Revolutionen, Unruhen und Umstürze 2008

Jede schwere Wirtschaftskrise führt fast immer zum Sturz der Regierung.
Diese Seite wird das in unserem Fall beobachten.

Seite ab: Beginn
Seite bis:
2008-12-31
Vorige Seite Nächste Seite

Neu 2008-12-16:

[20:30] Die Revolution gegen die Eliten kriecht näher:

Wahrheiten: Kommt die große Revolution? Wann ist es soweit?

In derselben Geschwindigkeit versucht - ich sage bewusst “versucht” - unsere Regierung mit immer schnelleren und unüberlegteren Maßnahmen, Herr der Lage zu werden bzw. zu bleiben. Auch von Lagen, die es gar nicht gibt, nämlich so etwas wie einer Terrorbedrohung. Schließlich sitzen die einzigen Terroristen der BRD alle in Berlin im Reichstag.

Und genau diese Geschwindigkeit, welche man weltweit in den Führungsriegen der Länder und Großkonzerne sieht, zeigt, dass man durch Aktionismus versucht, sich selbst und seinen Allerwertesten zu retten und zu schützen.Doch wer viel agiert, macht auch viele Fehler. Je mehr panisch gehandelt wird, desto gröber werden die Fehler und desto massiver wird gegen das “dumme Volk” vorgegangen. Man nimmt immer weniger Rücksicht darauf, dass die Menschen auf keinen Fall durchschauen sollen, welches Spiel man mit ihnen spielt. Es geht ums nackte Überleben der Hochfinanz, der Weltregierungen usw.

Doch was heißt das denn? Müssen wir nun Angst bekommen? Es bleibt diesen Verbrechern immer weniger Zeit. Die Maßnahmen werden daher zahlreicher, schneller und härter. Das bedeutet, diese Drahtzieher sind auf dem Weg in die Defensive, sie rutschen immer weiter in eine Reaktion statt Aktion. Die Gesamtsituation scheint ihnen zu entgleiten.

Scheinbar sind ihre Tage an den Machthebeln der Welt gezählt. Zeit wird es. Achten Sie darauf, was um uns herum passiert. Es ist sehr viel, wird täglich mehr und ist kaum mehr überschaubar. Und dennoch, es ist immer noch erst der Anfang.

Raus aus der Bückhaltung. Auf gehts - in Richtung Revolution!

Das in Griechenland war nur ein kleiner Vorgeschmack. Sobald die Massenentlassungen kommen und die Spareinlagen sichtbar weg sind, dann ist sie da: die Revolution. Eliten, schon vorgezittert?


Neu 2008-12-15:

[7:45] GR: Aufstand gegen ein korruptes System:

Standard: Jugendproteste werden zum "Volksaufstand"
Presse: Griechenland: Der Staat, den alle nur plündern wollen

"Irgenwann müssen endlich auch einmal die ganz oben bestraft werden!“, schreit Jannis Basdekas gegen die lärmenden Demonstranten an. „Der Schaden, den die Kinder hier angerichtet haben, ist nichts gegen die Milliarden, die sich Politiker, Staatsbeamte und Kleriker in prallen Koffern gegenseitig zuschieben!“

Die Aufstände werden wohl noch schlimmer werden, wenn die Wirtschaft weiter in der Rezession versinkt.


Neu 2008-12-09:

[7:30] GR: das Establishment ist ratlos über die Jugendaufstände:

Spiegel: Krawalle stürzen Griechenland in Staatskrise, Brände verwüsten Athens Innenstadt
Welt: Griechische Polizei kapituliert vor den Randalieren

Die Polizei scheint machtlos, umso stärker fühlen sich die Randalierer: In Athen haben sich hunderte Jugendliche bis zum Morgen Straßenschlachten mit Sicherheitskräften geliefert - es war die dritte Krawallnacht in Folge. Nun soll eine Krisenrunde mit Politikern aller Parteien einen Ausweg finden.

Anstatt wieder eine Politiker-Runde einzuberufen, sollte man lieber die Jugendlichen fragen, warum sie randalieren.

