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Neu 2008-05-31:
[9:00] Die Treibstoff-Proteste beginnen:
NYT: Irate Europeans Protest the Soaring Price of Gasoline
"This concerns everyone who drives,” Ms. Schneberger said. “And that makes a lot of angry people.” Indeed, protests broke out across the Continent this week as irate port workers clashed with the riot police in Marseille and truckers stopped traffic in London to demand government fuel rebates. On Thursday, the protests spread to truckers in the Netherlands and French farmers blocked the entrance to oil depots. Italian and Spanish fishermen were planning strikes for Friday.
Less audible, but no less angry, are French nurses fretting about the cost of making home visits in their cars, Italian travel agents worried about fueling tour buses, and families from Madrid to Moscow who are leaving their cars at home or reducing spending in other areas.
European governments, already under pressure from slowing economic growth and falling tax revenue, are increasingly concerned the anger could grow. On Tuesday, faced with furious truckers, President Nicolas Sarkozy of France called for the European Union to cap fuel taxes — a proposal immediately rejected by other countries that count on the income to bolster their budgets.
Man muss nur genügend protestieren, dann zucken die Politiker zurück. Mit dem "Napoleon" in der Führung.
Neu 2008-05-30:
[20:30] Die Konsumkrise greift auf Kontinentaleuropa über:
Stockworld: Frankreichs Verbrauchervertrauen erreicht Rekordtief
FAZ: Deutscher Einzelhandelsumsatz im April unerwartet schwach
Niemand kann sich abkoppeln!
Moody's wacht zu Osteuropa auf:
FAZ: Moody's-Rating von Ungarn, Lettland, Litauen bei Krise gefährdet
Bei einer „harten Landung“ ihrer Wirtschaft wären insbesondere Ungarn und die baltischen Staaten Lettland und Litauen von einer Abstufung der Bonitätsnote bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt die Rating-Agentur Moody's Investors Service in einer am Donnerstag erschienenen Studie.
Und diese "harte Landung" kommt - noch 2008.
Neu 2008-05-29:
[12:30] Die verückten EU-Bürokraten äffen überall die Amis nach:
ORF: IPod-Kontrollen auf dem Flughafen
Hinter verschlossenen Türen verhandeln EU-Kommission und US-Behörden über ein neues Copyright-Abkommen, das Tauschbörsenbenutzer kriminalisiert. Zoll und andere Behörden sollen auch in Europa anlasslos Laptops, iPods und andere Datenträger nach "illegalen" Inhalten durchsuchen können.
Damit machen sich sich nur noch unbeliebter. Die Musikindustrie auch. Deren DRM-Methoden sind ohnehin schon im Zusammenbruch. Nur die EU-Bürokraten haben noch nichts davon bemerkt.
Neu 2008-05-28:
Wieder was Neues von Sarko:
FTD: Sarkozy will Europa zur Festung machen, Einwanderung - Jenseits der Grenze
Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat sein Rambo-Thema für den im Juli beginnenden EU-Ratsvorsitz seines Landes gefunden. Der als Hardliner bekannte Präsident will die sechs Monate an der Spitze der Europäischen Union dazu nutzen, einen europäischen Einwanderungspakt voranzutreiben.
Dieser Typ ist wirklich sprunghaft. Vor wenigen Monaten noch wollte er eine Mittelmeer-Union. Jetzt werden die Grenzen zu diesen Ländern zugemacht. Bald wird er auch daran wieder die Lust verlieren, nachdem er das Problem ausreichend mit Geld beworfen hat.
Neu 2008-05-27:
[10:00] Neue Überwachungs-Ideen der EU-Affen:
Goldseiten: EU-internes Papier: RFID-Chips versehende Ausweise zum Kauf von Benzin notwendig
In einem EU-internen Arbeitspapier sind die ersten Ergebnisse einer Beratergruppe dokumentiert, die "Pläne für die Ausgestaltung europäischer Innenpolitik über das Jahr 2009 hinaus" (also nach dem Auslaufen des Haager Programms) entwickeln soll. Einem unserer Informanten wurde nun in Brüssel Einblick in dieses noch streng vertrauliche Papier gewährt - und was er las, übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. George Orwell, der Autor des bekannten Buches "1984", hätte manches davon gewiß nicht in seinen kühnsten Träumen geahnt!
Es geht bei den Überlegungen im wesentlichen um den Einsatz der neuen, mit RFID-Chips versehenen Ausweise, die die Bürger der EU in Zukunft bei allen möglichen Verrichtungen des täglichen Lebens vorzulegen hätten.
Das sollen sie zuerst einmal in 27 Ländern implementieren und die probleme beseitigen. RFID ist ja nicht besonders zuverlässig. Aber der Machtrausch kennt natürlich keine Grenzen.
[9:30] UK: My castle is now repossessed:
Presse: Immobilien: Mein Haus war mein Schloss
Der britische Traum vom Eigenheim als Geldmaschine ist ausgeträumt. „Was nach oben geht, muss nach unten fallen“, sang die Gruppe mit dem passenden Namen Blood, Sweat and Tears einst in dem eindringlichen Lied „Spinning Wheel“. Mittlerweile aber ist die britische Wirtschaft kein Spinnrad mehr, auf dem Gold gesponnen wird, sondern ein Glücksrad, bei dem sehr viele in Gefahr sind, sehr viel zu verlieren: Ein nun publik gewordenes Regierungspapier fürchtet gar einen Wertverlust von bis zu zehn Prozent bis Jahresende.
Die Briten haben wie die Amerikaner ihre Häuser "monetisiert", d.h. von dort über Hypotheken Geld für den Konsum herausgezogen. Das ist jetzt vorbei und die Bankenabschreibungen gehen los.
Aber die Banker der City lassen es sich gutgehen: 13 Milliarden Pfund für Londons Banker
Neu 2008-05-26:
[9:30] Spanische Betonfalle:
Phoenix: Wie Spanien sich die Zukunft verbaut
ORF: Notverkauf nach Immobilienrausch
Wohnungen sind in Spanien nahezu unerschwinglich geworden: im Stadtkern ebenso wie in den Trabantensiedlungen am Rande der Großstädte. Um doch an das Eigenheim zu kommen, verschulden sich Hunderttausende junger Leute hoffnungslos auf Jahrzehnte. Großartige Lebensperspektiven jenseits der Hypotheken gibt es dann nicht. Wieder andere wohnen mit 30 noch bei Mama, denn bezahlbare Mietwohnungen gibt es kaum.
Die Baulöwen und Spekulanten treiben die Preise hoch. Nachdem die EZB/Regierung die Banken stützt, können diese den Leerbestand der Baulöwen stützen. Erst wenn dieses Potemkinsche Dorf zusammenstürzt, gibt es wieder erschwinglichen Wohnaum - und eine Revolution.
Neu 2008-05-22:
[20:30] Kann man "Offshore Norther Rock" (Island) so retten?
HuffingtonPost: Scandinavians Arrange Emergency Funds to Keep Hedge Fund Pirates From Destroying Iceland
The sup-prime fallout and global credit crunch is hitting hard in Iceland, as I've been keeping tabs on in this space. The latest news is that Björn Gudmundsson, an economist at Landsbanki, said the Bank of England might need to join the Nordic front to stop the crisis spreading. This would be on top of an emergency credit facility put in place this past week by Norway, Sweden and Denmark of 1.5 billion Euros to support the Icelandic Krona from an attack by hedge funds. These hedge funds are wielding what Warren Buffet calls 'Weapons of Mass Financial Destruction' (a.k.a. derivatives), who have targeted the country with short-selling 'bear raids' to try and drive the 300,000 people living in Iceland and their economy into bankruptcy for a quick buck.
