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Informationen Deutschland - 2007

Diese Seite befasst sich mit spezifisch deutschen Themen.

Neu 2007-12-31:

[13:00] Lohnmässigung - jetzt?

Spiegel: Bundesbank-Präsident mahnt zu Lohnmäßigung

Sieben Prozent, acht Prozent – die ersten Lohnforderungen von Ver.di und Co für das Jahr 2008 lassen heftige Auseinandersetzungen erwarten. Grund genug für Bundesbank-Präsident Axel Weber, einen Aufruf zu formulieren.

Sein eigenes Gehalt hat er sicher angehoben. Der hat sicher Angst vor der Flucht aus seinem System und seinem Papier.
 

[13:30] Bundesländer saniert?

FAZ: Die meisten Bundesländer sind saniert

Erstmals seit langem wird die Mehrzahl der Bundesländer im neuen Jahr keine neuen Schulden aufnehmen müssen - falls nicht die Konjunktur stärker als erwartet nachlässt und eingeplante Einnahmen ausfallen. Nach der jüngsten Steuerschätzung rechnen Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 2008 mit einem ausgeglichenen Haushalt oder sogar mit Überschüssen. Niedersachsen will vom Jahr 2010 an keine neuen Schulden mehr aufnehmen, Hessen von 2011 an.

Leserzuschrift dazu:

Alle Bundesländer weisen ihre Schulden nur noch zu max. 55%, aus Brandenburg z.B. nur zu 30%. Alles ist in Beteiligungsgesellschaften versteckt und aus dem öff. Haushalt rausretouschiert....

Klingt irgendwie stark nach SIV - diese Zweckgesellschaften der Banken ausserhalb der Bilanz. Was mit den SIVs passiert ist, wissen wir ja, dieses Versteckspiel wird ähnlich ausgehen.
 

[14:30] Schäuble in Aktion:

Spiegel: Razzia im rechtsfreien Raum

Ein angeblicher 22,90 Euro-Betrug, ein Drogengerücht aus dritter Hand - immer wieder filzen Ermittler Wohnungen und Büros auf Basis vager Verdachtsmomente. Chronisch überlastete Ermittlungrichter genehmigen die Durchsuchungen häufig ohne ausreichende Prüfung.

Stasi 2.0 passt hier am Besten.


Neu 2007-12-30:

[16:30] Das Ende von "Suburbia" ist auch in Deutschland da:

Spiegel: Pendler zahlen drauf

Teurer Sprit und gieriger Staat: Wegen der steigenden Benzinpreise, dem Wegfall der Pendlerpauschale und der höheren Mehrwertsteuer müssen die Pendler nach Angaben des ADAC derzeit richtig bluten.

Die Kreditindustrie und die Immobilienbranche haben ihnen eingeredet, dass ein "Häuschen im Grünen" ein Muss ist. Inzwischen wird es unbezahlbar.
Was wir bisher gesehen haben ist noch gar nichts. Hat jemand daran gedacht, dass beim Zerfall des Euro kaum mehr Importe von Öl möglich sein werden?


Neu 2007-12-29:

ACHTUNG: die Immo-Betrüger der 90er Jahre kehren zurück:

FTD: Immobilienbetrüger kehren zurück

Der Betrug mit Kapitalanlagen floriert wieder. Jetzt nutzen dubiose Anbieter von Schrottimmobilien die Furcht der Anleger vor der Abgeltungsteuer.

Das Jahr 2007 hat Anlegern Rekordverluste am grauen Kapitalmarkt beschert. Mehr als 1,5 Mrd. Euro wurden durch die Zusammenbrüche von Firmen wie der Göttinger Gruppe, der First Real Estate, der Global Swiss Capital und der Madrixx AG vernichtet, hat das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) errechnet. "Der entstandene Schaden ist damit doppelt so hoch wie im Jahr 2006, als Anleger rund 750 Mio. Euro durch kriminelle Anbieter verloren", sagt DIAS-Vorstand Volker Pietsch.

Wieder mit der selben Masche: Steuerersparnis.


Neu 2007-12-28:

Politiker-Idioten fallen nur höhere Steuern ein:

Spiegel: SPD prüft höhere Steuern für Manager

Die von SPD-Chef Beck eingesetzte Arbeitsgruppe zur Managervergütung macht ernst: Bis zum Frühjahr will sie Pläne zur gesetzlichen Regelung von Vorstandsgehältern vorlegen. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen Wirtschaftsbosse künftig stärker besteuert werden.

Nachdem immer Bruttogehälter verglichen/angegeben werden, dann führen höhere Steuern für Vorstände nur dazu, dass diese Gehälter und Boni noch höher werden - denn diese Leute können sich ihre "Kompensation" selbst bestimmen.

Viel besser wäre es, die Steuern zu senken, die Politikergehälter auch und zu sagen: da schaut her, wir machen es euch vor.


Neu 2007-12-27:

Die Gas-Hyperinflation:

Spiegel: Gaspreise sollen um 20 Prozent steigen

Zum 1. Januar steigen die Preise schon, doch damit nicht genug: Nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern wird es im Frühjahr eine weitere Preiserhöhung beim Gas geben. Die Energie, so die Vorhersage, wird um durchschnittlich 20 Prozent teurer.

Hyperinflation - anders kann man das nicht mehr nennen.


Neu 2007-12-26:

Nur mehr die Immo-Fonds kaufen?

Handelsblatt: Schöne neue Immobilienwelt?

Die Mieten steigen – für Wohnungen wie für Büros. Immobilienverkäufer erzielen auch jetzt, während der Kreditkrise, noch Preise, von denen sie vor drei Jahren nur geträumt haben. Und die vielen Käufer aus dem Ausland freuen sich, in einem der größten Immobilienmärkte der Welt investiert zu haben. Immobilien-Deutschland gibt ein prächtiges Bild ab. Doch das Bild wird blasser.

Finanzinvestoren rechtfertigten in den vergangenen Jahren die Preise für Wohnungen gegenüber ihren Geldgebern mit Geschäftsmodellen, die sinkende Kosten, abnehmende Leerstände, deutlich steigende Mieten und vielfach auch Wohnungsverkäufe vorsahen. Der Abbau von Kosten und Leerstand ist gelungen, die Wohnungsprivatisierung dagegen nahezu ausnahmslos gescheitert. Und zu den Mieten sagt ein Marktbeobachter: Kaum eine Gesellschaft habe die Mieterhöhungen erreicht, die sie sich vorgenommen habe. Vielleicht spielt die Zeit den Investoren in die Hände.

Im Gewerbesegment soll der Aufschwung in Deutschland die Mieten hochtreiben. Darauf haben Käufer gesetzt und saftige Preise gezahlt. „Im Vergleich zum Mietwachstum ist Deutschland sehr teuer“, warnt Stefan Wundrack

Diese "Investoren" (Fonds, etc.) investieren natürlich fremdes Kapital. Offenbar hat sich hier auch eine Bubble gebildet.


Neu 2007-12-24:

Ein wichtiger Konjunktur-Indikator zeigt nach Unten - Bierverbrauch:

Spiegel: Bierkonsum so niedrig wie noch nie

Weniger Durst: Die Deutschen haben dieses Jahr deutlich weniger Bier getrunken als 2006. Ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird, warnt der Chef des Deutschen Brauerei-Bundes in einem Interview. Die Brauereienvielfalt sei in Gefahr.

Zwischen 1920 und 1923 (Hyperinflation) ist der Bierverbrauch um mehr als 50% gefallen.

 

[17:00] Da bricht der Automarkt richtig zusammen:

Spiegel: Autobauer lassen massenhaft Neuwagen auf sich selbst zu

Deutsche Autohersteller peppen ihre Statistik auf: Wegen eines drohenden Absatzeinbruchs sollen sie binnen eines Monats bis zu zwei Drittel der Neuwagen auf sich oder ihre Händler zugelassen haben. Diese Fahrzeuge kommen bald auf Umwegen billig auf den Markt.

Gerade die Massenhersteller hätten derzeit massive Probleme, ihre Autos zu regulären Preisen zu verkaufen. So seien vom VW-Cabrio Eos zwei Drittel der Wagen auf Handel und Hersteller zugelassen worden. Der Bestseller VW Golf sei zu 38 Prozent nicht an den Endkunden gegangen. "Der VW-Konzern will das Absatzvolumen um jeden Preis steigern", sagt Dudenhöffer. "Die kämpfen um jedes Auto."

Die müssen wohl bei ihren Banker-Kollegen abgeschaut haben: den schönen Schein möglichst lange bewahren. Denn es gilt die Jahresbilanz zu retten.

Das ist ein massiver Markt-Zusammenbruch wie er noch kaum eingetreten ist.
 

[13:00] Leserzuschrift zu Immo-Preisen in Deutschland:

Durch den Artikel im Stern zu den günstigen Preisen für Häuser in Amerika ist mir wieder bewust geworden, daß es bei uns teilweise auch nicht anders aussieht.

Auf der einen Seite gibt es Boomregionen wie Berlin oder Frankfurt (Wo schon wieder das nächste Hochhaus entstehen soll, ganz zu schweigen von dem neuen Europaviertel) auf der anderen Seite sind Teile des Ostens. Hier gibt es Häuser, die teilweise nicht oder nur minimal renoviert werden müssen, für einen Bruchteil des Preises, wie man ihn wo anders bezahlen müßte.

Seit einiger Zeit verfolge ich unregelmäßig die Ergebnisse der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG und bin immer wieder erstaunt über die Erlöse. Immer wieder gibt es (dann jedoch stark renovierungsbedürftig) Häuser mit Grundstück für unter 1000€.

Oder ein ehemaliger Stall mit > 5000m² Grundstück ging für 6.500€ weg. Das sind schlappe 1,30€ pro m². Woanders sind die Preise 100 x höher...

Wenn es weiter so geht, dann wird es nicht nur im Osten so aussehen, sondern bald bundesweit.

Der Preis einer Immobilie hängt rein von der Kreditverfügbarkeit und den Arbeitsplätzen ab. Wieder ein Beweis dafür. Auch schon 2oz Gold pro Haus (aber noch selten).
 

[13:00] Jetzt schlägt "Joe" wirklich Dreizehn:

Welt: Ackermann kritisiert Sucht nach Rendite

Was hat er noch vor einem halben Jahr getan? ja, immer mehr Rendite gefordert. Weil das die Politiker plötzlich kritisieren, dreht auch er um.


Neu 2007-12-23:

Grossartige Abhandlung über deutsche Wirtschaftsgeschichte 1919-1945:

Uni-Münster: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/SW-G/ws04;05/burhopskript2.pdf

Leserzuschrift (AU) dazu:

Nachdem es heute mit Gewissheit keinen Deutsche Buerger mehr geben duerfte der 1929 mit vollem Bewusstsein - also das notwendige Alter hatte - dieses Drama der Hyperinflation und deren Folgen bewusst zu erleben, dachte ich mir es kann nicht schaden die Bevoelkerung heute schon auf das aufmerksam zu machen was auf uns zukommt. Die Geschichte wiederholt sich nur.

M.E. ist mein Hinweis, wie man nach der Waehrungsreform in Deutschland 1948 mittels der Besteuerung von nicht benutzen, eingetragenen Grundschulden nochmals zur Kasse bat, von nicht zu unterschaetzender Bedeutung.
Dieser Vorgang war in der Tat "genial". Hatten die meisten Deutschen bereits durch den WWII Krieg fast alles verloren, so fand man eine Moeglichkeit sie nochmals zu rupfen. An diesen Vorgang kann sich heute kaum noch ein Mensch erinnern, was aber nicht heisst dass die Wirtschaftsfachleute der Regierung diese Sache nicht in ihren Schubladen haben. Was 1948 in Deutschland "erfunden" wurde, wird mit Sicherheit nach dem Crash weltweit angewendet werden. Das war zumindest die Meinung des Schweizer Info Briefes aus dem Jahre 1987?

Dieses Spielchen muss verhindert werden. Hartgeld.com hat das Zeug dazu. Wie gesagt ich habe diesbezueglich keine Info am www gefunden. Der Bund der Steuerzahler muesste die beste Quelle sein.

Must read!


Neu 2007-12-21:

Richtig gerochen. Was wir bisher gesehen haben, war nur ein Vorgeschmack. 2008 kommt die Hyperinflation. Wahrlich ein Megatrend.  

[18:00] Werden IKB und KfW 2017 noch leben?

Spiegel: Hypothekenkrise belastet KfW bis 2017

Die werden vermutlich nicht einmal das nächste Jahr überleben.


Neu 2007-12-19:

Die Beamten-Gewerkschaften langen zu:

Spiegel: Ver.di fordert acht Prozent mehr Lohn

Dem öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen steht eine harte Tarifrunde bevor: Ver.di verlangt für die Beschäftigten acht Prozent mehr Einkommen. Als Grund für die hohe Forderung nennt die Gewerkschaft die Steuermehreinnahmen in Folge der guten Konjunktur.

Interessant, dass die Inflation nicht genannt wird. Aber die Gewerkschaften riechen sie sicher.


Neu 2007-12-18:

Schweigegelder an Pleite-Banker:

Zeit: Vorstände mit Vollkasko

Sie haben mit Fehlspekulationen eine komplette Bank verspielt. Aber die früheren Chefs der IKB fallen weich.


Neu 2007-12-17:

Bald wieder (Leserfindling)?


 

IKB wird immer teurer:

Handelsblatt: IKB-Rettung könnte noch teurer werden

Die Krise um die angeschlagene Industriebank IKB führt beim Großaktionär zu immer neuen Lasten. Die Rettung der Bank könnte die staatliche KfW über fünf Milliarden Euro kosten. KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier richtete nun auch eine klare Botschaft an den Steuerzahler.

Wann will man die leere Hülle endlich fallen lassen. Und den Steuerzahler soll das alles nichts kosten. In England arbeitet man bereits an einer Staatsübernahme von Northern Rock - mit allen Verlusten. Will der deutsche Staat diese Kröte endgültig schlucken?
 

[21:30] Sehr gut recherchierte Leserzuschrift zu APO-Bank:

Nach den aktuellen Problemen der SachsenLB habe ich mal weiter recherchiert. Ein schon etwas älterer Bericht "Sächsisches Roulette" in der Capital vom 12.11.2007
siehe http://www.capital.de/unternehmen/100008325.html zeigt schön die Hintergründe - und wie Claus Wilsing in die eigene Tasche gearbeitet hat, unter Duldung der SachsenLB.

Er zeigt aber auch, wo die Schuldigen der SachsenLB jetzt weiter ihr Unwesen treiben - wo also die nächsten Bomben hochgehen werden.

1. Die Apo-Bank hat 2005 51% von der AC Capital Partners gekauft. Sie wurde von Claus Wilsing und ein paar Kollegen 2003 gegründet. Claus Wilsing ist der Mann, der für die SachsenLB das heutige Chaos angerichtet hat. Seit Ende 2005 ist er Vorstand bei der Apo-Bank und gleichzeitig noch an der AC Capital Partners beteiligt.

Bei der Apo-Bank hat er aber nicht das Geld der Bank bzw. des Bundeslandes, sondern das Geld der Anleger (1,3 Mrd. Euro) mit einem 25fachen Hebel = ca. 30 Mrd. Euro über AC Capital Partners in ABS usw. angelegt. Die Anleger sind Ärzte und Apotheker, sowie deren Kammern, Standesverbände und deren Pensionskassen.

2. Die Apo-Bank ist die weitaus größte Bank im BVR. http://www.bvr.de/ . Sie hatte 2006 eine Bilanzsumme von 33 Mrd. Euro, die nächstkleinere Bank hat eine Bilanzsumme von 10 Mrd. Euro. Die gesamten Genossenschaftsbanken haben eine Bilanzsumme von ca. 600 Mrd. Euro, die Apo-Bank hat also ca. 5 % davon.

Mitgliederliste mit Bilanzsumme, siehe http://www.bvr.de/public.nsf/public.nsf/EED3EEC9F7C7273AC1256F87003532A6/$FILE/AlleBanken2007.pdf

Der BVR betreibt die Sicherheitseinrichtung für die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Er garantiert damit für die Einlagen und Inhaberschuldverschreibungen aller Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland.
"Die Sicherungseinrichtung des BVR ist vom deutschen Gesetzgeber als so genannte institutssichernde Einrichtung gemäß § 12 Abs. 1 Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAG) anerkannt worden: Ihr angeschlossene Banken sind keiner gesetzlichen Entschädigungseinrichtung gemäß §§ 6 f. EAG zugeordnet (Der Schutzumfang je Kunde betrüge dann nur 90 Prozent der Einlagen, maximal 20.000 Euro), solange die Sicherungseinrichtung des BVR auf Grund ihres Statuts die angeschlossenen Banken selbst schützt, insbesondere deren Liquidität und Solvenz gewährleistet, und über die dazu erforderlichen Mittel verfügt."

3. Die DZ Bank ist die Zentralbank des Verbandes.
"Die DZ BANK Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank AG ist das Spitzeninstitut und Zentralbank für 1.254 Volksbanken und Raiffeisenbanken mit den Schwerpunkten Verbund und Mittelstand. Als Geschäftsbank ist die DZ BANK hauptsächlich in den Bereichen Corporate Finance, Fixed Income und Sales & Brokerage aktiv."

4. Die Statuten der Sicherungseinrichtung des Verbandes, zeigen, dass alle zur Verschwiegenheit verpflichtet sind und welche Rolle die DZ Bank im Verband spielt.
siehe http://www.bvr.de/public.nsf/D12E0EC06274EAABC1256F7A00358C38/$FILE/statut_sicherungseinrichtung.pdf , insbesondere §29.


Daraus folgt nun meine Hypothese:

Die Sicherungseinrichtung der Genossenschaftsbanken hat eingegriffen und Bürgschaften bzw. Garantien für die AC Capital Partners übernommen - auf dem Wege über die DZ Bank. Nach außen wird es so dargestellt, als ob die DZ Bank die Refinanzierung übernommen hätte - man ist ja zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Begründung: In der momentanen Situation würde das eine Bank freiwillig nie tun. Eigentlich hätte weder die Apo-Bank noch die Sicherungseinrichtung für das Fondsvermögen der Kunden haften müssen - aber dann wäre das angelegte Vermögen von 1,3 Mrd. Dollar der Ärzte, Apotheker und ihrer Pensionskassen verloren gewesen und anschließend wäre die größte Genossenschaftsbank, die Apo-Bank, zusammengebrochen - mit weiteren Folgen, die man absehen kann.

Dies darf aber unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen - ist in den Statuten so festgelegt. Daher hat die Apo-Bank den Pressemeldungen heftig widersprochen, siehe http://www.apobank.de/70partner/30presse/071105/index.html

Daher versteht man, warum nach der ersten Spiegel-Meldung am 3. November (fast) nichts mehr in der Presse gekommen ist. siehe http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,515190,00.html

Würde das bekannt, dann käme in Deutschland sofort der Run auf alle Genossenschaftsbanken - wie bei Northern Rock. Da mit 25-fachem Hebel gearbeitet wurde, kann die Haftung der DZBank und damit der Volks- und Raiffeisenbanken bis zu ca. 30 Millarden Dollar betragen.

Die Ärzte und Apotheker sind sowieso nicht sehr gut auf die Apo-Bank zu sprechen - wegen Ihrer Machtpolitik.
siehe http://www.dfg-online.de/friends/parser.php?urid=58&PHPSESSID=063c405561decfaf4cc6... (etwa in der Mitte der Seite oder Suche nach apobank: 1. Irland: Sorgen in Deutschland um Apobank-Tochter 2. Kommentar - Aufsichtsfrage: Wohin driftet die Genossenschaft namens ”apobank"? 3. Wirtschaftskrimi vom Rhein: apobank-Rambo Herion und die Marktbeherrschung)

So wird es vermutlich noch ein paar Wochen oder Monate dauern, bis alles bekannt wird und die Apo-Bank zusammenbrechen wird - nicht weil sie selbst dort das Geld verliert (sie hat dort nur einige Millionen angelegt), sondern weil sie das Vermögen und Vertrauen der Ärzte und Apotheker verspielt hat...spätestens, wenn die ABS auslaufen und deren wahrer Wert dann im folgenden Finanzbericht nicht mehr versteckt werden kann.

