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Systemkrise 7-8/2009

Informationen zur laufenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Enthält systemrelevante Informationen. Länderspezifische Informationen, die nur ein Land betreffen sind, auf den jeweiligen Landes-Infoseiten zu finden

Seite ab: 2009-07-01
Seite bis:
2009-08-31
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„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.

Neu 2009-08-31:

[19:00] Konsum geht nicht zurück - beginnender Crack-Up-Boom?

Ich habe Berichte (aus dem Volk, in Österreich) empfangen, wonach sich schon verbreitet diese Meinung durchsetzt: wir geben die Ersparnisse jetzt aus, bevor sie die Inflation auffrisst. Offenbar gibt es ein Gefühl dafür, dass die gigantischen Staatsausgaben zur Inflation führen.

Das könnte auch erklären, warum der Konsum trotz Arbeitsplatzangst nicht gesunken ist, es ist aber keine vollständige Erklärung. Wie es aussieht, spürt das Volk solche Entwicklungen besser als die Reichen, die noch auf ihren Papierwerten sitzen.

Wenn sich das verstärkt, dann explodiert die Geld-Umlaufgeschwindigkeit, die Flucht aus Papier und Geld beginnt richtig, die Preise ziehen dann mächtig an. Dann ist die Hyperinflation da. Man sollte sich einmal vorstellen, welche riesigen Papiervermögen in Realwerte umgesetzt werden müssen.
 

[10:00] Die falsche Medizin und die falsche Therapie: Das Schlimmste kommt noch

[9:45] Die Insider steigen auch in Europa aus: Topmanager fliehen aus Technologieaktien


Neu 2009-08-30:

[9:00] Der Bankrun-Artikel:

Welt: Der Glaube an die sichere Bank ist zerstört

Die Bank galt als sicherer Ort für Spargeld. Die Sorglosigkeit der Sparer ging so weit, dass Geld in ausländische Banken, in Fonds oder gar Zertifikate investiert wurde. Nach der Lehman-Pleite haben die Sparer gelernt, dass es keine Rendite ohne Risiko gibt. Und sie haben Konsequenzen gezogen.

Die Anleger haben aus der Lehman-Pleite gelernt, dass es keine Rendite ohne Risiko gibt und sie haben die Konsequenzen gezogen. Bei einigen geht es so weit, dass sie ihr ganzes Geld abgehoben haben und es zu Hause bunkern – so wie einst die Mütterlein mit ihrem Sparstrumpf. Und wenn sich Geschichte wiederholt, dann werden in 20, 30 Jahren die Jüngeren wieder über die schrulligen Alten witzeln, die ihrer Bank nicht vertrauen.

Ein Wunder, dass ein solcher Artikel überhaupt erscheinen darf. Denn hier steht die Wahrheit drinnen - es gibt in Zeiten wie diesen keine sichere Bank.

[20:30] Leserzuschrift-DE - Der "Hauser Bank Jodler" von 1931 "I KRAGL DI O":

Als beim Bankenkrach 1931 auch ein Haufen Leute aus Haus im Ennstal ihr ganzes Geld verloren, wurde dort ein Jodler gesungen, der lautet:

" Drieeihoh I KRAGL DI O " !!! GEMEINT WAREN DIE BANKDIREKTOREN !!

Damals kollabierte die Kreditanstalt. "I KRAGL DI O" = Ich bringe dich um (österreichischer Alpendialekt). Sorry, die Erklärung muss sein für alle Leser ausserhalb von Österreich und kleinen Teilen von Bayern.


Neu 2009-08-29:

[20:30] Luftverkehr im Juli 2009: IATA

[10:15] Leserkommentar - Crash:

momentan passt alles zusammen. Analysten gehen davon aus, dass Gold kurz vor dem Ausbruch über die 1000 $ Marke ist, in letzter Zeit kamen immer mehr Meldungen, dass ein Aktiencrash kurz bevor stünde und heute hat der Dow Jones nach der Elliot Wave Theorie seinen Höhepunkt der aktuellen Welle erreicht. D.h. der Aktiencrash beginnt JETZT. Erste Analysten schreiben auch schon, dass man jetzt sofort komplett Short gehen sollte.

Ja, das Crash-Territorium ist da, die letzten Schafe werden hineingelockt, damit die Profis aussteigen können.

Shorten ist aber trotzdem gefährlich, da die Aktienmärkte massiv gestützt werden und wir uns im Übergang in die Hyperinflation befinden.
 

[9:30] Eine Verlustschätzung:

Spiegel: Finanzkrise kostet Weltwirtschaft über zehn Billionen Dollar

Das globale Banken- und Börsenbeben hat die Weltwirtschaft tief erschüttert. Experten der Commerzbank haben jetzt die Kosten der Krise taxiert: Je Erdenbewohner beliefen sich die Belastungen demnach auf etwas mehr als 1500 Dollar.

Das sind natürlich Papierverluste, es waren nie reale Vermögenswerte, nur künstlich aufgeblasen mit viel Kredit.

Der grösste Teil dieser Verluste wurde versteckt oder von den Zentralbanken monetisiert. Daher wird die Krise auch nicht zu Ende gehen - das kann sie erst, wenn die Verluste realisiert worden sind - und die letzten Bubbles auch weg sind (Staatsanleihen, etc.)

Aber die Banker tun weiter wie bisher: Die Wall Street hat aus der Krise (fast) nichts gelernt
 

[9:30] Program Trading:

Spiegel: Alpha-Physiker an der Börse

Rechner übernehmen die Arbeit der Aktienhändler. Im Millisekundentakt feuern sie Kaufaufträge an die Börsen. Kann das die Märkte destabilisieren?

In 1987 hat das zu einem ordentlichen Crash geführt.


Neu 2009-08-27:

[19:15] Crash-Warnung der RBS in den Trendraketen:

Aktueller Warnhinweis der Royal Bank of Scotland
(Handelsblatt vom 25.08, S. 25): Aktiencrash zu erwarten!
Man sollte bedenken, dass die Royal Bank of Scotland ein wichtiges Sprachrohr des Establishments
darstellt, um eingeweihte Personen des Zirkels in aller Welt vor Ungemach zu warnen. Der
Zweck: So können die anderen (weltweit verstreuten) „Typen“ der Bankenaristokratie noch schnell
aus den künstlich aufgeblähten Aktienmärkten mit hohen Gewinnen aussteigen und ggf. sogar
„short“ gehen.

Und jetzt kommt der „Hammer“: In der Handelsblattausgabe vom 25. August 2009 (also diesen
Dienstag) gab die Royal Bank of Scotland erneut eine Crashwarnung heraus! Wie damals erscheint
die Warnung nicht auf den ersten Seiten (oder gar auf der Titelseite; dort bringt man für die
breite Masse lieber Überschriften wie „Rezession ist zu Ende!“/ „Neuer Aufschwung“ etc.), sondern
auf den hinteren Seiten, dieses Mal auf der Seite 24.

Ich zitiere: „Die Investoren seien mit Blick auf die Konjunktur viel zu optimistisch, und die Rezession
sei noch lange nicht ausgestanden, heißt es bei der Royal Bank of Scotland. Auslöser für wieder
steigende Risikoprämien (Spreads) können laut Smith (der Analyst der RBS heißt Richard Smith,
die Red.) schon in diesem oder im kommenden Monat schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt oder
den US-Einkaufsmanagern sein, die dem noch vorherrschenden Konjunkturoptimismus zuwider
liefen.“ Noch weiter vorne im Text heißt es: „Die Strategen der Royal Bank of Scotland (RBS)
fürchten sogar einen deutlichen Ausverkauf an den Kreditmärkten“. Anmerkung hierzu: Im
Handelsblatt ist das Wort „Ausverkauf“ in Anführungszeichen gesetzt. Den Ausdruck Deutlicher
Ausverkauf „übersetze“ ich aber in jedem Fall mit dem Wort „Crash“!

Mein Rat: Nehmen Sie diese Warnung genauso ernst wie damals im Sommer 2008, verkaufen
Sie Aktienbestände, halten Sie extrem viel Cash vor und steigen Sie ggf. in DAX-Puts ein!

Zeit ist es für den grossen Crash schon lange - nicht nur bei den Aktien.
 

[19:00] Die Klick-Affen stürzen sich auf Corporate Bonds:

Süddeutsche: Anleihen gefragt wie nie zuvor

Unternehmen verkaufen Papiere für eine Billion Dollar - ein neuer Rekord. Aber: Die hohe Nachfrage lässt die Renditen schrumpfen.

Man kann sicher sein, dass ein Grossteil dieser Papiere von Banken (mit billigem ZB-Geld) oder von Hedge-Fonds auf Kredit gekauft werden - also Yield-Carry-Trades sind. Die Fundamentaldaten rechtfertigen das alles nicht: wenn der Exit aus diesen Trades kommt, geht es panikartig.

Leserkommentar-DE: ANN NIE MEHR ZURÜCKGEZAHLT WERDEN

Stimmt.
 

[17:45] Trucks.....

Die nachstehenden Bilder (Eigenaufnahme) zeigen einen Gebraucht-LKW-Händler an der Bundesstrasse 7 etwas nördlich von Wien. Der Parkplatz ist vollgestopft mit Trucks, grossteils der Marke MAN.

First Class mögen sie noch sein, die Firmen die sie gefahren haben sind wahrscheinlich teilweise schon pleite, die Fahrer entlassen. Vermutlich gehören diese Trucks verschiedenen Banken (Bankeinzug - steht leider nicht auf den Schildern), die der Händler auf Kommission übernommen hat. Soll er sich dieses Risiko antun, die Bank kann ohne die Händler diese Fahrzeuge ohnehin nicht abstossen.

Vielleicht gibt es, wenn man genügend Fahrzeuge abnimmt, die rechts als Blickfang sichtbare MIG-21 noch gratis dazu - gesponsert von der Bank.

Alle Händler dieser Art sehen derzeit so aus - vollgestopft. Die Verluste fressen meist die Banken, die diese Trucks finanziert haben. Die MAN-Fabrik kann ruhig noch einige Zeit geschlossen halten, es gibt wie man sieht, genügend Gebrauchtware - viele Trucks sind so neu, dass sie noch glänzen.


Neu 2009-08-26:

[15:15] Die wichtigste Erkenntnis aus dem Jahr 1931 ist, dass jede beginnende Erholung gleich wieder von Bankenkrisen getötet wurde:

ORF: Börsen reagieren auf positive Signale

Und genau wie damals wird immer wieder das "Krisenende" gepredigt. Erst wenn die Schulden weg sind, kann es dieses geben.
 

