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Informationen zur aufkommenden Krise des weltweiten Finanzsystems.
Aktueller Zustand im Collapse-O-Meter.
„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
- Ludwig von Mises. Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems.
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Neu 2008-05-12:
[13:00] Wie die Banken schlechte Papiere "loswerden":
Blick: Der Trick der Buchhalter
Die UBS kündigte diese Woche an, dass sie dem Hedgefund BlackRock für 15 Milliarden Dollar Wertpapiere verkaufen will, die einst 22 Milliarden kosteten. Damit tauscht die Bank unsichere US-Hypotheken gegen Bargeld und schützt sich so vor weiteren Kursverlusten.
Doch woher hat BlackRock die 15 Milliarden? Vermutlich von der UBS. Zumindest ist das branchenüblich. Als neulich die Deutsche Bank mit Black-stone einen ähnlichen Handel abschloss, meldete die «Financial Times», die Bank habe dem Hedgefund das Dreifache des Betrags vorschiessen müssen.
Reine Buchhaltungstricks, um diese Papiere in der Bilanz nicht abwerten müssen. Dafür kaufen sie diese über einen Hedge-Fond wieder auf.
Das ist natürlich wie üblich nur einem Momentanlösung. Joe macht es auch.
[13:00] Die Krise der Bond-Versicherer kommt wieder:
Bloomberg: MBIA Posts Loss of $2.4 Billion as Mortgage, CDO Slump Deepens
The loss was MBIA's third straight and comes less than three months after the bond insurer successfully retained its AAA credit rating. MBIA, Ambac Financial Group Inc. and the rest of the industry have posted record losses after misjudging the value of collateralized debt obligations and securities backed by home- equity loans they guaranteed.
Man hat diese Krise nur etwas in den Hintergrund geredet, jetzt kommt sie wieder zum Vorschein.
Neu 2008-05-11:
[20:00] Der nächste Primary Dealer mit Milliarden-Abschreibungen:
Bloomberg: HSBC to Make $4.6 Billion Provision, Observer Reports
HSBC Holdings Plc, Europe's biggest bank, tomorrow will announce a provision of $4.6 billion linked to losses against mortgages, credit cards and other loans to U.S. consumers, the Observer said, without specifying where it got the information.
Aber es scheint ihnen noch etwas besser zu gehen als RBS.
[14:30] 12 weitere Krisenherde:
Steve Moyer: Real Estate and Credit Deflation: The Next Dozen Shoes to Drop
Onward: In response to a request from one of our readers, I decided to make like a cobbler and throw out the next dozen shoes to drop as real estate and credit deflation take greater hold. I accept the challenge, and understand that these answers might have some bearing on a 2008-2009 investment decision or two. So here goes:
Wahrlich kein Mangel an noch kommenden Krisenherden. Eine gute Vorausschauf auf das, was bald kommt.
Da können die "Gesundbeter" uns noch so oft versichern, die Krise gehe zu Ende. Das war in den 1930er Jahren auch so.
[20:00] Für den Mogambo Guru ist das System sowieso "Feaking Doomed": A nightmare of magic tricks
Neu 2008-05-09:
[19:00] Finanzkrise Phase II - sieht auch schon der Spiegel:
Spiegel: Die zweite Krisenwelle rollt an
Die Börsen haben die Kreditkrise abgehakt: Das Schlimmste sei überstanden, rufen sich deutsche Topbanker und US-Finanzminister Henry Paulson zu. Kreditexperten sehen darin reinen Zweckoptimismus - auf den Markt rolle bereits eine zweite, breitere Welle zu.
Wir haben bestenfalls die erste Phase hinter uns ", sagt Jochen Felsenheimer, Kreditexperte der Unicredit. Die Krise habe sich von einer Bankenkrise zu einem Problem für die reale Wirtschaft gewandelt - die von explodierenden Rohstoffpreisen noch verschärft wird. "Da rollt noch etwas auf uns zu", sagt Felsenheimer.
Die "Wiedergeburt" ist reichlich kurz ausgefallen - man hat sich ca. 2 Monate relative Ruhe erkauft.
Es ist Zeit, die Luken wieder fest zu schliessen, und die noch nötigen Rettungsboote zu besorgen.
PS: wer sich gewundert hat, dass das Collapse-O-Meter 2 Monate stillgestanden ist, bald wird es wieder höher gehen - bis 11 oder so.
[10:00] Räumungsverkauf bei Citigroup:
FAZ: Citi stellt Vermögenswerte von rund 400 Mrd USD zum Verkauf -FT
Auf einem lange erwarteten Treffen mit Wall-Street-Analysten werde der Citigroup-CEO, Vikram Pandit, rund 20% des Bilanzvermögens von mindestens 2,0 Bill USD als nicht zum Kerngeschäft gehörend identifizieren. Der Verkauf der Vermögenswerte könnte Jahre dauern und einige würden möglicherweise gar keinen Käufer finden, schreibt die Zeitung weiter.
Die brauchen wirklich dringend Geld. Aber besser, sie räumen jetzt, bevor es die Konkurrenz auch machen muss.
[16:00] Joe will auch zuschlagen (Citibank Deutschland): Deutsche Bank lauert auf Citibank
[16:30] Sie geben auch Unmengen von neuen Aktien aus: Fire Sale At Citigroup?
Das heisst, die wirklich grossen Abschreibungen kommen ernst.
[9:30] Die Krise erreicht die Versicherungen:
Reuters: US-Versicherer AIG mit Rekordverlust im Quartal
Der weltgrößte Versicherer American International Group (AIG) steckt aufgrund von Abschreibungen das zweiten Quartal in Folge in den roten Zahlen.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres habe AIG unter dem Strich einen Verlust von 7,81 Milliarden Dollar verbucht nach einem Gewinn von 4,13 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag nach New Yorker Börsenschluss mit. Das ist der höchste Quartalsverlust in der Geschichte des US-Konzerns und entsprach einem Minus von 3,09 Dollar je Aktie. Der Versicherungskonzern war bereits im Schlussquartal 2007 tief in die roten Zahlen gerutscht. AIG will sich nun eine dringend benötigte Finanzspritze von 12,5 Milliarden Dollar besorgen.
