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Informationen Österreich 3/2009

Diese Seite befasst sich mit spezifisch österreichischen Themen.

Seite ab: 2009-03-01
Seite bis:
2009-03-31
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Neu 2009-03-31:

[20:30] Leserkommentar: Strafsteuer auf Fonds:

auch bei uns gibt es seit Jahren schon eine Strafsteuer auf alle nicht in Österreich zugelassene Fonds in Höhe von 0,2% pro Monat auf die gesamte Investitionssumme. Der Hammer !

Ja, die Banken verteidigen ihre eigenen Fonds.
 

[13:30] Bruchbude ORF:

http://diepresse.com/home/kultur/medien/465846/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
Shortnews: TV-Sender "ORF" wirtschaftlich vor dem Kollaps

In Österreich steht der öffentlich-rechtliche TV-Sender ORF vor einer wirtschaftlich ungewissen Zukunft. Zu beklagen wäre bei einem "Aus" des Senders das kulturelle. wissenschaftliche und sportliche Angebot für die österreichischen Bürger.

Kritisiert wird bei der Sendeanstalt ein offensichtlich überfordertes Führungsgremium. Im Aufsichtsbereich des staatlichen Fernsehens mangelt es ebenfalls an "fachlicher Kompetenz". Eine horrende Anzahl von Neueinstellungen beim ORF hatte auch zu betriebswirtschaftlichen Problemen geführt.

Nicht nur das ORF-Gebäude am Wiener Küniglberg ist abbruchreif, die ganze Organisation ist es. Schwere finanzielle Schlagseite.


Neu 2009-03-30:

[18:45] Der Schrebergarten ist wieder begehrt:

ORF: Krise heizt Nachfrage nach Kleingärten an

Die Wirtschaftskrise lässt nach Angaben des Kleingärtnerverbandes die Nachfrage nach Kleingärten ansteigen. Auf der Suche nach günstigen Wohnmöglichkeiten wollen nämlich viele Wiener in ein Kleingartenhäuschen ziehen.

Etwa vier Jahre Wartezeit
Günstig wohnen im privaten Idyll: Diese Vorstellung kann wahr werden - jedenfalls, wenn man schon einen Kleingarten mit entprechendem Haus darauf hat. Dann fallen nämlich nur einige hundert Euro Pacht im Jahr an.

Wer sich neu für einen Garten anmeldet, hat allerdings einen weiten Weg vor sich, da es lange Wartelisten gibt - unter vier Jahren hat man kaum eine Chance auf den Zuschlag.

Falsch: nicht als Wohnmöglichkeit ist er geschaffen worden (auch wenn heute meist grosse Häuser drauf stehen), sondern als Anbaufläche in der Stadt - kommt wieder.
 

[18:00] Leserzuschrift - Insolvenzwelle:

Information von einem österreichischen Rechtsanwaltskollegen: In 2009 in fast allen Bundesländern mehr als 50 % aller Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen, sogar Vorarlberg.
O-Ton:" Das explodiert gerade, so was hab ich noch nicht gesehen. Das Problem ist nicht einfach nur die Überschuldung, viele Bilanzen sind von den Buchwerten her ok, aber die Hälfte der Läden ist einfach ZAHLUNGSUNFÄHIG.

Ich rate den meisten meiner Mandanten (Unternehmer/Verantwortliche, ausschliesslich Kleingewerbe und Mittelstand), erst gar keinen Vorschuss (für´s Verfahren) mehr zu legen, die Assets der Unternehmen haben sowieso bald keinen Marktwert mehr".
Anmerkung: Ist in DE nicht anders!!

Rette sich wer kann.

Die abgewiesenen Konkurse sind jene, die in der Insolvenzstatistik gar nicht aufscheinen, weil nicht einmal die €4000 für die Abwicklung vorhanden sind.

Wer das in Österreich macht, darf nie wieder Unternehmer werden.

[19:30] Leserzuschrift - Nie mehr Unternehmer bei Nichtleistung des Vorschusses?

Auch bei Vorlage der 4 Tausend kommt es in der Folge häufig zur Abweisung mangels Masse, die zahlreichen Verantwortlichen sind also ohnehin stigmatisiert (noch). Für viele sind die 4 Tausend einfach verbranntes Geld.
Von den derzeitigen Entwicklungen sind nicht nur Chaoten und Hasardeure betroffen, das spricht sich sogar in Juristenkreisen langsam rum.
Spätestens in einigen Jahren ist das derzeitige Insolvenz- und Gerwerberecht ohnehin nur noch Schall und Rauch. Ob der frühere Entzug der Gewerbeerlaubnis wegen Nichtvorlage des Vorschusses dann noch relevant sein wird?-fraglich.

Trotzdem sollte man es wegen dieser 4000 Kröten nicht riskieren. Aber diese Leute sind offenbar komplett pleite.
 

[18:00] Motorräder nicht mehr gefragt:

Presse: KTM schickt die halbe Belegschaft in Kurzarbeit

733 der 1482 Mitarbeiter des Motorrad-Herstellers KTM werden ab Mai in Kurzarbeit geschickt. Sie wird für vorerst vier Monate gelten. Die Belegschaft wurder bereits um fast ein Viertel reduziert.

Das ist typisch für Sportartikel in der Krise - man kauft sie nicht mehr.

Wie wäre es mit Motorrädern als billiges Transportmittel - hat sicher Zukunft.
 

[13:30] Nach "Go East" jetzt "Die with the East":

Süddeutsche: Bloß die Nerven behalten

Argentinien an der Donau: Noch stehen österreichische Banken zu den Investitionen in Osteuropa, denn ihnen bleibt keine Wahl

Spötter haben behauptet, Österreich hätte die Habsburger Monachie finanziell wieder aufgebaut (diesesmal bis Wladiwostok). Jetzt kracht das Ganze wieder zusammen - egal wieviel die Politiker "beruhigen".


Neu 2009-03-29:

[7:30] Die Einbrecher-Heuschrecken in Wien:

Presse: Pro Tag 31 Wohnungen aufgebrochen, Fekter: "Einbrecher kommen wie Heuschrecken"

In ganz Wien wurden in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 1826 Wohnungen von Einbrechern heimgesucht. In den Monaten Jänner und Februar 2008 waren es 1642. Das bedeutet eine Steigerung um 11,2 Prozent. Statistisch gesehen wurden damit jeden Tag fast 31 Wohnungen aufgebrochen. Neben Innenministerin Maria Fekter ist naturgemäß auch Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl alarmiert.

Diese "Heuschrecken" kommen primär aus Rumänien, Moldawien, etc. - aus Osteuropa. Sie suchen primär die "Nobelbezirke" heim, wo sie glauben, etwas steheln zu können.

Es ist Zeit, dass die Politik aufwacht.
 

[7:30] Die Mini-Armee mit den vielen Generälen:

Presse: Nur noch 6.500 Soldaten in Österreich einsatzbereit

Das Murren der Offiziere hinter der Wand des Schweigens wird lauter: Aus 30.000 Bundesheer-Angehörigen in Österreich lässt sich eine Kampftruppe von nur 6.500 Soldaten aufstellen.

Generäle = Häuptlinge gibt es für eine Grossmacht, Soldaten = Indianer für einen Kleinststaat. Da stimmt einiges nicht.

Leserkommentar: do gfreit si da RUSS !!!
 

[7:30] "Immobilienhai" Gusenbauer:

Presse: Noch ein neuer Job für Ex-Kanzler Gusenbauer

Laut "Profil" übernimmt Gusenbauer ein Beratermandat bei der Signa Holding des Immobilien-Entwicklers Rene Benko. Er leitet einen Beirat, dem auch Susanne Riess-Passer und Ernst Strasser angehören.