Sie werden Island nicht retten können, denn die Isländischen Banken sind tief im UK_Retail-Bereich drinnen, der gerade runtergeht.
Viele Hedge Fonds werden einen anderen Hedge Fond (Island) jetzt fressen. Mahlzeit!
[14:00] Italien, ein Fall für den Staatsbankrott:
Spiegel: Wenn Berlusconi doch von Fiat lernen könnte
Bürokratie, Klientel-Wirtschaft, Korruption - in Sachen Produktivität stellt Italiens Wirtschaft zuverlässig Negativrekorde auf. Ohnmächtig studiert das Volk einen Bestseller über die Malaise - und lässt sich resigniert vom Veteranen der Skandale regieren.
Die haben den Staatsbankrott mit anschliessender Generalreform dringendst nötig.
Neu 2008-05-21:
[17:00] Die EU-Diktatoren machen sich auch wieder wichtig:
Spiegel: EU will Umweltsünder europaweit hart bestrafen
Europäische Premiere: Bisher kamen Umweltsünder oft ungestraft davon. Doch wer in Zukunft die Natur in Europa verpestet, soll verfolgt und bestraft werden. Damit gibt sich die EU zum ersten Mal ein gemeinsames Strafrechtsgesetz.
Macht, Macht, Machtrausch.
Böser Leserkommentar-DE dazu:
Das bedeutet ja kollektiven Selbstmord aller EU-Bürokraten.
Stellen diese doch die größte ,,Umweltverschmutzung'' in Europa dar.. mit ihren schwachsinnigen Verordnungen, Bürokratie usw.
Warum nicht?
Es wäre eine Erleichterung für alles Lebendige auf dem Planeten, wenn sich die EU-Bürokraten selbst beseitigen würden. Und dabei die Nationalpolitiker gleich mitvernichten würden.
Nein, die Nationalpolitiker werden, wenn es ihnen an den Kragen geht, sich von der EU lösen. Es wird sich dann jeder zu retten versuchen.
[14:30] Sarkos Grossmacht-Pläne mit EU-Geld:
Handelsblatt: EU will neue Autobahnen für Nordafrika
Neue Autobahnen für Nordafrika, ein sauberes Mittelmeer und ein Ausbau der Solarenergie im Süden – die Europäische Union will sich große Projekte für die neue Mittelmeerunion vornehmen. Den Grundriss für die erneuerte Partnerschaft der EU mit den benachbarten Ländern am Mittelmeer legte die EU-Kommission dazu jetzt in Straßburg vor.
Wieder ein Anflug von Napoleon. Er will das alte französische Kolonialreich wiederbeleben? Mit EU-Geld natürlich!
[9:00] Die richtige "Reichen" (Angeber)-Besteuerung:
Spiegel: Über 50.000 Euro Strafsteuer auf Porsches Cayenne
Neue CO2-Steuern machen große Autos in vielen europäischen Ländern extrem teuer: Für den Vorstadtpanzer Porsche Cayenne S wird etwa in Norwegen eine Zulassungssteuer von 53.000 Euro fällig - die ersten Hersteller melden bereits Absatzeinbrüche.
Warum nicht gleich so. Da kann jeder selbst entscheiden, ob er diese Steuer bezahlen will. Wenn man diesen "Vorstadtpanzern" richtig den Garaus machen möchte, dann müsste man Kredit/Leasing-Finanzierung dafür verbieten - das bringt aber viel weniger Steuereinnahmen.
[7:30] Ein britisches Blutbad:
MoneyWeek: Bloodbath Britain
The UK is about to be battered by the biggest financial storm of our lifetimes.
If you want to make sure you survive it, you've simply got to act NOW.
Solche Werbung ist meist besser als das, wofür sie gemacht wird.
Neu 2008-05-19:
[20:00] Spanien in der Rezession:
ManagerMagazin: UPDATE: Spanisches Wirtschaftswachstum bricht im 1. Quartal ein
Das Wachstum der spanischen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal angesichts des kräftigen Abschwungs beim Wohnbau deutlich abgekühlt. Wie die Statistikbehörde INE am Mittwoch mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal nur noch um 0,3%, was den niedrigsten Zuwachs seit fast vierzehn Jahren darstellte. Auf Jahressicht lag das BIP damit um 2,7% höher, der geringste Wert seit rund fünf Jahren. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten entsprechende Wachstumsraten von 0,4% bzw. 2,8% prognostiziert.
Real ist es eine Rezession, da auch diese Zahlen wie überall gefälscht sind. Die "Volkswirte" sehen natürlich nie etwas voraus.
[7:30] Will die EU wirklich die Agrarsubventionen kürzen?
Welt: EU dreht deutschen Bauern den Geldhahn zu
Es ist ein riesiger Posten im EU-Haushalt: 52 Milliarden Euro pumpt der Staatenverbund jedes Jahr in die Landwirtschaft. Damit soll es bald vorbei sein. Die EU will Subventionen in großem Umfang abbauen. Besonders stark betroffen wären wohl die deutsche Bauern.
Ich persönlich glaube nicht, dass sich etwas ändert. Denn der rieisige Subventions-Bürokratie-Apparat will sicher weiterbestehen.
Ein "Abbau" kommt sicher erst mit einem Zerfall der EU.
Neu 2008-05-18:
Die EU und ihre sinnlosen Heuchler-Gipfel:
Standard: Viel heiße Luft in Lima
Die Klima-Bilanz des EU-Lateinamerikagipfels in der peruanischen Hauptstadt Lima ist schlecht: Etwa 8.500 Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid seien wegen des Treffens mit etwa 3.000 Delegierten und Regierungsrepräsentanten aus 60 Ländern beider Kontinente in die Atmosphäre geblasen worden, kalkulierte das peruanische Unternehmen A2G Carbon Partners am Samstag. 95 Prozent dieser Menge sei allein durch die An- und Abreise der Gipfelteilnehmer per Flugzeug entstanden.
Für die Politiker sind die eigenen Klima-Ziele natürlich völlig egal. Es geht ja um deren primären Job: die Selbst-Beweihräucherung.
Neu 2008-05-16:
[10:30] Der UK-Konsument wird jetzt auf jeden Fall "gekreuzigt":
Telegraph: Bank of England 'must abandon inflation target or crucify consumer'
The Bank of England will "crucify" consumers unless the Treasury lets it abandon its inflation target, one of Britain's leading economic authorities has warned.
The Government must consider re-writing the Monetary Policy Committee's remit or leave the UK to face an unnecessarily deep and painful economic slump, according to Peter Spencer, chief economist of Ernst & Young Item Club.
Eine solche Aussage kann nur ein echter Volltrottel von "Chief-Economist" machen. Dieser Typ versteht wie seine Kollegen nicht, was die Inflation anrichtet. Sein eigenes Gehalt mag zwar mit der realen Inflation steigen, aber nicht das der Masse. Ein Währungsabsturz trifft den Konsumenten wegen des Inflationschocks nur noch mehr.
Die Konsumenten in den Bubble-Ländern wie USA, UK, ES, etc. werden auf jeden Fall "gekreuzigt" - sie werden für ihren Konsum auf Kredit büssen müssen. Durch Bankrott und Explosion der Lebenshaltungskosten.
Neu 2008-05-14:
[11:00] Fast keine Hypotheken mehr in UK:
Times: UK mortgage lending hits worst level for 30 years
Mortgage lending to first-time buyers and existing homeowners fell during the first quarter to its lowest level for more than three decades and is predicted to worsen throughout 2008.
