, stehen ihm zu und er hat sich diese Rente erarbeitet - was der Staat mit dem Geld gemacht hat oder eben nicht, ist aus dieser Sicht völlige Nebensache und sollte nicht auf dem Rücken der Rentner ausgetragen werden, schon gar nicht in der Form, dass sie jetzt dermaßen angegriffen und an den Pranger gestellt werden. Oder gar das Wahlrecht abgesprochen bekommen - wo bitte sind wir eigentlich? Mir ist schon klar, dass es leicht dazu kommen kann, dass die Renten wirklich nicht mehr bezahlt werden können - trotzdem sollte man diese Menschen mit Respekt und Achtung behandeln und im Ernstfall sie unterstützen.

Typisch mal wieder für die Menschen, dass sie Schuld suchen, wo keine ist, und Lösungen, wo keine sind ...

Faktum ist, dass beide Gruppen von Steuern leben. Wenn diese nicht mehr gezahlt werden, ist es für beide Gruppen aus. Das ist der Stresstest!
 

[7:30] Diese Lobbyisten sind unersättlich:

Standard: Verteuerung von MP3-Playern droht

In Deutschland startete neue Debatte um Erhöhung der Urheberrechtsabgaben - 160-GB-iPod somit fast 200 Euro teurer

Die ZPÜ soll laut deutschen Medienberichten rückwirkend mit Jahresbeginn eine wesentlich höhere Abgabe einfordern. Pro Gigabyte Festplattenspeicher soll nun ein Euro zusätzlich zu bezahlen sein. Der Preis des iPod Classic mit 160-GB-Festplatte, mit einem Verkaufspreis von 329 Euro, würde daher um rund 200 Euro (die Mehrwertssteuer muss noch zu den 160 Euro hinzugerechnet werden) auf über 500 Euro steigen.

Hier sieht man sehr gut, wie geistesabwesend die Politik ist. Anstatt die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, die sie wählt, ist sie völlig in der Hand verschiedener Lobbyisten mit Partikularinteressen, seien es Urheberrechte, "grüne" Energie, Bauern, etc. Die Zeche zahlt immer die Bevölkerung.

Genauso wie die Lobbyisten unersättlich sind, sind die Politiker unvorstellbar dumm.


Neu 2008-05-25:

[20:30] Bauernfängerei mit optisch günstigen Krediten:

FAZ: Anleger sollten auf neue Bausparverträge verzichten

Das Frühjahr ist seit Jahrzehnten die Zeit des Eigenheims. Mieter mit Geld in der Hand suchen Grundstücke und Häuser, und Hausbesitzer ohne Geld im Rücken legen Hand an, um ihre Objekte, die in die Jahre gekommen sind, wieder auf Vordermann zu bringen. Insofern ist es kein Wunder, dass die Banken und Bausparkassen lukrative Geschäfte wittern und mit Hochdruck für ihre Angebote werben.

Da wird versucht, den Leuten alles mögliche unterzujubeln. Auch sie zu "lebenden Hedge-Fonds" mit endfälligen Krediten zu machen. Wie immer wird mit der optisch niedrigen Rückzahlungsrate geworben. Diese ganzen Kredite werden den Crash sowiso nicht überleben (sorry, die Kredite schon aber nicht die Schuldner).
 

[20:00] Überwachungswahn:

Welt: Machtgeile Manager schaden der Telekom , Journalisten drohen mit Klagen gegen Telekom

Wenn die Vorwürfe zutreffen, haben Ex-Chef Kai-Uwe Ricke und der frühere Chef des Aufsichtsrats, Klaus Zumwinkel, dem Konzern schwer geschadet. Die Folgen dürften die Konkurrenz freuen. Die Bürger in Deutschland aber sollten fragen, wie sicher ihre Daten beim einstigen Staatskonzern sind.

Ja, wie gehen Firmen dieser Art mit sensiblen Kundendaten wirklich um? Hier wurden diese für interne Machtkämpfe verwendet.

Generell betrachtet wird dieser Skandal auch einen weiteren Ausbau des Überwachungsstaats bremsen oder umdrehen. Die Leute wachen auf.
 

[15:00] Weniger Stimmrechte für alle die vom Staat leben?

Welt: SPD-Minister rügt zu hohe Hartz-IV-Kosten

Die Bundesregierung rügt zu hohe Ausgaben für Arbeitslose in Deutschland: Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) droht mit Finanzsperre. Aus der CDU gibt es einen anderen Vorschlag: Hartz-IV-Empfänger – und auch Rentner – sollen bei künftigen Wahlen weniger Stimmrechte bekommen.

Einer der besten Vorschläge seit langer, langer, Zeit: wer vom Staat lebt, sollte nicht nur weniger, sondern gar keine Stimmrechte haben.

Was den demokratischen Staat wirklich vernichtet, ist der Stimmenkauf. Das geht jetzt bis in die Hyperinflation, in der irgendwann ein anderes Regime kommt.

PS: in der Realität hat niemand ein reales Stimmrecht, da sich die Eliten ja nicht ändern. Bill Buckler hat es heute ins einem Privateer so gut dargestellt.

[20:30] Leserzuschrift dazu:

dass Sie Harz iv Empfänger mit Rentnern Vergleichen finde ich ungehörig. Rentner nutzen nicht das System aus-sie haben ein Leben lang dafür gearbeitet und Deutschland aufgebaut.Ich selber gehöre zwar nicht zu den "Aufbauern"-habe aber mit den Auswirkungen-ich bin Jahrgang 47 leben müssen-Währungsreform 48. Das hiess für uns Kinder die Eltern hatten alles Geld verloren und mussten von vorne anfangen.Dass hiess,die Eltern haben ein Haus gebaut,deshalb blieb für bücher und Spielzeug nichts übrig.Wir haben niemals Schulden gehabt oder vom Staat gelebt.Trotz anfäglicher Armut habe ich drei abgeschlossene Ausbildungen-zuletzt als Lehrerin.
Mir jetzt im Alter vorwerfen zu lassen,die Rentner leben auf Staatskosten finde ich ungeheuerlich!Die, die den Staat aus- hölen-und wirklichen "Sozialschmarotzer"sind die neoliberalen Firmenlenker!

Solange die Politiker über Renten und die Beiträge dazu bestimmen, wird es Stimmenkauf geben, bei dem die arbeitende Bevölkerung immer weiter ausgebeutet wird - bis sie einmal einen Aufstand macht. Die Jungen werden nicht ewig zahlen! Der Fehler liegt hier im Umlagesystem - ein Produkt der Politik.

PS: die Politiker werden wohl weiter versuchen, die Renten zu "garantieren" (Blüm - die Rente ist sicher), aber deren Realwert wird gering sein. Etwa €100/mo.

[20:30] Noch eine Leserzuschrift dazu:

kurz und bündig. Wir machen wieder auf Monarchie - nur wo nehmen wir den rechten König her? Kennen sie einen der das Potentzial hätte?

Im deutschen Kaiserreich gab es das 3-Klassen Wahlrecht. Auch in den Demokratien UK und USA gab es ähnliche Systeme, die den Stimmenkauf-Staat nicht entstehen lassen sollten. Der Goldstandard (wird wieder kommen) ist mit dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht nicht vereinbar.

[21:00] Leserzuschrift-IT dazu:

Sie sind hier daneben gegangen. Ich bin 31 Jahre alt und habe kein problem Aeltere Leute (65 Jahre oder mehr) pension zu Zahlen. Die pensionierte Schmarotzer sind andere, zwar die eliten Pensionierte die fur wenig Arbeit viel Pension bekommen (z.B. italienische Politiker) oder auch Pensionierte die fur den Nachwuchs nicht gesorgt haben. Die letzten sind eigentlich die schlimmsten, haben keine kosten fur Kinder getragen und fur jene "Sparsamkeit" noch grosse Einwanderung gefoerdert. Also doppelter Schaden fur die Gesellschaft.

