.
.
.
.
 
 
 
 
 
 

Realitäts-Verweigerung -6/2009

Das "Nicht-Sehen-Wollen"

Seite ab: Beginn
Seite bis:
2009-06-30
Vorige Seite Nächste Seite

Vorwort:

Die derzeitige Realitätsverweigerung ist nicht nur am Finanzsektor präsent, sondern spielt auch in vielen anderen Bereichen eine Rolle:

- Planungen in Firmen (linear, wie immer)
- Personal-Einstellungen (nur Jasager, Karrieristen und Konforme)
- Politik (Obrigkeits-Hörigkeit, man glaubt die dreisteten Lügen

Sehen Sie dazu bitte auch meinen Artikel Realitäts-Verweigerung

Sobald die derzeitige Kredit-Bubble platzt, wird sich hier vieles ändern. Viele Leute werden sich aber nicht ändern wollen, sondern sehenden Auges untergehen. Sehen sie dazu auch meinen grossen Vorsorge-Artikel.


Neu 2009-06-29:

[15:15] Das beste Lied für die Realitätsverweigerer: Wizo Das Ding JBO - Blöd genug für diese Welt


Neu 2009-06-27:

[17:15] Eigenbericht: Politiker - sie wollen nicht wissen, was passiert:

Heute nachmittag war ich am Wiener Donauinselfest, ursprünglich eine Veranstaltung der Wiener SPÖ, die zu einem Riesen-Rummelplatz geworden ist. Aber einen "politischen Kern" gibt es immer noch. Es gab im GPA-Gewerkschaftszelt eine Diskussion über Vermögenssteuern und "Gerechtigkeit". Anwesend waren einige mittlere bis höhere SPÖ-Funktionäre. Sogar der leibhaftige Sozialminister schaute kurz rein.

Diese Funktionäre gaben alle ihre "Umverteilungs-Statements" ab, wonach es etwa nicht gerecht sei, dass eine Verkäuferin so wenig verdiene, dagegen Meinl & co in Geld baden. Die Frauen darunter total auf der feministischen Frauenrechts-Linie.

Es gelang mir für ein Statement das Mikrofon in die Hand zu bekommen: ich sagte ihnen, dass sie mit ihren Banken-Bailouts nur die Bank-Manager vom Gefängnis fernhalten und es daher eine Umverteilung von unten nach oben sei. Weiterhin sagte ich ihnen, dass nicht die "Reichen" die ""Vermögenssteuer" bezahlen werden, sondern alle im Zelt durch Hyperinflation mit Entwertung ihrer Spareinlagen, Lebensversicherungen und Gehälter.

Anschliessend sprachen die "höheren Funktionäre" am Podium ihre Abschluss-Statements. Wieder die alten linken Floskeln von der Umverteilung und Details aus ihrem politischen Mikro-Management. Mehrfach wurde angedeutet, dass man eigentlich nicht wisse, was diese Finanzkrise sei und wie man dagegen vorgehen müsse - also noch mehr vom Alten. Die kleineren Funktionäre wollten unbedingt mehr Umverteilung von Vermögen, die höheren am Podium mussten die Regierung in Schutz nehmen.

Diese halbe Stunde im "Politikerzelt" war äusserst aufschlussreich. Sie alle wollen nicht wissen, was diese Krise ist - nämlich der Kondratieff-Winter, wo Kredite und Verwerfungen abgebaut werden. Diese Leute sind in der Politik grossgeworden, keiner will einen Millimeter von der Parteiline, etc. abweichen. Alle haben extreme Scheuklappen auf. Sie sehen auch nicht die tödliche Bedrohung für sie durch den Systemumbruch und Staatsbankrott.

Sie alle laufen jetzt sehenden Auges über eine Klippe. Wie der Rest der Eliten auch. Von solchen Eliten ist keine Führung in der Krise zu erwarten, sie müssen ausgetauscht werden. Übrigens, auf mein "aus der Linie" Statement gab es keine einzige Reaktion - also auch keinerlei Neugier. Reine Ideologie-Roboter also, die fahren auch über eine Klippe, ohne es zu merken.


Neu 2009-06-25:

[20:00] Leserzuschrift-DE - was gegen Realitätsverweigerung hilft:

Ich habe festgestellt, wenn man Leute die keinen blassen Schimmer von der Realität haben nicht mit dem konfontrieren sollte was man selber schon von dem System weiß. Da halte ich mich inzwischen bei den Diskussionen zurück.

Gute Erfahrungen habe ich hingegen gemacht wenn ich den Leuten einige Internetadressen (z.B. Hartgeld.com, alles-schall-und-rauch usw.) gesagt habe, die sie mal in Ruhe lesen sollten. Aber nicht zuviele Seiten auf einmal sagen, da werden diese überfordert.

Ich habe dadurch schon mehrere postivie Rückmeldungen erfahren, natürlich nicht alle, und man kann mit diesen Leuten wieder ehrlich und vernünftig reden ohne sich verstellen zu müssen.

Bitte nachmachen!
 

[9:30] Leserzuschrift-AT - Realitätsverweigerung:

Bin diese Woche mit meinem Geschäftsführer einer kleinen Maschinenbaufirma zu einer Anlage gefahren. (Ich bin "nur" Arbeiter) Ich kann euch sagen die "da oben" haben noch keine Ahnung auf das was auf uns zukommen wird.

Wir sind eine Maschinenbaufirma welche Anlagen für die Automobilindustrie herstellt. Die Hauptthemen während dieser Fahrt:
- Entwicklung für den kommenden Markt; vorallem für die Premiumhersteller
- Optische verbesserungen in der Firma (für den Kunden) HAHA!! Wenn noch einer kommt!!!!
Mehr kann ich leider nicht erläutern.

usw..... nur lächerliche Themen

Von Krise keine Spur obwohl schon lange keine neuen Aufträge mehr eingegangen sind.

Das beste: Der Geschäftsführer ist ein ehemaliger Banker!

Die Scheuklappen hat er wirklich eng. Und das sogar in einer kleinen Firma. Die Bank wird ihn irgendwann schon aufwecken - durch Kreditentzug.

[13:15] Leserzuschrift-DE dazu:

Was heisst „Sytemgläubig“? Ich habe den Eindruck, dass diese Leute voll programmiert sind. Die sehen das nicht als System mit Alternativen, sondern einfach als gegebene Realität und dass ist das verwerfliche daran. Sobald sie mal einen Brocken aus anderen Quellen als Medien hingeschmissen bekommen, der nicht ins Bild passt, finden Sie 3 Argumente warum das so ja gar nicht kommen kann und das heute alles ganz anders ist, als in der Geschichte passiert. Bei weiteren Einwänden wird dann das coole Grinsen und ein abfälliger Blick aufgesetzt, der Tonfall rutscht ins „jetzt mach ich Dich mal lächerlich“ und man wird dann als Pessimist, Schwarzmaler, Angsthase, Panikmacher bezeichnet. Auch ich werde nicht mehr tiefer in Diskussionen bei den Themen sprechen. Ich passe mich den Unterhaltungen an und höre nur raus, was mich dabei noch weiterbringt. Es gibt nur 3-4 Leute in meiner Umgebung, die meine Aktivitäten in der gesamten Umstellung meiner Finanzen nachvollziehen können, meine Frau, mein Vater, ein Arbeitskollege und mein Chef (gelernter Banker, aber seit Jahren IT Manager). Leider ist aber lediglich mein Arbeitskollege ebenfalls aktiv geworden, bei meinem Chef weiss ich es nicht genau (lässt wenig raus, nur dass er im Sep-Okt08 viel Geld verloren hat. (Ich weiss aber, dass unser HQ in NL auch Gold in 250g Barren-Stückelung gekauft hat.) Alle anderen sind so cool, winken ab mit dem Spruch: Jaja, mal abwarten. Ganz schlimm ist es mit denen, die jede Menge Kredit offen haben. Ein Fall: Eigentumswohnung mit Kredit, vermietet bzw. im Moment nicht, Haus auf Kredit selbst bewohnt. Ganz Stolz erzählt, dass er im Januar 6 Krügerrand verkauft und schöööön viel Geld dafür bekommen hat. Der Grund: Mietausfälle der Eigentumswohnung, die er nicht mehr stemmen konnte. Ich weiss nicht, ob ich in meinem Leben schon so erstaunt geguckt habe. Gerade er stichelt andauernd an mir herum und grinst doof, wenn der Goldpreis ein wenig sinkt. Habe ihm gesagt, er hätte sie mir gern verkaufen können. Das seine selbst aufgebauter Druck ihn schon zu heftigem Bluthochdruck, permanenter Nervosität und anderen Krankheiten getrieben hat, bringt der gar nicht in Verbindung. Alles Egoisten, die nicht konstruktuv sprechen können, sondern nur um das durchsetzen der eigenen Ansichten kämpfen. We will see what happens. Hoffentlich wird’s nicht allzu schlimm oder doch alles vorbei?

Irre, der verkauft sein Gold, um Mietausfälle zu kompensieren. Welcome to hell!


Neu 2009-06-19:

[11:00] Leserzuschrift-DE - "Realitätsverweigerungen":

Heutige Verhaltensweisen werden für Historiker, Psychiater und (hoffentlich!) Juristen später ebenso schwer verständlich sein, wie jetzt für uns wenige kritische Betrachter.
Trotzdem sich deutlich sichtbar das Wasser vom Strand zurückzieht, reden nur sehr Wenige von "Tsunami", die übergroße Masse liegt weiter in der Sonne oder geht sogar nach weiter nach vorn, um Muscheln zu suchen ...

Angesichts dieser drei persönlich erlebten Beispiele frage ich mich, warum man diese "formal" hochgebildeten Leute vor dem Finanz-Tsunami warnen soll - haben die nicht einen Schwall Wasser mitten in die Fresse verdient?

1. Mittwoch: Ein Finanzbeamter gibt mir die Telefonnummer seines zuständigen Kollegen mit der Bemerkung: "Der geht auch ran." Nach einer Sekunde der Verblüffung fange ich an zu lachen, denn das bedeutet im Klartext: "Dieser Beamte nimmt während der Arbeitszeit den Telefonhörer ab wenn es klingelt, was besonders positiv hervorzuheben ist." Einfach irre! Und der Typ versteht mein bitteres Lachen nicht, hat keinerlei Schuldgefühl für diese Arbeitsauffassung der Steuer-Parasiten.