Ich habe gerade ein Interview mit einer griechischen Journalistin im ORF-Radio gehört. Sie war zwar entzetzt (über den Tabubruch?) aber wollte sichtlich nicht wissen, warum demonstriert und randaliert wird. Die Eliten schliessen vor der Realität die Augen, denn sie könnte unangenehm sein - wie ausufernde Jugend-Arbeitslosigkeit.

Kein Wunder, dass dann ein Polizei-Rambo genügt, um den nötigen Zündfunken für das Pulverfass zu liefern.
 

[11:30] Leserkommentar-AT zu den Unruhen:

An den Randalen in Griechenland, wie auch bei jenen in Frankreich, fällt mir vorallem auf, daß man im Ernstfall auf den Staat nicht zählen kann.
Da werden Eigentum und Lebenswerk von vielen einfach von einem Mob abgefackelt und die Politik "berät". Ich frage mich, was die Eigentümer der Geschäfte, Häuser, Autos, usw. , die dort sinnlos zerstört werden eigentlich mit dem Tod dieses Jugendlichen zu tun? Die können doch gar nichts dafür.

Zuerst zahlen die arbeitenden Bürger Steuern und Sozialabgaben mit denen der Bodensatz herangezogen und durchgefüttert wird. Dafür wird ihnen zum Dank alles zerstört und der Staat, der angelblich die Bürger schützt, schaut zu. Das ganze nennt man dann "Sozialstaat".

Am besten, man streicht dem Pöbel die Sozialleistungen so lange, bis die Schäden abbezahlt sind. Dann müssen sie sich eine anständige Beschäftigung suchen.

Man sieht hier genau, wie der Staat sofort zurückzuckt, sobald er auf wirkliche Opposition trifft. Nur die Arbeits- und Schuldsklaven der Mittelschicht tun alles, was der Staat vorgibt. Obwohl sie vom Staat am meisten ausgebeutet werden, sind sie am meisten staatsgläubig. Wie etwa mein früherer Chef: der zahlt gerne Steuern, damit allers ruhig bleibt.
 

[13:00] Leserkommentar-DE - Replik:

Zitat aus der Leserzuschrift:

"Am besten, man streicht dem Pöbel die Sozialleistungen so lange, bis die Schäden abbezahlt sind. Dann müssen sie sich eine anständige Beschäftigung suchen."

Der Schreiber scheint ja ein intimer Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse in Griechenland zu sein.
Schon mal daran gedacht, dass es sich hier um Leute handeln könnte, die eine Beschäftigung suchen und keine finden?
Wenn es wirklich kritisch wird -und das wird es bald- wird es ein Hauen und Stechen geben, jeder wird die Verantwortung beim anderen suchen, nur nicht bei sich selbst.
Das beweist die Geisteshaltung, die aus dieser Zuschrift zu erkennen ist. Solidarität war einmal. Wird zwar wieder kommen, aber bis dahin ist es noch weit und es wird bis dahin sehr hässlich.
Kleiner Nachdenk-Tip: Wenn man dem "faulen Pöbel" in Griechenland auch noch die kümmerlichen Sozialleistungen streichen würde-was würde wohl passieren? Nachdenken!!!

Der Hexenkessel explodiert ohnehin einmal, dann wenn der Staat bankrott geht. Das sollte in Griechenland bald passieren.
 

[13:00] Leserkommentar-DE - die liebe Jugend:

erst kürzlich habe ich Ihnen meine Meinung zur derzeitigen Lage der "Generation doof" zukommen lassen und bedanke mich für die prompte Veröffentlichung. Nun ist der von mir geschilderte Ernstfall in Griechenland (dem Mutterland der Demokratie) eingetreten. Ich finde es schade, dass ich wieder von "pöbelndem Mob", "Randalierern", "Bodensatz" und "Sozialschmarotzern" lesen muss. Anscheinend wurde es noch immer nicht begriffen.