Ich sehe meinen Job hier als der "Wachrüttler": den Lesern aufzuzeigen, was auf sie zukommt - alles abgeleitet von Krisen der jüngeren Vergangenheit.
Wer das nicht verträgt, kann gerne den Rentenversprechungen der Politker glauben.

[21:00] Noch eine Zuschrift dazu:

Stimmrechteinschränkung, das ist doch der größte Mumpitz überhaupt und öffnet Manipulationen Tür und Tor.
Erstmal, wer ist denn alles abhängig vom Staat - Beamte, Politiker selber, subventionierte Firmen und deren Inhaber und Angestellte, Sozialfälle und Rentner, Saisonarbeiter etc...
Da geht mal ein Haufen Stimmen verloren, wenn man das konsequent zur Spitze treibt und mittels geschickter Terminierung von Wahlen kann man bestimmte Gruppen von den Wahlen ausschliessen.
Bauarbeiter, Landwirtschaftliche, aus dem Gastgewerbe etc...
Das macht die Demokratie vollends absurd und glauben Sie doch nicht, das eine Technokratie, oder eine Erbfolge-Regierung auf Dauer bessere Ergebnisse bringen wird, grade Deutschland hat ja durch Kaiserreich und Hitlerdiktatur die größten Katastrophen erlitten.
Das waren Undemokraten, die das möglich gemacht haben, die selbe Brut, die jetzt aus den Löchern kriecht, mehr und mehr Einflkuß in diesem Land gewinnen will und uns zum dritten Mal ins Unglück stürzen will - lassen wir uns doch von solchen Leuten nicht ins Bockshorn jagen!

Im Ernst: was zählen die Stimmen heute überhaupt? NICHTS! Egal welche Partei an die Macht kommt, die Politik der weiteren Ausbeutung der Leistungsträger und des Stimmenkaufs bleibt die Selbe. Ich empfehle das aufmerksame Studium des heutigen Privateers.

PS: Doug Casey geht übrigens überhaupt nicht wählen, weil er diesen Mechanismus schon lange durchschaut hat.


Neu 2008-05-24:

[16:30] Absolventen - Konzernhörig:

FTD: Bei wem die Deutschen am liebsten arbeiten

Wer als attraktiver Arbeitgeber gilt, hat weniger Nachwuchssorgen. Eine aktuelle Umfrage bescheinigt der Autobranche, den großen Forschungsinstituten und Dax-Schwergewichten wie Siemens die größte Anziehungskraft.

Die Leute wissen nicht, in welche Schlangengruben sie sich setzen wollen. Es zählt allein die Bekanntheit der Firma.

Zumindest für BMW gilt: wer denen etwas verkaufen möchte, weiss anschliessend, wo "Gott in Bayern" wohnt - bei BMW, wegen der Arroganz.
 

[14:30] Hat die Telekom nichts Wichtigeres zu tun?

Welt: Telekom bestätigt Spitzel-Skandal im Konzern

Die Deutsche Telekom bestätigt Vorwürfe der Bespitzelung von Managern und Journalisten. Demnach wurden über Jahre Telefon-Verbindungen kontrolliert. Vorstandschef René Obermann hat Anzeige erstattet – und sogar Kanzlerin Angela Merkel eingeschaltet. Im Konzern soll ein Ex-BKA-Mann aufräumen.

Die Kunden laufen scharenweise davon. Dafür bespitzelt man sich gegenseitig. Ein Generalaufräumen ist notwendig - mit ganz vielen Manager-Entlassungen.
 

[12:30] Leserzuschrift eines Durchschnittverdieners aus Ostdeutschland zum Durchschnittsbruttoverdienst von 3400€:

Frühere Leserzuschrift: "Ich kenne niemanden der 3400,- € brutto verdient, ich weiß nicht wieviele Millionäre die da doppelt gezählt haben!!" "Mich würde mal interessieren wieviele deutsche 3400,- € Brutto verdienen!"

Nun, ich gehöre mit 3500€ brutto selbst zur Gruppe der angestellten Durchschnittsverdiener (habe studiert) und kann Ihnen bestätigen, dass es selbst hier in Ostdeutschland davon mehr gibt, als sich manche vorstellen können. Was früher (noch vor 10 Jahren) ein "fürstliches" Gehalt gewesen wäre, reicht jetzt in Wirklichkeit für uns kaum zum Leben. Ich muß davon ein kleines Häuschen abzahlen, (komplett in Eigenleistung in über 10 Jahren Bauzeit errichtet), Frau (arbeitslos) und zwei Kinder ernähren. Auto ist gebraucht und mit über 100.000km Laufleistung verrostet gekauft worden. Neues Familienauto: Undenkbar! Urlaub länger als eine Woche: Undenkbar! Flugreisen: Undenkbar! Restaurantbesuche für die ganze Familie mehr als 1xpro Jahr: Undenkbar! Wir haben die ausgesonderten Möbel unserer Großeltern, Tanten und Eltern. Neue Möbel: Undenkbar! Noch vor einer Dekade waren für uns je ein Sommer- und Winterurlaub normal. Alles gestrichen. Wir sind auf dem Weg in die Unterschicht. Aber wir haben aus besseren Zeiten noch ein kleines Rettungsboot aus Aurum und Argentum. Hoffentlich werden wir das nie brauchen. Aber es scheint so, als ob die guten Zeiten, welche für uns hier eigentlich nie so richtig stattgefunden haben, endgültig vorbei sind.

Auch die Akademiker rutschen schon in die Unterschicht ab. Teilweise durch Hypothek selbst verschuldet - wie üblich.

Rettungsvorschlag: Haus verkaufen, Rettungsboote kaufen und in der Zwischenzeit mieten.

PS: wenn die Situation heute schon so angespannt ist, macht es keinen Sinn, das Haus halten zu wollen - ein Blick in die USA genügt.

[21:00] Andere Zuschrift dazu wegen Ostdeutschland:

Ich lese seit einiger Zeit regelmäßig Ihre Website mit großem Gewinn. Danke für Ihre Mühe!

Einige Zeilen zu der Leserzuschrift "Leserzuschrift eines Durchschnittverdieners aus Ostdeutschland zum Durchschnittsbruttoverdienst von 3400?" infos-DE (12:30):

Sie raten dem Leserbriefschreiber sein Haus, welches er noch abbezahlen muss, zu verkaufen. Das ist leichter gesagt als getan!

Ich versuche bereits seit Frühjahr 2004 in Thüringen /Ostdeutschland ein unbebautes Grundstück (ca. 600 qm), mit dem man alles machen kann (Bauland gwerbl./priv. Gartenland usw.), zu verkaufen. Ohne Erfolg! Im Osten ist der private Bausektor m.E. völlig zum Stillstand gekommen. Dort hat einzig die öffentliche Hand (Gemeinden, Kreise, Länder) noch Geld um Grundstücke zu aufkaufen. Und die halten sich bedeckt und zocken die Grundstückbesitzer mit irren Beiträgen zum Straßen-, Kanalbau usw. ab. Alles andere von Privat zu Privat ist hoffnungslos. Mein Makler vor Ort (wir selbst wohnen im Westen) rührt sich schon gar nicht mehr...

Was soll ich noch machen, um das Ding endlich los zu werden und für 24.000 Euro (Preis des Grundstücks) Rettungsboote zu kaufen??? Wir haben ein Familieneinkommen brutto von 3600 Euro und es reicht jeden Monat gerade so.

Was soll ich machen? in diesen Fällen raten, die Hypothek weiterzubezahlen, während die Immobilie immer weniger wert wird?
Das wäre unseriös, denn am Tiefpunkt bekommt man dort ein Haus für vermutlich 2 Unzen Gold.
Ein Investor muss konsequent sein und sich von Verlustbringern so schnell wie möglich lösen, auch wenn es emotional schmerzen mag.