Claus Wilsing wird ohne Verluste daraus hervorgehen - schließlich ist es ja nicht sein Geld - sondern das der Anleger (für das jetzt alle Genossenschaftsmitglieder der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken eintreten müssen), das er verzockt hat.

Ob die DZ-Bank und die mit haftenden Genossenschaftsbanken das überstehen, bleibt fraglich. Wenn man noch gedacht hat, dass man bei der kleinen "Volksbank" vor Ort sicher ist, so kann man jetzt davon ausgehen, dass dies nicht der Fall ist. Selbst wenn diese kleinen Banken sich nicht an dem Geschäft mit amerikanischen Anleihen beteiligt haben, so haften sie mit für die Verluste der "schwarzen Schafe" in ihren Verbänden.

Die haben wirklich allen Grund, verschwiegen zu sein. Da kann jede Bank eines Sicherungssystem Opfer eines Spekulanten mit fremdem Geld werden und untergehen.

Leserzuschrift zum Weihnachtsgeschäft:

Soeben ruft mich ein Freund an, der in Passau, Straubing und Regensburg Markenbekleidungsgeschäfte führt.

WEIHNACHTSGESCHÄFT IM RAHMEN DES AUFSCHWUNGS – 50 % !!!!!

 

Arm durch Arbeit:

Tagesspiegel: Wenn der Lohn nicht zum Leben reicht

Immer mehr Erwerbstätige sind auf Leistungen vom Staat angewiesen. Ein Ende des Trends ist nicht absehbar.

Nicht nur viele Mitarbeiter der Pin Group, die wegen der Einführung eines Post-Mindestlohns zum Jahreswechsel jetzt mit der Insolvenz droht (siehe unten), sind auf Hartz IV angewiesen. Auch aus anderen Branchen müssen immer mehr Menschen zusätzlich Geld vom Staat beziehen, weil ihnen der Lohn zum Leben nicht mehr reicht. Die neuesten verfügbaren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Im Mai 2007 waren einschließlich der Mini-Jobber insgesamt rund 1,2 Millionen Hartz-IV-Bezieher erwerbstätig.

Arbeit rentiert sich nicht mehr. Aber Handies haben sie sicher alle.


Neu 2007-12-13:

Glauben die Gewerkschaften die Inflationslüge nicht mehr?

Handelsblatt: Das Ende der Bescheidenheit

Die kommende Tarifrunde verspricht einiges an Brisanz: Die Gewerkschaften schrauben angesichts der gut laufenden Konjunktur ihre Forderungen in die Höhe. Die Arbeitgeber warnen jedoch vor einer Abschwächung und halten die Forderungen für überzogen. Doch nicht nur um Lohnerhöhungen wird gestritten.

Dann sind sie besser als alle Wirtschaftsforscher und Bond-Händler.


Neu 2007-12-12:

Braucht jemand einen günstigen und sicheren Tresor - jetzt billig zu haben:

Spiegel: Bundesbank verzockt sich mit Ost-Immobilien

Der Bundesbank droht nach ARD-Recherchen ein Verlust von 100 Millionen Euro. Nach der Wende baute das Institut in den neuen Bundesländern zahlreiche Verwaltungsgebäude - jetzt müssen sie zu Billigpreisen verkauft werden.

Ost-Immobilien zum Schleuderpreis: Die Bundesbank bietet in den neuen Bundesländern Gebäude weit unter den Baukosten zum Kauf an, wie das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" berichtet. So seien etwa ein Verwaltungsgebäude und zwei Wohnhäuser in Halle 1997/98 für 32 Millionen Euro erbaut worden - heute verlange die Bundesbank dafür nur noch 2,8 Millionen Euro, nicht mal ein Zehntel der ursprünglichen Kosten. Ein ähnlich hohes Verlustgeschäft mache die Bundesbank in Halberstadt, wo die im Jahr 2000 für 17 Millionen Euro gebauten Häuser für 1,89 Millionen Euro angeboten werden.

Diese Filialen erfüllen höchste Sicherheitsstandards und werden jetzt verschleudert. Typisch Zentralbank.


Neu 2007-12-10:

Jetzt kommt der SachsenLB-Hammer - €43 Mrd:

AdHocNews: Experten beziffern Sachsen-LB-Risiken auf 43 Milliarden Euro

Die «Süddeutsche Zeitung» (Montagausgabe) hatte berichtet, dass bei der Sachsen LB Finanzrisiken in Höhe von 43 Milliarden Euro bestünden. Für die Deckung dieser größtenteils aus Verpflichtungen im amerikanischen Immobilienmarkt herrührenden Unwägbarkeiten verlange die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) von Sachsen eine Bürgschaft in Höhe von «über vier Milliarden Euro»

Hat jemand auf die Preise dieser CDOs beim E-Trade-Zwangsverkauf geschaut: 11...27%.
Es wird Zeit, genügend Schuldgaleeren zu bauen, um alle Sachsen aufnehmen können.


Neu 2007-12-08:

Allmachts-Phantasien der Polizei:

Spiegel: Polizeichefs wollen "Großen Spähangriff"

Fahnder fordern die Total-Überwachung: Auf der Jagd nach Terrorverdächtigen wollen die Ermittler in Zukunft Wohnungen mit versteckten Kameras ausspähen, W-Lan-Kommunikation abfangen und Telefonate schon dann abhören, wenn die Teilnehmer noch gar keine Beschuldigten sind.

Wenn man ihnen den kleinen Finger gibt, wollen sie als nächstes gleich die ganze Hand. Deren Wünsche kennen sicher kein Ende, bis sie den totalen Überwachungsstaat haben. Dann fühlen sie sich "wichtiger".

Das führen sie in der Realität auf: Autobahn wegen Keksdose gesperrt

Sie haben sich wieder einmal "wichtiger" gefühlt.
 

Dafür wird das Fleisch wieder teurer (Leserzuschrift):

Habe gestern, wie gewohnt, meinen wöchentlichen Großeinkauf gemacht. Bei der Wurst- und Fleischtheke habe ich vor mich hingemeckert, und mich über die steigenden Preise bei den Lebensmittel geäußert. Da sagte mir die Fleischfachverkäuferin: Jammern Sie nicht, das sind noch humane Preise. Ab nächste Woche wird alles drastisch teurer. Das hat die Geschäftsleitung ihr gesagt! Ab nächste Woche gibt's eine satte Erhöhung bei den Fleischpreisen!

Sorry, die "guten und fetten" Jahren scheinen vorbei zu sein. Jetzt muss für das Essen wieder "reales" Geld bezahlt werden.


Neu 2007-12-06:

Wenn die KfW immer so agiert:

Handelsblatt: KfW verheizt Millionen in Brasilien

Ein handfester Skandal: Ausstehende Kredite in Höhe von 82 Millionen Euro belasten die KfW Ipex Bank. In Südbrasilien sollten insgesamt acht Biokraftwerke durch Kredite der KfW Ipex Bank entstehen, zur Beseitigung des Strommangels. Wie die KfW Biomassekraftwerke in Brasilien fördert und Millionenkredite verheizt – ein Wirtschaftskrimi mit Verwicklungen.

Die sind auf Betrüger hereingefallen. Und was tun sie? vertuschen!


Neu 2007-12-05:

[17:00] Nur wenige spüren den "Aufschwung":

Spiegel: Aufschwung geht an 83 Prozent der Bürger vorbei

Hohes Wachstum, weniger Arbeitslose - eigentlich müsste es den Deutschen gut gehen wie lange nicht mehr. Doch die Statistik sagt wenig über das tatsächliche Befinden der Deutschen aus: In einer Umfrage geben 83 Prozent an, sie merkten von der wirtschaftlichen Erholung rein gar nichts.

Deutschland ist real seit 2002 in der Rezession, nur durch Statistik-Lügen verschleiert. Kein Wunder, dass die Masse davon nicht merkt, etwa hier:


Neu 2007-12-04:

WestLB HSH Nordbank - sie wollen von ihren SIVs immer noch nicht lassen:

Bloomberg: WestLB, HSH Nordbank Bail Out $15 Billion of SIVs

WestLB AG, Germany's third-largest state-owned bank, and Hamburg-based HSH Nordbank AG provided financing to more than $15 billion of troubled investment funds to prevent a fire sale of their assets.

WestLB provided a credit line for its $11 billion structured investment vehicle called Harrier Finance to repay commercial paper, the Dusseldorf-based bank said in an e-mailed statement today. HSH Nordbank said it will provide backup funding to cover all commercial paper issued by its 3.3 billion- euro ($4.8 billion) Carrera Capital SIV, spokesman Reinhard Schmid said in an interview.

Sie werfen neues Geld dem verlorenen nach - umd die Verluste noch nicht eingestehen zu müssen. Das werden sie weiter so machen, bis sie "ganz unten" im Schreck alles verkaufen und dann pleite sind. Hat dort jemand noch ein Guthaben?

 

[19:30] Angestellte kaufen am Ende der Bubble, Unternehmer verkaufen:

Handelsblatt: Genialer Verkäufer sendet Rückzugssignale

Dass Carsten Maschmeyer zu Recht als genialer Verkäufer gilt, hat er einmal mehr bewiesen. Swiss Life zahlt eine kräftige Prämie, um sich Maschmeyers Lebenswerk – den Finanzdienstleister AWD – einzuverleiben. Der 48-Jährige und seine Familie halten damit nur noch zehn Prozent der Aktien. Und manch einer spekuliert, dass der er dem Unternehmen ganz den Rücken kehren könnte.

Offenbar sieht der Verkäufer die Zeichen an der Wand für die Finanzvertriebe. Die Käufer (Angestellte Manager) aus der Schweiz aber nicht. Die treibt Prestige und Gier.


Neu 2007-12-02:

Der Pleitegeier treibt sich herum:

Welt: Millionen Deutsche stehen vor der Pleite

Trotz der guten Konjunktur sind rund zehn Prozent der Bürger überschuldet. Die häufigsten Ursachen sind Arbeitslosigkeit und Scheidung, aber auch mangelndes Finanzwissen. Und Banken verschärfen die Lage oft noch. Die Privatinsolvenz ist für immer mehr Menschen ein Ausweg.

Auch die Schuldnerberater erkennen im Gegensatz zur Schufa keine Trendwende. „Zu uns kommen in letzter Zeit eher mehr Leute“, sagt Marion Schmidt, Schuldnerberaterin bei der Verbraucherzentrale Hessen. Vor allem jüngere Menschen, Akademiker und andere Angehörige der Mittelschicht seien immer häufiger überschuldet. Und die aggressive Werbung einiger Banken sowie das mangelnde Finanzwissen der Deutschen tragen dazu bei, dass dies auch so bleibt.

„Ein Problem ist dabei auch das fehlende Finanzwissen“, sagt Wolfram Backert. „In den Schulen wird alles Mögliche gelehrt, aber so simple Dinge wie Zinseszins sind meist kein Thema.“

Ah, die Akademiker "erwischt" es jetzt auch. Hat die Universität nicht den richtigen Umgang mit Geld gelehrt? Nein natürlich, nicht.

Der Pleitegeier kann nach dieser Mahlzeit sicher nicht mehr fliegen - so üppig war sie. Er muss auf dem Boden bleiben und weiterfressen - dazu gibt es immer mehr.


Neu 2007-12-01:

Reisst die IBK auf die KfW mit?

BÜSO: Krise bei IKB droht Kreditanstalt für Wiederaufbau mitzureißen

Zusätzlich zu den erwarteten € 4,8 Mrd. an Verlusten der Tochter, welche bereits die Hälfte des Kapitalstocks der KfW auszuradieren drohen, meldete die IKB weitere € 1,3 Mrd. Verluste, die nicht mit Rheinland Funding in Verbindung stehen.

Ah, da kommen noch andere Verluste bei dieser Bailout-Bank heraus.
 

[18:00] Jetzt kommt der wirklich dicke Verlust-Brummer LBBW:

WIWO: LBBW hält Kreditverbriefungen von 30 Milliarden Euro

Hohes Risiko. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hält Kreditverbriefungen in einem Umfang von 30 Milliarden Euro. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus LBBW-Kreisen.

Was das genau ist und in welcher Form diese Papiere gehalten werden, steht leider nicht drinnen. Aber Abschreibungsbedarf im zig-Milliardenbereich ist möglich.
Eine deutsche Landesbank nach der anderen...

 


 

Neu 2007-11-30:

Teurer Saft:

Spiegel: 326 Stromversorger heben die Preise an

Preisschock statt Adventsstimmung: Zum Jahreswechsel will rund ein Drittel der deutschen Stromversorger die Preise anheben - zum Teil um mehr als 30 Prozent.

Ist auch eine Auswirkung der "modernen" Gaskraftwerke - Gas steigt mit dem Ölpreis. Und natürlich die Öko-Subventionsenergie.
Wird deshalb jemand mit dem Stromsparen beginnen?


Leserzuschrift zum Artikel "Durchschnittsverdiener":

Die Rechnung, die Sie da aufgemacht haben, ist leider noch nicht ganz vollständig: Neben den indirekten Steuern zahlt man ja für Waren und Dienstleistungen auch die vom Verkäufer mit in die Preise hineinkalkulierten Lohnnebenkosten mit. Hinzu kommen Beiträge zu Berufsgenossenschaften etc. Ich denke, es ist realistisch, von den 1.700 Euro nicht nur 20% für indirekte Steuern anzusetzen, sondern zusätzlich ca. 30% für Lohnnebenkosten. Von den 3.800 Euro brutto bzw. 1.700 Euro bleiben also nur ca. 850 Euro, die der Angestellte in Waren und Dienstleistungen umsetzen kann - das ist weniger als ein Viertel! (Eine Bemerkung zu meiner Berechnung finden Sie unten unter Punkt 2.)

Für mich selbst habe ich das noch zu DM-Zeiten mal durchkalkuliert: Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass von 100 DM weniger als 25 DM übrig bleiben. Und das war noch nicht mal die Krönung: Als ich damals eine Gehaltserhöhung durchgesetzt hattee, sind mir davon nur 28% netto geblieben, und das obwohl für die Gehaltserhöhung keine Krankenversicherungs-Beiträge (da privat versichert) fällig wurden. Da der Arbeitgeber ca. 12% an Lohnnebenkosten auf die Gehaltserhöhung zu tragen hatte, sind also letztlich nur 28 von 112 = 25% von der Gehaltserhöhung bei mir angekommen. Dann habe ich mal nachgerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich dann beim Einkauf von der Gehaltserhöhung nur ca. ein Sechstel bis ein Siebtel (ca. 15%!!) in Waren und Dienstleistungen umsetzen konnte - den Rest meiner Schaffenskraft griff der Staat ab. Soviel dazu.

Erlauben Sie mir noch ein paar Bemerkungen:
1. Manchen Leuten ist anscheinend nicht klar, dass die vom Arbeitgeber zu tragenden Lohnnebenkosten auch vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden müssen. Der AG würde den AN nicht beschäftigen, wenn dessen Schaffenskraft nicht auch den Lohnnebenkosten-Anteil des AG mit erwirtschaften würde. Also ist der AG-Anteil der Lohnnebenkosten natürlich Bestandteil des "echten Brtto-Einkommens" bzw. dessen, was der AN erwirtschaftet bzw. mit seiner Schaffenskraft erreicht.
2. Zur obigen Rechnung (30% der Preise sind Lohnnebenkosten): Die Lohnnebenkosten machen formal ca. 40% des Brutto-Einkommens aus. 40 von 140 sind knapp 30%. Addiert man Beiträge zu Berufsgenossenschaften etc. hinzu, so kann man wohl von 30% ausgehen. Die Logik dahinter: Letztlich werden sämtliche Kosten - Personal und Verwaltung, Einkauf der Waren, Energie, Räumlichkeiten, Rohstoffe etc.- über ein paar Umwege irgendwann wieder zu Einkommen von Berufstätigen, so dass diese Rechnung korrekt sein dürfte. Auch wenn in Waren z.B. aus China sicherlich weniger Nebenkosten enthalten sind als in deutschen Waren, so muss man jedoch beachten, dass der größte Teil der Kosten in Europa anfallen. Die deutschen Händler bezahlen in China nur einen Bruchteil der im Laden verlangten Preise.
3. Bei der gesamten Rechnung muss man natürlich fairerweise beachten, dass die Lohnnebenkosten dem Arbeitnehmer - z.B. mit der Krankenversicherung - auch etwas bringen. Jedoch sind die staatlichen Systeme sehr ineffizient. Außerdem ändert das nichts daran, dass der Staat an dieser Stelle über die Verwendung des Einkommens entscheidet.

Übrigens: Großes Lob für Ihre Web-Seite! Machen Sie bitte weiter so. Die vielen von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen könnte ich selbst niemals zusammentragen.

Es ist also noch schlimmer - Rette sich wer kann!


Neu 2007-11-29:

Neues zur IKB - 10 Mrd. Schaden:

FAZ: IKB vor Wertpapier-Zwangsverkäufen
Handelsblatt: "Es brennt lichterloh" , IKB wird zum Fass ohne Boden

Die Schreckensmeldungen über die Mittelstandsbank IKB sind womöglich noch nicht zu Ende. „Wir haben ein großes Problem bei Rhineland Funding. Dies führt zu zusätzlichen möglichen Verlusten für die KfW“, sagte deren Vorstandssprecherin, Ingrid Matthäus-Maier, auf einer Veranstaltung der staatseigenen Förderbank am Dienstagabend.

Die KfW hatte am Dienstag mitgeteilt, sie müsse die Risikovorsorge für ihre Beteiligung an der IKB um 2,3 Milliarden auf 4,8 Milliarden Euro erhöhen. Das Verlustrisiko wird nun auf insgesamt 6,1 Milliarden Euro geschätzt. Entgegen bisheriger Beteuerungen sind jetzt offenbar Zwangsverkäufe von Rhineland-Wertpapieren notwendig geworden. „Die ersten Trigger-Brüche sind da“, heißt es. Damit ist das Erreichen von Auslöseschwellen gemeint, an denen automatisch Wertpapiere mit Kursverlust verkauft werden müssen.

Wie tief das Loch noch werden kann – Vermutungen aus Finanzkreisen reichen bis zu 9,5 Milliarden Euro – und welche weiteren Schritte einzuleiten sind, darüber finden derzeit fast täglich Gespräche mit Banken und Politik statt....

Die wegen ihres Engagements am US-Hypothekenmarkt in Schieflage geratene Industriebank IKB verschiebt die für Freitag geplante Veröffentlichung ihrer Halbjahreszahlen. Es müssten noch bilanzielle Änderungen vorgenommen werden, hieß es. Händler zeigten sich wenig überrascht: Der Zustand des Instituts sei ein Desaster – die Frage sei nicht mehr, ob die Bank am Ende ist, sondern nur noch, wie sie zu Grabe getragen werde.

Jetzt müssen sie offenbar verkaufen, und niemand kennt sich bei diesen Sachen wirklich aus.
Diese Bank macht es nicht mehr lange. Wann holt man endlich den Totengräber, diese Leiche stinkt richtig.

IKB war die 1. Bank die mit Conduits gestolpert ist. So wir dort sieht wahrscheinlich überall aus.
 

[16:30] Die soziale Realität:

Spiegel: Arme Kinder, reiches Land
Handelsblatt: Kinderarmut - ein sehr deutsches Phänomen

Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. SPIEGEL ONLINE hat sechs getroffen: Wie meistern sie die Nöte ihres Alltags - und was erwarten sie vom Leben?

Hinzu kommt für arme Kinder oft, dass familiäre Strukturen oft fehlen: Die Frau hat viele Kinder von vielen Männern - und die verabschieden sich häufig schnell von der Familie. Unterhalt zahle kaum ein Mann, sagt Wolfgang Büscher vom Berliner Kinder- und Jugendhilfswerk "Arche".

Der 2. Absatz ist interessant: eine Sozialhilfe-Kultur wie in den USA ist entstanden. Wie hat doch eine Leserin heute geschrieben:
Wenn man der Menschheit das Handy und den Fernseher wegnehmen würde, stünden garantiert 80 % mit der Keule auf der Straße.