Es handelt sich nicht um assoziales Gesocks, sondern um Studenten, Auszubildende und arbeitslose Jugendliche, die sich der Willkür einer ausgediehnten Generation nicht länger hingeben möchten. Diese Jugend hat keine Perspektive (Jugendarbeitslosenquote von 30%)! Sie haben kein Vermögen und keinen materiellen Besitz, den es zu beschützen gilt. Sie sehen nur den vorhandenen Reichtum der Alten und realisieren langsam, dass sie diesen Lebensstandart nie erreichen werden. Hatten wir nicht erst kürzlich einen ähnlichen, wenn auch bei weitem nicht so gewalttätigen Vorfall in Italien? Waren es nicht auch randalierende Jugendliche und Studenten, die sich gegen Kürzungen im Bildungssektor zur Wehr setzten? Ich bin mir sicher, dass ähnliche Zustände schon bald auf weitere Länder überschwappen. Es brodelt bereits an allen Ecken und Enden.

Ich möchte zudem betonen, dass ich die Theorie von Parasiten und Wirtskörpern in diesem Zusammenhang nicht bestätigen kann. Die Jugend ist weder Wirt noch Parasit! Es handelt sich vielmehr um eine große Anzahl völlig unscheinbarer Bakterien, die beide Teile des herrschenden Systems langsam zersetzen werden.

Man werfe nur einen Blick nach Übersee, wo der zukünftige "Weltpräsident" sich auf seinen großen Auftritt vorbereitet. Auch dort mehren sich die systemkritischen Stimmen in den jüngeren Reihen. Großspurig wurde deshalb angekündigt, dass von Regierungsseite ein verpflichtendes Programm in die Wege geleitet werden soll, dass die Jugend an Ihr Amerikanertum erinnert. Eine Art militärischer Pfadfinderverein - so wie damals hier in deutschen Landen. Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Ich bin schon reichlich gespannt, ob sich der Karren durch den Bau von neuen Straßen diesmal aus dem Dreck ziehen läßt...

Wer denkt, die Jugend hätte keine Stimme, der irrt sich gewaltig. Die Welt ist voll von Ihnen und ihr Geschrei läßt sich nicht mehr lange überhöhren. Sie tummeln sich in Jugendtreffs, Straßengangs und Internetforen. Sie sind der Kern sozialer Brennpunkte und wenden sich immer mehr von den gängigen moralischen Vorstellungen ab. Sie sind nicht mehr "klein Hänsel" und "lieb' Gretel", sie nennen sich heute xxxRevolutionxxx und -=DeathToTheSystem=-.

Wer nach Staats-, Finanz- und Wirtschaftskrise jetzt noch ungeduldig auf eine Sozialkrise wartet, den kann ich beruhigen: sie ist längst da!


Neu 2008-12-08:

[15:30] Jugendaufstand in Griechenland?

Spiegel: Krawalle stürzen Griechenlands Regierung in schwere Krise

Bahnverbindungen sind blockiert, Universitäten besetzt: In Griechenland haben die schweren Ausschreitungen schon mehr als hundert Millionen Euro Schaden angerichtet. In Berlin wurde das griechische Konsulat, in London die Botschaft besetzt. Die Regierung in Athen kämpft ums politische Überleben.

Das ist wesentlich mehr als der Aufstand einiger Automomer. Kommt hier ein Volksaufstand gegen die Regierung?

[21:30] Da ist mehr dahinter: Randalierer zünden Hotels und Kaufhäuser an, Mit aller Gewalt

Und da kommt noch mehr: Die Unruhen in Griechenland sind erst am Anfang


Neu 2008-12-02:

[12:00] Island: Fast hat man die Verantwortlichen erwischt:

BernerZeitung: Demonstranten stürmen isländische Zentralbank

Bei einer Kundgebung in Reykjavik haben Demonstranten den Rücktritt des Notenbankchefs gefordert. Er soll mitverantwortlich sein für den Kollaps des isländischen Bankensystems.

Das nächste Mal wird man ihn wohl erwischen, ausser er flüchtet aus dem Land.