Das ist sicher nur der Auftakt.
[21:30] Hier ist mehr zu AIG und deren CDS-Derivaten: "AIG im Banne der Kreditkrise"
Dieser Verlust zeigt die Zukunft der Krise auf - bei Derivaten wie CDS.
Neu 2008-05-08:
[10:00] Die "Besserung" war also nur "vermeintlich":
FAZ: Amerika steckt weiter in der Abwärtsspirale
Am Mittwochmorgen sah es nicht zuletzt noch dank beruhigender Töne aus dem deutschen Bankensektor so aus, als ob die Finanzmärkte mittlerweile mit der Krise wenigstens leben könnten. Am Mittwochnachmittag wird nun das deutlich, was besonnene Stimmen stets angemahnt hatten - die Krise ist eben nicht einfach vorbei.
Da kann man nur Brüllen und Lachen über soviel Kurzsichtigkeit.
Was die "Herrschenden" derzeit machen ist ist Gesundbeten und Märkte manipulieren:

Vielen Dank für diese exzellente Darstellung an die einsendende Hartgeld.com Leserin.
[8:00] Aus dem Midas vom 6.5. von Adrian Douglas:
1) Remember that the engineers who built the Titanic didn’t foresee any "demand" for lifeboats because the Titanic was unsinkable so there were only enough for a fraction of the passengers. Of course the supply and demand scenario changed when the Titanic hit an iceberg. The USS Fiat Dollar Titanic has hit an iceberg.
2) Escape from fiat means "spending it"…getting rid of it. This means buying things that you need in the future (like rice, copper, oil etc) but most real things are really inconvenient to store. Gold is a store of wealth, it is real money, and it is convenient to hold. Over 6000 years it has been the lifeboat of choice.
3) The dumping of gold by CB’s and use of derivative markets has been intended to be the band on the main deck of the Titanic…and the band plays on. When the music stops there are no choices left!
Der Titanic-Vergleich ist immer sehr gut. Es gibt zu wenige Rettungsboote. Der Eisberg wurde im Sommer 2007 getroffen.
Damals wie jetzt spielt die Kapelle bis zum Untergang - zur "Beruhigung" der Passagiere. Diesesmal heisst die Kapelle PPT, Bankenrettung, Goldpreisdrückung.
Der einzige Ausweg aus "Fiat-Money" in einer Krise - ist es auszugeben - bevor es noch weniger wert ist.
Neu 2008-05-07:
[16:30] Blindes Vertrauen in Ben & co:
Süddeutsche: Alles auf Zucker
Anleger vertrauen allzu blind auf die süße Medizin der US-Notenbank. Doch die Wirkung der Maßnahmen könnte schon bald vorbei sein.
Andererseits ist die Lage brisanter als 2001: Damals drohten Stagnation und fallende Preise - beides lässt sich mit sinkenden Zinsen bekämpfen. Heute besteht die Gefahr eines Abschwungs bei steigenden Preisen. Für die Börsen wäre dies ein schlimmes Szenario. Erwiese sich aber der Abschwung wie 1998 als Delle, müsste die Fed rasch und scharf gegensteuern wie 1999, um ein Ausufern der Inflation zu vermeiden. Die Landung an den Börsen könnte dann umso härter sein.
So ist es, die Situation ist nicht mehr wie 2001. Ausserdem bricht die US-Realwirtschaft gerade in einem Ausmass zusammen, wie es das seit den 1930ern nicht mehr gegeben hat. Das "blinde Vertrauen" wird natürlich künstlich von Hank & co produziert.
Sobald die Dollar-Stützungsmassnahmen versagen, dann muss auch Ben die Zinsen wieder anheben. Dann wird es besonders ungemütlich.
[11:00] Massenentlassungen bei Banken:
Handelsblatt: Banken streichen Tausende Jobs
Bis heute hat die Kreditkrise weltweit bereits mehr als 50 000 Arbeitsplätze in der Finanzbranche gekostet. Doch das Schlimmste dürfte den Bankern erst noch bevorstehen. Auf die großen Finanzzentren in Amerika und Europa rollt eine neue Entlassungswelle zu. Ob in Zürich, London oder an der Wall Street in New York - allerorten werden massiv Jobs gekappt.
Das ist natürlich erst der Anfang. Ferienvillas in den Hamptons gibt es bald billig, da sich die Wall Street Banker diese bald nicht mehr leisten können.
Es werden noch mehr: 200'000 Entlassungen allein in den USA: Kreditkrise könnte 200.000 Jobs kosten
[9:00] Leserzuschrift eines Systemgläubigen (ohne Namensangabe):
Eine Fiat-Währung kann nicht kollapsen, denn solange die Assets mit inflationiert werden, stimmt die Buchhaltung wieder.
Das System wird nie kollabieren.
Wieder einen hat das "System" überzeugt, er traut sich aber seinen Namen nicht anzugeben.
Man kann natürlich alle Banken retten, aber die Währung wird dann abverkauft - das ist ein Währungskollaps.
[12:30] Leserzuschrift als Reaktion darauf:
offenbar hat jener Systemgläubige eine eigene Vorstellung von Inflation.
Es gibt und gab ja in letzter Zeit viele Artikel in den Medien, das Inflation ja auch einen Chance wäre z.B. Kredite aufzunehmen und durch die Inflation sozusagen abtragen zu lassen.
Die Leute kapieren dabei garnicht, das in der Inflation das Realeinkommen bei den Allermeisten stark schrumpft und der Kredit eben nicht billiger wird, bezogen auf das verfügbare Realeinkommen, sondern immens teuer, selbst wenn der prozentuale Anteil der Kosten, durch die Kreditraten, am Realeinkommen abnimmt, weil die Kostenexplosion von allem anderen das mehr als wettmachen wird.