Kein Wunder, wenn man sich ansieht, was als Realeinkommen übrigbleibt: Durchschnittsverdiener

Dafür doktern die Politiker an Details von ihrem kaputten System herum: Koalition stoppt Zwangsrente für Langzeitarbeitslose

Erst der Staatsbankrott wird das System "reformieren" können.


Neu 2007-11-28:

Hallo "Experten", das habt ihr Euch nicht gedacht:

Spiegel: Inflation verdirbt Deutschen die Kauflaune

Ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft! Die zuletzt stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel lassen die Deutschen knausern. Das von der GfK ermittelte Konsumklima hat sich überraschend deutlich eingetrübt.

Da reden und schreiben "Experten", die jeweils über €100'000 im Jahr verdienen vom Auschwung. Und dann kommt eine "gefühlte Inflation" daher, die alle Prognosen umwirft. Warum: weil diese "gefühlte Inflation" reale Preissteigerungen sind und das Einkommen der "Normalbürger" auffressen.

 

Kann eine Plichtversicherung überleben?

Handelsblatt: Selbstständigen droht Armut im Alter

Anders als Arbeiter oder Angestellte müssen die meisten Freiberufler selbst für den Ruhestand vorsorgen. Doch immer weniger nehmen diese Aufgabe ernst. Vielen Selbstständigen droht im Alter der finanzielle Absturz auf das Sozialhilfeniveau, besonders Kleinst-Unternehmern ohne Angestellte. Ist eine Ausweitung der Versicherungspflicht die Lösung?

Kein derzeitiges Altersversorungssystem wird den "Kondratieff-Winter" ungschoren überstehen. Weder die privaten auf Riester-Renten oder Immobilien aufbauenden Systeme noch die staatlichen Umverteilungssysteme. Dort bleibt vielleicht eine "Volksrente" von etwa €80/mo wie in Bulgarien übrig. 

 

[17:30] Derivateninvestments in Deutschland:

IHT: Small-scale investors in Germany seek security in derivatives

FRANKFURT: At a recent meeting of his local investment club in the southern German city of Augsburg, Otto Stauner was surprised to discover that about a third of the members present had bought into something most barely understood: derivatives.

....Bankers were trying to figure out how to hold on to leery customers who, in Bellet's phrasing, did not want to hear the words "stock" or "mutual fund."

Eventually, they hit on derivatives......This fact more than any other, according to people on both sides of the issue, accounts for why Germany is such a hotbed of retail derivative investment.

"The Germans want to get into profitable things, but they don't want risks," said Jürgen Kurz, spokesman for DSW, a shareholder rights group.
"So they are attracted to things like certificates."....

Wenn man diese Papiere Derivate nennen würde anstatt Zertifikate (das sind aber Derivate), dann würden sie sicher nicht so eifrig gekauft.
Wichtig: wenn die ausstellende Bank untergeht, wird dieses Zerififikat/Derivat wertlos.


Neu 2007-11-27:

[18:30] Wann geht die KfW hoch?

Spiegel: KfW erhöht Risikovorsorge um 2,3 Milliarden Euro

Die Krise der Mittelstandsbank IKB kommt die KfW teuer zu stehen: Die staatliche Förderbank hat ihre Risikovorsorge um 2,3 Milliarden auf 4,8 Milliarden Euro erhöht. Die Krise scheint für den größten IKB-Anteilseigner damit aber immer noch nicht ausgestanden zu sein.

Die KfW ist die "Bailout-Bank" Deutschlands. Dort sind vermutlich alle Risiken und Verluste im Land konzentriert.
Irgendwann gehen sie sicher hoch.


Neu 2007-11-26:

Weihnachtseinkäufe auf Kredit:

Sozialbetrug: Weihnachtseinkäufe in Dortmund

Ich war Gestern in der Stadt, diese war rappevoll und die Leute hatten alle volle Einkaufstüten. Ich wunderte mich und ging der Sache auf den Grund. Block raus, Montagsdemo Dortmund Binde an den Arm und fing eine Befragung an.

150 Leute habe ich befragt:

Sie haben viel gekauft, wie können Sie sich das leisten ?

80 % haben die Sachen auf Kredit gekauft,
11 % haben Ihr Konto überzogen, auch wenn nur leicht,
4 % haben das ganze Jahr gespart
2 % sagten ganz deutlich, das Sie in der glücklichen Lage seien das es Ihnen gut gehe und keine Probleme haben
3 % machten keine Angaben.

Falls das so stimmt, ist die Situation nicht mehr sehr verschieden zu Spanien oder anderen Hochschuld-Ländern.

Weiterer Kommentar daraus: Immer schön mithalten, koste es was es wolle. Schließlich will man auch dem Nachbarn zeigen wer man ist.
 

Leserzuschrift zu "Aufschwung Deutschland":

http://www.globus-baumarkt.de/werbefaltblatt/faltblattuebersicht.php?markt=BP

Verkaufsoffener Sonntag vor Weihnachten! 20% Rabatt auf alles!

Baummärkte scheinen auch eher diskretionäre Ausgaben zu befriedigen, die man nicht unbedingt braucht.
 

[22:00] Eigene Kreditkrisen der deutschen Banken:

Spiegel: Finanzaufsicht warnt vor Kreditkrise in Deutschland

Banker reden die Kreditrisiken in Europa bisher klein - doch jetzt warnt die Finanzaufsicht: Auch deutschen Instituten drohen große Ausfälle bei Verbraucherkrediten. Wirtschaftsminister Glos erklärt düster: Keiner wisse, welche Folgen die Krise noch haben werde.

Man muss gar nicht nach Spanien oder in die USA gehen, die Krise gibt es auch vor der Haustüre:

PS: neue Meldungen besagen, dass die IBK jetzt endgültig kippen soll.


Neu 2007-11-24:

Gourmet-Essen, Riesen-Hund, 5er BMW - alles mit Hartz-IV möglich:

Welt: Wie Hartz-IV-Empfänger in Deutschland überleben

Millionen Menschen müssen mit Hartz IV – 347 Euro im Monat plus Transferleistungen – klarkommen. WELT ONLINE hat zwei Hartz-IV-Empfänger begleitet. Der eine isst nur einmal die Woche warm. Der andere pflegt trotz Geldmangels einen alternativen Lebensstil. Und beide arbeiten schwarz.

Außerdem kauft er sein Fleisch lieber beim Metzger ein als im Discounter und das Gemüse auf dem Markt. Und morgens will er Fair-trade-Kaffee trinken. „Das ist mir wichtig“, sagt er. „Und das geht ins Geld.“

Thomas Damm hat zwar kein Kind, für das er Geld ausgeben könnte, aber einen Hund, einen dreijährigen Labrador. 50 Euro zahlt Damm jeden Monat für Hundefutter. „Wenn der Hund mal krank wird, kostet der uns auch mal 200 Euro monatlich.“ Etwa 130 Euro im Monat für Sprit und Versicherung schluckt außerdem der 5er BMW, den Damm vor der Haustür stehen hat. „Wir brauchen ein Auto, um vermittelbar zu bleiben“, sagt er.

Die "niedrigen" 347 Euro im Monat sind natürlich nur zur "Beruhigung der Bevölkerung". Dazu kommen noch Extras und die Schwarzarbeit. Wenn allein für den Tierarzt des Hundes locker €200 gezahlt werden können - ist das Not? Wohl eher Luxus auf Staatskosten. Wer in diesen Staat noch einzahlt, ist selbst schuld, diese Leute haben es kapiert.


Neu 2007-11-22:

Der Staat kann garantiert nicht sparen:

Spiegel: Rechnungshof prangert Milliarden-Verschwendung an

Fast zwei Milliarden Euro - vergeudet. Der Bundesrechnungshof wirft Bund, Ländern und öffentlichen Einrichtungen Luxus-Sucht und Missmanagement im großen Stil vor. Ein Kritikpunkt: Bei vielen Staatsprojekten wird die Wirtschaftlichkeit nicht mal im Ansatz überprüft.

Das ist so, als würde man einem Hund 2 Knochen hinwerfen und sagen, einer ist für Morgen.

In den Konzernen ist es übrigens ähnlich. Für Prestige ist immer jede Menge Geld da (das anderswo eingespart wird). Und immer auch noch für Mergers.


Neu 2007-11-20:

Dieser Winter wird beissen:

Merkur: Heizkosten bis zu 77 Prozent höher?

Experten erwarten gegenüber vergangenem Winter explodierende Mehrausgaben für Energie.

Der Winter wird teuer. Fallen die Temperaturen, steigen die Energiekosten – das ist normal. Ungewöhnlich sind aber diesmal die extrem hohen Preise. Bis zu 77 Prozent Mehrausgaben drohen den Verbrauchern bei einem Kälteeinbruch, rechnet „Spiegel-Online“ vor.

Willkommen im Kondratieff-Winter, wo die Einkommen stagnieren, aber die Preise essentieller Güter explodieren!

Die wahre Inflation - sichtbar bei den Politiker-Gehältern?

Spiegel: Abgeordneten-Diäten steigen um 9,4 Prozent

Deutlich mehr Geld für Parlamentarier: Der Bundestag hat die Anhebung der Abgeordnetendiäten beschlossen. Künftig erhalten die Volksvertreter 7668 Euro im Monat - eine Steigerung um 9,4 Prozent.

Selbst setzen sich ihren Inflations-Lügen offenbar nicht aus. Genausowenig wie die "Executives".

Dafür lässt man sie aber unten zubeissen:

Handelsblatt: Jedes sechste deutsche Kind ist arm

Die Kinderarmut in Deutschland steigt dramatisch an: Zu diesem Ergebnis kommt der „Kinderreport Deutschland 2007“. Oft müssen die Kinder gar in eine Therapie. Das Kinderhilfswerk macht dafür die Politik verantwortlich.

Natürlich ist grossteils die Politik verantwortlich, aber nicht nur. Kabelfernsehen, Unmengen Bier und Handies müssen sie alle haben.
Der Bericht schreibt auch von kultureller Verwahrlosung.


Neu 2007-11-18:

Krieg nach Vorschrift:

Spiegel: Massive Vorwürfe gegen Bundeswehr

Der Vorwurf klingt ungeheuerlich: Weil deutsche Sanitätshubschrauber angeblich nicht im Dunkeln fliegen dürfen, hätten norwegische Nato-Soldaten ihre afghanischen Kameraden mitten in der Schlacht zurücklassen müssen, berichtet die "Sunday Times". Die Bundeswehr widerspricht.

Besonders beliebt dürfte diese Krieg auch bei der deutschen Militär-Bürokratie nicht sein. Also macht man alles streng nach Vorschrift, damit niemandem ein "Vorwirf" passieren kann. Das kommt davon, wenn die Amerikaner die eigenen Vasallen dort hineindrängen.


Neu 2007-11-15:

Die Lage der deutschen Städte - hier Leipzig:

Lizzy: Leipzigs Haushaltsplan 2008: Die Spirale der Erpressung oder Eine Stadt zahlt sich kaputt

Es sind zu viele Posten, die mittlerweile "ausgeglichen" werden müssen. An einem ist der Freistaat nicht unschuldig: 5,3 Millionen bekommt Leipzig auch weniger vom Sparkassenfinanzverbund ausgeschüttet, der gerade dafür blutet, dass der damalige Finanzminister seine Aufsicht über die Sachsen LB sträflichst vernachlässigt hat. Es sind zu viele Posten, die sich da summieren. Ohne dass Leipzig im Pflichtenpaket auch nur Entlastung ahnen kann: Die Kosten für das "Hartz IV"-Paket hat Bettina Kudla, die Finanzbürgermeisterin, im Verwaltungshalt mit 178 Millionen Euro angesetzt, 3 Millionen mehr als 2007. Man geht von 46.000 Bedarfsgemeinschaften aus. Der Abbau der Arbeitslosigkeit tangiert die Langzeitarbeitslosen in Leipzig kaum. Das kostet. Und: Es schlägt durch.


Neu 2007-11-13:

[18:00] Hier lässt ein Leser Dampf ab - "Dumme Politiker":

Heute konnte ich mich mal wieder über unsere Politiker nur noch wundern.

In Deutschland sollen ab 2008 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 4,2% auf 3,3% gesenkt werden. Unionsfraktionschef Volker Kauder meinte dazu im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF: „Das bedeutet für einen Durchschnittsverdiener über 400 Euro Entlastung“.

Da wollen wir doch mal nachrechnen. Also: Senkung von 4,2% auf 3,3% = 0,9% Ersparnis. Der Arbeitnehmeranteil beträgt die Hälfte, also 0,45%. Wenn 0,45% 400 Euro entsprechen, dann sind 100% 88.888 Euro. Hm. Ist das der Durchschnittsverdienst in Deutschland. Vermutlich hat er da wohl den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zusammengerechnet. Aber selbst dann läge das Durchschnittsgehalt bei rechnerisch 44.444 Euro.

Dann wollten unsere Politiker zusammen mit ihren französischen Kollegen etwas zum Thema Integration von Migranten unternehmen. Zu diesem Zweck besuchten Merkel und Sarkozy Schüler in Berlin mit Migrationshintergrund. Aber nicht etwa eine Hauptschule in Kreuzberg oder Neukölln, sondern das Romain-Rolland-Gymnasium in Reinickendorf. Reinickendorf ist in Berlin vom sozialen Umfeld her eher im oberen Drittel angesiedelt. Dort wurde dann mit Schülern diskutiert. Lächerlich. Warum besuchen die nicht gleich eine Eliteuniversität mit ausländischen Studenten.

Frau Merkel meinte in der Diskussion, dass Deutschland ohne seine Einwanderer nicht das wäre, was es heute ist. Wie recht sie doch hat, ohne es zu merken.

Und unser Außenminister singt mit seinem französischem Kollegen ein Liedchen zusammen mit einem deutsch-türkischen Musiker: „Deutschland warum verschließt du dich, Deutschland, leg deine Karten auf den Tisch“, Frankreich warum verschließt du dich, Frankreich, leg deine Karten auf den Tisch“.

Wenn man das Migrationsproblem derart peinlich angeht und verharmlost, dann kann man in Deutschland bald ein anderes Lied singen, und zwar von „Rosenstolz“ „Ich geh in Flammen auf“.

Zeit für einen "Elitenwechsel" - sowohl für die Politiker als auch deren Medienberater.


Neu 2007-11-10:

Die deutschen "Conduit-Banken" hoffen noch immer:

Handelsblatt: Warnsignale für die Landesbanken

Moody’s hat zwei Zweckgesellschaften der WestLB teilweise niedriger eingestuft. Die Düsseldorfer Bank gibt sich gelassen. Doch angesichts der Finanzkrise rückt das Engagement der öffentlich-rechtlichen Landesbanken im Markt für strukturierte Finanzprodukte zunehmend in den Fokus der Ratingagenturen.

Warum haben sie nicht bei den ersten Problemen im Juli und August verkauft. Jetzt fallen die Kurse wieder massiv, weil viele Conduits abstossen müssen.
Die in diesem Artikel genannten Summen (€ 25 Mrd. für WestLB) kann als maximaler Verlust gesehen werden, sicher werden es 50% werden. Siehe auch Abschreibungen bei US-Banken. Das wären dann etwa € 12 Mrd. Verlust für die WestLB allein aus den Conduits.

 

Sehr vielen geht es noch sehr gut:

Spiegel: Gaukelei mit Illusionen

Wellness ist eine gigantische Industrie, rund 70 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr fürs Wohlfühlen aus. Doch die meisten Anbieter betreiben reine Geldschneiderei - die Behandlungen sind teurer Schnickschnack ohne gesundheitlichen Nutzen.

Wenn diese Brache massiv einbricht - dann sieht man, dass es auch "oben" wirklich abwärts geht. Wie gesagt, es ist teurer Schnickschnack.
Bisher gab es Einbrüche nur "unten".
 

Aber anderen nicht:

KSTA: Immer mehr Deutsche sind völlig bankrott

Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück, die Wirtschaft expandiert - doch immer mehr Verbrauchern in Deutschland steht das Wasser bis zum Hals: 7,3 Millionen Deutsche sind nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform überschuldet. Das heißt, dass umgerechnet bei jedem zehnten deutschen Erwachsenen die monatlichen Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 2,1 Prozent. Überschuldung sei zunehmend nicht nur ein Problem der Unterschicht, sondern auch der Mittelschicht.

Helmut Rödl, Vorstand der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, sieht mehrere Gründe für die zunehmende Verschuldung: Die Verbraucherpreise seien zuletzt deutlich gestiegen, die Nettolöhne hielten damit jedoch nicht Schritt, sagte Rödl bei der Vorstellung des „Schuldner-Atlas 2007“ in Düsseldorf.

Besorgniserregend sei der deutliche Anstieg der Schuldnerquote bei jungen Erwachsenen - ausgehend freilich von einem niedrigen Niveau. Rödl führt dies insbesondere auf das Handy als Schuldenfalle zurück, aber auch auf negative Vorbilder im Elternhaus. Viele Eltern könnten nicht gut mit Geld umgehen und geben falsche Konsummuster weiter.

Ja, sie geben mehr aus als sie einnehmen, und es frisst sich in die Mittelschicht höher.


Neu 2007-11-08:

Mehr Obdachlose in Deutschland (Leserzuschrift):

Experten: Bis 235 000 Menschen von Wohnungsverlust bedroht
Potsdam (dpa/bb) - In Deutschland sind nach Schätzungen der Bundesarbeitgemeinschaft Wohnungslosenhilfe bis zu 235 000 Menschen unmittelbar vom Verlust ihrer Wohnung bedroht. Zum Schutz müssten die Kommunen mehr vorbeugende Maßnahmen ergreifen, forderte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Thomas Specht, am Mittwoch in Potsdam vor Beginn der Jahrestagung. Es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass durch präventive Maßnahmen in bis zu 80 Prozent der Fälle ein Verlust der Wohnung vermieden worden sei. Zudem würden Kommunen durch eine verbesserte Organisation viel Geld sparen. «Es ist sieben Mal billiger, verbeugend zu helfen», sagte Specht. www.newsticker.welt.de

In Deutschland gibt es derzeit, nach Schätzungen von Wohlfahrtsverbänden, ca. 850.000 Obdachlose. Tendenz steigend.

Das ist natürlich erst der Anfang.
 

Politiker und Zentralbanker passt auf - der Bierpreis explodiert:

Welt: Bier wird in Deutschland 40 Prozent teurer

Bier brauen ist deutlich teurer geworden – darum wird Bier trinken auch kostspieliger: Weil die sich die Preise für Braugerste und Hopfen verdoppelt haben, wird der Bierpreis deutlich anziehen. Der Brauer-Verband rechnet mit einem Aufschlag von 40 Prozent.

Der Kostendruck trifft die deutschen Brauer zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn schon seit Jahren geht der Bierkonsum in Deutschland zurück. Aktuell liegt der Pro-Kopf-Verbrauch hierzulande bei 116 Litern, 16 Liter weniger als noch vor zehn Jahren. Für 2007 rechnet der Brauer-Bund mit einem neuerlichen Rückgang von etwa zwei Litern.

Das ist in Deutschland ein "politischer Preis", das kann zu einem Aufstand führen!


Neu 2007-11-07:

[18:00] Deutsche Sparkassen marode?

Handelsblatt: Sparkassen kommen unter Druck

Die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute stecken angesichts des verschärften Wettbewerbs in einer schwierigen Ertragslage. Die Rückbesinnung der privaten Großbanken auf das Privatkundengeschäft, kostenlose Girokonten und die Direktbanken zwingen die Sparkassen zum Handeln. Regionalpräsident Peter Schneider nimmt den Kampf mit der Konkurrenz auf.

Ein klassicher Ablenkungs-Artikel. Sie kommen primär wegen ihrer Spekulationen und Kredite unter Druck.

Freut Euch über die Vermögen, solange sie noch existieren:

Spiegel: Jeder zweite Deutsche hat kaum Vermögen

Detailliert wie selten zeigt eine neue Studie, wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist. Die reichsten zehn Prozent verfügen über zwei Drittel der Rücklagen, die Hälfte der Bürger hat so gut wie gar keine - besonders betroffen: Frauen, Ostdeutsche, Zuwanderer.