Er leitet also das "Türöffner-Kommitee" des ärgsten Immobilienhais in Österreich. Kein Wunder, dass dieser so viel "Erfolg" hat.

Aber war ist mit der "linken Gesinnung" Gusenbauers? diese wurde in einer Baugrube versenkt.


Neu 2009-03-27:

[6:00] Leserzuschrift - der Staats-Pleitegeier geht um:

Nebenbei noch aus eigener Erfahrung, ich bin für Behörden in fast ganz Österreich tätig, bis vor kurzem war
in den Ämtern kaum was von der Krise zu merken, nun kommen aber auch dort öfters Probleme zu Tage.

z.b. in der Stadtgemeinde Friesach gibt es Finanzprobleme - die Gemeinde ist im Grunde pleite,
Prestigeprojekte wie der originalgetreue Nachbau einer mittelalterlichen Burg soll auf Eis gelegt werden,
einfach nicht mehr finanzierbar - hinzu kommen schrumpfende Steuereinnahmen wie z.b. aus der
Maschinenbaufabrik Springer.

Einigen Kommunen in Österreich ergeht es nicht viel anders, Steiermark und OÖ sind mir auch noch
ähnliche Fälle bekannt. Da müssen sich die Gemeinden nicht einmal sonderlich verspekuliert haben.

http://www.bzoe-steiermark.at/aktuelle_themen/2009_03_09_graz_pleite/index.htm
Graz schließt sich den Vorbildern Trieben und Hartberg anscheinend an.

Und das Land Kärnten veröffentlicht seit 2006 keine Rechnungsabschlüsse mehr .. warum denn wohl ..
http://www.k2020.at/2009/03/14/zum-rechnungsabschluss/

Geier, friss endlich!


Neu 2009-03-26:

[18:45] Leserzuschrift - Immobilienpreise in Österreich:

Intern wird vielfach schon von 50% Ausfall gesprochen. Wenn die Ausfallsraten nur in Rumänien höher seien als in Österreich, dann heisst dass, dass die Kredite in Österreich auch sehr schlecht sein müssen. Die Ukraine mit praktischem Totalausfall wird einfach verschwiegen.

Hatte ich immer gesagt: Österreich Inland total gehypt, total überzogene Immobilienpreise, Kredite, die schon vor der Krise durch die lachhaften Erträge der völlig überteuert eingekauften Assets nicht laufend getilgt wurden. Gelalle von „innerer Wert“, bisher keinerlei Anpassungen vollzogen, überschuldete Haushalte und Familien, grasserschüsselvernichtete Menschen und Köpfe, volle Cafféterassen ohne Touristen während der Arbeitszeit.

Wien 1 vor der Krise: Mietrendite IMMO 2,0% v. Kaufpreis („Haus zahlt Investition nie zurück“)

Wien 1 jetzt am Beginn der Krise: Mietrendite IMMO 3,3% v. Kaufpreis („Haus zahlt Investition noch immer nie zurück“)

Die Welt wird dann sicher genau dport investieren, zumal jetzt. Der Aktienkurs der Holdings/ m2 Inhalt ist bei Spitzenlagen bereits bei 750 EUR, beliehen wurde mit 4500 EUR!

Auch die österreichischen Immobilienpreise, soferne über vernünftigen 500-700 EUR/ m2 wurden ständig mit Tor zum Osten begründet (weil Rendite konnten selbst Austro- Banker im Hype in AT nicht behaupten, die gab es seit 25 Jahren nicht mehr).

Grosser Abschreibungsbedarf für die Banken auch im eigenen Land.

[19:45] Noch einige Auslandsverluste: Österreich: Banken zittern um 400 Mio. Euro Kredite in Slowenien
 

[14:30] Leserzuschrift - Anlagenbau

Habe gestern mit einem Bekannten gesprochen, der vor kurzem freiwillig aus dem Industrieanlagenbau der Voest ausgeschieden ist.
Die Branche liegt definitiv am Boden.

In der weltweiten Depression wird nicht mehr investiert.
 

[13:45] Leserzuschrift - Metallwaren-Branche:

Bei uns in der Firma geht’s auch ganz schon runter. Der Ostmarkt hat sich aufgelöst und Arbeitsplätze purzeln.

Mal sehen wer da zuletzt überbleibt …

Der Letzte macht also das Licht aus.

[10:00] Job-Kahlschlag in der Glitzerwelt:

Presse: Swarovski: 600 Mitarbeiter müssen gehen - 2010 weitere 500

Das Tiroler Kristall-Unternehmen verlagert Teile seiner Produktion nach Osteuropa und gründet ein Werk in China. Auch beim Glaserzeuger Riedel wird ein Werk für sechs Wochen still gelegt.

Ob die Verlagerung nach China etwas bringt? damit verliert die Marke an Idendität. Da sind wohl die reinen Bean-Counters am Werk.

[13:00] Was die Swarovski-Erbin den jetzt arbeitslosen Untertanen empfiehlt: Fiona ist von ihren Spartipps überzeugt


Neu 2009-03-25:

[8:30] Die Jugendbanden kommen:

Presse: Die Angst vor Jugendbanden geht um

Niemand weiß, wie viele es sind, aber anscheinend gibt es immer mehr Angst vor Jugendgangs in Wien, viele von Migranten. Immer wieder kommt es zu "Massenschlägereien". Was sagen Betroffene?

Die neuen Bürgerkriegs-Armeen entstehen. Diesesmal nicht in rot/schwarz getrennt wie in der 1. Republik, sondern nach ethnischen Linien. Mit den Moslems gegen alle anderen.

Kommt ein neuer Februar 1934 mit Artillerie-Einsatz? gegen was?


Neu 2009-03-24:

[6:30] Die Stadt Salzburg ist so gut wie pleite:

ORF: Schaden warnt vor riesiger Finanzlücke

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) warnt vor einem dramatisch steigenden Defizit in der Landeshauptstadt. Laut Schaden droht eine Finanzlücke von mehr als 40 Millionen Euro.

Trotzdem will er weiter mit Geld für Prestigeporjekte herumwerfen.
 

[6:30] Wofür Polizei und Justiz auch Zeit haben:

Presse: Millionengeschäft: Blutdoping als Geldspritze

Der umstrittene Exlanglauftrainer Walter Mayer wurde festgenommen. Er soll mit dem Blutpräparat EPO gehandelt haben. Drahtzieher des lukrativen Dopinghandels dürfte ein Wiener Apotheker sein.

Daneben gibt es massenhafte Haus und Wohnungeseinbrüche, wo die Polizei nicht nachkommt, uninteressant. Man befasst sich lieber mit diesem Doping, wo niemand ausser den Nehmern selbst geschädigt wird. Eine klare Fehlallokation von Resourcen.

Natürlich kommt jetzt sicher wieder der Hinweis, dass es sich um ein "Offizialdelikt" handelt, das verfolgt werden muss. Die Politiker haben dieses Gesetz gemacht. Es ist Zeit für eine massive Politik- und Gesetzesentschlackung.

[12:15] Nur um das geht es - ein Minister will sich profilieren: Sportminister Darabos will "Netzwerke zerschlagen"


Neu 2009-03-21:

[14:30] Die Regierungsparteien haben allen Grund zum Zittern:

Krone: FPÖ bei Jugend weit vor SPÖ und ÖVP

Eine brandneue IMAS-Umfrage über das Wahlverhalten von jungen Wählern bis 30 Jahre soll und muss bei SPÖ und ÖVP endgültig die Alarmglocken läuten lassen: Demnach kommen Rot und Schwarz bei Wahlberechtigten in dieser Altersgruppe auf nur noch 18 bzw. 16 Prozent, die Strache-FPÖ liegt mit stolzen 31 Prozent klar voran (siehe Grafik). Dass SPÖ und ÖVP bei den Jungwählern unten durch sind, dokumentiert auch das Ergebnis für das BZÖ, das immerhin 12 Prozent erreicht - und das der Grünen mit 18 Prozent. Die Grünen sind also bei der Jugend genauso stark wie die SPÖ und bereits stärker als die ÖVP.