Ebenso ist die Rettung per Assetinflation nur ein Wunschtraum von Leuten, die eindimensional denken - im Prinzip schütten wir doch nur einen Deich auf, indem wir die Erde von der Basis abtragen und auf die Krone schaufeln, irgendwann wird der Deich dadurch so dünn, das er kollabiert.
So ist es - besonders bei der heutigen enormen Verschuldung.
[11:00] Oder man glaubt gleich Hank Paulson:
Cash.CH: US-Finanzminister Paulson: Schlimmste der Finanzkrise liegt hinter uns
Wie heisst es so schön: wer glaubt wird selig. Wer Hank glaubt wird noch seliger:
Und wer Joe glaubt, wird ganz besonders selig: "Das Schlimmste liegt hinter uns"
Sorry, diese "Kaiser" werden bald ohne ihre teuren Anzüge dastehen - nackt und alle werden es sehen.
Leserkommentar-DE dazu:
Das Motto: Immer wiederholen – irgendwann wird es dann schon eintreffen!
Und wenn nicht – auch egal! Ich (Joe) muss die Suppe ja nicht auslöffeln!
Da passt dieses Zitat aus dem Midas von Gestern genau dazu:
"Those entrapped by the herd instinct are drowned in the deluges of history. But there are always the few who observe, reason, and take precautions, and thus escape the flood. For these few gold has been the asset of last resort" … Anthony C. Sutton
Neu 2008-05-06:
[20:30] Fannie Mae wieder in Turbulenzen:
ManagerMagazin: Fannie Mae erhöht Kapital
Die Aktionäre der größten US-Hypothekenbank Fannie Mae sollen dem Institut sechs Milliarden Dollar Kapital nachschießen. Im abgelaufenen Quartal verlor die Bank weitere 2,5 Milliarden Dollar. Die Zahlen brachten die Börse und den Dollar weiter unter Druck.
Eigentlich sind die schon erledigt. Aber das kommt noch.
[11:00] Neue Heuschrecken-Tricks:
ManagerMagazin: Wenn Heuschrecken ihre eigenen Kredite kaufen
Die Kreditkrise trifft Private-Equity-Fonds besonders hart - und zwingt sie zu soliderem Wirtschaften. Mit welchen Modellen sich die Fonds am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, schildert Private-Equity-Manager Peter Schwanitz in einem exklusiven Gastbeitrag.
Die zirpen also immer noch weiter, wenn auch anders.
Neu 2008-05-05:
[21:30] Hat jemand noch eine Lebensversicherung? - deshalb:
Handelsblatt: Versicherer kaufen Krisenbonds
Große europäische Versicherer bereiten den Kauf forderungsunterlegter Anleihen (ABS-Bonds) vor und sind bereit, Milliardensummen zu investieren. Konzerne wie die Allianz, die Münchener Rück oder die DEVK wollen die günstigen Preise nutzen, um massiv in den seit Monaten nahezu eingefrorenen ABS-Markt einzusteigen - möglicherweise ein Signal für ein Ende der Finanzkrise.
Die Kreditkrise ist erst am Anfang und die Werte der dahinterliegenden "Assets" (Autokredite, Hypotheken) werden noch massiv fallen, da die Inflation das Einkommen der zahlenden Konsumenten auffrisst. Entweder ist es Dummheit, oder die Versicherer werden von den Zentralbanken dazu gedrängt. Oder es ist nur Stimmungsmache.
[21:00] Ist es bei Countrywide jetzt soweit?
FAZ: Countrywide-Gläubiger könnten leer ausgehen
Der Name Countrywide Financial stand früher für den Traum vieler Amerikaner entweder ein Eigenheim zu besitzen oder mit Immobilien das gehalt ein wenig aufzubessern. Doch seit aus dem Immobilienboom die Finanzkrise wurde, steht der Name eher für Sorgen und Ängste von Anleihen- und Aktienanlegern.
Die einschneidende Bedeutung einer möglichen Nicht-Garantie macht Whalen deutlich: „Wenn die Anleiheinhaber von der Bank of America kalt gestellt werden, wird das allen einen höllischen Schrecken einjagen. Das heißt, das Undenkbare denken.“ Zu den größten Gläubigern gehört etwa der Finanzinvestor Capital Research, der Forderungen von 630 Millionen Dollar gegen Countrywide hat. Kettenreaktionen sind da nicht auszuschließen. Es ist eben nicht vorbei mit der Finanzkrise, gleich wie sich die Aktienmärkte seit Wochen bemühen diese auszublenden, und zur Tagesordnung überzugehen.
Ein Bond-Default ist gleichbedeutend mit der Pleite der Firma. Normalerweise führt eine solche Ankündigung zum Panikabverkauf solcher Papiere. Countrywide ist wegen des zusmmenbrechenden Immobiliengeschäfts sowieso unrettbar verloren.
Wird Heli-Ben die abgestossenen Countrywide-Bond aufkaufen, da es ein Primary Dealer ist?
[20:30] Leserzuschrift-AT zu den Bank-Abschreibungen:
Es ist immer wieder frappierend. Ich persönlich bin es (leider) nicht wirklich gewohnt in Milliardenbeträgen zu rechnen. Ich hab mir nun jedoch angewohnt immer Vergleiche mit den Milliardenabschreibungen der Banken und den diversen Zahlen der Makroökonomie zu tätigen um die Größenordnungen besser einschätzen zu können.