2. Mittwoch: Die Kfz-Zulassungsstelle ist während der Öffnungszeiten wg. Überlastung (Stichwort: Abwrackprämie) geschlossen, vor der Tür stehen 2 Beamte zum Abwimmeln aufgebrachter Bürger.
In der Diskussion wird ausgeschlossen, daß die öffentlich Angestellten zumindest zeitweise von ihrer 37,5-Stunden-Woche abgehen oder andere Beamte/Angestellte die wg. Stellenkürzungen freigestellt sind (also vollbezahlt zu hause sitzen!), in der dortigen Verwaltung eingesetzt werden, obwohl der Anteil an rein mechanischen Abläufen gerade dort sehr hoch und leicht erlernbar ist.

3. Donnerstag: Der Manager eines Immobilienfinanzierers (einer Großbank angeschlossen) sagt, daß der Mittelzufluß der Anleger in "Beton-Gold" als Inflationsschutz ungebremst sei und man wolle jetzt noch weitere Einkaufszentren zukaufen. Das die sinkende Kaufkraft ganz unmittelbar zu sinkenden Mieteinnahmen der Einkaufszentren führt, weil dort die Mieten oft an den Umsatz gekoppelt sind, ist ihm bewußt - aber das zufließende Geld muß eben irgendwie ausgegeben werden. Die Krise werde nach einer kurzen Inflation (die immerhin sieht er auch kommen) in ein oder zwei Jahren vorbei sein. Gottseidank hätten einige zwischenzeitlich geschlossene Fonds ihre lfd. Zahlungen wieder aufgenommen, denn im Bürgertum hätte es ganz schön geköchelt, weil viele Freiberufler daraus ihre Altersbezüge bekommen.
Das absehbar sinkende Mieteinnahmen und trotzdem, aus offensichtlich politischen Gründen, wiederaufgenommene Auszahlungen auf Dauer nicht zusammengehen können, habe ich dann nicht mehr gesagt. Diesen Job mit seinen vorsätzlichen Lügen gegenüber den Anlegern hat er sich freiwillig gesucht, soll er also demnächst die Konsequenzen tragen!

Die "Gebildeten" zahlen immer besonders drauf, wenn es wirklich kracht - weil sie es nicht wissen wollten.

Neu 2009-06-08:

[21:00] Leserzuschrift-DE - the winner takes a dive:

ch arbeite als PM für ein Unternehmen, welches spezielle Sensorik für den Maschinenbaumarkt herstellt.
Wir haben einen Umsatzeinbruch von etwa 40% und liegen unter den Zahlen von 2006.
Und was tut die Geschäftsleitung? Setzt alles darauf, daß "ab 2010 wieder der Boom anfängt"und das ganze Unternehmen wird auf dieses Ziel ausgerichtet.
Einwände werden beiseite gewischt mit dem Argument: Wenn der Boom kommt und wir sind dabei, wird alles gut.
Wenn er nicht kommt, sind Entlassungen fällig. Also Klappe halten und beten, daß der Boom kommt.
Alternativen wären vorhanden, aber das alte Denken ( nur die Nr. 1 zählt, the winner takes it all-- blah blah) ist so einprogrammiert, daß es schon beängstigend ist -wie Roboter!
Auf das Geläster, was denn mit meinem Gold sei.. haha, keine Zinsen.. haha, antwortete ich, daß ich vor 1 Jahr für 609€/Unze gekauft hatte, jetzt kostet die Unze 759€. Sprachlosigkeit - kann doch nicht sein - naja... der spinnerte Opi eben (mit 55!)

Wenn man bedenkt, daß fast 90% der Bevölkerung zu den Verlierern der kommenden Entwicklungen gehören wird, kann man zwar nachvollziehen, daß sich die Masse keine Veränderung wünscht (obwohl das Leben ja sooo beschissen und ungerecht ist..), jedoch ist es erschreckend, wie weit das Wegschauen geht. Da wird sich schon aus Trotz an die LV's und den Papierschrott geklammert!

Diese Krise unterscheidet sich von allen anderen:

- Sie war vorhersehbar und wurde vorhergesagt
- Jeder, der es wissen wollte, konnte es wissen! (Dank IE und WE!)
- Es war Zeit sich vorzubereiten
- Sie ist umfassend-weltweit. Es gibt keine Fluchtländer oder safe-havens.

Wer danach noch sagt: "Wer konnte das wissen!" muß sich sagen lassen: Jeder, der wollte.
Offenbar wollen aber die meisten nicht.
Tja - blödes Volk.

Die "Erfolgsorientierung" führt hier eindeutig in die Irre. In diesem Fall wird das Cash ausgehen - vor dem Aufschwung.
 

[19:00] Leserzuschrift-DE - Realitätsverweigerung im Staatsdienst:

angesichts der besonderen Dramatik der sich praktisch täglich zuspitzenden wirtschafts- und sonstigen politischen Ereignisse mit dem sicher absehbaren, kein zivilisiertes Land verschonenden Staatsbankrott und den daraus zu erwartenden Konsequenzen für unsere politischen Eliten habe ich mich schon länger gewundert, warum im weit gefächerten Kreis Ihrer Leser nur so wenige höhere und gar keine gehobenen Beamten zum eigenen aktuellen Seelenleben sich zumindest halböffentlich in Ihrem Forum äußern wollen.

Hierzu kann ich seit Neuestem eine Erklärung liefern, die zumindest mich überzeugt.
Im privaten Gespräch nach einer erfolgreichen Jagd hat mir ein hoher Richter gesagt, dass er keinerlei Wirtschaftsnachrichten mehr lese. Nur dann und wann den SPIEGEL-TV.
So kann er seine und die in seinen Kreisen übliche private Weigerung in etwa durchhalten, sich mit keinerlei belastenden Nachrichten beschäftigen zu müssen, die ihm und seinen Kollegen genau besehen die in langen Jahrzehnten erdienerte hohe Pension mit anschließendem tiefen Fall in die finanzielle und sonstige Bedeutungslosigkeit kosten könnten.

Alle hohe Systemdiener, die sich nach unwiderleglichem allgemeinem Rechtsverständnis und dem eindeutigen Wortlaut des Gesetze mit für sie unabsehbaren Konsequenzen absolut strafbar und haftbar gemacht haben, wozu insbesondere auch der sichere Verlust von deren hohe Pensionen und Gehältern gehören, stecken also brav gemeinsam den Kopf in den Sand.

Die berühmten 3 ceylonesischen Tempelaffen, die nichts hören, sehen und wahrhaben wollen, haben weiteren prominenten zweibeinigen, zahlenmäßig kaum absehbaren Nachwuchs bekommen.

Diese bitteren Früchte des kompletten persönlichen Versagens nun ganz zum Schluss eventuell essen zu müssen, raubt der noch an den Staatströgen sich mästenden Politikprominenz wohl das Bewusstsein.
Das für sie relevante Sein, der noch bestehende politische Status quo, dem sie bisher alle blind vertraut haben, darf offenbar niemals infrage gestellt werden.

Ja, die sind ganz besonders staatsgläubig. Werden die böse erwachen.

Auf meine Seminar kommen kaum Beamte, nur dann wenn sie auch Investoren sind.


Neu 2009-05-30:

[19:30] Leserzuschrift-DE - wann die Realitätsverweigerung endet:

Ich war 14 Jahre lang Finanzberater doch ich muß leider erkennen das ich vom Geld bis dahin keine Ahnung hatte.
Ich habe aber seit einigen Monaten mich auf Seiten im Internet informiert , die nicht die allgemein verbreitete Meinung widergeben, die Krise sei bald vorbei.

Wenn ich nunmehr mit meiner Familie um die Geschehnisse der Krise rede und was noch kommen wird - nämlich die Hyperinflation oder zumindest ein Währungsschnitt, bekommen alle einen gleichartigen Blick, der in die Ferne schweift, als wenn ich zu Schafen auf der Weide rede.
Manche Familienangehörige sind teilweise selbständig und haben Ihre Altersversorgung nur in Lebensversicherungen.
Ich habe empfohlen zumindest einen Teil des Geldes aus der LV zu lösen und dieses in Edelmetallen anzulegen, niemand nimmt diese Worte ernst, mit Ausnahme meiner Mutter , die die Währungsreform 1948 in Deutschland erlebt hat .Sie legt derzeit auch einen Lebensmittelvorrat an.

Meiner Meinung nach wird die Finanzkrise erst dann mit voller Wucht in Deutschland losbrechen an dem Tag, an dem die Leute zum Geldautomaten gehen, oder in der Warteschlange im Supermarkt stehen, und Geld abheben wollen oder was bezahlen wollen und es einfach nicht aufgrund "technischer Schwierigkeiten " geht. Und zwar überall nicht und das tage oder wochenlang. Ich vermute dieses wird an einem Freitag stattfinden
und viele werden noch am Wochenende verrückt spielen, wenn unsere Bundeskanzlerin mit dem Finanzminister vor die Presse tritt und in knappen Worten mitteilt das es eine Entwicklung gibt , die leider,leider nicht vorhersehbar war.

Und dieses wird vorraussichtlich ein Währungsschnitt sein bei dem alle Guthaben auf einen Schlag auf einen Prozentsatz im einstelligen Bereich zusammen schmilzen.

Ich jedenfalls kaufe im Rahmen meiner Möglichkeiten Edelmetalle,in Deutschland auch gern Silber wegen erfreulicher 7 % Mwst. , auch zu den jetzigen Preisen und würde mich freuen wenn dieses eine Fehlinvestition ist und doch nichts passiert, aber ich glaube das es rein aus mathematischen Gründen in nächster Zeit zu einem Zusammenbruch des Dollar-Imperiums und auch dem Euro im Schlepptau kommt.

Dann ist es zu spät.
 

[19:30] Leserzuschrift-DE - bei Gott in Bayern in Dingolfing:

Praktisch alle arbeiten bei BMW oder einem Zulieferer desselben. UND ALLE ARBEITEN KURZ !! In Dingolfing werden die 5er und 7er BMW gebaut, da geht praktisch nix mehr. Stimmung ist gedämpft , aber keiner kapiert was.

Man ist allgemein der Meinung, dass das neue 5er Modell bald alles wieder rausreissen wird !!!! KEINER KAPIERT ETWAS !!

Der "rettende Strohhalm" der schon reisst. Aber man glaubt noch daran.
 

[16:30] Leserzuschrift-DE - auch die eigene Familie will nicht hören:

Zu diesem Thema kann ich Ihnen wahrlich noch deprimierendere Infos geben.

