Systemkrise 4/2008

Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

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Neu 2008-04-28:

[20:00] Die Methoden der Rating-Agenturen beim Verschleiern:

Martin Weiss: The Great Bond Insurance Cover-Up read!

With all this happening — devastating losses, its entire business model on the rocks, a cash squeeze and even questions being raised about its future solvency — you'd expect Wall Street's rating agencies to immediately announce deep downgrades in one fell swoop.

But they did precisely the opposite. On Wednesday, Standard & Poor's announced that Ambac's triple-A is "solid," and on Thursday, Moody's also reaffirmed its Aaa rating of the company.

Sehr guter Einblick in den Inzest der Rating-Agenturen mit der Wall Street. Die haben solche Sachen schon früher gemacht, mit fatalen Auswirkungen für Lebensversicherungen in den USA.

Die haben sicher auch noch immer ein AAA: Schlechtestes Quartal für Schweizer Pensionskassen

Wer Geld in einem solchen System hat, ist diesem ausgeliefert.
 

[6:30] Wenn der "Bond-King" bereits Treasuries shortet:

Mike Larson: Bonds finally ready to crack?

When the nation’s most prominent bond investor, the man who is managing the world’s largest bond fund, stops believing in U.S. government debt, it’s time to stand up and take notice.

Bill Gross, the blackjack player-turned-bond king, whose words alone can spark rallies and selloffs in the $43-trillion bond market, has actually started betting against U.S. Treasury Bonds!

Gross’ Pimco Total Return Fund recently reported a position in government debt of NEGATIVE 18%. In other words, the fund is using derivative positions to “short” Treasuries. And this is the most bearish Pimco has been since at least 2000, according to Bloomberg.

Die reale Inflation beginnt sich jetzt auf die Staatsanleihen auszuwirken. Das "Helige-Kuh-Schlachten" beginnt.

Ausserdem müssen viele Bonds refinanziert werden: A Monumental Change!


Neu 2008-04-27:

[18:30] Die FAZ läutet den Bond-Crash ein:

FAZ: Reale Anleiherenditen sind tief

Auch Anleihen müssten deutlich in die Defensive geraten. Immerhin liegt die Nominalrendite amerikanischer Treasuries mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit 3,62 Prozent unter der amerikanischen Inflationsrate von vier Prozent und noch deutlicher unter den Zuwächsen der Produzentenpreise von 6,9 Prozent auf Jahresbasis. Das heißt, kurz laufende Zinspapiere in den Vereinigten Staaten verzeichnen längst negativ Realrenditen. Wer sollte sich solche Papiere noch ins Depot legen, außer renditeinsensitiven Anlegern, wie chinesischen Staatsfonds? Sie legen auf diese Weise nur den „Dollar-Abfall“ an, der durch die Interventionen am Devisenmarkt anfällt, um auf diese Weise den Yuan trotz der massiven Handelsbilanzüberschüsse und trotz der auch in China rasant steigenden Inflation tief zu halten.

Ähnliche Überlegungen gelten jedoch auch für Europa. Mit einer Nominalrendite von vier Prozent bei zehnjährigen Bundesanleihen ist bei einer europäischen Inflationsrate von 3,6 Prozent auch hier der reale Ertrag nicht mehr sonderlich hoch. In Japan ist die Realrendite inzwischen sogar so negativ, wie in den Vereinigten Staaten: Die Nominalrendite zehnjähriger Staatsanleihen liegt bei 1,4 Prozent - die japanische Inflationsrate dagegen beträgt 1,8 Prozent.

Sehr gute Beobachtung. Diesen niedrigen Zinsen wird es jetzt an den Kragen gehen. Damit wird auch die heiligste aller heiligen Kühe geschlachtet - die Staatsanleihen der USA und von Deutschland. Wenn diese auch "unters Messer" kommen wie gerade Italienische, spanische oder japanische Anleihen dann kollabiert das Kartenhaus ganz.

[20:00] Leserzuschrift dazu:

einer der wichtigsten Artikel der letzten Zeit, war die "Analyse" der FAZ und was viele, auch der Hartgeld Leser (das sieht man u.a. im Forum) noch nicht verstanden haben am System, ist die Frage:

"Wohin geht das überschüssige Kapital, auf dem Weg nach sicherer Anlage, wenn es die Bonds verlässt, weil es dort negative Realerträge hat ???"

Treibt es spekulativ den Reis auf 800% (dann sowie gute Nacht Marie), verhilft es Weizen und Mais zu 500%, der ein oder andere Teil wird sich auch bei US$300 pro Barrel wohlfühlen und wiederrum ein anderer kleiner Teil wird "denken",

da gabs doch mal Edelmetalle und für die Hartgesottenden gibt es dann auch immer noch Zinn und Kupfer. Das sind die konkreten Auswirkungen eines Bond-Crashs, nur kaum einer versteht es.

Man nennt es auch "Flucht in die Realwerte" (ist, wie man sieht, bereits unterwegs). Ludwig von Mises hat es den "Crack-Up-Boom" genannt.


Neu 2008-04-26:

[6:00] Noch eine "Krisenbaustelle" - US Alt-A Hypotheken:

HousingWire: Moody’s Begins Downgrading AAA-Rated Alt-A RMBS to Junk

Moody’s Investors Service issued more Alt-A downgrades on Thursday morning, this time taking a heavy hand to 32 different Aaa-rated tranches from 10 different Alt-A deals. Many of the downgrades even pushed former Aaa’s into non-investment grade categories — a stunning descent for top-rated Alt-A mortgage bonds that underscores two key points.

First, defaults are obviously accelerating. Second, many Alt-A deals were issued with less in the way of overcollateralization — which, in plain English, means that these deals will start to see downgrades sooner, compared to the relative stress that a typical subprime RMBS deal can withstand before the hits start coming at the Aaa level.

Das sind keine "Subprime"-Kredite, sondern die "etwas besseren" Alt-A Kredite. Ausserdem sind es die (Residential) Mortgage Backed Securities (RMBS) selbst, nicht davon abgeleitete CDOs. Und es geht oft gleich von AAA hinunter in den Junk-Bereich. Beweis: AAA ist heute eigentlich durchgehend Junk (Mist).

Kein Wunder bei dieser Springflut an Nichtzahlern: Two-Thirds of California Defaults End in Foreclosure: Report

PS: jedes Kreditpapier kommt dran, jetzt auch schon die japanischen Staatsanleihen.


Neu 2008-04-25:

[21:00] Die nächste Krisenbaustelle - US-Kreditkarten:

Handelsblatt: American Express machen steigende Kreditausfälle zu schaffen

Der US-Kreditkartenkonzern American Express (Amex) hat die Finanzkrise im Auftaktquartal 2008 zu spüren bekommen und weniger Gewinn erzielt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch legte die Aktie des Konzerns nachbörslich 3,8 Prozent zu.

Selbst die "Besserverdiener" können also ihre Schulden nicht mehr bezahlen.

Nachem diese Kredite auch als ABS weltweit verkauft wurden, kommt hier der nächste, weltweite Horror.


Neu 2008-04-24:

[19:00] Die Level-2/3 "Assets" der US-Banken:

DasGelbeForum: Hier sind die Level II und Level III assets der Amibanken

Das ganze zeigt, daß Level II Assets im Bereich von 5 Trillion (dt. Billionen) USD sind, JPM sogar 1 dt. Billion USD (bei einer Marktkapitalisierung von 153 Mrd USD). Die Level III Assets (mark to model = toxic waste = Sondermüll) bewegen sich im Bereich von 600 Mrd. Wenn WGN recht hat, können die Banken bald den Sondermüll aufgrund der Bilanzierungsregeländerungen als Gewinne verbuchen. Die Citibank stünde dann mit 133 Mrd Sonder"gewinnen" am besten da. Man merke, daß Level III Zeugs absolut wertlos ist. Die Hauspreise im nationalen Durchschnitt sind bereits jetzt um 15% seit 2006 gefallen. Es gab noch nie in den USA seit den 30er Jahren des 20. Jhs einen nationalen Preisrückgang - und es hieß noch im letzten Jahr, daß ein nationaler Preisrückgang von mehr als 5% den Untergang des amerikanischen Finanzsystems bedeuten würde.

Ich glaube, daß der momentane Bailout das Unausweichliche nur noch länger hinauszögert. Die 64000 EUR Frage ist jetzt, ob über Wochen, Monate oder Jahre.

Level-3 ist wertlos, aber was ist Level-2 wert? Das System ist nicht mehr zu retten.


Neu 2008-04-23:

Schocker-Abschreibung bei Unicredit:

Presse: UniCredit/HVB: Gerüchte über 50 Mrd. US-Dollar Abschreibung

Die Gerüchte über die italienische Mutter der Bank Austria schocken die Börsen. HVB-Chef Sprißler hatte von signifikanten Wertkorrekturen bei der HVB berichtet.

Deutsche Bankaktien sind am Mittwochmittag nach Gerüchten über Milliardenabschreibungen bei der UniCredit-Tochter HVB unter Druck geraten. Händler verwiesen auf Spekulationen, wonach die UniCredit, auch Mutter der österreichischen Bank Austria, und ihre Tochter HVB 50 Mrd. US-Dollar (31,4 Mrd. Euro) im ersten Quartal abschreiben müsse. Bereits am Vormittag sei die Rede von deutlichen Abschreibungen gewesen. Ein Analyst bezeichnete die Spekulationen als "kompletten Unsinn". "Da hat jemand einige Nullen verwechselt, das wären ja 30 Mrd. Euro", sagte der Experte. So etwas sei bei der UniCredit noch nicht vorgekommen.

Niemand kann sagen, wo der nächste Schocker auftaucht. Wenn diese "Gerüchte" stimmen, dann gute Nacht, HVB und BankAustria.


Neu 2008-04-22:

[14:00] Probleme mit Staatsanleihen in Euroland:

DasGelbeForum: Handel mit italienischen, irischen und spanischen Staatsanleihen erliegt fast vollständig

aus zuverlässiger Quelle erfuhr ich, dass der Handel mit den o.g. Staatsanleihen zum Erliegen gekommen ist. Die anderen gehen noch, aber mit gutem Spread.

Das wird jetzt böse. Wenn es auch noch auf Bunds und Treasuries übergreift, ist das Spiel aus.
 

[11:30] Bei RBS hat eine Verlustbombe eingeschlagen:

Spiegel: Royal Bank of Scotland kündigt gigantische Kapitalerhöhung an

Es ist die größte Kapitalerhöhung der europäischen Bankengeschichte: Rund 15 Milliarden Euro will die Royal Bank of Scotland über die Ausgabe von Bezugsrechten generieren. Das Geldinstitut muss infolge der Kreditkrise Milliarden abschreiben.

Fehlt nur noch ein ordentlicher Run auf die RBS. Die Briten sind hier normalerweise etwas schneller als andere Völker.

Der Spiegel nennt es bezeichnenderweise "Finanzkrise XXL".