[20:30] So sieht es aus in einer wirklichen Krise: Ein Inselvolk wird militant


Neu 2008-11-24:

[11:00] Island - Wir hatten ein gutes Land und sie haben es ruiniert:

SchallUndRauch: Wann protestieren wir?

Seit Tagen protestieren Tausende vor dem Parlament in Reykjavik. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Geir Haage und vom Zentralbankchef David Oddsson. Sie geben den beiden die Hauptschuld an der isländischen Finanzkrise, die den Inselstaat in den Bankrott treibt. Die Isländer haben Angst.

Beide hätten in der Finanzkrise nicht rechtzeitig und entschlossen gehandelt, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. "Wir vertrauen ihnen nicht und sie haben keine Berechtigung mehr", sagte der isländische Sänger und Organisator der Proteste, Hordur Torfason.

"Ich habe einfach genug", sagte eine Demonstrantin. "Ich vertraue weder der Regierung noch den Banken noch den politischen Parteien und auch nicht dem IWF. Wir hatten ein gutes Land und sie haben es ruiniert."

Jetzt sind die Leute aufgewacht und gehen gegen die lügende Obrigkeit vor. Da kommt noch eine richtige Revolution.

Leserkommentar-DE: Grüße an Frau Merkel, sie sollte sich schon mal ein Flugticket bereitlegen...
 

[15:30] Island - Weg mit den beiden Unberührbaren:

Tagesanzeiger: Zornige Isländer laufen Sturm gegen die Nationalbank

«Weg mit den beiden Unberührbaren», skandierten am Wochenende über zehntausend Isländer bei der bislang grössten Protestkundgebung nach dem Zusammenbruch des isländischen Bankensektors vor einem Monat. Auf zahlreichen Plakaten und Banderolen machten die Demonstranten deutlich, wen sie meinten: Ministerpräsident Geir Haarde und Zentralbankchef David Oddson. Die beiden führenden konservativen Politiker prägen die isländische Politik seit Jahrzehnten und werden deshalb heute für die Folgen der Finanzkrise verantwortlich gemacht, die Island wie kein zweites Land in die Knie gezwungen hat.

Die Götter beginnen zu stürzen.


Neu 2008-09-06:

Leserzuschrift-DE Sozialleistungen und Aufstände:

wie allen Lesern Ihrer Seite bekannt sein dürfte, stehen Sie allen Arten von Sozialleistungen eher, nun, sagen wir, kritisch gegenüber. - Die Bezieher von Sozialleistungen stellen jedoch einen immer weiter wachsenden Teil der Bevölkerung dar und dürften den Titel "Masse" mittlerweile durchaus teilweise für sich beanspruchen. Die verdeckte Arbeitslosenzahl von ca. 10 Mio spricht eine deutliche Sprache.

Angenommen, die Sozialleistungen werden wirklich auf ein Maß geschrumpft (oder an Bedingungen geknüpft), das einzig das unmittelbare Überleben sichert, denken Sie nicht, dass das durchaus eine ernsthafte Gefahr für die Besserverdiener oder Wohlhabenden darstellt? Sind diese Sozialleistungen nicht im Prinzip eine Versicherung, um einen Aufstand zu verhindern? Ein strukturelles Mittel, um die Verhältnisse zu wahren? Auch wenn so manche Betroffene keinen Computer zusammenbauen können, einen Knüppel können sie sicher schwingen. Ich habe den Verdacht, dass es in diesem Fall egal ist, ob dieser Knüppel dann politische Eliten oder rein monetäre Eliten (Investoren) trifft? Als Individuum kann ich mich aus solch einer Situation nur sehr schwer freikaufen, ganz egal wie clever ich mein Geld angelegt habe bzw. dessen Wert erhalte.

Haben Sozialleistungen inkl. Brot und Spielen also nicht durchaus auch einen weniger sozialen einen Sinn?

Natürlich hält man so das Proletariat ruhig. Bis die Staatsanleihen massenhaft auf den Markt fliegen. Dann ist stürmen sie trotzdem los, weil dieses "Abkaufen des Aufstandes" dann nicht mehr funktioniert.