Grade aktuell habe ich Ihre Verlinkung zum Spiegelartikel über den nachlassenden China-Boom gelesen. Wenn man hier von den größten Volkswirtschaften der Welt liest und es geht "nur" um 2-stellige Milliardenbeträge für die Millionen, ja sogar Millarden von Menschen arbeiten und dann liest man von den Abschreibern der Banken wo ein paar Tausend, vielleicht ein paar Zehntausende arbeiten und die haben Verluste in derselben Größenordnung, dann versteht man plötzlich in welchen Dimensionen die Banken Ihre Schweinereien vollbringen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes unfaßbar!
Hier sieht man, es ist zu viel Geld auf der Welt. Phantomvermögen, die gerade abgeschrieben werden.
[16:00] Der Kunstmarkt bricht auch zusammen:
Spiegel: Es wird hässlich werden
Die weltweite Krise der Finanzmärkte senkt ihren drohenden Schatten auch über den bislang florierenden Kunstmarkt. Noch gibt man sich in der Branche zuversichtlich, doch die New Yorker Frühjahrsauktionen werden zeigen: Ist die Galgenfrist bis zum unausweichlichen Crash bereits verstrichen?
Diese Tatsache wird derzeit für Sotheby’s mehr und mehr zum Problem. Das "Wall Street Journal" berichtete in der vergangenen Woche, dass die Londoner Firma Schwierigkeiten habe, ihre Schulden bei Käufern einzutreiben. Insgesamt 835 Millionen Dollar Außenstände habe Sotheby’s bei Käufern, die mit ihren Zahlungen nicht nachkommen. Ein Großteil davon, so das "Journal", dürften amerikanische Financiers und Immobilienspekulanten sein, die durch die Wirtschaftskrise in Not geraten sind. Nicht zuletzt wegen dieser angespannten Kreditlage fiel die Sotheby’s-Aktie an der Wall Street seit vergangenen Oktober um 57 Prozent.
In jeder Krise tauchen die vorher teuer gekauften Kunstwerke dann aus Bank-Tresoren auf, eingezogen wegen nicht bezahlter Kredite. Die Aussenstände mehren sich also schon.
[13:30] Warum die Krise weitergeht und zur weltweiten Depression wird:

Das ist die Zahl von Haus-Wegnahmen (Foreclosures) in Kalifornien allein. Die Immopreise waren dort (und sind noch) dermassen überteuert, dass nur mehr mit "Jumbo-Loans" finanziert werden konnte. Das bricht jetzt alles zusammen. Diese 47000 Foreclosures in 1Q/2008 waren natürlich nur der Anfang, am Ende wird es mindestens das 5-fache sein. Das entspricht auf das Jahr hochgerechnet ca. 200000 Foreclosures, bei 36 Mill Einwohnern und 13 Mill. Wohnungen - also fast nichts im Vergleich zum Bestand und zu dem, was noch kommen wird.
Schon vor mehreren Jahren wurde geschrieben, wenn allein in Kalifornien die Hauspreise um nur 25% einbrechen (ist passiert), dann kracht das Welt-Finanzsystem zusammen (passiert gerade), denn allein die Immobilien in diesem US-Staat machten 25% des gesamten "Immobilienvermögens" der USA aus.
Die Immobilien dort sind immer noch derartig überteuert, dass wahrscheinlich nur eine komplette Verstaatlichung der Hausbestandes Abhilfe schaffen würde. Das kostet ganz sicher den Dollar. Jedes Weitermurksen wie bisher treibt nur die Inflation höher und die Leute fliegen trotzdem aus ihren Häusern, weil sie sich die Hypothekenraten immer weniger leisten können - ein Warnung an alle jene, die auch bei uns an Entschuldung durch Hyperinflation glauben.
Das Gleiche spielt sich nicht nur in den USA, sondern auch in UK, Spanien und bald auch in Osteuropa und bei uns ab.
[10:00] Krise vorbei? fragt doch James Dimon:
Reuters: JPMorgan says no near end to financial crisis: report
JPMorgan Chase & Co (JPM.N: Quote, Profile, Research) does not expect the U.S. financial crisis to end soon and will remain very cautious, its top executive said in comments published by a German weekly on Saturday.
"We can only speculate how deep and how long the recession in the United States will really be and how that in turn will impact banks," James Dimon told "Welt am Sonntag".
"But we are not done with the crisis for a long time," Dimon said, adding that it was not the company's job to make bets on the future.
Der CEO von JPM muss es wohl wissen und sagt öffentlich, dass die Krise noch lange dauern wird.
Neu 2008-05-04:
[17:30] Muss Joe auch von JPM "gerettet" werden?
Goldseiten: Der Gold Crash
Am Freitag Nachmittag machten Gerüchte die Runde, dass JP Morgan die Deutsche Bank übernehmen will. Das darf nicht wahr werden!
Mal abgesehen davon, dass die Börse am Freitag gerne mal mit einem Mega-Gerücht überspült wird – ganz ausgeschlossen ist das nicht. Banken sind billig wie nie. Und JPM verfügt bekanntlich über eine schier unendliche Kriegskasse mit der FED im Rücken.
Auffällig war allerdings, dass durch immer neue Negativgerüchte in Sachen Deutsche Bank bei manchem der Eindruck erweckt wurde, dass bestimmte Kreise den Kurs drücken wollten. Dies war insbesondere auf dem Höhepunkt der Kreditkrise der Fall.
JPM hat – den Gerüchten zufolge – bereits die Bundesregierung konsultiert mit der Frage, ob unsere Regierenden etwas dagegen hätten. Die Antwort ist unbekannt. Hoffen wir aber, dass dies alles nur börsige Hirngespinste sind.
Bei Bear Stearns gab auch zuerst "Gerüchte" über eine Schieflage. Ein paar Tage später wurden sie JPM auf Auge gedrückt. Warten wir ab. Andererseits, warum sollte JPM von sich aus eine solche Aquisition machen wollen, die haben sicher genügend eigene Probleme. Bei Bear Stearns wurden sie von der Fed gezwungen.
PS: Nicht vergessen - Joe's Bank hat die grössten Level-3 Assets von allen Primary Dealers, das ist wertloser Mist.