 

[11:00] Wer stirbt zuerst? - die Airlines oder die Flughäfen:

Ostsee-Zeitung: Air Berlin streicht alle Flüge ab Rostock-Laage

Die wirtschaftlich angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin stellt mit Beginn des Winterflugplans im November 2008 ihre Flüge von und nach Rostock-Laage ein. Grund seien die stark gestiegenen Kerosinpreise und fehlende Zusagen von Reiseveranstaltern, teilte der Flughafen gestern mit. „Wir haben es lange versucht“, bestätigte Air-Berlin-Sprecherin Annette Weber. Das gesamte Streckennetz werde stets auf Rentabilität hin geprüft, die Verbindungen ab Rostock-Laage seien aber nicht profitabel.

Viele kleinere Flughäfen werden jetzt schliessen müssen. Und viele Airlines auch.


Neu 2008-05-22:

[22:00] Nach den Kupferdieben jetzt die Spritdiebe:

Rekordpreise für Sprit locken Diesel-Diebe an

Teurer Diesel und teures Benzin machen Autofahrer kriminell. Die Sprit-Diebe klauen nicht nur einige Dutzend Liter Diesel aus abgestellten Baggern. Fahnder berichten von Profis, die "mobile Tankstellen" auf dem Anhänger mitführen. Auch mancher Tankbetrüger wird richtig maßlos.

Ist typisch für hyperinflationäre Zeiten.
 

[18:00] Tafelsilber-Verkauf bei Allianz/Dresdner:

FTD: Dresdner will Zentrale verkaufen

Die Dresdner Bank sondiert den Verkauf ihrer Frankfurter Konzernzentrale. Nach FTD-Informationen haben Makler schon bei Investoren vorgefühlt, ob sie am Jürgen-Ponto-Hochhaus im Bahnhofsviertel interessiert sind.

Wer verkauft die eigene Zentrale, wenn er nicht in Geldnot ist. Sale-and-Leaseback - die übliche Methode wenn dringed Geld gebraucht wird.


Neu 2008-05-21:

[14:00] Leserzuschrift zu Politikergehältern:

Heute früh im Zusammenhang mit dem Rückzug der Diätenerhöhung der deutschen Bundestagler im Radio gehört:

Brutto Verdienst eines Bundestagsabgeordneten ca. 7350,-
Brutto Durchschnittsverdienst eines Deutschen 3400,-

Und daher sind die deutschen Politiker im Vergleich zu anderen Ländern wohl noch billig (USA 3,5 fache des Durchschnitts, etc.)

1. Ich kenne niemanden der 3400,- € brutto verdient, ich weiß nicht wieviele Millionäre die da doppelt gezählt haben!!
2. Solche Sachen wie mittlerweile zwingend notwendige private Altersvorsorge für den Normalo, und Bombenpensionen für den Politiker, bessere Absetzbarkeit von Kosten für Politiker etc. sind hier noch nicht einmal rausgerechnet.

Mich würde mal interessieren wieviele deutsche 3400,- € Brutto verdienen!

€3400 ist nicht so viel. Und es gibt in anderen Ländern viel teurere Politiker. Nur deren "Leistung" ist überall schlecht.
 

[13:30] Durchhalte-Parolen:

Welt: Stimmung in der Wirtschaft ist überraschend gut

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai überraschend aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 102,4 Punkten im April auf 103,5 Zähler, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte. Düster sieht es allerdings in der Baubranche aus.

Wird dieser Index auch gefälscht, wie der Armuts-Index?

Leserkommentar1: Durchhalteparolen wie Ende 1944 !!!

Leserkommentar2: "Du kannst sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber Du kannst sie dazu bringen, immer dreister zu lügen."

Leserkommentar3:
wer das Leben in der DDR miterlebt hat, kennt diese ganzen Statistik-Lügen: in der DDR wurde jedes Jahr der Plan über- und über- und übererfüllt, aber es gab dennoch nichts zu kaufen...
Und da wir ja ´ne Oberossi-Chefin haben, weiß die genau, wie das geht. Die Wessis haben halt den großen Nachteil, nie selber den Untergang eines Systems miterlebt zu haben. Ich dagegen bin froh, daß ich dieses habe, denn umso mehr kann ich die jetzige Geschichte einorden bzw. einschätzen.
Alle kritischen (!) Ossi-Leser wissen was ich meine, denn es gab auch dort mehr als genug Systemgläubige....

Die Westler werden es jetzt miterleben.

[14:00] Das Bart-Monster gibt auch seinen Senf dazu: Das Finanzmarkt-Monster gibt es tatsächlich

Leserkommentar dazu:
Dieses Demokratengesindel begreift nicht, daß die Finanzmärkte nur deshalb pervertieren können, weil
sich die Demokratie - eine auf lauter Lügen aufgebaute, gottlose und kranke Irrlehre- nur über ungedecktes
Papiergeld und damit unglaubliche Verschuldung am Leben erhalten kann!

Doug Casey:
"It's too late in the game to solve the problems... but it's still too early to line the bastards up and shoot them."

[15:00] Leserzuschrift-DE dazu:

Ihre Meldung unter Systemkrise, schildert die Gelüste amerikanischer Autoren, die Verantwortlichen für das kommende Elend in die alten Knäste wie Alkatraz zu schicken. Da sind unsere deutschen Banker doch schon viel weiter und weitsichtiger. Die ließen sich doch schon zu Beginn der Neunziger vom Vater Staat einen großen Knast unweit von Frankfurt in Weiterstadt errichten. Bekannt wurde der Knast, weil er kurz vor Eröffnung von Radikalen gesprengt wurde. Aber er funktioniert ja jetzt und ist auf dem modernsten Stand. Auch swimming-pool ist eingerichtet, damit es an nichts mangele, sofern mal Banker dort zwangsurlauben müssen. Da können sie sich dann für neue Taten fithalten. Die alten schaurigen Anstalten in US wären ja für vornehmtuende Schreibtischgangster zu grauslich.
Im Vertrauen auf den deutschen Michel, der mit seinen Steuern die Heizkosten für den Pool schon treulich zahlen wird, läßt sich doch in Frankfurt gut Bankier mimen. Da fällt es doch gleich viel leichter, den Zaster der anderen zu verzocken.
 

[13:30] Irgendwann werden sie den Bogen überspannen:

Spiegel: Verkehrssündern drohen Bußgelder bis zu 3000 Euro

Raser und Drängler müssen künftig mit deutlich höheren Strafen rechnen. Das Kabinett billigte den neuen Bußgeldkatalog. Für Delikte werden bis zu 3000 Euro fällig.

Man kann es ruhig auch die "Geschwindigkeits-Steuer" nennen, die jetzt erhöht wird. Irgendwann wird es der Masse zu viel sein.

[15:00] Und hier: Schmidt denkt über "mehr Steuern" nach

[14:00] Video - Helmut Schmidt über Rauchverbote und Regenschirme: Sandra Maischberger im Gespräch mit Helmut Schmidt

Gestern abend hat der deutsche Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt öffentlich im Fernsehen vor der Krise am Finanzmarkt gewarnt, die nach seiner Ansicht in der Praxis nicht in den Griff zu kriegen ist, da die Staaten unterschiedliche Interessen haben, - er empfiehlt den Kauf von "Regenschirmen" für die Krise am Finanzmarkt. Auch wenn er nicht explizit den Kauf von Gold oder Silber empfohlen hat, ist eine solche Empfehlung und Warnung vor der Finanzkrise, nunmehr aus dem Mund eines welterfahrenen Ex-Bundeskanzlers sicherlich bemerkenswert.
 

[15:30] Der Unmut kommt näher:

Berlin: Demo vor Wowereits Wohnung
Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst eskaliert: Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat zu einer Demonstration vor der Privatwohnung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) am Freitag aufgerufen. Senatssprecher Richard Meng verurteilte den Aufruf als „einen Tiefpunkt der Stillosigkeit“. Private Orte dürften keine Streikorte werden. „Diese Schwelle hat bislang noch keiner überschritten.“ Er kündigte an, die Demonstration auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen. Im Jahr 2002 hatten in der Folge des Bankenskandals Hunderte Menschen vor Manager-Villen in Berlin-Grunewald demonstriert.