Mein früherer Chef hat auch immer aus diesem Grund gerne Steuern bezahlt und tut es vermutlich weiter. Es wird ihm dann auch nichts helfen. Gerade Villen wie seine werden in den Vororten heute schon gerne von Einbrechern aus dem Osten heimgesucht.


Neu 2008-09-05:

GR: Robin Hoods der Supermärkte:

ORF: Maskierte Rächer der Inflation

Am Donnerstag war es wieder so weit: 20 zum großteil vermummte Unbewaffnete stürmten zu Mittag in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki einen Supermarkt und verschenkten die erbeuteteten Lebensmittel danach an die Bevölkerung.

Es war bei weitem nicht der erste Überfall dieser Art. Die griechischen Medien haben die offenbar anarchistische Gruppe die "Robin Hoods der Supermärkte" getauft. Mit ihren Aktionen wollen sie gegen die hohen Lebensmittelpreise protestieren.


Neu 2008-08-07:

Bürgerkrieg in Südafrika?

Spiegel: So beginnen Bürgerkriege

Brennende Barrikaden, Protestmärsche, Generalstreik wegen der hohen Lebensmittelpreise: Südafrika stürzt in die schwerste Krise seit der Unabhängigkeit. Aus Wut über den Korruptionsprozess gegen ANC-Chef Zuma drohen dessen Anhänger jetzt auch noch mit Waffengewalt.

Die gehen den gleichen Weg wie Simbabwe. Nur vermutlich gewalttätiger.


Neu 2008-08-04:

Leserzuschrift: Video von den Protesten in Córdoba/Argentinien

Hier die Reaktion des Volkes in Córdoba/Argentinien auf die angekündigten Rentenkürzungen:

http://de.youtube.com/watch?v=8uGLvWnOg0E&feature=related

Die Fußgängerzone im Ausnahmezustand: Tränengas, Wasserwerfer, Gummigeschosse, Steine und Feuerwerkskörper. Unsere Politiker sollten sich das mal ganz genau anschauen. Was wird hier erst los sein, wenn die Leute feststellen, dass ihre Vermögen und die Altersvorsorge durch die unverantwortliche Finanzpolitik in Rauch aufgegangen ist?

Wild geht es zu. Politiker - genau ansehen.

[20:00] Leserzuschrift-DE dazu:

es ist zwar ehrenwert, dass Sie die Politikerkaste mit solchen Videos versuchen einzuschüchtern und den Leuten Mut zuzusprechen, die Bilder kann man jedoch auch anders interpretieren: nämlich so, dass jeder kleinste Aufstand oder jede Demonstration mit eiserner Faust niedergeschlagen wird, und zwar erfolgreich. Für Proteste gegen Rentenkürzungen genügen Wasserwerfer und Tränengas, bei Protesten gegen Totalverlust von Bank- und Lebensversicherungseinlagen oder gar gegen Politiker- und Bürokratenpfründe wird mit Sicherheit das Militär und der Schießbefehl kommen. Auch hunderttausende Tote werden die Obrigkeit nicht dazu bewegen, auch nur einen Millimeter zurückzuweichen. Bei Verlust ihrer Prestige-Projekte (und somit Posten) EU und Globalisierung auch richtige Kriege.

Sie sollten den Leuten folgende Botschaft versuchen zu vermitteln: wer demonstrieren muss, ist nicht nur eine arme, sondern auch eine dumme und noch dazu hoffnungslos verlorene Sau. Wer klüger ist, sorgt entsprechend vor und versucht, Gründe für Demonstration soweit es geht zu vermeiden. Schutz vor Kaufkraftverlust ist hier ein erster Schritt. Goldbesitzer waren auch unter den Demonstranten in Cordoba in der Minderheit.

Es ist alles nur eine Frage der Grösse der Proteste.