[10:30] Leserzuschrift-DE zur (Un-)Möglichkeit von Banken-Untergängen:
Soeben habe ich auf ihrer Webseite die Zuschrift eines Lesers gesehen, der sich, wohl stellvertretend für viele, die Frage stellt, ob es in den USA überhaupt noch möglich ist, dass eine Grossbank insolvent gehen könnte. Ohne Zweifel würde dies das gesamte Finanzsystem an den Rand eines Kollapses bringen. Ich halte es inzwischen mit Leuten wie Jim Sinclair, der ebenso davon ausgeht, dass dies nicht geschehen wird.
Kein Primary Dealer und sogar andere grössere Finanzinstitute werden offiziell insolvent werden, sondern Vorgänge wie jene um Bear Stearns und ganz aktuell Countrywide (deren Schulden die Bank of America nicht übernehmen will!) werden sich häufen, inklusive Kapitalerhöhungen durch Aktienausgabe. Am vorläufigen Ende wird es zu einer noch nie gesehenen Marktkonzentration bei den grossen Finanzadressen kommen, bei der die FED für die Primary Dealers über einen längeren Zeitraum bürgt, während diese ihre Ramschhypotheken und andere notleidende Schuldeninstrumente aller Art bei der FED unterstellen können und damit tendenziell sozialisieren. Diese Aktionen am Rande der Legalität (bezogen auf das offizielle Mandat der FED) sind im gegenwärtigen Kurs des Dollars bereits eingepreist, dito auf der anderen Seite das Öl (die eigentliche globale "Währung" unserer Zeit).
Die Grossbanken haben ja nicht einfach mit tränennassen Augen dem Verfall der Subprimehypotheken zugesehen, sondern im Ausgleich dazu einen gnadenlosen Anstieg des Ölpreises und der Agrarrohstoffe mitorchestriert. Goldman Sachs und JP Morgan sind die grössten Olhändler an den Terminmärkten überhaupt und haben, während sie peu à peu ihre Ramschanleihen bei der FED auf die Allgemeinheit abwälzen, im selben, relativen kurzen Zeitraum an den Rohstoffterminmärkten Milliarden verdient.
Sich dieser komplexen Zusammenhänge bewusst zu werden ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, sich mit der gefährlichen Situation des globalen Finanzsystems zu befassen.
Und hier kann ich, trotz des Lobes für Ihre gut ausgewählte Presseschau und die scharfen Kurzkommentare dazu, nicht umhin, mich zu fragen, ob Ihre Kenntnisse über die Vorgänge an den Terminmärkten ausreichend sind, um bei jedem Anstieg des Goldpreises gleich das Systemende zu wittern. Wenn der Goldpreis innert kürzester Zeit um 200$ nachgibt, dann sind da Kräfte am Werk, die einfach den entscheidenden Informationsvorsprung haben. Die meisten Goldfreunde, zumal im deutschsprachigen Raum, sind einfach "sitting ducks", die ausser dem gelegentlichen Kauf einiger Münzen keiner weiteren Investorentätigkeit nachgehen. Wer z.B. ausser einem physischen Bestand an Gold und Silber für den Fall der Fälle auch noch Handelspositionen hält, konnte und kann sich mehr als nur ein "Körberlgeld" (wie Sie in Österreich sagen) verdienen. So war es doch z.B. klar, dass der Goldpreis nach dem steilen Durchmarsch auf über 1000$ bald einen heftigen Rücksetzer erleben würde. Ich selber habe kein Problem damit, mithin Gold auch zu shorten, wenn ich davon ausgehen muss, dass ein Rücksetzer ansteht.
Solche taktischen Fragen kommen mir bei Ihnen etwas zu kurz, obwohl sie sich ja dezitiert als "Investor" begreifen. Etliche ihrer Leser mit nur wenigen ökonomischen Kentnissen sind dann vielleicht verstört, wenn man sie kurz vor einem interimistischen Peak noch mit allerlei bunten Bildcollagen ins Gold hineintrommelt. Gold und Silber sollte man, wie alles in einem Bullenmarkt, immer in Korrekturphasen akkumulieren - so wie jetzt.
Die Banken werden trotz aller Bemühungen untergehen, allein schon wegen der extremen Verschuldung und der vielen Derivate. Dann beginnt der richtige, hyperinflationäre Kollaps mit totaler Flucht aus dem System. Genau deswegen gehen sie auch in einer Hyperinflation unter - weil das Geld abgezogen wird.
Wer dann nicht in Gold/Silber ist, ist selbst schuld. Nur wenige haben leider die "richtige Ausstattung" für den Investor, sie haben meist zu schwache Nerven.
Diese Zuschrift-DE sieht es besser:
die zweifelnden Leserbriefe, die im Moment von Ihnen veröffentlicht werden, zeigen mal wieder ganz klar, wie komisch doch die Menschen ticken...
Sie investieren z.B. 30 oder mehr Jahre in eine Lebensversicherung, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was denn der Versicherer mit deren Geld macht. Am Ende freuen sie sich dann über eine Summe X, die in Ihren Augen unheimlich viel Geld (nach dem Maßstab zu Beginn der Sparaktivität) darstellt. Was sie jedoch nicht bedenken ist die Tatsache, daß im gleichen Zeitraum der reale Warenwert, den Sie dann noch für Ihre Riesensumme X bekommen, nur noch ein Bruchteil dessen ist, was er zu Sparbeginn war.
Oder es wird jahrelang seelenruhig in einen Aktien- oder Immobilienfonds investiert, und man interessiert sich nicht dafür, ob die Börse nun auf- oder abwärts geht. Der Fondsmanager wird es ja richten; er ist ja schließlich Profi (im Geldvernichten).