Schon bevor ich ihre Webseite kennengelernt habe, habe ich genau auf diese Gesamtproblematik hingewiesen und hatte in der Familie zur Goldanlage und sonstiger Absicherung geraten.
Meine Frau hat mich nur müde belächelt. Es passiert schon nichts alles Blödsinn.
Meine Eltern meinten nur ich wäre ein Pessimist und Schwarzseher. (Meine Anmerkung: Außerdem lässt man sich vom Sohn doch nichts sagen). Dann habe ich "mir erlaubt" Anfang 2007 meinen Eltern zu raten, Sie sollten Postbank Aktien verkaufen und ihre guten Gewinne realisieren.
Nein, dass steigt noch weiter. (Ich lasse mir doch vom Sohn nichts raten) Das gleiche Spielchen mit den Schwiegerelten. Weihnachten 2007 waren die am überlegen, ob Sie ihre Daimleraktien verkaufen. Ich habe gesagt am besten direkt verkaufen. Dann aber der Einwand VW steht ja viel höher und Daimler müsste doch nachziehen. Dann habe ich u.a. gesagt, dann eben nur 75% verkaufen und mit dem Rest mal sehen. (Nein ich lasse mir doch vom Schwiegersohn nichts sagen).
Jetzt sitzen sie immer noch auf ihren Aktien und jammern oder sagen das kommt schon wieder.
Und Heute höre ich dann nur, dass konnte doch keiner ahnen das es soweit runtergeht, das es eine Bankenkrise gibt usw. Das hat doch keiner vorhergesagt.
Da wird alles ausgeblendet. Man kann ja nicht zugeben, das Sohn bzw. Schwiegersohn recht hatte bzw. gute Tipps gegeben hat. (Oder zwar erst später kennengelernt "Ihre Seite" recht hatte) Aber auch heute noch glauben die an das System und sagen "Das wird schon wieder".
(ich bin mal gespannt was die sagen, wenn ihre Ersparnisse kaputt gehen)

Mittlerweile muß also auch ich in bedrückter Weise feststellen, das man sogar seiner eigenen Familie nicht helfen kann. (Außer vielleicht beim Computer, da werde ich immer um Hilfe gefragt). So bleibt mir nichts anderes übrig heimlich still und leise an meiner Frau bzw. Familie vorbei Gold und Silber zu kaufen. Und so wenigstens mir ein bischen zu helfen.

Wie heisst es so schön, wer nicht hören will muß fühlen. Auch wenn es trauriger Weise die eigene Familie trifft.

Da hilft also nur eines: Gold und Silber auch vor der eigenen Familie gut verstecken - irgendwann wird sie es haben wollen.
 

[12:00] Leserzuschrift-DE - sie wollen nicht hören:

Habe in unserer Kirchengemeinde einigen Geschwistern eine Kassette zum Thema Krisenvorsorge zukommen lassen. Darin wurde berichtet, dass wir in eine schwere wirtschaftliche Depression hineingeraten sind und dass es zu empfehlen wäre, Lebensmittelvorräte anzulegen. Nicht ein einziger der Adressaten hat sich bei mir gemeldet, geschweige denn, mir für die Arbeit gedankt. Gestern kamen dann Geschwister aus der Gegend von Chemnitz (ehemalige DDR). Die meinten, die Krise komme ja doch nicht, die Preise seien jetzt sogar gefallen, z.B. beim Benzin und bei den Lebensmitteln. Und wenn er doch verhungern müsse, dann verhungere er halt, das wäre halt dann Gottes Wille, blablabla. Mein Fazit: Den Menschen ist nicht zu helfen. Es ist vollkommen sinnlos, zu versuchen, andere von der Krisenvorsorge zu überzeugen. Die wollen verhungern und sollen es dann aber auch.


Neu 2009-05-20:

[19:15] Leserkommentar-DE - Beispiel - naive, uneinsichtige Gutmenschen:

Ende der 90er Jahre wollte ich dt. Rucksacktouristen im Flugzeug nach La Paz (Bolivien) einige Hinweise geben - aber es wurde nicht honoriert, im Gegenteil. Als ich später noch auf meinen Ansprechpartner wartete, kamen mir die drei heulenden Mädchen entgegen. In weniger als einer Stunde im Lande war ALLES weg, auch ihre teueren Trekkingschuhe. Wir haben die drei Multikulti-Schnepfen dann barfuß vor der Tür der deutschen Botschaft abgesetzt. Moral von der Geschichte: Niemand kann garantieren, in einer brenzligen Situation heil durchzukommen. Aber wer Analysen (z.B. von WE) als Schwarzmalerei ablehnt und Tips ignoriert, wird zu den allerersten Opfern gehören, soviel ist sicher. Todsicher!

Die "ach so guten indigenen Völker" waren wohl doch etwas anders, als ihnen die links-grünen Multikulti-Propagandisten erzählten.
 

[15:45] Leserzuschrift-DE - wenn man die Krise gerade erlebt aber trotzdem an ihr zweifelt:

An Tagen wie heute komme ich immer wieder ins Grübeln, respektive der in den letzten Tagen
immer größer werdenden Abweichungen zwischen der vorgetäuschten Realität und dessen,
was Ihre Einschätzung ist.

Ich habe eine bescheidene, aber dennoch wichtige Frage.
Was verdammt nochmal lässt Sie so sicher sein, dass wir den Kollaps in naher Zukunft erleben werden.
Ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten vorgesorgt und möchte, simpel oberflächlich ausgedrückt,
nicht auf meinen mentalen und physischen Vorräten sitzen bleiben. Gerne behalte ich auch meinen Verstand.

Alleine, es fehlt mir noch an tiefreichendem Verständnis oder auch Urteilungsvermögen zur Krise.
Ich stelle fest, je mehr Information, desto weniger kann ich mir ein klare eigene Meinung bilden.
Ich kann mich, derzeit noch, immer nur an verschiedene Meinung anlehnen, also auf Einschätzung von,
sagen wir Fachleuten, zu denen ich Sie auch zähle.

Den Rest der Zuschrift konnte ich leider nicht bringen, da er die eher tristen persönlichen Verhältnisse (Selbständiger mit massivem Auftrags-Einbruch) schildert. Jedoch hätte ich diese Mail von so jemand, der die Krise schon wirklich massiv spürt, nicht erwartet. Die Hoffnung stirbt wohl zuletzt.

Leider muss ich sagen, was wir derzeit haben, ist erst die "Vorkrise". Die "Hauptkrise" kommt mit dem Staatsbankrott. Dann werden auch die letzten Sozialnetze wie Hartz-IV reissen und der echte Hunger kommt. Die Leute in Lettland oder Island auch lange geglaubt, dass es besser wird.

PS: was mich so sicher sein lässt, dass der richtige Kollaps kommt? die Beispiele und die Geschichte.WE.


Neu 2009-05-16:

[20:30] Leserzuschrift-DE - Erfahrungsbericht bei Auto-Ingenieuren:

habe mich letzte Woche wieder einmal nach langer Zeit mit Kollegen aus dem Audiumfeld getroffen. Alle Mann Ingenieure, entweder direkt bei Audi, Mercedes oder einem Entwicklungsdienstleister. Kernthemen bei einem gepflegten Weizen,

- Gehaltsstufen und Sonderzulagen, utopische Bruttolöhne,
- Zulagen von Führungskräften,
- Geschichten rund ums Assessmentcenter,
- allgemeine Diskussion zur Modelpolitik der Firma,
- Hauskauf da Geld so billig,
- Audi wird gestärkt aus der Krise hervorgehen,
- die Kurzarbeit wird vom Konzern genutzt um die Lohnkosten ein wenig vom Staat sponsern zulassen,
- Geschichten von den letzten Probefahrten,
- Wo bekommt man günstig einen A4 TFSI,

Dummerweise konnte ich mir ein paar spitze Bemerkungen nicht verkneifen, like "Porsche wollte im Januar noch VW übernehmen und jetzt sind sie kurz vor dem abschmieren" oder "lieber einen Esel kaufen als einen neuen A4".
Half aber nix, wurde als Schwarzmaler abgestempelt und eine Diskussion kam nicht zustande.
Herr Eichelburg, bin ziemlich erschrocken wie selbstsicher und verwurzelt unsere Industrieelite ist. Mache mir Sorgen über meine Wahrnehmung, es kann doch nicht sein das eine Minderheit ein "Game Over" nahen sieht und die Mehrheit die Situation komplett anders erfasst.
Meine Kollegen sind wirklich in ihren Fach absolut fähige Menschen mit IQ >125…,
aber warum diese Betriebsblindheit? Komme mir ein wenig wie ein Sektenmitglied vor das versucht ein schlüssiges Gedankenmodel einer gefallenen Welt zupräsentieren. Würde mich über Ihre Ansicht zum obigen Thema freuen.

Ich muss schon sagen, das "Schlagen mit Blindheit" durch die da Oben funktioniert immer noch hervorragend. Der alte Karriere- und Bonustrieb auch. Das wird ein böses Erwachen geben.

Vielleicht hilft dieses Bild etwas bei der Erklärung dieses Verhaltens (wurden diese Leute nicht drauf trainiert?):


Neu 2009-05-13:

[20:15] Leserzuschrift-AT - Vogel-Strauß-Taktik:

Also schön langsam werde ich wahnsinnig. Die Menschen wollen einfach nicht wahrhaben
was rund um uns herum passiert. Ich glaube, man nennt das die sogenannte "Vogel-Strauß-Taktik"
d.h. Kopf in den Sand dann sehe ich nichts mehr.
Was meines Erachtens für nicht ganz Unempfindliche - darin sehe ich auch mich - schon lange
zu spüren ist und auf der Hand liegt: Es wird materielle Abnahmen und Totalverluste geben;
bislang Selbstverständliches wird demnächst fehlen. Bereiten wir uns auf einen Abschied
von vielen vermeintlichen und manchen echten Errungenschaften der neueren Zivilisation vor.

Ach noch etwas und zwar zu der sogenannten Ökoprämie bzw. Autoindustrie. Nicht von ungefähr
steht die heutige Automonilindustrie - eine Branche, die im Übermaß (in der Regel auf Pump zu
erwerbende), vornehmlich der individuellen Selbstinszenierung dienende Vehikel ausgespuckt
hat - sinnbildlich für ein wahrscheinliches Opfer der jetzt beginnenden Zeitwende. Nebenbei
fällt die Unsinnigkeit auf, mit der funktionstüchtige Automobile dem Schrott zugeführt (mit
staatlicher Förderung, deklariert als Umweltprämie) und durch neue ersetzt werden, obwohl
deren Produktion ökologisch alles andere alls sinnvoll ist. Naja, mein VW ist 18 Jahre alt und
fährt noch ganz gut. Niemals würde ich dieses Fahrzeug jetzt eintauschen.