[6:00] Heuschreckentod:

Welt: Die Firmenjäger geraten selber in höchste Not

Die Private-Equity-Branche leckt ihre Wunden: Vorbei die Zeiten, in denen die Firmenjäger Milliarden für Übernahmen ausgaben und kein Unternehmen vor ihnen sicher schien. Stattdessen droht nun eine Pleitewelle bei ihren Beteiligungen. Vom schnellen Euro müssen sie sich vorerst verabschieden.

Eine ihrer Beteiligungen nach der anderen stirbt. Die Anleger wollen ihr Geld zurück (Cerberus $4 Mrd.). Das waren alles Kreditbubble-Geschöpfe.

Ziiiiiiirp!


Neu 2009-08-25:

[15:45] Was kommt nach der Staats-Bubble?

FTD: Glauben wir mal an den Aufschwung

Vor ein paar Jahren hauten die angelsächsischen Konsumenten auf den Putz, jetzt tun dies die Staaten rund um die Welt. Doch was kommt eigentlich danach?

Doch gehen wir davon aus, dass die Staatdefizite von 6240 Mrd. $, die der IWF in den entwickelten Volkswirtschaften für 2009 und 2010 prognostiziert hat und die in Ermangelung laufender privater Ersparnisse zu einem guten Teil mit frischem Zentralbankgeld finanziert werden, auch dort für den Umschwung sorgen.

Oder haben die Anleger bloß vergessen, dass das System genau aus diesem Grund jetzt schon pleite ist? Und dass das derzeit nur dadurch kaschiert wird, dass auch die Staaten auf die Pleite zusteuern?

Nach der Staatsbubble kommt die Flucht aus allem Papier und allem Geld. Der hyperinflationäre Kollaps.

Sier auch hier - Antal Fekete: DRESS REHEARSAL FOR THE LAST CONTANGO


Neu 2009-08-24:

[17:00] "Aufschwung": Aufschwungslügen


Neu 2009-08-22:

[7:30] Warnung von Corporate Bond Crash:

Telegraph: Morgan Stanley issues alert on corporate bonds after explosive rally

Corporate bonds have seen the most explosive rally in nearly a hundred years since the markets touched bottom last winter, but, according to a report by Morgan Stanley, they look increasing vulnerable as they pull far ahead of equities.

Morgan Stanley said none of the previous bond recoveries going back to 1925 had been as dramatic as this.

Falls jemand das viele Zentralbank-Geld sucht: hier ist es hineingegangen: in Yield Carry Trades mit diesen Bonds. Genauso schnell kann es wieder herauskommen - dann kracht es.

Nicht vergessen: die Realwirtschaft ist marode - diese Bonds rechtfertigen daher nicht solche Bewertungen.

Etwa die unausgelasteten Überkapazitäten sind immer noch da: There's no quick fix to the global economy's excess capacity


Neu 2009-08-21:

[18:30] Auch die Insider in Europa verkaufen: Konzernkenner machen Kasse

[10:15] Video "The crisis of credit": The Credit Crisis — Visualized

[10:00] Die Heuschrecken betteln: Krise macht Finanzinvestoren zu Bittstellern

[9:45] Neues aus der Derivate-Hölle:

FTD: Derivaterisiko für Banken steigt

Massenvernichtungswaffen - so nennt US-Investor Warren Buffett Kreditausfallderivate. Eine neue Studie scheint ihn zu bestätigen: Die Konzentration auf dem Markt sei deutlich gestiegen, warnt die Ratingagentur Fitch.

Sobald die Zinsen steigen müssen, gehen diese CDS-Derivate alle hoch. Ein Wunder, dass man die grosse Explosion bis jetzt abwenden konnte.
 

[9:15] Aus dem GEAB - Zerfall des Finanzsystems Ende 2009:

MMnews: Geldsystem: Zerfall Ende 2009

Die Situation des globalen Finanzsystems kann mit einem einfachen Bildnis veranschaulicht werden: Seit Jahrzehnten arbeiteten Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitute dieser Welt auf einer Finanzbasis, die nun einbricht. Ab Ende 2009 wird Zerfall der öffentlichen Ordnung weltweit für alle sichtbar einsetzen.

Die Eliten wollen das möglichst aufhalten, wir werden sehen, wie lange es ihnen noch gelingt.


Neu 2009-08-20:

[15:15] Die Klick-Affen am Junk-Pfad:

FTD: Rekordausfälle bei Unternehmensanleihen

Sie sind Anlegers Liebling: Unternehmensanleihen - am liebsten mit Ramsch-Ratings. Doch Standard & Poor’s warnt: Die Zahl der Pleiten, und damit der Ausfälle für die Gläubiger, nimmt drastisch zu. Die Investoren sind jedoch unverdrossen - und hoffen auf einen Engelskreis.

Wetten auf den "Engelskreis"
Investoren setzen zudem auf einen positiven Kreislauf: Haben finanzschwache Unternehmen die Möglichkeit, sich über Ramschanleihen zu refinanzieren, könnte die Ausfallrate in der Zukunft sinken.

Die Realsituation der Emmittenten dieser Anleihen hat sich nicht gebessert. Es ist nur spekulatives Kapital (Hedge Fonds, Banken), etc. hineingegangen. Einer macht es vor, die Herde folgt. Sie werden bald eine böse Überraschung erleben.
 

[11:30] Was noch folgt:

Christian Wolf: Wirtschaftskrise - und was jetzt ? (Teil III)

Die Ursache ist die zunehmende Inflationsgeschwindigkeit begleitet mit der Insolvenzwelle bankrotter Unternehmen. Die Inflation als Massen-Vorgang:

"Die verwirrende Wirkung, die sie auf die Bevölkerung ganzer Länder ausübt, ist keineswegs auf den Moment der Inflation selbst beschränkt. Man kann sagen, dass es in unseren modernen Zivilisationen außer Kriegen und Revolutionen nichts gibt, das sich in seiner Tragweite mit Inflationen vergleichen lässt. Die Erschütterungen, die sie bewirken, sind so tiefer Natur, dass man es vorzieht, sie zu verheimlichen und zu vergessen." Quelle: Elias Canetti, Masse und Macht

Die andauernden Preissteigerungen belasten v.a. die Bevölkerungsschicht, die unerwartet und ohne finanziellen Rückhalt in die Armut abrutscht.

Richtig schlimm wird es also erst, wenn die Inflation massiv ansteigt. Dann kommt die grosse Verarmung.


Neu 2009-08-19:

[20:30] Bankenkrise 2.0: Die nächste Bankenkrise rollt an

[19:45] Niedrigzins-Flüchtlinge gehen in Firmenanleihen:

FTD: Firmenbonds brechen Billionenrekord

Die Bank gibt keinen Kredit? Kein Problem! Das sagen sich viele Unternehmen - und emittieren fleißig Anleihen. Dabei kommen ihnen auch renditehungrige Privatanleger zu Hilfe.

Junkbonds gehen übrigens kaum weg. Alle diese Renditehungrigen werden ihre blauen Wunder erleben, wenn die Staatsanleihen crashen, dann gehen diese Bonds mit - runter.

Leserkommentar-DE: - DAS GIBT NOCH VOR WEIHNACHTEN EIN SCHLACHTFEST DER SONDERKLASSE - SO MITTE NOVEMBER !!!!!!!
 

[13:45] Container-Schiffsraten sind auf einen Minimum: Harpex

[13:30] Gerald Celente und die grösste Depression aller Zeiten:

BörseGo: Die größte Depression aller Zeiten

Kollegen, die sich durch besondere Treffsicherheit auszeichnen, werden auch hier zu Lande gerne „kleingeschrieben“, wenn sie allzu pessimistische Meinungen vertreten. Gerald Celente ist da keine Ausnahme. So bezeichnete etwa das Handelsblatt den Trendforscher kürzlich in einem kurzen Artikel abfällig als „Untergangspropheten“.

In der Tat, die Prognosen des Trends Research Instituts sind nichts für schwache Nerven. Derzeit sieht Gerald Celente die Welt auf dem Weg in die größte Depression aller Zeiten. Kein Wunder, dass die Massenmedien hier zu Lande kein Wort darüber verlieren. Doch dummerweise hat der Mann, um den es hier geht, in der Vergangenheit wie kaum ein anderer wichtige Ereignisse sehr präzise vorher gesagt:

Einige Beispiele: Gerald Celente warnte rechtzeitig vor dem Aktiencrash 1987. Er prognostizierte den Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 ebenso korrekt, wie die Asienkrise im Jahr 1997. Ein Jahr später sah Celente den Kollaps der russischen Wirtschaft voraus, der in der Russland-Krise gipfelte.

Noch Fragen?

[16:45] Leserkommentar-CH: Ich hätte noch eine Frage: was fressen die Schafe eigentlich noch nebst Gras und politischen Lügen ?

Dr.Goebbels Ergüsse fressen sie. Beispiel (Credit Suisse Research Monthly):

Angesichts Wachstumsbeschleunigung Aktien kaufen

[20:00] Warren Buffett wird auch schon mulmig: Buffett: Wir werden von Schulden zermalmt
 

[7:00] Depression - der 5. Reiter der Airline-Apokalypse:

Presse: Konkurrenzkampf: Den Airlines geht das Geld aus

Die Krise ändert das Reiseverhalten nachhaltig, der Wettbewerb wird schärfer. Viele mittelgroße Fluglinien werden auf der Strecke bleiben, die AUA hat noch einmal Glück gehabt.

Hier sieht man, dass Fliegen grossteils Luxus ist. Man kann es einsparen. Sogar die Lufthansa will auf die Business Class verzichten.

Airlines geben sogar das "Heiligste", die Slots auf: Airlines beantragen weniger Slots

Also muss es eine echte Krise geben.

[16:15] Eine weitere Pleite-Airline: airBaltic droht die Insolvenz

Für Airline-Prestige hat der lettische Staat offenbar immer noch Geld, auch wenn er sonst überall kürzen muss.


Neu 2009-08-18:

[14:30] Die nächste Bankenkrise kommt:

MM: Furcht vor der fatalen zweiten Welle

Weil mehr und mehr Unternehmen die Kraft ausgeht, bis zum erwarteten Aufschwung durchzuhalten, warnen Experten vor einer Pleitewelle in Deutschlands Wirtschaft - und darauf folgend der nächsten Stufe der Bankenkrise. Geplatzte Kredite für insolvente Unternehmen könnten die hiesigen Geldhäuser erneut in die Bredouille bringen.

Nur diesesmal gehen die Staaten mit, da die 1. Krise nur mit neuen Krediten und Staatsgarantien übertüncht wurde. Dann geht es richtig zur Sache.