[16:00] Wird die RBS die 13 Mrd. bekommen? Britische Großbank plant Mega-Kapitalerhöhung
 

[16:00] Weitere US-Bank in Schwierigkeiten:

Handelsblatt: Die nächste Milliardenspritze für eine US-Bank

Der Finanzinvestor Corsair und Altaktionäre der Traditionsbank National City pumpen sieben Milliarden Dollar in das Institut. Zuvor hatten sogar direkte Wettbewerber trotz verlockender Synergieeffekte abgewunken - der blick in die Bücher hatte sie wohl abgeschreckt.

Hmm, nicht einmal die Konkurrenz wollte diese Bank haben. Wer steckt da wirklich Geld hinein? Die Bank of Bernanke über Umwege?

[16:30] Citi verkauft neue Aktien: Citigroup verkauft Vorzugsaktien für sechs Mrd Dollar

Vor einem Jahr noch haben diese Konzerne ihre Aktien noch teuer zurückgekauft.


Neu 2008-04-21:

[20:00] Die Fannie & Freddie Bombe:

CNN: The trillion-dollar mortgage time bomb

Risks are rising that Fannie Mae and Freddie Mac may need a government bailout that could cost far more than previous rescues.

Although few are predicting an imminent need for a bailout just yet, credit rating agency Standard & Poor's recently placed an estimated price tag on this worst case scenario -- $420 billion to $1.1 trillion of taxpayer's money.

Wenn diese Bombe hochgeht (und sie wird), dann ist sie viel zerstörerischer als alles Andere:

Vielen Dank für das Bild!
 

[11:00] Der Bear Stearns Bankraub - von Insidern:

iTulip: Bear Stearns Buy-Out... 100% Fraud

On March 10, 2008, the closing price of Bear Stearns was 70. The stock had traded at 70 eight weeks prior. On or prior to March 10, 2008 requests were made to the Options Exchanges to open new April series of puts with exercise prices of 20, and 22.5, and a new March series with an exercise price of 25.

Their requests were accommodated and new series were opened March 11, 2008.

Since there was very little subsequent trading in the call series with exercise prices of 20, 22.5 or 25, it is certain that the requests were made with the intention of buying substantial amounts of the puts. There was, in fact, massive volumes of puts purchased in those series which opened on March 11, 2008.

Es wird wohl erst die Geschichte zeigen, was da wirklich gelaufen ist.

[19:30] Hier noch etwas zur Bear Stearns Krise - was passiert wäre:

SchallUndRauch: Kollaps des Finanzsystems nur knapp vermieden

Der frühere Chef der Credit Suisse vergleicht die gegenwärtige Finanzkrise mit der Kuba-Krise von 1962. Wie die Welt damals "haarscharf an einem Atomkrieg vorbeigegangen" sei, sei sie nun "haarscharf an einem System-Kollaps vorbeigeschlittert".

"Eine Bank reicht, um das ganze System zum Stillstand zu bringen", sagte Oswald Grübel in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Er verwies auf den Notverkauf von Bear Stearns an JP Morgan: Bei einem Zusammenbruch der US-Investmentbank wäre die Situation ausser Kontrolle geraten.

Es darf also keine einzige grössere Bank untergehen, schon gar kein Primary Dealer - dann ist alles aus. So fragil ist das System.
 

[10:30] US-Krisenexport:

ARD: USA exportieren größten Teil der Krise

Die US-Hypothekenkrise hat außerhalb der USA an keinem Bankenplatz so viel Geld vernichtet wie in der Schweiz und in Deutschland: Dort litten die Finanzinstitute am meisten.

Rund 17 Prozent aller Abschreibungen im Zusammenhang mit der Hypothekenkrise trugen bisher die Schweizer Banken. Zu diesem Schluss kommt Commerzbank-Experte Peter Dixon in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Es folgt Deutschland mit 15 Prozent der Lasten. Rund 47 Prozent der bislang angefallenen Abschreibungen von 270 Milliarden Dollar fielen dagegen im Heimatland der Hypothekenkrise an.

Gut in Erinnerung sind am Finanzplatz Zürich die Horrormeldungen der Schweizer Großbank UBS. Mit Abschreibungen von 37 Milliarden Dollar steckt die Bank in Europa nach absoluten Zahlen mit Abstand am tiefsten in der Krise. Auch die Konkurrentin Crédit Suisse musste kürzlich erneut Milliardenabschreibungen einräumen.

Das mit dem Krisenexport stimmt nicht ganz. Deutsche und schweizer Banken haben diese US-Mistpapiere nur besonders gierig aufgesogen - sie wollten unbedingt dabei sein. In der Schweiz waren es die beiden Primary Dealers, in Deutschland die Landesbanken.
 

[10:30] Leserzuschrift-CH zum Beinahe-Kollaps:

Grüezi Herr Eichelburg!
Jetzt bestätigen es auch ehemalige Spitzenbanker, das wir eigentlich ständig haarscharf am TOTALKOLLAPS vorbeischrammen. Es ist interessant, dass 99,9% der Leute überhaupt keine Ahnung davon hat, dass es auch jetzt jede Stunde heissen könnte: GAME OVER!

Es häufen sich bei mir wieder Mails des Typus "Eichelburgsch'er Weltuntergang abgesagt". Wenn es wirklich knallt, dann werden sie alle gelaufen kommen.


Neu 2008-04-20:

[18:00] Leserzuschrift_DE - fällt der Bankencrash aus?

Ich wollte einfach mal wissen ob der FinanzCrash nun ausfallen wird, da ja nun die Banken gestützt werden. Oder kann man damit eventuell doch noch rechnen ? Oder wie wahrscheinlich ist ein Zusammenbruch in den USA ? oder auch Deutschland ?

Der Crash kommt sicher, das letzte Mal war es extrem knapp (siehe unten). Nur wann es passiert, kann niemand sagen. Sicher noch 2008.
 

[18:00] Ist die RBS vor dem Untergang?

NTV: Jetzt auch die RBS
Telegraph: Royal Bank of Scotland's secret talks with FSA

Die Royal Bank of Scotland (RBS) könnte Branchenkreisen zufolge in der kommenden Woche Wertberichtigungen in Milliardenhöhe wegen der internationalen Kreditkrise bekanntgeben. Im Zuge einer Buchbereinigung könnte das Geldhaus fünf bis sieben Mrd. Pfund (6,3 bis 8,8 Mrd. Euro) abschreiben, wie Informanten erklärten. Das Direktorium des zweitgrößten britischen Geldhauses wolle die Summe am Wochenende absegnen.

Die brauchen auch dringend neues Geld. Wird das ein neues Northern Rock? Aber diesesmal viel grösser.
 

[11:30] Bear Stearns - das war ganz knapp:

Spiegel: Finanzsystem stand haarscharf vor dem Kollaps

Das internationale Finanzsystem stand offensichtlich viel näher am Abgrund, als selbst Experten wahrhaben wollten. Nach Überzeugung des ehemaligen Konzernchefs der Credit Suisse, Oswald Grübel, ist es sogar nur denkbar knapp dem Kollaps entgangen.

Wäre diese vergleichsweise kleine Bank zusammengebrochen, hätten weltweit Millionen von Bankkunden ihre Einlagen zurückverlangt, und die Situation wäre außer Kontrolle geraten, erklärte der Banker. Das Bankgeschäft wäre über einen unabsehbaren Zeitraum hinweg gelähmt gewesen.

Zum Glück hätten die Zentralbanken erkannt, dass sie den Interbankmarkt faktisch hätten übernehmen müssen, sagte Grübel: "In der jetzigen Finanzkrise sind wir haarscharf an einem System-Kollaps vorbeigeschlittert. Das hat es noch nie gegeben."

Jetzt kommen solche Sachen heraus. Wie viele solche "Near-Misses" überlebt das System noch?

Wollen wir es auf die nächste solche Situation ankommen lassen? oder doch lieber nicht!
 

[13:00] BNP Paribas versucht die Kunden per EMail zu beruhigen:

Sehr geehrter Herr XXXX,
bricht da ein gewaltiges Kartenhaus in sich zusammen? Diese bange Frage haben sich Anleger in den letzten Monaten sicher des Öfteren gestellt - schließlich waren die Erschütterungen durch die US-Finanzkrise rund um den Globus zu spüren. Doch zum Glück scheinen die Zeiten, in denen solche Ereignisse ein globales Desaster auslösen konnten, endgültig der Vergangenheit anzugehören.

Für Europa und speziell für Deutschland stehen die Konjunktursignale jedenfalls weiterhin auf Grün. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbessert sich stetig und die Exportwirtschaft boomt nach wie vor. Mehr dazu können Sie in unserem Marktkommentar nachlesen.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie auch auf den "FondsStar des Monats" richten: In dieser neuen Rubrik stellen wir Ihnen monatlich einen Fonds mit überdurchschnittlichen Ertragsaussichten vor.

Diese Angebote und weitere interessante Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Investor News. Diese sowie ein Archiv bereits veröffentlichter Ausgaben finden Sie im Internet unter www.cortalconsors.de/investornews

Dieser Primary Dealer wäre sicher selbst gestürzt wenn Bear Stearns untergegangen wäre. Dafür spucken sie Hinhalteparolen an die Kunden aus.


Neu 2008-04-18:

[17:00] Hier noch einmal die reale Situation:

FAZ: Die Angst vor der Kernschmelze must read!

Das Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure am Wochenende in Washington hat den Eindruck hinterlassen, dass die Krise an den Finanzmärkten noch lange nicht ausgestanden ist. Diese eher skeptische Einschätzung hat ihren Grund unter anderem in der Beinahe-Pleite der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns vor einem Monat. Die Bank hatte im Derivate-Geschäft Engagements im Gesamtvolumen von 13 Billionen (13.000 Milliarden) Dollar. Auch wenn diese „astronomische" Zahl die tatsächlichen Risiken aus den Derivate-Geschäften überzeichnet, macht sie doch deutlich, dass die Banken auf der Jagd nach Rendite auch jenseits der inzwischen berüchtigten Hypothekenanleihen große Risiken eingegangen sind. Diese drohen ihnen nun auf die Füße zu fallen.

Die Beinahe-Pleite hat den Finanzakteuren das sogenannte Kontrahentenrisiko bewusstgemacht, und zwar gleich doppelt. Auslöser der Krise bei Bear Stearns waren Sorgen einiger Geschäftspartner, dass die Investmentbank ihren Verpflichtungen aus Derivate-Kontrakten nicht nachkommen könnte. Sie hätten deshalb Engagements aufgelöst und Liquidität abgezogen, berichtet Marco Ryll, ein Kreditstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Dies habe die Bank innerhalb weniger Stunden in existenzbedrohliche Bedrängnis gebracht.

Wäre Bear Stearns nicht gerettet worden, hätte es zu einer „Kernschmelze“ des Finanzsystems kommen können

Mit dem Derivate-Engagement von 13,4 Billionen Dollar (am Bilanzstichtag 30. November 2007) hat Bear Stearns zwar ein großes Rad gedreht, aber keineswegs das größte. Die Deutsche Bank zum Beispiel hat für Ende 2007 ein Derivate-Engagement von rund 70 Billionen Dollar ausgewiesen. Mit 77 Billionen Dollar noch stärker engagiert war J. P. Morgan Chase - die Bank, die Bear Stearns praktisch über Nacht rettete. "Mit der Rettung von Bear Stearns haben J. P. Morgan und die amerikanische Notenbank Fed nicht zuletzt einen Kollaps des Derivate-Marktes verhindern wollen", sagt Ryll.