Das gilt für die oberen 10% natürlich - denn diese Vermögen sind aus Papier und werden verschwinden.

[18:30] Interessante Details dazu: Wie reich die Deutschen wirklich sind


Neu 2007-11-05:

Deutscher Automarkt - 10 Jahre lang im Minus:

Handelsblatt: Deutscher Automarkt schwächelt gewaltig

Im Oktober sind in Deutschland zum zehnten Mal in Folge weniger neue Autos zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahr. Damit steuert der seit Monaten kriselnde heimische Automarkt im Gesamtjahr 2007 auf den ersten Absatzeinbruch seit vier Jahren zu. Ein Lichtblick für die deutschen Autohersteller bleibt aber der Pkw-Export.

Das ist ein starkes Stück. Zehn mal eine Absatzreduktion gegenüber dem Vorjahr und jetzt ein grosser Einbruch.


Neu 2007-11-04:

Zu den deutschen Goldreserven :

Abendblatt: Wissenswertes über Gold

Das größte Goldlager der Welt befindet sich nicht in Fort Knox, wie viele Menschen meinen, sondern unter den Straßen von Manhattan. Die
Adresse: 33 Liberty Street, New York. In einem Tresor im Keller der US-Notenbank lagert ungefähr ein Drittel der weltweiten Goldreserven.
Auch der Großteil des Goldes, das der Bundesrepublik Deutschland gehört, ruht dort. Weitere Bestände der deutschen Goldreserven sind bei den Notenbanken Großbritanniens und Frankreichs eingelagert. In Frankfurt, im Keller der Bundesbank, liegen angeblich nur rund zwei Prozent der Gesamtmenge.

Leserkommentar: Traurige Situation, wo ist die Souveränität BRD, wenn sie nicht einmal das eigene Gold besitzen darf!

Einer der wesentlichen Gründe, warum ein grosser Teil der Goldreserven an Handelsplätzen ist die leichte Handelbarkeit ohne Transport.
Aber das ist natürlich nicht der einzige Grund...

PS: das deutsche Gold, falls es das überhaupt noch gibt, liegt real in der Wüste von Nevada, zum Selbstausgraben - a.k.a. Deep Storage Gold (siehe Rob Kirby).
 

Auch wenn das Volk darbt, den "Volksvertretern" wird die Inflation abgegolten:

Süddeutsche: Ein satter Aufschlag

Darf's ein bisschen mehr sein? Einem Magazinbericht zufolge haben sich Union und SPD auf deutlich höhere Diäten für Bundestagsabgeordnete geeinigt.

Demnach sollen die Diäten in zwei Schritten bis Ende 2009 um etwa 700 Euro auf knapp 7700 Euro angehoben werden.

Und das wird immer ganz heimlich gemacht, schön wenn man über die eigenen Gehälter abstimmen darf.


Neu 2007-11-01:

Wann kommt der deutsche Staat dran (mit dem Konkurs)?

Video auf Google: Wem gehört Deutschland?

Ist zwar schon von 2002 aber heute ist die Situation noch viel kritischer.


Neu 2007-10-31:

"Joe" rettet Bilanz und Gesicht/Job mit Verkauf von Tafelsilber:

Wirtschaftsblatt: Deutsche Bank rettet Ergebnis dank Sonderverkäufen

Die US-Hypothekenkrise kostet die Deutsche Bank über 2 Milliarden Euro. Hohe Erträge der Töchterbanken und der Verkauf von Beteiligungen und Immobilien retten allerdings das Quartalsergebnis.

Wenn die Bubble endgültig zusammenbricht, dann bleibt von der Deutschen Bank nur eine leere Hülle ohne Substanz.


Neu 2007-10-30:

Wenn der Kampf in der Unterschicht um das Überleben wirklich lostgeht, eine Kostprobe:

Spiegel: Die Freier warten immer auf eine, die noch weiter unten ist

Straßenstrich mit Dumpingpreisen, Zuhälter aus Osteuropa, jetzt auch noch ein Großbordell: In Berlin droht ein ganzer Kiez ins Elend der Billigprostitution abzugleiten. Die Szene wird immer aggressiver - die Anwohner verzweifeln.

Melanie sagt, die Preise würden weiter gedrückt, denn oft sei der Sex in Bordellen noch billiger. Und wenn es einen Sperrbezirk gebe, worüber Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) nachdenkt, dann müssten die Frauen fliehen, die Drogenabhängigen gerieten noch mehr unter Beschaffungsdruck.

Der "Geldbeschaffungsdruck". Derzeit trifft er nur bestimmte Gruppen wie Drogenabhängige. Wenn es aber keine ausreichenden Sozialleistungen mehr für die vom Staat Abhängigen gibt, dann wird erst der wirkliche Kampf losbrechen. 1923 war Berlin bis zum Rand voll mit Prostituierten - aber nicht aus Osteuropa.


Neu 2007-10-29:

Schon spanische Kreditverhältnisse (Lesserzuschrift-DE)?

Da ich auf Ihrer Seite immer wieder lese, daß immer mehr Kleinkredite angeboten werden, möchte ich Ihnen heute meine Erfahrung vom letzten Wochenende mitteilen:

Als wir zu Besuch bei meiner Schwiegermutter waren, hing bei Toys´r´us eine große Werbewand mit dem Hinweis, daß an diesem Samstag der neue Babys´r´us Neueröffnung feiert. Da meine Frau schwanger ist, sind wir dort mal hingefahren um uns ein wenig umzusehen.

Bei den Kinderwagen bin ich dann stutzig geworden. Dort wurden Kinderwagen in allen Preislagen angeboten. Bei einigen stand dann als Preis 8,71€ in großen Zahlen dran und nur nach einigem suchen konnte ich den Barpreis von 289€ finden. Inzwischen ist es also soweit, daß Kinderwagen auf Pump und zu "nur" 9,9% effektivem Jahreszins auf 3 Jahre finanziert werden müssen...


Neu 2007-10-28:

Hier ist der soziale Sprengstoff für eine Revolution:

JJanke: 10 Schaubilder gegen die unsoziale Entwicklung in Deutschland , Einkommensentwicklung in Deutschland

Die Meldung kontrastiert auch mit der Haltung der Verbraucher, die weiterhin mit den Einkäufen zurückhalten und sich neuerdings wegen der Inflation Sorgen machen. So meldet denn auch die Gesellschaft für Konsumforschung heute, die Einkommenserwartung der Konsumenten sei im Oktober noch einmal zurückgegangen. Den nächsten Satz muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: "Die zuletzt stark gestiegenen Inflationserwartungen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Einkommensentwicklung derzeit wieder nüchterner gesehen wird." Als wenn die Verbraucher bisher besoffen gewesen wären. Der Indikator der von Bundesregierung und Medien regelmäßig hochgejubelten Konjunkturerwartungen ist denn auch zum fünften Mal in Monatsfolge gefallen

Wer war in dieser Zeit an der Macht? Ach, ja die oben genannte, soziale Partei, die sich jetzt ein linkeres Image geben will.
Als nächstes will sie die restlichen Jobs in der Autoindustrie vernichten.


Neu 2007-10-24:

Das muss auch weg - Bürokratie:

FTD: Bürokratie kostet Firmen 31 Mrd. Euro

Der Staat belastet die deutsche Wirtschaft jedes Jahr mit Kosten von 31,2 Mrd. Euro. Schuld sind vor allem gesetzliche Melde- und andere Informationspflichten.

Vor einer wirklichen "System-Gesundung" müssen nciht nur die Schulden weg, sondern auch die meiste Bürokratie.

Da kann es noch so viele Ankündigungen zum Abbau geben, es wird nichts geschehen, da sich die Bürokratie nicht selbst entfernen will.
Nur ein Staatsbankrott kann diese Teufelskreise durchbrechen, wie ich im Krisen-Seminar zeige.


Neu 2007-10-22:

Wieder eine Banken-Beichte:

Spiegel: Commerzbank hat Kreditkrise unterschätzt

Unangenehme Überraschung von der Commerzbank: Der Chef des Geldhauses hat eingeräumt, dass es von der Krise am US-Hypothekenmarkt stärker betroffen ist als bislang bekannt. Aktien der Bank rutschen vorbörslich ab.

Der hatte in der "Financial Times Deutschland" eingeräumt, die Krise am US-Hypothekenmarkt sei in ihren Auswirkungen auf die Commerzbank bisher unterschätzt worden. "Die Commerzbank ist mit 1,2 Milliarden Euro im Subprime-Sektor investiert", sagte Müller. "Die bisher angekündigten Abschreibungen von 80 Millionen Euro spiegeln den Informationsstand von Anfang Juli wider. Das wird nicht reichen."

Man kann sicher annehmen, dass das Problem um ein x-faches grösser ist. Wieder ein kleines Stück Wahrheit.
Bereits im April 2007 konnte jeder mit Augen sehen, dass US-Subprime erledigt war. Warum sind sie damals nicht ausgestiegen? Herdentrieb!


Neu 2007-10-20:

Bau-Rezession?

BÜSO: Häuserbau in Deutschland bricht ein

Bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am 18. Oktober berichtet der Vorsitzende des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Hans-Peter Keitel, von einem Einbruch beim Häuserneubau von 50% in den ersten drei Quartalen 2007 im Vergleich zum selben Zeitraum 2006.

Ganz schön stark! Wo bleibt der "Aufschwung"?


Neu 2007-10-17:

Essen oder Autofahren - es ist soweit:

FTD: Deutsche kaufen kaum noch Autos

In Deutschland und der EU sind die Autoverkäufe im September eingebrochen. Auch gute Absatzzahlen aus Osteuropa konnten die Verluste nicht wettmachen. Viele deutsche Kfz-Händler stellen sich bereits die Existenzfrage.

Da entscheidet sich die Mehrheit natürlich für das Essen. Das alles dank der Inflation.

Die Gewerbesteuer-Einnahmen brechen auch ein: Städte nehmen weniger ein

Ja, die "späte Inflation" ist da und nimmt die reale Kaufkraft weg.
 

Auto-Leasing-Schlacht:

Handelsblatt: Auto-Restwerte sinken ins Bodenlose

Die Rabattschlachten im Automarkt sind bei den Leasinggesellschaften angekommen. Doch die Rabatte führen am Ende zu einem Preisverfall der Restwerte. Ein Ende ist nicht absehbar. Leasing-Kunden werden aber nur kurzfristig davon profitieren.

Auf Biegen und Brechen. Da wird dann auch noch der Nachschub von den "Repossessors" dazu kommen.

Die "Offiziellen Preise" dürften inzwischen nur mehr am Papier stehen: Neuwagen in Deutschland so teuer wie nie zuvor

Idiotie: die Hersteller sind offenbar immer noch in ihrer Feature-Bubble gefangen. Muss auch platzen.


Neu 2007-10-16:

Reparationsschulden bis 2020:

Berliner Zeitung: Von deutschen Schulden

Interessantes auch zur Weimarer Hyperinflation darin:

Der britische Ökonom J. M. Keynes, seinerzeit Angehöriger der Versailler Finanzkommission, hat, um den von ihm vorausgesagten Abmarsch in den europäischen Untergang zu vereiteln, einen kollegialen Umgang mit dem deutschen Zahlungswillen vorgeschlagen. Er wurde ja kundgetan und man hätte ihn ausprobieren können. Keynes resignierte, weil die Architekten des europäischen Nachkriegsgebäudes zu wenig von Wirtschaftskreisläufen wußten. Sie bauten ein Haus mit Barrikaden, Falltüren, Schießscharten, schnitten die alten Versorgungsleitungen entzwei, und kümmerten sich nicht um neue. Es barst unter seinen Sicherheitseinrichtungen, und als man zu reparieren begann, reichten die Risse klaftertief.

Die USA, denen der Krieg fabelhafte Handelsgewinne eingetragen hatte, schwammen in anlagesuchendem Kapital. Es spekulierte und lieh sich hin für guten Zins. Deutschland zahlte einen Zinsaufschlag und konnte sich alsbald vor amerikanischen Kreditangeboten kaum retten. Die Kredite flossen in den sozialen Wohnungsbau, in die Krankenhäuser, Bibliotheken und Sportplätze, welche Weimar uns hinterlassen hat. Und sie flossen im Handumdrehen zurück a conto der deutschen Reparationsschuld.

Die jung kränkelnde Republik wollte sich nicht mit Reparationssteuern empfehlen, sondern durch Wohltaten.

Frankreich und Belgien ergriffen 1923 wegen einer Zahlungssäumnis die Gelegenheit zur Militärbesetzung des industriellen Herzens Deutschlands, des Ruhrgebietes. Ein Recht, das von England, den USA und selbstverständlich der Reichsregierung rundum bestritten wurde. Das Ruhrgebiet antwortete mit einem über sechsmonatigen Generalstreik, den das Reich aus der Notenpresse finanzierte. Das hat den Totalruin der Mark ausgelöst, welcher der bürgerlichen Kardinaltugend, der Sparsamkeit, ihr bescheiden Erspartes raubte. Die Währung ist vernichtet worden um des Ruhrkampfs willen, ferner um die vom Kriege aufgeblähte Staatsschuld zu löschen und nicht zuletzt, um das Reparationswesen zu boykottieren.

Also, Idiotien der Politiker ringsum.


Neu 2007-10-14:

Autohänder-Exitus:

Spiegel: Wie das Tankstellensterben in den Siebzigern

Die Zahl der Autohändler-Pleiten hat deutlich zugenommen. Absatzprobleme und der Handel per Internet machen vor allem mittelständischen Firmen den Garaus - viele Werkstätten verdienen nur noch an Reparaturen, der Pkw-Verkauf selbst bringt nichts mehr ein.

Auch hier wieder Prestigedenken. Weil die Hersteller das Autohändler-Leben bei sinkender Nachfrage immer teurer machen, schrumpft die Zahl der Händler.
Haben diese Hersteller daran gedacht, welchen Wert ein flächendeckendes Händlernetz haben könnte? Denn in die Löcher dringen andere ein.


Neu 2007-10-13:

Immobilienmarkt Bayern - die Preis-Illusionen sind intakt (Leserzuschrift):

Auch hier bei mir in Bayern ist die Lage auf dem Immobilien-Markt anscheinend die gleiche wie in Österreich.
Da auch ich seit ca. 2 Jahren nach einer Immobilie/Grundstück suche, musste ich feststellen, das sehr viele Häuser auch nach über einem Jahr noch nicht verkauft wurden.
Die Preise bleiben aber auch hier trotzdem stabil und werden nicht gesenkt (vermutlich sind diese Verkäufer nicht darauf angewiesen).

Ein anderes mal habe ich einen Makler darauf hingewiesen, dass sein angebotenes Grundstück gemäß dem Bodenrichtwert den ich bei der Gemeinde erfragt habe,
nur die Hälfte von dem wert ist, wie er es mir angeboten hat. Dies hat er mit der Begründung abgewiegelt, dass der Verkäufer dieses aber auf keinen Fall für diesen Preis hergeben würde. Lediglich um 10-20% hätte man reden können.

Ein weiteres Beispiel war eine ältere Grundstücksbesitzerin die ich direkt angerufen habe, um die Maklerkosten zu umgehen (ich hatte das Grundstück auf dem Werbeaushang erkannt).
Die wollte mit mir nicht mal richtig darüber reden, war sogar erboßt, als ich ihr sagte, dass ich für Ihr 2000 qm Grundstück (Randlage einer Kleinstadt) nicht die geforderten 200.000 Euro löhnen will (es sollte ja auch noch Geld übrig bleiben, um darauf ein Haus bauen zu können).
Auch dieses Grundstück ist bereits seit mindestens einem Jahr zum verkaufen. Anscheinend wartet die auch auf bessere Zeiten.

In den USA war es auch so, dass man mit den Preisen nicht herunter wollte. Irgendwann werden diese Preis-Illusionen zerbrechen.


Neu 2007-10-12:

Auch Revolution gegen die Banken notwendig:

Visavis: Deutsche nur wenig zufrieden mit ihrer Bank

Drei von vier privaten Bankkunden in Deutschland (73 %) sind mit der Qualität der Leistungen ihrer Hauptbank nicht zufrieden. Kritisiert werden vor allem hohe Gebühren, ungünstige Konditionen sowie eine mäßige Beratungs- und Servicequalität. Rund 60 Prozent der Deutschen fühlen sich zudem als Kunde von ihrer Hauptbank nicht sonderlich wertgeschätzt.

Schlechte Zeiten führen immer wieder zur "Wiederentdeckung des Kunden".


Neu 2007-10-09:

Arm durch Arbeit - oder "Sicherheitsdenken" macht arm:

Spiegel: Arbeitnehmer - die wahre Unterschicht

Die Einkommen der Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren viel schlechter entwickelt als die von Selbständigen, Rentnern oder Pensionären. Schuld ist eine Fehlkonstruktion des Sozialstaats, der abhängig Beschäftigte abstraft.

Das erweist sich vor allem im Vergleich mit jenen erwerbstätigen Bundesbürgern, die das Glück haben, als Selbstständige nicht in die Sozialkassen einbezogen zu sein. Anfang der neunziger Jahre überstiegen ihre Nettoeinkünfte den bundesweiten Durchschnitt um 40 Prozent. Rund 15 Jahre später war der Abstand schon auf circa 50 Prozent angewachsen. Die Einkommen der Arbeitnehmer dagegen stagnierten dauerhaft knapp fünf Prozent über dem Durchschnitt.

Die Ursache lag nicht nur darin, dass sich die Bruttoeinkommen von Freiberuflern, Unternehmern und Gewerbetreibenden besser entwickelten als die von abhängig Beschäftigten. Die Ursache lag vor allem in einer unterschiedlichen Belastung mit Steuern und Abgaben.

So sank der Betrag, den die Selbstständigen an den Staat abführen mussten, seit Anfang der neunziger Jahre um rund sechs Prozent; derjenige der Arbeitnehmer dagegen stieg im selben Zeitraum um fast drei Prozent an. Als Folge konnten sich diejenigen, die als Freiberufler oder Unternehmer ihre Existenz bestreiten, nicht unerhebliche Einkommensvorteile verschaffen. Ein Arbeitnehmerhaushalt führt heute je Mitglied gut 26 Prozent des Einkommens an den Staat ab, ein Selbstständigenhaushalt dagegen nicht einmal 15 Prozent.

Die Melkkühe der Nation - nicht nur in Deutschland. Kein Wunder, wenn 88% sagen, dass Jobsicherheit wichtiger als ein hohes Einkommen ist.
Anders gesagt: Sicherheitsdenken mcht arm, Nachdenken und Risikobereitschaft machen reich.

Was hier als "Todesspirale" genannt wird, nenne ich in meinen Seminaren den "staatlichen Teufelskreis", der nur durch einen Staatsbankrott durchbrochen werden kann. Vorher ist keine Totalreform möglich. Nicht nur bei der Verschuldung, auch hier ist ersichtlich, dass das System am Ende ist.

PS: ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Steuerberater zur "Steuer-Optimierung". Interessant, was man da mit einer eigenen Firma legal machen kann.

PPS: Als Investor bezahlt man noch weniger Steuer als ein Sebständiger, wenn man Steuerplanung einbezieht.


Neu 2007-10-08:

Die reale Lage im "Mittelstand" (Leserzuschrift aus Franken):

Ich bin im Aussendienst beschäftigt und vertreibe Werkzeuge etc. - vor allem mittelständischen Betrieben und Handwerksbetriebe mit Schwerpunkt Tischlereien, Bayern, bzw. in Franken.

Meine Gebietsumsätze (obwohl ich über 20ig Jahre in dem Gebiet bin) kennen seit ca. 5 Jahren nur eine Richtung nach unten. Mehr als 95 % der Aufträge laufen nur noch über den Aussendienst, trotz hervorragender Internet-Seite, und zusätzlichen Messeauftritten.

Neukunden und andere Steigerungen können die Verluste leider nur in einem kleinen Teil absorbieren.

Das letzte Quartal war unter alles Kanone - ich habe im zum Vorjahresumsatz gut 30 % Umsatz verloren.