In Island und in Lettland wollten es die Leute auch nicht wahrhaben, jetzt sind sie pleite. Die riesigen Leasing-Autos stehen jetzt herum.


Neu 2009-04-21:

[9:00] Leserzuschrift-DE - Realitätsverweigerung:

Ein Manager meiner Firma heute am Telephon zu einem Geschäftspartner:
Wir haben finanziell keine Probleme, da wir auf Grund unserer Größe kreditwürdig sind und für die Wirtschaft essentiell. Somit ist bei uns mit keinem Geldnotstand oder Insolvenz zu rechnen. Bei einem Mittelständler mit 100Beschäftigten sieht das leider anders aus. Die werden wohl keine Kredite mehr bekommen.

Der macht sich wohl selbst Mut in seinem Milliarden-Kreditgrab. Leider kann ich die Firma nicht nennen (Quellenschutz), auch wenn die Leser deswegen auf einen Lachanfall leider verzichten müssen.


Neu 2009-04-20:

[21:15] Leserzuschrift-CH - Fast gekochte Frösche...

Kürzlich erzählte mir jemand eine Geschichte betr. dem grössten Vulkanausbruch in Italien.
Ich glaube es war Pompeij. Damals wurden alle Stadtbewohner gewarnt die Stadt sofort zu verlassen, weil ein Vulkanausbruch vorhergesagt wurde. (Dies könne man in den Geschichtsbüchern nachlesen). Die Leute haben das nicht ernst genommen.

Fazit: 95% der Menschen wurden unter der Asche begraben – nur 5% haben überlebt.

Etwa so könnte es mit der Finanzbranche enden.

95% der Menschen werden (fast) alles verlieren – 5% werden keinen Verlust haben.

Sehr gutes Beispiel.


Neu 2009-04-19:

[22:00] Leserzuschrift-DE - Die Oberfächlichkeit der Masse ...

an dieser Stelle möchte ich Ihnen für Ihre tolle kostenlose Aufklärungsarbeit danken !

Es muss einmal gesagt werden ! - auch wenn die Realitätsverweigerer es nicht kapieren, dass Sie und Ihre anderen klugen Mitarbeiter eine wertvolle Arbeit für uns leisten, die uns kein Geld kostet - das vergessen die Meisten .

Die, die Ihre Seiten täglich lesen zeigen damit, dass sie Ihre Arbeit wertschätzen - mit Ihrer wichtigen Informationen retten Sie vielen den "A ..." - aber eben nur denen, die sich mit Ihren Seiten beschäftigen !

---------------------

Gestern ein Gespräch mit Bekannten am Telefon, die ich vor dem Crash warnen wollte ( haben eine Baufirma und bauen derzeit ein großes Privathaus - Keller + Bodenplatte sind schon vorhanden ) - deren Reaktion auf meine Worte :

"Wir wollen keine Negativmeldungen - darüber machen wir uns keine Gedanken ... ! "

"Die Dinge kommen wie sie kommen und wir können sie ohnehin nicht ändern ... "

" So schlimm wird es nicht, wie ich mir das vorstelle - die Dinge sind noch händelbar ... "

Danke für die Blumen, Hartgeld.com finanziert sich ausreichend über Werbung und Seminare.

Es ist rein zwecklos, "Otto Normalverbraucher" überzeugen zu wollen, dieser muss erst in seine Grube fallen.

Das habe ich heute in Bill Bucklers "Gold This Week" gefunden:

The Return Of "Risk Appetite"
In reality, of course, there was very little in the way of "risk appetite" over the 25 years (1982-2007) when paper assets - stock market assets in particular and real estate in the later stages - were in their great boom. Most of the participants in these markets didn't see themselves as taking risks at all. When a market keeps setting new (nominal) highs for a quarter of a century, an attitude becomes entrenched. And once entrenched, it takes a HUGE amount of contrary evidence to destroy it.

A recent article in Bloomberg illustrates this point very well. The Boston College "Center for Retirement Research" has recently shown that a median-income worker who put money into an all stock retirement plan over the decade ending on March 31, 2009 would end up with 26 percent less than he or she had contributed. This has changed the investing habits of most people hardly at all. In the fourth quarter of 2008, 6.1 percent of retirement fund participants changed their asset allocation. This was up a mere 0.3 percent from the fourth quarter of 2007. The Dow hit its all time high in the fourth quarter of 2007.

Nor has it changed the asset allocation of most of the big US retirement or mutual funds. To give one example, the Vanguard Group still maintains a 90 percent weighting in stocks for all investors under the age of 42. And that is after the already mentioned 26 percent haircut suffered over the past decade. The old mantra - "in the long run, stocks ALWAYS go up" - is not going to go away without a fight....

They never had a risk appetite. They were sure they were onto a sure thing. Most of them still are. If anything, they are even more sure of it since now they believe that the government will always be on hand to bail out anyone or anything that gets into any kind of financial grief. It is a sad and tragic phenomenon to watch unfold.

Selbst die Aktienverluste des letzten Jahres haben bei der Massen kein Umdenken und Aussteigen bewirkt. Dieses kommt erst ganz Unten, wenn die letzte Hoffnung erloschen ist. Dann sind diese Schafe geschoren und verspeist.

Man kann die Leute nicht retten, weil sie sich nicht retten lassen wollen!


Neu 2009-04-06:

[21:30] Leserzuschrift-DE - Realitätsverweigerung Journalisten:

Das Schicksal hatte mir heute die Möglichkeit beschert, eine Journalistin des "Manager-Magazins" zum Vorstand eines großen Mobilfunkanbieters hin zu begleiten.
Ich nutzte die Gelegenheit, und fragte die Dame, wie man in der Redaktion die Dauer der Wirtschaftskrise einschätzen würde. Antwort: Nur ein Jahr, dann wäre das wieder vorbei.

Die werden sich noch wundern.
 

[20:15] Leserzuschrift-DE - Unternehmensberater haben auch keine Ahnung ...

heute sind in meinem kleinen Hotel Gäste aus einer recht großen Stadt in Deutschland angereist ...

Es hat sich im Gespräch herausgestellt, dass sie im Zentrum dieser Stadt mit 520.000 Einwohnern ein Büro für Unternehmensberatung haben ...

Sie fragte mich, wie lange ich mein Hotel schon hätte und wie die Geschäfte derzeit laufen ...
Ich sagte, dass es noch sehr gut läuft, aber man kann ja nicht wissen, wie sich die Krise in den nächsten Monaten auswirkt ... wenn viele Menschen ihre Arbeit verlieren und sich viele keinen Urlaub mehr leisten können ...

Sie meinte daraufhin, dass es ja zum Jahresende wieder bergauf gehen soll - und sie denken positiv, ha, ha, ha ...
Ich dachte, "Oh meine Güte, die hat ja gar nichts verstanden - und soetwas berät Unternehmen !" ...

Die sollten einmal dort oben im Norden in das Meerwasser eintauchen - sollte erfrischend sein - auch für den Realitätssinn.
 

[16:45] Leserzuschrift-DE zu Realitätsverweigerung:

hier eine Schilderung des Ex-Wirtschaftsministers von Schleswig-Holstein zu Inkompetenz und Verdrängung in der Politik am Beispiel der HSH-Nordbank:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617645,00.html

Ups, da sträuben sich einem wirklich die Nackenhaare. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es überall genauso ist. Weg mit dieser Versager-Kaste!
 

[15:15] Realitätsverweigerung anderswo:

Welt: Forscher hatte Beben in Italien vorausgesagt

Die Folgen des Erdbebens in den Abruzzen sind verheerend. Dabei hatte ein Forscher noch Ende März vor einer Katastrophe gewarnt. Doch die Behörden glaubten ihm nicht.

Man wollte dem Forscher nicht glauben, die Frösche sind begraben worden.


Neu 2009-04-02:

[12:15] Leserzuschrift-DE - Die "Realität der MBAs":

anche mögen Ihre andauernde MBA-Schelte vielleicht nicht verstehen. Heute bekam ich wieder mal ein schönes Beispiel, dass Sie das zu recht anprangern: Ich telefonierte mit meiner Nichte, 1er Abiturientin, 1er Studentin BWL, und wollte ihre Meinung zur Finanzkrise wissen. Antwort: Bis sie fertig sei ist das alles vorbei und dann hat sie gute Chancen auf einen Job. Ihr Prof meint auch, das wäre bei uns nicht so schlimm und das glaubt sie halt mal. Mehr Gedanken möchte sie sich darüber eigentlich gar nicht machen. Mit anderen Worten: Selbst denken? Fehlanzeige. Kopf in den Sand und abwarten. Es geht nur darum, Lernwissen nachzuplappern, das gibt gute Noten und anschließend einen guten Job. Das sind unsere "Eliten" von morgen?

Sie erkennen die Realität nicht, obwohl es ihr Job als "Offiziere" des Wirtschaftslebens wäre. Ab zur Feldarbeit.
 

[12:00] Leserzuschrift - Aus der Versicherungsbranche:

ein Bekannter von mir arbeitet in der Versicherungsbranche. Gestern hat er mir berichtet, dass er noch nie so viele Lebens-und Rentenversicherungen
wie derzeit verkauft hat. Die Leute möchten nun Sicherheit haben, und deswegen würden Sie nach Versicherungsprodukten nachfragen.
Die große Masse der Menschen ist also noch immer im Tiefschlaf.

Schlaft weiter bis zum bösen Erwachen. Auf der anderen Seite steigen aber immer mehr Leute aus.


Neu 2009-03-26:

[20:00] Leserzuschrift-DE - Die Eliten haben es alle noch nicht kapiert !!!!

vor 1 Woche habe ich einem Bekannten ( er ist freiberuflicher Steuerberater und hat BWL studiert ) gesagt, dass wir erst am Anfang einer großen Krise stehen und er möchte sich doch mal die Wahrheit, die nicht in der FAZ, Süddeutschen oder Welt steht, auf www.hartgeld.com ansehen ...

Gleichzeitig habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass Ende März in seinem Wohnort ein "Aufklärungs - Seminar" zur Krisenvorbereitung, die tieferen Ursachen dieser großen Krise etc. geben wird ... und er dort unbedingt teilnehmen solle ... kann er auch steuerlich als Fortbildung absetzen ...

