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Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.
„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.
Enthält alle Einträge zwischen dem 1.1.2008 und dem 31.1.2008.
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Neu 2008-01-31:
Junk Bond Spreads bereits auf 7%:
Bloomberg: Junk Bond Rising Spreads Signal Worst Bust Since 2001
The market for high-yield, high-risk bonds shows that a U.S. recession is a foregone conclusion.
In a recession, the extra yield investors demand to own junk bonds instead of Treasuries would widen to an average of more than 10 percentage points from about 7 percentage points, said Parks, who wouldn't disclose what he was buying or selling. The spread was a record low of 2.41 percentage points in June.
``The market is saying `We're on the verge of a recession and we may see an incredibly rapid escalation in the default rate,''' said Martin Fridson, chief executive officer of high- yield research firm FridsonVision LLC in New York. ``The floodgates could really open.''
Die "Schleusentore für Pleiten" sind also offen. Dieses Junk-Zeug wird jetzt seinem Namen gerecht: Abfall.
Ein Riesen-Downgrade durch S&P kommt:
Spiegel: Agentur stuft Papiere im Wert von 500 Milliarden Dollar herab
Der große Schrecken in ist noch immer nicht vorbei: Die Rating-Agentur Standard & Poor's will im Zuge der US-Hypothekenkrise Wertpapiere von mehr als 500 Milliarden Dollar herabstufen. Davon wären praktisch alle Großbanken betroffen - auch in Europa.
Die Banken dürfen weiterzittern und weiter abschreiben.
[17:30] Will keiner mehr Bankaktien?
Spiegel: Finanzaktien taumeln abwärts - Märkte ignorieren US-Zinssenkung
Zweimal in acht Tagen hat die US-Notenbank die Zinsen gesenkt - doch an den Börsen grassiert jetzt erst recht die Angst. Der Dax verlor zeitweise mehr als 2,5 Prozent, vor allem Bankaktien erwischt es heftig.
Die Verlustleichen in den Kellern stinken offenbar schon zu heftig. Und Helibens Zinssenkung nützt auch nichts mehr.
[17:30] Baltic Dry Index halbiert (Leserzuschrift):
Und die andere: Der (für mich) beste Frühindikator überhaupt ist der Baltic Freight Index. Da gibt's keine Futures, keine Frills, keine doppelten Boden. Sondern nur konkrete Abschlüsse von Transporteuren, die ihr Gechäft verstehen, nicht Luftabschlüsse, sondern über konkrete Transportvolumina abschließen, die sie auch ausführen und alle Sinne beisammen haben.
Der Baltic, gilt für Rohstoffe, nicht Fertigwaren, die per Container usw. reisen, also die Grundmaterialien, aus denen etwas hergestellt werden soll, hat sich innert ca. 12 Wochen vom ATH mit ca. 10.800 auf 5.900 fast halbiert.
Das heisst, der Rohstoffverbrauch geht weltweit massiv zurück - eine Welt-Rezession ist unterwegs.
[17:30] Die SoGen Geschichte - wenn die Gewinne kommen gehen die Augen zu:
Spiegel: Wie Jérôme Kerviel zum Milliardenvernichter wurde
Er zockte mit vielen Milliarden Euro. Erst mit großem Gewinn, dann mit gigantischen Verlusten - und immer dreisteren Lügen, um seine Tricks zu vertuschen. Erstmals wird durch Verhörprotokolle bekannt, wie der Société-Générale-Händler Jérôme Kerviel agierte - und unter seinen Geschäften litt.
Es ist immer gleich: wenn Speklation Gewinne bringt, schauen die Obern weg - bis etwas passiert.
New 2008-01-30:
Shredder und Datenvernichter haben Hochkonjunktur an der Wall Street:
Handelsblatt: FBI ermittelt in Subprime-Krise gegen 14 Firmen
Das FBI hat wegen der Subprime-Krise eine Untersuchung gegen 14 Konzerne eingeleitet. Wie die US-Ermittlungsbehörde am Dienstag mitteilte, gehören Insiderhandel und Bilanzverstöße zu den Vorwürfen.
Das FBI muss jetzt auch dabei sein. Daher werden jetzt sicher Unmengen von Dokumenten, Files, E-mails vernichtet. Das war immer so.
MBIA, Ambac Downgrade noch diese Woche?
Aus einem PrudentSquirrel Alert von Chris Laird:
Ratings agencies, already under fire for their way late downgrades of the mortgage derivatives are under pressure to do their job and go ahead and downgrade Ambac and MBIA
They have delayed these downgrades because of the implications such action would have on bond markets and money market funds who hold these and would have to sell if all the bonds they insure are downgraded below AAA which is required for MMFs
In spite of New York State Insurance dept efforts to get a bail out organized, it's late in the game. Barring a last min effort, it is possible an actual downgrade of either one or both MBIA and AMBAC can come this week. This is a BIG deal.
As I said previously, I just cannot see how a bailout will not happen, but it might not. The implications of not getting a bailout done are staggering. Of course, the way bonds are going these days, and all the mortgage derivatives these bond insurers have insured, and the looming hundreds of billions of losses, I can't see anyone wanting to even touch MBIA and Ambac,,,,
Hence we have not heard of any real bailout yet. But, of course, a central bank can ask a major private investor to do a deal, and just quietly underwrite the thing and hold them harmless financially.
Trouble is, many investors don't need a huge black eye if they do such a deal, even if they make a lot of money on it and have gurantees from the Fed or whomever.
"Wall Street bond rating agencies are poised to downgrade two big bond insurers, Ambac Financial Group and MBIA, even though New York state insurance regulars would like to get a postponement until the state can develop a bailout package, CNBC has learned.
Losing a Triple A rating could be devastating for the bond insurers, preventing them from drumming up new clients -- and possibly forcing them out of business.
Barring some last minute agreement on a bailout package, the downgrades could come as early as Wednesday.
Dann geht es richtig los.
Siehe auch hier: Bond Insurers May Lose AAA Ratings Before a Bailout
[13:00] Kleine BankFische lässt man sterben:
FDIC: Douglass National Bank, Kansas City, MO, Closing Information
Grosse (noch) nicht. Bitte keine Mails mehr zu dieser Sache zusenden.
[21:00] Würg - der Staat als Krisenretter:
Süddeutsche: Gefährliche Illusion
Der Staat taugt nicht als Reparaturbetrieb der Marktwirtschaft. Schon gar nicht kann er die Rolle eines Dompteurs der globalisierten Finanzmärkte spielen.
Regierungschefs fühlen sich offenbar von Natur aus berufen, zu retten, was Bankmanager versäumt haben. Sie wollen die Finanzmärkte vor dem Chaos bewahren. So läuft derzeit eine beeindruckende Polit-Show der selbsternannten Krisenmanager beim EU-Mini-Gipfel in London ebenso wie beim Treffen der G-8-Industriestaaten nächste Woche in Tokio.
Polit-Show, genau so ist es, sonst nichts. Real pfuschen sie nur und machen alles schlimmer.
Neu 2008-01-29:
Bank-Implode-O-Meter:
http://bankimplode.com/
Die Zeit ist reif dafür.
In den oberen Etagen wird immer noch "Gesundgebetet":
Standard: Sind schon in einer US-Rezession
Ghosn: Ich glaube, wir sind jetzt schon in einer Rezession in den USA. Wenn man 2008 als Ganzes betrachtet, dann erwarte ich eher eine Verlangsamung. Die Märkte reagieren sehr rasch, die Regierung wirft ihr ganzes Gewicht rein, eine Reihe von Aktivitäten finden statt wie die Zinssenkung. Das Konjunkturpaket ist innerhalb kürzester Zeit beschlossen worden. Das zeigt, die Akteure wollen das Problem lösen. Deshalb glaube ich, die Korrektur ist bereits im Gange.
Sie erkennen zwar die Rezession, "hoffen" aber, dass es nicht zu lange dauert und nicht zu schlimm wird. Zudem volles Vertrauen in den Staat.
Vom "Kondratieff-Winter" mit totalem Kreditabbau haben Leute wie er noch nicht gehört.
[18:00] Die Kreditkrise erreicht Asien:
FTD: Kreditkrise erreicht asiatische Banken
Die Turbulenzen an den Kreditmärkten ziehen nun auch zunehmend Banken in Asien in Mitleidenschaft. Medienberichten zufolge brauchen die Industrial and Commercial Bank of China und die Bank of China zusätzliches Kapital. Auch Kreditinstitute in Japan sind betroffen.
Die waren bisher nur besser im Verstecken.
Neu 2008-01-28:
Sie sezieren die Krise:
Handelsblatt: Die Anatomie der Krise
Ökonomen sezieren die Turbulenzen auf den Finanzmärkten – ihre Befunde sind beunruhigend: Das internationale Finanzsystem hat offenbar eine eingebaute Neigung zu Instabilität. Aber erst die US-Notenbank Federal Reserve hat mit ihrer laxen Geldpolitik zwischen 2002 und 2005 das Fundament für die Krise gelegt.
Sie sind immer noch ratlos. Vom Kondratieff-Zyklus haben sie noch nie gehört. Hier gibt es Nachhilfe: http://www.thelongwaveanalyst.ca
[19:00] Man braucht nicht ratlos sein, kann die Verluste auf einer Serviette ausrechnen:
Jim Willie: Gold & Math on a Napkin
PRIME MORTGAGE BOND LOSSES AT LEAST $2 TRILLION
SUBPRIME MORTGAGE BOND LOSSES TOTAL OVER $1 TRILLION
THE TOTAL MORTGAGE BOND LOSSES ARE OVER $3 TRILLION
THE OFFICIAL ESTIMATES ARE WRONG BY A FACTOR OF 10 !!!
GOLD WILL SKYROCKET WHEN THESE NUMBERS ARE FINALLY REPORTED
Interessante Informationen auch zu LTCM und zum Stress in der EZB. Dem Goldpreis tut das alles schon gut: $928/oz.
Societe Generale - wenn man einen Sündenbock vorstellt:
Handelsblatt: „Er hat versucht, Gutes zu tun“
Presse: Banken-Skandal: "Kerviel den Hunden zum Fraß vorgeworfen"
Die Anwälte des ehemaligen Derivate-Händlers der Société Générale, Jérôme Kerviel, haben die Gegenoffensive gestartet. Nicht der Händler, sondern die Bank sei für die 4,9 Milliarden Euro Verluste verantwortlich zu machen, argumentieren sie. Das Chaos um die Vorgänge würde das Geldhaus dazu nutzen, von Subprime-Verlusten abzulenken.