Neu 2009-08-17:

[15:30] Asiatische Börsen fallen wieder: Angst erfasst Asiens Börsen

[14:30] Nichts Dauerhaftes:

BernerZeitung: Die aktuelle Erholung ist nicht dauerhaft

Er ist Chef einer der grössten Fondsgesellschaften der Welt: Mohamed El-Erian. Er glaubt, dass die Krise nicht einfach vorbei geht. Vielmehr hat sie die Welt, wie wir sie kennen, verändert.

Was war das Undenkbare?
Im Herbst 2008 standen wir zweimal kurz vor einem totalen Stillstand des Finanzsystems. Ich habe meine Frau zweimal angerufen und sie vorsorglich zum Geldautomaten geschickt: einmal im September nach der Pleite von Lehman Brothers und einmal im Oktober, als weltweit ein Land nach dem anderen massive Verwerfungen und Abflüsse von seinen Kapitalmärkten meldete. Hätte der US-Kongress nicht das Rettungspaket bewilligt, wäre das System binnen Stunden zusammengebrochen. Was uns am Ende der derzeitigen holprigen Wegstrecke erwartet, bezeichnen wir bei Pimco als die «neue Normalität».

Auch er wird sich noch wundern, wenn das "Undenkbare" wieder kommt und durchschlägt, diesesmal auch auf die Staatsanleihen.

Noch ein Warner: Bundesbank warnt vor zweiter Runde in der Finanzkrise

Auch er ist zum Geldautomaten gelaufen (hat seine Frau geschickt, konnte wohl vom Arbeitsplatz nicht weg).


Neu 2009-08-14:

[7:30] Leserzuschrift-AT - Neue Bankenkrise im Anmarsch:

Es ist natürlich eine neue Bankenkrise im Anmarsch, nämlich die der "soliden" unverbrieften Buchkredite und derer, die sie vergeben haben, an die Leute und Betriebe der Umgebung. Bei den Betrieben der Umgebung dieser Sparkassen, Volksbanken etc. bricht jetzt alles zusammen, daher können sie nicht zurückzahlen und daher wird es diese Sparkassen, Volksbanken etc. voll erwischen.
Alles wie in USA ab 2003. Auch die toxic CDOs sind nur aus solchen faulen Buchkrediten zusammengesetzt und wurden von genau solchen sparkassenähnlichen Banken ursprünglich ausgereicht, in USA zum 2.Mal nach der Savings&Loan Crisis, welche nie gelöst wurde, sondern durch CDO-Produktion vertagt-bis 2008.

In AT z.B. gehen solche Banken wieder voll in die CDO- Erstproduktion, um den Mist vom Buch zu kriegen, wohl zu spät. Der Untergang dieser Bankenkategorie (der Ursprungstäter der Finanzkrise) wird dann auch beweisen, dass die Investmentbanken (wohl unter Überprüfungsunterlassungsschuld) die Postboten waren und nicht die Täter, weil sie den faulen Kredit nicht an der Wurzel erzeugt haben, was mit viel zu teurem Personal auch gar nicht gegangen wäre.

Mit dem Papiergeldvorrat hat das aber nichts zu tun, erst nach Zerplatzen des Einlagensicherungsfonds könnte eine Pleitebank mit Einlagen keine Banknoten in Höhe der abhebungsgewillten Einlagen mehr kriegen. In DE (und den meisten Ländern) sind Gelder und Schulden der Bank (inkl. Anleihen) gesetzlich etwas Anders als die handelsrechtlich eigentlich gleichrangigen Einlagen. Dafür sind aber Einlagen, nach Totalkonkurs der Bank und des Sicherungsfonds KEIN Sondervermögen (wie Depotgüter: Drittaktien, Drittanleihen, Fonds, ETFs.....), sondern weg. Die Depotgüter sind dann weg, wenn DEREN Emittent Pleite macht, bei der Pleite des Lagerhalters sind sie herauszugebendes Sondervermögen, das nicht in die Konkursmasse fällt.

"Solide Buchkredite"? das waren duch auch zum Teil Subprime-Kredit, auch wenn sie an Firmen gegeben wurde. Etwa an die Protz-Hoteliers in Tirol.


Neu 2009-08-13:

[20:15] Der Double Dip kommt noch:

MMnews: Double Dip

Als Double Dip bezeichnen Ökonomen ein immer wieder zu beobachtendes Konjunkturphänomen: Eine rezessive Wirtschaft zeigt plötzlich wieder Wachstumsraten. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer erwartet, dass die Konjunkturwende geschafft sei, doch nur kurze Zeit später fällt die Wirtschaft wieder in die Rezession zurück.

Der 1. Dip war schon da, danach eine "Zwischenerholung" durch staatliches mit Geld Herumwerfen (jetzt), dann kommt der 2. Dip.

Gerald Celente: Gerald Celente on Financial Sense Newshour
 

[15:30] RBS-"Über-Bär" sieht baldigen Aktiencrash:

Telegraph: RBS uber-bear issues fresh alert on global stock markets

Three-month slide could hit record lows, Royal Bank of Scotland chief credit strategist Bob Janjuah predicts

Britain's Uber-bear is growling again. After predicting a torrid "relief rally" over the early summer, Bob Janjuah at Royal Bank of Scotland is advising clients to take profits in global equity and commodity markets and prepare for another storm as winter nears.

Der nächste Crash ist eigentlich schon überfällig. Warten wir ab.

PS: interessanterweise empfiehlt er deutsche Staatsanleihen.
 

[7:30] Leserzuschrift-DE - Systemzusammenbruch, warten warten bis...???

Ich denke das eigentliche Problem das wir uns auch nicht ansatzweise vorstellen können und/oder wollen wie so eine große Depression abläuft. Wir kennen vereinzelt Historische Berichte über die Zeit um 1929.

Aber sich da so richtig reinzuversetzen mag sich von keiner. Wir leben in einen noch da gewesenen Wohlstand mit all seinen Errungenschaften und technischen Fortschritt. Die Vorstellung alles könnte auf einmal vorbei sein ist Vermutlich genauso Absurd, wie als das man morgens beim Bäcker ein grünes Marsmännchen neben sich an der Theke stehen hat.

Auch wenn ich seid Oktober 2008 mich mit dem Thema beschäftige, mittlerweile schon etwas „abgeklärter“ bin und so manches mit einer Portion Zynismus kommentiere, schwingt bei manchen Meldungen immer etwas Sorge und Angst bei mir mit.

Dass der Crash kommen wird dürfte ja hinlänglich Bekannt sein. Gestern sah ich bei secret-tv einen Beitrag mit dem Titel „Inflation – Deflation“ mit Herrn Eichelburg und dem Wirtschaftsjournalist Hermann Kutzer. Dort war man der Meinung dass es noch ein bis zwei Jahre bis zum vollständigen Crash sein könnte.

Nun gut dachte ich mir, wenn es noch vielleicht ein Jahr dauert, dann soll es so sein. Wieder einmal Aufschub gewonnen. Zeit die ich für meine Vorbereitungen gerne und sinnvoll in Anspruch nehme.

Jede Krise läuft etwas anders ab als vorige Krisen, das Ergebnis ist meist das Selbe. Alles ist vorbereitet auf eine neue Grosse Depression.

[15:00] Leserzuschrift-DE - zum Thema: Systemzusammenbruch:

Das Timing ist m.E. doch relativ einfach. Wir sind eindeutig in den exponentiellen Teil der globalen Verschuldungskurve eingetreten. Es gibt nirgendwo irgendwelche Bestrebungen das ganze aufzuhalten oder rückabzuwickeln. Jedes Loch das sich auftut wird mit weiterem Schuldengeld gesstopft. Also maximal noch 3-4 Jahre dann können die Zinsen nicht mehr bedient werden. Helfen kann dann auch niemand mehr, da es global abläuft. Wahrscheinlich kracht es aber schon vorher, da schon ein kleines Ereignis den Karren endgültig aus der Spur werfen kann. Keine Angst Leute, diese Krise hält sich ganz genau an den „Fahrplan“.

Die Zinsen der Staatsanleihen können schon heute nicht mehr bedient werden und daher druckt man sie. Das dauert nicht mehr 3..4 Jahre.

Neu 2009-08-12:

[16:00] Leserkuschrift-DE - Systemzusammenbruch, warten warten bis...???

warten bis die haare grau werden?
Ich bezweifle nicht,dass das sytem krank ist und stark manipuliert, aber den zusammenbruch und das gold bei 5000-10000$ in 2009-2011 das bezweifel ich doch sehr. Das kann wirklich noch 10jahre dauer wie auch mark faber meinte...Ich weiss,es kann auch früher kommen,aber bis man was von den invest etwas hat, kann ich schon graue haare bekommen.

Wieder eine Ungeduldige. Wenn es kommt, werden wir alle überrascht sein, wie schnell es geht.


Neu 2009-08-10:

[16:30] Leserzuschrift-DE - Crashrisiko und Goldpreis:

vielleicht habe ich sie in einigen Kommentaren falsch verstanden,oder meinen sie jetzt wirklich ,das der Crash doch erst einige Jahre Später kommt?

Und was sagen sie dazu,wann der Goldpreis so richtig über 1000 Dollar steigen wird?
Ich habe so das Gefühl das das ganze Horrorszenario doch noch frühestens Ende 2010 oder so eintreffen wird.
Was sagen sie jetzt dazu ,im Hinblick zu den neuesten Finanz und Wirtschaftsinfos ?

Glauben sie wirklich das der Crash noch in diesem Jahr 2009 stattfinden wird?

Alles ist extrem angespannt. Wenn es wirklich kracht, dann werden wir alle überrascht sein. Der Goldpreis wird es anzeigen, so wie am 17. September 2008, aber er wird nicht mehr runtergehen:


 

[15:00] Krisenbranche Airlines:

Handelsblatt: Bei den Fluglinien fallen die Tabus

Bislang wurden die Probleme selbst in schwierigen Phasen nicht angegangen. Allerdings schlägt die aktuelle Krise mit einer Wucht zu, die bislang einmalig ist. So hat Lufthansa im gerade beendeten Quartal in der Passage einen Erlösrückgang um 20 Prozent zu verkraften. Bei Air France-KLM sind es 18,7 Prozent, bei BA immerhin noch 12,5 Prozent. Noch dramatischer sieht es im Frachtgeschäft aus.