Er meinte, dass er sich die Seite mal ansehen wird ..., aber er wäre nicht meiner Meinung, dass es eine große Krise geben werde - erst recht nicht nach "meinen Vorstellungen", dass die Banken und Geschäfte schließen werden ...

Gut, sagte ich, Du mußt auch nicht meiner Meinung sein - bilde Dir doch Deine eigene Meinung zu dem Thema selbst - ich möchte Dich einfach nur darauf aufmerksam machen, auch mal nach links und rechts zu sehen und nicht immer das zu glauben, was in den Zeitungen steht ...


Ich wollte ihn nur warnen, weil er gerade ein Grundstück gekauft und dort demnächst ein großes Haus mit Steuerbüro + 6 Wohnungen bauen will ... das schafft er nie, dachte ich, bis dahin sind die Baufirmen schon Pleite ... und er kann als Steuerberater auch nichts mehr verdienen, weil die Mandanten, bis auf wenige Ausnahmen, auch Pleite sein werden ...
...

Zusammenfassend hat er dann noch am Schluss gesagt, dass er den Inhalt der Seiten (hartgeld.com) sowieso als "Bildzeitungs - Niveau" ansieht ... - o.k., dachte ich mir, der hat ja rein gar nichts verstanden !!!


Wenn der große Einbruch kommt, werde ich ihm eine SMS schreiben mit dem Inhalt "Gut, dass ich in den letzten Monaten dem "Bildzeitung - Niveau" der hartgeld - Seiten vertraut habe !!!

Machen Sie weiter so Herr Eichelburg - einigen Menschen kann man eben nicht helfen !!!

Ja, man kann ihnen nicht helfen - wenn ihnen dann das Riesenhaus auf den Kopf fällt, ist es zu spät.


Neu 2009-03-24:

[13:30] Leserzuschrift-DE - "Ost-Realität":

ein freund der bei einen wirtschaftsverlag arbeitet der auf osteuropa spezialisiert ist streitet bis heute ab das osteuropas scheinwirtschaft den bach runtergeht und dort millarden versenkt wurden. das witzige dabei ist das in seiner firma schon alle auf kurzarbeit gesetzt sind weil anscheinen die geschäfte einbrechen auf diesen gebiet.er argumentierte sogar vor 2 monaten noch das osteuropa sogar die stütze sei für westeuropa aufgrund der wirtschaftlichen dynamik dort.ich habe das gefühl das gerade die spezialisten für diese region anscheinen bis zum schluß völlig betriebsblind sind das man zu so großartigen fehleinschätzungen kommen kann.seit der kurzarbeitgeschichte ist er zwar etwas kleinlauter geworden tut aber meine thesen dazu immer noch als spinnereien ab und hat mir heute folgenden artikel als gegenargument geliefert in sachen verschuldung.der ordentlich nach bankenpropaganda riecht:

Erste: Krasse Fehlinterpretation von BIZ-Daten zu CEE

Es kann wohl nicht sein, was nicht sein darf, besonders wenn man um den eigenen Job fürchtet. Dann gräbt man auch Lügenpropaganda einer Ostbank aus.


Neu 2009-03-12:

[19:45] Krise Anschauen allein nützt nichts:

Gamerith: Alles wird wieder gut

WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy bezeichnet die derzeitige Lage als “Katastrophe im Lehnstuhl”, weil die meisten von uns die Finanzkrise über die Medien, nicht aber am eigenen Leib erleben (ausser, Sie hätten ungeschickter weise vor drei Jahren beim Wiener Kaffeeröster und dem ehemaligen Schönwetter-Finanzminister Immo-Wertpapiere gekauft). Auch ich bin inzwischen zur Überzeugung gekommen, dass der Aufschwung schon hinter der nächsten Ecke lauert; die Frage ist nur, welcher: Der für Selbstversorger oder der für Investoren in Budapester Einkaufsparks?

Nur wenn die Leute entlassen werden oder ihre Firma bankrott geht, ihre Geldanlagen untergehen - dann merken sie die Krise. Alle Medienberichte prallen ab.
 

[11:45] Ein Fall von massiver Realitäts-Verweigerung bei den Immobilien-Heinis:

Handelsblatt: Immobilienbranche: Bloß nicht schwarz malen

Bloß nicht schwarz malen - so lautet derzeit ausgerechnet im sonst eher pessimistisch veranlagten Deutschland die Devise. Der erste Schock ist überwunden, nun sucht die Immobilienbranche nach Chancen in der Krise.

Ich hoffe nur, sie haften alle schön brav persönlich für die Kredite auf ihren Burgen. Dann werden sie das Erlebnis ihres Lebens haben.

Leserkommentar-DE: VOLLIDIOTEN-HABEN NIX KAPIERT! WENNDER KREDITMARKT VÖLLIG KOLLABIERT IST,IST ES SCHEISSEGAL WAS FRÜHER WAR..

[12:30] Leserzuschrift-DE - Immobilien am Tiefpunkt kaufen?

dass Immobilien im Preis fallen werden ist wegen Demografie und platzenden Finanzierungen klar. Ich mache mir aber momentan bereits mehr Gedanken über einen künftigen Einstieg. Der demgrafische Faktor bleibt nämlich, man muss deshalb genau analysieren welche Gegenden am ehesten Potential für einen Wiederaufschwung haben und welche vollends untergehen.
In manchen Städten könnten Objekte in von Unruhen geprägten Zeiten quasi unverkäuflich bzw. spottbillig sein, aber wer weiß schon ob es nicht in 10-15 Jahren wieder viele Leute in die Städte zieht und man ein gutes Geschäft macht oder aber ob das Haus noch während der Krise total abgefackelt wird und man dann noch für den Abriss zahlen darf.
Wird wohl nicht ganz einfach, man kann sich ja auch nicht an derzeitigen Prognosen oder bisherigen Entwicklungen orientieren.

Tiefpunkt in was? Euros? Gold? Meiner Meinung nach macht es nur Sinn in Immos einzusteigen, wenn der Tiefpunkt der Immo-Preise in Gold erreicht ist. Das dauert aber noch.


Neu 2009-03-04:

[12:30] Kriseninfos - bei einem Ohr rein, beim anderen Ohr raus:

Handelsblatt: Der deutsche Konsument kennt keine Krise

Das Phänomen wirkt rätselhaft: Die Konjunktur stürzt ab, die Industrie verliert rasant an Aufträgen, und ein Ende der Talfahrt ist zumindest bisher nicht in Sicht. Doch was machen die als "Angstsparer" berüchtigten Deutschen? Sie konsumieren fleißig, und der Arbeitsmarkt hält sich robuster als gedacht. Wie ist das zu erklären?

Solange die Leute noch nicht selbst entlassen oder in Konkurs sind, wollen sie nichts merken. Die Obrigkeitshörigkeit wirkt noch perfekt.

Die "Hörgsten" sind sicher alle, die vom Staat leben - klar, dass diese noch nicht zurückschrauben. Aber deren Finanzbasis, die Steuern bricht gerade ein.

Leserkommentar-DE:

AHA - Interessant.
Da steht: "Nur ein Bruchteil der Bürger in Deutschland - grob ein Drittel - bezieht ihr verfügbares Einkommen aus mehr oder minder konjunktursensiblen Bereichen."
Und: "Für etwa 45 Millionen von insgesamt gut 70 Millionen Deutschen ... gilt: Krise? Welche Krise?"
Und weiter: "Doch besteht für sie zumindest kein akutes Risiko, dass ihre Bezüge - ob Lohn oder Sozialtransfers - plötzlich wegbrechen."
Das bedeutet doch, dass die Mehrheit der Bevölkerung von Bezügen aus Sozialstransfers lebt, und momentan ihre Einnahmen nicht wegbrechen sieht. Den Rest der arbeitenden Bevölkerung,- im Artikel als Bruchteil bezeichnet, nämlich 1/3 -, spielt sowieso keine Rolle mehr, da er durch den Umverteilungsstaat in seinen finanziellen Möglichkeiten schon stark eingeschränkt ist. Daher auch die Forderung von Münte, ab 36000 Euro Brutto eine Reichenbesteuerung zur Finanzierung der Krise einzuführen, um den "Konsumenten" oder seiner Klientel die Konsumfreude zu erhalten. Die Brauerei Öttinger wird's zu schätzen wissen.


Neu 2009-03-01:

[15:00] Leserzuschrift-DE - die Leute tun weiter wie bisher:

gestern war ich beim Friseur, da hört man ja schon einiges wie die Krise bei den Leuten so wirkt.
So wie es scheint wundern sich sehr viele dass alles so plötzlich ging (Kurzarbeit, Milliardenlöcher, Pleiten etc.).
Die Leute wachen wohl erst auf wenn sie direkt davon betroffen sind. Nur kommt der große Brocken ja noch auf uns zu....

Auf der anderen Seite wundern mich immer mehr Freunde und Bekannte - so um die 30 mit Kinder - planen Häuser für
300.000,- bis 400.000,-!! Ist ja nicht schlimm, nur wenn kaum EK da ist und die mtl. Kreditrate nur vom Einkommen des Mannes abhängig ist - da wird einem schon schlecht.

Man glaubt immer noch der Obrigkeit. Aber das wird sich bald ändern.


Neu 2009-02-19:

[16:00] Leserzuschrift-DE - Sie sind immer noch "gläubig":

Da ich öfter mit der Fernbahn,Sbahn fahre ist mir aufgefallen , das Lehrer und ältere Menschen vermehrt über die Krise sprechen . (Banker, Beamte und Jugend haben 100% vertrauen in die Regierung) Die Obermittelschicht sagt die Regierung schützt die Reichen und rettet die Banken (man brauche keine Sorgen) die Jugend sagt ich hab eh kein Geld , die Krise kann kommen ( aber jedes Wochenende saufen und in Disko gehen)

Ausserdem jedem dem ich hartgeld.com Seite sende ( kommen zu mir wie lächerlich das sein soll ( 3000$ Gold billig, Silber 150$ ), die sagen was für eine SEKTE bist du den bei getreten.

Interessant, die Gläubigsten: Banker, Beamte und Jugend. Sollen sie weiterglauben. Die Entscheidung über ihr Wohl werden ohnehin die Finanzmärkte treffen, nicht sie. Dann werden sie die "Sekte" der Cleveren bewundern.