Dann schlägt der Sündenbock (oder dessen Anwälte) zurück. Das Ding wird bald zusammenbrechen. Der CEO kann schon seinen goldenen Fallschirm packen.
[18:30] Jetzt Erklärungsnot im SG-Management: Spekulationsaffäre erfasst das Top-Management
[19:30]
Sie waren vorgewarnt: Société Générale war gewarnt
Kommt ein Hedge-Fond-Sterben?
Times: Crisis grips European hedge funds
BörseGo: Hedgefonds: Der Horror
A RAFT of European hedge funds have been forced to introduce emergency measures to protect their businesses from collapsing in the wake of the turmoil in financial markets.
Up to 10 European hedge funds have suspended redemptions after investors clamoured for their cash when the managers made severe losses.
The punters are beginning to realise that they are hedging someone else's Maserati, not their own capital. Suckers every last one.
Glaubt man der renommierten Times of London, stehen zahlreiche europäische Hedgefonds vor einem Desaster. In ihrer Online-Sonntagsausgabe schreibt das Blatt, bis zu zehn europäische Hedgefonds hätten vergangene Woche ihre Auszahlungen an ihre Klienten eingestellt. Die Zahlungseinstellungen seien Notmaßnahmen gegen einen drohenden Kollaps der Hedgefonds. Bereits schon vor den Turbulenzen der vergangenen Woche hätten etwa zwei Drittel der in London ansässigen Hedgefonds zwischen 4 und 10% ihres Werts verloren. Der Schaden habe sich vergangene Woche deutlich verschlimmert.
Zeit wird es. Irgendwann werden die Anleger in diesen Fonds dahinterkommen dass sie den Maserati des Betreibers "hedgen".
Börsen in Asien geben schon wieder nach:
FTD: Nikkei stürzt erneut ab
Der japanische Aktienmarkt hat mit einem Minus von fast vier Prozent auf die Verluste an der Wall Street reagiert, wo der Dow-Jones-Index um 1,4 Prozent gefallen war. Rezessionsängste schickten auch die anderen asiatischen Börsen auf Talfahrt.
Nach schwachen Vorgaben aus den USA vom Freitag wurden an der Tokioter Börse vor allem Anteilsscheine exportorientierter Unternehmen verkauft.
Ah, die Exportfirmen geben nach. Kein Wunder, wenn der "Buyer of Last Resort", Uncle Sam gerade zusammenbricht. Die Globalisierung sorgt auch für global synchrone Aktienkurse.

Shanghai Composite Index .SSEC: 4,419 CNY Price Change 342.39 Percent Change 7.19%
Der chinesische Zockertraum ist auch vorbei, der SSEC war schon einmal bei 6000.
Dafür schlägt Gold die Aktien:
FTD: Gold schlägt Aktien
Die Edelmetallpreise steigen weiter. Gold überwand jetzt die Marke von 920 Dollar je Unze – so teuer war es noch nie. Ein Umdenken hat in den Köpfen der Anleger eingesetzt: Früher belächelte Vermögensformen feiern ein Comeback, während bislang als Renditebringer geltende Anlageformen immer häufiger als risikoreich empfunden werden. Rohstoffe gewinnen zu Lasten der Aktien.
Die FTD kapiert es schon, wann werden es auch die Börsianer kapieren? In den Aktien ist nur mehr "Abwärts-Potential".
Neu 2008-01-27:
George Soros sieht die schlimmste Wirtschaftskrise seit 60 Jahren kommen:
Standard: Die schlimmste Krise seit 60 Jahren
Truthseeker: Soros predicts worst recession for 50 years , Soros Sees End of Dollar-Backed Credit Expansion
Die aktuelle, durch das Platzen der Immobilienblase in den USA ausgelöste Finanzkrise markiert auch das Ende des Zeitalters der Kreditexpansion, die auf dem Dollar als internationale Reservewährung beruhte. Diese gegenwärtige Krise ist weit gravierender als alle, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auftraten. – Warum? Boom-und-Bust-Prozesse drehen sich üblicherweise um Kredite und sind immer, wie ich erstmals vor 20 Jahren in meinem Buch „Alchemie der Finanzen“ darlegte, mit Verzerrungen und falschen Vorstellungen verbunden – üblicherweise dem Nichterkennen eines reflexiven, zyklischen Zusammenhangs zwischen der Bereitschaft, Geld zu leihen und dem Wert der dafür zur Verfügung gestellten Besicherung. Der jüngste Immobilienboom in den USA ist ein typisches Beispiel dafür.
He added he was surprised how little it was understood that a US recession was also a threat to Europe.
Kommentar erübrigt sich. Das Ende der Kreditexpansion ist erreicht, jetzt kommt der Kollaps. Auch in Europa.
[15:00] Was tun mit maroden Banken:
Welt: Die Banken sind außer Kontrolle
Blick: Der Crash hinter dem Crash
Finanzkrise! Schon wieder! Erst brechen die Immobilienpreise ein, jetzt auch die Börsen. Regierungen und Notenbanken versuchen mit Steuergeldern zu retten, was zu retten ist. Muss das wirklich sein?
Fünf Milliarden Euro hat die französische Großbank Société Générale an der Börse verloren. Der Händler Jérôme Kerviel ist festgenommen worden. Jetzt ruft mancher nach härteren Gesetzen. Doch am besten wäre es, eine marode Bank pleitegehen zu lassen – zur Abschreckung.
So ist in Davos immer wieder zu hören, dass doch Politiker und Aufseher endlich mal eine der Banken pleitegehen lassen sollten. „Eine kleine Bank wie die Northern Rock oder die IKB hätte man dichtmachen müssen“, sagt ein britischer Banker. „Das hätte uns allen zwar zwei, drei harte Jahre beschert. Aber dann hätte jeder verstanden, dass man nicht für ein paar gute Jahre seine Bank verwetten darf.“
Diese Abschreckung von pleite gehenden Banken wäre natürlich gut. Aber dann würden die Politiker nicht ihre Kreditexpansion zur Konjunkturankurbelung = Stimmenfang bekommen und müssten eine Kettenreaktion von Bank-Runs riskieren. Aber irgenwann werden sie zwischen den Banken und den Währungen entscheiden müssen - wenn der Goldpreis irgendwo jenseits von $1000 ist.
[16:00] Etwas zu den Staatsanleihen:
ARD: Anleihen nicht zum Spekulieren da
Staatsanleihen sind seit Jahresbeginn kräftig gestiegen. Ob sich jetzt noch ein Einstieg lohnt, und welche Gefahren von den Bondversicherern für Unternehmensanleihen ausgehen, erläutert Kornelius Purps, Rentenmarkt-Experte der Unicredit.
Diese heiligsten aller Finanzkühe werden auch noch drankommen. Jetzt sind die Spekulaten in diese hineingelaufen.
Interessant auch der letzte Teil zu den Bond-Versicherern.
[20:30] Der "Grossmeister" Leeson zur Societe Generale Sache:
Spiegel: Ex-Börsenschwindler Leeson berichtet von zahllosen vertuschten Fällen
Der frühere Börsenhändler und verurteilte Betrüger Nick Leeson wirft den Banken eine mangelhafte Risikokontrolle vor. Solche Fälle wie jetzt bei der Société Générale könnten überall passieren. Seiner Erfahrung nach vertuschen die Geldhäuser Betrügereien häufig, damit sie nicht bekannt werden.
Leeson, der wegen Betrugs zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hält den Großbanken vor, ihren Händlern blindes Vertrauen zu schenken und enorme Summen in Märkte zu investieren, die sie gar nicht hinreichend bewerten könnten.
Also, die Bankmanager verstehen gar nicht, was da gemacht wird - solange die Gewinne fliessen interessiert es sie auch nicht.
In diesem Fall war die Sache offenbar zum Verstecken etwas zu gross, also hat man noch einige andere Verluste draufgepackt.
[20:30] Etwas "Endzeitiges" und Hyperinflationäres:
Goldseiten: Der dornige Weg in die globale Endzeit
Ähnlich wie die Situation nach 1930, steht für die kommenden Jahre eine Weltwirtschaftskrise ins Haus, genauer eine hyperinflationäre Depression. Gewiß, keine erbauliche Zukunft mit der bangen Aussicht auf eine Währungsreform. Eingedenk der Jubeljahre aus biblischer Zeit, in denen sämtliche Schulden der armen Schlucker erlassen wurden, gönnen sich die Staaten selbst eine vollkommene Entschuldung. Allerdings auf Kosten ihrer Bürger. Dieser Tag der globalen Entreicherung heißt aber anders, nämlich Weltwährungsreform. In dieser Zeit ist Gold der Rettungsanker.
Interessant, dass Goldseiten.de jetzt soetwas publiziert: Meine Artikel waren denen im letzten Jahr zu "endzeitig". Aber jetzt wo die Endzeit kommt...
Neu 2008-01-26:
Neuer Situationsbericht von Dottore:
DasGelbeForum: Game Over - Update
die Lage ist weiterhin extrem angespannt, aber wem sage ich das.
Ein Banken-Pleiten-Katarakt ist ebenso vorstellbar wie eine "Entspannung" der Lage (kurzfristig).
Jedenfalls ist das kapitalistische "System", das IMMER Nachschuldner braucht ("Debitismus"), um zeitlich voran gegangene Schuldner zu retten, ZUR ZEIT tot. Mauseot, schachteltot.
Das nächste Strohhalm allerdings bricht dem Kamel das Kreuz!
Etwas optimistischer klingt er im Moment, warten wir, bis der nächste Strohalm auf das Kamel aufgeladen wird - kommt sicher bald.
Auch der "Primus" entlässt schon:
Spiegel: Goldman Sachs will 1500 Mitarbeiter entlassen
Job-Kahlschlag bei Goldman Sachs: Die US-Investmentbank plant, rund 1500 Mitarbeiter zu entlassen. Wer schlechte Leistungen gebracht habe, müsse gehen, sagt ein Sprecher.
Also, haben die auch schon gewaltige Probleme. Die Frage ist hier, wie werden "schlechte Leistungen" definiert?
Die grossen Bailouts kommen:
USA: Bailout Battle Raging; Financial Stocks Gyrating
FR: Sarkozy Pledges to Use French Bank for Protectionism
A Titanic "Government Vs. Market" Battle Continues to Rage!
In one corner, you have huge profit declines across the board in the financial sector ... gigantic write-downs ... falling home prices ... and rising delinquencies on everything from mortgages to auto loans to credit cards.
In the other corner, you have increasingly aggressive attempts by the government to combat those market forces.
Man will jetzt alles mit Staatsgeldern und Tricks retten, was gerettet werden "muss". Die Franzosen versuchen hier wohl noch die Amerikaner zu überholen.