In Zeiten wegbrechender Premium-Kunden – vor allem hier verdienen die großen Linienfluggesellschaften ihr Geld – schauen deren Manager neidvoll auf die Kostenbasis der Billig-Konkurrenz. Die jüngsten Quartalsberichte zeigen, dass die Personalkosten bei Ryanair zehn Prozent des Umsatzes ausmachen. Lufthansa dagegen kommt auf fast 28 Prozent, Air France-KLM sogar auf gut 36 Prozent

Im ORF-Teletext hat gerade ein Luftfahrtexperte gesagt, dass bald einige "namhafte" Airlines untergehen werden. Man muss sich den Unterschied bei den Personalkosten ansehen. AirFrance 36%, Ryanair 10% vom Umsatz. Die restlichen Kosten sind grösstenteils gleich.

Also heisst es Abspecken bei der Verwaltung und den Pilotengehältern. Aber wenn die Piloten jetzt streiken, werden sich sich von ihren Jobs und ATPLs "frei" streiken.

Hier die Kostenunterschiede: Warum Billigflieger billiger sind
 

[10:30] Warum der grosse Kollaps noch nicht eingetreten ist:

Dottore: Game Over Update

Der zu erwartende Meltdown des Finanzsystem wurde durch dreierlei verhindert.

a) Lug & Trug, z.B. die berühmte Nachtsitzung der HRE, wo von geringen Milliardenbeträgen die Rede war, tatsächlich waren es mehr als 100. Hätten das die damaligen Teilnehmer gerade der privaten Banken (die Geld einschossen) gewusst, hätten sie sich zurückgezogen.

b) ZB-Interventionen (Zinssätze zugunsten der Finanzwirtschaft - jene für die Realwirtschaft sind dem nicht oder kaum gefolgt, Akzeptanz nicht am Markt verkäuflicher und bewertbarer Titel, usw.).

c) Änderung der Bilanzrichtlinien durch EU und Bundesrepublik, wonach Unbewertbares bzw. stark Gesunkenes höher bewertet werden durfte - ohne dass es dafür Marktgründe gegeben hätte. Ein klarer Verstoss gegen Treu & Glauben, auch wenn so etwas inzwischen im Müll gelandet ist.

Das "System" wurde überdies in keiner Weise "reformiert", was auf eine Bereinigung der bekannten weltweiten Überschuldungslage (Staat wie privat) durch Ausbuchungen bzw. Bankrotten hinausgelaufen wäre und einen Neustart binnen kurzer Zeit ermöglicht hätte, sondern es wurde in quasi staatsmonopolistischer Weise gestretcht.

Wie lange ein solches Stretching möglich ist (Mißtrauen des Publikums ist nicht zu unterschätzen), kann nicht angegeben noch nicht einmal geschätzt werden.

Dottore schreibt also vom "Stretching" = Hinauszögern des Kollapses. In der Realität versucht die Politik eine neue Reflation. Aber es ist bereits zu viel kaputt.
 

[10:15] Verzweiflungsrallye?

Presse: Börsen steht neue Talfahrt bevor

Der jüngste Aufschwung auf den Aktienmärkten ist trügerisch. Für Anleger ist Vorsicht geboten. Experten erwarten einen "stürmischen Herbst" mit zweistelligen prozentualen Kursverlusten.

Die Banken stecken das Geld, das sie billig von den Zentralbanken bekommen in die Aktienmärkte - ohne Rücksicht auf die Fundanmentaldaten.

Aber irgendwann kommt er, der grosse Crash - in allem "Papier".

[17:30] Dazupassende Leserzuschrift-DE - Zuschrift Aktienhausse:

Die derzeitige positive Stimmung der Aktienmärkte rührt nicht durch fundamentale Bewertungen (Gewinne der Unternehmen etc.) her, sondern ist aus Erwartungen der Börsianer geboren, die bisher immer nach einem halben Jahr in Rezessionen einen Anstieg in der Realwirtschaft vorweg genommen haben.

...ich denke, diesesmal werden sie erkennen, dass (zumindest bisher) kein wirklicher Anstieg in der Wirtschaft vorhanden ist - und dann kommt die Korrektur!

Banken leihen sich Geld für 1% bei der EZB oder für noch weniger bei anderen Banken und gehen in den Aktienmarkt - reines Herdenverhalten und eine Rendite von über 1% p.a. schaffen trotzdem noch eine Menge Unternehmen (Versorger, Ölbranche, Konsum) - also gar nicht dumm...

...auf den ersten Blick!

Wenn die Wende kommt, macht man Verluste und dann ist 1% plötzlich "teuer". Also macht es irgendwann "klick" und die Börsianer-Herde benimmt sich wie die Affenhorde (daher auch: Klick-Affen) ;-)

Der Markt wird einige leichte Rücksetzer vertragen - aber wenn wichtige technische Chartmarken nicht halten, zerreist es die Risikosysteme (alles Computer) und in Minuten wird das gesamte Portfolio auf den Markt geworfen - bei allen Banken, Versicherern etc.

Ein "klassischer" mieser Aktienmonat ist der September - ob mit Terroranschlägen oder ohne - September ist der Monat, wo "traditionell" Verkäufe getätigt werden, nur weil es immer schon der schwächste Monat im Jahr war. ...ich denke, im September sehen wir den nächsten gravierenden Aktiencrash!

Einmal müssen die Kurse richtig runter. Durchaus möglich, dass es der September sein wird.

Neu 2009-08-09:

[11:00] Die CDOs/SIVs kommen unter anderem Namen wieder: Doppelte Verbriefungen: Ein kapitaler Einfall

[10:00] Dollar-/System-Krise im 4. Quartal 2009?

Aus dem Privateer#635 von Bill Buckler:

The (Northern) Autumn Crisis:
The stated plan of the Obama administration is to borrow $US 2 TRILLION this year and $US 1.4 TRILLION in fiscal 2010. This is sure to cause an immense international financial crisis in the very near future.

On current trajectories, it is likely to start in the last calendar quarter of 2009. This is only an estimate, of course, but the US fiscal/financial situation on the federal as well as the state level is so fragile that something could break at any time. Worse, there is not a single sign in Washington that any of this has been understood, except for the new/old promises made to the Chinese.

A global fuse is burning towards the US Treasury. It will ignite the bond fires of a US debt paper sell-off when a Treasury auction is not fully covered. From there, the fuse goes to the Fed and the US Dollar.

Wir werden sehen, aber allzulange kann es nicht mehr dauern.


Neu 2009-08-07:

[21:00] Der Baltic Dry Index schmiert wieder ab:

Telegraph: Baltic Dry Index has worst week since October meltdown as Chinese demand slows

The Baltic Dry Index, which tracks shipping costs and is viewed as leading indicator for commodity prices, has had its worst week since the peak of the financial crisis last October, as Chinese demand slowed.

The index fell from 3,350 to 2,772 this week – a fall of 17.2pc - as imports of iron ore and coal slowed down. The index is now 35pc lower than its 2009 high, hit on June 3.

Das ist ein guter Krisen-Indikator, da er die reale Transportaktivität abbildet. Und die sinkt wieder.
 

[16:00] Die Krise aus argentinischer Sicht:

YouTube: Salbuchi - Global Financial Collapse - Part 1
YouTube: Salbuchi - Global Financial Collapse - Part 2

Die Argentinier haben jede Art von Finanzkrise schon erlebt.
 

[15:30] Die Staats-Bubble:

MM: Die staatliche Blase

Der Staat hat's gegeben, der Staat wird's nehmen. Vermutlich. Denn eben der Staat hat der Wirtschaft mit einer enormen Geldschwemme geholfen - und droht genau damit die nächste Blase zum Bersten zu bringen.

Mit dem kommenden Crash der Staatsanleihen werden dann auch Aktien und Währungen crashen.
 

[10:00] Leserfrage-DE - warum ist das System noch nicht tot?

Allerdings müsste das System ja schon lange tot sein. Warum hält es sich so hartnäckig?

Wieviele verschiedene wirkliche Machtblöcke gibt es?
Warum sind die Machtblöcke zur Zeit noch ausgeglichen?
Von wo droht die Gefahr am ehesten?

Ich habe vor kurzen mit jemandem gesprochen der sagte mir es gibt zur Zeit 200 mal mehr Geld in der Welt als alle Waren Und Dienstleistugnen zusammen. Und er sagt solange das Volk es mit macht kann man das Spiel auf 400 mal oder 800 mal weiter machen.

Wann ist schluss und wer versetzt den Todesstoß?

Gibt es einen zweiten 11 September? Die Wall Street brennt und zwei Iraner liegen daneben und sind dann schuld?

Warum das System immer noch lebt, obwohl es in den letzten 2 Jahren schon mehrmals fast begraben war?

Einfach und kurz gesagt: das US/UK-Imperium hängt daran, ebenfalls alle Jobs der Politiker und Banker im Westen. Mit dem Systemuntergang sind diese in kurzer Zeit weg. Wie schon mehrfach dargelegt, sind die angestellten Banker die wirklichen Regenten im System: Jamie Dimon, Lloyd Blankfein, etc.

Entscheidend für die Flucht aus dem Papier werden nicht die unteren 80% sein, sondern das oberste Prozent (Millionäre), wahrscheinlich das oberste 0.1%. Wenn diese weltweit massenhaft aus dem Papier in Realgüter und Gold flüchten, ist es aus. Also hält man sie mit allen (psychologischen) Tricks im Papier. Daher dürfen auch die Aktien und Staatsanleihen nicht crashen.

Gibt es ein neues 9/11? vermutlich nicht, denn das könnte eine solche Flucht ins Gold auslösen. Daher wird es wahrscheinlich nicht gemacht werden. Nicht vergessen, 2001 war Gold bei etwa $280 und fast gänzlich unbekannt. Das hat sich inzwischen geändert.

Gold bzw. der Ausbruch des Goldpreises ist der wahre Feind des Systems und der Jobs da drinnen.


Neu 2009-08-05:

[18:30] Die "Aufhellung" geht wieder vorbei:

BernerZeitung: Weltwirtschaft: Nach der Aufhellung droht der Sturm

Die Wirtschaftslage bessert sich, heisst es vielerorts. Doch laut Ökonomen könnte der viel gepriesene Aufschwung nicht viel mehr als ein Strohfeuer sein.

In der Realwirtschaft hat sich nichts gebessert. Es war nur Aufschwung-Propaganda. Jetzt geht der Sturm also wieder los.

Man kann es drehen, wie man will: wir sind erst am Anfang der Greater Depression".