Aber jetzt, wo man evtl. die einzig richtige Entscheidung getroffen hat und in Gold / Silber investiert hat, da kommen auf einmal Zweifel auf, weil der Kurs mal nach unten geht... Hey! Leute! Schaut Euch doch mal den Goldkurs an? Fällt Euch nicht auf, daß er immer noch auf dem höchsten Niveau seit den 80ern ist??? Rumheulen, weil er von $1032 gefallen ist, bringt nichts. Versüßt euch den "Verlust" doch mit einem Krügerrand...
Aber das ist halt das Problem: Für den Gold- / Silberkauf ist jeder selbst verantwortlich und da kommen dann schnell Zweifel, ob man wirklich das Richtige getan hat und ob der Eichelburg überhaupt Recht hat (wovon ich persönlich übrigens absolut überzeugt bin), schließlich steigen die Börsenkurse ja an und auch Bankaktien steigen, obwohl sie miserable Zahlen präsentieren.
Wie schon geschrieben wurde: Irgendwann wird es aus sein mit den Manipulationen und dann könnt ihr schwimmen gehen im See der Tränen, die diejenigen vergießen, die gerne Edelmetalle hätten, dann aber keine mehr bekommen weil es zu spät ist.
Außerdem hat Gold die angenehme Eigenschaft der Werterhaltung. Das Beispiel mit dem Herrenanzug ist zwar alt, aber es trifft den Nagel auf den Kopf.
In diesem Sinne: Alle Zweifler mögen sich bitte an mich wenden. Ich suche immer nach günstigen Zukaufmöglichkeiten. Alle anderen: Schnappt Euch die Schnäppchen. So günstig dürfte es lange Zeit keine Rettungsboote mehr geben.
Wenn dieser Kollaps (der Tag X) kommt, wird man in Gold/Silber kaum mehr hineinkommen.
PS: es ist übrigens bei jeder Krise so, dass sie schon lange sichtbar ist, aber die Menschen versuchen erst im Kollaps zu reagieren - zu spät.
Neu 2008-05-03:
[19:30] Die Zentralbanken werfen wieder verstärkt mit Geld um sich:
Yahoo: Notenbanken greifen wieder am Geldmarkt ein
Angesichts der anhaltenden Spannungen an den Finanzmärkten haben die großen Notenbanken weitere Milliarden-Spritzen für den Geldmarkt angekündigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank wollen die Bereitstellung von frischem Geld ausweiten.
Da braut sich wieder eine grössere Krise zusammen - die Phase II.
[12:00] Mehr zu Countrywide & co:
Jim Sinclair: In The News Today
Wake up.
The Fed is now guaranteeing any kind of debt from any financial entity, rescuing any primary dealer in treasuries, any issuer of a significant amount of OTC derivatives like Bear, holders of derivatives written on car loans and consumer loans, and now for economic and political reasons, busted student loans going forward and backward.
Here is another auction in which the only auction is the level of interest paid. The Fed receives junk paper for Treasuries. It is interesting that the Swiss are participating. The inviting question is whether or not the Fed is bailing out UBS in the mechanics and financial chain of the process.
Nicht nur Probleme mit Countrywide, auch mit der UBS und Studentenkrediten. Die halben US-Spitäler sind auch schon pleite. Die Fed rettet alles.
PS: Der Fed-Dollar-Swap mit der EZB und der SNB war nichts anderes als eine Dolalr-Stützung - man sieht es am Dollar-Index. Die Europäischen ZBs halten jetzt den Dollar.
PPS: für alle die glauben, dass alles OK ist, hier diese Liste an Meldungen, die gerade hereingekommen ist:
* Standard & Poor's Drops Ratings on $22 Billion of 2005-6 First
Lien Subprime RMBS
<http://www.housingwire.com/2007/10/19/standard-poors-drops-ratings-on-22-billion-of-2005-6-first-lien-subprime-rmbs/>
* S&P Axes $41 Billion in Alt-A RMBS, Warns on More AAA Cuts Ahead
<http://www.housingwire.com/2008/04/30/sp-axes-41-billion-in-alt-a-rmbs-warns-on-more-aaa-cuts-ahead/>
* Rate Resets, Housing Struggles to Put More Strain on U.S. RMBS in
2007
<http://www.housingwire.com/2006/12/11/rate-resets-housing-struggles-to-put-more-strain-on-us-rmbs-in-2007/>
* S&P Downgrades, Puts on Watch Negative 133 RMBS Ratings
<http://www.housingwire.com/2007/06/22/sp-slashes-133-ratings/>
* S&P Downgrades, Warns on 6,389 Subprime RMBS Classes
<http://www.housingwire.com/2008/01/31/sp-downgrades-warns-on-6389-subprime-rmbs-classes/>
[12:00] Leserzuschrift-DE - plötzlicher Systemtod:
Wie etwas überraschend sein kann, erlebte ich vor kurzem, als in der Familie ein Todesfall auftrat, 79 Jahre. Am Sonntag noch munter gegessen und geplaudert, am Montag nicht mehr aufgewacht. Das ist überraschend. Das System gleicht jedoch eher einem Krebskranken, der schon seit Jahren in der Chemotherapie und Bestrahlung ist: da wäre der Tod täglich eben keine Überraschung, deshalb sollte man auch nicht überrascht sein.
Sollte jedoch der Systemtod tatsächlich unvermittelt eintreten, dann werden die Auswirkungen absolut katastrophal sein. Ob man sich dann noch stark freuen kann über das Edelmetall, oder ob gleich wieder die fahrbare Guillotine aus dem Museum geholt wird, ich bin mir da nicht so sicher.
Das wird vermutlich auch hier passieren, wenn auch nur eine Rettung versagt - und das wird einmal passieren.
[19:00] Leserzuschrift-DE zum Sinclair-Artikel:
Zitat "The Fed is now guaranteeing any kind of debt from any financial entity, rescuing any primary dealer in treasuries, any issuer of a significant amount of OTC derivatives like Bear, holders of derivatives written on car loans and consumer loans, and now for economic and political reasons, busted student loans going forward and backward."
