Informationen Welt

Informationen zu Länderen ausserhalb Europas und der USA

Enthält alle Einträge ab 1.6.2008, alte Einträge sind hier.


Neu 2008-07-22:

[10:00] Wollen die Russen wieder einen kalten Krieg?

Handelsblatt: Russland erwägt Bomber-Verlegung nach Kuba

Russische Militärs erwägen laut Medienberichten die Verlegung von Langstreckenbombern nach Kuba als Antwort auf das geplante US-Raketenabwehrsystem in Mitteleuropa.

Inzwischen agieren sie schon genauso irrational wie die Amerikaner.

[20:30] In Europa verwenden sie Geld statt Panzer: Russische Rubel drängen nach Europa


Neu 2008-07-17:

[15:00] Licht aus in China:

Spiegel: China geht die Energie aus

In China droht ein landesweiter Stromengpass: Viele Kraftwerke können sich die teure Kohle zur Energieerzeugung nicht mehr leisten - der chinesische Wirtschaftsboom droht deshalb abzuflauen.

Wieder ein Beispiel für deren idiotische Preiskontrollen. Man hat Angst die Preise zu erhöhen, es könnte einen Aufstand geben.


Neu 2008-07-15:

Was macht China mit diesem Dollar-Berg?

China: Devisenreserven bei 1,8 Billionen USD

Die chinesischen Devisenreserven haben Ende Juni einen Stand von 1,8 Billionen US-Dollar erreicht, ein Zuwachs von 35,7 Prozent seit Juni vergangenen Jahres, gab die People's Bank of China (PBOC), die Zentralbank Chinas, am Montag bekannt.

Die Devisenreserven des Landes haben im Juni um 11,9 Milliarden US-Dollar zugelegt, 28,1 Milliarden US-Dollar weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

Real können sie das alles abschreiben. Die chin. Zentralbank ist einer der grössten Halter von Fannie & Freddie MBS.


Neu 2008-07-12:

[10:30] Iwan straft wieder:

Welt: Russland drosselt Öllieferungen nach Tschechien

Der Vertrag über die Stationierung einer Radaranlage für den US-Raketenschild in Tschechien hat möglicherweise weitreichende Konsequenzen für das Land. Russland drosselt überraschend seine Öllieferungen nach Tschechien. In Prag wird dies als Strafaktion interpretiert.

Die tschechische Regierung hat offenbar vergessen, Pipelines in den Westen zu bauen. Das Öl kommt wie zu Ostblock-Zeiten aus Russland.

Was diese Regierung beim Abschluss dieses US-Vertragen geritten haben mag? Die USA sind ein untergehendes Imperium. Der tschechische Aussenminister Schwarzenberg wird wohl wieder nach Österreich flüchten, wenn ihm der Boden zu heiss wird - wie 1945.

[17:00] Iwan will auch keinen Dollar-Ölpreis mehr:

Spiegel: Russischer Konzern schlägt neue Berechnungsmethode vor

Bislang wird der Ölpreis in Dollar ermittelt. In Zukunft könnte sich das ändern - wenn es nach den Vorstellungen des russischen Konzerns Lukoil geht. Dessen Chef Fedun schlägt vor, dass auch andere Währungen bei der Preisberechnung eine Rolle spielen sollen.

Das trifft ins Mark. Iwan ist generell sehr verärgert über die USA und deren Radar/Raketen-Plänen. Daher hat Russland auch gegen Simbabwe-Sanktionen gestimmt.

Böse Frage: warum erkennt die Imperialisten-Fraktion in Washington nicht, was die Stunde geschlagen hat? Dass man in Iwans Nahbereich (Georgien, etc.) nicht eindringen soll.


Neu 2008-07-09:

Das Gewichtsproblem in China:

Spiegel: China verfettet

Die Chinesen entwickeln sich zu einem Volk der Dicken: Weil große Teile der Bevölkerung ihre Ernährung umstellen, steigt der Anteil der Übergewichtigen unaufhaltsam. Ein US-Forscher warnt vor massiven Kosten für das Gesundheitssystem.