Neu 2009-08-04:

[20:30] Ratings der Firmen sinken: Talsohle erreicht? Coface stuft weitere Länder ab

[14:15] Hedge-Fonds spekulieren inzwischen auf Hyperinflation:

Politonline: Kreditverknappung - Hedgefonds spekulieren auf Hyperinflation

Einige Fonds spekulieren sogar auf Hyperinflation. In einem privaten Gespräch sagte ein spekulativer Händler der französischen Bank Société Générale: »Wir reden hier täglich über Hyperinflation.« Er stimmte unserer Vorhersage zu, daß auf eine Zeit der Deflation eine weltweite Hyperinflation wie 1923 in Deutschland folgen werde. »Für uns ist nicht mehr die Frage ob, sondern wann. Nach meiner Einschätzung kann der jetzige Schlamassel noch ein oder zwei Jahre weitergehen, und dann, peng, wird die Hyperinflation explodieren.« Die Finanzbranche setzt offenbar schon darauf. Der Händler fuhr fort: »Seit vier Monaten arbeiten wir mit vielen Hedgefonds an einer Strategie, wie man aus der kommenden Hyperinflation riesige Gewinne machen kann. Darauf spekuliere ich. Ich bin gegen Spekulation mit Öl und Nahrungsmitteln, weil das den Menschen wirklich schadet, aber auf Hyperinflation spekulieren? Super!«

Das heisst etwa: Dollar und Euro gegen Gold und Rohstoffe shorten. Da kommen jetzt riesige Summen ins Spiel, die die Zentralbanken einmal überfordern werden.

[16:45] Leserzuschrift-DE dazu:

Diesen Satz des Bankster muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Ich bin gegen Spekulation mit Öl und Nahrungsmitteln, weil das den Menschen wirklich schadet, aber auf Hyperinflation spekulieren? Super!«

Hallo Ihr Bankster, geht’s noch dekadenter. Geisteskrank und total degeneriert nenne ich das. Man sollte diesen Typen alle wichtigen Körperteile amputieren und Ihnen ein langes Leben wünschen.

Sorry, falsches Ziel: Amputation bitte bei Zentralbankern und Politikern. Die Hedge-Fond-Manager machen nur ihren Job und nützen die Politik aus.


Neu 2009-08-03:

[16:45] Heuschrecken-Kredit-Loch:

FTD: Heuschrecken droht 400-Milliarden-Loch

Die Boomzeiten für Firmenkäufer sind vorbei. Weil Banken mit Krediten geizen, müssen sie sich nach anderen Geldquellen umsehen. Doch die Zeit drängt: Laut einer Analyse haben die größten Private-Equity-Gesellschaften Schulden in Höhe von 400 Mrd. $, die bald fällig werden.

Ziiiiirp.

[21:15] Leserzuschrift-DE - Heuschrecken und Arbeitsplatz:

wenn die Schulden bei diesen Heuschrecken jetzt drücken kann das doch nur noch mehr Arbeitsplatzabbau bedeuten?! Due Diligence bei der Arbeitsplatzauswahl ob da eine Heuschrecke dahinter steht?! Bald wird man aber froh sein überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu haben.

Ja, diese von einer Heuschrecke befallenen Firmen sind sehr schwach, da hoch verschuldet. Due Diligence über seinen bestehenden oder einen künftigen Arbeitsplatz zu machen, ist sehr gut. "Nur wenn ich hier investieren würde", sollte man auch dort arbeiten.
 

[12:45] Staatlicher Junk:

Focus: Beängstigende Trends

Staaten rund um den Erdball legen Anleihen auf – mit Renditen zwischen 1,3 und 14,2 Prozent. Wo Anleger das richtige Verhältnis von Rendite und Risiko finden.

In Wirklichkeit verdient kein einziger Staat ein Rating von A oder höher. Schon gar nicht der AAA-Club aus USA und Kumpanen.

Daher Finger weg von diesesm Papierzeug. Wenn Gold nicht mehr unten gehalten werden kann, wird dieser Junk-Status offensichtlich. Und diese Staatsanleihen werden zu "Certificates of Guaranteed Confiscation".


Neu 2009-08-02:

[18:00] Neue Warnungen kommen:

FTD: Strategen sehen Rückschlagsgefahr, Goldman Sachs warnt vor Optimismus

Die Zahlen der US-Bank waren zuletzt unerwartet stark. Doch Deutschlandchef Dibelius übt sich in Vorsicht: So habe es auch im Sommer 2008 ausgesehen - kurz bevor die große Krise ausbrach.

Wenn also sogar schon der Primus warnt. Seine Worte sollten ernst genommen werden.


Neu 2009-07-31:

[7:30] Weltweit zu viele Bürohäuser:

Economist: Towers of debt

Concerns are switching from the residential to the commercial sector

A year ago everyone was worried about losses on residential-property loans. If the latest data are any guide, both American and British house prices may be finding a bottom. Concerns are now switching to the commercial sector. History suggests downturns in that market last for years, rather than months. Almost 20 years have passed since the Japanese property market peaked. Prices still fell by 4.7% last year.

Hier kommen die nächsten massenhaft ausfallenden Hypotheken.

Ein deutscher Immobilienmakler hat mir vor einer Woche erzählt, seit die Banken nicht mehr 115% (also inklusive aller Kosten) finanzieren, sondern "nur" mehr 90%, bringt er kaum mehr etwas los.


Neu 2009-07-30:

[7:45] Neue MBS/ABS/CDO - Downgrades kommen:

Handelsblatt: Banken fürchten weitere Abstufungen

Toxische Wertpapiere bleiben eine schwere Hypothek für das Eigenkapital europäischer Banken. Die Ratingagentur Moody's prüft derzeit noch strukturierte Wertpapiere im Volumen von 1,7 Billionen Dollar auf eine Herabstufung hin. Das geht aus einer aktuellen Übersicht ("Quick Check") der Ratingagentur vom 27. Juli hervor

Auf schlechtere Bonitätsnoten müssen Banken, die solche Wertpapiere besitzen, mit einer höheren Eigenkapitalunterlegung reagieren

Noch mehr Junk und noch mehr Bankenverluste.

[12:00] Auch wenn man es zu verstecken versucht: Unterschätzte Verluste


Neu 2009-07-29:

[20:45] Weitere Auto-Verluste: Autoindustrie weltweit auf Talfahrt

[16:15] Die CDS-Spreads der Banken:

http://www.deutscher-derivate-verband.de/DE/Showpage.aspx?pageID=122

Credit Spreads

Unternehmen Credit Spread
ABN-AMRO          70,99
Bank of America        154,59
BARCLAYS Bank          93,52
Bayerische Landesbank          84,80
BHF-BANK1)           ---
BNP Paribas          48,61
Calyon           ---
Citigroup        313,00
Commerzbank          94,78
Credit Suisse          68,87
Deutsche Bank          96,64
DZ BANK AG           ---
Erste Group Bank        212,24
Goldman Sachs        112,36
HSBC Trinkaus2)          59,36
HSH Nordbank           ---
HypoVereinsbank          89,66
ING-Bank          64,94
J.P. Morgan Chase Bank          67,51
Landesbank Berlin           ---
LBBW        102,70
Morgan Stanley        155,44
NATIXIS        223,38
Nomura Bank International        124,98
Norddeutsche Landesbank           ---
Rabobank          61,36
Raiffeisen Centrobank           ---
Royal Bank of Scotland        131,48
Sal. Oppenheim3)           ---
SEB           ---
Société Générale          76,80
UBS Investment Bank        109,30
Vontobel4)           ---
WestLB        110,82
WGZ BANK5)           ---

Alles was über 100 ist, sollte eigentlich schon tot sein, so etwa BoA, Citi, Erste, RBS - und auch Goldman.
 

[16:00] Was da noch an "Krisenerscheinungen" kommt:

Doug Casey: Street Fighting Man read!

I've long believed that this depression would not only be much different but much worse than the unpleasantness of the '30s and '40s. In those days, only a few people were involved in the financial markets; now almost anyone with any assets at all is a player. In those days, there were no credit cards, consumer debts, or student loans; now those things are ubiquitous. It's true that nobody will lose any money because of bank failures this time around; instead, everybody is going to suffer a loss from a collapse of the U.S. dollar, which is much worse.

So, accepting the premise of a depression, let's examine some of its likely consequences

In the near future, though, there will be a struggle between the best features of what little is left of America and the worst elements of humanity, whom we have in some abundance.

Aufruhr, eventuell sogar Krieg in dieser "Greater Depression".

Neu 2009-07-28:

[9:00] Wenn die Bubble der Staatsanleihen platzt:

Telepolis: Die Mutter aller Blasen

Weltweit kämpfen die Regierungen auf Pump gegen die Krise an – die Folgen könnten verheerend sein
Ein neues Konjunkturpaket hier, ein Rekordhaushaltsdefizit dort – wenn in allen Ländern der Welt die Privatwirtschaft in der Rezession steckt und das Bankensystem mit unvorstellbaren Summen vor sich selbst gerettet werden muss, spielt Haushaltsdisziplin keine Rolle mehr. Der IWF schätzt, dass die Regierungen der zwölf größten OECD-Staaten über 10 Billionen US$ an neuen Schulden aufnehmen müssen, um die Folgen der Finanzkrise zu bewältigen. Doch diese Schätzungen sind konservativ und eher ein Best Case-Szenario.

Dann hilft nur mehr das:


Neu 2009-07-27:

[19:15] Der Krieg der Börsen-Computer:

Bernerzeitung: Börse: Der Krieg der Computer um Tempo und Milliarden

Durch superschnelle Handelsstrategien ergründen Hochfrequenztrader die Absichten anderer Börsenteilnehmer – und profitieren auf deren Kosten. In den USA sind die umstrittenen Geschäfte bereits ein Politikum.

Eigentlich gehört das auf die Dekadenz-Seite. Aber in diesen Programmen ist ein massives Systemrisiko. Wenn ein bestimmtes Ereignis passiert, dann flippen diese Programme alle gemeinsam aus und verkaufen. Dann ist der Crash da - wie 1987.
 

[17:45] Credit-Crrrrunch:

Welt: Kreditvergabe geht in Rekordtempo zurück

Die Kreditklemme verschärft sich: Im Vergleich zum Vormonat wurden 35 Milliarden Euro weniger Kredite an Unternehmen vergeben. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik im Jahr 2003. Experten machen die Wirtschaftskrise und strengere Konditionen bei der Kreditvergabe dafür verantwortlich.

Falls jemand glaubt, dass die Banken bereits hochverschuldeten Firmen, deren Umsatz um 50% eingebrochen ist weiter Kredite geben, der muss Politiker sein. Vergabe von Krediten zur Arbeitsplatz-Subventionierung macht nur die Politik.