Die Rechtspartei FPÖ steckt in dieser Altersgruppe allein die beiden "Grossparteien" in die Tasche. Die kleine Rechtspartei BZÖ fast auch. Der Trend geht eindeutig nach rechts.

Sobald die wirklich grossen Einschnitte kommen müssen, dürften die Regierungsparteien jeweils auf unter 10% fallen.

[21:45] Leserzuschrift - Blauwähler:

Blau zu wählen ist heutzutage nicht mehr unbedingt eine Frage von links oder rechts sondern
in erster Linie von Perspektiven- und Alternativenlosigkeit. Mein Sohn und viele seiner Klassenkameraden
(Hauptschule) haben schlicht und einfach Angst vor den Ausländern (insbesondere vor den
zum Teil extrem arroganten und aggressiven Türken). Angst ist ein sehr starker Motivator.
Da hilft kein blödes Herumsabbern der Großparteien sondern nur eine restriktive Ausländerpolitik. Wenn Gettobildungen
dazu führen, dass die Österreicher bestimmte Stadtteile meiden, dann stimmt bereits etwas nicht. Wenn man
als österreichisches Kind die Ausnahme unter Ausländern in der Klasse ist, dann ist dies ein Unruhepotential. Und die
Ausländer werden dort nicht weniger sondern expandieren wie die Frösche in Australien. Dies ist aber
eher naturwissenschaftlich zu sehen. Wo man die Made im Sozial-Speck ist, vermehrt man sich eben. So lange die
Politik das nicht kapiert werden die Wähler in Scharen zum blauen Lager laufen. Der Jugend steckt auch die geschichtliche
Problematik mit den blauen/braunen sicherlich zu wenig in den Knochen, aber ihre realen Sorgen und Ängste sind eben
nicht einfach wegzudisikutieren, sondern die Politik muss sich der Realität stellen die Einbürgerung strikt begrenzen.


Neu 2009-03-20:

[20:30] Die Angst der Ost-Banker:

Welt: Österreichs Banken fürchten Crash in Osteuropa

Mit dem Zauberwort "Ostphantasie" kletterten Österreichen Geldinstitute von einem Hoch zum nächsten. Innerhalb weniger Monate hat sich die Lage dramatisch verschlimmert. Die erfolgsverwöhnten Banker von Instituten wie Erste Bank und Raiffeisen International stehen unter Beschuss.

Die lügen immer noch, dass sich die Balken biegen. Intern wird vielfach schon von 50% Ausfall gesprochen. Wenn die Ausfallsraten nur in Rumänien höher seien als in Österreich, dann heisst dass, dass die Kredite in Österreich auch sehr schlecht sein müssen. Die Ukraine mit praktischem Totalausfall wird einfach verschwiegen.

Im Moment fliegt der Österreich-Pleitegeier nur 106 Basispunkte niedriger als der Deutschland-Pleitegeier.
 

[12:00] Leserzusendung - Schwarzhandel um 1948:

im Zuge meiner Recherchen über die Währungreform 47 ist mir folgende untergekommen, was die Situation klar beschreibt:

1. Artikel aus der Arbeiterzeitung April 48, 4 Monate nach der Währungsreform:

Schleichhandelspreise: Münzgold 80 Schilling pro Gramm, ein Kilo Brot 4 Schilling. Offenbar war es auch nach der Währungsreform nicht möglich, die Versorgung ohne Lebensmittelkarten zu gewährleisten. Luxusprodukte gab es ausreichend, die Geschäfte waren voll, nicht aber die Grundversorgung.

2. Vorgehen bei illegalen Hausschlachtungen. Hier kommt es auch sofort zu Wohnungsdurchsuchungen. Und was hat der Mann falsch gemacht? Er hatte zu viel Schillinge. Mit Gold wäre ihm das nicht passiert. Und dazu hat er noch Geld auf das Sparbuch eingezahlt. (Datum: ebenfalls April 1948)

Fazit: mit einer Unze Gold konnte man am Schwarzmarkt 620 kg Schwarzbrot kaufen. Die monatliche Miete für eine Gemeindewohnung mit 50 m² betrug ca. 16 Schilling. Leider habe nicht eruieren können, wie hoch damals ein Facharbeiterlohn war.

Wenn ich die heutigen Brotpreise anschaue, dann sehe ich, dass ich mit einer Unze Gold genau so viel billigstes Brot (Diskonter) kaufen kann wie damals am Schwarzmarkt. Auch hier erkennt man das Potential aber auch gleichzeitig die Kontinuität von Gold.

Wohlgemerkt: Das sind alles Preise NACH der Währungreform. Und der Schleichhandel hat zu diesem Zeitpunkt angeblich schon nachgelassen!

3. zu guter Letzt:

Ein Scan, ebenfalls aus dieser Zeit, Gaszuteilung und genusstaugliche Maden. Kein Wunder, dass die Leute auf den Schwarzmarkt auswichen, denn Parasiten in Fischen wurden offiziell für genusstauglich erklärt.

Vielen Dank!


Neu 2009-03-19:

[11:15] Kann sich die Nationalbank keine gekauften Autos mehr leisten?

Presse: Nach Autoaffäre: Nationalbank gibt Luxusautos zurück

Ein BMW 740 Li und ein Mercedes S450 mit Leasing-Kosten von je 2000 Euro werden gegen zwei Audi A6 umgetauscht. Gouverneur Ewald Nowotny lässt sich weiterhin in einem Mercedes S 500 chauffieren.

Dabei könnten sie das Geld dafür doch drucken.


Neu 2009-03-18:

[13:30] Wien-Tourismus bricht ein:

Presse: Wien: 10,1 Prozent weniger Nächtigungen im Februar

Vor allem Gäste aus den USA, aus Italien und Großbritannien blieben im Februar der Bundeshauptstadt fern. Zulegen konnten Hotels des Ein- und Zwei-Sterne-Segments. Starke Rückgänge gab es auch bei den Umsätzen.

Jammer, Jammer, da musste man doch einige schlechte Zahlen rauslassen.
 

[11:30] Noch ein Artikel zu den Ostbanken:

WOZ: Immer noch auf Crashkurs

Irgendwie werden die österreichischen Grossbanken die Probleme ihrer Töchter in Osteuropa schon überwinden, denkt man in Wien. Und macht weiter wie bisher.

Bis das alles herunterkommt.

Raiffeisen delistet: Radikale Rückzugspläne: Raiffeisen International gerät unter Druck

[13:30] Eine Bankratte wird gegangen: Hypo-Chef Tilo Berlin warf das Handtuch
 

[10:00] Erfolg gegen CBL-Tiwag:

TopAgrar: Tirol: Tiwag verliert Cross-Border-Prozess gegen Bergbauern

Der Ötztaler Bergbauer Markus Wilhelm hat in zweiter Instanz im Prozess gegen die Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) Recht bekommen, berichtet ORF Tirol. Das Oberlandesgericht Innsbruck hat entschieden, dass die Öffentlichkeit ein Recht habe, über die geheimen Inhalte von Cross-Border-Verträgen informiert zu werden.