Diese ganzen Schuldenübernahmen erfolgen doch bestimmt unter Bedingungen. Besteht nicht die Möglicheit, dass die FED, die ja eine private Institution ist, auf diese Weise ihre Finger in diese ganzen Banken stecken kann und diese zum Schluss übernimmt? Ich bin darauf gekommen, weil sie schreiben, dass auch die UBS von der FED Geld holen kann. Letztlich könnte die FED doch damit das gesamte System unter ihre Kontrolle bringen bzw. übernehmen. Und nach einem Crash gäbe es dann nur noch die FED.
Der Gedanke ist kühn, aber ich glaube, es kommt so.
Die Fed gehört offiziell den US-Banken (wie überall). Die realen Entscheidungen trifft aber die Regierung. Am Ende wird die Fed mit den Banken untergehen, da sie dann nur mehr Mistpapiere besitzt.
Neu 2008-05-02:
[21:00] Aufpassen - der 1. Primary Dealer mit Junk Rating:
Bloomberg: Countrywide Rating Cut to `Junk' By Standard & Poor's
Countrywide Financial Corp.'s credit rating was unexpectedly cut below investment grade by Standard & Poor's Corp., which cited doubt about whether Bank of America Corp. will back the home lender's debt after they merge.
The revision reflects ``the new level of uncertainty as to the ultimate legal status of Countrywide's creditors'' after the lender's sale to Bank of America, Standard & Poor's said in a statement today. Prices on instruments that protect investors from a Countrywide default made their biggest jump in almost four months.
Man hat Countrywide schon mehrmals vor dem Kollaps gerettet, aber jetzt dürfte der Untergang nahe sein. S&P will sich dann offenbar abputzen um sagen zu können: wer haben die doch heruntergerettet. Bei Enron war das ähnlich.
[21:00] Technologie-Absturz bei Sun:
Spiegel: Viertgrößter Computerhersteller streicht 2500 Jobs
Überraschende Verluste bei Sun Microsystems: Der kalifornische Serverproduzent präsentiert schockierende Zahlen - und reagiert prompt: Bis zu 2500 Stellen sollen gestrichen werden. Damit zerplatzen Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Stabilisierung des Konzerns.
Sun ist ein sehr gutes Konjunkturmass für die gesamte Technologiebranche. Da kommen noch mehr Meldungen dieser Art.
[19:30] Kein Krise mehr? aber was ist das:
Spiegel: Zentralbanken pumpen 112 Milliarden Dollar in die Märkte
Konzertierte Aktion: Die Zentralbanken der Eurozone, der USA und der Schweiz wollen wegen der internationalen Finanzkrise erneut hohe Milliardensummen in die Geldmärkte pumpen. Die Maßnahme sowie gute Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten an der Frankfurter Börse für Erleichterung.
Offenbar brennen die Banken wieder lichterloh. Die Phase II der Krise dürfte sichtbar werden.
[12:30] Wann kommt der nächste Schlag?
Süddeutsche: Es wird einen dritten Schlag geben
Ist das Ende der Bankenkrise in Sicht? Der Unicredit-Kreditanalyse-Chef Jochen Felsenheimer über Spieler an den Finanzmärkten, das Überschwappen der Krise - und den nächsten Schlag.
Die Immobilienkrise hat sich als größte Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg erwiesen. Nach den verheerrenden ersten Monaten des Jahres 2008, in denen manche Banken mehr Geld abschreiben mussten als im ganzen Vorjahr zusammen, sehen nun einige Bankchefs das Ende der Krise nahen. Doch ist es schon soweit?
Jochen Felsenheimer, der die Kreditanalyse bei Unicredit leitet, nennt Gründe, warum es nochmals richtig krachen kann.
Und es wird krachen. Aber wann?
Vorerst sollen wir das glauben:

Neu 2008-05-01:
[18:30] Phase II der Systemkrise hat begonnen:
Von einigen Fronten kommen ganz düstere Nachrichten:
- in den USA werden jetzt auch die Alt-A, Option ARM und andere "Prime"-Hypotheken pulverisiert
- der UK-Immo-Markt ist im Zusammenbruch - Residential & Commercial
- Nach den US-Banken brennen jetzt die UK-Banken, die BoE versucht verzweifelte Rettungsmassnahmen
- Die Abschreibungen der Banken aus der Phase I (US-Subprime) gehen immer noch weiter
- verschiedene Staatsanleihen (ES, IT) sind nicht mehr verkaufbar
- Die Junk-Spreads sind zwischen 8..10%, ganze Bond-Komplexe sind nicht mehr verkaufbar
- Die Realwirtschaft in den USA bricht zusammen
- Die Rezession kommt jetzt auch nach Europa (besonders UK, ES) und Japan
- Die Preise essentieller Güter wie Lebensmittel und Energie steigen extrem, diese Inflationslawine wird die restlichen Staatsanleihen auslöschen
- die Konsumenten, die bis jetzt auf Kredit konsumieren konnten, bekommen keinen Kredit mehr und werden von der Inflation aufgefressen
Die derzeitigen Markt-Manipulationen sind extrem. Man versucht mit allen Mitteln die Banken am Leben zu erhalten, sowie die Aktienmärkte hoch zu halten - sodass die breite Masse nichts merkt. Die Situation war nie so schwierig wie jetzt, aber man versucht den Anschein zu erwecken, alles würde wieder besser.
Inzwischen wird klar, was gemacht wird: man will wie 2001 eine neue Reflation starten (allerdings ohne ein 9/11), sodass nach einiger Zeit heutige Mist-Papiere wieder einen Wert bekommen. Leider spielen die Rohstoffpreise und damit die reale Inflation nicht mehr mit. Wir haben die Phase II der Finanzkrise (F.W.Engdahl) erreicht.
Die Zentralbanken kämpfen jetzt einen ausichtslosen Kampf um ihr eigenes Überleben - aber sie kämpfen bis zur letzten Minute.