[20:15] Ab Herbst wird es wirklich schlimm: Kreditklemme droht von Herbst an


Neu 2009-07-23:

[20:45] Die letzten Schafe werden in die Aktien gelockt:

Welt: Börsianer erklären die Rezession für beendet

Im Eiltempo ist der Dax auf ein neues Jahreshoch gestürmt. Der Index übersprang seinen im Juni aufgestellten Rekordstand und kletterte um 2,5 Prozent auf 5247 Punkte. Damit lag er so hoch wie seit November 2008 nicht mehr. Die vergangenen Handelstage waren die längste Gewinnserie seit vier Jahren.

Das haben wir letztes Jahr etwa in China auch gesehen, bis dann der Spike zusammengekracht ist. Die Fundamentaldaten sind grottenschlecht. Das ist daher nur eine Bärenmarkt-Ralley oder ein Dead Cat Bounce. Bald geht es wieder abwärts.

Wie hat ein Rothschild einmal zu jemandem wegen Börsenverlusten gesagt: "das Geld ist nicht weg, sondern es hat nur ein anderer". Die Insider, die ausgestiegen sind und die Profis haben das Geld jetzt. Das Verhalten ändert sich nie.
 

[18:45] Weltweite Kreditvergabe sinkt:

MMnews: BIS Alarm: 6 Billionen weniger Kredit

Die internationale Kreditklemme spitzt sich weiter dramatisch zu. Laut BIS wurden letztes Jahr 6 Billionen Dollar weniger Kredite vergeben. - Das Schlimmste, was dem Geldsystem passieren kann, ist ein Rückgang bei der Kreditvergabe. Dem System droht damit die Implosion.

Das System wäre schon längst implodiert, wenn das nicht die Staaten und Zentralbanken ausgleichen würden. Dafür bekommen wir die Hyperinflation.
 

[18:45] Werbung bricht ein:

Meedia: Werbemarkt verliert weltweit 7 Prozent

Das Marktforschungsunternehmen Nielsen Research hat detaillierte Zahlen zur globalen Situation des Anzeigengeschäfts ermittelt. Demnach sind die Werbeausgaben weltweit im ersten Quartal 2009 um ganze 7,2 Prozent zurückgegangen. Europa ist stärker betroffen als andere Kontinente. Negativer Spitzenreiter ist hier Spanien – mit einem Minus von 28,2 Prozent. Den Grund für die Anzeigen-Rezession sehen die Forscher – wenig überraschend – in der Welt-Finanzkrise.

Eigentlich sollte man in der Krise mehr werben, aber die Firmen sind zyklisch.

Die Stellenanzeigen brechen noch mehr ein: Arbeitsplatzinserate stürzen um 41 Prozent ab


Neu 2009-07-22:

[19:00] Was alles herumsteht: Krise zum Angucken

[17:00] Der "Bier-Indikator":

NTV: Pubs machen dicht

Die Pubs in Großbritannien schließen wegen der Wirtschaftskrise im Rekordtempo.
Mittlerweile gehen pro Woche in 52 der traditionellen Kneipen die Lichter aus; damit
hat sich das Pub-Sterben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel erhöht.

ORF: Österreicher trinken weniger Bier

Der wechselhafte Sommer und die Wirtschaftskrise machen nun auch den Brauereien zu schaffen. Bisher wurden
3,4 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Das entspricht einem Minus von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Krise macht sich schon bemerkbar. Wenn die Depression richtig schwer geworden ist, dürfte der Bierabsatz um die Hälfte gefallen sein.


Neu 2009-07-21:

[12:00] Gerhard Spannbauer zu Bank-Runs: Bankruns – ein »Monopol« der Banken.

[11:45] Leserzuschrift-CH - Maschinenindustrie Holzbearbeitung:

Wirtschaftsnachrichten:
die "offiziellen Meldungen" lauten auf schönsten Sonnenschein in Wahrheit braut sich dahinter ein Orkansturm zusammen.

Die Meldungen aus der europäischen Maschinenindustrie für Holzbearbeitung sind ein Horror !!!
Die grössten Hersteller wie Homag in Deutschland und SCM in Italien arbeiten seit Januar noch 20 bis 40%. Grössere Entlassungswellen wurden bereits vorgenommen. Die Aufträge sind weggebrochen, Besserung ist überhaupt nicht in Sicht. Im Herbst kommt der Orkan, wenn die laufenden Aufträge ausgeführt sind und keine mehr nachkommen.

Wir haben weder eine V noch eine U Rezession sondern ein Doppel L = Depression

Die Angaben kommen aus Insiderkreisen (Maschinenhandel)

Da ist eine typische Investitionsgüter-Industrie, die leidet besonders in der Depression.


Neu 2009-07-19:

[17:45] Im Oktober 2008 hiess es schon fast "Game over":

BinLadensPenpal: Das Game Over (GO) war näher als alle dachten !

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte die Bush Administration nach der Lehman Brother Pleite ernsthaft den nationalen Bankenkollaps und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutiert.
In eilends organisierten "conference calls" wurde der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung aller Bereiche (Wirtschaft, Sicherheit.....) sowie die vordringliche Frage erörtert, auf welche Art und Weise die US-Bevölkerung überhaupt flächendeckend mit Nahrungsmitteln versorgt werden kann.
Vorrangiges Ziel aber sei es gewesen (ähnlich wie in Deutschland), die Bevölkerung NICHT zu informieren und die Lage schönzureden. In diesen Prozeß wurden auch die Massenmedien mit einbezogen.

Man hat also schon diskutiert, was gemacht werden muss, wenn die Banken zusammenbrechen. Hat sich dann aber für das Lügen entschieden.


Neu 2009-07-17:

[17:30] Wenn die Lieferketten reissen:

Handelsblatt: Die Krise zwingt zu ungewöhnlichen Allianzen

Je weiter am Anfang der Lieferkette eine Firma steht, umso stärker wirkt sich der Nachfrageeinbruch aus. Kollabiert ein einzelnes Unternehmen, können die ganze Zulieferer in Existenznot geraten. Die Wirtschaftskrise zwingt deshalb zu ungewöhnlichen Allianzen

Die Einkäufer der Konzerne sind offenbar dabei, ihre eigenen Firmen umzubringen - indem sie aus den Zulieferern den letzten Cent herauspressen. Wenn dieser wichtig ist und untergeht, kann oft nicht mehr produziert werden.
 

[9:30] Downgrading-Festival:

FTD: Ratingnoten stürzen in den Keller

So steil nach unten wie in den vergangenen Monaten ging es in der Geschichte der Ratingagenturen noch nie: Die Zuspitzung der weltweiten Wirtschaftskrise hat zu einer rasanten Verschlechterung der Ratingnoten geführt.

Für die betroffenen Firmen wird es nun viel schwieriger, neue Anleihen auszugeben. Viele Bankrotte folgen.


Neu 2009-07-16:

[20:15] Die Geissel Protektionismus kehrt zurück:

WIWO: Der Protektionismus kehrt zurück

Niedrige Zölle, freier Kapitalverkehr, mobile Arbeitskräfte – das vergangene Vierteljahrhundert hat der Weltwirtschaft eine historisch einzigartige Phase der Liberalisierung beschert.

Noch ist es nicht besonders schlimm, aber der nächste grosse Schlag werden unkonvertierbare Währungen und Devisenkontrollen sein.

Die Globalisierung ist eindeutig auf dem Rückzug.


Neu 2009-07-15:

[11:45] Die Monster-Insolvenzwelle kommt erst im 2. Halbjahr:

Handelsblatt: Studie: Die große Pleitewelle kommt erst noch
Schnittpunkt2012: Der Mittelstand stirbt!

Es gab schon viele Insolvenzen in diesem Jahr – und es traf auch traditionsreiche Unternehmen. Laut einer Studie war das aber erst der Anfang. Im zweiten Halbjahr dürfte die Zahl der Firmenpleiten deutlich steigen. Dabei kommt Deutschland im internationalen Vergleich noch recht gut weg

Ende des Jahres 2009 dürfte die Lage nicht mehr so rosig gesehen werden wie jetzt noch. Richtig los geht es erst mit dem Staatsbankrott.
 

[9:45] Marc Faber zu den USA und der Welt im Allgemeinen:

Focus: Börsen-Guru erwartet Hyperinflation

Vermögensverwalter Marc Faber erklärt im Interview, warum in den USA eine Hyperinflation droht, Staatseinfluss schädlich und Gold ein sicherer Hafen ist.

Auf der ganzen Welt können Sie jeden Taxi-Chauffeur fragen, wie ist Ihr Geschäft? Jeder wird Ihnen sagen: Zwischen 20 und 40 Prozent gefallen...

Zumindest er kann sich die First Class noch leisten und bekommt sie jetzt sogar immer.

[15:30] Hier noch etwas Interessantes aus dem Interview:

Faber: Eines Tages wird es eine Krise geben – dann ist das gesamte System bankrott. Dann wird man sich überlegen, ob etwas eingeführt werden muss, das nicht einfach auf Gelddrucken beruht. Dann ist es möglich, dass wir wieder zu einem Goldstandard zurückgehen. Das wird aber noch einige Jahre dauern. Bevor die ganz große Krise stattfindet, wird es wahrscheinlich noch einen Krieg geben, um die Aufmerksamkeit des Publikums abzulenken. Ich hoffe das nicht, aber man sollte vorbereitet sein. Der Staat ist ein Apparat, der nicht mehr die Interessen des einzelnen Bürgers im Sinn hat. Der Staat schützt sich selbst – ein Staat innerhalb des Staates

Noch ein Krieg, gegen wen? Faber weiss natürlich auch, dass Kriege gerne zur Ablenkung von wirtschaftlichen Problemen gemacht werden.


Neu 2009-07-13:

[18:30] Gute Beschreibung der Krise:

http://www.mack-weise.de/download/studien/2009/Wirtschaftskrise-Waehrungskrise-Sozialismus_02.07.09.pdf


Neu 2009-07-11:

[17:30] Die Konzerne kämpfen um das Überleben:

Welt: Mehrheit der Konzerne kämpft ums Überleben read!

Stärker und schneller als erwartet hat die Wirtschaftskrise viele große Firmen getroffen. Die Lage in den Konzernen ist zwar etwas weniger dramatisch als noch zu Beginn des Jahres. Aber die Unternehmen müssen sich weiter darum bemühen, ihre Liquidität zu sichern und Kosten zu senken, um durch die Krise zu kommen. Das sind die Ergebnisse der Studie „Opportunities in Adversity“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die der "Welt am Sonntag“ exklusiv vorliegt.