Neu 2008-07-10:

Inflations-Revolte in Peru:

Spiegel: Schwere Krawalle in Peru

Regierungsgebäude wurden in Brand gesetzt, auf Mitarbeiter wurde mit Pfeilen geschossen, und Tausende gingen in der Hauptstadt Lima aus Protest auf die Straße: In Peru ist es während eines landesweiten Streiks gegen die Wirtschaftspolitik zu schweren Krawallen gekommen.

Politiker im Westen seht her: das kommt auch zu Euch.


Neu 2008-06-26:

Leserzuchrift-DE zu Revolutionen:

„Der Epochenwandel wird, wie es Kennzeichen jeder revolutionären Umwälzung ist, urplötzlich, urgewaltig und unwiderstehlich hereinbrechen, auch wenn seine geistigen Voraussetzungen im Zersetzungsprozeß der faulenden Ideologien schon lange herangereift sein mögen. Verglichen mit dem Ende des Kommunismus wird dieser Wandel für den herrschenden linksliberalen „Totalitarismus“ ein viel umfassenderes und vernichtendes Cannae sein. Sie werden merken, daß sie von den metahistorischen Prozessen nichts begriffen hatten, vielmehr wie Maulwürfe im Dunkeln herumgetappt waren.

(Dirk Budde - "Heiliges Reich - Republik - Monarchie. Krise und Ende der liberalen Parteiendemokratie")

Wer hat im Oktober 1918 geahnt, daß am 9. November des Jahres urplötzlich, urgewaltig und unwiderstehlich eine revolutionäre Umwälzung stattfinden würde? Wer hat im Oktober 1989 geahnt, daß am 9. November des Jahres urplötzlich, urgewaltig und unwiderstehlich eine revolutionäre Umwälzung stattfinden würde? So gut wie niemand.

Der Boden dafür ist wirklich reif und vorbereitet...

PS: bei den beiden Beispielen, hat man im "Oktober" natürlich schon gesehen, dass das alte System bald kippt. Nur keiner wollte es sehen, wie jetzt.


Neu 2008-06-06:

Jetzt kommen die Benzin-Proteste:

FTD: Aufstand gegen hohe Spritpreise

Ob Hochseefischer an der Atlantikküste oder indonesische Kaufleute: Sie allen leiden unter dem Anstieg des Ölpreises - und gehen auf die Straße. Gerade in Asien sind die Proteste heftig. Hier kappten mehrere Regierungen ihre hohen Benzinsubventionen.

Genug ist genug. Irgendwann gehen die Leute auf die Strasse, dann zittern die Politiker. Zuletzt war es wegen der Nahrungsmittel-Preise.


Neu 2008-05-30:

UK: heimlicher Jugend-Bürgerkrieg:

Süddeutsche: Königreich der Furcht

Erwachsene, die Angst haben vor Jugendlichen, Kinder, die sich voreinander fürchten und nur bewaffnet aus dem Hause gehen, Teenager, denen Verstümmelungen drohen oder der Tod, wenn sie eine unsichtbare Grenze in ihrem Wohnviertel überschreiten oder den falschen Fußballklub unterstützen - Großbritannien entwickelt sich mehr und mehr zu einem Königreich der Furcht, dessen Opfer mittlerweile fast schon täglich in den Straßen und Parks seiner Städte verbluten.

Die Politk versucht das so gut wie möglich zu verheimlichen. Dafür erfindet sie immer wieder "Terroristen", wenn ein Premierminister selbst unter Druck gerät. Gegen die alltägliche Gewalt einer herunterkommenden Gesellschaft tut sie nichts.

Solche Zustände hat es auch in den USA in Rezessionen, wie um 1982 gegeben. Warum helfen da die Millionen UK-Überwachungskameras nicht?
 

DE: Junge Migranten - wir machen lieber Krawall statt Drecksarbeit:

Standard: Zwangsehen als "Akt der Hilflosigkeit"

Bei einem Teil der jungen Migranten und MigrantInnensöhne in Deutschland gebe es "eine ähnliche Aggressionsbereitschaft wie bei den 68ern", meint Soziologe Heinz Bude von der Uni Kassel. Diese Jugendlichen fühlten sich als "Migrationsverlierer", weil sie kaum berufliche Chancen sehen würden, aber auch keine minderbezahlten Jobs annehmen wollten. Eine Bedrohung für die Gesellschaft seien diese Migrationsverlierer nicht, betont Bude. Problematisch sei jedoch die zunehmende "Entmischung der Milieus".