Die Tiroler Wasserkraft AG, die insgesamt vierzehn Kraftwerke „vercrossbordert“ hat, ist offensichtlich laut Medienberichten seit Herbst 2008 mit ihren Cross-Border-Transaktionen stark ins Trudeln geraten und hat zuletzt mehr als 100 Millionen Euro an Bankgarantien und Sicherheiten nachschießen müssen.

Die Schlinge um die CBL-Manager wird enger.


Neu 2009-03-17:

[21:45] Fällt das AAA?

ORF: Argument gegen Haftungen für Industrie

Noch vor einer Woche hat die Regierung Spekulationen, die Republik könnte das Toprating Triple A verlieren, vehement zurückgewiesen. Doch nun sorgt sie sich offenbar selbst um die eigene Kreditwürdigkeit: Denn die von der Industrie geforderten Staatshaftungen als Hilfe in der Krise werden abgelehnt. Und Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP) begründet das explizit damit, dass die Sorge um das Triple A "berechtigt" sei.

Natürlich verdient Österreich kein AAA mehr. Sollte ein Downgrading kommen, ist der Staatsbankrott nicht mehr weit.
 

[15:15] Leserzuschrift - Banker-Arroganz:

Heute hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Finanzberater. Dieser teilte mir mit, als er vor ein paar Wochen mit einem Bankdirektor einer berühmten österreichischen Bank gesprochen hatte bezüglich der schwer zu bekommenden Kredite für Kunden, fing dieser zu lachen an und sagte: "Was interessieren mich unsere Kunden – in erster Linie muss die Bank an sich selbst denken.“

Das also zum Thema "Hilfspaket für Banken damit diese wieder mehr Kredite an Kunden vergeben können". Dass das alles nur dumme Lügen waren, das wussten wir zwar auch, aber es ist doch ganz interessant die Wahrheit direkt von einem Bankdirektor selbst mitgeteilt zu bekommen.

Nur sein Bonus interessiert ihn.


Neu 2009-03-16:

[21:30] Siemens-Österreich kürzt Gehälter:

Presse: Siemens-Chefin Ederer: Auch über Lohnverzicht reden

Im Industriebereich überlegt Siemens die Einführung von Kurzarbeit. Allgemein sei die Wirtschaftssituation problematisch, im Elektronikbereich sei sie aber „extrem schwierig“.

Bei sich selbst kürzt sie sicher nicht. Bei den anderen schickt sie Dr. No vor (irgendjemand muss diese Arbeit ja machen). Dieser ist dann entsetzt, wenn jemand statt dessen die Trennung vorschlägt, weil er vom Konzern nicht so abhängig ist.
 

[12:00] Wie lange schafft es die AUA noch?

Presse: AUA: Passagierzahlen erneut stark gesunken

Um 16,4 Prozent sank die Zahl der Fluggäste bei der AUA. 603.600 Passagiere flogen im Februar mit der österreichischen Fluglinie. Besonder stark gingen die Langstrecken-Linienflüge zurück.

Vermutlich schaffen sie es nicht mehr bis zum Closing mit der Lufthansa.

Ich "musste" gestern aus Termingründen mit diesem Pleitegeier fliegen. Die B-737 war nur zu 40% ausgelastet - ein echter Verlustflug.


Neu 2009-03-15:

[7:00] Insiderbericht: der Hammer - die Bonzen in Österreich und wie sie sich vorbereiten...

Heute im Fitnesstudio:
eine alte Bekannte, Versicherungsverteterin erzählt mir Sie war vor Kurzem bei Ihrer Astrologin.
Die ist eine der Bekanntesten in Österreich und viele von den "Oberen" gehen zu der.
Gerade eben war der Häuptling einer Österreichischen Bank (Name der Bank bekannt) bei der Astrologin und meinte das er und die Eingeweihten wissen das der Totalzusammenbruch kommt,und sich vorbereiten mit Bunkern(!), Lebensmittelvorräten(!) etc....

Ich schätze meine Bekannte als absolut vertrauenswürdig ein und wüsste jetzt nicht warum Sie mich anlügen sollte...
Das schreib ich jetzt nicht um Panik zu schüren, jeder soll selber seine Schlüsse daraus ziehen-schliesslich könnte der Banker ja auch einer Fehleinschätzung unterliegen.Aber trotzdem hammerhart.

Die Banker gehen also zur Astrologin - von dort haben sie wohl auch ihre Anlagetipps.
 

[6:00] Leserzuschrift - Leistungsfeindliches Arbeitsmarktservice:

Das Arbeitsamt, das sich beschönigend Arbeitsmarktservice nennt, bestraft Arbeitslose, die arbeiten wollen: Verdient ein Arbeitsloser einen Cent mehr als die Zuverdienstgrenze von 357,74 Euro/Monat, dann verliert er seine gesamte Arbeitslosenunterstützung und die Krankenversicherung. D.h. wer mehr arbeitet, kriegt weniger. Das trifft besonders die, die nicht schwarz arbeiten können. Sie müssen kleinere Arbeitsangebote ausschlagen und können nur größere Arbeitsangebote annehmen, aber die gibts kaum noch. Wie soll unter solchen Vorgaben ein Arbeitsloser wieder ins Geschäft kommen???
Noch absurder ist, daß die Umschulungen trotz Wirtschaftskrise weitergeführt werden, als gäbe es für die Zwangsbeschulten dann echt Arbeitsplätze. Schade um jeden Groschen, der da hineingesteckt wird.

Das ist eben der Staat. Die Leute dort können sich nichts anderes als langfristige Dauer-Arbeitsverhältnisse vorstellen - wie bei ihnen selbst.
 

[6:00] SPÖ - Manager-Haftung bei Verlusten:

Presse: SPÖ: "Manager sollen bei Verlust haften"

SP-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter fordert im Gespräch mit der "Presse am Sonntag" den Eingriff in Managergehälter bei Firmen, die schlecht geführt werden.

Aber bitte: es gibt heute schon eine Menge Haftungen für Geschäftsführer und Vorstände. Man muss sie nur exekutieren. Dazu braucht man keine neuen Gesetze. Auf für Aufsichtsräte gibt es solche Haftungen bei Fehlverhalten.

Bei den staatlichen Bankenhilfen ist der Staat völlig frei in die diese Verträgen hineinzuschreiben, was er will - sonst kein Geld. Er tut es nur nicht.


Neu 2009-03-14:

[8:00] Die Insolvenzwelle rollt:

ORF: Insolvenzwelle rollt auf Salzburg zu

In Salzburg steigt Zahl der Firmen, die in die Pleite schlittern, deutlich an. Im Vergleich zu 2008 sind heuer seit Jänner um ein Drittel mehr Betriebe bankrott gegangen. Die Wirtschaftskrise ist dabei nur bedingt der Auslöser.

Wird bald ein richtiger Orkan.
 

[7:30] Feigling Pröll:

Presse: Bankgeheimnis: Österreich gibt nach

Die Drohung mit der schwarzen Liste hat gewirkt. Österreich beugt sich dem internationalen Druck und lockert das Bankgeheimnis. Auch die Schweiz und Luxemburg lenken ein.

Noch vor einer Woche hat er gross getönt, dass das Bankgeheimnis nicht angetastet wird. Jetzt fällt er zusammen mit dem Feigling Merz aus der Schweiz um. Kurz bevor sich EU und OECD in Staub auflösen.