Da quietschen die Kredit-Bremsen richtig. Ein echter Credit-Crunch. Und in sehr kurzer Zeit.
[16:00] Jetzt der Einbruch der Realwirtschaft: Britische Konjunktur verdüstert sich rapide
[10:30] EU-Bürokraten - grosse Sorge wegen Inflation:
ORF: Inflation wird Gipfelthema der EU: "Große Sorge"
Die hohen Preise für Nahrungsmittel und Rohstoffe rufen die EU auf den Plan. "Wir sollten überlegen, ob wir die gemeinsame Agrarpolitik verbessern können", sagte EU-Währungskommissar Joaquin Almunia gestern in Brüssel.
Er kündigte für den kommenden Monat Beratungen der EU-Finanzminister und der EU-Staats- und -Regierungschefs über den bedrohlichen Höhenflug der Preise an.
Ja, EU-Bürokraten und Politiker: Ihr solltet in grosser Sorge sein - um Eure Jobs.
Kleiner Tip: stellt das Gelddrucken ein und hebt die Zinsen an, dann sinken die Preise wieder. Aber dann sind die "Arbeitsplätze" weg. Ihr habt das Ende der Fahnenstange erreicht.
[7:00] Preiskontrollen und andere Politiker-Idiotien in Griechenland (Leserzuschrift):
ich habe mir heute mal erklären lassen, was es denn eigentlich nun wirklich auf sich hat mit dem Streik der Lastwagenfahrer (es sind NICHT wie immer berichtet nur die Benzin-Lieferanten, die streiken). Und das, was dabei herauskam, passt nun wirklich sehr ins Szenario. Also: Man muss hier in Griechenland davon ausgehen, dass der LKW-Fahrer auch der Spediteur selbst ist, d.h. platt ausgedrückt: Wer auf dem Bock sitzt, der trägt auch das unternehmerische Risiko.
Warum streiken die LKW-Fahrer also? Nun, die Antwort ist kurz gegeben: In den letzten Wochen sind bekanntlich die Benzinpreise (ergo auch für Diesel) in den Himmel abgezogen. Zum Vergleich: Im Frühjahr, als wir das letzte mal hier waren, kostete Diesel noch unter 1 Euro, heute sind wir teilweise schon bei 1,20 Euro. Dazu hat der griechische Staat die Autobahnmaut verdoppelt sowie wohl auch die Steuern für die LKW-Unternehmen deutlich angehoben (meine Bekannte sprach heute auch von Verdoppelung, ob das aber ganz genau stimmt, vermag ich nicht zu sagen).
Andererseits sind hier in GR die Preise, die die Spediteure (sprich: LKW-Fahrer) nehmen können, wohl staatlich reglementiert. Und der griechische Staat hat den LKW-Fahrern (also den Spediteuren) einfach verboten, die Preise trotzdem anzuheben. Aus lauter Angst, dass dann natürlich diese Preisanhebung auf beispielsweise die Spritpreise oder die Lebensmittelpreise durchschlagen würden, weil die Kosten letztlich an den Verbraucher weiter gegeben werden - sprich: Die Inflation noch weiter steigt.
Es gibt Berechnungen, dass - wenn die Forderungen der LKW-Fahrer hier so umgesetzt würden (sie fordern 20 Prozent), die Preise für einen Liter Benzin auf 2 Euro steigen würden. Soviel dazu.
Ich kann seit meinem letzten Bericht nur anmerken, dass sich die Lage hier immer weiter verschärft. Die Supermärkte sind absolut leergefegt, die Tankstellen nicht nur in der Provinz haben einfach nichts mehr. Die Bauern auf Kreta beispielsweise (die zu dieser Jahreszeit die ersten sind, die allein für den Inlandsmarkt Obst und Gemüse liefern) bekommen ihre Waren nicht mehr auf das Festland. Fleisch vergammelt in den Lagerhäusern.....
Das absolut Bemerkenswerte: Hier in der tiefsten, ländlichen Provinz ist die die Lebensmittelversorgung absolut intakt! Es gibt zwar quasi kein Benzin - aber die Autarkie funktioniert. Ich weiß, wo ich sein will, wenn es knallt....
Politiker sind blöd: da versuchen sie den Anstieg der Transportkosten per Dekret zu verhindern. Dafür bricht jetzt die Versorgung zusammen, da der Transport unrentabel wird. Wann kommt es zu Konsumenten-Aufständen gegen diese Regierung?
[17:00] Leserzuschrift-AT dazu:
Ein paar Worte zum GR-Streik.
Es stimmt dass die LKW-Maut in GR um über 115% mehr als verdoppelt wurde. Dazu kommt natürlich noch der erhöhte Dieselpreis. Das sind allerdings nur die eher kleinen Probleme der Griechenland-Frächter.
Tatsache ist, dass in GR der Spediteur wie auch z.B. der Taxiunternehmer eine Lizenz pro betriebenen Fahrzeug an den Staat abführen muss. Und diese Lizenzgebühr beträgt z. B. für einen LKW um die 60.000 – 80.000 Euro.
Nun sieht aber das EU-Recht diese Regelung nicht vor. Es gab hierzu auch eine Urteil des europ. Gerichtshofs.
Ergo: Alle gr. Frächter haben diese Lizenzgebühr bezahlt, welche ausländische Frächter nicht bezahlen müssen und der Staat GR möchte diese Gebühr aber nicht zurückzahlen. Im Gegenteil, er erhöht sogar die Steuern. Deswegen wird verständlich, dass die gr. Frächter hier im Wettbewerbsnachteil sind, da sie diese Kosten ja in die Preise einberechnen müssen.
Auf der anderen Seite weiß natürlich der Staat aufgrund dessen, dass viele Frächter Einzelunternehmer sind, dass so ein Streik nicht ewig dauern wird, da die Unternehmer ja nichts verdienen wenn sie nicht fahren.
Neu 2008-05-13:
Neuer Immobilien-Horror aus Spanien:
WOZ: Profit City, España
In Spanien leben 85 Prozent der Bevölkerung in eigenen Häusern oder Eigentumswohnungen. Diese verlieren ständig an Wert. Und die Hypothekarzinsen steigen.
Der Ansturm trieb die Preise weiter in die Höhe. «Wohnraum ist in Spanien teuer geworden, weil die Bevölkerung die hohen Preise bezahlt», sagte 2002 der damalige Bauminister Francisco Álvarez Cascos. Der Satz klang damals etwas zynisch, aber ganz unrecht hatte der rechtskonservative Politiker nicht. Vor allem in den grösseren Städten und an der Mittelmeerküste sind die Preise innerhalb von zehn Jahren ums Drei- und Vierfache gestiegen.
Ja, die Dummen haben bis letztes Jahr diese Horrorpreise bezahlt, jetzt nicht mehr, also bricht die Bubble zusammen. Für die nächsten Jahrzehnte werden die Spanier jetzt wohl genug von Immobilien haben.
Neu 2008-05-12:
[18:30] "Helldorado" in Spanien:
Mike Shedlock: Housing Hell in Spain and Oz
In Southern Spain, bitter expats talk about "Helldorado" - paradise that has mutated into a nightmare. Tumbling property prices, a glut of new properties still flooding onto the market and rising Spanish interest rates are taking their toll.
Jetzt müssen die Häuser in Spanien auch noch vielfach abgerissen werden, da sie ohne gültige Baugenehmigung gebaut wurden.
Neu 2008-05-11:
[20:00] Der "Nordische Hedge-Fond" Island bekommt die (Ab-)Rechung:
Focus: Islands Währung rutscht ab
Der Chefvolkswirt der isländischen Zentralbank hat vor Gefahren für die Wirtschaft durch die starken Wechselkursschwankungen gewarnt – und die Krone damit auf Talfahrt geschickt.