Leserzuschrift zum SG-Krimi:
es ist m. E. unmöglich, dass ein Händler der SOCIÉTÉ GÉNÉRALE derartig viel Geld verspielen konnte. Ich habe nachgerechnet. Um 5 Mrd. Euro bei einem 20%tigen Kurssturz zu verlieren, hätte er eine Position von 120.000 Dax Future halten müssen. Das open interest liegt aber nur bei 220.000 Kontrakten. Diese Position zu liquideren ist fast nicht möglich. Weiterhin müssen dafür Sicherheiten bei den Börsen hinterlegt werden. So etwas muss auffallen. Schon im Geldhandel der Bank hätten die Alarmglocken läuten müssen.
M. E. wird hier abgelenkt von anderen Baustellen.
Natürlich werden hier andere Verluste "schöngefärbt". Auch wenn jetzt "Steckbriefe" verteilt werden: Fragiles Wesen mit außergewöhnlichem Talent
[21:00] Neue Entwicklungen in diesem Fall:
Spiegel: Polizei verhört Milliardenzocker - Bank in Erklärungsnot , Experten bezweifeln These vom Einzeltäter
Die französische Finanzpolizei vernimmt den Milliardenzocker Jérôme Kerviel - aber sie hat auch einige Fragen an seinen Arbeitgeber: Handelte der Banker wirklich auf eigene Faust oder wussten die Verantwortlichen der Société Générale von seinen riskanten Geschäften?
Man glaubt die Geschichte nicht. Da dürfte wohl bald ein (Verlust-) Damm brechen.
Eine noch grössere Baustelle - MBIA, Ambac & co:
Times: Mortgage bond insurers 'need $200bn boost'
America's biggest mortgage bond insurers collectively need a $200 billion (£101 billion) capital injection if they are to maintain their key AAA credit ratings, a figure that dwarfs a plan by New York regulators to put together a capital infusion of up to $15 billion, a leading ratings expert said yesterday.
Diese Summe dürfte schon näher an der Realität sein. Wer gibt so viel Geld her? ausser die Bank of Bernanke?
Neu 2008-01-24:
"Jerome Leeson":
Spiegel: Skandalhändler enttarnt - Société-Générale-Chef verzichtet auf Gehalt , Börsenschwindler, Seiltänzer, Hochstapler, Händler stürzt Großbank mit Milliardenbetrug in die Krise
Der Betrüger ist demaskiert: Ein Händler namens Jérôme Kerviel soll die französische Großbank in die größte Krise ihrer Geschichte gestürzt haben. Bankenchef Bouton will nun bis zum Sommer auf sein Gehalt verzichten. Hundert Anleger haben die Bank bereits verklagt.
Das klingt irgendwie gekünstelt. Ein neuer Nick Leeson (der, der allein die Barings-Bank versenkt hat) ist aufgetaucht. Da wird dieser Typ wohl vorgeschoben, um auch andere Verluste zu kaschieren.
Solche Kontrollversagen haben immer mit dem Management zu tun, das Gewinne sehen will und dann alle Vorsicht fallen lässt.
Das US-PPT im Volleinsatz:
Handelsblatt: US-Börsen starten freundlich
Man hat alles in die Schlacht geworfen um den Dow wieder anzuheben. Inklusive einer Zinssenkung. Die Angst der US_Regierung vor einem Börsencrash muss unglaublich sein.
Dafür ist der USDX wieder unter 76 und der Goldpreis wieder über $900. Alles gleichzeitig kann man nicht kontrollieren.
Hier stellt jemand eine gute Frage - warum ist noch keine Bank gekippt:
Handelsblatt: Erstaunlich, dass kein Institut bisher gekippt ist
„Es ist erstaunlich, dass die Banken Milliarden abschreiben, aber kein Institut bisher gekippt ist oder fusioniert wurde. Das wird auf Dauer nicht so bleiben", sagte Meissner dem Handelsblatt am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.
Warum ist noch keine Bank gekippt? weil die Politik es nicht zugelassen hat. Schwache Politiker, am Weg in die weltweite Hyperinflation.
[21:30] Sie folgen dem Leittier Dow wie die Lemminge:
Spiegel: Dax schließt fast sechs Prozent im Plus
Die Börsenwoche geht turbulent weiter: Nach den starken Kursverlusten der vergangenen Tage, schoss der Dax heute fast sechs Prozent nach oben. Einzelwerte verzeichneten sogar Anstiege über zehn Prozent. Experten rechnen allerdings bald mit Nachbeben.
Ohne selbst zu denken. Was ist, wenn es das US-PPT einmal nicht mehr schafft, und der Dow unter 10000 geht?
Neu 2008-01-23:
Ben's Rettungsaktion kommt zu spät:
Handelsblatt: Zu spät?
Eine Not-Zinssenkung der amerikanischen Notenbank hat den Ausverkauf an den Börsen zwar gebremst, aber nicht stoppen können. An den Finanzmärkten grassieren weiterhin Rezessionsängste. Nach Meinung vieler Händler und Ökonomen kommt die Rettungsaktion der Federal Reserve zu spät.
Natürlich kommt diese Aktion zu spät. Dafür wird sie den US-Dollar abstürzen lassen. An den Börsen gibt es höchstens ein kurzes Strohfeuer. Die Probleme im Hintergrund sind zu gross.
[19:30] "Helicopter Ben" oder "Simulator Ben"?
NZZ: Bernanke im Flugsimulator
Dieses Bild kann auf den ersten Blick durchaus Vertrauen erwecken, denn ein Pilot ist in der Regel eine verantwortungsvolle Person. Ein genauerer Blick auf die Situation legt jedoch den Schluss nahe, dass Bernanke wahrscheinlich gar nicht in einem Helikopter-Cockpit sitzt, sondern in einem Flugsimulator. Derart starke und hektische Bewegungen mit dem Steuerknüppel, wie er sie soeben vollführt hat, kennt man jedenfalls eher von Leuten, die ihre Versuche an Übungsanlagen unternehmen, denn von Piloten mit vielen Flugstunden in echten Flugzeugen, die sich durch eine ruhige Hand auszeichnen.
Ein echter Verriss. Auch der Mainstream bedient sich schon eifrig des "Helicopter Ben". Bisher haben das nur die Goldbugs getan.
[16:00] Hat Ben die heilige Aktienkuh doch nicht gerettet?
Spiegel: Dax kracht ein - Börse hochnervös
Die Stimmung an den Börsen verdüstert sich: Der Dax ist am Nachmittag zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2006 abgerutscht. Händler sprechen von hoher Nervosität - alle fürchten eine Rezession in den USA und einen Crash an der Wall Street.
Händler verwiesen außerdem auf Gerüchte über weitere Milliardenabschreibungen bei Banken. "Es heißt, die Société Générale könnte im Zuge der Finanzmarktkrise 40 Milliarden Euro abschreiben", sagte ein Börsianer. Die französische Zeitschrift "Le Canard Enchaine" habe darauf verwiesen, dass ein großer Teil der risikobehafteten Kredite der Bank von einem aktuell angeschlagenen US-Versicherer abgesichert werde.
Auch Dow und Nasdaq sind am Weg nach Unten. Der erste wirklich grosse Abschreiber in Frankreich? Da wird Sarko aber rotieren.
[16:30] Leserzuschrift zur SG-Sache:
Im Markt halten sich zurzeit hartnäckig die Gerüchte, dass die Societe Generale 40 Milliarden (Euro oder USD) abschreiben muss. So wie ich das in Erinnerung habe, hat die Bank ein Eigenkapital von etwa 29 Milliarden Euro (2006). Das wäre dann sicherlich das Ende einer ersten grossen Bank in Europa. Zur Erinnerung: Letzte Woche hat der Gouverneur der Banque de France, Christian Noyer, erklärt, dass die französischen Banken ihre Assets immer noch am berechnen (will heissen abschreiben) sind.
Wird das die erste grosse Bankpleite in Europa?
[16:30] Die "Experten-Kaiser" verlieren die Kleider:
Welt: Das Börsendesaster der Finanzexperten must read!
Wer vor einem Jahr die Volkswirte dieser Welt um eine Prognose bat, dem wurde ein rosiges Bild vorgestellt. Die Experten haben uns denkbar schlecht auf diese vielleicht schlimmste Finanzkrise der USA seit 1929 vorbereitet. Wie riskant das Geschäft mit den Krediten ist, haben offenbar alle unterschätzt.
Leserkommentar dazu: Gottseidank bin ich viel zu dumm, um ein demokratischer Experte zu sein
Diese Typen können nur linear denken und sehen nie etwas. Das habe ich schon vor einem Jahr gepredigt und wird es für alle sichtbar. Wieder neue "Kaiser ohne Kleider".
Sie werden auch die "Weltwirtschaftskrise" nicht sehen: Kommt jetzt die Weltwirtschaftskrise?
Selbst Bild fragt schon: Kann ich meiner Bank noch trauen?
[17:00] Die Bosse haben jetzt auch Angst: Konzernbosse haben Angst vor Rezession
Es geht auch um Ihre Jobs und Bonusse.
[19:30] Das ist kein "Experte", sondern jemand der eigenes Geld drinnen hat:
Handelsblatt: Die westliche Welt steht vor einer Rezession
Der berühmte US-Investor George Soros, ein Stammbesucher des Manager-Treffens in den Schweizer Bergen, ist davon überzeugt, dass die Weltwirtschaft in der schlimmsten Krise seit 60 Jahren steckt. Auch die Verantwortlichen hat er bereits ausgemacht.
Wesentlich glaubwürdiger als die Ökonomen.
Aber schön langsam sehen es auch die Professoren: Viele Banken werden nicht überleben
[17:30] Leserzuschrift - neuer Name für CDO: Collateralized "DEAD" Obligations
[19:30] Die Kundenverachtung der Wall Street:
Mike Whitney: Is This The Big One?
"ITS ALL ABOUT THE COMMISSION”
(We used to say) “The commissions on structured products are so huge let's JAM IT.” (note “jam it” means foist it on the customer) It's all about the 'commish'. The commission on structured product is GIGANTIC. I could make a fortune 'JAMMING THAT CRUMMY PAPER' but I had a degree of conscience---what a shocker!--We used to regulate people but they decided during the Reagan revolution that that was bad. So we don't regulate anyone anymore. But listen the commission in structured product is so gigantic. (pause) First of all the customer has no idea what the product really is because it is invented. Second, you assume the customer is really stupid; like we used to say about the German bankers, 'The German banks are just Bozos. Throw them anything.' Or the Australians 'M O R O N S' Or the Florida Fund (ha ha ) “They're so stupid let's give them Triple B (junk grade) Then we'd just laugh and laugh at the customers and Jam them with the commission...That's what happened; that's what happened....Remember, this is about commissions, about how much money you can make by jamming stupid customers. I've seen it all my life; you jam stupid customers.” See the whole damning confession on: http://www.cnbc.com/id/22706231
Trillions of dollars in structured investments (CDOs, MBSs, an ASCP) have now clogged up the global economic system and are dragging the world headlong into recession/depression. Cramer's confession is a candid admission of criminal intent to defraud the public by selling products which people--within the financial industry---KNEW were falsely represented by their ratings. They sold them simply to fatten their own paychecks and because there is no longer any regulatory agency within the US government that curtails ilicit activity.