Sie haben im März und bis jetzt Armageddon noch abgewendet, aber die Fallhöhe wird grösser - wenn es kommt.
Was alle diese "Eliten" übersehen: ohne massivste Lohnerhöhungen (70%++) können sich die Konsumenten durch Inflation nicht entschulden - sie werden nur schneller durch sie pleite - das passiert jetzt überall.
[22:00] Das passt gut dazu - die Krise ist weltweit: Bank of England Fears Financial Meltdown
[18:00] Der nächste Sargnagel wird eingeschlagen - UK Commercial Real Estate:
Telegraph: Bank of England sounds alarm on £5bn commercial property defaults
Britain's big banks stand to lose as much as a fifth of their profits as the commercial property market implodes, the Bank of England has warned.
The Bank sounded the alarm on a £5bn-plus wave of real estate defaults which could engulf the financial sector before it has even recovered from the sub-prime crisis.
It projected that if a tenth of outstanding commercial property loans default this could cost the UK banking sector £5.1bn, or 19pc of its annual pre-tax profits.
Kein Wunder, dass die City of London brennt und die britischen Banken um ihr Überleben kämpfen. Wenn nur eine davon untergeht, kollabiert das Gesamtsystem.
[11:00] Leserzuschrift mit Banken-Crash-Szenario:
Tag x: 7 große Banken schließen
2 Wochen später: 6 öffnen wieder, alles wieder gut (Geld nachgedruckt) Zwischenzeitlich gab es einen Börsencrash.
Die Preise für Verbrauchsgüter sinken steil wegen Deflation.
4 Monat später: Lebensmittelpreise stiegen um 170%.
8 Monate später: Benzin kostet 15 € pro Liter.
Hyperinflation in den nachfolgenden Wochen.
Kann so sein, auf jeden Fall wird ein grosser Bankencrash die Leute das Geld abheben lassen (wenn sie es noch schaffen). Die Währungen werden dann schnell an Wert verlieren, da Flucht daraus - die wirkliche Hyperinflation.
[10:30] Phase II der Krise hat begonnen:
Engdahl: Phase Zwei des Finanz-Tsunamis hat begonnen
In den vergangenen Tagen haben die amerikanische »Federal Reserve« und die Bank von England signalisiert, dass sie nie dagewesene Maßnahmen ergreifen werden, um mit der angloamerikanischen Finanzkrise fertig zu werden, die im August letzten Jahres auf dem amerikanischen Immobiliensektor begann. Zum ersten Mal in der Geschichte des Zentralbankwesens haben sowohl die US-amerikanische als auch die britische Zentralbank erklärt, dass sie die »giftigen« Wertpapiere im Besitz ihrer Banken und Finanzinstitutionen als Kreditsicherheit akzeptieren und im Gegenzug dafür den Banken mit der Bestnote AAA eingestufte amerikanische und britische Regierungsanleihen geben werden. Diese Maßnahme bestätigt, dass momentan Phase Zwei des Finanz-Tsunamis begonnen hat. Man wird jetzt Illusionen über einen Aufschwung verbreiten und erklären, »das Schlimmste« sei »vorbei«. In Wirklichkeit werden aber die amerikanischen und britischen Steuerzahler dafür zahlen müssen, dass ihre Regulierungsbehörden in den vergangenen acht Jahren (wenn nicht noch länger) dem ganzen Debakel der unregulierten Verbriefung durch die Privatbanken tatenlos zugesehen haben.
Und diese Phase II wird die Hoffnungen der Zentralbanker und ihr System mittnehmen:
[10:00] Britische Immo-Katastrophe und Zentralbanker-Hoffnungen:
Spiegel: Notenbanker befürchtet Wertverlust der Häuser um ein Drittel
Kredite werden nicht verlängert, Neuabschlüsse an deutlich strengere Bedingungen geknüpft - Millionen Briten bekommen die Immobilienkrise schmerzhaft zu spüren. Nach Überzeugung von David Blanchflower, Mitglied der Bank of England, steht die böse Überraschung aber noch bevor.
Die Hoffnung gibt der Notenbanker gleichwohl nicht auf. Es sei durchaus möglich, die Entwicklung noch aufzuhalten - etwa durch die Senkung der Leitzinsen. "Hier sollten wir so schnell wie möglich handeln, um eine Rezession wie in den USA zu vermeiden", sagte er von der Royal Society im schottischen Edinburgh.
Hier sieht man alles: die Immo-Bubble bricht zusammen, aber die Zentralbanken tun alles, um den Zusammenbruch zu verhindern. Sie sollten eigentlich wissen, dass Immo-Bubbles, wenn sie platzen, das Bankensystem mitnehmen. Also geht diesesmal auch die Währung mit - nach unten.
Wichtig: Zentralbanker versuchen ihr System mit allen Mitteln zu retten, nur für heute, ohne Blick auf Morgen.
Die Fallhöhe steigt jetzt für den richtigen Crash: Armageddon? Verschoben!
[9:30] Was sich im Keller von Fannie & Freddie befindet:
MarketTicker: Fannie And Freddie - Short To Zero?
Remember now, we were told last spring and summer this was a "Subprime" problem.
Then that there were some "liar loans" but they were not considered "prime" paper, and that the "prime" mortgages that were written over the years were in fact safe - even from "bubble" vintages.
Jede Menge Hypotheken-Mistpapier, das als "Prime" klassifiziert wurde. Die beiden GSEs haben diese Kredite weltweit verteilt.
Aber jetzt gibt es Massenausfälle bei Alt-A und Option-ARM Krediten, die echte US-Hypohekenkrise hat erst begonnen: Caution: Mortgage Explosions Just Starting
Das wird zumindest die Papiere dieser beiden GSEs umreissen, wenn nicht Fannie & Freddie mit.
Alte Seiten ausgelagert!
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