Doch in den Zeitungen liest man nur von Aufschwung. Als ein Bericht von der Handwerkskammer im Juni veröffentlicht wurde wo drin stand die Betriebe bzw. die Meister suchen händeringend nach Fachpersonal, frage ich bei meiner Kundschaft mal nach. Bis auf wenige Ausnahmen, welche ja die Regel sind - sagten alle zu mir, ich mache wohl einen "Witz", sie würden froh sein den Personalstand halten zu können. Wichtig dabei ist zu wissen, daß meine Kunden in den letzten Jahren den Personalstand meistens 50%ig und sogar oft mehr % gesenkt haben.

Somit, in dem Artikel der Zeitung wurde eindeutig eine falsche Aussage gemacht und zudem suggeriert es wären keine Fachleute vorhanden...dann frage ich mich ehrlich wo sind denn die ganzen Gesellen hin die abgebaut wurden...sind die alle ausgewandert .

Somit ein kleine Zustandsbeschreibung aus dem bayerischen Franken, Richtung Berlin bis Hof/Saale. Ich habe den Niedergang hautnah erlebt. Und Aufschwung vielleicht ist der woanders lol aber zumindest nicht hier in Gegend. Im Regierungsbezirk Oberfranken ist es noch viel härter....Naja, wie sagst man so Auf Holz klopfen...

Kommentar erübrigt sich. Klingt irgendwie nach Depression, oder?

Übrigens, dafür gibt es Hartgeld.com: es zeigt die reale Situation, wie sie ist - nicht aus dem Elfenbeinturm.


Neu 2007-10-03:

Gewinner und Verlierer in der Einkommensstatistik:

Dieser Chart zeigt deutlich, wo man sein sollte und wo man nicht sein sollte.


Neu 2007-10-01:

Das dauernde Gejammer nach "Fachkräften":

Focus: Akademiker verzweifelt gesucht

Deutschland droht ein Fachkräftemangel, weil immer noch zu wenige Schulabgänger studieren. Für die Wirtschaft ist das schlecht, für den Einzelnen gut: Akademiker verdienen immer besser.

Diese Studie dürfte offenbar schon etwas hinter der Realität sein. In den letzten Wochen sind kaum mehr solche Berichte in den deutschen Wirtschaftszeitungen erschienen. Offenbar dreht sich das Ganze bald wieder in Richtung Entlassungswelle.

Was wollen die Firmen wirklich: billige, angepasste, möglichst verschuldete Arbeitssklaven, die sie formen können. Am liebsten sind ihnen Inder, Osteuropäer, ganz Junge. Also sicher nicht jemand, der ihnen hilft, ihre Firmen über die kommende Depression zu bringen. Die werden einen ordentlichen Schreck bekommen.
 

Die fallen in den eigenen "Honey-Pot":

Spiegel: Gericht verbietet Überwachung von Website-Besuchern

Ein Gericht urteilt: Daten von Web-Surfern dürfen nur kurz zwischengespeichert werden. Sobald sie eine Website verlassen, müssen ihre Daten gelöscht werden. Ausgerechnet das Bundeskriminalamt soll anders gehandelt haben. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.

Das Bundeskriminalamt registriert und speichert nach einem Bericht des "Tagesspiegel" seit September 2004 die IP-Adressen aller Besucher ihrer eigenen Website zur "Militanten Gruppe". Damit wollten die Beamten "möglicherweise relevante IP-Adressen", mit denen Rechner im Internet identifiziert werden, sammeln.

Auch versuchte das BKA laut "Tagesspiegel", einen Teil der Website-Besucher zu identifizieren, indem sie Auskünfte bei der Telekom und der spanischen Telefonica beantragten. So ein Vorgehen nennt man einen Honeypot, einen Honigtopf, auslegen. Wer die BKA-Website besucht - egal ob ganz normaler Surfer, Lehrer, Journalist oder Schüler - macht sich automatisch verdächtigt, allein dadurch, dass er in den Honigtopf gefallen ist.

Was wollen die damit? Offenbar Arbeitsbeschaffung für Beamte. Oder wollen sie auf diese Art und Weise "Terroristen" fangen?

Damit erreichen sie nur, dass jeder bei Behörden-Websites jetzt vorsichtig ist. Oder wollen sie sogar "Systemkritiker" fangen?


Neu 2007-09-27:

Aber der Staat verschwendet weiter:

Spiegel: Milliardenteure Schildbürgerstreiche

Es geht um Seilbahnfahrten von Politikern, Bärenbeauftragte und Ministeriumsneubauten in Bonn: Der Steuerzahlerbund hat in einer Broschüre aufgelistet, wo Steuergelder verschwendet werden. Es geht - wie jedes Jahr - um Milliarden.

Wozu braucht man eigentlich Bärenbeauftragte ???

Das System kennt nur mehr Ausgaben, nur ein Staatsbankrott kann Abhilfe schaffen.
 

Vom Outsourcing enttäuscht:

Spiegel: Rolle rückwärts

Tausende Jobs kommen wieder nach Deutschland. Grund: Bei der Verlagerung ins Ausland haben sich vor allem mittelständische Firmen verkalkuliert. Jeder fünfte Betrieb aus der Metall- und Chemiebranche kehrt zurück. Und selbst ausländische Firmen lockt das hiesige Wirtschaftswunder.

Die Bleche kamen aus Rumänien zurück, "als wären sie von Ratten angeknabbert worden". Das war der Punkt, an dem Rutger Dautel die Notbremse zog. Und es war der Punkt, an dem ein Abenteuer zu Ende ging.

Der Outsourcing-Hype in den Osten ist jetzt offenbar vorbei. Ich selbst habe vor einigen Jahren die Ergebnisse dieser Versuche gesehen - ernüchternd.
Man handelt sich primär Probleme ein.


Neu 2007-09-25:

Bailout der Deutschen Bank durch den Staat?

Welt: Steinbrück stellt sich vor die Deutsche Bank

Bankchef Josef Ackermann hat eingeräumt, dass sein Haus in der Finanzkrise Fehler gemacht hat – das werde das Quartalsergebnis drücken. Händler sprechen von einer "Quasi-Gewinnwarnung". Der Kurs der Aktie verlor bis zu 3,5 Prozent. Finanzminister Peer Steinbrück versuchte, zu beruhigen.

Banken weltweit finden derzeit an den Finanzmärkten kaum mehr Käufer für Kreditrisiken, da die Anleger im Zuge der Krise am US-Hypothekenmarkt sehr zurückhaltend geworden sind. Zahlreiche fremdfinanzierte Übernahme-Deals von Beteiligungsfirmen liegen deshalb auf Eis. Insgesamt werden Käufer für Kredite in Höhe von mehr als 220 Milliarden Euro gesucht.

Wenn sich der Finanzminister so demonstrativ hinter diese Bank stellt. Gibt es eine "stille Rettung"? Falls jemand noch sagen sollte, dass diese Bank keine massive Probleme hat, wäre das eine Untertreibung.
 

Die Finanz-Schnüffelei wird immer stärker:

WIWO: Beamte als Jäger und Sammler der Steuerdaten

Wer mit einem Auto und Geld über die deutsch/schweizer Grenze fährt ist selbst schuld. Es ist besser zu überweisen (mögen die schweizer Banker viel lieber) oder zu fliegen. Meist muss es noch der Mercedes sein - das Muster kennen die deutschen Zöllner schon.

 

Noch etwas zur Riester-Rente:

Stern: Auf der Jagd nach Provisionen

Das Geschäft lohnt sich vor allem für die DVAG-Berater
Nun ist Riester-Sparen an sich eine gute Sache für die private Altersvorsorge. Auffällig ist allerdings, wie gut Finanzvertriebe seit einiger Zeit die staatlich geförderte Zusatzrente finden. DVAG-Chef Reinfried Pohl, der von seinen mehr als 33.000 Verkäufern nur "der Doktor" genannt wird, feiert seine Mannschaft sogar als "Pionier des Riester-Geschäfts". Allein im vergangenen Jahr hat die DVAG 193.000 Verträge verkauft. Offiziell gibt Pohl die Devise aus: Alles zum Wohl der Kunden. Die Methode, wie das Unternehmen seine treuen Kunden ins
Riester- Sparen lockt, ist aber fragwürdig. Denn das Geschäft lohnt sich vor allem für die DVAG-Berater. Mit jedem neuen Vertrag kassieren sie frische Provisionen, die der Kunde zahlt. Und Reinfried Pohl kann sein Unternehmen öffentlich als Spitzenreiter im Riester-Geschäft feiern und Rekordergebnisse melden.

Nur 80% gehen in die Kapitalanlage, den Rest frisst der Apparat.
Noch etwas: aus diesem Ding kommt man kaum mehr heraus - etwas, was jeder echte Investor abgrundtief hasst.


Neu 2007-09-24:

Ende der fetten Zeiten:

Handelsblatt: Nettolohn soll auch künftig niedrig bleiben

Die guten Zeiten waren einmal. Sie kommen erst wieder, wenn die staatlichen Abgaben und die Bürokratie weg sind. Nach der Depression.


Neu 2007-09-20:

Das Ergebnis der Subventionswirtschaft:

Spiegel: Ost-Länder erst in 20 Jahren auf Westniveau

Blühende Landschaften? Selbst Minister Tiefensee glaubt nicht an schnelle Fortschritte in den neuen Ländern. Hohe Arbeitslosigkeit und rechtsextremistische Strukturen sind nach Auffassung des Ost-Beauftragten der Bundesregierung die größten Probleme.

Die ersten 20 Jahre sind schon fast abgelaufen, jetzt weitere 20 Jahre. Das Ergebnis der Subventionen.


Neu 2007-09-18:

IKB will Verluste überwälzen - auf wen denn?

Handelsblatt: Mittelständler sollen zahlen

Die Rettungsaktion der Mittelstandsbank IKB wird wohl teurer als erwartet: Bislang hat die bundeseigene KfW-Bankengruppe Entwarnung gegeben und den Eindruck erweckt, die Fast-Pleite bei ihrer Düsseldorfer Beteiligung habe keine schwerwiegenden Folgen. Den Kunden drohen nun höhere Zinsen.

Natürlich, wer sonst.


Neu 2007-09-17:

Die Banken-Angst geht jetzt auch in Deutschland um:

Welt: Deutschland fürchtet eine Bankenkrise

Die Bilder verheißen nichts Gutes: Menschen stehen vor Bankfilialen an, um ihr Erspartes zu retten. Die meisten Deutschen kennen das, was sich in Großbritannien abspielt, nur aus Geschichtsbüchern. Doch die deutschen Sparer sind zunehmend verunsichert.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich in Europa so etwas erleben würde", sagt der Finanzguru Roland Leuschel, "für die Bankenwelt gibt es nichts Schlimmeres als eine Massenpanik". Seinem in England lebenden Sohn hat der 70-Jährige nach eigenen Angaben geraten, sein Geld schnellstens von Northern Rock abzuziehen. "Die letzte große Bankenkrise mit Warteschlangen gab es Anfang der 30-er Jahre. Die meisten kennen das nur aus der Geschichte. Daher ruft es ein ganz mulmiges Gefühl hervor, das jetzt selber live im Fernsehen sehen zu müssen."

Von einer angespannten Lage wissen auch die hiesigen Banker zu berichten. "Es geht hoch her. Wir können uns vor telefonischen Anfragen verunsicherter Anleger kaum noch retten", sagt Stefan Jokl, Sprecher des Verbands der privaten Bausparkassen. Alle wollten wissen, wie sicher ihr Geld ist. Schließlich hätten die Bausparkassen ja auch mit Immobilienfinanzierung zu tun. Und Immobilien, Hypotheken und Finanzierungen ließen bei vielen die Alarmglocken schrillen.

Welche Wirkung die Medien haben. Selbst "Gurus" hätten das nicht für möglich gehalten. Ja, die 1930er Jahre sind wieder da. Schön langsam kriecht es in die Köpfe der Menschen - weltweit. Bei der nächsten "Bankenkrise" irgendwo wird es wohl weltweit einen Run auf die Banken geben.
Und alle Papiere die mit Hypotheken zu tun haben, scheinen sich in Teufelszeug zu verwandeln.

PS: wenn die Leute wüssten, wie marode die deutschen Banken wirklich sind, würden sie auch über Nacht um ihr Geld anstehen.
Leider kann ich nicht alles berichten, was hereinkommt - meist wegen Vertraulichkeit.

Weitersagen: wirklich sicher sind nur Gold & Silber!


Update 2007-09-16:

Hat Schäuble ein Terror-Briefing bekommen?

Spiegel: Schäuble hält Atom-Anschlag für eine Frage der Zeit

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnt vor einem nuklearen Terroranschlag. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis ein solcher Angriff erfolge. Der Rat des Ministers: Man solle sich die restliche Zeit nicht mit Untergangsstimmung verderben.

Haben ihn die USA über deren Vorhaben aufgeklärt?
Der Begriff "Nukleares Material" deutet auf eine "Schmutzige Bombe" hin, also normaler Sprengstoff, mit radioaktivem Matieral (aus Spitälern?) vermischt. Harmlos, aber ungeheure Medienwirksamkeit.

Wurde die "Radioaktivität" dafür schon medienwirksam besorgt? Health Department reports stolen radioactive device


Neu 2007-09-13:

Sozialer Sprengstoff türmt sich auf:

Spiegel: Deutsche glauben nicht mehr an Chancengleichheit
FTD: "Deutschland ist ungerecht"

Bildung, sozialer Aufstieg, Einkommensverteilung: Die meisten Deutschen glauben, dass in Deutschland keine Chancengleichheit besteht. Unmut herrscht vor allem über die als exorbitant empfundenen Gehälter für Spitzenmanager.

Diese Manager mit den Extremgehältern sind die gleichen Leute die nicht führen können. Sie werden nach Einbruch der Krise wie die "Kaiser ohne Kleider" dastehen und sich nicht mehr auskennen. Da wird sich dann etwas abspielen!

Das Volk murrt gegen die Chefs:

Süddeutsche: Land der schlechten Chefs

Fast jeder dritte deutsche Arbeitnehmer berichtet von einer miesen Betriebskultur: Mitarbeiter fühlen sich allein gelassen, uninformiert und nicht gefördert.

Danach arbeiten nur 22 Prozent der Befragten in einer für sie umfassend guten Führungs- und Unternehmenskultur, berichtet Soziologin Tatjana Fuchs, die im Auftrag des DGB beim Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (Inifes) das Projekt geleitet und die Auswertung vorgenommen hat.

Offenbar sind diese Herrschaften nur mit Selbstdarstellung, Karriere, Abkassieren und Einmauern beschäftigt, nicht aber nicht aber mit ihre Hauptaufgabe - Führung. Lernt man das in der MBA-School nicht?


Neu 2007-09-11:

Kracht die IKB jetzt?

Handelsblatt: IKB-Bank drohen Notverkäufe

Die weltweite Finanzkrise stürzt die Mittelstandsbank IKB in noch massivere Probleme. Ihre Zweckgesellschaft Rhinebridge kann sich nicht mehr über kurzfristige Schuldverschreibungen (Commercial Papers) refinanzieren. Deshalb musste sie jetzt von Banken zugesicherte Liquiditätslinien ziehen. Experten erwarten inzwischen sogar ein Übergreifen der Krise auf die Wirtschaft.

Diese Wahnsinnigen sitzen also immer noch auf diesen CDO-Papieren. Warum hat man sie nicht schon längst verkauft?


Neu 2007-09-10:

Na prost:

Biertrinker müssen tiefer in die Tasche greifen

Biertrinker in Deutschland müssen sich auf steigende Bierpreise einstellen. Aufgrund gestiegener Rohstoff- und Produktionskosten solle der Gerstensaft bereits im nächsten Jahr um bis zu zehn Prozent teurer werden, so der Deutsche Brauer-Bund. Doch diese Preissteigerung könnte erst der Anfang sein.

Könnte zu "Unruhen" führen, wenn die wirklichen Kosten auf das Volksgetränk Bier umgelegt werden. Politiker, passt auf!


Neu 2007-09-09:

Die Amerikaner überwachen in Deutschland wen und wie sie wollen:

US-Geheimdienste führen illegale Online-Durchsuchungen in Deutschland durch

US-Geheimdienste führen illegale Online-Durchsuchungen in Deutschland durch. Die Festnahme der drei Terrorverdächtigen im Sauerland geht nach Angaben des innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), auf Online-Durchsuchungen der US-amerikanischen Geheimdienste zurück. "Die Erkenntnisse, die zu den Tätern geführt haben, stammen aus Computerüberwachungen der amerikanischen Nachrichtendienste", sagte er dem 'Kölner Stadt-Anzeiger' (Samstagsausgabe).

Die USA brauchen von uns nicht gebeten werden. Die machen das, was sie für richtig halten."

Nach Informationen der Zeitung haben die US-Geheimdienste auch auf Computer in Deutschland zugegriffen.

Wer aus dem früheren Ostblock stammt, müsste das gut kennen. Dort haben die Russen auch getrieben, was sie wollten. Dann sind die Vasallenregierungen zusammen mit dem Imperium untergegangen. Die Frage ist nur, ob diesesmal die Regierung des Zentrums (USA) oder zuerst jene der Vasallen stürzen.

Die intelligenteren unter diesen Regierungen zittern sicher schon wie "Espenlaub" (siehe Brumme-Artikel).

In meinem Krisen-Seminar gehe ich auf die Unterschiede Westen-Ostblock beim Untergang ein!


Neu 2007-09-07:

Was die Polizei-Chefs wirklich wollen:

Welt: Polizei fordert mehr Personal für Terror-Kampf

Nicht mit neuen Gesetzen, sondern mit besserer Ausrüstung, mehr Geld und Polizisten will die Gewerkschaft der Polizei den Kampf gegen den Terror gewinnen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, widerspricht damit den Forderungen der Innenminister.

Das Gesetz jeder Bürokratie: ein Chef ist umso "wichtiger", je mehr Personal er unter sich hat. Akademiker zählen dabei doppelt.
Neue Gesetze sind offenbar nur eine Belastung, das sie mehr Arbeit bringen, aber nicht mehr "Ansehen".


Neu 2007-09-06:

Die "Krise" wirkt offenbar schon:

FTD: Industrie brechen Aufträge weg

Die Industrie hat im Juli den stärksten Auftragsrückgang seit der Wiedervereinigung hinnehmen müssen. Als Grund für den unerwarteten Einbruch führte das Bundeswirtschaftsministerium einen Rückgang von Großaufträgen an.

-7.1% im Juli - das war aber schnell. Was werden erst August und September bringen. Kein Wunder. Investiert wird meist auf Kredit, bei Grossfirmen über Bonds finanziert. Aber der Bond-Markt ist tot.


Neu 2007-09-05:

Der "Bundestrojaner" wehrt sich gegen Kritik - mit Terrorangst:

Welt: Anschlag war für den 11. September geplant
FTD: Schäuble entsetzt SPD mit Anti-Terror-Ideen

Die Polizei hat in der Nacht drei Männer verhaftet. Sie sollen einen Anschlag auf den Frankfurter Flughafen und die US-Basis in Ramstein geplant haben. Nach Informationen von WELT ONLINE sollte dort offenbar am 11. September eine Bombe explodieren.

In einem Interview mit dem "Spiegel" forderte der CDU-Politiker ein Handy- und Internetverbot für islamistische "Gefährder" und die Einführung eines Straftatbestands der Verschwörung. Zudem brachte Schäuble die Möglichkeit sogenannter Targeted Killings in Deutschland ins Gespräch. Damit bezeichnet zum Beispiel Israel die gezielte Tötung extremistischer Palästinenser.

Wie seine Kollegen in USA und UK will er offensichtlich mit inzenierter Terrorangst seine Repressions-Methoden durchbringen.