Das mit Bear Stearns war wirklich knapp, es war ein Run auf die Bank durch Insider. - innerhalb weniger Stunden!

Joe hat auch Derivate über $70'000 Mrd.

Soetwas kann jeden Tag wieder kommen - aber auch ohne Rettung in letzter Sekunde!
 

[16:00] Absurdistan:

Frank Meyer: Abenteuer aus Absurdistan

Dafür diskutieren im Fernsehen hochbezahlte Menschen über die Zukunft. Leute, die ihre Brötchen oft nicht selbst kaufen müssen und ihre Heizkosten eher als Peanuts empfinden.

Ja, was in den Medien vorkommt, wurde bisher von der Krise noch nicht betroffen.

Leserzuschrift-DE passt dazu:

die Börsen explodieren ja geradezu und Edelmetall rauscht in den Keller. Nachdem ich den aktuellen GEAB gelesen habe kommt man etwas ins Grübeln. Negative Nachrichten werden bejubelt. Ich fürchte die FED wird die amerikanische Bevölkerung zu Tode inflationieren. Es kann doch nicht angehen, dass die Bevölkerungen verarmen und die Spekulanten das Game gewinnen. Der FED gehört dann Alles und die Bevölkerung ist verarmt oder wie darf ich mir das vorstellen? In Europa könnte es etwas anders laufen, könnte.

Wirklich absurd. Alles nur Schein un Manipulation.

Leserzuschrift-AT man sollte die Geschichte beachten:

Gestrige ZIB2: Ich hab gestern leider nur so mit "einem" Auge eine Bericht gesehen von einem 91-jährigen Historiker, der so weit ich verstand, weil er Jude war nach England ging. Der Moderator fragte ihn was ein Historiker zur Zukunft beitragen kann, er: Es erinnert mich sehr an 1931. Damals ging die Creditanstalt pleite und auch heute haben die Banken de Facto kein Geld mehr. Auch zu Amerika äußerte er sich. Sinngemäß, eine neue demokratische Administration wird zwar nimmer so vertrottelt sein wie die jetzige aber es wird nichts an der Politik der Amis sich ändern, nur dass sie nicht mehr die Kraft haben werden wie früher.

Fand ich sehr bemerkenswert. Kommt zwar sicherlich auch nur bei jenen rüber, die's verstehen, ansonsten werden sich die meisten wohl denken, ein alter, seniler Herr.

Damit erscheint noch absurder, was derzeit geschieht.
 

[10:30] Wieder eine Grossbank sucht Cash:

Telegraph: Royal Bank of Scotland in fresh cash plea

Britain's second biggest bank is to make a plea to the City to try to raise billions of pounds to help shore up its finances, which have been hit by the global credit crisis.

Diese Bank ist zwar kein Primary Dealer, aber war extrem aggressiv um Konsumentenmarkt unterwegs.


Neu 2008-04-17:

[19:00] Jetzt sind es schon $2500 Mrd. an nur US-Verlusten:

ManagerMagazin: 2500 Milliarden Dollar in Gefahr

Die Finanzkrise erreicht kaum vorstellbare Rekordwerte. Rund 2500 Milliarden Dollar sollen Investoren in krisengeschüttelten US-Hypothekendarlehen versenkt haben. Ein großer Teil davon wird wohl erst in den kommenden Monaten so richtig Probleme bereiten. Deutschlands Wirtschaft wird davon laut Experten erheblich betroffen sein.

Jetzt wird man schon realistischer. Jim Willie hat über solche Summen bereits vor einigen Monaten berichtet.

Aber der GEAB#24 berichtet schon von $10'000 Mrd. an wertlosen "Ghost-Assets":

Global financial crisis – Savers and investors trapped into USD 10,000-billion worth of « ghost-assets »

If your banker managed to convince you to invest in the USD 10,000-billion worth of ghost-assets
currently haunting the financial planet, then you have most probably lost everything even if you do
not know it yet.

In any event, according to our experts, the estimated USD 1,000-billion worth of assets lost in the
current crisis is largely underestimated3. It is probably closer to 10,000-billion of USD4 that are about
to be lost over the coming two years5. In other words, several large international banks will be
swallowed up in the maelstrom, and along with them many companies, too fragile or depending too
much on the US consumer.

Alles Geisterwerte, die als Level-3 Assets überbewertet in den Bank-Bilanzen stehen aber real nichts mehr wert sind. Daher die fortlaufenden Abschreibungen. Denn man gibt nicht alles auf einmal zu.
 

[17:30] Man kann an der Krise auch gut verdienen:

Spiegel: Der neue König des Geldes

Ein Mann, ein Superlativ: Ausgerechnet die Kreditkrise hat John Paulson zum Topverdiener der Wall Street gemacht. 3,7 Milliarden Dollar nahm er 2007 durch clevere Spekulation ein, so viel wie kein Hedgefonds-Manager zuvor. Dabei lebt er relativ bescheiden - und hilft bankrotten Hausbesitzern.

Vermutlich shortet er den Hypotheken-Mist.
 

[16:00] ABS-Fonds - wer zu lange mit dem Verkauf wartet...

ManagerMagazin: Einfach weggeschlossen

Tausende ABS-Fonds-Anleger hoffen, endlich wieder an ihr Geld zu kommen. Doch Investmenthäuser halten die Fondsanteile beharrlich unter Verschluss, weil die in den Fonds enthaltenen Werte wegen der Kreditkrise nahezu unverkäuflich geworden sind. Jetzt verlieren die ersten Anleger die Geduld - und fordern ihr Geld zurück.

Die Fonds bringen diese Kreditderivate selbst nicht mehr los, daher können sie nicht mehr auszahlen.

Es gilt das alte Investor-Gesetz: Die Letzten beissen die Hunde.
 

[16:30] Zur Zukunft der Fed und ihrer Primary Dealers - aus dem GEAB#24:

USD-denominated asset crisis – End of 2008:
The US Federal Reserve and its network of « Primary Dealers » fight for their institutional and financial survival

Now concerning the US Federal Reserve, the situation is much more problematic. Ben Bernanke is
already being accused by large parts of both the public and policy-makers to serve Wall Street
bankers and the survival of New-York financial institutions instead of taking care about the well-being
of US citizens. We use the word « already » because our researchers estimate that, by the beginning
of 2009, the Fed will have to fight for its own survival and its president (though unmovable) for his
position.

But, in any event, as the US will sink further down into the « Very Great Depression »19 and once the
real economy has reached a complete standstill (as a result in particular of the priority given by the
Fed to Wall Street’s virtual financial economy), the strain will become so great that the entire Fed and
“Primary Dealers” system, invented a century ago in 1913, will have to be completely reconsidered.

Sie kämpfen also schon um das Überleben und werden untergehen. Heli-Ben wird der letzte Fed-Chef sein.

PS: hat jemand ein passendes Bild mit einer brennenden Fed und Heli-Ben als letztem Fed-Boss (man kann das Gleiche auch für EZB + Trichet machen).
 

[11:00] Der Primary Dealer mit dem Bullen schreibt weiter ab:

Spiegel: Merrill Lynch muss weitere Milliarden abschreiben

Merrill Lynch kommt nicht aus den Negativschlagzeilen: Einem Zeitungsbericht zufolge muss das New Yorker Bankhaus erneut mehrere Milliarden Dollar abschreiben. Damit würden sich die Verluste durch Subprime-Kredite auf mehr als 30 Milliarden Dollar summieren.

Den Bullen können sie aus dem Logo jetzt bald entfernen, wenn nicht das ganze Logo = die Firma.

[16:30] Noch ein Primary Dealer (Citi) schreibt ab: Citigroup u. Merrill sollen vor weiteren enormen Abschreibungen stehen

[16:30] Aber trotz Milliardenverlusten gibt es bei WaMu Bonusse für die Bosse: A Loss and a Shake-up at Washington Mutual
 

[10:30] Die Kältewelle der Schulden-Liquidierung:

ManagerMagazin: Wirtschaft verstehen heißt Schulden verstehen

Wer die Finanzkrise verstehen möchte, muss verstehen, was Verschuldung bedeutet. Erst durch das richtige Verständnis von Schulden zeigt sich, wie wirksam Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise sein können und worin die Gefährlichkeit dieser Krise liegt. Das tatsächliche Problem sind nicht fallende Aktien- und Immobilienpreise, sondern es ist die Verschuldung.

Es wird jetzt kalt. Der GEAB#24 schreibt von $10'000 Ghost-Assets in den Banken, die nichts mehr wert sind.

Auch das Derivaten-Monster warnt: JPMorgan warns credit crunch will run all year


Neu 2008-04-15:

[18:30] Der Primus warnt vor einer furchtbaren Berichtssaison:

NTV: Goldman Sachs warnt

Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet in den USA mit einer miserablen Berichtssaison für das erste Quartal. Die Erwartungen vieler Analysten seien immer noch viel zu optimistisch, so dass die anstehenden Geschäftszahlen von US-Konzernen in den kommenden Wochen für fallende Aktienkurse sorgen dürften, hieß es in einer Kunden-Mitteilung.

Obwohl bisher nur wenige Firmen ihre Geschäftsergebnisse vorgelegt hätten, seien die ersten Anzeichen "furchtbar", schrieb der für die USA zuständige Investment-Berater David Kostin.

Wenn es der Primus schon schreibt: wird dann Hanks PPT die Aktien noch oben halten können?

Der Telegraph macht sogar ein Blutbad daraus: Goldman Sachs and Wells Fargo warn 'delusional' investors on stocks

Lehnen wird uns zurück und sehen wir uns das Kursgemetzel an. Wir haben schliesslich schon lange darauf gewartet - dass Realität in die Köpfe eindringt.
 

[7:30] Bibber, bibber vor neuen Verlusten:

Handelsblatt: Großes Zittern bei US-Banken beginnt wieder

In den kommenden Tagen legen die wichtigsten US-Banken ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Das Zittern beginnt von neuem. Analysten erwarten insbesondere bei der Citigroup und beim Brokerhaus Merrill Lynch weitere Abschreibungen in Milliardenhöhe.

Die durch Manipulation und Lügen herbeigeführte "Beruhigung der Lage" der letzten Wochen dürfte jetzt wohl wieder dem grossen Bibbern weichen.

Den CEOs und CFOs graut sicher schon: Konzernen graut vor Finanzkrise

Was Politiker zur Aufklärung in dieser Sache wollen: Merkel will "Sendung mit der Maus" für Finanzen

Der 1. April ist schon vorbei, aber diese Politiker verstehen es selbst nicht besser.

[9:30] Was soll das - Bear Stearns ist doch kollabiert: Gewinn bricht um fast 80 Prozent ein
 

[7:00] Bildserie - wenn der Retter auch fällt:

http://failblog.files.wordpress.com/2008/02/failagaincrane.jpg

So wird es auch übernehmenden Banken und Zentralbanken ergehen.