Jim Cramer hat wieder einmal über das Innenleben der Wall Street berichtet. Die Kunden haben nicht verstanden, was man ihnen da angedreht hat. Egal ob German Bozos oder Florida Fund. Nur die Provision zählte. Kein Wunder, dass man denen jetzt keine Schuldpapiere mehr abnimmt.
Neu 2008-01-22:
Die Parole "Rette sich wer kann" wurde ausgegeben:
Handelsblatt: Dax-Absturz: „Rette sich, wer kann“
Es war der größte Kurseinbruch seit den Anschlägen vom 11. September 2001: Innerhalb weniger Stunden fiel der Dax um mehr als sieben Prozent - zum Handelsschluss notierte er bei 6 790 Punkten. Händler sprachen von panikartigen Verkäufen: "Die Nerven liegen blank." Die Aussichten für den morgigen Tag sind nicht besser.
Das Massaker bei den Aktien geht heute in Asien weiter: Japan, HongKong, Indien (-10%). Das lässt weitere Abstürze in Europa und den USA erwarten. Wird das US-PPT heute noch wirksam sein? vermutlich nicht.
Wie heisst es so schön: When panic, panic first.
Alle diese "Experten", "Entscheidungsträger", etc. die bis jetzt keine Krise sehen wollten, werden jetzt wohl aufwachen, da es sie in ihrem eigenen Portfolio trifft.
Für die Banken bedeutet das: jetzt werden ihre Level-1 Assets (Börsennotierte Werte) reduziert, neue Verluste, die nicht so leicht versteckt werden können.
[20:00] und es läuft weltweit synchron - Mike Shedlock: Global Decoupling Myth Shattered In Equity Selloff
Der Börsencrash geht weiter:
Spiegel: Dax verliert zu Börsenbeginn fünf Prozent , Neuer Börseneinbruch in Asien - Indien setzt Handel aus
Desaströser Auftakt an der deutschen Börse: Bereits in den ersten Minuten verlor der Dax über fünf Prozent - und liegt damit so niedrig wie seit Dezember 2006 nicht mehr. Zuvor waren die asiatischen Börsen eingebrochen. Nervös warten die Anleger auf die Reaktionen der Wall Street.
Eigentlich passiert nichts besonderes: die übertriebenen Notierungen werden jetzt einmal ein Stück abgebaut.
Für die Masse und die "Experten" dürfte eigentlich eine Welt untergehen. Zeit, dass sie einen neue Welt (Gold) kennen lernen.
PS: Die Medien glauben immer noch an "Gott Helicopter Ben": Börse bangt - Bernanke machtlos
[15:30] Die Panik wird immer stärker: "Wenn wir das nicht in den Griff kriegen, sind die Folgen katastrophal"
ALARM: "Wartungsarbeiten" bei Online-Brokern - Leserzuschrift-DE:
„merkwürdigerweise“ werden heute Morgen die Seiten von dab, comdirect und consors gewartet. Zum Glück muss ich nichts verkaufen. Man sieht, neben Aussetzen des Börsenhandels gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die Herde zusammenzuhalten.
[16:30] Leserzuschrift: jetzt funktionieren die Direkt-Banken wieder.
Vielleicht war es wirklich Absicht, dass in der größten Panik die Seiten „gewartet“ werden. Vielleicht waren die Handelssysteme auch einfach überfordert. Aber egal. Es zeigt sich einmal mehr, dass man nicht ohne weiteres sofort aus einem Wert herauskommt.
Da kommt man nicht mehr heraus, wenn der wirkliche Crash kommt.
[16:30] Hier noch eine Liste mit Handelseinschränkungen: EUWAX - Handelseinschränkungen
[16:30] Dazu passende Info aus Italien (Leserzuschrift):
Kurzinfo, die so glaube ich, alle Alarmglocken laeuten lassen.
Heute, 22.01. hat meine italienische Bank mit Online fond/brokeraccount Wartungsarbeiten. Gestern konnte ich nur noch 250 statt die ueblichen 500 Euro am ATM holen. Habe das getestet, da seit letzter Woche Auslandsueberweisungen per Telefonat verifiziert werden. Dabei sind das Minibetraege von ca 300 Euro an ebay.de von Italien aus, hatte noch Muenzen gekauft. Ich habe dieses Konto zum Grossteil bereits seit Oktober diskret geraeumt.
ATMs fallen hier in Italien bereits seit Dezember mit der Entschuldigung der Technik sehr oft aus. Eine sehr liebe aber eine wenig naive BankAngestellte meiner lokalen Bank sagte mir einmal, dass kein Bargeld da sei. Sie weiss nicht wovon sie redet!
Ich glaube der Insider sollte jetzt sein Bargeld holen, denn es wird wohl richtig ernst.
Überall die gleichen Tricks. Wann wird die Öffentlichkeit endlich aufwachen?
[15:30] Die nächste Banken-Beichte BoA:
Spiegel: Bank of America schockt die Wall Street
Schwarzer Tag für die Bank of America: Der Nettogewinn des Instituts ist im vierten Quartal 2007 um rund fünf Milliarden Dollar gesunken. Das schlechte Ergebnis könnte die ohnehin krisengeplagte Wall Street schwer belasten.
Uns so weiter, und so weiter...
[17:30] Citigroup kurz vor der Pleite?
Sharewise: Citigroup vor Insolvenz? Tabula rasa!
Dann geht es rund. Hat dor noch jemand Geld? ABHEBEN!
[15:30] Und die Chinesen "schaffen" es nicht mehr bis zur Olympiade?
Spiegel: Krise erfasst China - Staatsbank aus dem Handel genommen
USA, Europa - Asien: Die Kreditkrise erreicht China. Die staatliche Bank of China muss vermutlich Milliarden abschreiben. Ihre Aktie wurde vom Handel ausgeschlossen, die Regierung steuert verzweifelt gegen den Niedergang.
Nicht vergessen, Chinas Banken haben jetzt schon ca. 60% faule Kredite. Deren Bankensystem ist keinesfalls besser als etwa in den USA.
[16:00] Ambac ist am Ende:
Finanzen.net: Ambac weist Milliardenverlust aus
Der US-Anleiheversicherer Ambac Financial Group Inc. (ISIN US0231391089/ WKN 882277) gab am Dienstag bekannt, dass er im vierten Quartal einen Milliardenverlust verbuchen musste, was auf eine Sonderbelastung von 5,2 Mrd. Dollar zurückzuführen ist.
Der Nettoverlust belief sich auf 3,26 Mrd. Dollar bzw. 31,85 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Gewinn von 202,7 Mio. Dollar bzw. 1,88 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der operative Verlust lag bei 6,21 Dollar pro Aktie, nach einem Gewinn von 1,88 Dollar pro Aktie im Vorjahr.
Jetzt werden alle von denen versicherten Bonds herunterkommen. Und der andere Kreditversicherer MBIA auch. Die Krise geht in ein neues Stadium über.
[16:00] Trader-Gerüchte zum Dazustreuen (Leserzuschrift):
Gerade bekomme ich die Nachricht von verschiedenen Brokern, das bei den U.S. Terminmärkten mit Order Verzögerungen zu rechnen ist.
Ab Mittag wird es Interessant. Gerüchte im Markt.... EZB, BoE und Fed wollen gemeinsam die Zinsen senken(Heute noch).
Citigroup soll Insolvenz Schutz beantragen nachdem Asiaten und Araber (Staatsfonds) Ihr Geld zurück wollen.
Könnte ein lustiger Nachmittag werden und vielleicht einen Aufruf auf Ihrer Webseite, heute noch zur Bank zu laufen und Geld abheben.
Bin sehr gespannt ob an diesen Gerüchten was dran ist.
[20:00] Leserkommentar - Wie wird man ganz einfach Millionär?
Man investiert Milliarden an der Wall Street und schaut zu wie sie verdampfen!
Neu 2008-01-21:
Beim Aktien-Absturz: Nikkei voran?
Spiegel: Tokios Börse rutscht ab
Die Talfahrt an Asiens Börsen geht weiter: Der Nikkei-Index verlor über Nacht erneut fast vier Prozent, auch die anderen Märkte rutschten ins Minus. Laut Experten kann der milliardenschwere Notfallplan von US-Präsident Bush die Angst vor der Weltrezession nicht lindern.
Der Nikkei hat 2008 schon stark nachgegeben. Zeit, dass die Börsen in Europa und USA nachziehen.
[16:00] Auch den Dax hat es erwischt:
Spiegel: Dax stürzt ab - größter Kursrutsch seit 9/11
Handelsblatt: Panikverkäufe lassen den Dax einbrechen
Die Angst vor einer Rezession in den USA hat am Montag zu einem drastischen Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der deutsche Leitindex stürzte unter die 6 900-Punkte-Marke. Damit zeichnet sich der größte Crash seit dem 11. September ab, als der Dax über acht Prozent nachgegeben hatte. Händler sprechen von panikartigen Verkäufen. Die Umsätze seien „gigantisch“, ein Boden derzeit nicht in Sicht.
Gigantische Umsätze dabei: das lässt wirklich auf Abverkaufspanik schliessen. Jetzt werden wohl die Perma-Bullen aus ihrer Trance aufwachen.
Zeit, den Bären für die Homepage vorzubereiten.
Sind die Versicherungen jetzt cleverer geworden? Wenn die Versicherer aussteigen
Erfahrung kann in diesem Feld durch nichts ersetzt werden. Und Fehler kosten Geld.
Was fällt Goldman Sachs zu Bankenrettungen ein - Verstaatlichung der Verluste:
Handelsblatt: Rettungsplan für Northern Rock nimmt Formen an
Die Suche nach einem Ausweg aus der Krise bei der britischen Hypothekenbank Northern Rock kommt offenbar voran. Die Regierung in London habe einem Plan zur Umwandlung aller Schulden des Instituts bei der Zentralbank in Anleihen zugestimmt, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Wochenende.