Die Krone ist zum Euro von 82 auf 120 gefallen und gehört damit zu den prominentesten Opfern der Finanzkrise.
Und diese Rechnung inkludiert IMMER eine Abwertung der Währung und hohe Zinsen.
[11:30] EU-Diktatur:
Spiegel: Verheugen warnt vor Öko-Diktatur
Klare Worte vom obersten Industriepolitiker: Der Vizepräsident der EU-Kommission Verheugen will die Bürger nicht mit immer neuen Klimaschutzvorschriften bevormunden. Grund für seinen Wunsch nach mehr Entscheidungsfreiheit ist die Schadstoffregelung für Neuwagen.
"Wir nähern uns einem Zustand, den ich als Lifestyle-Regulierung bezeichnen würde." Er wolle keine Gesellschaft, in der den Menschen vorgeschrieben werde, "wie sie in ihren eigenen vier Wänden zu leben haben". "Wir dürfen die Bürger nicht entmündigen", betonte er und fügte hinzu: "Es gibt ja schon heute Leute, die von Ökodiktatur reden."
Da schau her - was da aus dem Mund eines EU-Diktators (Kommissars) kommt. Das mit der Lifestyle-Diktatur stimmt. Diese EU-Bürokraten glauben, sie müssen die Diktatur neu erfinden - Machtrausch. Hintergrund ist wohl, dass er von der eigenen Autoindustrie Druck bekommen hat und jetzt seinen Kollegen einen Dämpfer versetzt.
Afrikanische Korruption sickert auch in die EU ein: Alles nur Lüge?
Neu 2008-05-08:
[9:00] Konsum geht europaweit zurück:
Bloomberg: European Retail Sales Drop by Record on Rising Costs
Retailers have ``never before faced so many challenges,'' Jose Luis Duran, chairman of Carrefour SA, the world's second- biggest retailer, said April 9. ``Inflation is a big issue,'' with the increase in costs outstripping the gain in prices charged by retailers, he said.
Der Preis der Inflation - und der platzenden Immo-Bubbles.
Neu 2008-05-07:
[19:00] Airbus im Problemsumpf:
Spiegel: Airbus ist reif für's nächste Sparprogramm
Bei Airbus geht es rund - der Flugzeugbauer wird die zum Verkauf stehenden Werke nicht los, die A380-Produktion stockt, der Militärtransporter A400M wird zum Milliardengrab. Der Sanierungsplan "Power 8" droht zu scheitern - Experten sagen: Eigentlich ist das Unternehmen schon reif für "Power 9".
Dabei hat die Wirtschaftskrise in der Fliegerei noch gar nicht begonnen und die nationalen Quereleien sind auch noch nicht am Höhepunkt. Beides kommt noch. Was wird dann aus Airbus? Power 9 oder die Zerlegung?
Neu 2008-05-06:
[21:00] Spanien in der Rezession:
NTV: Spanien schwächelt
In Spanien mehren sich nach dem Ende des Baubooms die Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft. Die Industrieproduktion schrumpfte im März saisonbereinigt um 2,6 Prozent, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Angesichts immer neuer Minuszeichen beim Industrieausstoß in den vergangenen Monaten muss die Regierung ihre Hoffnung wohl vorerst begraben, dass das verarbeitende Gewerbe die Schwäche der Bauwirtschaft teilweise auffangen könnte. Insbesondere die Stärke der Bauwirtschaft hatte Spanien eine mehr als zehnjährige Wirtschaftsblüte beschert.
Aus und vorbei. Nächste Stufe: Depression
[11:00] FR: Monetäres Asterix-Dorf:
Netzeitung: Franc ist neues Zahlungsmittel in Collobrières
Im Jahre zehn nach Waigel ist ganz Gallien vom Euro besetzt. Ganz Gallien? Nein! Eine winzige Stadt in der Provence leistet Widerstand und bezahlt wieder mit Franc. Für Touristen und Franzosen ist Collobrières seit kurzem ein Kult-Ort.
Versteckte Francs dazu gibt es offenbar noch genügend.
Neu 2008-05-03:
[11:00] Entlassene Banker brauchen keine Büros mehr - Rückgang der Mieten in London:
Spiegel: Trendwende am Londoner Büromarkt
Die City of London ist die City of Money - wie an kaum einem anderen Bürostandort konzentriert sich dort das Finanzgeschäft. Lange zum Glück der Vermieter: Banken waren Traumkunden, die viel zahlten. Doch jetzt beutelt die Kreditkrise die Geldinstitute - und bei den Räumlichkeiten wird gespart.
Die Banker haben also jeden Preis gezahlt. Damit ist jetzt Schluss.
Auch politische Amtsinhaber werden in der Krise vor die Tür gesetzt: WAHLDEBAKEL FÜR LABOUR
Inklusive dem Londoner Bürgermeister.
Neu 2008-05-02:
[11:00] Die Eurozone lahmt schon:
Handelsblatt: Aufschwungkräfte in der Euro-Zone erlahmen
In der Industrie der Euro-Zone mehren sich die Anzeichen, dass die Aufschwungkräfte allmählich erlahmen. Im Gegenwind der von den USA ausgehenden Finanzkrise wuchs der Sektor so schwach wie seit dem Spätsommer 2005 nicht mehr.
Transatlantische Ansteckung.
Neu 2008-04-30:
[21:00] Jetzt ist auch die Eurozone mit der Rezession dran:
Telegraph: Euro dives as wheels fly off eurozone economy
The euro has suffered its sharpest drop in four years as a blizzard of weak data from Germany, Belgium, France, and Spain spark fears that economic contagion may be spreading from the Anglo-Saxon world to Europe.
Die "Ansteckung" durch USA und UK. Irgendwann fliegen dann auch die Räder vom Euro weg.
[19:00] Auf der britischen Insel gehen die Kreditlichter aus:
Times: Homeowners to suffer as global crunch hits UK hardest
Homeowners in the UK will bear the brunt of a City slowdown as Britain takes the biggest hit of the global credit crisis, the chief economist at Goldman Sachs predicted today.
Britain is likely to be the worst-hit of the world's economies in the fallout of the global credit crisis, the chief economist of Goldman Sachs said yesterday.
Jim O'Neill said that the UK, with its heavy reliance on financial services, was "in the eye of the storm of a deleveraging world economy". He added that the ensuing slowdown would be passed on to homeowners.
Manchester-born Mr O'Neill last year predicted the collapse of the US property market which triggered the sub-prime crisis. He said: "The UK mortgage market is effectively frozen."
Das ist nur der Anfang, aber es wird jetzt wirklich ernst. Besonders das:
[21:00] Goldman Sachs - Short Gilts: Goldman Sachs warns on gilt market after BoE's bail-out
Jetzt kommen durch eine Flut neuer zur Bankenrettung Staatsanleihen diese und das Pfund unter Druck.
Neu 2008-04-29:
[21:30] Wieder eine britische Grossbank mit Milliarden-Bedarf:
Süddeutsche: Britische Großbank braucht neue Milliarden
Der Immobilienfinanzierer HBOS plant eine Kapitalerhöhung um 5,1 Milliarden Euro - anscheinend wird die Krise auf dem britischen Immobilienmarkt immer ernster.
Die brennen wirklich lichterloh - aber das sind eigene Feuer (nicht aus den USA).