Neu 2008-04-14:

[17:00] "Untergangs-Prophet" George Soros:

Spiegel: Untergangsprophet Soros sieht US-Wirtschaft vor dem Abgrund

Mega-Investor George Soros hält die Finanzkrise für die schlimmste seit den dreißiger Jahren. Zwar widerspricht US-Notenbankchef Bernanke, doch die jüngsten Ereignisse bestätigen den legendären Spekulanten: Auch die fünftgrößte US-Bank Wachovia braucht eine Milliardenspritze.

"Ich sehe dies als die schlimmste Krise zu meinen Lebzeiten", sagt der gebürtige Ungar, der seit 1956 in den USA lebt. "Früher sind wir aus so etwas relativ leicht herausgekommen. Diesmal glaube ich, dass wir das Ende des Weges erreicht haben."

Die "Ökonomen" sehen dieses Ende des Weges nicht, Soros schon. Aber er hängt ja auch mit seinem Geld drinnen, die Ökonomen nur mit ihren Jobs.
 

[15:00] Leserkommentar-DE zur Finanzkrise:

auf das dieses siechtum ein baldiges ende findet und wir die ketten der finanziellen sklaverei sprengen können.

Die Politiker und Banker ziehen aber einen Schrecken ohne Ende vor, denn dieses Ende wäre ihr eigenes.
 

[13:00] "Investoren" kaufen wieder:

Spiegel: Deutsche Bank will Kreditpaket im Wert von 20 Milliarden losschlagen

Die Deutsche Bank will endlich wieder ihre Risikokredite an den Mann bringen. Eine Reihe von Investoren will offensichtlich Pakete im Gesamtwert von bis zu 20 Milliarden Euro übernehmen.

Noch eine Finanzspritze: Wachovia erhält angeblich milliardenschwere Finanzspritze

Wer sind diese "Investoren"? die Zentralbanken? Vermutlich.
 

[12:00] Wieder ein Finanz-Vehikel fällt - Nachranganleihen der Banken:

FTD: Tabubruch bei Nachranganleihen

Ein kleines italienisches Kreditinstitut sorgt für Aufregung unter Bankanalysten. Die Piccolo Credito Valtellinese will der Agentur Bloomberg zufolge eine ihrer Nachranganleihen nicht zum ersten möglichen Kündigungstermin am 30. April kündigen.

Unglaublich, was immer wieder an Finanz-Konstrukten mit Problemen auftaucht.
 

[12:00] Die Lügner:

Gary North: An Economy Built On Lies read!

The appraisals were made, the loans were made, the mortgages were bought and re-packaged and sold again. The carry trade did its work. And now there is a line in front of the banks.

No, scratch that. There are no lines. There are instead collapsing prices in the scientifically packaged mortgage sector because investors now see that those mortgages, rated AAA by independent firms (it says here), are in fact packages of promises to pay made by liars.

Everyone knew. This is the famous bottom line. Everyone knew. Nobody cared.

We live in an economy built on lies. Everyone knows. Almost nobody cares.....

There will be defaults. Above all, there will be defaults. The lies will be exposed as lies. The promises will not be kept.

When the checks from Washington no longer buy much of anything, the great political transformation will begin.

The promises will not be fulfilled. I assume that you know this. The economy built on lies will fall. So will the political order.

Irgendwann fliegen die Lügen auf. Dann fallen die ökonomische und die politische Ordnung.

Zumindest in den USA könnte man die Lügner für 30 Jahre einsperren - nach geltendem Recht. Wird es geschehen?


Neu 2008-04-13:

[15:30] Harte Landung in Osteuropa:

Telegraph: Eastern Europe 'in danger of a hard landing'

Eastern Europe faces the growing risk of a ''hard landing" as the world's financial crisis spreads wider, with serious spill-over dangers for Scandinavian, Italian and Austria banks that have lent heavily to the region, the IMF has warned.

Current account deficits have reached extreme levels across much of the ex-Soviet bloc, hitting 22.9pc in Latvia, 21.4pc in Bulgaria, 16.5pc in Serbia, 16pc in Estonia, 14.5pc in Romania and 13.3pc in Lithuania.

Private credit grew 62pc in Bulgaria last year, 60.4pc in Romania, 55.2pc in Kazakhstan, 45pc across the Baltics and 39.6pc in Poland. All are above the safe speed limit.

Diese Kredit-Zuwächse muss man sich ansehen, im Westen gibt es nichts Vergleichbares. Auch nicht bei den Aussenhandels-Defiziten.

Die Harte Landung dieser Staaten und der finanzierenden Banken im Westen kommt auch noch 2008. Sparer in diesen Banken: schreibt Eurer Geld ab, oder zieht es ab.

PS: die italienische Bank im Bericht ist die Unicredit mit HVB und BankAusrtia, die anderen österr. Banken sind Erste und Raiffeisen.

[14:30] Schon wieder $15 Mrd. abgeschrieben:

Times: US banks Citigroup and Merrill Lynch reveal fresh $15bn loss

CITIGROUP and Merrill Lynch will heap further pain on Wall Street this week as they reveal additional sub-prime write-downs totalling $15 billion (£7.6 billion) or more.

In another sign of the intense pressure on leading banks, Deutsche Bank is attempting to offload some of its €35 billion (£28 billion) of toxic debt to a consortium of private-equity firms.

Bei Citi scheint jetzt die Zeit der Notverkäufe gekommen zu sein. Die Kreditkrise geht also weiter.

PS: Was macht den Joe da?
 

[12:00] Leserzuschrift-DE mit Zeitangabe für Crash:

Banken, ob öffentliche oder private, da kann ich mittlerweile nur noch wählen zwischen Pest und Cholera. Ich habe bereits zwei Mal darauf hingewiesen, dass von der Gesamtliquidität 80% Derivate und nur 9% M3 sind. Dr. Jahnke (www.jjahnke.net, Gedanken zur Zeit Nr. 784)

Ich erhielt gestern den Hinweis, dass wir aktuell ca. 600 Billionen Dollar an Derivaten haben (Wetten auf Veränderungen von Vermögen, Währungen etc, also Zockerspiele im Casino Royale). Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende. Im 2. Quartal 2008 sind viele Derivatverträge fällig, die Fische stinken vom Kopf her, und ich werde einen Teufel tun, mich an irgendwelchen Reförmchen zu beteiligen. Da halte ich es wie in meinem Beruf auch mal mit dissipativen Strukturen (Gewitter reinigen die Luft).

Nach all den mir zur Verfügung stehenden Informationen (das sind im Rahmen meines Promotionsprojektes mittlerweile 12 Ordner) muss der Supergau an sich bis zum 30.6.2008 erfolgen.

Die aktuellen Zuckungen von Strauss-Kahn um die Existenz des IWF zeigen mir, dass es überall hinter den Kulissen schon lichterloh brennen muss. Und dieser Mensch labert nur von einer Billion Dollar, die auf die Banken zukommen und dokumentiert damit nur seine Dummheit im Ökonomiebereich.

Wer sich mal mit Derivaten beschäftigen möchte, dem empfehle ich mal die Bank JP Morgan aus den USA, bei den Daten im Derivativbereich wurde mir ehrlich gesagt schlecht.

Nach dem nicht mehr abzuwendenden Crash werden die Karten neu gemischt. Da werden viele von oben (Politik/Banken) ganz tief fallen. Die Öffentlichkeit wird denen ihre Verlogenheit der letzten 10 Monate nicht verzeihen. Zitat Ende
Dazu der passende Link: http://www.jjahnke.net/blase.html

Machen sie weiter so, ihre Seite ist enorm wichtig zur Aufklärung, nur wie sagte Henry Ford so schön:
Denken ist eine der schwierigsten Arbeiten überhaupt, das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich so wenige damit befassen.

Wenigstens ein kommender Dr. der denkt!

Crash im 2. Quartal 2008 - ist sehr plausibel, denn allzulange wird das System nicht mehr durchhalten.

[14:30] Leserzuschrift-DE dazu:

die obige Leserzuschrift mit der Crashangabe bis spätestens 30.06. 08 deckt sich mit meiner bisherigen Prognose, dass es so um den 10.-15. Juni 08 endgültig krachen wird, so dass das „Normalprogramm“ auch für die Dummen beendet sein wird.

Ob es zu diesem Zeitpunkt kracht? wir werden es sehen, aber lange aufhalten kann man es nicht mehr.

Dann werden die "Dummen" wohl aufwachen - aber nichts mehr tun können.
 

[11:30] Die Suche nach "Vertrauen"

Aus Bill Bucklers Privateer#601 zum G7/IMF-Treffen:

All We Need Is “Confidence”:
That was the message from the potentates gathered in Washington DC. What else could they say? There
is nothing they can do about the current situation, other than pretending that new financial “rules” will
fix the problem that they caused in the first place. Their messages have been as predictable as their
speech writers could make them. “We must continue to do whatever is necessary to maintain confidence
in the financial markets” said British Chancellor of the Exchequer Alistair Darling. “Long-term
prospects for the U.S. economy are good” said US Treasury Secretary Henry Paulson.

The global credit expansion which is now imploding despite desperate efforts of central bankers and
treasurers everywhere is, of course, devastating the world’s so-called “real economies”. What better
proof of this could there be than the simple fact that the World Bank is meeting this weekend to deal with
the spectre of political unrest in 33 nations brought about by the high cost and growing scarcity of
FOOD? Or the fact that almost one in ten Americans is dependent on food stamps? The “soup kitchens”
of the 1930s are reappearing everywhere, and there is not enough “soup” to go round.

To talk of “confidence” or “saving the financial markets” in the face of this is grotesque. It is the
signature tune, often heard in history, of those who are desperately clinging to prestige and power while
the lives of those on whom they depend for their “status” is literally crumbling.
The “credit” is going or
gone and only the DEBT remains. In such a state, “confidence” is the last refuge of “confidence men”.

Sie lügen bis zur letzten Sekunde, jetzt klammern sich sich an den letzten Strohhalm - Confidence = Vertrauen.

In Wirklichkeit geht es ihnen natürlich nur um den eigenen Job und Status. Die "Confidence-Men".
 

[11:30] Leserzuschrift-DE zu G7-Treffen:

Irgendwie ist mir nicht klar, was der G7-Gipfel nun sollte. Er wurde als ein Treffen verkauft, bei dem die G7-Staaten gemeinsame Aktionen gegen die Finanzkrise beschließen wollten. Doch bisher sehe ich in den Veröffentlichungen nur Beschlüsse, die sich auf die Verhinderung zukünftiger Krisen beziehen und keinen einzigen Punkt, der sich auf die gegenwärtige Krise bezieht. Stattdessen wagt es Herr Steinkühler sogar noch sich vor die Presse zu stellen und von einem weltweiten Abschreibungsbedarf aus der Kreditkrise von 200 Milliarden USD zu reden (oder sollte ich lieber sagen zu lügen), obwohl der IWF diese Woche von 950 Milliarden USD geredet hat (nach meinen Erkenntnissen waren es schon Ende November letzten Jahres circa 2000 Milliarden, so daß es jetzt noch erheblich mehr sein dürften). Was soll der Schwachsinn also? Oder habe ich irgendeine Veröffentlichung übersehen oder einen Punkt überlesen, wo etwas über derzeitig geplante Aktionen wie z.B. Interventionen am Devisenmarkt o.ä. steht?