Bude: Die meisten Migranten sind Migrationsgewinnergewinner, gemessen an den Verhältnissen, die sie vorher hatten, was die Arbeitsmarktbeteiligung oder die Bildungsbeteiligung betrifft. Und die allermeisten fühlen sich auch so. Das Problem sind die Migrationsverlierer, und insbesondere die jungen männlichen Migrationsverlierer. Sie finden, dass der Vater sich zum Idioten gemacht hat, weil er für die Deutschen mindere Arbeitsfunktionen wahrgenommen hat, sich ausbeuten ließ, und das noch für sich als Vorteil erlebt hat. Die Vorstellung ist: Das, was sie mit meinem Vater gemacht haben, werden sie nicht mehr mit mir machen. Deshalb hat diese Gruppe von Migrationsverlierern auch dieses starke Gefühl von Ehre.

Ja, die Ehre der Verlierer. Die gibt es in allen ethnischen Sondergruppen, die keine Ausbildung haben. Obwohl sie nichts gelernt haben, sind sie sich für Drecksarbeit zu gut. Lieber rauben, stehlen sie oder werfen Unbeteiligte vor die U-Bahn. Da ist die Politik "hilflos", aber nicht, wenn die Mehrheitsbevölkerung weiter unterdrückt werden soll.

Leute, der Bürgerkrieg geht auch in Europa bereits los. Erwartet Euch von der Politik keine Hilfe.


Neu 2008-05-22:

Südafrika - auf in den allgemeinen Stammeskrieg:

Welt: Südafrika vor dem Ausnahmezustand

Die Gewaltexzesse gegen Ausländer in der südafrikanischen Metropole Johannesburg reißen nicht ab und breiten sich auf andere Teile des Landes aus: Zunehmend sind nun auch einheimische Minderheiten Ziel des Mobs. Doch noch zögert die Regierung den Ausnahmezustand auszurufen und wittert stattdessen eine Verschwörung.

Forté, ein Klempner aus Kamerun, der seit fünf Jahren in Kapstadt lebt, ist wütend. „Das wird ihnen Afrika nie verzeihen! Diese Südafrikaner haben ein Mentalitätsproblem. Die sehen in uns Ausländern nicht afrikanische Brüder und Schwestern, sondern Kriminelle. Oder Leute, die ihnen die Jobs und die Frauen wegnehmen. So ein Krampf! Nur die Weißen sind hier fair zu dir – wenn du was kannst“, sagt der 28-jährige Kameruner, der, wie viele Westafrikaner, ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann, aber in seiner Heimat keine Arbeit fand.

Was hier passiert, sollten wir uns sehr gut ansehen, denn es kommt auch zu uns. Wenn es den Unterschichten sehr schlecht geht, dann prügeln die Ethnien aufeinander ein.


Neu 2008-05-19:

Südafrika - wenn sich die Armen die Köpfe einschlagen:

Spiegel: Wütender Mob verbrennt Einwanderer

Krieg in Südafrikas Elendsvierteln: Menschen verbrennen auf der Straße, Polizisten werden mit Maschinenpistolen beschossen, die Ausschreitungen geraten außer Kontrolle. Die Gewalt richtet sich vor allem gegen Ausländer - schon sprechen Beobachter von einer "neuen Apartheidsmentalität".

Massen von armen Einwanderern und explodierende Lebensmittel-Preise sind das Gemisch dazu.

Kommt in Europa auch, wenn die Unterschichten nicht mehr vom Staat versorgt werden können.

Silvio Berlusconi macht sich populär beim Kampf gegen Zigeuner: Italien geht hart gegen illegale Einwanderer vor

In der österreichisch-ungarischen Monarchie waren Zigeuner übrigens "vogelfrei", d.h. man konnte ungestraft mit ihnen machen, was man wollte. Das kommt wieder und zwar nicht nur bei Zigeunern - siehe Südafrika.