Wer hätte das gedacht.

Auch hier gleicht sich China dem Westen an: Dienst nach Chinas Vorschrift

Ende der Ausbeutung und der Niedrigpreise?


Neu 2008-07-08:

[11:00] Ende des Emerging Market-Hype:

Welt: Anleger fliehen aus den Schwellenländern

Die Finanzkrise ging an ihnen vorbei, doch nun leiden die Schwellenländer unter der Inflation: Investoren ziehen deswegen pro Woche rund zwei Milliarden Dollar ab. Zu den großen Verlierern zählen sogenannte Bric-Fonds. Schon sehen Analysten günstige Einstiegskurse.

Nachdem der Export in die USA und nach Europa zurückgeht, haben sie ihre Schuldigkeit getan.

BRIC-Fonds werden jetzt zu Ziegeln. Die Kapitalmärkte sind grausam.


Neu 2008-07-07:

Währungskrise in Südkorea:

FAZ: Südkorea versucht den Kursverfall des Won zu stoppen

Aufgrund der Kreditkrise, des Verfalls des Dollars und der hohen Energie- und Rohstoffkosten sind die Währungen vieler asiatischer Staaten in die Defensive geraten, auch der koreanische Won.

Auf Sicht eines Jahres gehört er mit einem Minus von mehr als 20 Prozent gegen den Euro zu den schwächsten Währungen weltweit. Schlechter schnitten nur noch der Zimbabwe-Dollar, die isländische Krone und die pakistanische Rupie ab.

Hier hätte man es nicht vermutet.


Neu 2008-07-05:

[14:00] Chinesische Monster-Mall wartet auf die Mittelschicht:

FTD: Kaufhaus des Ostens ohne Kunden

Ein Bummel durch die South China Mall von Dongguan ist ein einsames Vergnügen: Denn das größte Einkaufszentrum der Welt ist gleichzeitig auch das leerste.

Nun ist das Streben nach Größe für Einkaufszentrenbauer nichts Ungewöhnliches: Um die kolossalste Megamall gibt es ein globales Wettrüsten. 2003 eröffnete das Berjaya Times Square in Kuala Lumpur mit 1000 Geschäften, seit 2005 gibt es in Istanbul die größte Mall Europas mit immerhin 420.000 Quadratmetern. Das allerdings ist nichts gegen die eine Million Quadratmeter große Dubai Mall, die im August eröffnen soll - und diese wiederum dürfte 2010 überflügelt werden von der gewaltigen Mall of Arabia, ebenfalls in Dubai und zwei Millionen Quadratmeter groß. Zum Vergleich: Das KaDeWe in Berlin hat 60.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Hier herrscht (wie so oft und überall) der totale Grössenwahn. Solange die Banken Kredite geben wird gebaut und man übertrumpft einander.

Nur leider fehlen die Kunden für diese Grösse.


Neu 2008-07-04:

Hungerschlangen in Ägypten:

Zeitfragen: Ägypten – Schlangen vor den Bäckereien

Die steigenden Nahrungsmittelpreise führen laut einem Bericht in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 17. Juni in Ägypten zu langen Warteschlangen vor den staatlichen Bäckereien, die subventioniertes Brot verkaufen. Eine Kairoer Hausfrau berichtet, sie stehe bis zu zwei Stunden an, um Brot kaufen zu können. Weiter erschwerten häufige Stromausfälle und Unterbrüche bei der Wasserversorgung das tägliche Leben. Fleisch gibt es höchstens alle zwei Wochen. Davon betroffen sind 40% der etwa 80 Millionen Einwohner, die an der Armutsgrenze von 2 US-Dollar pro Tag leben. Im März brachen vor den staatlichen Bäckereien bereits Unruhen aus.
Inzwischen stünden aber auch Ärzte, Anwälte und Lehrer vor den staatlichen Bäckereien an. «Die Angehörigen dieser Mittelschicht müssen mit ihrem durchschnittlichen Monatsverdienst von umgerechnet 200 Franken bei einer Inflation von 19% an allen Ecken und Enden sparen.»•

Wenn es die Mittelschicht auch schon trifft, dann ist die Revolution nicht mehr weit. Das Hauptproblem dieses Landes ist die Überbevölkerung.