Hier bleibt das Geheimnis bewahrt:


 

[6:30] Leserzuschrift - Krisenvorsorge laut Zivilschutz AUT:

Meine Antwort bezieht sich auf die Leserzuschrift-Frage bzgl. der Krisenvorsorge in Österreich. (7:45 von Ihnen unter Informationen Österreich veröffentlicht)

Ich hatte vor ungefähr zwei Monaten ein Gespräch mit einem Vertreter des Zivilschutzes Österreich, welcher mir mitteilte, dass der Staat Österreich für jeden einzelnen Bürger Vorräte für bestenfalls 6 Tage zur Verfügung stellen kann. Wo genau diese Lagerstandorte aber sein würden, wurde mir nicht gesagt.

Sprich: jeder hilft sich selbst.

Neu 2009-03-13:

[7:45] Leserzuschrift - Krisenvorsorge – Österreich?

In BRD gibt es Getreidelager usw., gibt es für Österreich auch solche Lager? Ich finde im Net nichts Vergleichbares wie sie es in Deutschland gibt. Hat wer Informationen darüber? Oder haben unsere Großhirnpolitiker auf das anlegen solcher Lager vergessen?

Weiss ich leider nicht. Aber Lebensmittelkarten soll es geben, zumindest in Wien.
 

[6:00] Staatshilfen werden jetzt rasant abgerufen:

Standard: Staatshilfe im Wochenrhythmus

Mit oder ohne Ostgeschäft: Alle großen Banken brauchen Milliarden vom Steuerzahler. Nun stellen sich auch die Bank Austria, ihre Mutter UniCredit und die Bawag unter die staatlichen Rettungsschirme

Noch vor wenigen Tagen hat die Regierung die CDS-Spekulanten gescholten. Hier sieht man, dass deren Risikobewertung der österr. Staates berechtigt war. Sorry, Banker und Politiker: too big to bail. Das könnt ihr nicht retten.

Unicredit/Bankaustria wird zum eigenen Sorgenfall: UniCredit drohen riesige Ausfälle
 

[6:00] Der fliegende Pleitegeier AUA in Absturzgefahr:

Standard: Bei der AUA wird das Geld knapp

Dei AUA präsentiert am Freitag ihre tiefrote Bilanz. Aus dem staatlichen Notkredit sind nach zweieinhalb Monaten gerade noch 46 Millionen verfügbar

Ich selbst versuche inzwischen diese Airline, wenn es geht, zu vermeiden. Denn plötzlich wird sie nicht mehr fliegen - so wie bei der Swissair.


Neu 2009-03-12:

[15:00] Unicredit/Bank Austria geht betteln:

Presse: "Il Messaggero": Bank Austria will drei Mrd. Euro Staatshilfe

Drei Milliarden Euro will die UniCredit-Tochter Bank Austria der Zeitung zufolge in Österreich beantragen. Eine Milliarde Euro wolle die Mailänder UniCredit in Italien beanspruchen. Über die Gestalt der Staatshilfen für die Häuser und den Zeitrahmen werden keine Details genannt. Das soll Thema im UniCredit-Aufsichtsrat am Dienstag sein.

Die Ost-Verluste lassen grüssen. Interessant die Aufteilung: 1/4 von Italien, 3/4 von Österreich. Das ist wohl auch die Aufteilung für weitere "Rettungen".

[19:00] Leserzuschrift-AT - Treichl + Hampel = TRAMPEL --> Trampelbanken

[15:00] Leserzusendung - Zahlengrad (vielen Dank):

Richtig umzingelt - wie bei Stalingrad, die österreichischen Banken - nur wenig kommt zurück.
 

[13:00] "Arthur" Neugebauer:

Standard: Arthur gegen Maggie auf Österreichisch

Arthur Scargills Bergarbeitergewerkschaft galt in Großbritannien als unbesiegbar, für Neugebauers GÖD gilt das noch - Sollen Österreichs Lehrer den Kampf riskieren?

Die sozialdemokratische Unterrichtsministerin scheint den Kampf mit dem christlich-sozialen Gewerkschaftsführer aller Lehrer und anderer Beamter Österreichs nicht zu scheuen. Erleben wir in den kommenden Wochen hierzulande etwas Ähnliches wie Margaret Thatchers Triumph vor zwanzig Jahren?

Mittelfristig wird der Betonkopf Neugebauer zusammen mit seinen Beamten verlieren - mit dem Staatsbankrott. Die Maggie fehlt noch.


Neu 2009-03-11:

[21:30] Noch einmal das Ostrisiko:

Wirtschaftsblatt: Ostrisiko: Österreichs Banken kommen nur im "Idealfall" über die Runden

Das staatliche Hilfspaket für Österreichs Banken zur Bewältigung der Wirtschaftskrise in Zentral- und Osteuropa dürfte nach Einschätzung von Credit Suisse (CS) im Idealfall ausreichen. In einem pessimistischen Szenario mit höheren Kreditausfallsraten würde der Kapitalbedarf aber auf bis zu 38 Mrd. Euro ansteigen, so die CS-Experten. Ein Horrorszenario siedelt den Bedarf gleich nocheinmal so hoch an.

Selbst der "Idealfall" bankrottiert bereits den Staat. Das doppelte Risiko wird aber auch nicht reichen, denn das waren grossteils Subprime-Kredite.
 

[18:00] Gratulation - Österreich ist laut OECD jetzt ein Steuerparadies:

Presse: OECD setzt Österreich auf vorläufige Steueroasen-Liste

Gemeinsam mit Luxemburg und der Schweiz hat es Österreich auf eine vorläufige Steuerparadies-Liste der OECD geschafft. Auf der offiziellen stehen derzeit nur Liechtenstein, Monaco und Andorra.

Diese Position lässt sich massiv ausbauen:
- mit Abschaffung der Zinsbesteuerung
- einem in der Verfassung verankerten Bankgeheimnis wirklich ohne Ausnahmen
- keinem Datenaustausch mit anderen Ländern in irgendeiner Form
- einer massiven Werbekampagne, speziell in Deutschland

Vielleicht kann man auf diese Art den Staatsbankrott wegen der Ostverluste abwenden. Das Geld würde richtig hereinströmen.
 


Neu 2009-03-10:

[20:30] Sag leise Servus:

JungeWelt: Servus, Österreich read!

Die Banken des Alpenlandes sackten seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in Osteuropa unvorstellbare Summen ein. Heute betteln sie die Regierung um Gelder für ihre maroden Geschäfte in dieser Region an

Eine echte Tragödie wird in diesem Artikel beschrieben. Als die österr. Banken zuerst nach Osteuropa kamen, boten sie ein Produkt an, das es in dieser Qualität dort noch nicht gab. In den letzten Jahren haben sie aber den Markt mit Subprime-Krediten vollgestopft, und jetzt werden sie dafür zahlen.

Hahaha: Staatsbankrott? „Wir sind ein sicheres Land“
 

[16:00] Pfandleiher - ein echter Krisenjob:

ORF: Boom bei Pfandleihern: Rekordjahr erwartet

Die Wiener Pfandleiher rechnen heuer mit einem Rekordgeschäft. Weil Banken Privatkredite nur noch vorsichtiger vergeben, versuchen immer mehr Menschen, bei der Pfandleihanstalt schnell zu Geld zu kommen, auch mit ihren Autos.

Schnelles Geld, aber hohe Gebühren
Das Familiensilber wurde früher versetzt, aktuell stehen Autopfandleiher hoch im Kurs. Dort gibt es zwar maximal die Hälfte des Gebrauchtwagenwertes, der Besitzer kann aber weiter mit dem Auto fahren. Als Sicherheit bleiben der Typenschein, ein Reserveschlüssel und eine Kopie des Meldezettels beim Pfandgeber.

Je schlechter die Zeiten umso besser geht es dieser Branche.
 

[13:00] Arbeitgeber kündigen grafische Kollektivverträge und fordern bis zu 27 Prozent Lohnkürzung!