[14:00] London - Angstschweiss bei Immobilien-Spekulanten:
Handelsblatt: Londons Hausbesitzer spüren den Blues
Die Kreditkrise treibt Londoner Hausbesitzern den Angstschweiß auf die Stirn: Selbst in Stadtteilen nahe der City fallen die Immobilienpreise ins Bodenlose. Im schlimmsten Fall könnte die aufziehende Krise am britischen Immobilienmarkt das ganze Land in eine Rezession stürzen.
Dieser Angstschweiss ist lehrreich. Er sorgt dafür, dass man in den nächsten Jahren die Finger von Spekulations-Immobilien lässt.
Die ach so cleveren Banker der City hat es also auch erwischt. Sorry, sie sind eine Banker-Herde, keine Investoren.
Neu 2008-04-28:
Der keltische Tiger stürzt ab:
FTD: Irland droht der Absturz
Mithilfe von EU-Subventionen stieg Irland vom Armenhaus zum europäischen Tigerstaat auf. Nun droht ein jäher Absturz. Damit können sich die Iren jedoch nur schwer abfinden.
Die hatten die schlimmste Immo-Bubble in West-Europa. Entsprechend tief wird der Absturz sein.
Massenentlassungen auch bei RBS:
Spiegel: Royal Bank of Scotland entlässt 7000 Mitarbeiter
Die Kreditkrise kostet immer mehr Arbeitsplätze: Nach Abschreibungen in Rekordhöhe baut die Royal Bank of Scotland laut einem Zeitungsbericht 7000 Stellen ab. Insgesamt könnten am Finanzplatz London 40.000 Jobs verloren gehen.
Der Preis der Überexpansion.
Neu 2008-04-27:
[17:30] Brrr - in den Eingeweiden der EU:
Welt: Die Klüngel-Geschäfte in der EU-Zentrale
Ein Heer von Beamten regelt von Brüssel aus die Geschicke der EU-Mitgliedsstaaten. Wer in der Verwaltungsmaschine etwas werden will, muss Seilschaften suchen. Denn Klüngelei und nationales Denken bestimmen, welches Projekt Erfolg hat. Eine frustrierte Lobbyistin schreibt, warum sie das Geschäft mit Europa abstoßend findet.
Es wird Zeit, dass diese Verschwendungsmaschine aufgelöst wird.
[19:00] Volksabstimmungen ignorieren sie auch: EU-Parlament will mögliches "Nein" ignorieren
Tolle Vertreter haben wir in das EU-Parlament geschickt.
GPS vs. Galileo = Supermacht vs. gackernder Hühnerstall:
Spiegel: "Galileos" ungewisse Zukunft
Die EU macht Ernst mit "Galileo": Der zweite Testsatellit des Navigationssystems fliegt ins All. Doch die Zukunft des Systems ist ungewiss: Die Kosten drohen zu explodieren, und auch die militärische Nutzung könnte größer ausfallen als bisher angegeben.
Wenn die Depression einsetzt, dann werden diese gackernden EU-Hüher davonfliegen. GPS bleibt (möglicherweise) allein übrig.
Neu 2008-04-25:
Sarko - der gewesene "Napoleon":
Standard: Ein Jahr Sarkozy: Talfahrt mit ganz viel Glamour
Spiegel: Sarkozy gibt Fehler zu - und der Weltwirtschaft die Schuld
Oui, je regrette: Frankreichs Präsident Sarkozy zieht nach einem Jahr im Amt Bilanz - und zeigt sich reumütig wie nie. Er habe "Fehler" gemacht, sagte Sarkozy angesichts miserabler Umfragewerte. Zugleich machte er die kriselnde Weltwirtschaft für seine Startschwierigkeiten verantwortlich.
Nach einem Jahr unter Nicolas Sarkozy wenden sich immer mehr Franzosen enttäuscht von ihrem Präsidenten ab. Der versprochene Wandel ist ausgeblieben. Sarkozy bewegt die Nation, ohne sie wirklich zu bewegen.
Dieser Typ demontiert sich sehr schnell. Und jetzt braucht er auch noch einen Sündenbock dafür - die nachlassende Weltwirtschaft - ganz klassischer Politiker.
Neu 2008-04-22:
[20:30] So etwas ist EU-Mitglied:
Spiegel: Bulgarien Im Würgegriff der Mafia
Auftragsmörder bleiben unbehelligt, Politiker kassieren Bestechungsgelder und in zahlreichen Gemeinden regieren bereits die Paten: In Bulgarien treibt die Mafia ihr Unwesen.
Brauchen wir soetwas wirklich noch in der EU?
[16:30] Bilanz-Tricks in Spanien:
Telepolis: Wie faule Kreditgeschäfte sauber werden
Da hat sich die sozialistische spanische Regierung was ganz Tolles einfallen lassen, um den hoch verschuldeten Bürgern schmackhaft zu machen, für die Finanzkrise aufzukommen, die sich nach der Immobilienblase) Bahn bricht. Die Sozialisten (PSOE) kündigten im Anschluss an die erste Kabinettssitzung nach den Neuwahlen am vergangenen Freitag ein Konjunkturprogramm in einem Umfang von 18 Milliarden Euro an. Damit soll auch den Besitzern von Wohnungen und Häusern geholfen werden, die wegen der gestiegenen Zinsen in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.
Ihnen bietet die Regierung vor allem an, die Laufzeit ihrer Hypotheken in den kommenden zwei Jahren "kostenlos" zu verlängern. Doch gratis sollen nur die sonst üblichen Gebühren sein.
Es geht in Wirklichkeit um die Bilanzen der spanischen Banken. Durch diese Kreditverlängerung müssen sie die Kredite nicht gleich abschreiben.
Siehe auch: Die Fiesta ist vorbei
[11:30] Spanien - "Abbau":
Presse: Spaniens Bau-Boom steht vor jähem Ende
Die schwere Krise am spanischen Immobilienmarkt belastet die gesamte Wirtschaft des Landes. Drohen nun "amerikanische Verhältnisse"?
Ja, die amerikanischen Verhältnisse kommen dort - es war fast alles identisch, inkl. 100% Finanzierungen. Fehlt nur noch der Kollaps der Banken.
Neu 2008-04-21:
[13:00] Da brennt die City of London:
Welt: Englische Notenbank gibt Mega-Finanzspritze
Mit einem gigantischen Rettungspaket springt die englische Zentralbank den angeschlagenen Geldhäusern zur Seite. Für bis zu 100 Milliarden Pfund wollen die Zentralbanker den Finanzinstituten auf der Insel schwer verkäufliche Hypotheken abnehmen. Fraglich ist, ob die Geldspritze wirkt.
Gestern waren es "nur" 50 Mrd. GBP, heute ist es schon doppelt soviel. Das sind britische Kredite, die hier monetisiert werden, keine US-Bonds.
Die britischen Kreditausfälle dürften bereits enorm sein.
[19:00] UK - schlimmste Situation seit Generationen:
Handelsblatt: "Der schlimmste Schock seit Generationen"
Die Bank of England hat ein Nothilfepaket für britische Banken geschnürt, das einmalig in der Finanzgeschichte des Landes ist. Doch kaum veröffentlicht, steht das Hilfsangebot schon in der Kritik. Zumal frühere Rettungsaktionen der Zentralbanker die Gewitterwolken über den Finanzmärkten nicht vertreiben konnten.
Die City brennt ordentlich, schlimmer als in den 1930er Jahren.
[20:00] Hier sieht man, wie das Pfund schon leidet: Große Verwerfungen!