Die Gesellschaft hatte dafür das oberste Management von 570 großen Unternehmen – mit einem Umsatz von mindestens 100 Millionen Dollar – weltweit befragen lassen, darunter 25 Firmen aus Deutschland. Die große Mehrheit der befragten Unternehmen hat der Wirtschaftseinbruch kalt erwischt: 77 Prozent waren von der Geschwindigkeit des Einbruchs überrascht, ein beinahe ebenso großer Anteil von seinem gewaltigen Ausmaß. In 65 Prozent der Großunternehmen geht es immer noch vor allem um eins: das reine Überleben.

Das darf Dr.Goebbels nicht wissen, sonst vergisst er möglicherweise seine Aufschwung-Propaganda.

Diese Studie zeigt auch, dass die Konzernführungen trotz aller Berater und Strategieabteilungen völlig blind in die Krise gefahren sind - wie der kleine Max. Ein Grossteil der Konzerne wird untergehen, wegen zurückgehender Globalisierung und wegen hoher Fixkosten für die Bürokratie.

PS: man muss sich fragen: jetzt kämpfen 65% der Konzerne schon ums Überleben, dabei hat die Krise erst angefangen.
 

[17:00] Die staatliche Reaktion nach dem nächsten Krisenanfall:

Von David Galland im Room von Casey Research:

Opportunity Knocks
At the same time that the level of risk is rising, there is a big, fat opportunity brewing as well. If you are attentive and willing to take actions that run contrary to the herd.

The source of this opportunity comes from the government’s highly predictable reaction to the next wave of bad news. That reaction becomes obvious (at least to us) by asking the rhetorical question, “Confronted with steadily worsening unemployment, collapsing real estate prices, bankrupt state governments, skyrocketing bank failures, what do you think they are going to do?“

Cutting back on the spending? Letting the free market run an unfettered course? Not likely.

Instead, the president will ask the public for more patience, as his administration mans the spending pumps even more aggressively. The straws confirming that view are already in the wind; on July 7, one of President Obama’s top advisors called for yet another round of stimulus.

Sure, they’ll have to be increasingly clever to avoid an even stronger political backlash, but the squeeze they are now in (and, for the record, not all of it was this administration’s doing) is getting tighter by the day. They have painted themselves into a corner.

And so, to use an old poker term, they are reaching the point where they’ll feel they have no choice but to either fold or go “all in.” You know, shoving all their chips onto the table (actually, they’re your chips they are playing with, but hey…).

Given the unacceptable political consequences of folding their hand (i.e., doing nothing) and the simple truth that monetary inflation has been the default mode for handling economic downturns for many decades now, we have little doubt the government will take the “all in” approach, a desperate measure designed to buy time (at least through the next election).

And that sets up the opportunity.

Diese Reaktion wird sein: wie ein Pokerspieler in Bedrängnis wird der Staat alle seine Chips auf den Spieltisch schieben - für eine letzte Chance - alles oder nichts. Das heisst in unserem Fall noch viel mehr Inflation und Ausgaben. Das wird die Staatsanleihen und Währungen brechen - und in die Hyperinflation führen. Das ist die "Opportunity".

PS: im selben Bericht listet David Galland verschiedende Behörden in Kalifornien auf - auf 6 Seiten dicht beschrieben, so viele sind es. Dann fragt er, wie viele davon es vor 50 Jahren gegeben hat? Er meint, dass man die Hälfte komplett streichen könnte und vom Rest auch die Hälfte des Personals.
 

[13:00] Wer soll die vielen Schuldscheine der "neuen Bananenrepubliken" kaufen?

Telepolis: Die Mutter aller Blasen

Weltweit kämpfen die Regierungen auf Pump gegen die Krise an – die Folgen könnten verheerend sein

Diese Praxis ist ansonsten eher aus Bananenrepubliken bekannt und wird vom Markt mit steigenden Inflationsraten bestraft. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass sich dieses Szenario nicht auch in den USA und anderswo ereignen könnte. Wenn die FED Staatsanleihen kauft, ist dies so, als ob der Staat im Keller seine Geldruckmaschine anwirft. Dieses Geld landet ohne reale Gegenleistung im Wirtschaftskreislauf und wirkt inflationär.

Fast scheint es so, als kalkuliere dies der Staat mit Vorsatz ein. Wenn die Inflation steigt, werden auch die Staatsschulden "weginflationiert". Den Preis zahlen allerdings auch diejenigen, die dem Staat jetzt Geld leihen.

Die eigenen Zentralbanken werden die Schuldscheine = Staatsanleihen kaufen. Bis die Währungen krachen - wie in Bananenrepubliken.
 

[11:15] Besser das System abstürzen lassen:

Standard: Dann säuft der Karren erneut ab

"Mr. Dax" Dirk Müller rät, jetzt Werthaltiges zu kaufen: "Rohstoffe, Metalle - wo reale Dinge dahinterstehen."

STANDARD: Ist es sinnvoll, ein System das gerade zusammenbricht, mit aller Gewalt wiederherzustellen?

Müller: Das kann nicht Ziel sein, aber es gibt viel Interesse daran, es so aufrecht zu erhalten. Wir sind in der Krise schon sehr weit gelaufen, die Menschen sprechen über Währungsreform und darüber, dass das Geld nächstes Jahr eh nichts mehr wert ist. Jetzt weiter zu gehen wäre sinnvoll - statt alles für ein paar Jahre hochzuziehen, bevor der ganze Scheiß von vorne beginnt.

Die Eliten wollen mit allen Mitteln verhindern, dass das System zusammenkracht, auch wenn es besser wäre. Denn ihre Jobs und ihre Macht hängen daran.

Die "Zeitungseliten" (Beschwichtigungs-Lohnschreiber) machen die Warner gleich runter: Wenn das Brot Millionen kostet


Neu 2009-07-10:

[17:30] Depression bis 2017?

GlobalResearch: The Great Baby-Boomers Economic Stagnation of 2007-2017

In fact, since the peak of the housing bubble (in the U.S.) in 2005, the onslaught of the subprime financial crisis in August 2007 and the beginning of the recession in December 2007, the U. S. economy, and to a certain extent, the world economy, have entered a period of protracted adjustments. For sure, there will be some quarters of positive economic growth ahead and the recession may be declared officially over in the coming months, but the radical economic reorganization that is taking place will go on for years to come.

Wie lange diese Depression dauern wird, kann heute niemand sagen. Aber 10 Jahre ist ein guter Anhaltspunkt.
 

[16:30] Reisen nein Danke: Europäische Hotelpreise im Sturzflug

[12:30] Sparen zur See: Ozeankrise

[9:30] Die CDO-Wurstmaschine dreht sich wieder:

EachTradingDay: Umlabeln von Krediten beginnt wieder

Morgan Stanley plans to repackage a downgraded collateralized debt obligation backed by leveraged loans into new securities with AAA ratings in the first transaction of its kind, said two people familiar with the sale.

Wer wird ihnen die neuen Giftwürste noch abkaufen?

Leserkommentar-DE:
immer häufiger fehlen einem die Worte ... bleibt einem nur zu hoffen, dass möglichst viele Klickaffen darauf (wieder) hereinfallen und der ganze Spuk schnell zu Ende geht. So sehr ich hoffte, dass wir mit einem "blauen Auge" davon kommen, so sehr muss ich diese Hoffnung nun als Illusion begraben. Was d e n k e n die sich dabei? Da ist mein Hund ja lernfähiger!


Neu 2009-07-09:

[21:00] Es gibt kein Recht auf Kredit:

RM: Kein Recht auf Kredit

KREDITKLEMME / Politiker attackieren die Banken. Dabei korrigieren die Geldhäuser nur die Exzesse der vergangenen Jahre, sagt der Ökonom Thorsten Polleit

Nur Politiker und Kredit-Junkies glauben es.
 

[19:15] Krisen-Charts: Kredittätigkeit der Banken: Da fehlen mal eben 8,7 Billionen Dollar

[19:00] Guter Krisen-Vergleich:

Süddeutsche: Zu schwach zum Abheben

Jede Nation ein Bauteil: Der Mega-Flieger Weltwirtschaft hat notlanden müssen - jetzt kommt er nicht mehr weg vom Boden. Es steht eine Dekade des Miniwachstums bevor.

Dieser Flieger wird lange nicht mehr abheben.
 

[10:30] Die Banker gehen wieder ins Risiko:

Tagesspiegel: Und ewig lockt das schnelle Geld

Die Entspannung auf den Finanzmärkten hat dazu geführt, dass einige Banken in ihre alten Verhaltensmuster aus der Zeit vor der Krise zurückfallen. Notenbanker und Politiker betrachten das mit wachsender Sorge. „Was jetzt passiert, haben wir vorausgesehen. Wir wussten, dass die Banker ein sehr kurzes Gedächtnis haben“, sagt Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizer Nationalbank. Nach Einschätzung des britischen Finanzministers Alistair Darling wäre es „katastrophal“, wenn die Banken zu dem Schluss kämen, sie könnten zu ihren alten Praktiken zurückkehren.

Wie weit das Realität oder nur Spin für die Öffentlichkeit ist, ist unklar. Aber die alten Instinkte sind immer noch da.

Das muss deren Bank sein: http://www.reincarnationbank.com/

[13:00] Joe jetzt als Heiliger? Ackermann warnt vor Rückkehr zu alten Sitten
 

[10:15] Alcoa eröffnet die Berichtssaison mit schweren Verlusten:

Presse: Alcoa eröffnet Berichtssaison mit 680 Millionen Euro Verlust

Der weltgrößte Aluminum-Konzern verlor im ersten Halbjahr 2009 netto 678,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr stand noch ein Gewinn von 707 Millionen. Allein im zweiten Quartal verlor der Gigant 330 Millionen.

Nicht gerade ermutigend für die Aktienmärkte. Aber dann kommen die Spin-Doktoren:

Anleger hatten aber noch höhere Verluste erwartet. "Wir sehen Anzeichen einer Stabilisierung", sagte der deutsche Alcoa-Konzernchef Klaus Kleinfeld am Mittwochabend nach US-Börsenschluss. Die Aktie legte nachbörslich kräftig zu.

Wie lange lassen sich diese Klick-Affen von den Spin-Doktoren noch täuschen?

Leserkommentar-CH: Das endet erst wenn der "buy button" abgebrochen ist...- vorher nicht !


Neu 2009-07-08:

[18:00] Der Baltic Dry Index fällt wieder brutal:

Telegraph: Shipping flashes early warning signals again

The Baltic Dry Index measuring freight rates jumped 450pc in the first half of the year on the China rebound, but has begun to fall back over the last two weeks. (Sen doubts freight rates will recover much since 1000 new ships are hitting the market this year and again next year, compared to 300 in normal years. There is obviously a horrendous shipping glut).