GPA-DJP

Arbeitgeber haben schon in Dezember grafische Kollektivverträge gekündigt. Kündigungsfrist ist bis 30.Juni 2009

So wie es derzeit aussieht wird es am 1. April keine Lohn- und Gehaltserhöhung geben und wenn die Arbeitgeber bei Ihren Forderungen bleiben, auch keinen Kollektivvertrag.

Diese Branche nagt schon lange am Hungertuch, jetzt werden wohl die letzten Fäden verzehrt.


Neu 2009-03-09:

[17:00] Die Derivatenhändler sind "schuld":

FTD: Österreich greift Derivatehändler an

Größeres Ausfallrisiko als Italien? Die Österreicher sind empört. Die Notenbank des stark von der Krise in Osteuropa getroffenen Landes hält die jüngsten Aufschläge bei Kreditderivaten für nicht aussagekräftig. Die Politik fordert aber trotzdem größere Hilfen.

"Heimat bist du grosser Söhne": so oder ähnlich heisst es in der Bundeshymne. Die Nationalbanker dürften wie die Ost-Banker im Land nicht dazugehören. Die Derivatenhändler scheren sich sicher nicht um solche Beschwichtigungen oder Angriffe.


Neu 2009_03-08:

[22:00] Sparen bei den Beamten im Geheimen:

Presse: Sparpläne: Bundes-Bedienstete müssen abspecken

Die Regierung setzt nicht nur bei Lehrern und Richtern an: 3000 Posten werden bis 2013 gestrichen. Im Innen-Ressort herrscht Aufruhr um den Wegfall von Verwaltungs-Posten. Der Druck auf die Bundesländer wächst.

Man will wohl einen grossen Aufstand vermeiden. Das richtige Sparen kommt, wenn keine Staatsanleihen mehr verkaufbar sind.
 

[22:00] Ausweisungen nicht durchsetzbar?

Presse: Innsbruck kapituliert vor Straßen-Dealern

Die Innsbrucker Polizei kämpft seit Jahren vergeblich gegen die von Marokkanern dominierte Drogenszene in der Tiroler Hauptstadt. Denn die meisten der straffällig gewordenen Nordafrikaner können nicht abgeschoben werden, weil es kein Rückführungsabkommen mit Marokko gibt. Ein solches wird derzeit mit der EU verhandelt. Die Hintermänner der Drogendealer sitzen vor allem in Norditalien, wo es ebenfalls eine große Nordafrikaner-Szene gibt. Seit im Jänner vier Marokkaner in Innsbruck ein 17-jähriges Mädchen vergewaltigt haben sollen – sie sind in U-Haft – wird das Problem wieder heftig debattiert.

Da spielt wohl die "Political Correctness" und die Bürokratie die Hauptrolle. Was macht denn unsere so "harte" Innenministerin? Wenn sie wirklich so gut wäre, wie sie tut, dann hätte sie die straffälligen Marokkaner sicher schon per Schiff an Marokkos Küste absetzen lassen oder aus dem Flugzeug abgeworfen.
 

Neu 2009-03-07:

[18:00] Industrie-Einbruch und Not-Kollektivverträge:

Presse: Konjunktur: Industrie-Aufträge brechen dramatisch ein

Die Industriellen-Vereinigung fordert Notkollektivverträge mit Lohnkürzungen, Gewerkschaft lehnt ab. Insgesamt rechnet man im vierten Quartal mit einem Rückgang um 18 Prozent.

Besonders schlecht ging es Elektro- und Elektronikindustrie, den Maschinenbauern, Autozulieferern sowie der chemischen Industrie. Von Auftragseinbrüchen verschont blieben vorerst die Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie die Lederverarbeitung.

Das sind alles alte Zahlen aus 2008. Jetzt sieht es sicher noch schlimmer aus. Die Manager glauben immer noch an die von den Politikern und "Ökonomen" versprochene Erholung, daher entlassen sie noch nicht wie wild - kommt noch.

Die Lohnkürzungen wie in den 1930er Jahren sind auch unterwegs.
 

[12:00] Der Pleitegeier über ihm beunruhigt den Bundeskanzler:

VOL: Alle sollen Opfer bringen

Der Staat müsse sparen, wo dies möglich ist, um auch den nötigen Spielraum für konjunkturbelebende Maßnahmen zu haben, machen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) in einem Interview mit den Chefredakteuren der Bundesländerzeitungen klar. „Wir werden nicht den Fehler machen, jetzt das Budget aus dem Ruder laufen zu lassen", so Faymann. Alle müssten daher einen Beitrag leisten - auch die Lehrer, ist er sich mit Pröll einig.

Die Spreads und CDS auf seine Staatsanleihen beunruhigen ihn, daher schaltet er jetzt vom "mit Geld herumwerfen" auf Sparen um. Er wagt es aber nicht, den wahren Grund auszusprechen.


Neu 2009-03-06:

[15:00] Neues vom Österreich-Pleitegeier:

Welt: Italien ist jetzt kreditwürdiger als Österreich

Die Österreicher sind empört. Inzwischen rangiert die Bonität Italiens und Spaniens vor der Alpenrepublik. Die österreichische Wirtschaft hat die vergangenen Jahre gut von ihren engen Verbindungen zu den osteuropäischen Staaten gelebt. Im Abschwung wird den Österreichern das nun zum Verhängnis.

Mittlerweile muss für sogenannte Kreditausfallswaps (CDS) Österreichs mehr bezahlt werden als für die Italiens, Spaniens oder gar der slowakischen Nachbarn - allesamt Staaten, die nicht gerade für grundsolide Finanzpolitik bekannt sind.

Gerade der Umstand, dass mittlerweile Italiens Bonität an den Kapitalmärkten höher bewertet wird als jene Österreichs, bringt die Österreicher in Rage. Hysterie habe der Logik beim Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge Platz gemacht, sagt Manfred Staub, 80-jähriger Eigentümer des Café Sperl im sechsten Wiener Gemeindebezirk, wo sich seine Gäste beim Großen Braunen der Zeitungslektüre widmen. Es sei aus Sicht der Österreicher total absurd, mit einem Land wie Italien verglichen zu werden, so Staub weiter.

Wenn das alle Österreicher wüssten und verstehen würden: Italien geht ja noch, aber die Slowakei ist auch besser. Welche Demütigung.

Das Problem lässt sich leicht beheben: die Staatsgarantien für die Bankeinlagen aufheben.


Neu 2009-03-05:

[20:30] Die Industrie-Vertreter flippen aus:

Standard: Industrie warnt vor Kollaps

Invest-Prämie und Not-KVs gefordert - Koalition soll Geldhahn für zusätzliche Förderungen aufdrehen, vorzeitige Afa reicht nicht aus - "Notkollektiverträge" in die Diskussion geworfen.

Die Realität der Depression sickert jetzt schön langsam durch. Die Lohnkürzungen kommen auch - wie in den 1930ern.
 

[13:30] Faymann, Pröll - schaut auf Eure CDS-Preise:

FTD: Markt fürchtet Pleite Österreichs

Seit Wochen sorgen sich die Investoren über einen Zahlungsausfall Italiens, Irlands, Griechenlands und Spaniens. Doch zunehmend gerät wegen der Krise in Osteuropa ein weiteres Land in den Blickpunkt der Anleger: Österreich.

Inzwischen schätzt der Kapitalmarkt einen Zahlungsausfall Österreichs als wahrscheinlicher ein als den finanziellen Kollaps Italiens: Die Aufschläge für Kreditderivate mit fünfjähriger Laufzeit lagen am Donnerstag für Österreich bei 264,1 Basispunkten. Zum Vergleich: Italien kommt auf 192,5 Basispunkte, Griechenland auf 264,7. In Europa werden neben Griechenland nur noch Island und Irland als riskanter eingestuft.