Neu 2007-9-03:

Die nächste - BayernLB:

FAZ: Bayern LB legt Milliardenrisiken offen

Die zweitgrößte deutsche Landesbank, die Bayern LB, ist mit Milliardenbeträgen im Krisengeschäft mit Krediten bonitätsschwacher Schuldner ("Subprime") engagiert. Als eine der letzten deutschen Großbanken bezifferte die Bayern LB am Samstag auf Anfrage ihre Positionen im Subprime-Segment, die sich nach Angaben eines Sprechers auf 1,9 Milliarden Euro belaufen. Bei der Veröffentlichung ihrer Halbjahreszahlen in der vorletzten Woche hatte Bayern-LB-Chef Werner Schmidt dagegen das Volumen noch nicht nennen wollen. Es entfällt zu 80 Prozent auf die höchste Rating-Klasse AAA und zu 20 Prozent auf die Klasse AA. Allerdings wird die Validität solcher Einschätzungen der Rating-Agenturen mittlerweile in Zweifel gezogen. Ihr Engagement im SubprimeGeschäft am amerikanischen Hypothekenmarkt ist jüngst unter anderem der IKB und der Sachsen LB zum Verhängnis geworden. Beide Geldhäuser brauchten milliardenschwere Notkredite.

Und wieder der Hinweis auf das AAA der Subprime-CDOs, was aber heute eigentlich schon CCC ist.
Zusätzlich müssen sie den jüngsten Kauf der "Haider-Bank" in Kärnten verdauen - war eigentlich ein Notverkauf. Mahlzeit!


Neu 2007-08-31:

Wann sperrt man die IKB endlich zu?

Handelsblatt: IKB-Krise weitet sich aus, "California dreamin´" wurde IKB-Albtraum

Die Turbulenzen an den Kreditmärkten bringen die kriselnde Mittelstandsbank IKB Deutsche Industriebank weiter in Bedrängnis. Am Mittwoch stufte die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote der Mittelstandsbank deutlich von „C“ auf „F“ und damit auf Ramschniveau herab. Zuvor hatte die Bank eine neue Finanzspritze für den ins Straucheln geratenen Fonds Rhinebridge angekündigt.

In einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden IKB-internen Studie mit dem Namen „California dreamin'´“ aus dem Jahr 2005 riet ein eigener Analyst der Bank zu vorsichtigeren Investments. Der Autor des 40-seitigen Berichts warnte vor einem Abwärtstrend am US-Immobilienmarkt, was sich wiederum negativ auf bestimmte Anlagen der IKB auswirken könnte.

Die haben offenbar auch den kalifornischen Traum geträumt. Mit einem Rating von F sind sie eigentlich tot. Wer dort immer noch Geld angelegt hat, ist eigentlich ein finanzieller Selbstmörder. Prognose: die werden noch im September zusperren müssen.
Inzwischen werden diese "AAA" CDOs (auf die wird immer noch verwiesen) direkt auf CCC heruntergestuft. Dann kann man sie komplett abschreiben.


Neu 2007-08-30:

Sehen Sie sich Ihr Vermögen noch einmal gut an:

Spiegel: Deutsche besitzen über 9.000.000.000.000 Euro

Jeder Deutsche besitzt 94.000 Euro - zumindest wenn man den statistischen Durchschnitt betrachtet. Insgesamt haben die Bundesbürger dem Bundesverband deutscher Banken zufolge satte neun Billionen Euro auf der hohen Kante.

9 Trillions - ganz schöner "Papier-Reichtum". Mehr als 5..10% davon wird nach dem Kondratieff-Winter nicht übrig bleiben.
Nur wo steckt es heute: in spanischen Banken, in amerikanischen CDOs, in Osteuropa-Immobilien, in bankrotten Staaten.

Am meisten verlieren wird die "besitzende Klasse", also die oberen 5%. Die unteren 80% haben grossteils nur Schulden.


Neu 2007-08-29:

Die Hartz-IV Schule - wie man eine permanente Unterklasse produziert:

WDR: Die Hartz IV-Schule , MONITOR-Forum
Spiegel: Ganz normaler Wahnsinn

An der Fröbelschule in Bochum-Wattenscheid kennen sich die Kinder besser aus mit Hartz IV als mit Geometrie. Zwei Drittel der Eltern leben von Arbeitslosengeld, im letzten Jahr hat kein einziger Schüler aus dem Abschlussjahrgang der Förderschule eine Lehrstelle bekommen. Daraus hat der Direktor jetzt eine Konsequenz gezogen: „Ich bereite meine Schüler im Unterricht auf das vor, was sie nach der Schule erwartet - die Arbeitslosigkeit“. Ein pädagogisches Konzept, das provoziert. Wie suche ich als Hartz IV-Empfänger eine Wohnung? Wie komme ich an den Ein-Euro-Job? Was fange ich mit der ganzen Freizeit an? Perspektivlosigkeit bekommt System

"Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir". Mahlzeit. Diese Schulen bilden die Kinder wirklich für das aus, was sie erwarten wird: lebenslange Sozialhilfe-Empfänger. Wenn da nicht das Problem des kommenden Staatsbankrotts wäre. Dann hilft diese "Ausbildung" nichts mehr.

Falls jemand nicht weiss, wann ein System dekadent wird? - hier ist der Beweis, dass es schon voll dekadent ist!
 

Die Unfähigkeit der Bankenaufsichten:

FTD: Die drei ??? im deutschen Bankensystem

Das Debakel bei der Sachsen LB offenbart die Schwächen der deutschen Bankenkontrolle. Nun soll die Macht der Aufseher neu geordnet werden. Das Hauen und Stechen zwischen BaFin, Bundesbank und Finanzministerium hat begonnen.

Es gibt zu viele davon. Daher können sie auch keine Probleme vorhersehen und vorbeugend eingreifen.

Wo bleibt Basel II - FTD: Kreditkrise hat Folgen für Basel II

In der Bubble-Laune nicht wirksam. Die deutschen Banken haben es mit ihren Conduits einfach umgangen.

Noch etwas zu den Landesbanken:

Forbes: Germany's Landesbank Losers

There are several reasons for Landesbanks interest in commercial paper. First, they used to have the advantage of borrowing money more cheaply than other banks because they were backed by state guarantees. For example. one guarantee, the Gewahrtragerhaftung, meant that when a publicly owned company found itself in a situation where its debts were higher than its assets, its creditors (the Landesbanks) could turn directly to the government for emergency funding.

WestLB was eager to act as a liquidity provider to asset-backed commercial paper market. A survey by Standard & Poor's in March ranked WestLB, a medium-sized bank, as the world's 14th-biggest provider of funds for asset-backed commercial paper after Royal Bank of Scotland (other-otc: RBSPF - news - people ) and Lloyds TSB (nyse: LYG - news - people ).

Aha, die Haftung der Länder hat die Landesbanken dazu veranlasst, dieses Spiel mit den Conduits zu treiben und ABCP zu "produzieren".
Schaut die WestLB genauer an: die waren der 14.grösste Produzent dieses Papiers (das jetzt nicht mehr genommen wird) - noch vor denm Grossbanken.


Neu 2007-08-27:

Your Tax-Money at Work:

ManagerMagazin: Kommunen verwetten Milliarden Steuergelder

In Zeiten chronisch knapper Kassen haben deutsche Städte reihenweise Steuergelder bei Zinsspekulationen versenkt. Die Kommunen würden die Verantwortung dafür gern ihren Bankberatern zuschieben. Doch ein genauer Blick zeigt: Ein Großteil der Misere ist hausgemacht.

Flensburg, Sulingen, Göttingen - die Liste der betroffenen Städte, so scheint es, ließe sich beliebig verlängern. Allerorten flossen in den vergangenen Jahren offenbar Steuergelder in Zinswetten, deren Risiken den Kommunen nicht annähernd klar waren. Immense Verluste, so glauben Experten, sind dadurch entstanden. Der Duisburger Professor Rainer Elschen beispielsweise sagte der Zeitung "Rheinische Post", bundesweit sei "mit Sicherheit ein Milliardenschaden entstanden".

Der "kommunale Derivaten-Crash" entsteht, wenn man diese Dilletanten an Steuergeld und Derivate lässt. Das wird die Bereitschaft, Kommunalsteuern zu zahlen, wohl massgeblich erschüttern.

Glauben Sie keinesfalls die hier genannten Verlust-Summen. Die sind sicher wie bei den Banken nach unten "geschönt".


Neu 2007-08-26:

SachsenLB gerettet?

FTD: LBBW übernimmt offenbar SachsenLB
Handelsblatt: Verkauf der Sachsen LB perfekt

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wird die angeschlagene Landesbank Sachsen LB nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa übernehmen. Wie es am Sonntag aus gut unterrichteter Quelle in Stuttgart hieß, ist von einem Kaufpreis von rund 300 Millionen Euro die Rede.

Die BaFin soll für die Übernahme der Sachsen LB durch eine andere Landesbank ein Ultimatum bis Sonntagabend 24 Uhr gestellt haben. Andernfalls drohe eine Abwicklung. Grund für die eilige Suche für einem neuen Besitzer für die kleinste deutsche Landesbank ist ein neues Finanzloch. Es gibt nicht mehr ausreichend Eigenkapital.

Gerettet? für wie lange?
Natürlich will der "Käufer" (besser der Erpresste) die Risiken nicht mit übernehmen, die bleiben beim Land Sachsen. Also wird wohl dieses Konkurs anmelden müssen.

Das ist nur eine weitere Episode der Verteilung des Risikos auf alle Banken - solange man "derzeit" keine Bank untergehen lassen muss.
Aber der Interbank-Kreditmarkt ist immer noch nicht repariert. Am Ende gehen alle Banken unter, anstatt einige "solide" zu retten.


Neu 2007-08-25:

Fachkräfte-Not? - mir kommen die Tränen:

Spiegel: Fachkräfte-Not erfasst komplette Regionen Deutschlands

Fehlender Nachwuchs, mangelnde Ausbildung, Brain Drain nach Süddeutschland: In mehreren Regionen der Republik können offene Stellen für Technik-Fachkräfte akut nicht mehr besetzt werden. Experten loben den Regierungsplan, Osteuropäer ins Land zu holen, als beste Lösung - kurzfristig.

In diesem Jahr hat sich die Lage noch verschärft. "Der Bedarf wird im Moment sehr schlecht vom Markt gedeckt", bestätigt eine Sprecherin der Online-Jobbörse Monster.de. Laut dem monatlich aktualisierten "Monster Employment Index", der auf den Stellenanzeigen mehrerer hundert Webseiten basiert, klaffen Angebot und Nachfrage besonders bei den Ingenieuren und IT-Spezialisten weit auseinander.

Und das bei (je nach Berechnung) realen 8..11 Millionen Arbeitslosen in Deutschland. Da sollten wohl auch einige brauchbare Fachkräfte darunter sein.
Aber offenbar will man nur Osteuropa-Gehälter bezahlen. Auch bei mir (IT-Spezialist) hat von diesen Schreiern noch keiner nachgefragt - Visionäre und Strategen will man offenbar nicht.

Nachdem inzwischen der Credit-Crunch eingesetzt hat, werden sie wohl bald wieder entlassen, um am nächsten Konjunktur-Höhepunkt (wann immer das ist) wieder nach Fachkräften zu schreien. Typisch prozyklisches Verhalten.

Diesen Leuten möchte ich DRINGENDST mein Investment Seminar empfehlen.
Dort erfahren Sie alles über Wirtschaftszyklen und wie man sie richtig ausnützt.

Ausserem empfiehlt es sich, die Geschichte von Hewlett Packard zu lesen. Die haben 1945 (wo alle anderen Firmen entlassen haben) die besten Ingenieure eingestellt und sind damit zur technologischen Weltmacht aufgestiegen (bevor die MBAs dann die Firma zur Platform-Company verwässert haben). Diesen Weg möchte ich auch gehen, sobald Firmen für ein paar Goldmünzen zu haben sind - von den heutigen Schreiern.

SachsenLB -die Bieter springen ab:

Handelsblatt: Nur noch eine Bank bietet für SachsenLB

Noch an diesem Wochenende soll eine Lösung gefunden werden, die angeschlagene SachsenLB durch eine Übernahme vor einer drohenden Verlusterklärung zu retten. Am Samstag Nachmittag drang aus den Verhandlungen die Information durch, dass nur noch eine einzige Bank um den Einstieg verhandelt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Dubliner SachsenLB-Tochter nach eigenen Angaben bereits 2005 einer Sonderprüfung unterzogen. Danach sei die SachsenLB aufgefordert worden, die dort festgestellten Mängel abzustellen, bestätigte eine Sprecherin einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Finanzkreisen zufolge ging es dabei um Mängel im Risikomanagement. Laut „Spiegel“ hat die Irland-Tochter bereits Ende 2003 außerhalb der Bilanz 30,7 Milliarden Euro gemanagt, deren Risiken im wesentlichem Umfang bei der Bank lagen.

Wenn die Summnen stimmen, wer will diese Bank übernehmen? Falls ja, sicher nicht mit dem Risiko. Das bleibt sicher beim Land.


Neu 2007-08-24:

Credit-Crunch in Deutschland:

Telegraph: Cancel rate rise, German industry pleads

German industry has appealed to the European Central Bank to cancel a rise in interest rates next month, warning that the credit crunch risks triggering a worldwide economic downturn.

The powerful German Chamber of Industry and Commerce (DIHK) said banks had abruptly tightened lending standards and sharply raised the cost of borrowing for smaller companies.

"What we are seeing in the credit markets is likely to have a major effect, damping economic dynamism in coming months, not just in Germany but across the world," said Axel Nitschke, the group's chief economist....

"If we have a bank crisis in Germany that cuts us off from foreign finance, then our financial institutions could get into further difficulties," he said, saying the sub-prime debacle had caused "reputational damage" for the state-owned Landesbanken that was likely to linger. German banks hold some €727bn in credits from foreign sources, according to the Bundesbank.

Unglaublich, wie schnell dieser Crunch kommt. Ganz plötzlich werden kaum mehr Kredite vergeben. Wenn der richtige Banken-Crash kommt (jetzt jeden Tag), dann gibt es überhaupt keine neuen Kredit mehr und die bestehenden Kredite werden wieder eingezogen.
Das wird von den Medien auch kaum kommuniziert.

Rette sich wer kann!

 
Politischer Hick-Hack um eine halbtote Bank:

Handelsblatt: Ringen um die Zukunft der WestLB

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Sparkassen des Landes sind sich weiter uneins über die Zukunft der WestLB. Da keiner der beiden Hauptanteilseigner die nötige Mehrheit besitzt, um seine Vorstellungen durchzusetzen, steuern die Partner auf eine offene Konfrontation zu.

Diese Politiker haben offenbar noch nicht kapiert, was die Stunde geschlagen hat.

 
Armageddon bei SachsenLB - € 65 Mrd:

Süddeutsche: Krise der Sachsen LB eskaliert

Wegen der Krise am US-Immobilienmarkt gerät die Sachsen LB stärker in Bredouille. Jetzt muss ein Vorstandsmitglied gehen. Die Risiken könnten weit höher sein als gedacht.

Die finanziellen Risiken für die SachsenLB sind möglicherweise noch größer als bislang bekannt. Nach nicht bestätigten Informationen summieren sich die Engagements der Dubliner Tochter auf 65 Milliarden Euro. Das für die Tochtergesellschaft zuständige Vorstandsmitglied Stefan Leusder trat am Donnerstag zurück.

Die Prüfer haben bislang nur einen Zwischenbericht über die Geschäfte der irischen Tochtergesellschaft der Landesbank, der SachsenLB Europe, vorgelegt, genauere Informationen werden bis Mittwoch nächster Woche erwartet, wenn in Dresden der Finanzausschuss des sächsischen Landtags zu seiner außerordentlichen Sitzung zusammentritt. Bislang könne man noch nicht sagen, welche Risiken in den von Dublin verwalteten fünf Fonds stecken, hieß es in Bankkreisen.

Das ist wie der Meteoriten-Einschlag, der die Saurier ausgerottet hat. Gute Nacht, Sachsen und deutsche Banken.

Wenn die "Grandfathering-Regel" wirkt, werden die Sachsen wohl in die ewige Schuld-Knechtschaft verschleppt.
Denn von den 65 Mrd. sind jetzt wohl die Hälfte Verluste!

Die nächste Landesbank im CDO-Sumpf:

Handelsblatt: HSH redet Risiken klein

Nach IKB und SachsenLB hat nun auch die HSH Nordbank Probleme im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise eingeräumt. Mit 1,8 Mrd. Euro ist die Landesbank nach eigenen Angaben im eingebrochenen Markt für US-Hypotheken engagiert. Doch die HSH Nordbank beschwichtigt – und hält die Risiken für beherrschbar.

Die Bank bewege sich bei der Risikovorsorge derzeit in einer „vertretbaren Bandbreite“, sagte Vorstandschef Hans Berger gestern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. „Wir haben keine Liquiditätsprobleme und darüber hinaus ein beachtliches Liquiditätspolster“, beschwichtigte er.

Deutschlands fünftgrößte Landesbank ist derzeit mit 1,8 Mrd. Euro am US-Immobilienmarkt investiert. Diese Zahl nannte Berger. Das ist etwa halb so viel, wie bei der SachsenLB vermutet wird, die wegen ihres Engagements am Markt für zweitklassige US-Hypotheken (Subprime) von den anderen Landesbanken gestützt werden muss.

Es kommen die selben Argumente: "kleines Engagement", AAA-Papiere, etc. Bin neugierig, wie hoch die endgültige Verlustrechnung sein wird.

Die werden alle gemeinsam in diesem Sumpf versinken. Hat schon Keynes gesagt.


Neu 2007-08-23:

schäfte. Die Gefängnisse sollten sich füllen.

Niemand weiss natürlich genau, wer wieviel verspekuliert hat. Wie die Banken wollte man sich "Luft" verschaffen. Das wollte der Finanzchef des Orange County in Kalifornien 1994 auch, bis er allein das County mit $25 Mrd. Verlusten versenkt hat. Hier dürfte sich dieses Desaster vielfach wiederholen (in Österreich übrigens auch).

Die nächste Landesbank ist dran:

FTD: Subprime-Krise trifft die HSH Nordbank

Die US-Hypothekenkrise könnte sich auch auf die HSH Nordbank auswirken. Das Geldhaus ist mit 1,8 Mrd. Euro im kriselnden Markt für zweitklassige Kredite investiert. Das Management beschwichtigt allerdings.

Insgesamt ist die HSH Nordbank den Angaben zufolge mit 4,4 Mrd. Euro über zwei Zweckgesellschaften am Markt für verbriefte Forderungen (ABS) engagiert. Die Namen dieser Vehikel seien Poseidon und Carrera, sagte Berger weiter. Beide Portfolien seien "von erstklassiger Qualität", fügte er hinzu. Das schlechteste Rating sei "AA".

Diese Beschwichtiger reden immer noch von "erstklassiger Qualität". Sorry, das ist Subprime.
Es gibt überhaupt Insider-Aussagen zu den deutschen Landesbanken, dass diese insgesamt "Subprime" sein sollen, mit oder ohne Conduits wie "Poseidon".


Neu 2007-08-21:

Neuer WestLB-Chef warnt:

Spiegel: WestLB-Chef schlägt Alarm für deutsche Banken

Wie sehr die Finanzmärkte durch die US-Hypothekenkrise verunsichert sind - das zeigt sich auch an der Kakophonie der Expertenstimmen. Wirtschaftsinstitute ermitteln gegensätzliche Konjunkturprognosen, Politiker beschwichtigen - gleichzeitig schlägt jetzt der Chef einer Großbank Alarm.

Für einen Banker wurde der neue WestLB-Chef Alexander Stuhlmann gestern Abend erstaunlich deutlich. Die deutsche Finanzbranche sei in einer "nicht unkritischen Situation", erklärte er am Rande einer Veranstaltung der WestLB in Berlin. Für die Banken werde es schwerer, Geld am Kapitalmarkt zu besorgen. An den Märkten sei zu spüren, dass ausländische Partner nicht mehr so leicht Kreditlinien zur Verfügung stellten. Aus diesem Grund könnten weitere deutsche Institute in Schwierigkeiten geraten.

Da will sich offenbar jemand absichern - für den Fall das wieder/noch etwas passiert.


Neu 2007-08-20:

In Hamburg grassiert der Reichtum:

Welt: In Hamburg leben die reichsten Deutschen

In Berlin dagegen ist die Armut zu Hause. Eigentlich gu für die Politiker, die Realität zu erkennen.