Kein Wunder:
[14:00] Leserzuschrift - die Briten monetisieren anders:
gestern wurde schon geschrieben, dass das Balance Sheet (die "Bilanz") der Bank-Of-England nur 78 Mrd. Pfund stark ist. Auf der Aktiv-Seite (den "assets") ist meiner Information nach kein Volumen von 50 Mrd Pfund an U.K. Staatsanleihen (den "Gilts") vorhanden, die gegen MBS oder andere verbriefte Hypothekenanleihen getauscht werden können.
D.h. die englische Regierung müsste neue Gilts herausgeben, die die BoE dann gegen Cash aufkaufen würde. Dann steigt natürlich die Staatsverschuldung um weitere 50 Mrd Pfund. Oder die BoE kauft Gilts am Markt an. Damit könnte dann das Balance Sheet der BoE um die erwähnten 50 Mrd Pfund aufgebläht werden.
In einem zweiten Schritt könnte die BoE dann diese Gilts gegen MBS der kriselnden U.K.-Banken getauscht werden ("Swap").
Die Banken könnten wiederum die Gilts in ihren Bilanzen zum vollen Wert ansetzen und müssen deshalb keine Abschreibungen vornehmen. Da die BoE ähnlich wie die FED bilanziert, werden die MBS zum "Nennwert" in die Bilanz der BoE eingebucht. Die Verluste der MBS sind dann erst einmal "verschwunden".
Die Bilanzierungs-Praxis der FED ist in dem 2006 Annual Report der Federal Reserve Bank of New York auf Seite 20 gut beschrieben:
"Differences exist between the accounting principles and practices in the Financial Accounting Manual (Anmerkung des Autors: ein FED-internes Dokument) and the generally accepted accounting principles in the United Stated ("GAAP"), primary due to the unique nature of the Bank's powers and responsibilities as part of the nation's central bank. The primary difference is the presentation of all securities holdings at amortized cost, rather than using the fair value presentation required by GAAP."
Aha - Unternehmen müssen nach U.S. GAAP einen "fairen Wert" für ihre Bestände angeben. Die U.S. Notenbank darf dageben (wie die anderen Notenbanken auch) die gleichen Bestände zu amortisierten Kosten ausweisen, muss also nicht zu Marktwerten bilanzieren.
Diesen Mechanismus ließe sich quasi solange fortsetzen, bis irgendwann einmal das Balance Sheet der Zentralbank genauso groß ist, wie die Summe der Balance Sheets des Banken-Systems. In Deutschland ist das Verhältnis der Bilanzsumme des Bankensystems (EUR 7.574 Mrd) im Vergleich zu der Bilanzsumme des Deutschen Bundesbank (EUR 483 Mrd) ungefährt 16:1. Und in England wird nun anscheinend eine Verdoppelung der Binalnzsumme der BoE geplant.
Dieser Mechanismus des Monetarisierens ist nicht besser als das Anwerfen der Gelddruck-Maschinen in Zeiten der Weimarer Republik.
Am Ende erhöht sich damit die Staatsverschuldung und sie zerstören die Währung.
Neu 2008-04-20:
[19:30] Spanien - Wohnungen zu verschenken:
Standard: Verschenke meine Wohnung
In den vergangenen zehn Jahren wurde in Spanien gebaut wie verrückt. Spekulation trieb die Preise enorm in die Höhe. Jetzt sind viele Spanier hochverschuldet
Andere trifft es noch schlimmer. So etwa Blas Vicente aus Ripollet nahe Barcelona. Seit fast einem Jahr zahlt die fünfköpfige Familie brav den Kredit ab, jetzt steckt sie in Geldnöten. "Ich verschenke meine Wohnung mit allem, was ich bereits bezahlt habe", inseriert Vicente. Der neue Besitzer müsse nur den Rest der Hypothek abbezahlen. Doch niemand beißt an. Denn die Wohnungspreise in Ripollet sind infolge der Krise in nur einem Jahr um fast 30 Prozent gefallen. Die Wohnung der Familie ist nichts mehr wert.
Das war alles Subprime - Wohnungen ohne Anzahlung. Jetzt gibt es das selbe Desaster wie in den USA.
Zum irischen EU-Referendum:
MehrDemokratie: E-Mail-Enthüllung überschattet Irland-Besuch
Schon seit langem haben unabhängige Beobachter, wie zum Beispiel EU Observer, festgestellt, dass die Arbeit der EU aus Rücksicht auf das irische Referendum derzeit praktisch stillsteht. In Reaktion auf den Artikel sagte Irlands Premier Bertie Ahern gegenüber der Irish Times, dass die Vorwürfe, dass "Europa vor dem Referendum absichtlich Ankündigungen ändere, jeder Grundlage entbehren".
Vor diesem Referendum zittern alle Politiker. In ihren eigenen Ländern versuchen sie ein Referendum unbedingt zu verhindern.
Das zeigt, dass sie alle nur Papiertiger sind. Ein wirklich starker National-Politiker würde einfach sagen: wenn die EU untergeht, ist es mir auch egal, meine Machtbasis ist zuhause, nicht in Brüssel.
Man sollte sich lieber auf solche Entwicklungen konzentrieren:
Kommende Bürgerkriege in Europa:
Kopp: Die CIA erwartet Bürgerkriege in deutschen Ballungsgebieten
Die CIA ordnet schwere Jugendunruhen, wie sie sich in den letzten Monaten in französischen Vorstädten, in den Niederlanden, in Dänemark, Großbritannien und Schweden ereignet haben, als „Vorboten“ dieser kommenden Bürgerkriege ein. In den kommenden Jahren werde die Kriminalität unbeschäftigter Kinder von Zuwanderern steigen, die steigenden Sozialausgaben der europäischen Staaten würden nicht reichen, um diese Bevölkerungsgruppe dauerhaft ruhig zu stellen.
Damit dürfte die CIA sehr richtig liegen.
Neu 2008-04-17:
Vom IMF offiziell - Ende der Ostparty:
Telepolis: Die Party geht zu Ende
Für eine eher auf vorsichtige Formulierungen bedachte Institution wie den Internationalen Währungsfonds (IMF) klang die jüngste Prognose der konjunkturellen Entwicklung Osteuropas beinahe alarmistisch. Laut dem jährlich publizierten Global Financial Stability Report des IMF droht der gesamten osteuropäischen Peripherie eine konjunkturelle "harte Landung", die hauptsächlich durch die globale Finanzkrise ausgelöst werden könnte.
Diese "Landung" wird ein knallharter Absturz.
Übrigens, in einem Bericht der Commerzbank sind die beiden Banken mit der weltweit höchsten Ost-Exposure: Erste und Raiffeisen aus Österreich.
Neu 2008-04-15:
UK - Die "City" ist nervös:
Welt: Schatten über Londons City
Die boomende Finanzindustrie sorgte jahrelang für ein Wirtschaftswunder in Großbritannien. Selbst die Kreditkrise schien wenig Schaden anzurichten. Nun aber kippt die Lage, das gesamte Land könnte damit vor einer Rezession stehen. Frank Stocker hat die wachsende Nervosität in London beobachtet
Sie haben allen Grund, nervös zu sein, denn deren Kredite und Bonusse werden platzen.
[21:00] Die UK-Immobilien zeigen jetzt richtig abwärts: Kreditkrise lässt britische Immobilienpreise einbrechen
Und das Pfund auch: Hauspreise lassen Pfund abstürzen
Kollabieren die Briten noch vor Spanien?
Spanien - Die 10 Milliarden werden nicht reichen:
Presse: Spanien: Zehn Milliarden gegen drohende Wirtschaftskrise
Seine zweite Amtszeit hat Spaniens Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes mit einem Paukenschlag begonnen. Der Ex-EU-Kommissar gab am Montag bekannt, Spanien werde seine Wirtschaft mit Finanzhilfen von zehn Mrd. Euro stützen. Damit werde der sich ankündigende Abschwung abgefedert, sagte Solbes.