Das heisst, der "Credit Default" Österreichs rückt näher und ist inzwischen wahrscheinlicher als der Italiens.

Politiker, beginnt zu sparen: die Lehrer sind nur die Vorspeise.

[18:15] Auf der roten Liste: Osteuropa-bankrott


 

[10:45] Erste-Treichl muss 8% Zinsen bieten:

Presse: Erste Bank winkt mit acht Prozent Zinsen

Die Erste Bank gibt auch Privatanlegern die Möglichkeit, Partizipationsschein zu zeichnen. Ein attraktives Angebot, das aber auch ein Risiko birgt.

Sehr hohe Zinsen für das heute noch niedrige Zinsniveau: das zeigt das Risiko. Ich würde auch bei 25% Zinsen keinen Cent hineinstecken.

[17:15] Leserzuschrift-AT - Treichls 8 Prozent:

Wie die Presse schreibt, scheint Treichls Fischzug mit dem 8-%-Köder sehr erfolgreich zu sein. Ich habe bei Professor Fekete einen Satz gelesen, der wunderbar dazu passt:
The supply of fools in our world is very large indeed ...


Neu 2009-03-04:

[21:30] Gemeinsame Aktion mit Schweiz und Luxemburg beim Bankgeheimnis?

Wirtschaftsblatt: Pröll trifft Kollegen in Sachen Bankgeheimnis

Finanzminister Josef Pröll wird sich am Sonntag mit seinem Kollegen aus der Schweiz und aus Luxemburg treffen. Alle drei Länder haben ein Bankgeheimnis (wenn auch in unterschiedlicher Ausführung). Es wird ein wichtiges Thema der Gespräche sein.

Ich hoffe, sie bleiben hart. Die Betreiber der Aufhebung (FR, DE) sind ohnehin bald Pleite.
 

[18:00] Leserzuschrift - Insourcing:

Ein Bekannter, der in einer Planungs- und Entwicklungabteilung einer österreichischen Stahl- und Anlagenbaufirma arbeitet, erzählte mir, daß er den Auftrag bekommen hat, zu prüfen, welche outgesourcten Arbeiten nun wiederum von der Firma selbst gemacht werden könnten, damit trotz der veringerten Aufträge die bestehende Belegschaft gehalten werden kann.
Heuer hat die Firma zwar noch genug Aufträge abzuarbeiten, doch kommen seit Weihnachten zuwenig neue Aufträge herein.

Neben den Leiharbeitern trifft es also auch die externen Dienstleister zuerst.
 

[12:15] Wurde der Post-Chef hinausgedrängt oder hat er die Nase voll?

Standard: Postchef Wais tritt krankheitsbedingt zurück

Post-Chef Anton Wais (60) verlässt völlig überraschend das börsenotierte teilstaatliche Unternehmen. Grund für den Rückzug seien "dringende gesundheitliche Gründe", teilte die Post Mittwochvormittag ad hoc mit. Wais hat den Aufsichtsrat in der heutigen Sitzung des Prüfungsausschusses über seinen Rücktritt informiert.

Vermutlich ist es Beides.

Einige Tage vorher ist schon die CEO-Ratte von der Telekom abgehaut. In beiden Fällen: schwieriger Personalabbau bei Beamten. Sinkende Schiffe.
 

[7:30] Die Lügen und Illusionen der Touristiker:

Presse: Tourismus: Die „Lokomotive“ legt einen kurzen Stopp ein

Das Wifo prognostiziert dem Tourismus einen Umsatzrückgang um drei Prozent. Aber die Flaute werde nicht lange dauern, im Vorjahr war das Geschäft mit den Urlaubern erfolgreich.

Ah, gestern gab es noch Rekorde, heute einen kurzen Stop. Belügen sie sich selbst oder nur die Öffentlichkeit?

Diese Branche wird brutalst abstürzen - denn sie lebt von deskretionärem Einkommen.


Neu 2009-03-03:

[15:30] Leserzuschrift - Tourismus - die wahre Situation:

Gestern in Seefeld trafen wir deutsche Tourismus - Mitarbeiter. Einige davon werden jetzt Anfang März schon gekündigt. Normalerweise war der März für Sonnenskifahrer sehr gut gebucht.
In einem 5 Sterne Hotel wohnen dieser Tage grad mal ein Dutzend Hotelgäste.
Gerade im Toursimus immer noch von Rekordzuwächsen zu sprechen finde ich grobfahrlässig, ich denke diese Lügen bringen doch auch niemanden etwas.
Ich bin dankbar für Ihre Seite, wo man zumindest andere Infos bekommt.

Die lügen genauso stark wie die Banker. Ziehen die Banker jetzt deren Hotels und Schilifte ein?
 

[9:30] Die blauen und orangen Wunder für die Roten:

Presse: Wahlnachwehen: Der SPÖ laufen die Arbeiter davon
Standard: SPÖ wird noch viele blaue Wunder erleben, FPÖ gewinnt mit dem Thema "Arbeitsplatzsicherung", Wirtschaftskrise und nationaler Sozialismus

Der SPÖ laufen die Arbeiter davon, vor allem die jungen. Das war schon bei der letzten Nationalratswahl so, die beiden Landtagswahlen am Sonntag haben nun diesen Trend bestätigt. Eine These, die auch Meinungsforscher Günther Ogris (Sora) bestätigt. „Die SPÖ muss hier eine Strategie finden.“ Denn je länger die Wirtschaftskrise dauert, desto mehr Proteststimmen dürften zur FPÖ abwandern. Bei den Salzburger Arbeiterinnen und Arbeitern hatte sie diesmal bereits deutlich die Nase vorn. In Kärnten wählten 47Prozent der Arbeiter Orange und nur 15 Prozent Rot.

Eine solche Politik des nationalen Sozialismus ist in Krisenzeiten verführerisch. Die Österreicher erwarten ohnehin mehrheitlich vom Staat eine Rundumversorgung, und viele wären auch damit einverstanden, dass dies nur für "Inländer" gilt, wie es etwa Strache offiziell fordert.

Das "Wunder" vom Sonntag wird sich noch vermehren, je tiefer die Krise wird. Die SPÖ und besonders die Grünen mit ihren von "Multikulturalismus" geprägten, abgehobenen Funktionärsschichten sehen da blass aus. Sowohl in Kärnten als auch in Salzburg sind die Rechtsparteien die eindeutig stärktsten "Arbeiterparteien" geworden.

Interessant ist, dass FPÖ-Strache jetzt bei den serbischen Zuwanderern zu wildern beginnt. Diese hassen die Moslems besonders. Die Rechte holt also zum Schlag gegen die Moslems aus, mit bisher undenkbaren Sturmtruppen. Ein genereller Konflikt Christen gegen Moslems zeichnet sich ab.


Neu 2009-03-02:

[16:30] Leserzuschrift - welche Ängste und Nöte die Menschen in Österreich plagen:

ORF: SPÖ-Fragebogen zu Anliegen der Österreicher

Ergebnis der Umfrage wird vermutlich sein:

1. CO2: Sorge um Klimaerwärmung
2. Menschenrechtsverletzungen in Österreich
3. Dringend erforderliche Amnestie und Entschädigung für kriminelle Asylwerber
4. Nimm ein Sackerl für mein Gackerl

Mal sehen, ob sie damit die nächste Wahl gewinnen.

Das war der SUV-Fahrer. Eine Umfrage im roten Elfenbeinturm also.
 