Over at Naked Capitalism they are reporting that international port traffic for containers (ie finished goods) is as dire as ever. The rates for 40-foot container from Asia and America’s West have actually fallen this year from $1,400 to $920.

Nichts mit dem "Aufschwung" oder "Green Shoots".

Neu 2009-07-07:

[10:00] Die nächste Phase der Krise beginnt:

FTD: Lucas Zeise - Weltwirtschaftskrise, die nächste

Der Absturz der Weltwirtschaft nähert sich der dritten Phase. Nur die deutsche Regierung hält daran fest, dass alles gut wird, und setzt weiter auf ihre gescheiterte Export-Strategie.

Phase III beginnt dann, wenn die scheinbare Stabilisierung der letzten Monate sich als Illusion erweist und die realen Daten erneut nach unten wegsacken. Das ist der berühmte "Double Dip" der Chart-Techniker, der grafisch zum Ausdruck bringt, dass auch der Letzte begriffen hat, dass es nicht wieder schnell aufwärtsgeht.

Die Dr.Goebbels können dann einpacken.

Neu 2009-07-06:

[13:15] Leserzuschrift-AT - Folgen der neuen AIG-Krise:

Welche Auswirkungen könnte die AIG-Krise verursachen und wie lang kann der Staat noch die Versicherung stützen? (Milliardenbeträge) Welche globalen Folgen gäbe es?

Nach neuesten Medienberichten "braucht" AIG wieder $193 Mrd., vermutlich aus neuen CDS-Verlusten. Scheinbar wurden CDS aus ausgefallenen GM- und anderen Bonds fällig gestellt. Falls der US-Staat diese Verluste nicht ausgleicht, wackeln wieder überall die Banken, denn diese müssten diese Bonds jetzt wirklich abschreiben.


Neu 2009-07-03:

[14:00] "Delisting" im Handel:

FTD: US-Händler dünnen Regale aus

Amerikas Einzelhändler regieren mit radikal verkleinerten Sortimenten auf den heimischen Käuferstreik. Statt mit Angebotsvielfalt und großen Vorräten zu locken, wollen sie künftig verstärkt Restbestände zum Saisonende vermeiden und dafür im Zweifel auch auf Umsatz verzichten.

Zuerst in den USA, dann auch bei uns. Die Warenvielfalt wird massiv kleiner werden.
 

[10:00] EU-Banken - Too big to bail:

Presse: 18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken
Aktienboard: Streng geheim: Faule Wertpapiere für 18,1 Billionen Euro bei westlichen Banken

44 Prozent der Vermögens-Werte der europäischen Banken sind "faul" oder unverkäuflich - in Summe 18,2 Billionen Euro. Dieses systemische Risiko könnte weitere Banken-Hilfspakete notwendig machen.

Bis jetzt hat man das Problem also "hinausgeschoben", aber diese Summe können nicht einmal die Staaten ausgleichen. Der Artikel ist zwar aus dem Februar 2009, aber die Papiere sind immer noch nicht "besser".

Leute, die Spareinlagen sind weg, man hat es uns nur noch nicht gesagt.

[20:30] Leserkommentar-CH: Selbst wenn man es ihnen sagen würde - sie würden es nicht glauben !

Stimmt leider - noch.


Neu 2009-07-02:

[14:30] Die "Grosse Kreditbubble" hat bereits 1986 begonnen:

Jesse: The Banking Bubble Began in 1986, Was Like 'the South Sea Bubble' Says Bank of England Official

In retrospect it should become increasingly clear to most that the Federal Reserve and its associated money center banks were responsible for systematically undermining all regulatory restraint and sound judgement for the sake of their private profits, without regard to the resultant destruction visited upon the public and the larger global economy.

Also wissen sie es doch. Und sie sollten auch wissen, dass jede Bubble einmal platzt - wie jetzt.
 

[12:00] Die echte Autokrise kommt erst:

Spiegel: Experten warnen vor drastischem Absturz der Autoindustrie

In der Autobranche herrscht Untergangsstimmung. Einer neuen Studie zufolge machen VW, Opel und Co. pro verkauftem Auto im Schnitt 1800 Euro Verlust. Und die Krise hat gerade erst begonnen: Jedem zweiten Zulieferer droht die Pleite, viele werden den Absturz wohl nicht überleben.

Wie der Artikel richtig sagt: auf Kredit wurden Vorziehkäufe gemacht, das ist jetzt vorbei.

Da können sich jetzt die Politiker winden, so viel sie wollen, sie bekommen jetzt Millionen Arbeitslose, ob sie das mögen oder nicht.

[21:00] Der "Erfolg" der Abwrackprämien: Autobranche vor dramatischem Einbruch 2010
 

[10:30] Bankenkrise Teil II kommt:

Goldreporter: Zweite Welle der Bankenkrise droht

Durch die Zunahme von Firmenpleiten und Kreditausfällen könnten Finanzinstitute bald erneut arg gebeutelt werden. Experten rechnen weiter mit enormem Kapitalbedarf bei deutschen Banken und warnen vor neuen Enthüllungen nach der Bundestagswahl.

Das sind jetzt die Inlandsverluste aus Firmenpleiten.
 

[10:30] Aus dem International Speculator - Titanic & Rettungsboote II:

The danger facing the Titanic-like global economy is not an ice-ripped hull, but massive
malinvestment and inflation, both caused by artificially low interest rates and other government
interventions.

Now, imagine if I’d been a lifeboat salesman who happened upon the scene of the Titanic disaster that
cold night, with plenty of trade goods in hand…

Okay, even a totally cold-hearted and unabashed capitalist like me would not insist on payment in
cash before pulling drowning people out of the freezing water. But even if I gave my services away
for free, think of the publicity! My lifeboat company would have thrived regardless. But sure, I am an
unabashed capitalist, and I would have sent the White Star Line a bill. And I would have deserved
every penny of it.
Ahem.

The point in the Titanic story is to recognize the parallels between a physical disaster and today’s economic one. The lifeboats represent sound financial assets today – like gold. Those who make it through the crisis with significant wealth – or who earn same while others lose it – will be positioned to create businesses and jobs and stimulate real economic growth after the crash.

Maybe even save lives. And I again mean that literally.
But we’ll profit then too, and we’ll deserve every penny of it.

Luis James.

Rettungsboot-Verkäufer zur rechten Zeit sollte man sein.


Neu 2009-07-01:

[16:00] Aus dem International Speculator von Casey Research:

FIRST CLASS ON THE TITANIC
We have literally spent years here at Casey Research looking for ways the global economy might avoid the “train wreck” we see ahead, even describing it with such dangerous words as “inevitable.” We still haven’t found a way. Nor a better word. We’re rather fond of nautical metaphors around here (“rig for stormy weather” and the like), and it struck me that the Titanic disaster makes for a better metaphor than a train wreck when pondering inevitable events.
Why? Because the Titanic was… well… titanic. It was so massive and impressive, it just had to be unsinkable – just as people around the world believe that the U.S. economy can’t go under. The experts were so sure of the Titanic, they didn’t bother installing enough lifeboat capacity for the number of passengers the ship was designed to carry.

Today, the experts are so certain that letting the market correct itself is a bad idea, they are ensuring just as great a catastrophe.
And there will be fatalities.

I’m not exaggerating. Widespread is the belief that “the economy” is some sort of vast machine of faceless and nameless forces; it just needs the proper hand at the controls and everything will be fine. But it’s not. It’s the sum of trillions of interactions between billions of individual human beings. When there is interference and the economy becomes less “efficient,” people will suffer.
Poverty, bankruptcy, crime, suicide – these are not abstract economic forces but realities that impact individuals with jobs, hopes, and families.
If Doug is right about the Greater Depression, the misery will be so widespread, sweeping sociopolitical changes will also be inevitable, and our world will never be the same.

So, there will be fatalities, but there will also be survivors. We intend to be among them – not just surviving but thriving.

One last Titanic thought before I move on to the landscape of opportunity before us. There’s an expression about the futility of “rearranging deck chairs on the Titanic.” But suggesting that the crew should have focused on more important things misses the bitter truth: there was nothing they could have done to save even half the people on the ship. There simply was no way to steer clear of the iceberg once it was spotted, and there were not enough lifeboats on the ship. Massive casualties were inevitable.
Crisis.
And Opportunity.
This letter is focused on the latter.

Die Titanic geht unter und es gibt zu wenige Rettungsboote. Aber einige werden diese Boote bekommen und überleben.

PS: der International Speculator ist ein guter Newsletter für Junior-Minen: http://www.caseyresearch.com
 

[9:00] Ganze Flotten werden stillgelegt:

BernerZeitung: Frachter und Camions werden eingemottet

Die Transportbranche steckt mit in der Wirtschaftsflaute. Jetzt müssen Schiffe, Lastwagen, Lokomotiven und Flugzeuge stillgelegt werden – aber so, dass sie keinen Schaden nehmen.

Zu Lande, zu Wasser oder in der Luft - überall Transportflaute.

PS: Camion ist französisch und heisst Lastwagen. Die Schweizer verwenden gerne solche Worte. Uns ist Truck oder LKW viel lieber.

[9:30] Leserzuschrift-DE - Baltic Dry Index gestiegen?

Mag ja sein ! Schiffe kann man anbinden und somit das Angebot erheblich verknappen. Das macht man wohl nur, wenn die erzielbaren Raten weit unter den Selbstkosten liegen. Die noch im Betrieb befindlichen Schiffe sind die Nutznieser der wieder gestiegenen Frachtraten. Also noch kein wirkliches Indiz für "green shoots"!
Ich bin gestern von der Norderelbe mit meinem Boot in den Hamburger Hafen gefahren. An den Dalben waren moderne Containerschiffe nebeneinander festgemacht. Das habe ich in 50 Jahren so noch nicht gesehen! Die liegen dort wie die Binnenschuten vor der Schleuse.

Das sind wohl die kleinen Feeder-Schiffe. Die grossen Containerschiffe sind vor Singapur geparkt.

[15:15] Leserzuschrift-DE - HARPEX index (Containerfrachtkostenindex) aktuell auf historisch tiefstem Stand!

Irgendwie schlägt sich der weltweite "Aufschwung" nicht ganz in den Frachtraten nieder. Der HARPEX ist aktuell (27.06.09) auf 344 Punkte eingebrochen und damit in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren!

Harpex Index

Vielleicht verwechselte man die grünen Sprösslinge, welche überall gesichtet werden, doch eher mit dem Algenbewuchs auf den Schiffsrümpfen?
 

Seitenauslagerung.


 
 
     
 
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