Neu 2008-06-28:

Holen sich die Taliban auch Pakistan?

Spiegel: "Die Taliban verbreiten Angst und Schrecken in Peshawar"

Die Taliban rücken vor - die Staatsmacht zieht sich zurück: So beschreibt der Journalist Ismail Khan die beängstigende Lage im nordwest-pakistanischen Peshawar. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE zieht der Lokal-Chef der Zeitung "Dawn" eine vernichtende Bilanz der Regierungspolitik.

Wo bleibt das Imperium? Keine Hilfe mehr von dort?


Neu 2008-06-23:

[8:00] Exitus in Südafrika:

Spiegel: Südafrika droht ein Exodus der Elite

Brutale Gewalt, explodierende Preise, grassierende Armut und eine unsichere Zukunft - Südafrika rutscht immer tiefer in die Krise. Hoffnung auf Besserung haben nur wenige: Immer mehr Spitzenkräfte kehren dem einstigen Wunderstaat des schwarzen Kontinents den Rücken.

Die gehen den selben Weg wie Simbabwe oder Liberia - ein "failed state".


Neu 2008-06-22:

[11:00] Die Flucht aus der Währung in Vietnam beginnt:

Economist: Flu symptoms

Surging inflation—it is now over 25% year-on-year—has aggravated a slump in the Ho Chi Minh City stockmarket, previously one of Asia's most bracing (see chart). From worrying about upward pressure on the dong, the authorities now fear a currency collapse. Some economists worry this could spill over to other Asian countries where inflation is also reaching alarming levels.

Already, there are signs that people are hoarding gold. Tim Condon, an economist at ING in Singapore, notes that although Vietnam imported 43 tonnes of gold in the first four months of this year, the precious metal is trading in Ho Chi Minh City at a big premium to the international price.

Kein Wunder bei 25% Preissteigerungen. Es wird alles Gold gehortet, das greifbar ist.


Neu 2008-06-21:

Israels Iran-Wahnsinn:

Dolomiten: Israelischer Politiker warnt Iran: Luftmanöver war „Generalprobe“

Das von Israel Anfang Juni über dem Mittelmeer abgehaltene Luftwaffenmanöver sollte nach den Worten eines israelischen Politikers eine Warnung an den Iran darstellen. Die Iraner „sollten die Zeichen an der Wand“ lesen, erklärte er nach Angaben der britischen Zeitung „The Times“

Omert & co streuen diese Warnungen derzeit wirklich weit. Ist es wegen seiner Korruptionsverfahren?

Hier die FAZ: Militärischer Angriff schlimmer als alles andere

Auf den Bericht folgte nun die Warnung El Baradeis. Sollte es im Streit um das iranische Atomprogramm zu militärischen Auseinandersetzungen kommen, sei er nicht in der Lage, seine Arbeit an der Spitze der IAEA fortzusetzen, sagte El Baradei. Die UN-Behörde überwacht die friedliche und störungsfreie Nutzung der Atomenergie in ihren Mitgliedstaaten. „Ein Angriff würde in Iran einen Notfallplan zur schnellen Herstellung einer Atombombe auslösen, und das mit der Zustimmung aller Iraner, selbst derjenigen, die im Westen leben“, sagte El Baradei. Er sehe im iranischen Atomprogramm zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine „unmittelbare Gefahr“ der Weiterverbreitung von Atomwaffen.

Nach einem Angriff baut der Iran ganz sicher die Bombe.

Hier David Galland von Casey Research:

Which begs the question, why did the Pentagon feel compelled to share this information
with the New York Times?
As I have a hard time believing they did so in an attempt to get the parties involved to
come to their senses and walk down the path of peace together, I can only assume it is to
prepare the country for an Israeli attack on Iran and, perhaps, inoculate Americans to the
broader conflict that attack might trigger. Let’s not forget the U.S. carriers now squeezed
into the narrow and dangerous waters of the Persian Gulf. Iran might not be able to hit
Israel back, but they can certainly strike with some effect at the U.S. ships

Over many months now, I have resisted the notion that the U.S. might actually end up in a
shooting war with Iran. But now I’m not so sure.

