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Realitäts-Verweigerung

Das "Nicht-Sehen-Wollen". Die derzeitige Realitätsverweigerung ist nicht nur am Finanzsektor präsent, sondern spielt auch in vielen anderen Bereichen eine Rolle.

Neu: 2014-08-28:

[12:00] Leserzuschrift-DE: Was früher nicht ging , geht heute:

Was das für die für ein Aufprall werden wird, wenn es dann schlagartig vorbei ist?

Dann ist sehr schnell der Ernst des Lebens auch für die spürbar.

Arbeiter Ehepaar (so um die 60 Jahre) mit abbezahltem Haus bauen dem einzigen Kind (Tochter 18) mit ungesichertem Einkommen ein Haus. Teil wird finanziert. Was ist wenn die in Rente gehen ? Tochter kann mit Ihrem niedrigen ungesicherten Gehalt die Schulden nicht bedienen. Darüber wird nicht nachgedacht, da die Zinsen ja so niedrig sind und die bleiben auch so niedrig laut deren Aussage. Aha !

Andere Beispiele:

Hilfsarbeiter fährt Oberklasse Auto. Reifenkauf ist aber ein Problem, genauso das Tanken und die Versicherung.

Ob Sie das glauben oder nicht. Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen. Wurde mir aber glaubhaft von meinem Freund berichtet.

Ein Ehepaar mit 2 Kinder unter 10 J., mit sehr gutem Einkommen gibt mtl. 1.600,- für alle möglichen Versicherungen aus.

Darunter auch Berufsunfähigkeitsversicherungen für die Kinder, da wenn frühzeitig abgeschlossen der Beitrag angeblich billiger ist. Und natürliche für die so wichtige Vorsorge Lebensversicherungen. Ein Verwandter ist hier der Keiler.

Und ein neues Leasingauto ist auch alle Jahre fällig.

Ja, Kredit und Leasing machen offenbar alles möglich. Der Aufprall wird brutal werden.WE.


Neu: 2014-08-27:

[18:00] Leserzuschrift: über die Schafsherde:

Es ist immer wieder zu lesen, dass wir auf einen sogenannten Tag-X zusteuern und alles nach einem Drehbuch abzulaufen scheint. Das Volk ist scheinbar zu 99,9% ahnunglos und wird durch die Mainstreammedien dumm gehalten. Zum Teil ist das Schafsverhalten auch verständlich, müht man sich entweder täglich ab, um Steuern/Abgaben abgepresst zu bekommen oder säuft sich sinnlos, um stundenlang geskriptete Realität konsumieren zu können. Beider Lager haben am Ende des Tages einfach keine Kraft mehr, sich aus dem Informationsoverkill dialektisch Informationen herauszufiltern und diese Stück für Stück über Jahre so zusammenzufügen, dass ein in sich konsistentes Weltbild entsteht, welches auch durch scheinbar gute Argumente Dritter nicht ins Trudeln gerät. Ob wir nun einem Drehbuch folgen oder die Ereignisse einen eher unkoordinierten aber im Grunde scheinbar natürlichen Verlauf nehmen ist eigentlich zweitrangig.

Für das Schaf wäre der erste Schritt bereits die wichtige Erkenntnis, dass wir nicht immer in Wirtschaftszyklen verharren, d.h. nach dem 2008er Crash nun wieder Aufschwung herrscht und wenn 2014/15 wieder ein "kleiner" Crash oder was auch immer kommt, es 2017-22 wieder aufwärts gehen wird. Diese Erkenntnis müsste sich selbst erst einmal bei den sogenannten Experten durchsetzen! Ich spreche da aus Erfahrung, habe beruflich viel mit Ökonomen (u.a. Profs & solche die es werden wollen etc. zu tun). Auch viele Unternehmer sind da nicht anders. Im Grund gehen die Experten immer davon aus, dass es nur die Frage ist ob wir eine V oder U Delle bekommen, ob es dann gleich wieder bergauf geht oder noch zwei, drei Jahre bis zum nächsten Aufschwung vergehen werden. Wirklich verinnerlicht, dass das ganze System kippen kann, haben sie nicht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Alles was nicht in die eigene Wahrnehmung passt wird ausgeblendet, verteufelt oder bis auf äußerste bekämpft (PC, links-rechts-Debatten etc. lassen grüßen).