Quelle: bild.de-Newsticker vom Mittwoch, 21. Mai 2008, 13:39 Uhr (schlecht zu verlinken)

Ja, Politiker, wenn sogar die Polizei schon soetwas macht, wird sie Euch, wenn die grosse Volkswut ausbricht, nicht mehr beschützen.
Jetzt wird es aber wirklich Zeit, ein Exil zu suchen. Vergesst das Doug Casey Zitat nicht, er hat einen guten Riecher für soetwas.
 

[10:00] Zu viel "Armut" für die Politiker:

FTD: Scholz schönt Armutsbericht

Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat offenbar versucht, das Armutsrisiko in Deutschland herunterzurechnen. Nach einer zweiten statistischen Methode lag der Prozentsatz Armer in der Bundesrepublik 2005 nicht bei 13 Prozent, sondern bei 18 Prozent der Bevölkerung.

Wenn die Politiker schon alle anderen Statisitken fälschen, warum sollen sie diese Statistik nicht auch fälschen?
 

[10:30] Leserbrief-DE (an den Münchner Merkur):

Landauf, landab scheint es derzeit nur noch ein Thema zu geben: wieso kommt der Aufschwung bei den meisten Bürgern nicht an und warum drohen immer breitere Schichten der Gesellschaft in die Armut abzurutschen?
Dabei ist die Frage eigentlich recht einfach zu beantworten.
Seit Einführung des Euro ist die Geldmenge in Deutschland um über 65% gestiegen, das Bruttoinlandsprodukt hingegen um weniger als 20%.
Der Kaufkraftverlust betrug in diesem Zeitraum also über 45%.
Verschlimmert wird diese Situation durch die kalte Sreuerprogression in unserem Steuersystem, wegen der von den Lohnerhöhungen der letzten Jahre netto kaum etwas übrig blieb.
Wegen des Kaufkraftverlustes wurde eine Teuerungslawine losgetreten, die nun mit steigender Geschwindigkeit die elementaren Dinge des täglichen Lebens erfaßt.
Die horrenden Spritpreise, die Preisexplosionen für Strom, Gas und Heizöl und die kräftig steigenden Preise für Nahrungsmittel treffen nun mal Geringverdiener und die Mittelschicht am brutalsten.
Die Frustration Millionen von Menschen ist nachvollziehbar.
Hier einen Ausweg zu finden, ist vordringlichste Aufgabe der Politiker, der Handlungsspielraum ist angesichts der überbordenden Verschuldung der Haushalte und dem aktuellen Stützungsbedarf des gesamten Finanz- und Bankensektors allerdings sehr sehr gering.
Deshalb wird von politischer Seite einerseits gelogen, beschönigt und manipuliert, daß sich die Balken biegen, andererseits kümmert Politik sich eifrigst um Rauchverbote,Feinstaubrichtlinien, Emissionzertifikate, C02-Grenzwerte und schnüffelt in Kontendaten seiner Bürger und in deren Privatcomputern herum.
Nach dem klassischen Motto "divide et impera", versucht man zudem nun mittels der Diskussionen um Erbschafts- und Vermögensteuer eine Neiddebatte in der Gesellschaft anzufachen, die aber außer Zwietracht auch nichts bringen wird, weil dann zunehmend immer noch mehr Leistungsträger unserem Land den Rücken kehren werden und in die steuergünstigenen Nachbarstaaten auswandern, mit der Folge, daß das Steueraufkommen nicht steigt sondern sinkt. Die Global Player, sprich die Großkonzerne haben sich schon weitgehend aus Steuerdeutschland verabschiedet, um von außen ihr Monopolistenstreben weiter zu perfektionieren.
Den wahren Inflationszahlen entsprechend, ist es ein höchst wahrscheinliches Szenario, daß die Zinsen in der nächsten Zeit stark ansteigen, was den Handlungsspielraum, sowohl des verschuldeten Staates als auch seiner verschuldeten Bürger weiter einschränken wird, weil zur Finanzierung der jeweiligen Defizite deutlich mehr Mittel aufgebracht werden müssen.
Dann wird die Politik plötzlich da stehen, wie der Kaiser ohne Kleider und die Bürger werden erkennen, daß er nackt ist.
Dies ist eine höchstgefährliche Entwicklung!!! Parallelen zu den frühen 30-iger Jahren sind schon partiell erkennbar. Politiker aller Coleur: Paßt auf, daß ihr den Bogen nicht überspannt.
Ihr seit ganz nah dran!!!
Diesmal könnten es dann "Die Linken" sein, die uns das "Heil" bringen.
Und dann will`s wieder keiner gewesen sein.

Ob diese Zeitung es versteht? Die Leser hier verstehen es sicher besser.
 

[9:30] Pleitegeier über der Autobranche:

Welt: Jeder dritte Autohändler steht vor der Pleite

Autohändler haben es zurzeit nicht einfach: Teurer Kraftstoff, Umweltzonen und die Unklarheit über die Förderung von Rußpartikelfiltern sorgen für eine große Kaufzurückhaltung bei den Autofahrern. Mittlerweile ist jeder dritte Händler unmittelbar in seiner Existenz gefährdet und mehr als 1000 Betriebe gehen pro Jahr pleite.

Wie heute bereits auf der Rohstoff-Seite erwähnt, tut der hohe Ölpreis noch nicht besonders weh. Das sind also die nur ersten Symptome. Richtig "hart" wird es erst, wenn die Zinsen hochfahren und es kaum mehr Autokredite/Leasing gibt. Dann möchte ich nicht in dieser Branche sein. Rette sich wer kann!
 

[15:10] Die Autohersteller kommen auch von der Rohstoff-Seite unter Druck:

FTD: Stahlpreisschub bedroht Autobauer

Auf die weltweite Autobranche rollt ein immenses Kostenproblem zu. Die Unternehmen erwartet ein starker Anstieg der Preise für Stahl, den wichtigsten Rohstoff zum Autobau. Zugleich ziehen auch noch die Ausgaben für andere Materialien wie Öl, Kupfer, Aluminium oder Gummi an.

Kreist auch dort der Pleitegeier?

Leserkommentar dazu:
Ich habe vor zwei Tagen mit meinem Maschinenbauer (Stahl- Wasserbau) telefoniert: "Wald - und Wiesen Stahl" ist zum 1. April um 70 % teurer geworden und wird zum 1.Juni nochmals um 35 % erhöht.
Die Tonne Schrott kostet derzeit ca. 376 Euronen !!! Er hat noch Spezialstahl von vor 8 Jahren auf dem Lager, der kostete damals 22 Pfennig/kg, jetzt kostet der Schrott 37,6 Cent!! Wenn er sein Lager verschrotten würde bekäme er das 3,5-fache des Einkaufspreises ! Alles krank !!


Neu 2008-05-20:

[13:00] Die NRW-Politiker senden ihre Untertanen auf die WestLB-Schuldgaleere:

RPonline: Landesregierung übernimmt WestLB-Risiken

Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Düsseldorfer Landtag den sogenannten Risikoschirm von fünf Milliarden Euro für die Westdeutsche Landesbank (WestLB) genehmigt. Die Bank sei "aus dem tiefsten Tal der Tränen" in der Finanzmarktkrise heraus, sagte Finanzminister Helmut Linssen (CDU) am Donnerstag im Parlament. Es bleibe bei der Neuausrichtung der Bank aber noch viel zu tun.

Die Untertanen sollen die Suppe auslöffeln.
 

[12:00] Da ziehen die Deutschen auch hin:

Presse: Demografie: Mehr Deutsche als Türken

Das für die Demografen dabei Erstaunliche ist, dass die sogenannten klassischen Zuwanderungsländer dabei immer mehr an Bedeutung verlieren. Als regelrechte Bevölkerungs-Motoren hingegen entpuppen sich nun immer mehr Länder aus der Europäischen Union, allen voran Deutschland.

Genau 124.088 Deutsche waren zum Stichtag hierzulande gemeldet. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 9,2 Prozent oder 10.420 Personen. Noch 2002 registrierte die Statistik in Österreich gerade einmal 75.000 Deutsche.

Kein Wunder, bei diesem Steuer-Terror: Die Ausgestoßenen read!