Dazu braucht man nicht den "Primus". Also wissen die auch nicht weiter.
Grössere Probleme warten noch auf uns:
GEAB: 2008: Die amerikanische Very Great Depression erschüttert die Welt
Man wird in 1000 Jahren in den Geschichtsbüchern noch davon lesen.
[16:00] Auch Chinesische Banken vom Subprime-Virus befallen:
Spiegel: Bank of China droht Verlust wegen Subprime-Krise
Die US-Hypothekenkrise erreicht Asien: Einer Zeitung zufolge wird die Bank of China für das vierte Quartal schmerzhafte Abschreibungen vornehmen müssen. Der Grund: Schlechte Geschäfte mit riskanten Subprime-Krediten.
Zeit ist es geworden, dass auch dort die Zeit der Beichten kommt.
[17:00] Leserzuschrift zum System-Zusammenbruch:
Ich gewinne immer mehr den Eindruck, daß der Zusammenbruch aus seiner Zeitlupenphase zum Zeitraffer mutiert.
Jahresereignisse wendelten sich zu Quartalsereignissen, seit dem Jahr 2008 zu Wochenereignissen, jetzt scheint es in Richtung von Tagesereignissen weiterzugehen, an den Börsen herrschen Turbulenzen, die Kyrill in den Schatten stellen könnten.
So ist es.
Neu 2008-01-20:
Wir haben bisher nur "Peanuts" gesehen:
WIWO: Löcher in Bankbilanzen summieren sich bereits auf 142,3 Milliarden Dollar
Ein Ende der Finanzkrise ist nicht Sicht. Nach Berechnungen der WirtschaftsWoche summieren sich die bisherigen und angekündigten Löcher in den Bankbilanzen bereits auf 142,3 Milliarden Dollar.
War "Peanuts" nicht die Bezeichnung für kleinere Summen bei den Bankern?. Diese 142 Mrd. sind auch Peanuts. Die wahren Verluste werden schon auf $3000 Mrd. geschätzt.
A trillion here, a trillion there, and we start to talk about real money.
Die FAZ spekuliert über die Grösse dieser Löcher: Neue schwarze Löcher
Die Wortwahl des Bankers verheißt wenig Gutes. „Erschreckend“ sei die Lage in der Branche, „ein großer Schock, dass nun so viel Kapital weg ist“, heißt es aus der Chefetage einer Bank. „Alle versuchen nun hektisch, ihre Bilanzen zu reparieren.“
In den Banken herrscht Alarmstimmung, es sind Tage der Offenbarung. Die jüngsten Quartalszahlen geraten zu Schreckensbotschaften, die Schockwellen durch das globale Geldsystem schicken. In Sachen Finanzkrise galt gerne das Motto Schönreden. Das ist vorbei, die Abschreibungen erhöhen sich stetig. Kein Wunder, dass Anleger sich vor weiteren bösen Überraschungen fürchten, zumal die Aktienkurse vieler Banken schon länger fallen.
Die Löcher werden noch viel grösser. Genaugesagt sind die Banken Fässer ohne Boden.
Noch eine Zahl von der NZZ: 1 Trillion Wertverluste: Wenn die Nacht am dunkelsten ist
Interessante Leserzuschrift-DE:
Ich blicke in viele Redaktionen, kenne die Politik und habe auch ganz gute Kontakte in die Finanzwirtschaft. In einem bin ich mir sehr sicher: Die gesamte Entwicklung wird nur von ganz wenigen übersehen. Das Gros aus Politik und Medien hat keine Vorstellung von dem, was auf sie zukommt. Diese Naivität sehe ich als eigentliche Bedrohung.
So ist es.
Neue Verlustbomben durch die untergehenden Kreditversicherer:
Sonntag.ch: Schweizer Banken auf Milliardenbombe
Die UBS und die CS stehen tiefer in der Kreide, als vordergründig ausgewiesen wird. Denn die Kreditversicherungen sind in einem Mass in den Strudel geraten, das sich verheerend auswirkt.
Überhaupt stellt sich zunehmend die Frage, wie viel die Kreditversicherungen noch Wert sind, nachdem sie wegen der geplatzten Subprime-Kredite bereits massiv zur Kasse kamen. Die führenden Gesellschaften MBIA und Ambac stehen vor dem Kollaps, weil Moody’s damit droht, ihnen das AAA-Raiting zu streichen. Kommt dies soweit, dann ist deren Finanzierung künftig nicht mehr möglich.
Schon weiter gediehen ist das Fias-ko beim Kreditversicherer ACA. Dieser wurde in einem Schlag von AAA auf Junk heruntergestuft. Gemäss einer Studie von Oppenheimer ist davon die UBS am meisten betroffen. Denn diese hat noch im dritten Quartal des letzten Jahres in hohem Ausmass CDOs eingekauft, die von ACA abgesichert wurden. Laut Oppenheim geht es um Werte von 2 Milliarden Franken, die zu 80 Prozent abgeschrieben werden müssen.
Jetzt reisst es gleich 2 Säulen um: die Kreditversicherungen und die CMBS. Die Schweizer Grossbanken (nicht nur die) sind wieder voll beteiligt.
Das Wall Street Journal sieht schon die Panik-Stufe:
WSJ: The Panic Stage
In his book "Manias, Panics and Crashes," the economic historian Charles Kindleberger describes the stages of financial boom and bust. Students of the good professor will recognize where we now are in the current credit crisis: the panic stage. It isn't a pretty sight, but a crash is far from inevitable if political and economic leaders keep their wits about them and focus on the proper remedies.
Aber sie sehen immer noch Hoffnung, wie lange noch?
Und ein neuer Jim Cramer Ausraster bei CNBC: Mad Money host Jim Cramer discusses doomed financials and the Fed
Die Nervosität ist schon gross. Die pure Panik. "Everything is Fiction" - wie wahr!
Neu 2008-01-19:
Selbst "Dottore" bekommt schon Angst:
DasGelbeForum: GAME OVER! Hebt Morgen Früh bitte alles ab
es ist VORBEI, leider. Da können sich Ben & Bush noch so viele Schatten-Milliarden aus den Daumen lutschen.
Das VERTRAUEN ("credere" = Kredit) hat sich endgültig aufgelöst.
Dieser scheel-falsche Hund Bernanke ("nöö, ist doch garnix los und wir werden massiv alles vorab bereinigen, stabilisieren, zum doll Guten wenden", usw.) hat heute mit seinem unsäglichen Geschwätz den Fangschuss gesetzt.
Der kann Morgen Früh seine FF-Rate gern auf minus 5 % setzen - sinnlos! Es glaubt keiner keinem mehr noch nicht mal das Datum im Pass.
Kapitalismus - adieu! Wir werden uns schon noch einmal wieder sehen. Lasst Euch nicht von "Zwischenerholungen" (Börse usw.) täuschen. Das ist der Steckschuss!
Hoffentlich geht's schnell vorbei. Wer jemand jemals beim Verrecken zuschauen musste, weiß, dass DIES das Schlimmste ist.
Sein Rat: das Geld von der Bank abzuheben, ist sehr ernst zu nehmen.
PS: wer ist Dottore: Dr. Paul C. Martin.
Jetzt kommen die Bond_Versicherer herunter:
Bloomberg: Ambac's Insurance Unit Cut to AA From AAA by Fitch Ratings
Ambac Assurance Corp. was lowered two levels to AA and may be reduced further, New York-based Fitch said yesterday in a statement. The downgrade ``reflects the significant uncertainty with respect to the company's franchise, business model and strategic direction,'' Fitch said.
Die werden bald pleite gehen (wie bei Enron), dann kommt das ganze Bond-Universum herunter.
Neu 2008-01-17:
Geht es jetzt MBIA und Ambac an den Kragen?
Bloomberg: MBIA's Capital Need Grows, Credit-Default Swaps Show
The worst may still be ahead for the world's biggest financial companies, trading in credit-default swaps shows.
The 18.6 percent translates to $1.86 million on $10 million of debt and implies a more than 30 percent chance that MBIA will default in the next year, according to a JPMorgan valuation model. For five-year insurance, holders would pay about $980,000 a year.
30% Wahrscheinlichkeit, dass MBIA im nächsten Jahr pleite geht! Das sagt der CDS-Markt. Interessanterweise haben sie ihr AAA-Rating noch nicht verloren. Die darf man offenbar nicht runterraten, da sonst das ganze Bond-Universum zusammenbricht. Kommt noch.
Aus dem MIdas vom 16. Jan zum 2. Bond-Versicherer Ambac:
Ambac sees Q4 net loss as much as $32.83-share - MarketWatch
21 minutes ago Ambac estimates Q4 derivatives mark-to-market loss $3.5B - MarketWatch
22 minutes ago Ambac names Michael A. Callen chairman, interim CEO - MarketWatch
22 minutes ago Ambac expects to retain Fitch AAA rating - MarketWatch
23 minutes ago Ambac cuts quarterly dividend to 7c from 21c - MarketWatch
23 minutes ago Ambac CEO Genader to retire - MarketWatch
24 minutes ago Ambac to raise at least $1B capital - MarketWatch
Die sind genauso übel dran (totkrank) wie MBIA. Der Aktienwert ist fast vernichtet.
[21:30] Mike Shedlock dazu: Death Blow For Ambac?
The only thing anyone can possibly be surprised at is how long Moody's, Fitch, and the S&P ignored this problem.
OK what can Ambac Do? Raise money at 17%? Raise money at 25%? Eliminate the rest of its dividend? Announce bankruptcy?
The latter makes the most sense if you ask me. Not only is Ambac's credibility severely tarnished and its AAA rating in severe doubt, it now has to compete against Berkshire Hathaway (BRK) and Warren Buffett. The message from the market today is that survival of AMBAC and MBIA is in severe doubt. Losing the AAA rating may be the final death blow for these companies.
Das Downgrading kommt in diesem Fall wahrscheinlich erst nach der Insolvenz. MBIA und Ambac sind so gut wie erledigt. Dann sind S&P und Moody's auch erledigt, niemand wir ihnen danach mehr glauben.
[12:00] Weitere Bank-Entlassungen: diesesmal "Joe's Bank":
Handelsblatt: Deutsche Bank streicht Stellen
Die Deutsche Bank reagiert mit ersten Entlassungen auf die anhaltende Finanzmarktkrise. Mindestens 270 Mitarbeiter im Kapitalmarktbereich (Global Markets) sollen das Unternehmen verlassen. Betroffen sind vor allem Standorte in London, New York und Asien. Kontinentaleuropa bleibe weitgehend verschont, hieß es.
Die "Experten" von Gestern braucht man nicht mehr. Die grosse Enmtlassungswelle folgt noch.