Eine "Impfung" der Amerikaner für einen grösseren Konflikt, im Fall dass Israel angreift?

Mir persönlich ist es zu viel offenes Kriegsgetöse. Die Iraner sind jetzt sicher bestens vorbereitet. Will das Israel wirklich?

Leserkommentar-DE dazu:

es wird krachen, das ist seit über zehn Jahren so geplant. Mit Olmert hat es gar nix zutun, seine möglichen
Nachfolger Netanjahu und Liebermann sind tausendmal radikaler und irre als er.
Das wahre Ziel des Irakkrieges war der Iran um Rußland und China geo- und ölpolitisch an der Kabnndarre zu halten.
Das hat nicht funktioniert und so müssen die Amis zwingend eine größerer Baustelle aufmachen, denn sonst sind sie
erst Recht erledigt. Ihr schwindender Einfluß kann nur gerettet werden, wenn sie der Welt zeigen, daß sie bereit
sind Atomwaffen einzusetzen und das werden sie tun.

Vorgestern habe ich aus glaubwürdiger Quelle ein Mail erhalten, wonach die Russen im Iran die dortige russische
Luftabwehr (FLARAK System Tom) bereits fleißig scharf einschießen .

Das ganze Drohszenario ist ein letzter Versuch die Iraner zum Einlenken zu bewegen und gleichzeitig die
Öffentlichkeit darauf einzustimmen und die Schuld den Iranern zuzuschieben, wie damals beim Irak.

Warten wir ab.

[20:30] Leserzuschrift-DE dazu:

Die fünf Gebote des Nicolo Macciavelli:

1. Treffe alle Vorbereitungen im Geheimen. Der Schlag muss aus heiterem Himmel kommen und den Gegner plötzlich und unerwartet treffen.
2. Verrate den Plan nicht, vertusche ihn, wenn nötig, lüge, um zu täuschen und um alles geheim zu halten.
3. Schlage hart zu, so hart, dass kein zweiter Schlag mehr nötig wird. Zögerst oder zauderst du und musst du ein zweites Mal zuschlagen, hast du meist schon verloren.
4. Die Schlacht darf sich nicht über Tage und Wochen hinziehen. Schlage also schnell, unerbittlich und kompromisslos zu.
5. Mache dein Handeln immer öffentlich. Versuche nicht, die Tat zu vertuschen oder zu entschuldigen. Eine nachgeschobene Weichherzigkeit ist das dümmste und gefährlichste, was du tun kannst. Die Botschaft an Gegner und die Öffentlichkeit muss vielmehr sein:

Die Israelis tun genau das Gegenteil. Muss wohl innenpolitische Gründe haben.


Neu 2008-06-20:

Israel übt Angriff auf den Iran:

Spiegel: Israel übte Angriff auf iranische Atomanlagen

Hundert Kampfjets, Hubschrauber, Tankflugzeuge: Die israelische Luftwaffe hat in einem Großmanöver einen Schlag gegen iranische Atomanlagen geprobt. Es soll ein Zeichen an Teheran sein, aber auch eines an die Verbündeten im Westen - Israel ist bereit zu einer militärischen Aktion.

Wozu wird das so gross hinausposaunt? wenn man den Iran wirklich angreifen wollte, würde das geheim gemacht.


Neu 2008-06-19:

Auch China reduziert Treibstoff-Subventionen:

FTD: Chinas Regierung sorgt für Ölpreissturz

Die Welt stöhnt über den hohen Ölpreis. Die ganze Welt? Nein. Ausgerechnet beim Großverbraucher China hat die Regierung die Preise bislang massiv subventioniert. Das wird sich nun teilweise ändern. Am Rohölmarkt bröckelten die Notierungen.

Ob daraus ein Preissturz beim Rohöl wird, wird sich zeigen, aber massive Proteste in China sind wahrscheinlich.