Linksruck in der Politik, Topmanager am Pranger, Steuerrazzien im TV - mit Befremden nehmen die Leistungsträger die veränderte Stimmung im Land wahr. Viele ziehen die Konsequenzen. Und wandern aus.

In Österreich sind die Steuern auch hoch, aber es gibt nicht diesen Finanzamts-Terror wie in Deutschland.
 

[12:00] Bekommen die Politiker jetzt Angst?

Spiegel: Struck schmiedet Bündnis gegen Diätenerhöhung

Die Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete war in der Großen Koalition schon abgemachte Sache. Doch nun wächst der Widerstand. SPD-Fraktionschef Struck will seinen Unionskollegen Kauder auf seine Seite ziehen, um das bereits eingeleitete Gesetzgebungsverfahren zu stoppen.

Kein Wunder, dass sie nervös werden: Beck stürzt in Umfrage-Rekordtief

Nur der Staatsbankrott und eine Revolution können das Problem wirklich lösen. Diese Politiker finden keinen Ausweg - nirgendwo.


Neu 2008-05-19:

[20:00] Outlook negative:

KID Konjunktur-Indikator-Deutschland

Wer erinnert sich noch an die vorige "Abwärtswelle" 2002 - die war bereits ordentlich negativ. Dieser Abschwung geht direkt in eine Depression.
 

[9:00] Etwas anderes fällt den Politikern nicht ein:

Spiegel: SPD-Politiker wollen ran an die Reichen

Die Zahlen sind drastisch: Dem neuen Armutsbericht der Bundesregierung zufolge ist jeder vierte Deutsche arm - oder wird nur durch staatliche Leistungen davor bewahrt. In der SPD fordern jetzt die ersten Politiker höhere Steuern für Vermögende und Erben.

Falls es noch niemandem aufgefallen ist: die Politiker schneiden den "Reichen" derzeit ohnehin schon 10% im Jahr vom Vermögen weg - per Inflations-Steuer.
Die "Rettungsboote" schützen nicht nur vor dieser Inflationssteuer, sondern auch vor den neuen Begehrlichkeiten.

Hier schneiden die Politiker auch mit: Koalition plant Stinker-Steueraufschlag für Autos

PS: was hindert die "Reichen", denen die Medien gehören, daran einmal richtige "Breitseiten" abzuschiessen?
Offenbar gibt es dort keine "Reichen" mehr, sondern nur mehr angestellte Funktionäre.

[19:30] Die Politik kapiert nicht, was sie macht: Wie der Staat Familien in die Armut treibt, Armutsbekämpfung: Falscher Reflex

Aus diesem Teufelskreis gibt es nur einen Ausweg: den Staatsbankrott mit anschliessendem Neuaufbau eines neuen Systems.
Anders ausgedrückt, die Gutmenschen müssen weg.
 

[7:30] Idiotie Kündigungsschutz:

Welt: Faule Mitarbeiter tanzen Chefs auf der Nase rum

Für das Betriebsklima können sie eine Katastrophe sein: Mitarbeiter, die schon längst innerlich gekündigt haben, tun aus Unlust oft nur noch das Nötigste. Häufig geht das zulasten der Kollegen. Doch Chefs können wenig tun. Denn eine Kündigung wegen schlechter Leistungen ist nicht rechtmäßig.

Warum urteilen Richter so? vermutlich weil sie selbst eine Entlassung als den grössten Horror sehen würden.

Die real 9 Millionen Arbeitslosen durch solche Idiotie kümmert sie aber nicht. In Östereich gibt es etwa keinen "Kündungungsschutz".


Neu 2008-05-18:

[11:30] Was für die Politiker Arm und Reich ist:

Süddeutsche: Die Kluft wird größer

Immer mehr für die Reichen, immer weniger für die Armen: Die Schere zwischen den Extremen driftet in Deutschland weiter auseinander. Jeder vierte Bürger ist von Armut betroffen oder muss durch staatliche Leistungen davor bewahrt werden.

Insgesamt hat sich die soziale Kluft in Deutschland weiter vertieft. "Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich weiter geöffnet", beklagte Scholz. "Die Einkünfte der Reichen sind gewachsen, dagegen sinken die Einkommen im unteren Bereich leicht, im mittleren stagnieren sie." Als reich gelte, wer als Alleinlebender im Monat netto mehr als 3418 Euro zur Verfügung habe oder als Familie mit zwei Kindern mehr als 7178 Euro netto im Monat.

"Arm ist, so definiert es die EU, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, also 781 Euro netto", sagte Scholz. "Die Armutsrisikoquote liegt nach dieser Rechnung bei 13 Prozent der Gesamtbevölkerung."

Die Millionärsviertel sind vermutlich voll mit Leuten die in dieser Berechnung als "Arm" gelten - einfach weil sie sich für die Steuer "arm" gerechnet haben.

Für die Politiker gilt: Einkommen = Vermögen. Weil sie selbst alles ausgeben und kein Vermögen haben. Eigentlich gehören sie mit diesem Verhalten zur "Unterschicht".

Vermutlich wollen die Politiker überall das, damit sie richtig "helfen" können: Die Stadt, die keine Mittelschicht mehr hat


Neu 2008-05-17:

[20:00] Allianz verliert die Vertriebe:

NTV: Agentursterben bei Allianz

Beim Allianz-Konzern steht einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge offenbar ein Drittel der Versicherungsagenturen vor dem Aus. Die Zahl der Kündigungen bei den 10.000 niedergelassenen Agenturen nehme deutlich zu, zitierte das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe einen Manager: "Rund ein Drittel der Agenturen haben ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten, in manchen Gegenden Deutschlands sind es deutlich mehr." Wegen hoher Schulden bei der Einrichtung der Agenturen, verschärften Wettbewerbs, mangelnder Qualifikation der Vertreter und rigider Vorgaben der Allianz werde die Situation der Agenturen immer schwieriger.

Sie suchen sich angenehmere Versicherungen. Bei Allianz dürften die Bürokraten die Oberhand gewonnen haben.
 

[10:30] Bankvorstände "ahnungslos":

Süddeutsche: Bankvorstände sind ahnungslose Jungs

Jochen Sanio, Chef der Bankenaufsicht Bafin, kritisiert die Branche. Er sieht keine Pleiterisiken in Deutschland mehr, warnt aber vor weltweiten Risiken.

Gleichzeitig warnte er allerdings vor einer Ausweitung der Krise. "Es besteht die Gefahr, dass sich die Finanzkrise weiter verschärft und stärker als zunächst erwartet auf die Realwirtschaft durchschlägt", sagte er. "Der Start ins Jahr 2008 war sehr holprig." Bis zum Jahresende sei keine durchgreifende Besserung an den internationalen Kapitalmärkten zu erwarten. Sanio forderte die Kreditinstitute erneut auf, ihre Risiken offenzulegen.

Entweder ist er selbst auch ahnungslos oder er darf nicht über den wahren Zustand der deutschen Banken sprechen.

Leserkommentar-DE:

Die Banker, die ich über die IHK-Vollversammlung kennnegelernt habe, sind durch die Bank aufgeblasenen Dummköpfe, die nicht einmal einen Kiosk führen könnten. Reine Apparatschiks, keine Unternehmer.

Aber zumindest wissen sie, wie man sich richtig anzieht und wie man richtig isst. Das dürfte das Wichtigste in diesem Job sein.
 

[10:00] Citibank Deutschland wird verkauft:

Handelsblatt: Citigroup erwägt Verkauf der Citibank

Die US-Großbank Citigroup stellt das Privatkundengeschäft ihrer deutschen Tochter Citibank auf den Prüfstand. „Im Zuge des weltweiten Konzernumbaus der Citigroup sondieren wir auch verschiedene Optionen für das Privatkundengeschäft in Deutschland“, sagte ein Sprecher der Citibank am Freitag.