Natürlich geht es ausschliesslich um "Beruhigung" und "Vertrauensbildung". Es sind doch alles Politiker dabei, angeführt von Hank Paulson.


Neu 2008-04-12:

[16:00] Wieder ein Primary Dealer mit Verlusten - in Japan:

Welt: Finanzkrise trifft asiatische Großbank

Die zweitgrößte japanische Bank wird von der Finanzkrise unerwartet hart getroffen. Mit 3,5 Milliarden Euro schlagen die Verluste bei Mizuho Financial zu Buche. Die Großbank muss ihre Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr nach unten schrauben – zum dritten Mal in Folge.

Klar, dass Verluste entstehen, wenn sie im US-Gift-Cocktail mitmischen.
 

[10:00] Die G7-Beschwichtiger:

Spiegel: Finanzminister schüren Hoffnung auf Ende der Kreditkrise

Sie verdonnern die Banken zu mehr Vorsicht, wollen eine bessere internationale Zusammenarbeit: Die Finanzminister der Industriestaaten haben einen Aktionsplan gegen Spekulationskrisen beschlossen. Finanzminister Steinbrück weissagte, die momentane Krise könnte rascher vorbei sein als viele glaubten.

Hanks Spezialität: Medienmanipulation, mehr nicht. Die reale Situation hat sich nicht geändert.

[16:00] Nebelwerfer: Banks - 100 days to reveal losses and exposures

Finance ministers and leading bankers attending the G7 meeting in Washington DC have given banks in the world’s seven leading economies 100 days to reveal the full extent of their losses in the credit crisis.

Wenn die Banken das tun müssen, dann können die meisten gleich Konkurs anmelden. Das will man aber sicher nicht - daher ist es neuer Nebel.

[18:00] Ein Kommentar von Mandred Beutler dazu: Gier frisst Hirn, oder: Steinbrück erklärt uns die Finanzkrise

Real ist das die Banken-Situation (Danke für die insendung):
 


Neu 2008-04-11:

[14:00] Alle Investor-Mäuse verzehrt:

Zeitenwende: Die Katzenstrategie

Wenn Banker Vorschläge machen, wie man die Investoren vor Verlusten schützen soll, kommt mir das immer mehr so vor, wie wenn man Katzen fragen würde, wie man Mäuse in Sicherheit wiegen kann: Die Voraussetzungen sind zwar nicht die gleichen, die Resultate ähneln sich aber immer mehr. Für die Katzen ist das Leben ohne Mäuse genau so hart wie es für die Banken ohne Investoren ist. Deshalb wird auch immer wieder versucht, die Mäuse ... sorry die Investoren zu beruhigen.

Andere nennen es auch die Strategie der verbrannten Erde.
 

[11:00] An alle, die glauben, dass die Krise vorbei ist:

Presse: Finanzmärkte: Aus den USA kommen neue Krisensignale

Die kurze Rally der vergangenen Wochen könnte an den internationalen Aktienmärkten schon bald wieder Geschichte sein: Vor allem in den USA mehren sich die Zeichen, dass es bald wieder abwärts gehen könnte.

VORSICHT: es wird viele solcher kurzen "Erholungen" geben (eigentlich Markt-Manipulationen), aber real geht es immer weiter abwärts.

Heli-Ben, auf welchem Planeten lebst Du? Bernanke erwartet keine neue Weltwirtschaftskrise

Ist Dein Helikopter etwa so hoch gestiegen?

PS: das ist ein vorzügliches Motiv für Grafiker!


Neu 2008-04-10:

[16:00] Morbus Lehman:

Handelsblatt: Lehman schließt Geldmarktfonds

Die US-Investmentbank Lehman Brothers musste drei Fonds, darunter zwei Geldmarktfonds schließen. In ihrem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC meldete die Bank, dass es in den Fonds zu starken Wertverlusten gekommen ist. Schuld sei die Finanzkrise.

Ist jetzt Lehman der Nächste nach Bear Stearns, der über die Klippe springt?

Siehe da, die Finanzkrise taucht wieder auf - und der Goldpreis geht auch wieder hoch.
 

[15:30] Level-3 Assets beim Primus:

Querschüsse: "Level3 Goldmänner"

Nicht alles bei dem Goldmann Sachs draufsteht ist Gold. Nach den bei der US Securities and Exchange Commission (SEC), US-Börsenaufsicht eingereichten Unterlagen zum 1. Quartal 2008 geht hervor, dass der Anteil der Assets (Vermögenswerte) welche mit Level3 bewertet wurden ("Wertpapieren" für die weder ein Preis abgerufen bzw. die nicht gehandelt werden können), um 39% im Vergleich zum Vorquartal angestiegen sind. 96,4 Mrd. Dollar sind als Level3 Assets beim Primus der Investmentbanken ausgewiesen worden, nach 69,2 Mrd. Dollar in Q4 2007!

So haben sie also das "gute letzte Quartal" geschafft. Wahrscheinlich sind diese Level-3 Assets kaum etwas wert.

[16:00] Leserkommentar dazu: genau so sieht es auch in der Bilanz von "unserem Joe" aus!

Gleich weiter zum nächsten Kasino: "Im Gebälk des Derivate-Casinos knirscht es"

Man wird dieses Casino nicht ewig aufrechterhalten können.

PS: hat jemand ein passendes Bild zum "Derivate-Casino"?
 

[10:00] Aus dem Midas vom 9.4. - Paul Volker zur Krise:

Yesterday, Paul Volcker said the credit crisis is the "mother of all crises" and the modern financial system has "failed the test of the marketplace."

Paul Volcker: "The Federal Reserve has judged it necessary to take actions that extend to the very edge of its lawful and implied powers, transcending in the process, certain long embedded CentralBanking principles and practices…What appears to be in substance a direct transfer of mortgage andmortgage-backed securities of questionable pedigree from an investment bank to the Federal Reserveseems to test the time-honored central bank mantra in time of crisis: lend freely at high rates againstgood collateral; test it to the point of no return."

When asked about the possibility of a dollar crisis, Mr. Volcker retorted, "Dollar crisis…you don't have to predict it, you're in it…Let me remind you that the Dollar after all is a fiat currency backed only by the word and policies of our government, policies exemplified by an independent Central Bank committed to maintaining price stability.

These dollar and inflation comments have been mostly ignored by the media.

Mr. Volcker: "The transient causes of extreme leveraging have been exposed by force of circumstance.

The nation’s spending and consumption are being brought into line with our capacity to produce." Theprobable ‘greatest ever’ Fed Chairman issued views that can only be interpreted as extremely negative

Das war der Vor-Vorgänger von Heli-Ben.


Neu 2008-04-09:

[21:30] Die Aasgeier warten schon auf tote Banken:

Handelsblatt: Ross will bei Banken zuschlagen

Der milliardenschwere US-Investor Wilbur Ross, der für den Aufkauf von Unternehmen aus maroden Industriezweigen bekannt ist, erwartet einen baldigen Zusammenbruch von Geldinstituten. Banken seien daher „das nächste Ding“, in das er investieren wolle, sagte er am Mitwoch.

Mahlzeit beim Asset Stripping. Der Tisch wird reich gedeckt sein (mit gefallenen Banken).
 

[11:00] Leserzuschrift-AT zum Systemcrash:

Das Warten auf den Zusammenbruch des Systems dauert vielen vielleicht schon zu lange. Wie kann das Fiat-Money-System so lange überleben? Irgendwie wird das System schon noch gerettet werden! ...

Ich möchte Ihnen und Ihren Lesern gerne kurz meine Sichtweise näherbringen.

In der Zwischenzeit bin ich recht gut mit Edelmetallen eingedeckt und anstatt monatlich in irgendwelche Fonds oder sog. "Altersvorsorgeprodukte" (lach) zu investieren, wird einfach immer wieder Gold und Silber zugekauft - solange es noch möglich und erschwinglich ist.

Ich persönlich habe mittlerweile aufgehört auf den Zusammenbruch des Systems zu warten. Bitte nicht falsch verstehen: Der Crash wird kommen, aber wann er kommen wird, läßt sich wohl von keinem wirklich vorhersagen. Welche Tricks und Manipulationen noch aus dem Hut gezaubert werden, um ein wenig Zeit zu gewinnen, können wir nicht wissen. Irgendwann wird es aber nicht mehr funktionieren, und dann kommt der Kollaps. Aber er wird dann sehr plötzlich und sehr heftig ausfallen, und für viele sehr unerwartet (brüll). Nur wann das sein wird - ob nächste Woche, in ein paar Monaten oder - auch wenn es derzeit nicht danach aussieht - erst in Jahren - das wissen wir einfach nicht. Zumindest habe ich aufgehört, darüber zu spekulieren.

Nachdem ich aber derzeit erst in meinen 30ern bin, besteht meines Erachtens eine wohl 100%ige Wahrscheinlichkeit, daß es noch zu meinen Lebzeiten ganz gehörig krachen wird. Und wann auch immer das sein wird: ich habe vorgesorgt, und für diesen Fall bin ich dann gerüstet.

Und seit ich diese Einstellung habe, geht es mir sehr gut. Ich hab getan, was mir möglich war, habe quasi meine eigene (Vermögens-)Versicherung, und ich bin vorbereitet für den Ernstfall - wann auch immer der sein mag! Aber ich werde dann wohl um einiges besser dastehen als viele andere Menschen, die daran glauben, die Schuldenspirale ließe sich ewig weiterdrehen.

Ich habe Zeit, und die Zeit arbeitet für mich.
Wir haben Zeit, und die Zeit arbeitet für uns.

Gute Einstellung, ja die Zeit arbeitet für uns. Und wenn der Kollaps kommt, wird es sehr plötzlich gehen. Ich selbst vermute noch 2008.
 

[10:00] Wo ist die jüngste Euphorie geblieben?

FTD: Es geht wieder abwärts

Die Wall Street hat unter den enttäuschenden Quartalszahlen von Alcoa gelitten. Die Stimmung der Anleger wurde zudem von dem Umsatzrückgang des Chipherstellers AMD belastet.

Brüll und lach, lach und brüll: das hätte man leicht vorhersagen können. Aber diese Typen sehen immer nur den heutigen Tag.


Neu 2008-04-08:

[17:00] Eine weise Empfehlung des Primus - weg mit Fannie & Freddie:

Bloomberg: Goldman Says Sell Fannie, Freddie; Lehman Says Buy

Goldman Sachs analysts led by James Fotheringham, who reiterated their ``sell'' recommendation, predict credit losses at the companies will ``increase rapidly.'' Fannie Mae will have $15.2 billion in credit losses through 2010, in addition to $4.1 billion already reported, the New York-based Goldman analysts said. Freddie Mac will have $10.6 billion on top of $3.7 billion, the analysts said.