Neu 2009-02-16:

[16:00] Leserzuschrift-AT - Master im Verdrängen:

Es gibt Parallelwelten, nicht nur in der Quantenphysik, auch in der Psychologie,

ich kenne einen Unternehmensberater (!) für Managementraining/Strategieplanung mit X angestellten MBA, MBS (und sonstigen Masters of Desaster), der die jetztige Situation als reine Stimmungsmache und kurzfristige Panik betrachtet. Ab Sommer geht alles wieder bergauf (Wachstumsraten, Beschäftigung, Immobilien, Aktien), das bestätigen ihm auch seine Bekannten von KPMG (sagt er, ich möchte KPMG nichts unterstellen). Jedoch ist mit ihm kein argumentatives Gespräch möglich, er reagiert sofort emotional und aggressiv. Hängt vielleicht seinen relativ neuen Immo-Krediten zusammen. Jetzt will er in die Politik, das passt irgendwie.

Jetzt brauchen wir noch einen schönen englischen Namen, etwa "Master Of Denial" - MOD, und dann kann man das studieren lassen - von den heutigen MBAs - als karrieregeile Zusatzqualifikation. Übrigens, KPMG und Konsorten stellen immer die "Vorzugsschüler" ein.
 

[15:30] Die kognitive Dissonanz der Sheeple:

Casaubon: Down the Rabbit Hole

Here is what people who kept asking questions about retirement savings were saying, in translation: "We’re terrified to take our money out of the markets, and we’re terrified to leave it in. We depend on the “fake saving” message of investment for basic things like food, housing, health care and education. We know we have no way of insuring food in the pantry when we are old, or that our children will get an education without it, and we’re not yet ready to admit that our hope of those things is already lost, and thus, cut our losses. We desperately need the market to go up, so we are in profound denial about what you are saying. We have no alternate plan, the government has no alternate plan. If what you say is true, we face utter disaster. Please tell me that there’s a way to make that not happen."

Investments sind nichts für "Sparer". Denn diese wollen die Realität nicht sehen, dass Investments auch runter gehen können - wie derzeit. Daher tun sie gar nicht und zittern nur. Sie wollen die Realität nicht sehen, dass es noch weiter runtergehen kann und sogar ihre Altersvorsorge ausgelöscht wird.

PS: "Sparen" geht derzeit auch nicht, da die Währungen selbst kippen.

Übernommen von Infos-DE:

[11:15] Leserzuschrift - Der Deckel hebt bald ab:

als "Normalobürgerin" mit durchschnittlichem Einkommen macht mir die derzeitige Situation wirklich Angst. Seit Mitte 2007 beobachte ich den Markt und habe immer wieder gehofft, dass doch noch alles gut wird. Viele Bücher habe gelesen, die ganz klar aussagen, dass es ganz krass kommen wird. Na ja, trotzdem redet man sich so manche Situation eben schön, um nicht ganz abzudrehen. Ihr letzter Artikel stellt jedoch mal wieder klar, dass die Zeit der halbwegs schönen Träume endgültig vorbei ist.
Was machen blos die vielen Familien, die zwar bisher ihren Konsum- oder Immobilienkredit bedienen konnten, jetzt aber einer nicht enden wollenden Arbeitslosigkeit entgegen gehen? Ich selbst wohne im Ruhrgebiet und die Dramen, die sich bald abspielen werden mag ich mir gar nicht vorzustellen. Die Spannung steigt ins Unerträgliche weil keiner genau sagt, wann denn nun der Supergau kommt, wann muss der Einzelne sein teilweise bitter abgezahltes Häuschen aufgeben weil die Bank im Grundbuch steht, wann beginnen die Panikkäufe beim Discounter nebenan und, und, und.

Der Countdown lief meines Wissens nach ja schon im letzten Jahr ab. Jetzt wieder eine Verlängerung und weitere Wochen oder Monate der Unsicherheit wobei uns unserer Politiker weiterhin Sand in die Augen streuen. Diese Situation ist nicht nur für mich unerträglich geworden. Die, die genügend Geld haben um Gold und Silber anzuhäufen, stehen schon etwas besser da, aber was bleibt dem Papi als Alleinverdiener in einem 4-Personenhaushalt mit Schulden auf dem geliebten Häuschen?
Niemand sagt, wie es weiter gehen soll. Ich bin mir ganz sicher, dass es einen Notfallplan gibt. Fraglich ist nur, wann Frau Merkel ihn endlich rausrückt und wie er genau aussieht. Für wie blöd hält sie uns eigentlich und wie lange glaubt sie, bleibt das Volk noch ruhig?

Und vor allen Dingen:
WANN FLIEGT UNS DER DECKEL UM DIE OHREN?

Von den Politikern darf man sich keine ehrliche Aussage erwarten. Man muss schon die eigenen Sensoren einschalten.

Was die Leute dann ohne Job aber mit Hypothek machen? vermutlich werden sie sich selbst überlassen, wenn der Staat pleite ist.

Auch hier lügt einer im staatlichen Auftrag: Rürup warnt vor "Horrorszenarien" bei Renten

[12:30] Leserzuschrift dazu - "finanzielle Neandertaler":

Bezug nehmend auf die Zuschrift der "Normalbürgerin" muss ich sagen, dass sich mein Mitleid mit den "Häuslebauern" doch in Grenzen hält. Ich bin auch Akademiker, in einem technischen Beruf tätig (noch..), und mir war die Beschäftigung mit Gelddingen traditionell unangenehm bis zuwider. Gleichwohl hatte ich immer ein dumpfes Unwohlsein bei dem Gedanken mich für eine Immobilie im Grünen 20 Jahre oder mehr zu verschulden und zu binden und es letzlich sein gelassen. Zum Glück. Wenn ich die hemmungslose Grossmannssucht hier in meiner Region sehe, die zu immer monströseren Häusern führt - natürlich zu 90% "finanziert" - und dies auch noch in jüngster Zeit begonnen, als die Spatzen schon die Probleme von den Dächern pfiffen, muss ich sagen: Selber schuld! Viele Kollegen sind zwar fachlich spitze, aber in Finanzdingen teilweise auf dem Niveau von Neandertalern, aber trotzdem beratungsresistent und nicht lernfähig! Man macht doch eine gründlche Analyse bevor man solche Verpflichtungen eingeht! Ich erwarte dieses Jahr - jedenfalls in dieser Region - eine Welle von Zwangsvollstreckungen á la USA. Ich jedenfalls beobachte die Märkte und informiere mich (lese hartgeld.com seit dem es die Seite gibt) seit ca. 2003. Gott sei Dank habe ich schon damals - wenn auch zögerlich - damit begonnen mir "Rettungsboote" anzuschaffen und das Geld eben nicht für Häuser, dicke Autos und jeden Schnickschnack verplempert. Ich habe nur die Befürchtung, dass man von den verblödeten hemmungslos Konsumierenden, nach dem Zusammenbruch als "Krisengewinnler" angefeindet wird.

Wieder ein Beweis, dass die Leute nur konsumieren und sonst nichts sehen wollen - eben Konsumenten-Masse
 

[12:30] Leserzuschrift-DE - kollektive Verdrängung:

auch mein Mann und ich sind schon seit einigen Jahren eifrige Mitleser auf ihrer und anderen Seiten. Anfangs haben wir sie noch oft belächelt, doch mittlerweile haben wir verstanden, dass das System kollabieren wird, weil ein System wie unseres mit ungedecktem Geld zum einen, und dem Zins und Zinseszins zum anderen, gar nicht anders kann als zu kollabieren. Das ist quasi ein Naturgesetz!
Das ist alles sehr beängstigend und obwohl wir uns mit EM abgesichert haben und auch schon Lebensmittel im Keller gebunkert haben, mache ich mir natürlich Sorgen um unsere kleine Tochter, die fast noch ein Baby ist. Wie wird das alles bloss enden???
Was mich aber in diesen Tagen wirklich verstört ist die Ignoranz und Verdrängung meiner Mitmenschen. Es ist für mich unfassbar, wo es doch jetzt sogar in den Mainstream-Medien publiziert wird zum Teil auch recht drastisch, wie z.B. der vor kurzem erschienene Spiegel Titel "Wann ist der Staat eigentlich Pleite" etc., das mein Umfeld sprich meine Freunde und Arbeitskollegen, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nichts davon wissen will.
Es scheint eine kollektive Ignoranz in der Bevölkerung zu diesem Thema zu geben, so nach dem Motto, wenn ich nichts weiß passiert mir auch nichts (Vogel-Strauss-Politik). Und das obwohl jetzt immer mehr dieser Ignoranten in Kurzarbeit geschickt werden.
Die Leute werden sogar richtig garstig, wenn man sie zu sehr mit dem Kopf da rauf stösst.
SIE WOLLEN ES NICHT WISSEN!
Da ich immer alles wissen will, weil ich Überraschungen überhaupt nicht liebe und lieber vorbereitet bin, ist es schwer für mich diese Ignoranz zu akzeptieren. Zumal ich es ja gut meinte und quasi meine Mitmenschen "retten wollte".

Ist immer so.

[18:00] Leserzuschrift-AT dazu:

ich kann mich oben genannter Leserzuschrift nur anschließen. Es ist frustrierend, daß es im Freundes- bzw.
Bekanntenkreis, nicht möglich ist, die Leute auf die kommende Krise aufmerksam zu machen. Wir haben auch
auf Ihr "hartgeld" forum verwiesen. Vergebliche Liebesmühe. Die kapieren das nicht, der eine
sagt, ach ich bin optimistisch, der andere, das ist ja schon vorbei.
Wir haben unsere Fonds mit Verlust verkauft, Reaktion "seid ihr wahnsinnig", das muß man doch liegen
lassen und warten. Ich bemühe mich jetzt, bei eventuellen Treffen mit Freunden, das Gespräch dahingehend
zu vermeiden, es bringt wirklich nichts, und dabei will man nur helfen.
Die lesen auch alle nur die "Krone", und da steht das natürlich nicht drinnen.

"Investments" sind nichts für diese Leute - sie sind keine Investoren, sondern Obrigkeitsgläubige. Da kann man tun, was man will.