Branchenkenner halten für die Citibank mit ihren rund 3,3 Mill. Privatkunden einen Preis von drei bis vier Mrd. Euro für realistisch. Der Mutterkonzern könnte dieses Geld angesichts der Milliardenverluste in Folge der Finanzkrise gut gebrauchen. Pandit hatte kürzlich eine radikale Schrumpfkur angekündigt. Er will in den nächsten zwei bis drei Jahren Konzernteile und riskante Wertpapiere im Volumen von 400 Mrd. Dollar verkaufen und damit die am stärksten von den Marktturbulenzen getroffene Bank von Risiken freischaufeln, die seine Vorgänger über Jahre angehäuft hatten.

Der Verkaufserlös ist wirklich nur Peanuts im Vergleich zu den Riesenverlusten der Citigroup. Daher muss jetzt alles verkauft werden, was noch irgendeinen Wert hat.


Neu 2008-05-16:

[10:00] Schuldscheine von Firmen boomen:

FTD: Schuldscheine feiern Comeback

Die Verwerfungen an den Kapitalmärkten haben einen ungekannten Boom bei einem einfachen deutschen Finanzinstrument ausgelöst: Seit Jahresbeginn haben sich so viele Unternehmen wie noch nie Geld über Schuldscheindarlehen beschafft.

Normalerweise geben solche Firmen Bonds aus, aber dieser Markt ist immer noch gestört.
 

[9:30] Nur die Karriere zählt:

Handelsblatt: Ex-Gewerkschafter bringt alle gegen sich auf

Der neue Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn, Norbert Hansen, hat einen weiteren Personalabbau in dem Konzern angekündigt. Hansen, der bis vor wenigen Tagen Chef der Bahn-Gewerkschaft Transnet war, verlangt von den Beschäftigten mehr Effizienz.

Egal, wie man hochkommt, ob Gewerkschaft oder Konzern. Und wenn man dann oben ist, lässt man den Boss heraus.

Will er etwa auch das? 900-PS-Spielzeug für Millionäre

Müsste bei seinem neuen Gehalt drinnen sein.
 

[9:30] Joe "lässt" die Krise beenden:

Spiegel: Deutsche-Bank-Tochter ruft Ende der Kreditkrise aus

Die Kreditkrise ist an den Aktienmärkten vorbei - das behauptet die größte deutsche Fondsgesellschaft, die Deutsche-Bank-Tochter DWS. "Wir glauben, die Kurse gehen jetzt rauf", sagt ein hochrangiger Manager zu SPIEGEL ONLINE - dabei sehen die ökonomischen Basisdaten alles andere als rosig aus.

Wer braucht ein Ende der Krise "dringender"? Die DWS, der die Fond-Kunden davonlaufen oder Joe mit seinen riesigen, praktisch wertlosen Level-3 Assets?

[17:00] Leserzuschrift dazu:

Auszug aus dem Spiegel-Interview:

Die DWS selbst habe diese Strategie bereits umgesetzt. Zum Höhepunkt der Kreditkrise hatten die Fonds des Unternehmens eine Cashquote von bis zu 25 Prozent, nun sei sie wieder auf das Normalmaß von null bis fünf Prozent gesunken. Das heißt: Die DWS hat das Geld in Aktien gesteckt. "Wir sind wieder voll investiert", sagt Gerhardt.

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Mit anderen Worten, der Fond hat kaum mehr Bargeld. Wenn also jetzt noch viele aussteigen, dann müßten sie ihre Aktien zum aktuell (relativ) schlechten Kurs verkaufen (also mit Verlust). Darum wird jetzt auf Prinzip Hoffnung gesetzt.

Man kann es auch ganz anders interpretieren:

Von 25% Cashquote haben die Anleger schon rund 20% abgezogen (?!), so daß ein weiterer Abzug von Geld wohl dazu führen könnte, daß der Fond "pleite" ist.


Neu 2008-05-15:

[13:00] Niemand will die IKB haben:

FTD: IKB-Verkauf steht vor dem Aus

Der Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB droht zu scheitern. Nach FTD-Informationen zieht sich neben dem Finanzinvestor JC Flowers auch die BayernLB vorerst zurück.

Wann löst man diese Bank endlich auf?

Leserkommentar: der Schrott ist unverkäuflich!
 

[10:00] Wirtschaftswachstum - aus welchen Fingern haben sie sich das gesogen?

Spiegel: Deutsche Wirtschaft wächst überraschend stark

Trotz der Finanzkrise ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2008 so kräftig gewachsen wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 1,5 Prozent zu. Experten hatten mit einem wesentlich niedrigerem Wert gerechnet.

Aus den "Inflations-Lügen-Fingern" natürlich. Real war es eine Schrumpfung, das zeigen auch die diversen Meldungen aus der Realität.

[13:00] Die haben bei Hank gelernt - Inflationsabschwächung??? Inflation schwächt sich weiter ab

[16:30] Andere sehen das realistisch: Deutsche Konjunktur bäumt sich zum letzten Mal auf

Wer glaubt diesen Unsinn noch?

[13:30] Leserzuschrift - hier ist die Realität:

Wer liest und glaubt eigentlich noch so einen hanebüchenen Unsinn wie ihn der Spiegel verbreitet? Richtig, die dumm-studierten Systemlinge, die glauben sie wüßten Bescheid, weil ihre Berieselung mit Desinformation qualitativ hochwertiger ist, als die fürs einfache Volk.
In den letzten Monaten war ich recht häufig in vielen verschiedenen Möbelhäusern unterwegs. Überall das gleiche Bild: Gelangweilte Verkäufer (ca. 2 auf einen Kunden) die sich in die eigentlich zu verkaufenden Sofas fläzen und Zeitung lesen (kein Witz!), weil alles im vierstelligen Preisbereich wie festgenagelt rumsteht, trotz Finanzierungsangeboten und wahnwitzigen Preisnachlässen, denn das einzige was die noch verkaufen ist ein bischen Deko-Ramsch am Samstag Nachmittag .
Aus anderen Branchen ist mir nichts gegenteiliges bekannt. Wie soll es auch anders sein? Die Lohnerhöhungen fangen die Inflation bei alltäglichen Konsumgütern nicht auf und da die Masse eh schon von der Hand in den Mund lebt wird das Geld das für "Luxus"-Konsum da ist immer weniger.
Mit den richtigen Informationen kann das ein Grundschüler berechnen, aber es musst erst soweit kommen, dass die Kosten für Benzin, Essen, Miete oder ähnliches bei der Masse den kompletten Lohn auffressen, bis dieses schwachsinnige Geschreibsel ein Ende findet, weil es dann halt endlich doch keiner mehr glaubt.

Schon vom "Dumber Money" gehört? Das sind die Akademiker, die glauben bis zu letzt die Zahlen der Obrigkeit (ist immer so - sie waren sehr lange in der Schule). Es gibt aber noch ein "Dumbest Money": das müssen die Journalisten und Ökonomen sein.
 

[14:00] Diesen Leuten scheint es aber noch besser zu gehen - Leserzuschrift:

heute war ich ausnahmsweise mit meinem Bruder unterwegs (Firmenversicherer). Das, was wir gesehen haben am Friesenplatz (Haupt-flanier-meile-für-Strunzer in Köln), war für mich einigermaßen schockierend. Audio, Mercedes, BMW und alle Marken waren vertreteten. Nur die tollsten Kisten flanieren in der Innenstadt um die besten Hühner aufzugreifen. Von Krise keine Spur.

Und, wen ich auch anspreche - und versuche zwischen den Zeilen zu vermitteln - bitte nehmt keine Kredite auf oder ähnlich - taube Ohren und - ach ja....alter Querdenker.

Der eine mit der neuen, tollen B-Klasse, der gerade Insolvenz hinter sich hat, der andere, der sich nen fettes Penthouse leistet als Angestellter, der bald nix mehr zu fressen hat.........aber das ist nicht möglich.......weil.......

In welcher Welt lebe ich eigentlich? Ok, Köln war immer was anders, aber das ist wirklich übertrieben und ich denke, hier gibt es - vor allem im Winter - grosses Negativpotential (hoher was-weiss-ich--wie-man--das-bezeichnet--Anteil)

NIEMAND - ABER AUCH NIEMAND - Den ich kenne wäre irgendwie auf irgendwas vorbereitet - PROST.