Für all die Schafe ist das, was an den "Märkten" zu komplex. Also warum sich damit auseinandersetzen. Der Alltag ging doch auch während der Krisen der Vergangenheit immer im Grunde so weiter wie gewohnt. Was soll die ganze Hektik, was liest man manchmal in den MSM, öfter in diesen komischen Blogs etc., alles nur Weltuntergangspropheten und Spinner, die Propagandaschau sagt doch was völlig anderes und hat immer Recht. Alles schon zig Mal beschrieben, Herdentrieb, "Psychologie der Massen" (Le Bon) etc. Also den ganzen Kram am besten ausblenden und ab zum Sportverein oder zum Shoppen (toll die Preise sinken! bei 50% Rabatt wird doppelt soviel gekauft, hat man gleich 100% gespart...) etc., eben Opium fürs Volk.

Das allgemeine Schaf wacht erst auf, wenn es selbst betroffen ist. Das muss dann aber auch richtig reinhauen, denn anfangs wird noch Vater Sozialstaat angepumt. Erst wenn da nix mehr kommt, die Zahlungen ausbleiben und das einzelne Schaf merkt, dass auch bei der Herde nix mehr zu holen ist, die Miete nicht gezahlt werden kann, die Wohnung kalt ist und der Magen knurrt, dann wird reagiert. Reagieren ist dann aber nicht Nachdenken, sondern schlichte Wut auf alles und jeden. Es wird dannn alles zugrunde gerichtet, Schaf geht es schlecht, also auch allen anderen. Erst nach der ausgetobten Schafswut kann wieder etwas Neues entstehen. Das Spiel beginnt von vorn, die nächsten 50, 70 oder vielleicht auch 120 Jahre... Es lohnt selten der Versuch die Schafe zu bekehren, meist verschwendete Ressourcen. Nur wenige sind Willens etwas dazu zu lernen und dann auch das Leben entsprechend zu gestalten. Meist sind es Schafe aus einfachen Verhältnissen, die sich alles im Leben erarbeitetn mussten, wo nicht schon Mami oder Papi durch Vitamin B das Leben vorbestimmt haben. Also, soll die Masse wie in den golden 1920er Jahren feiern. Die Geschichte lehrt, was dann alles kam.

In etwa 2 Wochen dürften wir die grosse Schafsschur und dann Schlachtung erleben. Einige Schafe werden dann zu Wölfen. Aber auch dafür ist schon mit reichlich Sündenböcken vorgesorgt.WE.


Neu: 2014-08-10:

[16:22] Leserkommentar-SGP zur Frage "Wohin mit der Million":

immer wieder schlagen bei uns in der Kanzlei in Singapur "Anleger" mit demselben Problem auf. Wohin mit der Million? So auch heute. Alle haben dieselbe Idee: da muß man doch blöd sein, wenn man nicht Geld zu 1% aufnimmt und damit eine lokale Immobilie kauft, oder? Oft sind das auch noch Multiplikatoren, deutsche Steuerberater. Wenn ich denen dann erzähle, daß ich in 13 Jahren dieselben Immobilien zwei Mal zum halben Preis gesehen habe, wobei heute der Preis vier oder fünf mal so hoch wie am Tiefpunkt ist, dann ernte ich entsetzte Blicke.

Dann kommt die Frage nach Wertpapieren. Ich warne vor der Währungsreform. Sie sagen: "ach, wenn man 50% verliert von 40 Mio, dann reicht es doch immer noch zum Leben." Ich sage dann immer darauf, daß in 1949 90% der Lebensversicherungen weg waren. Daran sollte man sich auch heute orientieren. Dann höre ich immer Gezetere, ich sei so negativ. Vom physischen Gold im Tresor wollen die Leute immer nie etwas hören. Das beste kommt noch: alle Interessente sind bei einer der lokalen Niederlassungen von Schweizer Banken. Bei denen fehlt nur noch die Online-Verbindung zu den europäischen Behörden. Bei ihrer Schweizer Bank wollen sie auch immer bleiben. Den kleinen Aufwand einer Firmengründung scheuen sie. Das wäre aber eine der möglichen Lösungen.

Unser "Mann in Signapur" hat Recht: Steuervermeidung und Faulheit schließen sich aus!


 

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