PS: Wann wird "Joe" sich selbst entlassen, d.h. mit dem goldenen Fallschirm abspringen?
Noch mehr Abschreibungs- und Entlassungsbedarf: Das ist erst der Anfang
[14:30] Rekord-Abschreiber bei Merrill: Merrill-Zahlen belasten Märkte
Die US-Investmentbank Merrill Lynch muss angesichts der Krise am Hypothekenmarkt weitere 14,1 Mrd. Dollar abschreiben. Außerdem verbucht das Institut den größten Quartalsverlust der Firmengeschichte. An den Börsen wurden die Zahlen negativ ausgenommen.
Grösster Firmenverlust in der Geschichte. Wenn das keine Rezession oder Depression ist?
[15:00] Die Wut auf die Banken wächst:
Tagesanzeiger: Die neue Wut auf die Banken
Millionen verdient und Milliarden vernichtet: Die Bankenkrise wird immer schlimmer. Muss der Staat jetzt die Löhne der Bankiers regulieren?
Richtig arg wird es erst bei Bankenpleiten mit Kapitalverlusten. Kommt noch.
[12:30] Die Dominos fallen:
Telepolis: Die Domino-Rezession?
Die politische und wirtschaftliche Unsicherheit bewege sich auf dem höchsten Niveau seit einem Jahrzehnt, weshalb sich 2008 zum Krisenjahr weltweit entwickeln könnte. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Preise für Immobilien in den USA weiter fallen. Das treffe aber auch für Großbritannien und andere europäische Staaten zu, in denen sich Spekulationsblasen am Immobilienmarkt entwickelt haben.
Jetzt erkennen sie es. Dank der Globalisierung wird die Depression auch global.
[15:00] Guter Herden-Vergleich: In der Mitte der Herde
Die ganze Herde dreht gerade um.
[20:00] Kommt er, der grosse Crash?
Welt: Kommt der ganz große Absturz an den Börsen?
In Amerika schockt eine Großbank nach der anderen mit Milliardenabschreibungen – das Ausmaß der Verluste ist gewaltig. Davon bleiben auch die Börsen in Deutschland nicht unbeeindruckt. Anleger sind zutiefst verunsichert. Doch es gibt auch gute Gründe, dass der ganz große Absturz ausbleibt.
Eigentlich müsste er schon längst da sein. Jedoch wird er durch 2 Faktoren aufgehalten:
a) die totale Gehirnwäsche der Akteure in Richtung Aktienmarkt
b) das Eingreifen der diversen PPTs
Solange keine "Katastrophe" wie eine Grossbanken-Pleite entritt und die Zinsen unten gehalten werden können, werden die PPTs die Aktienkurse oben halten können. Jede Short-Strategie ist daher sehr riskant.
Neu 2008-01-16:
Geben jetzt die Börsen richtig nach?
Handelsblatt: Ausverkaufsstimmung an den Aktienmärkten
Die Aktienmärkte sind weltweit unter Druck: In den USA fiel der Dow-Jones-Index um mehr als zwei Prozent, der Nikkei an der Börse Tokio rutschte sogar um mehr als drei Prozent ab. Und es besteht wenig Hoffnung auf Besserung. Der Dax könnte heute sein November-Tief bei 7 445 Punkten testen. Einzelne Analysten befürchten noch Schlimmeres.
Ein echter Crash wäre schon lange fällg, den werden die PPTs wahrscheinlich mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Denn das wäre ein "Aufwecker".
Zumindest ein langsames Abbröckeln der Kurse ist jetzt wahrscheinlich.
Echte Panik ist das noch nicht: Panikverkäufe an der Frankfurter Börse
Und auch keine Schockwelle. Die gibt es erst bei einem Einbruch von 20% oder so.
[18:00] Kommen jetzt die Technologieaktien dran? Intel schickt US-Börsen auf Talfahrt
Wer in Firmen wie Intel heute noch drinnen ist, ist selbst schuld. Das "Ende der Fahnenstange" dort wurde Anfang 2000 erreicht. Damals bin ich dort ausgestiegen.
PS: Einige Börsen wie die japanische wurde heute etwas "zerfleddert", der Dow wird vom PPT gehalten.
Die "Wirtschaftsweisen" werden jetzt richtig pessimistisch:
Welt: Höhepunkt der Finanzkrise steht noch bevor
Die Finanzexperten Peter Bofinger und Wolfgang Franz rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Bankenkrise bis zum Sommer. Weitere Zinsanpassungen werden Schuldner stärker unter Druck bringen und die Kreditausfälle erhöhen. Den Banken drohen dadurch höhere Abschreibungen – auch in Deutschland.
Man muss Wendehals genug sein, um diesen Job zu behalten, auch wenn man zuerst monatelang keine Krise gesehen hat.
Besser: eine deutsche Übersetzung des letzten Jim Willie Artikels: 2008: Das System stürzt ab
Die Bank-Entlassungen gehen los:
Handelsblatt: Bank of America streicht 650 Stellen , US-Hypothekenbank IndyMac streicht ein Viertel aller Stellen
Langsam geht es los. Das wird 2008 zu einem richtigen Orkan werden, vor allem dann, wenn die Banken beginnen unterzugehen.
[18:00] noch mehr Banken-Härte: 112 Milliarden Dollar Abschreibungen - und noch viel mehr
[18:30] Selbst JPM muss schon abschreiben:
ManagerMagazin: JP Morgan schreibt 1,3 Milliarden Dollar ab
Die US-Bank JP Morgan Chase hat wegen Abschreibungen im vierten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Im Investmentbanking brach der Gewinn von gut einer Milliarde Dollar auf nur noch 124 Millionen Dollar ein.
Merkwürdig wenig für diese Derivaten-Bombe. Aber immerhin hat auch diese heilige Kuh etwas abgeschrieben. Fehlt nur noch der Gott - Goldman Sachs.
[18:00] Neue Downgrade-Welle bei CDOs:
FT: Brace yourselves: S&P adjusts risk models
It will mean huge new downgrades on CDO tranches from the 2005 vintage through to 2007.
We suspect this will push hundreds more CDOs through “events of default” and a significant number into liquidation - a likely repeat of the disastrous events in November and December, when CDOs went into meltdown and banks were forced to admit further humiliating writedowns. The last time S&P tweaked their loss-curves was at the end of October.
Wer bisher noch daran festgehalten hat, bekommt jetzt wieder den Hammer auf den Kopf. Diesesmal gehen viele CDOs offenbar in den "Default" = Pleite = Wertlos.
Neu 2008-01-15:
Britische und Spanische "Pfandbriefe" abgespalten:
FTD: Händler spalten Pfandbriefmarkt
Die fortwährenden Probleme beim liquiden Handel mit pfandbriefartigen Wertpapieren (Covered Bonds) haben zu einer Aufspaltung des Markts geführt. Der europäische Interessenverband European Covered Bond Council (ECBC) akzeptierte erstmals unterschiedliche Regeln für den Interbankenhandel mit Großemissionen (Jumbos).
Die Briten und Spanier werden jetzt ihre Papiere wohl den Zentralbanken andienen.
Container-Frachtraten halbiert:
FTD: US-Konjunktur bedrückt Reeder
Reedereien müssen sich 2008 in der Containerschifffahrt auf ein schwierigeres Geschäft einstellen. Vor allem die Frachtpreise auf den Routen zwischen Europa und den USA könnten wegen der Abschwächung der amerikanischen Konjunktur unter Druck geraten, heißt es aus Branchenkreisen.
Ein Teil ist sicher durch den Rückgang ds Verkehrs zu erklären, ein anderer Teil aber durch neue Überkapazitäten.
[14:30] Jetzt sind die Citigroup-Zahlen da, zumindest ein Teil davon:
Handelsblatt: Citigroup schreibt Rekordsumme ab
Die US-Bank Citigroup ist angesichts der Kreditmarktkrise tief in die roten Zahlen gerutscht und hat einen Quartalsverlust von 9,83 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) ausgewiesen. Wie die größte US-Bank am Dienstag mitteilte, sind darin Abschreibungen in Rekordhöhe enthalten.
Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, das was man nicht verstecken konnte.
Ob es jetzt endlich eine negative Auswirkung auf den DOW geben wird?
Neu 2008-01-14:
Die Banken erwarten eine Horror-Woche:
Spiegel: Finanzmärkte zittern vor Bank-Bilanzen
Furcht treibt die Finanzmärkte um: Die Citigroup muss dem Sender CNBC zufolge 24 Milliarden Dollar abschreiben und denkt über den Abbau von 20.000 Jobs nach. Dem UBS-Vorstand sollen alle Boni gestrichen werden. Auch die Bilanz von Merrill Lynch droht katastrophal auszufallen.
Die zu erwartenden Horrornachrichten zeigen: Offensichtlich ist die Kreditkrise noch lange nicht zu Ende. Einige Experten gehen davon aus, dass eine Erholung noch Monate auf sich warten lassen wird. Bereits im dritten Quartal hatten mehrere Kreditinstitute Milliardenbeträge abgeschrieben. Entscheidend ist nun, wie viele böse Überraschungen noch in den Büchern der Banken schlummern.
Jetzt glauben sie es schön langsam. Auf Hartgeld.com konnte man das schon vor einem halben Jahr lesen.
Die nächste Prognose: Der Horror wird sich bald bis zum System- und Bankenkollaps steigern. Erst wenn die Banken tot sind, wird Ruhe sein.
[22:00] Die Banken mit dem Rücken zur Wand: Kreditkrise: Großbanken stehen mit dem Rücken zur Wand
[17:30] Wachen die Chinesen jetzt auf?
FAZ: Finanzspritze aus China für Citigroup in Gefahr - WSJA
Die Citigroup wird möglicherweise doch nicht die jüngst in den Medien kolportierte Finanzspritze von der China Development Bank erhalten. Es gebe Widerstand von Seiten der Regierung, schreibt das "Wall Street Journal Asia" (WSJA) unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.
Merken die Chinesen jetzt endlich, dass sie da Geld in ein Fass ohne Boden werfen würden?
[13:30] Die "Amerikanische Grippe" steckt alle an:
Welt: Der Schwelbrand in den USA gerät außer Kontrolle
Erst sah es so aus, als könnten Amerikas Regierung und Zentralbank die Ausweitung der Immobilienkrise zum Lauffeuer verhindern. Doch die Hoffnung trog. Inzwischen droht eine Rezession mit Folgen für die ganze Welt.
Allerdings ist es keine (harmlose) Grippe, sondern eine Mischung aus Pest und finanziellem Krebs.
[21:30] Sind die Banken kurz vor dem "Sprung aus Osteuropa"?