[14:15] Die Arbeitslosigkeit steigt jetzt rasant:

Presse: Februar: Arbeitslosigkeit liegt 23 Prozent über Vorjahresniveau

Im Februar waren in Österreich 301.695 Menschen arbeitslos, das sind um 57.842 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt nach nationaler Berechnung bei 8,3 Prozent.

Der Orkan der Entlassungen beginnt.
 

[9:00] Leserzuschrift - Verschuldung der Landwirtschaft:

Um die Verschuldung in der Landwirtschaft brauchen wir uns nun wirklich keine Gedanken machen:

1. ca. 80 % aller Schulden in der Landwirtschaft sind mit Fixzins aus geförderten Programmen 2. Die Landwirte, die "normale" Kredite haben, werden sicher auch kein Problem bekommen, da der Grund und Boden in dieser Krise an Wert gewinnt. Somit hat die Bank immer genug Sicherheiten.
3. Die Einkommen der Landwirte werden überproportional zu den Kosten steigen, da auch die Lebensmittelpreise steigen werden. Zuerst steigen die Preise (Rohstoffe, Lebensmittel) und erst dann steigen die Zinsen...
4. Die "modernisierte" Landwirtschaft von heute ist sofort in der Lage, 10 - 20 % mehr zu Produzieren, da sie bisher durch Beschränkungen wie z.B. die Milch-Kontingentierung, Flächenstilllegungen, ... gebremst wurde.
5. Falls zu wenig Getreide für die Bevölkerung da ist, muss nur sofort die Schweinemast reduziert werden, dann ist schlagartig mehr Getreide
(Futtergetreide) auf dem Markt, was die Produktion vom Milch ankurbelt.
In der nächsten Saison wird dann Brotgetreide angebaut. Ein Schwein braucht ca. 10 kg Getreide (Futter) um 1 kg Fleisch zu "produzieren" --> deswegen ist Schweinefleisch in südlichen Ländern verpönt..

Das einzige Problem der heutigen "modernisieren" Landwirtschaft ist die Abhängigkeit von Diesel (Erdöl) und dass die Maschinenhersteller überleben. Dies wird dann sicher durch Notstandsgesetze sichergestellt werden. Auf eines kann man sich bei unseren Politikern sicher verlassen:
Die werden alles tun, dass die Bevölkerung zu essen hat, und ruhig bleibt, denn Hunger treibt die Leute auf die Strasse und gegen die Regierung..... Eher ist noch das verteilen der Lebensmittel (Diesel) ein Problem

Ansonsten kann es der Landwirtschaft nur besser gehen als die letzten 15 Jahre, in welchen eine gewaltige Struktur-Bereinigung schon stattgefunden hat. Die Inflation der letzen 15 Jahre war nur darum so niedrig, da die Lebensmittel immer billiger wurden und somit deflationär gewirkt haben. Das hat die Einkommen der Landwirte stetig sinken lassen, was nach dem Motto "wachse oder weiche" unweigerlich die Struktur der Landwirtschaft bereinigt hat.

Trotzdem gibt es sicher genügend verschuldete Bauern. Deren Höfe kann man in absehbarer Zeit vermutlich haben.

[13:45] Leserzuschrift-DE dazu:

Ich bin seit 20 Jahren Tierarzt und habe den landwirtschaftlichen Strukturwandel am eigenen Leib erfahren.
Das Motto: wachsen oder weichen - hat uns Großbetriebe beschert, die ohne Fremdkapital und ohne Fremdarbeitskräften nicht mehr aus kommt. Die kleinen Familienbetriebe geben auf und die Großen werden immer größer und hängen am Finanztropf.
Früher hatten die Bauern drei Ernten: eine auf dem Feld, eine auf dem Speicher und eine auf dem Konto. Heute kann die Ernte vom Vorjahr nicht verkauft werden, weil die Genossenschaften nicht genügend Kredite bekommen. Kein Geld, kein Dünger, keine Ernten.
Eine andere Problemzone sind die riesigen Maschinen egal ob in Landwirtschaft oder Bauwirtschaft. Diese werden natürlich fremdfinanziert und ähnlich wie bei den Autos ist zur Zeit der Markt für Gebrauchtmaschinen eingebrochen.
Für 20ct den Liter Milch kann kein Kuhbetrieb produzieren und die Milchbauern sehen bereits wieder rot.
Der "Westfleisch" als 3. größter Schlachtbetrieb in Deutschland brechen gerade die Exportmärkte in Asien und Osteuropa weg.
Ein Bauer sagte mir, daß in diesen Zeit nur zwei Dinge helfen: Gold und Land.

Habe ich doch vermutet, dass auch hier alles kreditfinanziert ist: je grösser umso mehr.


Neu 2009-03-01:

[17:30] Kanzlerpartei in der Krise - nix gut:

Presse: Salzburg: SPÖ bleibt Nummer Eins, FPÖ legt zu, Kärnten: Dörfler triumphiert, SPÖ fährt Wahlschlappe ein

In beiden Wahlen musste die SPÖ massive Verluste einstecken. Dort spielt inzwischen sicher das Panik-Orchester.
 

[17:30] Leserzuschrift - die Burgenländer gehen in Bargeld:

Es ist kein Witz : Ein Burgenländer erzählte mir am Donnerstag, daß wohlhabende Leute, eben im Burgenland, momentan Banksafes anmieten um hohe Bargeldbeträge - also kein EM !!! - dort zu lagern und über die Krise zu bringen, da die Angst besteht, dass die Banken mit den Sparkonten pleite gehen.

Den "Rettungssinstinkt" scheinen sie noch zu haben, nur spielt der etwas falsch.
 

[15:00] Strafanzeige gegen Banken- und Geldsystem:

Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoß gegen § 168a (2) StGB

Die bereits in den vergangenen Jahren, insbesondere während der letzten Monate
evident zunehmende Schädigung weiter Bevölkerungsteile durch das oben
beschriebene Pyramidenspiel, lässt dafür die in §168a erwähnte Ausnahme von
Strafverfolgung („zu gemeinnützigen Zwecken“) eindeutig als unzutreffend
erscheinen, wohingegen die Gewerbsmäßigkeit außer Frage steht. Es drängt sich
sogar der Verdacht auf, dass der Straftatbestand im Rahmen der organisierten
Kriminalität erfüllt wird. Auch die Dringlichkeit ist gegeben, weil dieses System nun
bereits seit Jahrzehnten läuft, kurz vor dem Zusammenbruch steht und daher Fluchtund
Verdunkelungsgefahr seitens der Betreiber besteht.

Im Sinne des mit meiner Anzeige der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis gebrachten
Tatbestandes gemäß § 168a(2), ersuche ich um die Ausforschung der für die
unverantwortliche weitere Aufrechterhaltung des Pyramidensystems verantwortlichen
Gremien und der darin entscheidungsbefugt handelnden Personen

Die Staatsanwälte werden es gar nicht verstehen - noch nicht.
 

[10:30] Erste-Treichl rechnet mit Rettung durch Hyperinflation:

Standard: Treichl: Keine österreichische Bank wird durch Krise pleitegehen

2010 könnte sich die Lage wieder zum besseren wenden. Die Lösung der Krise sei derzeit offen, beim Abbau des Schuldenbergs könnte es zu einer massiven Geldentwertung kommen.

Auf die Hyperinflation hofft er also. Aber er wird sich täuschen. In der Hyperinflation kommt es erst recht zur Flucht aus den Banken.

Ausserdem, Entschuldung durch Hyperinflation ist nur möglich, wenn die Masseneinkommen gewaltig steigen. Das wird er den einfachen Leuten wohl nicht zugestehen.

Seitenauslagerung.


 
 
     
 
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