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Realitäts-Verweigerung

Das "Nicht-Sehen-Wollen". Die derzeitige Realitätsverweigerung ist nicht nur am Finanzsektor präsent, sondern spielt auch in vielen anderen Bereichen eine Rolle.

Neu: 2015-07-25:

[16:38] Leser-Zuschrift-DE zur Realitätsverweigerung:

Mein Mann hat gerade Besuch, ein pensionierter Vater und sein erwachsener Sohn...
Beim Kaffee war ich noch höflicherweise anwesend und man unterhielt sich über dies und das. Der Herr Pensionär äußerte dann vollmundig, dass er voller Mitleid für Asylanten sei und gar nicht genug davon nach D. kommen sollen, sogar zur Lichterkette pro ging er mit und spendet reichlich...
Leider konnte ich nicht an mich halten, denn nicht nur Dank Hartgeld hatte ich reichlich Gegenargumente, auf die er natürlich überhaupt nichtansprang und mir stattdessen was von deutschen,damaligen Kriegsflüchtlingen erzählte...
Mein Mann stieß mich derweil unter dem Tisch an, was ich ignorierte und dieser Sohn sagte nichts...

Als der Herr Pensionär meinte, dass er die Pegida wie die Pest hasse und ich darauf entgegnete, dass ich gerade Pegida für vernünftig halte, wurde er knallrot
im Gesicht vor Empörung, er hätte mich so nie eingeschätzt...
Zum Schluss wettete ich absichtlich noch, dass wir den Kaiser wiederbekommen und die EU bald auseinanderfliegt, aber da wollten Vater und Sohn das Thema beendet haben...
Hab die Herren nun allein gelassen... Ob sie uns jemals wieder besuchen - ist mir herzlich egal.

[10:15] Pensionär = Früherer Beamter, total obrigkeitsgläubig gehirngewaschen. Der wird sich noch wundern, wenn seine Beamtenpension weg ist.WE.


 Neu: 2015-07-24:

[13:00] Leserzuschrift-IT: jenseits der Vorstellungskraft:

1914, der Thronfolger wurde ermordet und kaum jemand nahm Notiz davon. Die Menschen konnten sich Krieg und Zusammenbruch nicht vorstellen. Dabei war das der Auslöser des WK 1.

2015, Terror, Grexit, EZB, Gelddruckerei, Ukraine, Flüchtlinge usw. und kaum jemand nimmt es ernst, weil es einfach die Vorstellungskraft und das Wissen des Volkes übersteigt, was derzeit allles passieren kann und wie schnell das geht. Unwissen und fehlende Intuition werden bestraft. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

1914 konnte man den kommenden Krieg bereits an der massiven Rüstung überall spüren, vor Terror und Crash wird heute laufend gewarnt.WE.

[15:01] Leser-Kommentar-DE zur Vorstellungskraft:

Die Schilderung des Lesers und auch andere (Schilderung des US-amerikanischen Mannes durch V. dieser Tage) erinnert mich an die Geschichte von „Paul aus dem Vogelparadies", geschildert im Kinder(vor)lesebuch „Pit und seine Freunde" (Roland Papenberg). Paul gehört zu der bunten Papageienart mit dem lustigen Namen Kakapo. Deren Besonderheit: Sie bleibt trotz oder gerade bei Gefahr einfach sitzen. Grund: Über Jahrhunderte hatte dieser Vogel in seiner Heimat, einer zu Neuseeland gehörenden Insel, keine natürlichen Feinde. Die Kakapos mussten also nicht vor Feinden wegfliegen oder sich verteidigen. Sie lebten wie im Paradies, hatten alles, was sie brauchten, ohne Gefahr und Gewalt.
Durch das angenehme Leben wurden sie mit der Zeit aber träge und verlernten irgendwann auch das Fliegen. Es ging ja auch ohne... Und wenn es ihnen dann doch mal nicht ganz geheuer war, so blieben diese Papageien einfach sitzen. So wie kleine Kinder, die beim Versteck-Spiel einfach die Hand vor die Augen halten, weil sie denken, dass man sie nicht sieht, wenn sie nichts sehen.
Eines Tages kamen die ersten Menschen auf die Insel. Sie machten natürlich Jagd auf diese Vögel wegen ihrer bunten Federn, machten bunte Gewänder aus den Federn, stopften Matratzen und Kissen damit aus. Schließlich kamen dann noch die Europäer und räumten Flächen für ihre Bauernhöfe ab. Ein übriges taten die tierischen Begleiter des Menschen (Katzen, Frettchen etc.) Heute gibt nur noch ca. 50 Kakapos – und diese auch nur, weil sie auf eine Insel umgesiedelt wurden, wo es keine Menschen gibt.
Ich hoffe, dass die Menschen hierzulande rechtzeitig doch wieder im übertragenen Sinne das Fliegen lernen. Oder eben nicht mehr einfach sitzen bleiben und mit Schafsblicken klotzen. Wenn nicht, werden wir dasselbe Schicksal erleben wie den träge gewordenen, dekadenten Kakapos. Vom Aussterben bedroht...