Handelsblatt: Finanzkrise erreicht Osteuropa
Die globale Finanzkrise erreicht den Osten Europas. Sinkende Nachfrage aus Westeuropa und den USA ist nur einer der Gründe dafür, dass die Chefs großer Banken in Mittel- und Osteuropa einen kräftigen Rückgang des Wirtschaftswachstums erwarten. „Die heiße Luft entweicht“, so ein Experte.
Man könnte es so deuten. Wenn die heisse Luft entweicht werden wohl die Banken auch versuchen zu "entweichen" - aber ohne Erfolg.
Neu 2008-01-13:
Neueste Banken-Verluste $3 Trill.:
BÜSO: Spekulationsverluste erreichen Billionenwerte
Ein erfahrener europäischer Bankier sagte gegenüber der Nachrichtenagentur EIR, die Probleme in 2008 spielten sich „in einer ganz anderen Größenordnung ab als in 2007“. Jetzt müssten Banken und Finanzinstitute ihre Bücher gegenüber externen Prüfern öffnen. Man könne davon ausgehen, daß es um eine ganze Reihe von Bilanzen weit schlechter bestellt sei, als zunächst für das 4. Quartal angegeben wurde, was zu Konkursverfahren von Banken und Finanzinstituten führen werde. Obwohl die bisher von den Zentralbanken geschätzten offiziellen Verluste bereits bei hunderten von Milliarden $ liegen, bewegen sich seiner Schätzung nach die jetzt schon absehbaren Verluste eher in einer Größenordnung von 3 Bio. $.
Wir sind erst am Anfang des Zusammenbruchs. Und schon jetzt so grosse Verluste. Das alles wollen Ben & co monetisieren?
Aus dem Midas von Bill Murphy vom 11. Jan:
So round and round they go. Yep, as much as Planet Wall Street wants "Everything to be fine," "Everything is NOT fine." Matter of fact, it is TERRIBLE. I spoke to my brother yesterday, who is one of the top title insurance agents in California (San Diego based). He says it seems like they went right from boom time into a depression, skipping the recession stage.
Klingt nach "Instant-Depression", eine neue US-Erfindung?
What boggles me is why so many on Wall Street could not appreciate that soaring energy prices and a tanking housing market was not going to affect the US consumer in a major league way. Well, all that is changing. The jig is up. If you want to dance, you have to pay the fiddler. The party is over. The fiddler wants his bucks.
However, our party has a long way to go. The dilemma the Fed is in, and the ramifications thereof, is staggering. The BIG MONEY knows how serious this situation is and wants in on the gold market.
Die Musik hat aufgehört zu spielen und will bezahlt werden - in Gold, wo das Big Money gerade hingeht.
http://blogs.marketwatch.com/greenberg/2008/01/the-real-story-on-countrywide/
1. The Fed is behind the deal.
2. The Fed is behind the deal because the rumors yesterday of a near bankruptcy were probably true.
3. As part of the deal, the government likely agrees to guarantee BofA against Countrywide-related losses.
4. Lost in the in the noise yesterday was that Moody’s downgraded the ratings on 30 (count ‘em — THIRTY!) tranches of Countrywide’s mortgage debt by more than a few notches. They did something similar before American Home Mortgage filed for bankruptcy.
5. Investors bid the stock higher assuming a premium when it’s likely that BofA still needs to fully assess the value of the assets before the deal’s full value will be known.
6. Big question, of course, is what Countrywide investors will get.
7. Rule of thumb with bankruptcies: Stocks often double on their way to zero.
8. BofA gets a free bank and a put to the government.
BAC buying CFC and JPM buying WM. BAC and JPM are 2 of the original Fed-owner banks. We have always said (at least I have been) that the Fed would use its resources to monetize the massive debt problem this country faces. I can't see any other motive behind these two acquistions. It is inconceivable that CFC or WM could withstand a rigorous marking to market of the assets on their balance sheets and have anything but a signinficantly negative net worth and insolvency.
These deals will allow BAC and JPM to absorb the distressed/worthless debt at CFC/WM and avoid the market transparency of big, publicly visible liquidations of the CFC/WM balance sheets, which would give everyone market observed pricing on the leveraged debt vehicles (CDO's, SIV's and other subprime securitized-related assets) that the big Fed-member banks are hiding, and to prevent mark to market pricing of similar distressed assets at these banks, and the subsequent massive balance sheet write-downs, and in some cases lethal, that would be required.
Wieder ein Versuch, die "Mark-to-Model" Fiktion für die Mistpapiere in den Banken aufrechtzuerhalten. Bei einer Insolvenz und Liquidation von Countrywide (CFC) und WashingtonMutual (WM) würden sie auf den Markt kommen.
The one extraordinarily valuable and significant piece of market information that can be inferred from these Fed-motivated and back-stopped deals is that the banking system is perilously insolvent. The hallmark of the Bernanke-led Fed is contained in his infamous "helicopter" comment, in conjunction with his stated view that the banking problems of the 1930's Depression could have been avoided if the Fed had injected massive amounts of liquidity into the system back then.
We are now witnessing the implementation of Bernanke's monetary policy views into reality in many ways, and these two merger deals give us a glimpse into the lengths that Bernanke's Fed will go in order to flood the financial system with "helicopter cash" and to perpetuate the exceedingly opaque and corrupt banking system.
Das US-Bankensystem ist genauso wie in Europa insolvent. Da kann Ben mit Genossen noch soviel Helikopter-Geld hineinschütten.
Die Dekade der Täuschung geht zu Ende: The Fed's Decade of Deception
[15:30] Die Steuerzahler bezahlen die Countrywide-Übernahme: BofA's awesome Countrywide tax break
UBS-Panik nimmt zu:
Sonntagszeitung: UBS droht Aufspaltung
Die Bank wird nochmals 5 bis 8 Milliarden Dollar abschreiben müssen
Konkret würde die UBS in die Bereiche Investmentbank und Vermögensverwaltung aufgeteilt werden. Diese beiden Einheiten würden als separate Gesellschaften an der Börse gehandelt. In ein Joint Venture gelegt würden Supporteinheiten, die beide Teile beanspruchen. Dies ist nötig, weil etwa der Aktienhandel der Vermögensverwaltung über die Investmentbank abgewickelt wird. Die Kosten einer Trennung hat die UBS bisher nie genau beziffert. Gemäss Informationen der SonntagsZeitung rechnet die UBS intern mit Kosten in der Höhe von einer Milliarde Franken.
Wenn sie nur mit einer Aufspaltung davonkommen können sie sehr glücklich sein. Je schneller die Investment-Sparte weg ist, umso besser. Die waren zu tief in US-Geschäften drinnen.
Leserkommentar dazu:
Grüezi Herr Eichelburg aus der Schweiz!
Wie Sie lesen können grassiert hier auch am Sonntagmorgen die blanke Panik. Der UBS droht ein weiterer Milliarden-Verlust von 5-8 Milliarden USD!!!
Kein Wunder, stehen die Leute an den UBS-Schaltern tagtäglich Schlange, um ihr sauer erspartes Geld abzuziehen.
Nochmals ein Grüezi aus der Schweiz!
Um die letzten Zweifel zu zerstreuen: Die Stimmung hier in der Schweiz bezüglich der UBS ist rabenschwarz. Man hat Angst, dass sich die UBS haarscharf am Abgrund bewegt!
Nochmals Grüezi aus der Schweiz!
Sie können sich kaum vorstellen, wie in der Schweiz punkto UBS die blanke Panik ausgebrochen ist. Keine Stammtischgespräche mehr ohne das düstere Thema UBS! Offenbar ziehen immer mehr "dicke" Kunden möglichst rasch ihr Kapital ab. Droht bald ein UBS-Grounding?
Recht haben die, die ihr Geld abheben. Der Run auf die UBS beginnt also schon. So wie in Argentinien Ende 2001. Sie sind auch "gegroundet".
PS: hat jemand Bilder von den Kundenschlangen bei UBS-Filialen. Oder ist dort der Aufenthalt für Fotografen und Kamerateams verboten?
[15:30] Wem die UBS-Verluste zu klein sind, kann sich diese Bank ansehen: Write-down at Merrill Lynch may hit $15 billion
Neu 2008-01-12:
Die Konjunktur-Notprogramme kommen:
USA: Rezessionsangst ergreift US-Politik , Bush and Congress Seen Pushing for Stimulus Plan
Deutschland: Glos zimmert Notprogramm gegen Konjunkturkrise
Das R-Wort schockiert die USA: US-Präsident Bush erwägt jetzt ein Notpaket, um eine Rezession zu verhindern. Politiker beider Parteien fordern schnelle Eingriffe, Präsidentschaftsbewerber überbieten sich mit Forderungen - Wirtschaft wird zum neuen Wahlkampfschlager.
Jetzt beginnen sie sich gegenseitig mit Konjunkturprogrammen zu überbieten - alle klassisch finanziert - zuerst über weitere Staatsverschuldung, später über die Notenpresse. Die Politiker kennen nichts anderes. Aber immerhin begreifen sie jetzt, dass die Situation ernst wird.
Leserkommentar dazu: Die Aufschwungsdemokröten von der CSU faseln jetzt plötzlich von Notprogrammen. Aufschwung beendet
Das Hoch-Lizitieren geht weiter, Hillary ist schon weiter $110Mrd: Clinton für milliardenschweres Konjunkturprogramm
Feldstein fällt zurück, nur $100 Mrd: Tödliche Spirale
Dabei sind die USA schon tief in der Rezession: USA stecken längst in der Rezession
Europa ohne Statistikfälschungen übrigens auch.
[21:14] Citi - Abschreibungen ohne Ende:
CalculatedRisk: CNBC's Gasparino: Citigroup Writedown Could be $24B
Charlie Gasparino reported on CNBC that sources inside the firm have told him the Citigroup write downs could be $24 billion when earnings are announced next Tuesday.
Usually I wouldn't post every discussion of possible future write downs, but these whisper numbers are getting huge. Yesterday, the NY Times reported the Merrill write downs could be $15 billion.
Diese Summen werden immer grösser werden, bis sie keinen neuen Investor mehr finden und sie die Insolvenz anmelden müssen.
Neu 2008-01-11:
Wer hat denn etwas vom Ende der Bankenverluste gesagt?
Spiegel: Merrill Lynch verliert voraussichtlich 15 Milliarden Dollar
Die weltweite Kreditkrise stürzt die Wall Street erneut in Turbulenzen: Laut einem Zeitungsbericht muss die US-Investmentbank Merrill Lynch voraussichtlich 15 Milliarden Dollar abschreiben. Das Institut will jetzt frisches Kapital einsammeln - in Asien und im Nahen Osten.