Eigentlich ist es ja schon recht spät, aber immerhin. Hat Lehman zuviel in den Fannie & Freddie Papieren investiert, weil sie eine Kaufempfehlung abgeben?
 

[16:30] Neue, "offizielle" Verlustschätzungen vom IWF:

Spiegel: Dramatische IWF-Schätzung - Hypothekenkrise kostet eine Billion Dollar

Vor kurzem war noch von 600 Milliarden Dollar die Rede, jetzt korrigierte der Internationale Währungsfonds die Schätzung der Verluste abermals drastisch nach oben - auf nahezu eine Billion Dollar. IWF-Direktor Strauss-Kahn warnt vor weiteren Belastungen.

Schon etwas realistischer, aber immer noch zu niedrig.

Irgendwann kommt der nächste "Bear Stearns" Event.


Neu 2008-04-07:

[15:00] Bear Stearns - Totalkatastrophe gerade noch verhindert:

Aus Chris Lairds PrudentSquirrel Newsletter:

What the Central banks are finding is that they have no choice but to effectively take the huge amounts of losing securities off the bank's hands. Ie they have to effectively indemnify them. According to Bernanke in the Senate hearing, if the Fed and Morgan had not done what they did, there would have been a huge worldwide financial collapse because Bear was interlinked to so many other huge banks. Bernanke said there was no alternative to this bailout, however right or wrong.

If the central banks cannot later sell these securities they are taking off bank's hands, that amounts to monetization of these losses. Ie a taxpayer bailout. As unpalatable as that is, there seems to be no alternative.

Die Zentralbanken bekommen die Mistpapiere, die sie den Banken abnehmen, nicht mehr weg. Effektiv monetisieren sie diese.
Inzwischen eitert heraus, was an diesem Wochenende der Bear Stearns Rettung wirklich auf dem Spiel stand.

No time to act
Another key point that was repeated in the Senate hearing was how little time they all had to act before a world financial crisis snowballed. Bear said they had $12 billion of capital one day, and the next day, a 'run' on Bear drained $10 billion of that. Morgan stated they had about one or two days to agree to a deal before the Asian markets opened Sunday night. The Fed repeated that concern. The fear was an international run on financial institutions (ie one that would spiral out of control and wipe everyone out. I mean like every major financial institution in the world because they are all counterparties to each other, and all the hedges would fail). This deal had to get done.

Da war ein plötzlicher Run auf Bear Stearns. Die Insider haben von dort offenbar massiv Kapital abgezogen.

Wenn die Fed nicht sofort reagiert hätte, wäre das weltweite Finanzsystem am folgenden Montag zusammengebrochen, da Bear Stearns so viele Counterparties hatte.

The regulators and bankers present all said that the situation was so grave that they had to act instantly.
This is how precarious our financial world is. A Senator asked Bernanke if we could consider the crisis over, or do we expect more bailouts. Bernanke said he could not rule out future actions like the $30 billion Bear bailout, and that the financial situation is still very tense.

Can they prevent a total world financial collapse?
The next question is this: So far, the Fed and the ECB have averted a total systemic collapse. They have not averted a severe collapse in general of credit markets. That is causing a great deal of economic damage, and we are already seeing the familiar wave of layoff announcements beginning during recessions.

Die Zentralbanken haben also den Totalkollaps für den Moment verhindert, wann ist die nächste solche Krise?

If the central banks fail, we will see a total world financial panic that lasts months and has stock collapses like we saw in 1929. This situation is dire, however the latest panic bailout of Bear was averted.

Irgendwann werden sie versagen, denn es müsste alles immer perfekt funktionieren.

Code Red - Mike Whitney: Fed Up: Bernanke joins G-7 to Stem Global Financial Meltdown

“Emergency liquidity support”, reductions in capital requirements, concealing the true value of collateral, relaxing regulations, suspending accounting rules for assets; it sounds a lot like panic. These are the signs of a system so dilapidated that the pilings shake and the scaffolding wobbles with the slightest breeze. A system that's held together with the frayed strands of collective fear; bankers angst. Strike a match and the whole thing will go up like a Roman candle.

Der kleinste Windstoss wirft das System inzwischen um - denn es ist ein Kartenhaus.

Gerade noch einmal davongekommen. Das nächste Mal wird es wahrscheinlich passieren, wenn Gold wieder auf $1000 ist.
 

[21:30] Das globale Kartenhaus:

IRA: A Global House of Cards: Interview with Josh Rosner

The same global banks with exposure to the US residential and commercial markets also have exposure to the burgeoning problems in the Spanish real estate market, Irish housing problems, UK housing problems, and Italian housing problems.

The IRA: So do we detect the first signs of interest rate ease in the EU?

Rosner: Definitely. I think we are at the front end of the day when you want to be long the dollar and short the Euro. The Spanish mortgage market funds in the repo market, not via deposits. I think that at some point there is going to be significant tension in Europe because the Germans and the French are not going to want to finance Spanish mortgage collateral. This could be the catalyst for a crisis in Europe. Do I think that it will spell the end of the Euro? No. Do I think that it will create a period of uncertainty? Yes.

The IRA: You mean that German and French banks will no longer want to finance Spanish real estate speculation for the benefit of UK retirees?

Rosner: Yes, especially if you remember that the Germans are already going to be licking a lot of wounds. The good news is that the German Landesbanks have no more than 25% of their float to the public. The bad news is that the German federal government is going to have to bail out the state governments.

The IRA: Some of our sources say that the Landesbanks are something like 5x the problems at UBS (NYSE:UBS).

Rosner: Correct. My understanding is that there is one institution with about $50-60 billion in exposure and another has $80 billion. So there is no way that the German government will have sufficient bandwidth to help support the Spanish banks.

Da wartet noch eine Menge an Bomben auf die Banken, speziell in Europa.

Interessant seine Aussage zu den deutschen Landesbanken. Die haben real also 5 x die Probleme der UBS. Die Risikosummen der einzelnen Landesbanken sind gigantisch, viel mehr als bisher zugegeben.
 

[10:00] Wieder alles in Ordnung?

Wochenend-Wellenreiter vom 5. April 2008

Der ITRAXX Europe, der den Zustand der CDS-Märkte in Europa abbildet, entwickelt sich derzeit sehr bullisch. Er hat beinahe sein Hoch vom Oktober vergangenen Jahres erreicht (folgender Chart). Die Kreditrisiken scheinen sich verabschieden zu wollen.

Die Marktteilnehmer sind offenbar der Meinung, dass die Fed keine größeren Unterneh-menskonkurse im Finanzsektor zulassen wird. Bear Stearns gilt jetzt als Präzendenzfall, hinter den die Fed nicht mehr zurück kann. Schöne neue (=alte) Welt!

Aber was ist das? Opes Prime: Collapse Down Under

Das war einmal ein grosser Broker in Australien.

Und das? Investment firms tap Fed for billions

Wall Street banks take advantage of Fed's emergency loan program, borrowing an average of $38.1 billion a day last week.

Die Broker-Dealers der Wall Street hängen jetzt voll am Tropf der Fed.

Und das? Finanzminister beschließen grenzübergreifendes Bankenrettungsprogramm

Und das? Globale Abschreibungen - darfs noch etwas mehr sein?

Es ist doch nicht alles so "Goldilocks", oder?

Real hat sich nichts geändert, ausser das Ben und Konsorten in die volle, hyperinflationäre Bankenrettung übergegangen sind.

Man hat schon vor 4 Jahren vorausgesagt, was kommt:

11-12-2004, 3:44 PM

The crisis will develop rapidly in the international bond markets - where corporations and western governments have borrowed cash consistently and cheaply. Borrowers whose worst excesses are currently hidden off balance sheet in the derivatives markets will find themselves insolvent, and their bonds and shares will plummet in line with their credit ratings. Oversupply of bonds from hurried sellers will drain the markets of cash and the selling of further bonds into the market will become impossible - even at distress prices for good bonds. The bondholders - pension funds, deposit takers and other collectors of the public’s surplus cash - will be drawn in, and will see that they are in no position to pay back their depositors.

Insurance companies will watch as the portfolios backing their obligations are destroyed. Their capital will be inadequate and they will suspend paying their annuity holders. Property secured lenders and banks will be standing in-line, having lent widely in the mortgage, debt and derivatives markets. Of the £600,000,000,000 of gross sterling deposits in the UK much is on relatively short periods (e.g. 30 day deposit accounts) and lent long term as mortgages on overpriced assets. Not the tiniest fraction of this amount of money can possibly be delivered by the banks in cash back to their depositors.

In 'normal' times it does not matter if a bank's withdrawals exceed immediately available cash resources, because the bank can gather up some cash in bond and money markets. But in a credit crunch they cannot do this. There will be queues at the bank but the doors will be shut, Argentina style.

Houses will appear on the market, as the equity rich seek to secure the cash which they regarded as their savings. But no-one will have the cash or the finance to buy them, and house prices will slump in search of a few brave buyers. Mortgage lenders will go hunting cash to stay afloat - they'll suspend new lending. The banks and building societies will increase borrowing rates, without increasing deposit rates, and they will suspend withdrawals. Industrial businesses will face a slump in demand like they have never seen. Unemployment will explode.

Only the debt free who have invested in super-cautious organisations and instruments will emerge with liquid assets.

So ist es gekommen und wird es noch kommen.

Die ganze Reflation seit 2001 ist eigentlich ein "Dead Cat Bounce", also das Zucken einer schon toten Katze. Jetzt stirbt sie endgültig.


Neu 2008-04-06:

[12:00] Wie viele CDOs verdienen wirklich ein AAA?

Bloomberg: http://www.bloomberg.com/apps/data?pid=avimage&iid=iQUy2GaasArs

74 of 88 AAA bonds in ABX indexes fail test for investment grade.

Fast gar keine.
 

[11:30] Die Wahrheit sickert langsam durch:

Frank Meyer: Autsch! Wahrheit tut weh

Der Weg zur Erkenntnis ist meist ein steiniger. Ich weiß nicht, in welcher Welt so mancher Finanzakademiker lebt. In den oberen Etagen mag der Blick nach unten recht verschwommen sein. Abgedunkelte Autoscheiben bewahren etliche "Entscheider" vor garstigen Blicken. Alles, was man braucht ist eine gute Presseabteilung und Unmengen von Daten. Wer die ganze Zeit über diesen Zahlen hockt oder auch hocken lässt, musste bislang zur Erkenntnis kommen, dass im Land der unbegrenzten Bilanzierungsmöglichkeiten die Welt in bester Ordnung ist. Selbst der US-Finanzminister glaubte Ende Januar nicht an eine Rezession und sprach noch Mitte März von einer guten Verfassung des US-Finanzsektors. Glauben heißt eben nicht wissen.

Jetzt, da wir alle ahnen befürchten und wissen, dass die US-Wirtschaft vor einem Abgrund steht, und schon bald einen Schritt weiter sein könnte, gibt es die ersten, die das D-Wort aussprechen - Depression.

"Depression?" Jetzt muss ich mich aber beeilen! Mein PC zerstört sich in wenigen Sekunden.

Ja, die Feststellung der Depression kommt auch noch. Dann werden alle in dem Artikel beschriebenen Finanzakademiker plötzlich Kaiser ohne Kleider sein.