Die Schäden sind viel höher. Aber eine Verzögerung des Absturzes ist vielleicht drinnen.
Neu 2008-04-14:
Wenn die Angst vor der Revolution regiert:
FTD: EU beendet Biosprit-Subventionen
Vor kurzem noch Hoffnungsträger, jetzt sozialer Sprengstoff: Biosprit steht in der Kritik, seit die Nahrungsmittelpreise weltweit explodieren. Jetzt will die EU ihre Biospritsubventionen streichen - nicht wegen der Hungernden, sondern weil "der Markt jetzt da ist".
Das ging aber sehr schnell. Die Angst der Politiker und Funktionäre muss gross sein.
Es ist Zeit, meine Revolutions-Seite zu öffnen
Neu 2008-04-13:
[15:00] Ende des Banker-Luxus in London:
Telegraph: UK economy faces tough times as credit crunch hits big City spenders
DailyMail: Credit crunch forces Anthea and Grant to cancel their summer ball
As soon as he felt the heavy hand squeeze his shoulder last Tuesday morning, Jonathan, a banker at Royal Bank of Scotland in London, knew he fired. Obediently, he went through the motions - greeted his boss cheerfully, listened the long talk about the decline of the leveraged finance market and the opportunities elsewhere - before shaking hands, returning to his desk and leaving.
Die richtig grosse Entlassungswelle kommt noch. Ende dieser Dekadenz.
[19:00] Krise tut auch den Politikern nicht gut: Umfragen: Historisches Tief für Gordon Brown
Kein Wunder, dass sie eine Krise mit allen Mitteln zu vermeiden suchen.
[12:00] Wo bleibt der "Napoleon" in Sarkozy?
Presse: Gekaperte Jacht: Reederei zahlte zwei Millionen Dollar Lösegeld
Offenbar hat die Reederei CMA-CGM die Besatzung der vor Somalia entführten Luxus-Jacht freigekauft. Bei der anschließenden Verhaftung der Piraten sei "nicht ein Tropfen Blut geflossen", betont Frankreichs Verteidigungs-Minister.
Wieder hat er es gezeigt: anstatt die Yacht mit dem Militär zu befreien, zahlen sie Lösegeld. Und dann wird noch eine Verhaftungs-Show vorgeführt.
Dieser Sarko kauft sich aus allen Problemen mit Geld frei.
Neu 2008-04-10:
[8:30] Island - hier kann man ein ganzes Land shorten:
FTD: Finanzkrise gefährdet ganz Island
Jahrelang galt der Inselstaat als Wachstumswunder. Die Finanzkrise hat das Land wie kein zweites in Europa getroffen. Die Isländer haben bereits die Schuldigen ausgemacht: Spekulanten und Hedge-Fonds. Nun will man kämpfen.
Irrtum - das ganze Land ist ein Hedge-Fond, der jetzt kollabiert.
[11:00] Weitere "Islands" kommen: Finanzkrise: Island voll erwischt
Neu 2008-04-09:
Die Briten haut es jetzt mehrfach zusammen:
Presse: Furcht vor Immobilien-Crash: Britisches Pfund auf Rekordtief
Das Pfund Sterling notiert zum Euro so schwach wie nie zuvor. "Es wird befürchtet, dass wie in den USA die Häuserpreise stark fallen", sagt eine Analystin.
Alles geht jetzt runter: Pfund, Immo-Preise, Konsum.
Neu 2008-04-08:
[11:00] Spanien - das Sterben der Baulöwen:
Handelsblatt: Spaniens Hauspreise brechen ein
Nach Jahren des Booms rutschen die iberischen Bauunternehmen und Projektentwickler tief in die Krise. Ob die Immobilienbranche sich noch einmal fangen kann und weich landet, ist fraglich. Die Arbeitslosigkeit wird wohl erst einmal steigen.
Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Beinahe täglich berichten spanische Zeitungen über neue Konkurse von Wohnungsbau- und Immobilienunternehmen. Colonial, Cosmani, Habitat, Martinsa-Fadesa oder Detinsa lauten etwa die Namen der Opfer, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben sich in den vergangenen Jahren zu sehr auf stetig steigende Wohnimmobilien-Preise verlassen, sind zu schnell gewachsen und haben sich dabei zu hoch verschuldet.
Wie hat Mike Shedlock darüber geschrieben: OK so they do not have US subprime debt. Instead they have Spain subprime debt. Is that such a comfort?
Alls Subprime in Spaniens Immobilienwirtschaft. Das kommt jetzt herunter, eine weiche Landung wird es sicher nicht.
Neu 2008-04-07:
[18:30] Die Idiotie der EU-Diktatoren:
Welt: Warum Marmelade jetzt Konfitüre heißen muss
Wie muss eine Leiter aufgestellt werden? Welcher Abstand muss zwischen zwei Treckerleuchten sein? Warum darf Marmelade nicht mehr Marmelade heißen? Auf 80.000 Seiten hat die EU ihre Gesetze festgeschrieben. Gut gemeint, aber oft daneben. WELT ONLINE nennt die fünf verrücktesten EU-Gesetze.
Machtrausch, das ist es.
Warten wir einmal auf den Bankencrash und die Depression. Dann verlieren auch diese Kaiser ihre Kleider.
Spanien bereits in der Rezession:
FTD: Spaniens Wirtschaft geht zu Boden
Spaniens Abschwung hat sich im März verschärft. Ökonomen sahen am Wochenende das Land bereits in einer Rezession, nachdem Umfragewerte bei Industrie und Servicefirmen sich heftig eingetrübt hatten.
"Die Immobilienkrise und die Finanzunruhen greifen extrem schnell auf die Gesamtwirtschaft über", sagte Véronique Riches-Flores, Europa-Chefökonomin der Société Générale.
Die Fahrt nach Unten in eine Horror-Depression ist also voll im Gang.
[21:00] Mike Shedlock zur Spanien-Rezession: Housing Bubble Bursts Wide Open In Spain
OK so they do not have US subprime debt. Instead they have Spain subprime debt. Is that such a comfort?
Gleiche Probleme, nur etwas später dran.
Neu 2008-04-06:
Wenn den Spaniern das Wasser bis zum Hals steht:
KölnerStadtAnzeiger: Ende der Bau-Fiesta in Spanien
Spaniens Krise kündigt sich durch einen Schilderwald an: „Se vende - zu verkaufen“, prangt an Hunderttausenden Häusern und Wohnungen im ganzen Land. Die Zahl der Verkaufsschilder an Fenstern, Balkonen, Fassaden und Gartenzäunen wird nicht kleiner, sondern jeden Tag größer. Vielen Eigentümern steht das Wasser bis zum Hals, weil sie ihre Hypotheken wegen immer höherer Zinsen nicht mehr bezahlen können. Rund 85 Prozent aller spanischen Familien wohnen auf Pump im Eigenheim. Zugleich mehren sich die grauen Bauruinen an Stadträndern und an den Küsten. Von halbfertigen Rohbauten werden Kräne und Gerüste abgezogen, weil plötzlich die Käufer fehlen - und ohne Kunden geht den Baukonzernen das Geld aus. Ihre Aktienkurse sind auf nicht endender Talfahrt, die Immobilienpreise sinken, und die Zahl der Baupleiten wird immer größer.
Meine Prognose für eine Unze Gold für eine Wohnung in Spanien am Tiefpunkt der Krise bleibt stehen. Das wird eine absolute Katastrophe.