Es wird Zeit, wieder ein Seminar im Hamburg zu veranstalten. Das Gold&Silber-Seminar dort letztes Jahr war überfüllt.
Interessenten bitte melden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Neu 2007-08-18:

Da kommt noch mehr - bei den kleinen Banken:

Welt: Die prekäre Lage der kleinen Banken

Weil die Rendite in den Kerngeschäften schwindet, weichen viele kleine Banken auf windige Geschäfte aus. Das bringt sie jetzt an den Rand des Abgrunds.

Sollte es dazu kommen, dürfte die SachsenLB mit ihren Verlusten nicht alleine dastehen im öffentlich-rechtlichen Bankenlager. Etliche Landesbanken und Sparkassen haben sich in den letzten Jahren mit verbrieften Krediten in unterschiedlichsten Formen eingedeckt. Und viele Händler und Bankenexperten glauben, dass sie dabei risikofreudiger zugegriffen haben als die meisten Großbanken. Weil das klassische Geschäft der öffentlich-rechtlichen Institute schwächelt, neigt so mancher Landesbanker oder Sparkässler zum Leichtsinn. Böse Überraschungen drohen.

Grund dafür seien auch hier schwindende Erträge im klassischen Geschäft. "Früher war es für Sparkassen und Volksbanken viel einfacher, Geld zu verdienen", sagt der Frankfurter Bankenberater Christoph Pape. Sie hätten ihren Kunden auf deren Sparbücher ein bis zwei Prozent Zinsen gezahlt und das eingenommene Geld für Kredite eingesetzt, die leicht acht Prozent Zinsen abwarfen. Das funktioniert derzeit nicht mehr: Direktbanken und private Filialinstitute überbieten sich gegenseitig mit hoch verzinsten Tages- und Festgeldangeboten. Sparkassen und Volksbanken müssen mitziehen. "Das hat unsere Zinskosten extrem in die Höhe getrieben, was uns schon sehr weh tut", sagt ein Sparkässler aus Schleswig-Holstein. Dazu kommt ein scharfer Wettbewerb bei Krediten. Berater berichten von Großsparkassen, bei denen Baufinanzierungen bereits zum Zuschussgeschäft geworden sind.

Das Problem dabei: Während Großbanken Dutzende Spezialisten beschäftigen, die die Risiken ihrer Investments abschätzen sollen, kann ein einzelner Sparkässler die Weiten der Finanzwelt kaum überblicken. Im Prinzip gehe es dem Vermögensverwalter einer kleinen Bank nicht anders als einem Privatkunden beim Anlageberater, erklärt Beike. "Wenn der Investmentbanker am anderen Ende der Telefonleitung sagt, das Risiko sei überschaubar, dann muss der Sparkassenmitarbeiter das glauben."

Ertragsschwäche, Eitelkeit, Unwissenheit - eine böse Kombination. Dann kommen die Amerikaner mit Papieren, die "am Papier" mehr Ertrag bringen, als die selbst vergebenen Hypotheken.

Wenn man sich manche Hypothekenzinsen ansieht, dann muss man sich fragen, wie die Bank damit noch Geld verdienen kann. Das sind aber die grossen Kreditsummen, die ertragreicheren Überziehungskredite dagegen sind vom Volumen gesehen nur Peanuts.

Es ist auch bekannt, dass etwa in Westösterreich die Banken an diversen Krediten an Hotels sich schwer verschluckt haben. Der letzte schneearme Winter hat nicht gut getan. Ich weiss nicht, ob das in Deutschland auch so ist, aber in Österreich sind 50% der Hotels "unter Wasser", d.h. der Kredit ist höher als der Wert. Aber sie zwangsversteigern nicht, dann würde der Verlust offensichtlich werden. Also, auch aus dem alten Geschäft kommen noch genügend Ausfälle.

Nochmals zur Sachsen LB - Grössenverhältnisse (Leserzuschrift):

Nachdem die Sachsen LB ja durch den Sparkassensektor gerettet werden soll, ein paar nachdenklich stimmende Zahlen zu diesem:

Kumuliertes Eigenkapital aller deutschen Bausparkassen: 7,31Mrd € (per 05/2007) Kumuliertes Eigenkapital aller deutschen Sparkassen: 53,8 Mrd €. (per 06/2007) Kumuliertes Eigenkapital aller deutschen Landesbanken: 64,91 Mrd € (per 06/2007)

Jeweils inklusive Rücklagen und Genussrechtskapital. Quelle: Deutsche Bundesbank. <http://www.bundesbank.de>

Noch düsterer sieht es aus, wenn man sich den Gewinn des gesamten Sparkassensektors ansieht. Hier liegen zwar nur Zahlen von 2004 vor, aber die Tendenz war ohnehin rückläufig, da sich die Refinanzierung durch den Wegfall von Landeshaftungen sicher nicht verbessert hat. Selbst bei einer großzügigen Schätzung übersteigt die aktuelle Haftung den kumulierten Jahresgewinn des gesamten Sektors um ein Vielfaches. Einzige Rettung für den ganzen Sektor: Bei der aktuellen Kreditlinie haftet noch das Land Sachsen. Da wären wir aber schon beim nächsten Problem, nämlich der Bonität des Landes Sachsen selbst. (Natürlich gibts die Theorie, dass Länder per Definition nicht untergehen können, Argentinien und viele andere Beispiele der letzten Jahre beweisen jedoch das Gegenteil. Sie gingen zwar nicht unter, aber die Gläubiger sind umgefallen.)

Nur ein paar Zahlen:
Gesamte Einnahmen der öffentlichen Kommunalhaushalte des Freistaates Sachsen : 8,1Mrd € (2006)
Gesamtschulden aller öffentl. Haushalte des Landes Sachsen (also Land, Kommunen, etc.: 17Mrd. € (U2005) Quelle: <http://www.statistik.sachsen.de>

Die 17Mrd "Rettungsgeld" muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist von der Dimension her der Wert einer Erstebank (Österreich) oder Bank Austria und das bei einer Pisselsbank mit 600 Mitarbeitern, 67Mrd Bilanzsumme und 100Mio EBIT per U06!!!

WICHTIG!!!
Dass man den Banken, Versicherungen und Fonds derzeit keinen Zentimeter trauen darf, zeigt die Presseaussendung der Sachsen LB vom 10.8., also von vor 1 Woche!!!

"Presseaussendung Leipzig, 10.8.2007
Stellungnahme der Sachsen LB zur Situation am ABS-Markt
Die Sachsen LB sieht grundsätzlich keine Anzeichen für erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeiten der von ihrer Tochtergesellschaft Sachsen LB Europe plc gemanagten ABS-Strukturen. Wie ein Sprecher der Bank auf Anfrage erklärte, ist die im Jahr 2004 gegründete Zweckgesellschaft Ormond Quay ausschließlich in AAA-geratete ABS-Papiere investiert. Im Unterschied zu vielen anderen Gesellschaften investiert Ormond Quay nicht in CDOs (Collateral debt obligation), sondern ausschließlich direkt in ABS (Asset backed securities)-Papiere. Die hohe Qualität dieser Investments wurde in den Überprüfungen der Ratingagenturen erst jüngst erneut bestätigt. "Die Werthaltigkeit dieser Papiere ist unbestritten", sagte der Banksprecher.

Im Gegensatz zu anderen Darstellungen verfügt Ormond Quay zur Refinanzierung über eine breite Basis von über 100 institutionellen Investoren aus Nordamerika und Europa. Ormond Quay ist an den Märkten als hochqualitative Struktur anerkannt und mehrfach prämiert. Das CP-Programm der Gesellschaft hat bei der Ratingagentur S&P das bestmögliche Rating von A-1+.
Die Sachsen LB verfügt über ausreichende Liquidität."

Diese Bank soll von den ohnehin ertragsschwachen Sparkassen (vermutlich nur in Sachsen) gerettet werden? Das ist doch nur wieder eine Lüge.
Auch das Land Sachsen "erstemmt" das sicher nicht. Dieser "Rettungs-Kredit" ist eine reine Luftnummer - nicht möglich.
Schon Geld bei den beteiligten Banken abgehoben?


Neu 2007-08-12:

Kauf-Journalisten:

Focus: Wirtschaftsministerium soll Journalisten gekauft haben

Mit Anzeigen im Wert von je 40 000 Euro soll sich die PR-Agentur des Bundeswirtschaftsministeriums bei Regionalzeitungen freundliche Berichterstattung gesichert haben.

Das waren die "Peanuts". Bei den wirklich grossen, für die Eliten wichtigen Dingen geht es ganz anders zu. Da geht es um Bestehen/Nichtbestehen einer Zeitung bzw. um die Jobs der Journalisten. Ist alles über Anzeigen (Entzug) und Kredite steuerbar.


Neu 2007-08-09:

Der wirkliche Grund für den Sozialstaat (neben Stimmenkauf):

Spiegel: Prekariat? Hier werden Sie geholfen!

Eine fünfköpfige Familie und kein Geld, dafür totale Hilflosigkeit: Wie macht man den Kühlschrank sauber? Wie kauft man ein? Eine ARD-Reportage über die Sorgen einer armen Familie zeigt, dass es sich prekär durchaus leben lässt: Es gibt ja Sozialarbeiter.

Zuschauen aus sicherer Distanz
Soeben ist die Wohnung, auf Kosten des Sozialamtes, für 3500 Euro saniert worden. Während die Arbeiter letzte Hand anlegen, schauen Martin und Michaela rauchend und aus sicherer Distanz zu. "Die haben davon mehr Ahnung als wir." In die Freude über die neue Einrichtung mischen sich auch kritische Töne: "Es hat lange gedauert, bis die Möbel kamen."

Man schaut zu, hört hin und traut seinen Augen und Ohren nicht. Das sollen die neuen Armen sein? Immerhin stehen in der Küche der Familie drei Kühlschränke: einer für Tiefgefrorenes, einer für Wurst und Käse und einer für den Schokoladenvorrat der Kinder. Die Aufgabe der Sozialarbeiterin besteht nun darin, Mutter Michaela den sparsamen Umgang mit elektrischen Geräten zu erklären, um die monatliche Strom-Rechnung zu reduzieren. Der Mann vom Landratsamt sagt dazu: "Es geht darum, den Haushalt zu organisieren, wie kaufe ich ein, an was muss ich denken... Unser Ziel ist, dass die Familie ohne Ämter und Behörden leben kann. Das bedeutet regelmäßige Arbeit."

Draußen vor der Tür wartet nicht nur das Sozialamt mit einer Fülle von hilfsbereiten Mitarbeitern, da ist auch eine Gesellschaft, in der die Idee von "Verantwortung" durch Begriffe wie "Maßnahmen" und "Fürsorge" ersetzt wurde. Eine Gesellschaft, in der die Vorstellung, dass Wohlstand etwas mit Arbeit und Leistung zu tun hat, als reaktionär und "sozial unverträglich" gilt. Und wer es wagt, die Frage zu stellen, ob für die Aufzucht von Kindern nicht vor allem die Eltern zuständig und verantwortlich sind, der wird sofort mit einer Einladung zu einem therapeutischen Gespräch bei Ursula von der Leyen abgestraft.

Etwas Gutes ist aber an der Sache doch dran. Es sieht nur so aus, als würde ein halbes Dutzend Sozialarbeiter eine Familie betreuen. In Wirklichkeit ist es umgekehrt. Eine Familie sichert die Existenz von einem halben Dutzend Sozialarbeiter. Rund um die "Prekariat" ist eine Industrie entstanden, die von der Verwaltung der "neuen Armut" lebt.

Allein in Bad Homburg gibt es 20 Familien, die dafür sorgen, dass die Sozialarbeiter nicht arbeitslos werden.

Es geht natürlich um Beamtenjobs und Budgets. Und besonders um möglichst viele Untergebene für die Chefs dieser Behörden, denn Sie wissen ja, die Bedeutung eines Chefs...

Ein eigener Kühlschank für die Schokolade der Kinder - das gibt es nicht einmal in der Oberschicht - aber hier auf Staatskosten.


Neu 2007-08-08:

Die Stimmung dreht nach Unten:

Welt: Die Deutschen kehren zum Pessimismus zurück

Nach der Ankündigung massiver Preiserhöhungen bei Butter und Milch sowie den Turbulenzen an den Finanzmärkten schauen die Bundesbürger wieder unsicherer in die Zukunft. Das hat auch Folgen für die Gunst der Union.

Ein Grund für das Absacken der Union: Nach der Ankündigung massiver Preiserhöhungen bei Butter und Milch sowie den Turbulenzen an den Finanzmärkten schauen die Deutschen wieder pessimistischer in die Zukunft. In der Umfrage für stern und RTL meinten nur noch 31 Prozent der Bürger, dass es wirtschaftlich weiter bergauf gehen werde - eine Woche zuvor waren es noch 38 Prozent gewesen. 37 Prozent befürchten nun, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern werde - neun Punkte mehr als in der letzten Juliwoche, als nur 28 Prozent dieser Ansicht waren.

Es ist unglaublich, wie schnell sich eine negative Stimmung auch negativ auf die Regierungsparteien auswirkt. Hier ist der Grund zu finden, warum die Politiker um jeden Preis inflationieren und Stimmen kaufen.


Neu 2007-08-06:

Deutsche Banken und US-Subprime:

BörseOnline: Wie deutsche Banken von der Subprime-Krise betroffen sind

Interessant, wie viele Banken sich darauf ausreden, dass ihre Papiere ein A..AAA Rating haben.
Laut Markit (ABX-Index) stehen die AAA-CDOs heute bei 87.5%, die A-Papiere bei 46%. Da gehen noch einige Bomben hoch.


Neu 2007-08-05:

Rentenabbau:

ManagerMagazin: 15 Prozent weniger Rente

Die Rentenreformen der vergangenen Jahre haben ihre Spuren in den Portemonnaies der Ruheständler hinterlassen. Wer beispielsweise im vergangenen Jahr in Rente ging, erhielt einem Zeitungsbericht zufolge rund 15 Prozent weniger Geld als ein Arbeitnehmer, der sich vor sechs Jahren aus dem Arbeitsleben zurückzog.

15% nominell weniger Rente, dazu noch 50% Kaufkraftverlust. Demnächst verschwinden auch noch die privaten Vorsorgen.
Da wird es Zeit, unter den Goldenen Bögen wieder zu arbeiten.


Neu 2007-08-04:

Von Eseln und Bankdirektoren:

Spiegel: Die komplette Bank verwettet

Der tiefe Fall der Mittelstandsbank IKB gibt Rätsel auf und macht Beobachter fassungslos. Aktionärsschützer wie auch Anwälte erwägen, Vorstand und Bank zu verklagen. Die entscheidende Frage ist: Wer in der IKB wusste wann über welche Risiken Bescheid - oder hätte darüber informiert sein müssen?

Unabhängig davon, was die Untersuchungen im Details noch ergeben werden, reagieren Beobachter schon jetzt fassungslos auf die größte Krise einer Bank in Deutschland seit langem. "Wenn's dem Esel zu wohl geht, geht er aufs Eis. Dieser Vorstand oder wer auch immer sich für das Unternehmen verantwortlich fühlte, hat die komplette Bank verwettet", erregte sich Kurz im Gespräch mit manager-magazin.de. Zugleich läge für ihn die Vermutung nahe: "Der Vorstand hatte schlicht keine Ahnung, auf welche Risiken sich die Bank da einlässt."

Jetzt sind alle Besserwisser dan. Noch vor 2 Wochen waren sie nicht da. Auch die Staatsanwaltschaft nicht.

Es werden in den nächsten Wochen noch viele Bank-Esel am Eis gesehen werden.


Neu 2007-08-02:

IKB - alle Banker haben die Hosen voll:

Welt: Gesamte Bankenbranche will die IKB retten

Die gesamte deutsche Bankenbranche beteiligt sich an der Rettungsaktion für die in die Schieflage geratene Düsseldorfer IKB. Finanzkreisen zufolge einigten sich die Verbände von privaten Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit der staatseigenen Förderbank KfW darauf, einen möglicherweise entstehenden Verlust der IKB abzuschirmen.

Größte Bankenpleite seit 1974 würde drohen
Eine Pleite der IKB wäre der größte Zusammenbruch einer deutschen Bank seit dem Kollaps der Herstatt-Bank 1974 gewesen. Die letzte große Bankenpleite erlebte Deutschland 2001, als die Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) wegen massiver Zinsspekulationen in die Schieflage geraten war. Die Gewerkschaftsholding BGAG musste Geld zuschießen, eingeschaltet war damals auch der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. Heute gehört die AHBR dem US-Finanzinvestor Lone Star.

Ah, sie haben Angst vor einer Kettenreaktion, die ihre eigenen Institute mit in den Abgrund reissen würde.
Vielleicht kann auch diesesmal Lone Star helfen - falls er selbst noch Kredit bekommt.


Neu 2007-08-01:

Weitere Informationen zum IKB-Bailout:

Handelsblatt: KfW trägt schwer an IKB-Last, Kleine IKB drehte an ganz großem Rad
FTD: KfW stellt IKB 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung

Die IKB Deutsche Industriebank ist viel stärker in das riskante Geschäft mit US-amerikanischen Immobilienkrediten schwacher Bonität involviert als bislang bekannt. Und: Um das Düsseldorfer Institut vor dem Aus zu bewahren, ist nicht nur der Staat eingesprungen - auch die Privatbanken sind dabei. Glaubt man der BaFin, hätte Deutschland sonst eine Krise wie zwischen den Weltkriegen gedroht.

Jochen Sanio, Präsident des Bundesamts für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), hatte vor einer „systemischen Krise“ gewarnt, sollte die Rettungsaktion ausbleiben. „In Deutschland droht sonst die schlimmste Finanzkrise seit 1931“, sagte Sanio nach Informationen aus Teilnehmerkreisen während der Telefonkonferenz. Sanio warnte ausdrücklich vor weitreichenden volkswirtschaftlichen Effekten einer IKB-Pleite.

Ist das System schon so fragil?

Das deutsche PPT in Aktion. 8 Mrd Euronen Steuergeld für eine Bankenrettung.
Laut Insider-Informationen soll der Schaden noch um einiges höher liegen.

Das deutsche Plunge Protection Team ist offenbar die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW - Name passt = "German Bailout Bank"). Der Chef davon ist der deutsche Finanzminister. Die KfW ist im Bundesbesitz und hat eine Bundesgarantie.

Heute so viele Arbeitslose wie 1932:

Focus: Landkreistag schlägt Alarm

Entgegen der insgesamt rückläufigen Arbeitslosenzahlen beklagt der Deutsche Landkreistag (DLT) eine stetig wachsende Zahl von Hartz-IV-Empfängern.

"Die Zahl der Menschen, die von Hartz-IV-Leistungen abhängig sind, hat einen absoluten Höchststand erreicht“, sagte DLT-Präsident Hans Jörg Duppré am Dienstag in Berlin. Demnach bezogen im April dieses Jahres rund 7,4 Millionen Arbeitslosengeld II (ALG II).

Der Landkreistag kritisierte, dass die Zahl der „Hartz-IV“-Bezieher bislang auf die Langzeitarbeitslosen verengt werde. Ein-Euro-Jobber mit mehr als 15 Wochenstunden, Kranke oder Ausbildungsplatzsuchende etwa fänden sich dagegen nicht in der Arbeitslosenstatistik wieder, obwohl deren Lage oft nicht besser sei. Gleiches gelte für Erwerbstätige im Niedriglohnbereich, die zusätzlich auf ALG II angewiesen seien.

In der aktuellen Arbeitslosenstatistik seien von den 7,4 Millionen „Hartz-IV-Sozialfällen“ lediglich rund 2,5 Millionen Menschen erfasst, betonte DLT-Sprecher Markus Mempel auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp. Die von der Politik verkündete „positive, hoffnungsvolle Botschaft“ sei ein Trugbild. „Es geht nicht bergauf, ganz im Gegenteil“, betonte Mempel.

Leserkommentar:
Wenn dieses Gebilde aus ... Lügen zusammenbricht, dann Gute Nacht Politiker.

Es gibt in Deutschland schon weiter über 11 Millionen Arbeitslose. (siehe oben - hier wird von 7,4 Mille. ALG II Empfängern gesprochen - + die 3,6 Mille die offiziell Arbeitslos sind + die die überhaupt nicht gezählt werden - = weit mehr als 11 Millionen.
Und die Frührentner nicht vergessen, gibt über 12 Millionen - so wie 1932.