Neu 2009-02-15:

[20:00] Leserzuschrift-DE - Link zu Youtube Finanzkrise in Dubai:

habe soeben diesen Video auf Youtube gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=_0BjY2a4o1c

Ein herrliches Beispiel an Realitätsverweigerung.
Der im Film vorkommende Leiter der Baufirma z.B. spricht davon dass Leute die 100 Millionen oder 1 Milliarde haben sich auch in der Finanzkrise nicht einschränken.
Tja dumm dass eben diese Leute inzwischen vielleicht keine 100 Millionen mehr haben, ausser die, die vorher 1 Milliarde hatten.
Auch seine Aussage im obersten Luxussegment findet man immer 200 Käufer für Wohnungen. Diese Käufer haben inzwischen ganz andere Probleme.
Auch die Maklerin spricht von 3-6 vielleicht 9 Monaten Durststrecke.
Man muss sich dieses Dubai doch nur einmal ansehen:
Wer will dort wohnen?
Was gibt es da, ausser einer trostlosen Landschaft?
Dubai ist jetzt schon eine Investitionsruine.
In ein paar Jahren lebt dort kein Mensch mehr.
Immobilienpreise = 0
Siehe Detroit, da gibt es wenigstens noch Arbeitsplätze.
Es ist ein Skandal dass es soetwas überhaupt geben darf.
Aber-Milliarden in so eine sinnlose Bauorgie zu stecken. Mit diesem Geld hätte man soviel sinnvolles machen können.
Wer finanziert sowas?
Alleine das ist für mich schon ein Anlass mein Geld in EM anzulegen, einfach nur um diesem System den Treibstoff für so einen Unsinn zu entziehen.

Die werden es schon noch lernen - wenn es zu spät ist.


Neu 2008-01-21:

[8:45] Leserzuschrift-AT - Realitätsverweigerung zum Euro-Ende:

Sogar auch schon im ORF- Teletext auf Seite 153 ("Spanischer Staat herabgestuft") wird am Ende der Seite der Zerfall des EURO-Währungsblocks für möglich gehalten (siehe Anhang). - Und ein Teil meines Bekanntenkreises hält weiterhin eisern und in absoluter Nibelungentreue das Sparbuch für das Sicherste.

Die Mainstream - Medien haben fast alle menschlichen Gehirne gründlich und erfolgreich vom Hausverstand befreit und somit anerkennungsweise tatsächlich absolut ganze Arbeit zur Volksverdummung geleistet.- Herzlichste Gratulation an die erfolgsverwöhnten Medien.

Aber inzwischen schalten die Medien um. Die Masse wird natürlich zu lange brauchen, dann ist ihr Erspartes weg.


Neu 2009-01-03:

Man will keine Veränderung wahrhaben:

Spiegel: Blindflug durch die Welt

Kurz bevor die Investmentbank Lehman Brothers pleiteging, ließ Josef Ackermann verlauten, dass das Gröbste überstanden sei. Als sich nach den ersten heftigen Eruptionen am Finanzmarkt eine Wirtschaftskrise gigantischen Ausmaßes abzeichnete, teilten die Wirtschaftsforschungsinstitute mit, dass es Ende 2009 wieder aufwärtsginge.

Nur ein richtiger Schock scheucht die Leute auf. Daher werden sie erst dann reagieren, wenn es zu spät ist.


Neu 2008-05-18:

Leserzuschrift-DE zu Medien-Heilslehren aus den 1930 Jahren:

Sonntag, 18. Mai 2008
Das Geldwunder von Wörgl
Wie eine kleine Stadt in Tirol die Weltwirtschaftskrise meisterte
Von Bernd Grashoff

soeben brachte Bayern 2 obige Sendung. Der idiotische Freigeldschwindel würde über den grünen Klee gelobt und als Zufunftsmodell angepriesen. Keinerlei kritische Betrachtung wurde zugelassen. Ansonsten wurde noch der Erzverbrecher John Maynard Keynes als Erlöser der Menschheit dargestellt……

Meines Erachtens ist das kein Zufall. Die breite Masse kapiert zwar nix, hat aber inzwischen ein flaues Bauchgefühl: Man merkt das etwas im Anmarsch ist, was über eine bloß konjunkturelle Krise hinausgeht. Auch die zunehmenden Meldungen über den sozialen Niedergang und die Spaltung der Schichten deuten daraufhin.

Da bekanntlich nichts so schwer zu ertragen ist wie die nüchterne Realität, flüchtet man wieder in sozialistische Heilslehren und –welten, wo immer alles ohne Anstrengung gut ist, weil man die bösen Besitzenden endlich ausgerottet hat und das richtige „System“ eingerichtet hat.

Ich glaube, es wird bald zu einer auch politischen Wiederholung der 20er und 30er Jahre kommen.

Wörgl war nichts anderes als ein Hyperinflations-Experiment, das aber rechtzeitig abgebrochen wurde. Daher wird es heute verklärt dargestellt, von Medienmachern, die eigentlich nichts über das Geldsystem wissen. Die Realität wollen sie nicht sehen.

Noch ein Wort zu diesen Medienmachern:
Ein Grossteil von ihnen versteht es ausgezeichnet, einen komplexen Sachverhalt einfach für die Masse darzustellen - aber in ihrer Richtung.
Die meisten sind "freie Journalisten" und nagen im Normalfall am Hungertuch. Wenn einmal Geld hereinkommt, wird dieses gleich ausgegeben. Ihr sehnlichster Wunsch ist eine fixe Angestelltenposition mit einem regelmässigen Einkommen. Daher berichten sie auch so links.


Neu 2007-06-03:

Auch "Oben" wird das Geld knapp:

Leserzuschrift aus Deutschland (Ost):

Hallo Herr Eichelburg, sind jetzt schon die „Besserverdienenden“ Platt?
Als ich kürzlich in der Autowerkstatt (Freie Werkstatt) war, fiel mir auf, das dort besonders „große“ PKW standen. VW Phaeton, Audi A8, BMW 7 er.... Zum Einbau von Autogasanlagen! Die Tankstutzen ganz unten unter der Stoßstange, damit es nicht so auffällt. Der Werkstattmeister sagte mir, das diese Autoklasse mittlerweile den Haupterwerb ausmacht und Wartezeiten bestehen.
Hauptsache der Schein ist gewahrt, auch wenn man das Benzin nicht mehr bezahlen kann.

Diese Autos sind vermutlich grösstenteils Leasing-Autos. Ob solche Umbauten die Leasing-Firma erlaubt?
Meiner Meinung nach sollte man sich Autos dieser Klasse nur dann leisten, wenn man mindestens 5 Stück gleichzeitig davon kaufen könnte (Cash natürlich). Dann spielen die Treibstoffkosten keine Rolle mehr.

Über unterschiedliche Grade der Realitätsverweigerung in einer Familie:

Leserzuschrift aus Österreich (anonymisiert):

In letzter Zeit habe ich versucht in meinem näheren Umfeld ein gewisses "Grundverständnis" für die Währungsproblematik/Bubbles uä. aufzubauen.

Das Ergebnis hat mich erstaunt:

Schwiegereltern (während des WWII geboren - eine Geldentwertung erlebt, Reichsmark - Schilling):
"Na ja, schlecht wär es nicht etwas Gold/Silber daheim zu haben, aber das macht man heute nicht mehr.
Wir haben zwar noch ein paar Silbermünzen, aber die sind eh nix Wert"

1.ter Schwager (40 Jahre alt, Ingenieur, keine Geldentwertung erlebt):
"Was Du sagst ist totaler Schwachsinn, in Aktien gehört investiert, wir haben keine Inflation blablabla ...., hat fast sein GANZES Geld in Aktien/Fonds und einen Bausparer für jedes Kind"

Frau des 1. Schwagers, kommt aus Osteuropa (36 Jahre alt, Dr.tech., keine Ahnung über Gelddinge) "So ein Blödsinn, in Immobilien und Aktien gehört investiert, vielleicht noch ein Bausparer......"

2.ter Schwager (41 Jahre alt, Arbeiter, keine Geldentwertung erlebt, Single):
"Also ich würde mir schon etwas Gold daheim einlagern, aber ich brauch ein neues Auto......, Rest des Geldes in Aktien, Heuer 30% seines Vermögens verloren"

Meine Mutter Nachkriegsgeneration, im Gedankengut meiner Grosseltern aufgewachsen):
"Ich hab kein Geld für so etwas obwohl es nicht schlecht wär, ich hab aber eh etwas Geld auf der Raika..."

Meine Grosseltern (geboren um 1920, 2x Geldentwertung erlebt):
"Was Du uns erzählst ist ein alter Hut, wir haben einiges an Hartwährung auf Lager.Wieviel kostet ein Maria TH Taler und ein Philharmoniker? O.K. hier hast Du Geld für 4 PH und 40 MTT.
1 PH und 10 MTT für uns, und 3 / 30 für Dich und Deine Familie !!!!!!!!, der erste der was gscheites mit unserem Geld machen will!!!!."

Folgende Grundtypen sind festzustellen:
- Akademiker, mittleres Alter: glauben total an die Obrigkeit oder haben keine Ahnung vom echten Investieren
- Arbeiter: das neue Auto ist wichtiger
- Leute um 60: auch stark obrigkeits-gläubig, aber aufgeschlossener gegenüber Gold/Silber
- Sehr alte (ca. 80): haben reale Hyperinflations-Erfahrung, legen in Gold/Silber an

Es fehlen leider die ganz Jungen. Und: hier wartet eine Menge "Dumb Money" auf eine Überraschung!

Hier etwas zu den Jungen: total angepasst, wo bleiben die Rebellen?

Spiegel: Das Leiden der jungen Mitte, Das Leiden der jungen Männer

Familie, Haus und Garten - das ist laut einer neuen Studie die Lebensplanung junger Frauen und Männer aus der deutschen Mitte. Der Weg ist akkurat vorgezeichnet, die spielerische Experimentierlust verschwunden. Die Aussicht, dass alles scheitern könnte, ist bereits 20-Jährigen ein Horror.

Das ist einfach unglaublich. Familie, Haus und Garten als wichtigste Ziele - alles Mühlsteine um den Hals, vor allem das Haus.
Da gehört der "sichere" Job auch dazu, auch wenn er nicht viel bringt.
Das war in den 1970er Jahren noch ganz anders. Wer stellt heute das System in Frage? diese jungen Leute sicher nicht!
Müssen die "Alten" wieder zu Rebellen werden?

Den Anti-G8-Demonstranten macht es nichts aus, bei McDonalds zu essen:

Spiegel: Wie hungrige Globalisierungskritiker ihre Ideale über Bord warfen

Der Hunger macht weich. Geduldig standen Demonstranten in Schlangen vor den internationalen Fastfood-Ketten an. McDonalds, Burger King und Pizza Hut machten mit dem Appetit der Globalisierungskritiker in Rostock ein Riesengeschäft - dabei stehen sie sonst im Zentrum des Protests.