Neu 2008-04-04:
[13:00] Kapitalflucht aus Spanien - 40% Abschlag auf MBS:
Telegraph: Foreign banks flee Spanish property debt
International banks are scrambling to sell their holdings of Spanish mortgage debt at a steep discount, fearing that the country may be sliding into the worst economic downturn in its modern history.
blizzard of grim data has soured the mood, capped yesterday by a plunge in PMI purchasing managers' index to an all-time low of 40.9. Car sales fell 28pc in March, and even Madrid's legendary tapas bars seem to have lost their late-night sparkle.
Traders says the market price for Spanish mortgage securities has begun to slide abruptly, replicating the pattern seen in the US last year. Large French and German funds and insurers appear to be liqudiating assets in a pre-emptive move, afraid being caught yet again in a violent downturn.
Ismael Clemente, head of Deutsche Bank's property arm RREEF in Spain, told a panel of experts in Madrid that foreign banks were now dumping Spanish mortgaged debt at a 40pc discount.
Das Kapitel Spanien kann jetzt in wenigen Tagen abgeschlossen werden, mit einem Zusammenbruch der spanischen Banken in kürzester Zeit ist zu rechnen.
Mittelfristig ist dann auch der Euro "dran".
[21:00] Der Immobilien-Käufer ist jetzt ein Star: Spanish Property Auction Flop Brings Down Gavel on Housing Boom
[21:00] UK - Neue Steuer vertreibt nicht nur die ausländischen Millionäre:
Bloomberg: Britain's $60,000 Tax Bill Has Middle Class Packing for Dublin
Prime Minister Gordon Brown, responding to unions and Labour Party lawmakers, is eliminating rules that let foreigners avoid taxes on income from abroad. While the plan will extract the most from millionaires, it may make life in Britain unaffordable for people like Stone who rely on overseas investment income to pay their bills.
An den Immobilienmarkt, etc. hat er nicht gedacht. Der bricht jetzt noch mehr zusammen, wenn die Ausländer fliehen. Aber Rationalität ist keine politische Kategorie. Aber zumindest inzeniert Brown (noch) keine "Terroranschläge", wenn er in Bedrängnis kommt - anders als sein Vorgänger.
Neu 2008-04-03:
[17:30] UK-Hypothekenmarkt trocknet aus:
Handelsblatt: Harte Zeiten für Hausbesitzer
Es ist soweit: Mit First Direct vergibt die erste Britische Hypothekenbank keine Kredite an neue Kunden mehr. Und eine Studie befürchtet eine "schmerzhafte Korrektur" auf dem Immobilienmarkt der Insel. Immer mehr Volkswirte halten jetzt sogar eine Rezession für möglich.
Die Briten können sich jetzt bei den Amerikanern erkundigen, was passieren wird.
[17:30] Spanien - Ziegelstein-Titanic rammt den Eisberg:
ManagerMagazin: Absturz des Immobilienmarkts
Sinkende Häuserpreise, insolvente Baufirmen, verunsicherte Banken: Nach jahrelangem Boom ist der spanische Immobilienmarkt eingebrochen. Die Talsohle sei noch längst nicht erreicht, warnen Experten. Der Finanzsektor Spaniens steckt tief im Geschäft drin.
So kletterte in Madrid der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf mehr als 4000 Euro. Dies lockte viele Investoren an, Immobilien wurden zum Spekulationsobjekt.
Jahr für Jahr wurden so mehr Wohnungen gebaut, als in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen. Als die Zinsen aber zu steigen und die Preise zu stagnieren begannen, platzte die Immobilienblase. Die weltweite Finanzmarktkrise macht alles noch schlimmer. Hatten die spanischen Banken und Sparkassen bislang großzügig Kredite für den Wohnungskauf mit Laufzeiten von bis zu 50 Jahren vergeben, drehen sie den Geldhahn nun allmählich zu: Im Januar wurden 28 Prozent weniger Hypothekenkredite bewilligt als noch ein Jahr zuvor.
Jetzt haben wir also 2 EU-Länder, wo die Immobilien-Bubble kollabiert.
[21:30] Weitere Details zu Crash in Spanien:
Welt: Spanien steht kurz vor Immobilien-Crash
Die Preise für spanische Immobilien erreichten in den vergangenen Jahren astronomische Höhen. Doch nun droht die Blase zu platzen, denn unzählige Spanier können ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen. Dazu kommt: Bei Wertgutachten für Wohnungen wurde im großen Stil getrickst.
Ein Supersonderschnäppchenangebot, das der britische Immobilienmakler Prime Location für seine sonnenhungrigen Landsleute im Angebot hat: 89 Quadratmeter Neubau-Apartment an der Costa del Sol in Südspanien, direkt am Calanova-Golfplatz, für umgerechnet 180.000 Euro, und das ganze praktisch ohne Eigenkapital: „100 Prozent Finanzierung möglich.“ Auch fast ein Jahr nach dem Ausbruch der globalen Kreditkrise gibt es solche Finanzierungen in Spanien noch: Der Trick von Prime Location: „Ein Wertgutachten über 300.000 Euro wurde eingeholt, um auch bei einer Hypothek, die nur 70 Prozent des Immobilienwerts finanziert, bis zu 100 Prozent des Kaufpreises abzudecken.“
Die gleichen Appraisal-Tricks wie für Subprime-Kredite in den USA, nur noch dreister. Also ist in Spanien fast alles Subprime.
[13:00] Die italienische Titanic rammt den Eisberg:
Bloomberg: Italy's Economy, Like Alitalia, Sinks Under Debt as Vote Nears , Alitalia Nears Bankruptcy as Air France Quits Talks
It's choked with debt, should have been fixed a long time ago, and both leading candidates for Italian prime minister decry its condition.
``Italy and its economy are like the Titanic hitting the iceberg,'' said Gianni De Michelis, deputy prime minister in 1988 and 1989. ``It's gotten to this stage after years of negligent governments on both sides. Berlusconi or Veltroni? It makes no difference.''
Ihre Staatsanleihen bringen sie nicht mehr los. Italien braucht dringend eine Depression, um echte Reformen machen zu können.
Und auch der Staatsvogel kann jetzt jeden Tag "gegrounded" werden, vermutlich aber gleich nach der Wahl. Flughäfen, macht die "Fussfesseln" für die Alitalia-Maschinen bereit - so wie damals für die Swissair-Maschinen.
Neu 2008-04-02:
[18:30] Wann schlägt der Banken-Blitz in Spanien ein?
Handelsblatt: Gewitterwolken über Spanien
Gewitterwolken über der iberischen Halbinsel: Nach Ansicht einzelner Analysten wird Spanien zu den Hauptleidtragenden der internationalen Finanzkrise gehören. Dabei zeigte sich das spanische Finanzsystem bisher wenig anfällig. Doch das Land leidet unter einer Reihe hausgemachter Probleme – und die werden durch die Kreditklemme noch verstärkt.
Dieser Artikel ist total schöngefärbt, aber langsam geht die Farbe aus.
Wenn die spanischen Banken ihre Kredite nicht an die EZB weiterreichen könnten, wären sie schon längst tot.
Italien - total undurchlässig:
Handelsblatt: Ciao Italia! Du bist nicht mehr "bella"
Immer mehr junge und vor allem gut ausgebildete Italiener entscheiden sich für ein Leben im Ausland. Die beruflichen Aufstiegschancen geben in der Regel den Ausschlag. Die in knapp zwei Wochen anstehenden Neuwahlen werden daran kaum etwas ändern.
Die sind wieder in frühere, feudale Zeiten zurückgefallen.
Neu 2008-04-01:
Seitenauslagerung.
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