Neu 2008-04-05:

[20:30] MBIA heruntergeratet:

Bloomberg: MBIA Loses AAA Insurer Rating From Fitch Over Capital

Fitch Ratings cut MBIA Inc.'s insurance unit to AA from AAA, saying the bond insurer no longer has enough capital to warrant the top ranking.

MBIA, the world's largest financial guarantor, would need as much as $3.8 billion more in capital to deserve an AAA, New York-based Fitch said today in a report. The outlook is negative, Fitch said.

The long-term rating of MBIA Inc. was cut to A from AA, Fitch said.

Fitch ist etwas ehrlicher als S&P und Moody's. Aber ein AAA-Rating für die Bond-Versicherer MBIA und Ambac glaubt real ohnehin nicht mehr.

Der CDS (Credit Default Swap) Crash kann kommen.
 

[18:00] Wenn der Schwarze Schwan (Crash) erscheint:

CNN: Fear of a Black Swan

In two bestselling books, "Fooled by Randomness" and "The Black Swan," Nassim Nicholas Taleb has explored the ways people misunderstand randomness and risk. At the heart of his thinking is the idea of a "Black Swan" - an unlikely but not impossible catastrophe that no one ever seems to plan for.

Wall Street sieht ihn nicht - bis er da ist. Er ist schon erschienen, aber immer wieder vertrieben worden.
 

[17:00] Kommen jetzt die US-Treasuries dran - in den nächsten 30 Tagen?

MarketTicker: WINTER SAID BOND CRASH IMMINENT T-30 DAYS!!

Waterfall bond crash similar to 1931. Winter says in the podcast its coming in the 2nd week of May, basically right after the "stimulus" checks are mailed out. Russ said point blank that he sees a 30-40% crash in bond prices coming within a month. He also said it could happen any day. This has to do with a lot of the stuff KD has been talking about for some time with hiding the fictitious capital in off-balance sheet vehicles, swapping treasuries for dubious collateral, as well as the hyperinflation crack-up boom and FCB massive printing and buying of Treasuries and GSE's. This pattern follows the GD1 collapse exactly. An initial equities crack (August) followed by a panic flight INTO Treasuries, followed by a complete Treasury collapse by 1931.

Lee Adler and Aaron Krowne backed him up on this and agreed that a bond collapse is imminent. Winter is about the most intelligent market observer on the planet - disregard this warning at your own risk.

Zeit dafür ist es schon lange - bei diesen vielen Bankenrettungen. Wenn die US-Staatsanleihen wirklich um 40% kollabieren, dann ist alles vorbei: Bankenrettungen, Dollar, Imperium. Und auch für alle anderen Währungen, denn diese haben genau diese Treasuries als Währungsreserven.

PS: der Beitrag ist vom 4. April 2008(Datum rechts unten).
 

[17:00] Jetzt die Versicherungen und Fonds - und ein weiterer Primary Dealer:

Spiegel: Finanzaufsicht fürchtet Eskalation der Kreditkrise - Gerüchte um Dresdner Bank

Mehr Risiken, mehr Abschreibungen: In der Kreditkrise steht den Banken das Schlimmste noch bevor, warnen Regierung und Bundesbank. Ein Börsenbrief spekuliert über Probleme bei der Dresdner Bank - und die Finanzaufsicht warnt, auch Versicherungen und Fonds könnten bald erfasst werden.

Ljubljana - Mahnende Worte aus Slowenien. Am Rande des EU-Finanzministertreffens in Ljubljana sagte Bundesbank-Chef Axel Weber, die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten seien noch lange nicht ausgestanden. Den Banken stehe das Schlimmste sogar noch bevor, sagte er, weil sie "Verluste nicht wie im letzten Jahr gegen ein sehr gutes erstes Halbjahr buchen können".

Es ist bereits offenkundig, das die Subprime-Krise ihrer Natur nach eine globale ist, die sich auf viele Länder erstreckt hat", befinden die BaFin-Experten. Es handle sich um das erste Mal, dass eine Krise in Kernbereichen des globalen Finanzsektors ein dermaßen großes Ausdehnungspotenzial gewonnen hat und die Realwirtschaft weltweit bedeutsam beeinträchtigt, heißt es.

Laut einem Bericht des Börseninformationsdienstes "Platow Brief" könnte die Dresdner Bank wegen der US-Hypothekenkrise im ersten Quartal mehr als eine Milliarde Euro abschreiben müssen. Ein Sprecher der Allianz-Tochterfirma wollte dazu auf Anfrage nicht Stellung beziehen. Nach Angaben des Frankfurter Instituts beliefen sich die Abschreibungen per 31. Januar auf 400 Millionen Euro. Seither haben sich die Marktbewertungen strukturierter Wertpapiere aber erheblich verschlechtert. Die Ergebnisse des ersten Quartals will die Dresdner Bank am 9. Mai veröffentlichen.

Jetzt haben sie es kapiert, es ist eine globale Krise und sie geht nicht mehr weg.

Ist die Allianz wegen der Verluste der Dresdner Bank so "sparsam"? Können wir die bald auf der Liste der Fed Primary Dealers als "untergegangen" ankreuzen? Aber das ist gute Gesellschaft, denn die Hälfte wackelt bereits, einer ist schon real weg - Bear Stearns.

[20:00] Der "Spring-ins-Feld Teufel":

Handelsblatt: Entzauberte Finanzinnovationen

Eine aktuelle Einschätzung der Finanzaufsichtsbehörde Bafin zur Kreditkrise geht einen Schritt weiter als viele Aussagen dieser Art zuvor. Sie zählt nicht nur weitere, noch verdeckte Risiken auf, sondern greift auch eine Grundthese der modernen Finanzmärkte an: die Annahme, dass Finanzinnovationen fast automatisch Wohlfahrt schaffen können.

Finanzminister Peer Steinbrück hat ein anschauliches Bild für die Bedrohungslage durch Auswirkungen von Geschäften mit US-amerikanischen Ramschhypotheken gefunden. Er sprach in einem Rundfunkinterview von Risiken aus neuartigen Finanzprodukten, sogenannten strukturierten Produkten, die einen ohne Vorankündigung wie ein „Spring-ins-Feld-Teufel“ angreifen. Und dieser Teufel lauert weiter, folgt man der BaFin.

Was ist da los? warum die neue Offenheit von der deutschen Politik? Will man auf einen bevorstehenden Systemcrash vorbereiten (wir haben es doch gesagt...) oder ist das eine weitere Abkopplung von den USA (siehe auch Good Bye, Dollar Eintrag)?

Wir werden es bald sehen.
 

[12:00] Wie ernst die Situation wirklich ist - aus Bill Bucklers Gold This Week:

Damn The Economy - Full Speed Ahead
Peter Schiff makes a very salient point in his April 4 article - "The Assault On Free Markets" - at 321 Gold. We quote:

"While Bernanke talked about the underlying strength of our economy, he claimed necessity in saving Bear Stearns from bankruptcy as it would have brought down our entire financial system. How sound can our economy be if the failure of one investment bank could topple it?"

Indeed!

A cursory glance at the machinations of any Fed Chairman and Board of Governors in the not so august history of that institution should make it clear that they have only one over-riding purpose. That is, quite simply, to make sure of the continued functioning of the financial system over which they preside. While the word "moral" forms no part in either their deliberations or their actions, the word "hazard" certainly does. Anything which is "hazardous" to the system is met with every weapon at their command, and their weapons are formidable.

In fact, their weapons are so formidable that they have been able to perpetuate a financial system built on a completely fiat currency having no direct or even indirect connection to the real economy on a global basis for nearly four decades. This is a considerable feat. It has often been tried in history by a nation or even a group of nations. It has always failed. But before 1971, there was never a time in history when the whole world "went off Gold". Nearly four decades of purely paper money has required an abysmal ignorance about the nature of money by the vast majority of people. That has certainly been achieved. It has also required the construction of a monumental structure of debt paper piled on debt paper. That has also been achieved. But in the process, the system has now been stretched to the point where, to quote Mr Schiff again: "...the failure of one investment bank could topple it.

In the case of the UK, that one bank was Northern Rock late last year. The "solution" was to nationalise the bank, in the process adding the sum of 100 Billion Pounds to the debt of the British government. In the case of Bear Stearns, which is not really a "bank" at all but an investment or brokerage house, the lead up was very similar. Right up until the last minute, Bear Stearns, the SEC, and the government regulators right up to the Fed itself gave no hint that there was a problem. Then, when the problem exploded on the markets and the system, the Fed instantly arranged a takeover backed with government guarantees. No, they didn't nationalise the bank, they merely "pursuaded" JP Morgan to take it over by guaranteeing to make good any "losses" which might arise. Nobody makes any "bones" about this. The CEO of JP Morgan, Mr Jamie Dimon, testified to Congress that his bank would not have agreed to "buy" Bear Stearns without Fed "support" for the deal....

It has been less than three weeks since the Bear Stearns rescue. It has been less than a week since Treasury Secretary Paulson's speech outlining a "revamping" of the regulatory mechanism which oversees the system. It has been reported that Fed "officials" are now studying the mechanisms by which the Scandinavian nations all but nationalised their entire banking systems in their financial crisis of the early 1990s. The very scale of the reaction of US monetary authorities is in itself proof positive of the dimensions of the danger which the system is facing.

Six months ago, Mr Bernanke was telling us that the Fed would take all the steps necessary to prevent the "problem" in the financial system from having an effect on the "real economy". Today, the real economy of the US is imploding. On a global scale, "real economies" have reached the state where food riots and hoarding are sweeping across Africa, the Middle East, and Asia because of the skyrocketing prices of staples like wheat, corn, and especially rice.....

And finally, the other BIG indicator of the severity of the current situation is Gold's reversion to "reverse barometer" status since it hit the $US 1000 level in mid March. Take a look at the chart below. That's a solid "bounce" off the $US 1000 level, isn't it. Gold is the asset held by people who are aware of the TRUE state of the global financial system. It is the asset which is OUTSIDE that system.

We quote from the introduction to Gold This Week: "The global paper currency system is very young. It depends for its continued functioning on the BELIEF that the debt upon which it is based will, someday, be repaid."

Today, the only debt paper which still clings to that belief is debt paper either issued or "guaranteed" by government. The problem is that the only means that government has of "honouring" those guarantees are the future earnings of their citizens. Sooner or later, that fact always dawns on the citizenry. The glimmers are starting to emerge now.

Ja, wie stabil kann ein Finanzsystem sein, wenn der Untergang einer einzigen Bank das Gesamtsystem stürzt?

Gold ist das Asset, das ausserhalb dieses System ist - und Leute die den wirklichen Zustand des Systems kennen, halten Gold.

Got Gold?


Neu 2008-04-04:

[10:30] Die "Erholung" - ein kurzes Zwischen-Intermezzo:

Wirtschaftsblatt: George Soros erwartet nach der Erholung neue Tiefs

Investmentguru hält die gegenwärtige Finanzkrise für die schlimmste seit der Großen Depression in den 1930er Jahren.