Nur 15 Milliarden? Wenn das nur solche "Peanuts" wären, würden sie nicht mit dem Hut in der Hand um neues Geld betteln gehen:
Spiegel: Citigroup und Merrill Lynch buhlen um Auslandsmilliarden
Ihr Kapitalhunger ist noch nicht gestillt: Die durch die Hypothekenkrise angeschlagenen US-Großbanken Citigroup und Merrill Lynch brauchen mehr Geld - und führen deshalb wieder Gespräche mit ausländischen Investoren.
Die brauchen inzwischen schon jede Woche neue Milliarden. Wann wird diesen "Investoren" in Asien dämmern, dass sie hier Geld in Fässer ohne Boden schütten. Oder gibt es hier auch Zugeständisse anderer Art wie bei Citi in 1992:
Jim Willie: Unproductive Assets, Wasted Productivity
We are vividly witnessing the failure of the Greenspan Legacy, and the catastrophe led by his reckless leadership, but without the blame. The relentless housing decline, lasting easily through 2008 and 2009, will break the entire US banking system as wave after wave of newer mortgages default and fail.
Basel 2 requires banks to maintain an 8% minimum on capital ratios versus debt. In England, the capital ratio has fallen to 2.5% (ex goodwill) compared to 5% in year 2000. York University professor Peter Spencer is chief economist of the ITEM Club. He asks, “How on earth did the Financial Services Authority [of England] let this happen?...
Basel II spielt jetzt also auch wieder eine Rolle, und siehe da, die Banken erfüllen nicht die Kapitalanforderungen dafür.
Die UBS braucht auch wieder Geld: Schwieriges Jahr für die UBS
Soll sie "Joe" jetzt retten? Gerücht: Ackermann für Ospel zur UBS
Joe hat doch seine eigene Problembank zu retten, oder ist diese schon ein hoffnungsloser Fall, so dass er flüchten will?
Hier noch eine Banken-Zeitbombe von Mike Whitney: The Deflation Time-bomb
Die Deflation, die er da beschreibt, wird mit dem massiven Abverkauf der betroffenen Währungen einhergehen - wie immer. Schon in den Rettungsbooten?
Die Kreditkarten-Firmen müssen jetzt auch bluten:
N-TV: Ausfälle bei Amex
Der Kartenanbieter American Express muss wegen steigender Zahlungsausfälle im vierten Quartal einen Wertverlust vor Steuern von 440 Mio. Dollar (297 Mio. Euro) verbuchen. Nach Steuern liege der Betrag bei 275 Mio. Dollar, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss in New York mit.
Warum haben sie versucht, auch jedem Pleitegeier eine Karte anzudrehen. Das ging solange gut, wie sie diese Kredite weiterverkaufen konnten.
Jetzt merken sie plötzlich, dass die Pleitegeier doch pleite sind.
Jetzt ist Bear Stearns wieder dran:
Handelsblatt: Bear Stearns schließt dritten Fonds
Der Kartenanbieter American Express muss wegen steigender Zahlungsausfälle im vierten Quartal einen Wertverlust vor Steuern von 440 Mio. Dollar (297 Mio. Euro) verbuchen. Nach Steuern liege der Betrag bei 275 Mio. Dollar, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss in New York mit.
Kommt jetzt wieder soetwas ins Rollen wie im Juni?
Ein "Retter" für Countrywide?
Handelsblatt: Bank of America will Countrywide kaufen
Die Bank of America zeigt Interesse an einer Übernahme der angeschlagenen US-Hypothekenbank Countrywide. Verhandlungen sollen bereits in fortgeschrittenem Stadium sein. Die Nachricht ließ die Countrywide -Aktie im Handelsverlauf zeitweilig um 62 Prozent steigen.
Das funktioniert vermutlich mit dem Geld der "Bank of Bernanke", bzw. Bens Helikopter-Geld. Wie oft lässt man diesen Countrywide noch von der Schaufel des Totengräbers springen?
Neu 2008-01-10:
Ist Goldman Sachs massiv Short?
Spiegel: Goldman Sachs schürt Angst vor Domino-Rezession
Erst Amerika, dann Japan – und später die ganze Welt? Nach Einschätzung des Geldhauses Goldman Sachs drohen die beiden größten Volkswirtschaften in eine Rezession zu rutschen. Die Krise könnte dann rasch übergreifen. Die Uno warnt bereits, die Gefahr eines globalen Abschwungs sei gewachsen.
Denen ist zuzutrauen, dass sie bereits die verschiedensten Wertpapiere geshortet haben. Die weltweite Rezession und Depression kommt sowieso.
Grossbanken brauchen immer mehr Kapital:
Handelsblatt: Problembanken suchen angeblich frisches Geld
Trotz milliardenschwerer Finanzspritzen scheint bei den krisengeschüttelten US-Banken Citigroup und Merrill Lynch keine Ruhe einzukehren. Einem Medienbericht zufolge sind beide Institute weiter auf der Suche nach ausländischem Kapital. Auch den Anlegern drohen unangenehme Überraschungen.
Das ist genau das, vor dem Jim Sinclair gewarnt hat - den neuen Investoren nicht die ganze Wahrheit zu erzählen.
[14:00] Der Finanzbedarf der Banken überschreitet jede Vorstellungskraft:
FTD: Das große Zittern der Banken
Ab Dienstag nächster Woche legen die Wall-Street-Schwergewichte Citigroup, JP Morgan Chase und Merrill Lynch ihre Quartalsergebnisse vor. Analysten rechnen mit weiteren Milliardenabschreibungen. Für die Banken dürfte das Jahr 2008 hart werden.
Die Strategen der Deutsche Bank halten es in einem negativen Szenario für möglich, dass die Banken sich weiterhin keine Liquidität leihen, deshalb Kapital benötigen und die Kreditvergabe einschränken. "Wir schätzen, dass amerikanische, europäische und britische Banken zusammen rund 7000 Mrd. $ an Finanzierung benötigen, um ihr bestehendes Kreditportfolio zu finanzieren.
Das werde auch 2008 zu spüren sein, und zwar bezogen auf das gesamte Kapitalmarktgeschäft, schreibt Citigroup-Analyst Sigee: "Verbriefungen sind nahezu tot, Junk-Bonds-Emissionen schlagen keine Wellen, sondern tröpfeln höchstens, aber auch die Ausgabe von sicheren Anleihen, Aktien und das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen stockt derzeit."
Man könnte es weniger diplomatisch auch so formulieren: die sind alle pleite. Denn in diesen Zahlen sind die Verluste aus Derivaten wie CDS noch nicht eingerechnet.
[13:00] Sogar die Klatschpresse berichtet schon über die Rezession - Leserzuschrift-AT:
Jetzt ist es also soweit, sogar schon die Boulvardpresse berichtet vom vor wenigen Monaten noch undekbaren.
Die Angst vor einer weltweiten Rezession geistert durch die Klatschpresse, und erreicht nun auch diese Leser.
Noch werden diese Artikel beiläufig gelesen, und gleich kurz darauf vergessen.
In meinen Umfeld halten das fast alle für eine Lachnummer wenn ich diese Themen anspreche, fragt sich wie lange
es die meisten noch lustig finden ?
http://www.oe24.at/zeitung/wirtschaft/article203786.ece
Die Massen werden es schon noch merken, wenn ihre Leasingautos und Häuser eingezogen werden, aber das dauert noch etwas.
Nur für starke Nerven - Prognose aus 2005:
PREPARE FOR 2ND GREAT DEPRESSION
Vor allem der 2. Artikel darin ist interessant: RENOWNED FUNDS MANAGER SEES GLOBAL ECONOMIC COLLAPSE
Robertson was actually a teary-eyed, an old man. When Ron Insana asked him about his predictions, he said that he's worried about the speculative bubble in housing and the fact that more than 1/4 of all consumer spending is now sustained by that bubble, plus the fact that 20 million citizens could lose their homes in a collapse of the speculative bubble in housing, and that the Fed and, indeed, central banks worldwide would act in concert out of desperation to reinflate the global economy in the process, creating an inflationary spiral unheralded in the economic history of the planet.
Insana then asks, "Where does it end?" And he said, "Utter global collapse." Not simply economic collapse; complete disintegration of all infrastructure and of all public structures of governments. Utter, utter collapse. That the end is collapse of simply epic proportion.
In 10 years time, he said, whoever is still alive on the planet will be effectively starting again.
Das mit dem Reflations-Versuch ist ja schon da. Ich hoffe, Sie können nach diesem Artikel noch gut schlafen. Das dürfte 2008 leider Realität werden.
[20:00] Der gesamte US-Immobilienmarkt bricht zusammen:
FAZ: Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab
An allen Ecken und Enden bricht das System zusammen. Keine Hoffnung auf Erholung.
Neu 2008-01-09:
Der Aktienbär wird schon noch zuschlagen:
FAZ: Das Brummen des Bären wird lauter
Nach unserer Überzeugung bleibt der Fed nur noch wenig Zeit, um einen großen Einbruch auf den Aktienmärkten zu verhindern, und sofern wir keine Zinssenkungen um 50 Basispunkte oder zusätzliche Zinsschritte zwischen den regulären Sitzungen des Offenmarktausschusses sehen, könnte im Jahr 2008 nach unserer Ansicht vorerst der Bär das Zepter schwingen.
Leserzuschrift: Großer Einbruch auf dem Aktien markt steht unmittelbar bevor
Einmal muss es ja kommen, PPT hin oder her.
Vor allem nach dem: Felderer: "Krise in den USA greift auf Realwirtschaft über"
Krise macht krank:
Ärzteblatt: Immer mehr Stresserkrankungen unter britischen Bankangestellten
Arbeitsmediziner und Psychiater im Londoner Finanzbezirk „City of London“ berichten seit einigen Monaten zusehends von überfüllten Wartezimmern und einem Anstieg der Überweisungen von Patienten mit stressbedingten Erkrankungen um zwischen 30 und 40 Prozent. Fachärzte sehen einen kausalen Zusammenhang zwischen den Turbulenzen im internationalen Bankwesen und den steigenden Erkrankungszahlen.
Interessant: die Gesundheit der Gold-Bugs und Krisengewinnler ist aber gestiegen.
[22:00] Leserzuschrift dazu:
also ich kann nur sagen dass ich mich jeden tag mehr freue, wenn ich die kurse von gold und silber sehe. vom ganzen grinsen werden meine mundwinkel bald an den ohrläppchen hängen....
Keine Spur von Krankheit.
Selbst Bill Gross sieht schon ein CDS-Desaster:
Bloomberg: |