Neu 2008-06-16:

Argentinien jetzt "underweight" = Kapitalflucht:

Bloomberg: Argentine Stocks Lose Foreigners Fastest in 8 Years

Argentina's stock market is losing foreign investors at the fastest pace since 2000 on concern accelerating inflation and a three-month farmers strike will curb economic growth and corporate profits.

Die Finanzherde zieht ab, die nächste Argentinien-Krise beginnt.


Neu 2008-06-14:

[22:00] Die Trucker-Proteste wegen des Dieselpreises sind jetzt weltweit:

Mike Shedlock: European protests against high fuel prices turn violent

Protests over soaring fuel prices erupted in Asia on Tuesday as truckers in Hong Kong and tire-burning demonstrators in India and Nepal added their angry voices to protests that began last month in Europe.

Not to worry. Bernanke says danger of downturn has faded.

Vielleicht sollten die Trucker einmal Heli-Ben und Trichet besuchen? Die haben ihnen das eingebrockt.

Bei diesen hohen Ölpreisen gibt es einfach weniger zu transportieren.
 

Iran: Dollar --> Euro --> Gold:

Telegraph: Iran’s switch good news for gold bulls?

Good news for long-suffering gold bugs. Iran is switching a chunk of its $80bn reserves into bullion.

Mohsen Talaie, the deputy foreign minister in charge of economic affairs, said Tehran was pulling its money out of euro instruments (presumably Bunds, BTps, EIB bonds, etc) to avoid sanctions over its nuclear weapons programme.

Europe is planning to freeze the assets of Iran’s biggest bank Melli. A draft communique for the EU-US summit on Thursday confirms that Europe is ready to join the crack down on Ahmadinejad.

It all goes to prove the gold bug axiom that nations - like people - will invariably turn to bullion as the ultimate store of value when all is threatened.

Selbst schuld: wenn man die Geldvermögen des Irans einfriert, dann suchen sie Alternativen. Diese Alternative dürfte die westlichen Staaten gar nicht freuen, die Goldbugs schon.


Neu 2008-06-12:

[21:30] Kippt Vietnam?

Telebörse: Vertrauenskrise in Vietnam

Die vietnamesische Staatsbank hat Gerüchte über eine bevorstehende Währungsreform und mögliche Bankenzusammenbrüche dementiert. "Es gibt zu diesem Zeitpunkt keinen Geldwechsel und keine Bank bricht zusammen", sagte der Direktor der Bankenabteilung der Staatsbank, Duong Quoc Anh. "Die Leute sollten nicht in Panik geraten", zitierten Zeitungen den Gouverneur der Staatsbank, Nguyen Van Giau.

Wachsende Wirtschaftsprobleme haben das Vertrauen ausländischer Investoren in den vergangenen Wochen erschüttert. Die Inflation hat eine Jahresrate von 25 Prozent erreicht. Das Handelsdefizit wuchs im Mai auf umgerechnet neun Milliarden Euro. Aktien- und Immobilienpreisblasen sind geplatzt.

Die Zentralbank hatte ihren Leitzins am Mittwoch von zwölf auf 14 Prozent angehoben. Das hat die Spekulationen über mögliche Bankenzusammenbrüche angeheizt. Gleichzeitig kursierten Gerüchte, dass eine neue Währung ausgegeben werden könnte, um ein paar Nullen einzusparen. 100.000 Dong sind etwa vier Euro.

Ein gutes Lehrbeispiel, wie bis zum letzten Moment gelogen wird.
 

Iran zieht Geld aus Europa ab:

BerlinerUmschau: Iran zieht angeblich seine Währungsreserven ab

Bestätigt ist die Meldung nicht, doch nach sich verdichtenden Gerüchten soll der Iran in den vergangenen Tagen umfangreiche Bargeldreserven aus dem Ausland abgezogen haben. Parallel dazu nehmen die Kriegsgerüchte am persischen Golf erneut zu. Ob es sich bei dem währundpolitischen Schachzug um eine Vorsichtsmaßnahme, eine Kriegsvorbereitung oder eine Form des Wirtschaftskrieges handeln könnte, bleibt Spekulation.