"Wir hatten ein gutes Bodenniveau erreicht", sagte Soros im Bezug auf die Rally am Aktienmarkt, die im März auf die angekündigte Übernahme von Bear Stearns durch JPMorgan gefolgt war. "Um ein endgültiges Bodenniveau dürfte es sich aber nicht gehandelt haben." Die derzeitige Erholung dürfte sechs Wochen bis drei Monate dauern. Danach werde es weiter abwärts gehen.

Das ist also nach Meinung dieses Profis die Dauer der von den Zentralbanken und PPTs herbeigezwungenen "Rettung". Wir werden sehen. 3 Wochen sind schon verstrichen.

Also: abwarten und Rettungsboote sammeln.
 

[8:00] Kommendes Armageddon bei Firmenkrediten:

Economist: Waiting for Armageddon
Telepolis: Armageddon bei Unternehmenskrediten

Sieht man einmal von den Problemen des Finanzsektors ab, dann fehlt in der aktuellen Finanzkrise noch das sonst typische Element stark ansteigender Unternehmenspleiten. So ist die Ausfallsrate von US-Hochzins-("Junk")-Anleihen, die laut der Ratingagentur Moody's im vergangenen November mit 0,87 Prozent einen Tiefststand verzeichnet hatte, zuletzt nur leicht auf 1,28 % angestiegen. Zwar erwartet die Agentur Moody's dass diese Quote in den USA bis Jahresende noch auf 5,4 Prozent ansteigen wird (und in Europa auf 3,4 Prozent).

Eigentlich ist diese Pleitewelle schon längst überfällig. Kommt auch noch.
 

[7:30] JP Morgan hat sich gegen die Übernahme von Bear Stearns gewehrt:

Bloomberg: Dimon Rejected Rescuing Bear Until Geithner Promised Funding

Hours from a market meltdown, as U.S. regulators pressed him for help in rescuing Bear Stearns Cos., Jamie Dimon said no.

The JPMorgan Chase & Co. chief executive officer was concerned that liabilities on the firm's books would bring along too much risk, Dimon and others involved in the bailout told Congress yesterday. Dimon's refusal prompted the Federal Reserve to step in with a loan, announced minutes before Asian markets opened that Sunday, March 16.

Hier sieht man, die "Rettung" war von der Fed/Politik getrieben.

Jim Sinclair dazu: Notes From The Morning Testimony On The Bear Stearns/JP Morgan Transaction And Federal Reserve Actions

That smoke would take the form of a financially nuclear mushroom cloud.
It is estimated that thousands of counter-parties would be engulfed in that mushroom cloud of financial destruction.

No major investment bank, insurance company or other financial entity which has major commitments in the OTC derivative market will be allowed to go Chapter 11. This will cost the Fed huge amounts of money - well beyond what you have seen so far.

Seiner Meinung nach werden die Zentralbanken einen solchen Bank-Untergang mit allen Mitteln verhindern. Denn sonst würden wir das finanzelle Äquivalent eines Atompilzes sehen. Wie passend: im gleichen Artikel bildet er einige Banknoten aus der Weimarer Hyperinflation ab.

Gleichzeitig bietet er eine Million-Dollar-Wette an, dass der Goldpreis bis 2011 seine $1650 erreicht. Diese Wette ist für ihn einfach zu gewinnen, denn bis dorthin wird der Dollar wertlos sein und der Goldpreis ist mindestens 10 mal höher.


Neu 2008-04-03:

[19:30] Leserzuschrift-DE zu Bernankes Rezessions-Sager:

Wenn ein Banker vor die Presse tritt und sagt: "Alles ist o.k., keine Gefahr, gute Liquidität, alles nur Gerüchte..." sollte man zumindest mißtrauisch werden, warum er das sagt?!

...was, wenn der oberste Banker vor die Presse tritt und sagt; "... Rezessionsgefahr..."?

dann sollte man schläunigst den goldenen Stahlhelm aufsetzen und den Kopf im Graben einziehen. Das wird wie ein Tieffliegerangriff von 10 Staffeln B52, 5 m über dem Boden. Bisher waren nur ein paar Aufklärer in großer Höhe zu sehen.

Denn wenn er sowas sagt, ist dass doch das Eingeständnis seiner Unfähigkeit und seines Versagens. Die Vorbereitung zum eigenen Abgang.

Der tritt noch nicht zurück, vorher schickt er noch die B-52, prall gefüllt mit Dollars.
 

[17:30] "Experten"-Lügner von 1929 und 2006:

SuvivingTheCrash: Housing Bubble vs. Great Depression Quotes

"Stock prices have reached what looks like a permanently high plateau."
- Irving Fisher, Ph.D. in economics, Oct. 17, 1929

"Home sales are coming down from the mountain peak, but they will level out at a high plateau -- a plateau that is higher than previous peaks in the housing cycle.”
- David Lereah, Chief Economist, National Association of Realtors

Beide Jahrgänge von Lügnern wurden inzwischen schon entlarvt. Der Rest der Lügner folgt noch.
 

[11:30] Leserzuschrift-AT - zu wie geht es weiter:

Ich lese seit ca. einem Jahr Hartgeld und investiere schon ca. zwei Jahren in Silber und Gold.

Meine Frage ist wie könnte die Situation aussehen wenn die Rettung funktioniert?
Mit einer Inflation können die Finanzbosse wahrscheinlich oder ziemlich sicher leben.

Von welchem Zeitraum sprechen wir für den Superknall und wie entwickeln sich die Minenaktien. Diese stehen und bewegen sich eher nach unten statt oben

Es gibt keine Rettung für das System, man versucht nur den Kollaps so weit wie möglich hinauszuschieben. Die Verluste sind inzwischen zu gross.
Der "Superknall" kann jeden Tag passierem - er wäre vor 2 Wochen schon fast eingetreten.

Minenaktien: die werden auch gedrückt, wie das Gold. Sollten abheben, wenn der Goldpreis richtig abhebt - d.h. die 1. Bank untergeht.
 

[11:00] Derzeitige Bank-Abschreibungen:

BörseOnline: Highlights der vergangenen Berichtswoche

Reichen wirklich die bis jetzt veröffentlichten Milliarden-Verluste der Banken aus? Hier kurz eine Zusammenfassung in US-Dollar (Stand März 2008):
Citigroup 31,4 Mrd., Merrill Lynch 26,2 Mrd., UBS 19,0 Mrd, American International Group 17,7 Mrd., HSBC 17,0 Mrd., Bearn Stearns 10,5 Mrd., Morgan Stanley 10,3 Mrd., Bank of America 10 Mrd., IKB 7,7 Mrd., Washington Mutual 6,5 Mrd., Credit Agricole 6,5 Mrd., Deutsche Bank 6,1 Mrd., Mizuho Group 3,3 Mrd., BayernLB 3,0 Mrd., SachsenLB 2,8 Mrd., Dresdner 1,9 Mrd., LBBW 1,7 Mrd., Commerbank 1,0 Mrd., WestLB 0,8 Mrd., Postbank 0,6 Mrd. und Hypo Real Estate 0,4 Mrd.. Gesamt waren es laut der Veröffentlichung der BaFin ca. 185 Mrd. USD.

Aber bereits jetzt gibt es weitere Gerüchte über einen weiteren Abschreibungsbedarf bei den Banken. Wie am gestrigen Mittwoch bekannt wurde will die Deutsche Bank nicht nur die „Subprime-Kredite“ sondern auch einen Teil ihrer „Alt-A-Kredite“ abschreiben. Dadurch könnte noch ein zweiter großer Abschreibungstsunami auf den weltweiten Kapitalmarkt zurollen. Wer bei dieser Welle vielleicht den Kopf nicht über Wasser halten kann, wird uns die Zukunft zeigen.

Der Tsunami rollt schon, und wurde noch einmal ganz knapp abgewehrt:
 

[7:30] Die "Kernschmelze" war ganz nah:

DasGelbeForum: Die Worte von Ben B zum Bailout von Bear Stearns und wie nahe wir der Kernschmelze gekommen sind

On March 13, Bear Stearns advised the Federal Reserve and other government agencies that its liquidity position had significantly deteriorated and that it would have to file for Chapter 11 bankruptcy the next day unless alternative sources of funds became available.

Da läufts einem kalt den Rücken runter.

Und dann sind noch welche hier, die unsere Vorbereitungen und dottore's Game Over in Frage stellen. Das hier war die offizielle Verlautbarung!

Und das interessante daran ist, dass die Fed und die SEC (Finanzaufsicht) genauso bis zuletzt belogen wurden, wie die Öffentlichkeit.

[12:00] Sogar Heli-Ben ist dabei ein Dominostein auf den Kopf gefallen: USA auf Schrumpfkurs

Zum ersten Mal nahm er auch Stellung zum Notfallkredit für Bear Stearns, die nun in den Armen von JP Morgan wieder aufgepäppelt werden soll: "Ohne diese Massnahme wäre Bear Stearns am nächsten Tag bankrott gewesesn (Chapter 11)." Es ging um die Positionen, welche im Konkursfall hätten aufgelöst werden müssen und dem fragilen Gleichgewicht der Finanzmärkte das Genick gebrochen hätten.

Es ging also um Tage und Stunden, um die Kernschmelze noch einmal abzuwenden! Sonst gäbe es jetzt keine Banken mehr.

Das war ganz knapp!


Neu 2008-04-02:

[15:00] Neue Abschreibungs-Milliarden:

Handelsblatt: US-Banken vor neuer Abschreibungswelle

Durch die massiven Abschreibungen bei der Schweizer Großbank und der Deutschen Bank hat sich der Brennpunkt der Kreditkrise kurzfristig von den USA nach Europa verlagert. Die amerikanischen Banken rüsten sich jedoch bereits für die nächste Schockwelle von Wertberichtigungen in ihren Bilanzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschäftsbank Citigroup und das Brokerhaus Merrill Lynch.

Ah, schon wieder 2 Primary Dealers der Fed.

Irgendwann sollte der grosse, weltweite Bank-Run Fahrt aufnehmen.

[16:00] Leserkommentar-DE dazu:

...es nimmt einfach kein Ende; übrigens inoffiziell ist die UBS bereits abgeschrieben, Lehman in den USA ebenfalls = allein bei beiden Banken über 270 Milliarden Verluste !!!

Es kommen also jetzt realistischere Zahlen heraus - Todeszahlen.
 

[15:00] Island - der nordische Hedge-Fond im Absturz:

Spiegel: Island gerät ins Visier der Spekulanten

Die Wall Street zittert - und Island bebt: Kein anderes Land Europas wird so schlimm von der globalen Kreditkrise gebeutelt wie der Inselstaat am Polarkreis. Die Isländer beteuern, ihre Banken seien gesund - doch das hindert Hedgefonds nicht an einer Spekulationsattacke mit brutalen Folgen.

Natürlich wird immer wieder beteuert, "die Banken sind gesund" - wie üblich. Aber hier wird man sehr bald beobachten können, was passiert, wenn die Krise richtig zuschlägt.


Neu 2008-04-01:

[19:00] Haben da die PPTs bei den Bankaktien nachgeholfen?

Handelsblatt: Dax leg