Helfe denen Gott, wenn sie denn einen haben.

Ja, noch haben sie einen Gott: den Kredit.


Neu 2008-05-14:

[17:00] Deutsche Banken zieht es in die grosse weite Welt - dort wo das Prestige fliesst:

Paul C. Martin in Bild: Was sucht die Helaba in New York?

Die deutschen Landesbanken haben sich mit faulen Immobilienkrediten in den USA schwer die Pfoten versengt. Von mindestens 20 Milliarden Euro Miesen ist die Rede. Aber sie machen weiter, wie das Beispiel der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen in New York zeigt.

Diese Geschäfte erschienen ihnen wohl zu „provinziell“, und so haben sie sich in der weiten Welt umgesehen, dort Filialen gegründet und freudig mit Krediten um sich geschmissen.

Nun möchte man meinen, gebrannte Kinder scheuten das Feuer. Nichts da. Wer durch New York schlendert, findet an so mancher Ecke ein Bauprojekt mit dem Schild „Finanziert durch die Helaba“, z.B. am Rohbau des Luxuskomplexes „The Harrison Sales and Design Center“ an der Ecke Amsterdam Avenue und 77th Street in der vornehmen Upper West Side.

In Hessen und Thüringen ist es leider nicht so prestigeträchtig, Kredite zu vergeben. Wenn es die UBS und Joe vormachen, müssen auch die deuschen Provinzbank-Vorstände natürlich hinterher - um allen Besuchern zeigen zu können: ja dort in der grossen Welt sind wir auch engagiert.

PS: auch in den USA genügt natürlich nicht eine X-beliebige Stadt, es muss schon New York und dort natürlich Manhattan sein.
 

[11:00] Die Bürokratie wie in Normalzeiten nie abgebaut:

Welt: Deutschland versagt im Kampf gegen Bürokratie

Unnötige Regularien, Aufbewahrungsfristen und komplizierte Gesetze: Vieles in der deutschen Bürokratie ist unsinnig – und vor allem teuer. Nach Schätzung von Experten belaufen sich die Bürokratiekosten auf 40 Milliarden Euro. Deutschlands oberster Bürokratiejäger soll Abhilfe schaffen.

Es gibt eimmer neue Bürokratie zu "verbessern" (auszubauen) oder zu erfinden. Gerade die Umwelt- und Steuerbürokratie sind in Deutschland besonders schlimm.
Und es gilt das alte Bürokatie-Gesetz: ein Chef ist umso wichtiger, je mehr Untergebene er hat, Akademiker zählen dabei doppelt.

Nur ein Staatsbankrott kann einen Grossteil der bürokratischen Teufelskreise beseitigen.

[17:00] Leserzuschrift-DE dazu:

Auch in schlechten Zeiten wird in Deutschland keine Bürokratie abgebaut.
Ein Beispiel dafür: Große Teile des Bürgerlichen Gesetzbuches stammen noch aus der Kasierzeit, wenn auch notdürftig revidiert. Viele Gesetzte sind noch aus der Nazi-Zeit gültig, wie da wären Schornsteinfegerzwang (jeder Bezirk hat einen Schornsteifegermeisert und der wird eingesetzt...) oder auch die beliebten Kassenärztlichen Vereinigungen (Monopole, in die ein Arzt gezwungen wird und die für den Arzt seine Leistung bei den Krankenkassen abrechnen) Die Liste läst sich beliebig fortsetzten. Mein Eindruck ist: besser wirds nicht....
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass das Wiederherstellen des Berufsbeamtuntum einer der ersten Schritte der Nazis war und selbst von den allierten Siegermächten nicht geändert wurde. Damals war man schlauer als heute im Irak, wo man die gesamte Verwaltung als erstes rausgeschmissen hat.

Klingt nicht sehr ermutigend, aber wir werden sehen.
 

[7:00] Prestige-Wettkampf um DUS:

Handelsblatt: Zwei Recken im Kampf um "Dus"

Der Flughafen Düsseldorf stand lange im Schatten anderer Airports. Doch ein Einzugsgebiet mit 18 Millionen Menschen und zehn Dax-Konzernen verführte Air Berlin dazu, dort ein Drehkreuz für Langstreckenflüge aufzubauen. Dies rief den etablierten Konkurrenten Lufthansa auf den Plan und ließ eine „Schlacht“ entbrennen, die teil groteske Züge annimmt.

Braucht die Lufthansa wirklich einen 3. Hub? Hier wird in einem Prestige-Wettkampf Geld verschleudert. Das fliegt man mit extra-kleinen Flugzeugen hin, damit ja kein Slot an den Konkurrenten geht. Die Passagiere müssen dann vor dem Start warten, da sich vor der Runway lange Flugzeugschlangen bilden.
 

[6:30] "Bilanzschönung" bei der Postbank nötig?

FTD: Postbank stellt Immobilien zum Verkauf

Die Postbank stellt dem Vernehmen nach den Großteil ihres Immobilienvermögens zum Verkauf - nur wenige Wochen nachdem sich bereits der Mutterkonzern Deutsche Post von einem milliardenschweren Portfolio getrennt hat.

Dieses Verfahren nennt sich "Sale and Leaseback" und wird angewendet, wenn eine Firma dringend Geld braucht - zum Preis späterer, hoher Mietzahlungen.

[11:00] Auswirkungen auch auf die Post selbst: Finanzkrise lässt Post-Gewinn einbrechen


Neu 2008-05-13:

[19:00] Stagflation auch in Deutschland:

Handelsblatt: Wirtschaft rutscht in die Stagnation

Nach einem wachstumsstarken Jahresauftakt steht der deutschen Wirtschaft eine merkliche Abkühlung bevor. Der Handelsblatt-Barclays-Indikator sagt für das laufende zweite Quartal einen merklichen Tempoverlust vorher. Welche Faktoren und Risiken für die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums verantwortlich sind.

Genau müsste es Stagflation heissen, nicht Stagnation. Denn das reale Wirtschaftswachstum ist durch die gefälschte Inflationsstatistik negativ - inflationäre Rezession.
 

[9:00] Bierpreis in Bayern - da hört sich der Inflations-Spass auf:

BR: Preisschock im Biergarten

Zahlreiche Biergärten in Bayern haben ihre Preise erhöht. So kostet die Maß Bier vielerorts bis zu 40 Cent mehr als im vergangenen Jahr. In manchen Biergärten müssen die Gäste bereits über 7 Euro für die Maß Helles bezahlen.

Die Preiserhöhungen sind bisher noch moderat, da nur ein Teil der Kosten weitergegeben wurde, aber der Rest wird noch aufholen. Dann wird die Sache hoffentlich auch für die Politik ungemütlich.


Neu 2008-05-12:

[20:30] In der Krise ist man sich selbst am Nächsten:

Zeit: Der Westen klagt

Fünf arme Gemeinden in Rheinland-Pfalz wollen den deutschen Osten nicht länger unterstützen.

Es kann nicht sein, dass weiter nur nach Himmelsrichtungen gefördert wird«, sagt Bürgermeister Kurt Pirmann (SPD). Und darum gehe es nicht an, dass seine bettelarme Heimat weiterhin den Aufbau des deutschen Ostens mitfinanzieren müsse. Gemeinsam mit vier anderen Gemeinden hat Zweibrücken Land gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt. Sie wollen nicht weiter für den Fonds Deutsche Einheit zahlen.

In der Krise geht der Fokus der Menschen immer zum eigenen "Stamm", hier zur eigenen Gemeinde. Man will keine anderen Leute mehr subventionieren.

Ein gutes Anschauungsbeispiel. An dieser Sache zerbrechen in einer Depression auch alle multiethnischen Strukturen und Länder.
 