Neu 2008-05-05:

Bolivien als Beispiel - die Reichen steigen aus:

Welt: Reiche Provinz stimmt für mehr Unabhängigkeit

In der bolivianischen Region Santa Cruz hat die Autonomiebewegung bei dem Referendum inoffiziellen Prognosen zufolge etwa 85 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Die Abstimmung war der Höhepunkt im Umverteilungsstreit zwischen der verarmten Indio-Mehrheit im Westen des Landes und den reicheren Landesteilen im Osten.

Das lässt sich überall in multiethnischen Staaten beobachten. Sobald das Gesamtgebilde in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, lassen sich die reichern Teile die Umverteilung von ihnen weg nicht mehr gefallen. Sie steigen aus.

Dazu gibt es auch in Europa einige Beispiele mit Abspaltungsbewegungen: Belgien, Spanien, Italien und früher Tschechoslowakei, Jugoslawien.

An dem wird auch die EU zerfallen - auch ein Grund, warum die EU/EZB unbedingt eine Krise verhindern will.


Neu 2008-04-29:

Die Angst der Regierenden vor der Hungerrevolution:

Spiegel: Milliarden-Notprogramm gegen Hungerkrise

Uno und Weltbank schlagen Alarm: Um die Explosion der Lebensmittelpreise zu stoppen, wurden milliardenschwere Soforthilfen beschlossen. Die reichen Staaten sollen den ärmsten Länder der Welt dringend Saatgut finanzieren.

Sie sind doch nicht so zynisch, wie manche Konspirationisten meinen und versuchen daher jedes Leben zu retten. Ganz einfach: sie haben Angst vor einer Welle von Hungerrevolutionen, die auch in den Westen kommen könnte. Die Angst um ihren Job ist wichtiger als alles andere.


Neu 2008-04-18:

Revolutions-Stimmung in Ägypten:

Spiegel: Jagd auf das tägliche Brot must read!

Sie kriegen ihre Kinder nicht mehr satt, müssen sich jedes Stück Brot vom Munde absparen - und entladen ihre Wut in Massenprotesten: In Ägypten zeigt sich, was die weltweite Lebensmittelkrise in einem armen Land auslöst. Der Countdown für einen Aufstand der Armen läuft.

Irgendwann wird Mubarak wohl stürzen, wenn sogar schon die Oberschicht meckert.

Das wird dann wohl das 1. "Puppet-Regime" der Amerikaner sein, das fällt.


Neu 2008-04-17:

Die Preis-Proteste gehen weiter:

Handelsblatt: Nahrungsmittelkrise verschärft sich

In Haiti ist es zu neuen Auseinandersetzungen wegen der hohen Lebensmittelpreise gekommen. In Anbetracht der Hungerrevolten mehren sich die Rufe nach mehr Geld im Kampf gegen den Hunger. Auch für die Preise in Deutschland gibt es düstere Prognosen.

Und die Politiker versuchen auch dieses Problem mit Subventions-Geld zu bewerfen.


Neu 2008-04-14:

Inflations/Hunger-Revolutionen:

Spiegel: Die grenzenlose Wut der Hungernden

Weltweit hungern 850 Millionen Menschen. Ihre Verzweiflung löst Revolten in Nordafrika, Asien und Lateinamerika aus. Weltbank und Internationaler Währungsfonds warnen davor, dass regionale Mächte wie Ägypten kollabieren könnten, wenn die Lebensmittelpreise weiter drastisch steigen.

Siehe, wie schnell die Politik inzwischen handeln kann: EU beendet Biosprit-Subventionen

Nichts treibt die Politiker mehr an, als die Angst vor ihrem eigenen Sturz.

Die Marie-Antoinettes von Heute: Let Them Eat Ethanol!

Wie hat diese Königin der Arroganz geendet?

Seiteneinrichtung.


 
     
 
©2006-2009 by Hartgeld GmbH