Dabei wird über 35 Milliarden gesprochen, die Teheran von ausländischen Banken abzog. Alleine 60 Prozent der Summe soll auf die britische Großbank HSBC entfallen, mit einer Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr das weltgrößte Kreditinstitut.

Den Wirtschaftskrieg gegen den Iran gibt es schon. Offenbar füchtet der Iran eine Verschärfung. Einen "Schiesskrieg" muss das noch nicht bedeuten.

Auch Umwandlung in Gold? Teheran zieht Gelder aus Europa ab

Dann macht der Westen dem Iran derzeit ein Geschenk in Form eines niedrigen Goldpreises.


Neu 2008-06-10:

Die Krise erreicht China:

Handelsblatt: China ist nicht immun

Jetzt prasseln die Hiobsbotschafen mit Wucht auf China nieder: Die Inflation erreicht Rekordstände, die Kreditkosten steigen, die Energiepreise explodieren, das Wachstum verflacht, die Unternehmensgewinne sinken und die Börsen brechen ein. Ein Gebräu, das nach Krise riecht. Ein Kommentar. Überraschend kommt diese Entwicklung aber nicht, von der Pekinger Regierung ist sie sogar bewusst in Gang gesetzt worden, denn Chinas Wirtschaft drohte bereits mehrfach eine Überhitzung.

Die Aktien in China sind heute schon wieder um 8% heruntergefahren.


Neu 2008-06-07:

Die Krise beginnt auch in Kanada schon - Zuschrift auf meinen Midas-Artikel:

Hi Walter

Good to hear from you again in tonight's Midas. Here's a little anecdotal evidence about the financial upheavel from my neck of the woods. A friend of mine living in the town of Creston, just east of here north of the US border, was down to Cour D'Elene, Idaho, yesterday to hear David Irving speak. He stopped at a gun shop on the way and the gunshop owner said that 1000 independent truckers just up and quit because of the high diesel prices in the US. All they were doing was driving around on their own money. He didn't say if that was nationawide or just in the northwest but the shop owner did say, "It's going fast. I knew it would go fast but not this fast".

Closer to home, a friend of mine was over in Kelowna, BC, for an equipment auction last week and said that everything was going for unbelievably low prices. Example; a faller-buncher for falling timber, which 20 years ago was going for $250,000, went for $7,500. And that was not the exception. He said everything went dirt cheap.

House prices are starting to follow the lead in the States here too. Even in Calgary and Edmonton in oil rich Alberta, the prices are dropping.

It looks like they are trying to maintain the illusion of normality over here as well as there. It is revealing to get it from your end, though, because, like everything else, they try to maintain that illusion by making the problem appear local and obviously from what you have said it definitly is not. Thanks again for the input, Walter, good to hear from you again.

XXX from British Columbia

Alles was auf Kredit gekauft wird, verfällt im Wert.


Neu 2008-06-04:

Asien - mitgefangen, mitgehangen :

FAZ: Das Gespenst einer Asien-Krise geht wieder um

Die Sorgen um die Weltregion mit den höchsten Wachstumsraten nehmen zu. Immer lauter warnen Analysten vor einem Einbruch in Asien. Hohe Ölpreise, überschießende Inflationsraten, ein schnell fallender Handelsüberschuss und die Angst vor einem Nachfragerückgang in Amerika mischen sich zu einem gefährlichen Gebräu. Die wachsenden Probleme des bisherigen Hoffnungsträgers Vietnam legen die Herausforderungen offen. Das Gespenst einer abermaligen asiatischen Wirtschaftskrise wird offen diskutiert.

Die Länder Asiens haben das Schuldenspiel der Amerikaner als Produzenten mitgespielt, ihre Währungen an den Dollar gebunden und die hereinkommenden Dollars monetisiert. Jetzt frisst sie auch die Inflation, aber der US-Exportmarkt bricht trotzdem zusammen.


Neu 2008-06-01:

Seitenauslagerung.

 

 

 

 
     
 
©2006-2008 by Walter K. Eichelburg