[20:00] Gated Communities auch in Berlin:

PI: Berlin: Wohnen wie in Südafrika

Ein düsteres Zukunftsszenario der multikulturellen Gesellschaft nimmt erstmals in Berlin Form an: Ähnlich wie man es aus den Kriminalitätsschwerpunkten etwa in Südafrika kennt, ziehen sich die Reichen in luxuriöse Wagenburgen zurück, in denen teure Sicherheitsmaßnahmen Begegnungen der unerwünschten Art mit der gesellschaftlichen Realität verhindern. Offiziell denkt man dabei noch vorrangig an die Gefahren des Straßenverkehrs für die Kinder. Aber warum werden dann ausgerechnet nachts die Vorkehrungen nochmals verschärft?

Sehr interessant auch die Leserkommentare dazu. Da meint einer, dass die meisten der Bewohner dieser Sicherheitsburgen wohl Grünwähler sind.


Neu 2008-05-11:

[12:30] Wer zahlt die Spitzensteuern - die Mittelschicht:

FAZ: Kleingeld für die Mittelschicht

Plötzlich sprechen alle wieder über Steuersenkungen. CSU-Chef Erwin Huber reibt sich in München zufrieden die Hände. Sein Vorstoß, die sprudelnden Steuerquellen zu nutzen und den Bürgern schon 2009 etwas von ihrem Geld zurückzugeben, kommt vor allem bei Durchschnittsverdienern gut an. Kein Wunder: 52,5 Prozent seines Einkommens zieht der Staat einem ledigen Durchschnittsverdiener mit Steuern und Sozialabgaben heute aus der Tasche. Nur Belgien und Ungarn greifen noch kräftiger zu.

Die beiden "Halb-Stoibers" haben es für ihren Wahlkampf erkannt. Eine massive Steuerentlastung ist notwendig.

Jedoch wird dabei in diesem System nichts herauskommen, da die Politiker ihre Ausgaben nicht einschränken wollen. Nur ein Staatsbankrott mit Revolution und Systemwechsel schafft es.

Wer in dieses System noch viel einzahlt ist selbst schuld!
 

[12:00] Geringe Chance einer Konjunkturbelebung:

Landesbank Berlin: Konjunktur Deutschland Seite 8

Der Umsatzschwund im Einzelhandel hielt auch
nach dem Jahreswechsel an. Zwischenzeitliche
Aufwärtsrevisionen fielen kaum ins Gewicht, und
auch die leichte Erholung im Januar wurde durch
kräftige Einbußen im Februar (–1,6%) schon wieder
aufgezehrt.
Die Verbraucherbefragungen hatten zwar eine
Stimmungseintrübung im Zusammenhang mit den
gestiegenen Kraftstoff- und Nahrungsmittelpreisen
erkennen lassen, doch hätte der durch die GfK
erhobene Gesamtindex für die letzten Monate zumindest
eine Stagnation der Einzelhandelsumsätze
erwarten lassen. Unabhängig davon zeigen die
Detailangaben jedoch, dass erstens der positive
Trend am Arbeitsmarkt die Einkommenserwartungen
nicht nachhaltig zu beflügeln vermochte und
zweitens die Konjunkturhoffnungen inzwischen
wieder einen kräftigen Dämpfer erhalten haben.

Ohne steigende Realeinkommen keine Konjunkturbelebung. Da mögen die Ökonomen und Politker noch so viel hoffen und beten.

Leserkommentar:
vielen Dank für die Arbeit, die Sie jeden Tag in die Hartgeldseiten stecken! Für mich ist es immer ein Pflichtlektüre! Wie es so schön heißt" Wer nicht hören will, muß fühlen" . Also wer weiter an das System glaubt wird bald das Ende fühlen, wenn es zu spät ist!

Das Ende des Systems naht schon, irgendwann werden es auch die Politiker bei der Wahl spüren.


Neu 2008-05-10:

[17:00] Nur für einen lohnt sich die Riester-Rente:

Welt: Riester verdient 284.000 Euro mit Riester-Rente

Der SPD-Politiker nimmt durch Werbe-Vorträge für die nach ihm benannte Rente weit mehr ein als durch sein Bundestagsmandat. Riesters großzügige Auftraggeber sind dabei Finanzberater, Versicherungen und Sparkassen.

Für den Erfinder und Namensgeber. Für die Finanzfirmen natürlich auch.
 

Siemens-Exorzismus am Werk:

Spiegel: Wer sich nicht anpasst, fliegt raus

Er ist der Exorzist, der die Dämonen der Korruption aus den Siemens-Gemäuern austreiben soll: Peter Löscher. Nach der Affäre kämpft sein Konzern noch immer gegen den Imageverlust an. Sein eigenes Ansehen hält der Österreicher sauber.

Offener spricht Löscher über die Ansagen, die der Vertrieb in allen 190 Ländern bekommen hat, in denen Siemens aktiv ist. Wenn der Kunde Schmiergeld verlange, müssten Aufträge notfalls abgelehnt werden. Illegale Aktivitäten von Mitarbeitern werde man nicht dulden. "Wer sich nicht anpasst, fliegt raus."

Die Kunden in den Korruptionsländern werden darüber nur lachen - und sie gehen zur Konkurrenz (die lacht jetzt besonders stark). In Ländern wie Brasilien geht der Siemens-Auftragseingang ohnehin schon stark zurück. Der Exorzist exorziert die Firma weg (nicht den Teufel).

PS: hoffentlich bezahlt Löscher schöne Abfindungen an die hinausgeworfenen Vertriebsleute.

[10:00] Aber manche sind "gleicher": Eine Art Verkehrsdelikt

Etwa frühere CEOs.

Leserkommentar: "All animals are equal, some animals are more equal" George Orwell


Neu 2008-05-09:

[18:30] Leserzuschrift - Dt. Bank -> Insider-Verkäufe:

Nicht alle in der Führungsetage der Dt. Bank scheinen euphorisch optimistisch bezüglich der Zukunft des eigenen Hauses zu sein ...
Diese Woche gab es Insider-Verkäufe ...

http://www.finanzen.net/nachricht/DGAP_DD_Deutsche_Bank_AG_722783

Einer hat für 5 Mio Aktien verkauft. Die letzten Verkäufe in dieser Grössenordnung fanden übrigens am 31.5.2007 statt ... zwei Wochen später wurde die Finanz-Krise akut ...

http://www.finanzen.net/insidertrades/Deutsche_Bank

Ein weiterer Chef hat "nur" für 100.000 verkauft ... aber er ist immerhin "Head of Finance-Group" bei der Deutschen Bank ...

http://www.finanzen.net/nachricht/DGAP_DD_Deutsche_Bank_AG_722788

Wir erinnern uns ... die Dt. Bank ist diejenige mit den meisten Level-3-Assets und gleichzeitig der geringsten Eigenkapitalquote ...

Hat Joe auch verkauft? wahrscheinlich, aber geheim.
 

[12:30] Deutsche Banken - nicht internationbal genug?

Handelsblatt: McKinsey: Banken gefährden Wachstum

Die verkrustete Bankenbranche in Deutschland gefährdet nach Ansicht der Unternehmensberatung McKinsey das Wirtschaftswachstum. Die deutschen Kreditinstitute sind nicht international genug und tragen zu wenig zur Wirtschaftsleistung des Landes bei, schreiben die Berater in ihrer Studie „Deutschland 2020“.

Hahaha, sie haben doch genügend Verlust-CDOs gekauft und 2 Primary Dealers mit Verlusten gibt es auch. McKinsey ist bekannt als der "Verkomplizierer".
 

[9:30] Verluste beim 2. deutschen Primary Dealer:

Handelsblatt: Dresdner Bank stürzt in Verlustzone, Die Zahlen der Dresdner Bank sind schockierend

Die Dresdner Bank bleibt in der Finanzkrise eine Belastung für den Allianz-Konzern. Der Versicherungsriese hat wegen der Finanzkrise in seinem Bankgeschäft im ersten Quartal tiefrote Zahlen geschrieben.

Warum sollten die ungeschoren davonkommen, wenn alle anderen "Kollegen" bereits richtig zerfleddert werden?
 

[9:00] Kaufkraft-Schwund:

Spiegel: Kaufkraft ist deutlich gesunken