Wer kam dann? Vorsicht Politiker, werft Eure Scheuklappen schnell ab. Nach dem Bond-Crash ist es für Euch zu spät.


Neu 2007-07-31:

Die "Etwas für Nichts Armee" marschiert los":

Spiegel: Politiker fordern Hartz-IV-Erhöhung

Wenn höhere Preise, dann mehr Hartz IV, fordern Sozialpolitiker von SPD und Grünen. Sonst sei die Sozialleistung nicht mehr existenzsichernd. Nach Ansicht von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner werden die Lebensmittelpreise weiter steigen.

Berlin - Der SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner sagte der "Bild"-Zeitung, Hartz IV sei nicht mehr existenzsichernd, weil es keine Orientierung der Leistung an den Lebenshaltungskosten gebe. "Wenn jetzt die Lebensmittelpreise überproportional steigen, verringert sich der reale Wert von Hartz IV stark", erklärte Schreiner. Deswegen müsse "jetzt erst recht eine Korrektur vorgenommen und Hartz IV erhöht werden". Der Grünen-Sozialexperte Markus Kurth sagte der Zeitung, die nun bei Milchprodukten erwartete Preissteigerung von bis zu 50 Prozent zeige deutlich, dass der Hartz-IV-Regelsatz erhöht werden müsse.

Im Verhältnis zu den Löhnen seien Nahrungsmittel seit rund 30 Jahren immer billiger geworden. "Im Durchschnitt gibt eine deutsche Familie heute nur noch zwölf Prozent ihres Einkommens für Ernährung aus - nach dem Krieg waren es über 50 Prozent."

Alle diese "Sozialexperten" fürchten entweder "grosse Volks-Unzufriedenheit" oder wollen ihre Bürokratie noch ausweiten.
Wichtig der Hinweis: Die Ausgaben für Lebensmittel sind von 50% auf 12% gesunken - jetzt dreht es sich wieder um.

 

Autoabsatz in Deutschland am Boden:

Presse: Deutschland: Rekord-Rabatte bei Autokauf

Bis zu 8.000 Euro Nachlass gewähren deutsche Autohändler, weil der Autoabsatz am Boden liegt. Durchschnittlich erhält man 12 Prozent Rabatt.

Die Lage der Branche ist ernst: Der Autoabsatz war im ersten Halbjahr mit 1,58 Mio. Autos so schwach wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die Klimadebatte, hohe Benzinpreise und die Mehrwertsteuererhöhung haben Hersteller und Autohäuser in die Misere gebracht. Experten rechnen bereits mit einem Händlersterben.

Der Kampf um die Kunden gilt als besonderes Problem des deutschen Marktes. Experten sprechen bereits von einem "Käuferstreik" der Privatkunden. Ihr Anteil an den Neuwagenkäufen sank Ende Juni auf das Rekordtief von 37 Prozent - vor einem Jahr waren es noch 47 Prozent. Als Gründe gelten unter anderem die höhere Mehrwertsteuer vom Jahresbeginn, die ein Auto um rund 700 Euro verteuert hat, sowie zu hohe Preise für die immer aufwendiger ausgestatteten Neuwagen.

Hauptbremsfaktoren sind aber die Klimadebatte und der Umweltschutz, den viele Hersteller lange vernachlässigt haben. Jetzt leidet die Branche unter der Debatte um Kfz-Steuer, Fahrverbote und Plaketten. "Den Verbrauchern sind Autos nicht nur zu teuer, sondern sie haben das Vertrauen in die Politik verloren, dass sie ihr Auto auch noch in fünf Jahren benutzen können", sagt Analyst Christoph Stürmer vom Prognoseinstitut Global Insight.

Dass die Hersteller hier nicht aktiv werden und auf die Politik einwirken, diese idiotischen Klimadebatten abzuwürgen. Die Hersteller sind offenbar mit der Featuritis beschäftigt, noch mehr Extras für die Fachmagazine einzubauen.


Neu 2007-07-27:

Schon wie in Spanien - Rekord-Einlagezinsen:

Aus einer Bankenwerbung:

Doppelt profitieren: Erweitern Sie Ihr Depot um ein kostenloses
Girokonto2 und sichern Sie sich 6,6 % Guthabenzinsen p. a.!

6,6 % Zinsen p.a. ab dem ersten Cent bis maximal 10.000,– Euro Guthaben, darüber 2,5 % Zinsen p.a., garantiert bis 30.11.2007. Danach bis auf weiteres 2,5 % Zinsen p.a.
DAB bank AG

Sind die so knapp wie die spanischen Banken, die bis zu 12% bieten? Das beim einem Leitzinssatz von 4%.


Neu 2007-07-22:

Bürokratisches Steuer-Monster:

Spiegel: Warum die Abgeltungssteuer scheitern muss

Die Abgeltungsteuer sollte das Steuersystem einfacher und gerechter gestalten - wurde aber von der Koalition gründlich vermurkst. Sie ist in der vorliegenden Form unsystematisch, ungerecht, eine Katastrophe für die private Altersvorsorge. Kai Lange nennt Gründe, warum sie scheitern muss und wird.

Kapitalflucht angeheizt
Vermögende Anleger profitieren in mehrfacher Weise von der Abgeltungsteuer. Ihre Steuerlast auf festverzinsliche Wertpapiere fällt dramatisch, da sie Zinsen künftig nicht mehr mit dem persönlichen Steuersatz von bis zu 42 Prozent, sondern nur noch mit rund 28 Prozent versteuern müssen.

Außerdem werden mit Einführung der anonymen, pauschal abgeführten Steuer ab 2009 viele vermögende Deutsche für das Finanzamt rechnerisch ärmer, da ihre Kapitaleinkünfte nicht mehr im persönlichen Steuerbrutto auftauchen. Mit dem sinkenden Jahreseinkommen bleibt vielen Vermögenden nicht nur die Reichensteuer erspart - sie kommen ohne Kapitaleinkünfte in den Genuss ungeahnt niedriger persönlicher Steuersätze.

Ein bürokratisches Monstrum
Die Abgeltungsteuer sollte die Besteuerung für Anleger, Banken und das Finanzamt vereinfachen - schafft aber ein neues bürokratisches Monstrum. Noch ist völlig unklar, wie zum Beispiel die Anrechnung von Verlusten bei Spekulationsgeschäften funktionieren soll.

Wo bleibt das "Gesetzes-Handwerk"? Überall werden nur mehr bürokratische Monster geschaffen (auch in Österreich, aber besonders in Deutschland). Das lässt 2 Interpretationen zu:
a) Die Politik ist derartig von der Realität abgehoben, dass sie gar nicht merkt, was sie da macht
b) Die Bürokraten sorgen dafür, dass alles kompliziert wird, so dass deren Jobs vermehrt werden

Vermutlich stimmt beides. Eigentlich sollten die Leute jetzt das Papier-Investment-System verlassen, denn dort kassiert der Staat ab. Wie ich auch in meinem Investment-Seminar erkläre, wird immer dort abkassiert, wo die Geld-Masse zu holen ist und wo die unbedarftesten Anleger zu finden sind. Schon ind Gold & Silber investiert?


Neu 2007-07-18:

Der Kopf des "teutonischen Tigers" - Berlin - schwächelt:

Welt: Firmensterben in der Hauptstadt
Tagesspiegel: Immer mehr Privathaushalte melden Insolvenz an

So überschwemmte 2006 eine Flut von Fliesenlegerbetrieben die Stadt - ein Beispiel von vielen. "Häufig fehlen diesen Gründern aber grundsätzliche Kenntnisse, wie man einen Betrieb führt. Kein Wunder, dass ein Scheitern oft genug vorprogrammiert ist", sagte der Berliner Handwerkskammer-Präsident, Stephan Schwarz. Doch nicht nur jungen Unternehmen geht schnell die Luft aus, auch der eingesessene Mittelstand Berlins schwächelt trotz guter Konjunktur weiterhin erheblich. "Die Hauptstadtfirmen haben eine im bundesweiten Vergleich sehr geringe Eigenkapitaldecke - in der Regel liegt sie bei nur zehn Prozent", sagte Creditreform-Experte Fitz. Eine gesunde Basis wären 20 Prozent. "Schätzungsweise nur ein Viertel aller Mittelständler verfügt über ausreichend Eigenkapital", meint der Präsident der Berliner IHK, Eric Schweitzer. Noch ist der Aufschwung nicht so beständig, dass sich die Betriebe wieder ein Polster zulegen konnten.

Warum wollen plötzlich alle eine Fliesenleger-Firma aufmachen? Herdentrieb!

Und da wäre natürlich das ewige Problem mit dem Eigenkapital. Jeder neue "Firmenchef" muss offenbar einen Leasing-BMW fahren. Die Leasingrate frisst natürlich an der Kapitalbildung. Mir hat man selbst vor 2 Jahren ein neues "Firmen-Auto" empfohlen, weil es alle so machen. Selbstverständlich fahre ich mit der alten Kiste (immer noch OK) weiter - und zahle keine Leasingrate.


Neu 2007-07-09:

Der Steuerkrake frisst fast alles auf:

Welt: Den Bürgern bleiben von jedem Euro nur 47 Cent

Der Bund der Steuerzahler hat errechnet, wie hoch die Einkommen in Deutschland im Schnitt belastet werden. Ergebnis: Der Staat bekommt den Löwenanteil, in Form von Steuern und Sozialabgaben. Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit schlecht da.

Immer mehr Leute verstehen, dass sich Arbeit, besonders als Angestellter nicht mehr rentiert. Diese Leute werden zu Tode besteuert.
Als Selbständiger ist es schon leichter, als Investor noch leichter, diese Steuern legal zu umgehen.

Zeit für eine Steuer-Revolution. Diese kommt sicher, allerdings erst, wenn die staatlichen Unterstützungsnetze auch zusammenbrechen.


Update 2007-07-08:

Abwehr der ganz grossen Heuschrecken:

"Roomprint" aus Doug Casey's Website (www.caseyresearch.com, Abonnement erforderlich):

As I was getting ready to put away the tools for The Room today, our ever diligent correspondent Ed Steer shot me another article from the London Telegraph flagged "Must Read" something he does only rarely. And he was right.
Here is an excerpt from the article entitled...

Germany strives to fend off flood of hungry dollars:
Germany is drawing up detailed plans to stop strategic assets falling into the hands of "giant locust funds" controlled by Russia, China, and Middle East governments.

Finance minister Peer Steinbrueck said "telecoms, banks, post, logistics, and energy" were among the sectors that would be shielded from sovereign wealth funds, the new state trusts that are fast swamping global asset markets. It is the first time Berlin has begun to spell out which industries would be covered by the new code.

In an added twist, he said "private finance houses" would also be restricted from taking over Germany's crown jewels, an apparent reference to Anglo-Saxon hedge funds and private equity groups.

Mr. Steinbrueck said it was time for Germany to learn a few tricks from France, Italy, and Spain, which all pursue industrial policies without apology. "We must have an active industrial policy," he said.

Germany's lurch towards 1970s-style protectionism is the clearest evidence to date that the EU's fragile free-market consensus is breaking down under the strain of globalisation. Until now Berlin had been viewed as a member of the EU's "free-market" camp, albeit in a schizophrenic way. It often voted with Britain, Holland, and Scandinavia on key issues in Brussels.

Germany's radical shift follows the success of French president Nicolas Sarkozy in striking the words "free and undistorted competition" from the list of the EU's treaty objectives last month, a move that emasculated the chief enforcement arm of the EU's single market.

Mr. Steinbrueck insisted that the massive state funds and petrodollar war chests are the real target of the investment ban. "It's clear that we are dealing with a new kind of foreign capitalist," he told the Handelsblatt newspaper.

The biggest funds are Abu Dhabi's ADIA ($875 billion), Singapore's GIC ($330 billion), Norway's Petroleum Fund $300 billion), Russia's Stablisation Fund ($100 billion, but growing fast). China is raising $200 billion for a new fund as a way to slow the accumulation of vast foreign reserves, surpassing $1.2 trillion, although part of this will be channeled through private equity firms such as Blackstone to avoid putting a "Chinese flag" on investments.

You can draw your own conclusions from this article, but it is clear that other nations are now paying very close attention to the global game of Old Maid now underway. And taking active measures to assure they don’t end up trading their industries, real estate and other tangible assets to foreigners looking to unload their excessive supplies of U.S. dollars. The implications of these developments are complex, but none bode well for the dollar, or global free trade for that matter.

Die Schlussfolgerung von David Galland ist richtig. Manche Länder wie Deutschland bereiten sich inzwschen darauf vor, nicht das Ziel der vielen Dollar Milliarden und Trillionen zu werden, die losgelassen werden, wenn die Flucht aus dem Dollar richtig beginnt. Diese "staatlichen Heuschrecken-Fonds" werden dann alles aufkaufen, was irgendwie einen Wert hat.


Neu 2007-07-03:

Autoverkäufer wollen nur mehr auf Kredit verkaufen:

Leserzuschrift:

Da mein Auto den TÜV nicht mehr geschafft hat, war ich in versch. Autopalästen um einen jungen gebrauchten zu erwerben.
Der Verkäufer in einem Autohaus rechnet mir ohne mich zu fragen eine Finanzierung mit null Anzahlung und dann natürlich hoher Schlußzahlung aus.
Ich sage daß ich keine Finanzierung will sondern mein Auto von meinem Ersparten komplett bezahlen will. Darauf der Verkäufer "Sie sind ein Einzelfall, sowas macht heutzutage keiner mehr" und dann "finanzieren Sie doch lieber, Ihr Erspartes können Sie doch noch für andere schöne Dinge ausgeben" Am Nebentisch will einer ein Auto Wert 17000 Euro auf 7 Jahre finanzieren. Verkäufer "nehmen Sie lieber 5 Jahre, da liegt der Zins bei 5,9 Prozent" darauf der Käufer "Nein ich will 7 Jahre finanzieren, denn dann ist die monatliche Rate niedriger" Der Zins bei 7 Jahren war 7,9 Prozent. Hauptsache Rate niedrig !!!!!!! Die ganzen 17000 natürlich ohne Anzahlung.

Dieses Spiel habe ich in allen Autopalästen erlebt. Auf meine Frage wieviel Leute Ihr Auto bezahlen bekam ich von jedem Verkäufer die selbe Antwort "weniger als 10 Prozent"

Na Prost. Hier die wichtigsten Informationen:
- Cash zahlt doch keiner mehr
- Sie können Ihr Erspartes für andere Dinge AUSGEBEN
- Nur max. 10% kommen ohne Kredit/Leasing aus.

Immerhin noch besser als in Amerika, wo nur mehr die Millionäre ihre Autos Cash kaufen. Darum sind sie wohl Millionäre? oder?


Neu 2007-07-02:

Standesdünkel und geistige Unflexibilität?

Manager-Magazin: Dünkelrepublik Deutschland, Hausgemachte Krise

Politökonomisch ist das deutsche Beharrungsvermögen übrigens leicht zu erklären: Das Bildungssystem behindert soziale Mobilität und schützt die gehobenen Schichten vor lästigem Wettbewerb durch hungrige Aufsteiger. Parallel dazu schreckt das restriktive Einwanderungsrecht aufstiegswillige Immigranten ab. So bleiben die Spitzen der Gesellschaft weitgehend unter sich. Es ist doch so bequem.

Die deutsche Industrie vermisst Fachkräfte. Vor allem Ingenieure sind heiß begehrt. Bevor die Misere die Wirtschaft bremst, will man eifrig im Ausland werben. Dabei suchen fast 27.000 Ingenieure nach Arbeit. Doch die Betriebe wollen sie nicht, weil sie einem überkommenen Berufsbild nachhängen.

Zwei sehr gute Artikel über die Unflexibilität der Eliten. Man will unter sich bleiben, und vor allem selbst nicht umdenken.
Wenn die Krise zuschlägt, werden diese Leute die Welt nicht mehr verstehen.

Das wesentliche Moment das sowohl Eliten als auch Kritiker übersehen, ist dass beide nur von akademischer Bildung reden. Sie sehen nichts anderes. Jedoch sind die Universitäten heute grossteils Zeugnisfabriken. In Zukunft werden andere Anforderungen zu bewältigen sein.


Neu 2007-07-01:

Wo bleibt der neue deutsche "Kaufrausch"?

Reuters: Einzelhandel im Mai mit deutlichem Umsatzrückgang

Hier ein Auszug aus "Sicheres Geld" vom 1.7.2007:

Kein Aufschwung im Einzelhandel
Alles andere als vorzüglich ist dagegen die Lage im deutschen Einzelhandel. Anscheinend gibt es eine „leichte Diskrepanz“ zwischen der massenmedialen Aufschwungrhetorik und der bitteren Realität. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundeamtes ist der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Mai 2007 um real 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Besonders auffällig ist, daß die Umsätze in den Waren- und Kaufhäusern real fast prozentual zweistellig wegbrachen.

Etwas seltsam ist schon, daß seit Monaten die Massenmedien vom neuen deutschen „Kaufrausch“ , Wirtschaftswunder und Rekordwerten im Konsumklima berichten. Nur der Einzelhandel scheint davon wenig zu merken. Ein reales Minus von 1,5 Prozent gegenüber den ersten fünf Monaten des Jahres 2006 spricht für sich.

Ja, wo bleibt er denn? Die höhere Mehrwertsteuer hat ihn sicher nicht gefressen, denn diese geht in die Umstätze ein.
Wegen der auf niedrig gefälschten Inflationsraten ist sogar ein realer Umsatz-Einbruch von vermutlich 8..10% anzunehmen.

Offenbar wurde er von den höheren Kosten für Energie, etc. gefressen. So sieht die Realität aus.

 

"Orange County" in Deutschland:

BBV: Städte verlieren Milliarden durch Zinswetten

Offenbar hat in Deutschland jede dritte Kommune mit riskanten Geldgeschäften Steuergelder verpulvert. Mit am Pranger steht die Deutsche Bank. Viele Kommunen fühlen sich schlecht beraten und wollen klagen.

Um trotz ihrer Schuldenberge wieder Handlungsspielraum zu bekommen, haben die deutschen Rathäuser massenhaft Steuergelder in Zinswetten gesteckt. Weil die Weltwirtschaft inzwischen aber fast alle Zinskurven auf den Kopf gestellt hat, ging der Schuss nach hinten los: „Bundesweit ist mit Sicherheit ein Milliarden-Schaden entstanden“, sagte gestern der auf kommunale Finanzen spezialisierte Professor Rainer Elschen von der Universität Duisburg-Essen unserer Redaktion.

Elschen geht davon aus, dass in Deutschland jede dritte Kommune betroffen ist. „NRW ist der Brennpunkt“, weiß der Experte aus Kreisen Beteiligter. Marlen Träber von der Anwaltskanzlei Rössner in München bestätigt diese Dimension: „Das ist realistisch.“ Die Rechtsanwältin vertritt viele Käufer solcher Finanzprodukte, die jetzt auf dem Rechtsweg ihr Geld zurückbekommen wollen. „Wir bezweifeln, dass die Kunden ausreichend beraten worden sind“, so Träber. Zu ihren Mandanten gehören auch zwei Tochterunternehmen der Stadt Würzburg, die gestern die Deutsche Bank auf 2,6 Millionen Euro Schadenersatz verklagt haben.

In NRW wissen weder das Finanz- noch Innenministerium, in welchem Umfang die Kommunen sich verspekuliert haben. „Sowas ist nicht verboten, aber wir haben davor gewarnt“, sagte ein Sprecher des Innenministers. Er nannte es „fragwürdig, wenn so mit Steuergeldern spekuliert wird“. Das Land NRW hatte zum Stichtag erster Juli allerdings selbst 14 Milliarden Euro in Derivate und Zinswetten investiert. „Wir würden das nicht machen, wenn wir damit nicht positive Geschäfte gemacht hätten“, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums.

Hier steht das absolute Monster-Desaster bevor. Das wird die meisten Gemeinden versenken.

Interessant, was derzeit so alles herauskommt. Vor einigen Jahren waren es diese Cross-Border-Leasing Ge