Ich lache mich tot. Offenbar wissen sie nicht, wofür oder wogegen sie demonstrieren.


Neu 2007-02-02:

Aus einer Leserzuschrift aus Deutschland:

Das wissen Sie, aber die große Masse, die mir täglich begegnet, leugnet die Realität total. Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt: "Der Deutsche steckt seinen Kopf gleich einem Vogel Strauß in den Haufen eines feigen Optimismus". Genauso ist es.

Gestern habe ich auch bei XXXXX wieder Philharmoniker eingekauft.
Mit dem Verkäufer habe ich mich einige Zeit unterhalten. ..........

Ihre Veröffentlichungen hat er aber als zu radikal bezeichnet !!!!!!

Das Perverse ist, dass die im Goldanlagegeschäft sind und anscheinend trotzdem von den wirklich fundamentalen Ereignissen nix kapiert haben, obwohl sie die Symptome ja erkennen.

Wie gesagt, jeder scheut sich vor den Konsequenzen folgerichtigen Denkens, weil ihnen die Wirklichkeit als zu radikal erscheint !
"denn so denkt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf"
(Christian Morgenstern)

Meine Antwort:
Da kann ich nur massiv zustimmen. Daher gibt es auch meine Artikel "Die Deutschsprachige Goldszene" und "Goldszene II". Sie wissen nicht, was sie wirklich verkaufen, nämlich "Rettungsboote" gegen einen Absturz des Fiat-Money-Systems. Der 2. Artikel ist in der Airport-Lounge nach einem Besuch bei oben genanntem Verkäufer von XXXXX entstanden, bei dem ich ihm die Unterstützung beim Marketing angeboten habe - abgelehnt. Sie sehen, die totale Verweigerung der Realität geht auch tief in den Edelmetall-Handel hinein.
Jede Firma muss unbedingt wissen, was sie wirklich verkauft (realer Kundennutzen) - aber diese Branche will nicht.


Neu 2007-02-01:

Nicht einmal enbrechende Gewinne berühren die Aktienkurse:

LEAP2020: Looming recession in the US hides in stock market indicators!

Das ist "Goldilocks" zum Extrem getrieben.
Aber seihen Sie sich sicher, irgendwann kommt die Realität sicher wieder zurück.


Neu 2006-12-14:

Jim Sinclair zum Atombomben-Wettrennen im Nahen Osten:

The equity guys would not be bothered by a mushroom cloud until the shockwave hit. Then they would just think that this morning’s drugs were of really good quality.

Also, die Aktienhändler der Welt würde ein Atompilz überhaupt nicht stören - bis sie die Schockwelle trifft. Dann würden sie meinen, dass die Drogen, die sie am Morgen genommen haben, von sehr guter Qualität sind.

Das trifft ungefähr deren momentanen Geisteszustand.


Neu 2006-11-19:

Aus einer Leserzuschrift aus Deutschland:

Sehr geehrter Herr Eichelburg,
Oder kann es sein, daß ich (zu viel) Gras wachsen höre? Wenn ich mit meinen Leuten rede, werde ich als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet, selbst, wenn ich über heutige Schuldenproblematik und die Notwendigkeit für möglichst jeden, in physisches Au/ Ag zu investieren etc. spreche.
Ich würde gerne sehr viel mehr Leute, als mir bisher möglich war, überzeugen. Dabei bringe ich alles, was auf Goldseiten.de oder auch bei Ihnen, an Argumenten aufzufinden ist. Kann aber auch sein, daß die lieben Mitmenschen sagen "achja, der Harald schon wieder mit seinem Spleen...".
Die Masse - selbst sehr gebildete Menschen - sieht nicht die Gefahren, glaubt fest ans Funktionieren von Politik, Banken, Bürokratie, auch wenn man bei der nächsten Wahl wieder nicht weiß, was man wählen soll. Es ist aber sehr schwer, zuzusehen und viel zu wenige überzeugen zu können.

Meine Antwort:
Mit den "gebildeten" Leuten, die nichts sehen wollen, haben Sie recht. Diese Tatsache lese ich immer wieder in Mails.
Diese Typen werden schon noch auf die Nase fallen, vermutlich bald. In Europa platzen die Immobilien-Bubbles auch schon (Irland, Frankreich).

Oder anders gesagt, einige davon sind schon auf die Nase gefallen, wie jene Ökonomie-Professoren, die im Sommer 2005 in Kalifornien am Höhepunkt der Bubble ein Haus um eine Million Kredit-Dollars gekauft haben. Zur eigenen Rechtfertigung, dass sie "richtig" gehandelt haben, haben sie noch ein 70-Seiten Traktat verfasst, das die Fed umgehend publiziert hat.
Möglicherweise steht inzwischen schon das Schild "FORECLOSED" (zwangsversteigert) vor deren Haus. Denn einen Käufer finden sie jetzt kaum mehr.

Soviel zum Thema "Bookwise" gegenüber "Streetwise". Besser das Gras wachsen zu hören.


Neu 2006-11-11:

Von den Robert Prechter Leuten (aus einer E-mail an Interessenten)

After All, Some of These Guys are Nobel Prize Winners...

By Robert Folsom

Don't ask me why, but I've been thinking a lot lately about people who are supposed to be really smart -- you know, the ones who go to school long enough (and write indecipherably enough) to eventually get "Ph.D" attached to their names.

Of course, there's "really smart," and then there's the "smartest of the smart." Like, for example, the members of the faculty at Harvard: How do those academics invest for their retirement? Surely they have the disposable income and brainpower to outperform the market, never mind the Average Joe investor.

Well, it just ain't so for at least half of this esteemed faculty, according to the university itself. I came across an Los Angeles Times story from May 11, 2005, which reported that "an estimated 50%" of Harvard's faculty place "all of their retirement savings" in low-interest money market accounts, less by choice than from indifference, due simply to "failing to specify how they want their funds invested."

Perhaps you're thinking that the 50% in question must be faculty from the Music and Sociology programs, since none of the business school or economics professors would be that dull-witted. After all, some of those guys are Nobel Prize winners.

Think again, dear reader.

"In interviews and e-mails," said the LA Times article, "five of the 11 Nobel winners in economics during this decade and a handful of others since 1990 said they failed to regularly manage their retirement savings. One even says he missed the mark in how he invested his prize winnings."

Among these Nobel laureates is the 77-year old father of "modern portfolio theory," a school of thought that advocated notions such as buy & hold, the random walk, and the efficient market hypothesis; it denied that price movements are patterned and said successful market timing was impossible.

Obviously these particular gentlemen don't practice what they preach about what "rational" investors do in reliably "efficient" markets. The thing speaks for itself.

Ein bemerkenswerter Artikel. Diese Herren stellen tolle Ideen auf, wenden sie aber selbst nicht auf ihr eigenes Geld an. Nicht einmal ihre Nobelpreise wurden investiert. Das erklärt vieles über die Ökonomenzunft und deren Ergüsse und die Universitätsleute generell.

Bei den Managern mit ihren MBA und Dr. Graden dürfte es nicht anders sein:
Vor einigen Wochen ist mir der frühere CEO einer von einem Grosskonzern übernommen Firma über den Weg gelaufen. Er hat über das beste Ergebnis aller Zeiten und ähnlich gute Prognosen für die nächsten 2 Jahre geschwärmt. Dabei bricht ringsherum alles zusammen. Offenbar muss er soetwas tun, denn er steht mittlerweise selbst auf der "Abschussrampe". Potemkinsche Dörfer überall.


LEAP/Europe2020 haben in ihrem GlobalEurope Antizipation Bulletin (GEAB) Oktober 2006 ein Kapitel gewidmet:

Wirtschaftlicher « State of Denial » /Ausblenden der wirtschaftlichen Realität

Eines ist klar: Seit Mitte August gründen sich die Entscheidungen der Finanzmärkte in keiner Weise mehr auf die Daten der real existierenden Wirtschaft, und auch nicht mehr - und das ist ein neues Phänomen - auf die Erwartungen über die voraussichtlichen Entscheidungen der Zentralbanken.

LEAP/E2020 hat schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die öffentliche Meinung und insbs. die öffentlichen Meinung in Amerika den Finanzmärkten eine Vorreiterrolle für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zuschreibt. Im Rahmen der Unterstützungsstrategie für die Republikanische Partei für die Novemberwahlen ist es damit ganz entscheidend, dass das "Banner der Finanzmärkte" hoch im Himmel über der Wall Street weht, insbesondere dann, wenn alle Indikatoren über die reale gesamtwirtschaftliche Entwicklung nach unten zeigen31. Es ist wieder einmal so, wie so häufig in der Politik, aber auch in der Wirtschaft, wenn die Elite moralische Mängel aufweist32: "Je übler die Wirklichkeit, um so wichtiger ist es, den Eindruck zu erzeugen, dass alles in Ordnung wäre, um Zeit zu gewinnen und dadurch die eigenen Interessen wahren zu können". Das Ziel dieser Elite besteht nicht darin, die Krise zu verhindern, sondern lediglich, die Explosion so ablaufen zu lassen, dass ihre eigenen Interessen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden33.

Eine Sache ist jedem in diesem kleinen Zirkel der politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Elite jedoch sonnenklar: Da eine vehemente Krise eintreten wird, ist es besser, wenn sie eintritt, während ein kooperativer Kongress an der Macht ist (also einer, der unter republikanischer Kontrolle steht). Also wird zur Sicherstellung dieser Grundüberlegung eine Methodik eingesetzt, die ein Klassiker aus der Trickkiste der Falschinformation ist:
- Konsequentes Ausblenden der wirtschaftlichen Realität: Immer wieder betonen, dass alles Bestens ist und selbst schlechte Nachrichten als Grundlage für positive Prognosen nutzen.
- Neutralisierung jedes objektiven, schlechten Indikators durch einen subjektiven, positiven Indikator.
- Erfindung bei Bedarf von "neuen strukturellen Tendenzen", die nachweisen sollen, dass die Wunschentwicklungen nachhaltig sind, auch wenn die Tatsachen einen anderes Bild zeichnen.

Und alle Leute, inklusive Journalisten glauben diesen Unsinn.
Es sollte eigentlich bekannt sein, dass in den USA alle Statistiken, inklusive des Down Jones Index gefälscht sind.
In Europa sind auch viele Werte wie Arbeitslosenrate, Inflationsrate massiv manipuliert.

 
     
 
©2006-2010 by Hartgeld GmbH