[13:45] Der Bondaffe: In meiner Umgebung nehme ich verschiedene Gefühlskomponenten bei meinem Mitmenschen wahr.

Diese sind durchaus widersprüchlicher Natur mit dem Effekt das sie sich zu neutralisieren scheinen. Einerseits scheint es eine gewisse Sorglosigkeit zu geben und eine entstehende Angstkomponente wird mit dem Vertrauen in das Handeln unserer Politiker eliminiert. Andererseits verdrängt man gerne die Probleme ringsherum, das ist schließlich einfacher. Ich sehe das als ideale Umgebung dafür, dass sich große Veränderungen vollziehen können. Anhand der vielen ungelösten und größer werdenden Probleme traut sich die träge Masse gar nichts und bleibt scheinbar ruhig, auch wenn sie verängstigt ist. Mit fatalen Folgen.

Die Masse kann die Zusammenhänge nicht erkennen. Einer davon ist der "Sündenbockeffekt". Ein Bekannter schrieb mir zum Beispiel in einer Mail "Wenn es Unruhen, Bürgerkrieg, Mord und so weiter gibt, dann geht das zu 99 Prozent von deutschen Rassisten aus". Schön und gut nur hat er dabei nicht bedacht, dass es dazu keine Rassisten braucht wenn die Leute feststellen, dass ihre Versorgungsmentalität und ihr Sicherheitsdenken gerade den Bach hinunterschwimmen und sich auflösen. Aber er denkt so und stempelt den gegenwärtig kritischen deutschen Mitbürger schon mal zum Rassisten ab. Da ist man schnell bei der Hand. Weiterführende Zusammenhänge kann er nicht erkennen weil ihm das Wissen fehlt. Und weil er das Wissen nicht hat und seine Vorstellungskraft und Phantasie nicht einsetzt baut sich auf allen Ebenen der Gesellschaft Druck auf. Wie das endet kann man sich vorstellen.

Klarerweise ist alles so ausgelegt, dass es die Masse nicht versteht.

[14:00] Leserkommentar-DE:
Die Frage ist nicht die, dass Terror und Crash kommen werden (müssen), sondern wie lange das ganze Theater noch von der Politik gespielt werden kann. Was wird letztendlich der Auslöser für den Crash sein? Werden Alle Ereignisse zusammen eintreten oder kurz hintereinander oder werden sie in kurzen Abständen kommen? Ich hoffe nur dass diese Bananrepublik und EU-Diktatur bald Geschichte sind. Die Abzockerei des Staates ist langsam nicht mehr auszuhalten.
Ich habe noch nie in eine Monarchie gelebt aber es kann nicht schlimmer sein als jetzt!
Ich hoffe auch, dass Herr Eichelburgs Prognosen diesbezüglich auch zutreffen werden.
Sie sagten ja „Wohlstand für die Leistungsträger". Dann lasst uns doch endlich den Kaiser krönen!

Die Politiker müssen das spielen, was ihnen die Regisseure vorgeben.


 

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